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Redakteur

Mit der Cinebar 11 hat Teufel eine extrem kompakte Soundbar entworfen. Da kommt natürlich schnell die Frage auf, ob das gute Stück überhaupt in der Lage ist, den Klang des Fernsehers merklich zu verbessern. Die Antwort: Aber Hallo!

Die inklusive Standfuß nur 7,4 cm hohe Soundbar lässt sich problemlos unter so ziemlich jeden Fernseher stellen.

Die inklusive Standfuß nur 7,4 cm hohe Soundbar lässt sich problemlos unter so ziemlich jeden Fernseher stellen.

 

 

Bevor wir zu den soundtechnischen Qualitäten der Cinebar 11 kommen, müssen wir sie und den dazugehörigen Subwoofer zunächst einmal auspacken und anschließen. Das alles ist in maximal fünf Minuten erledigt. Beide Geräte stecken in ihrem eigenen Karton und wir kümmern uns zunächst um die Soundbar. Die ist erstaunlich leicht und wiegt gerade einmal 2,1 Kilogramm. Das Kunststoffgehäuse macht jedoch einen massiven Eindruck und optisch ist die Cinebar schon einmal sehr gut gelungen. Die abgerundeten und abgeschrägten Kanten wissen zu überzeugen, die mit einem Lochgitter bedeckte Front lässt die Chassis dezent hervorblicken. Das darunter befindliche Display inkl. Herstellerlogo sorgt im Zentrum der Cinebar für den gewissen Hingucker. Auf der Oberseite befinden sich die wichtigsten Bedienelemente wie der An/Aus-Knopf, die Quellenwahl und die Lautstärkeregler. Der integrierte Standfuß ist dezent an der Rückseite befestigt und von vorn kaum sichtbar. Dank zweier Schlüssellochaufhängungen ist die Cinebar 11 auch für die Wandmontage vorbereitet.
Die Soundbar ist übrigens komplett in Schwarz gehalten und fällt deshalb und aufgrund ihrer kompakten Abmessungen im abgedunkelten Wohnraumkino überhaupt nicht auf. Dafür sorgt auch das Display, dessen LED-Anzeige nämlich gedimmt oder sogar komplett ausgeblendet werden kann. So lenkt die Anzeige während des Filmvergnügens nicht ab.

 

Das einzeilige Display zeigt die meiste Zeit über die aktive Quelle an. Dabei kann aus insgesamt fünf Möglichkeiten gewählt werden: Auf der Rückseite der Soundbar stehen gleich zwei HDMI-Schnittstellen zur Verfügung. Eine davon ist als „HDMI TV“ gekennzeichnet und dient der Verbindung zum Fernseher. Ist dort ein Anschluss mit ARC-Funktion vorhanden, sollte dieser auch genutzt werden. Die Abkürzung steht übrigens für „Audio Return Channel“, schickt also über das angeschlossene HDMI-Kabel die Tonsignale an die Soundbar. Außerdem können Signale von weiteren Geräten wie einem Sat-Receiver über den „HDMI TV“-Port ans TV-Gerät weitergereicht werden. Der Sat-Receiver, der Mediaplayer oder eine andere Quelle wird dazu an den „HDMI In“-Port angeschlossen. Die nötigen Kabel sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Wer sich neue HDMI-Kabel zulegen möchte, sollte darauf achten, dass deren Anschlüsse angewinkelt sind. Das erleichtert das Einstöpseln an der Cinebar erheblich, denn mit den herkömmlichen, starren Kabeln ist das schon ein bisschen umständlich – sowas nennt man wohl Jammern auf hohem Niveau …

Die abgerundeten und abgeschrägten Kanten wissen zu überzeugen, die mit einem Lochgitter bedeckte Front lässt dezent die Chassis hervor blitzen.

Die abgerundeten und abgeschrägten Kanten wissen zu gefallen, die mit einem Lochgitter bedeckte Front lässt die Chassis dezent hervorblitzen.

 

 

Wer neben einem Receiver auch noch eine Spielkonsole einsetzen möchte, schickt deren Tonsignale am besten parallel per optischem Digitalkabel an die Cinebar. Die entsprechende Schnittstelle befindet sich in der linken Hälfte der Rückseite direkt neben dem Anschluss für das Stromkabel. Auf der Oberseite der Soundbar findet sich zudem noch ein analoger Eingang für ein Miniklinkenkabel. Dieser kann zum Beispiel genutzt werden, um einen MP3-Player an die Cinebar zu koppeln. Auch das Smartphone kann so angeschlossen werden, doch das geht auch ohne Kabel – Bluetooth ist nämlich ebenfalls an Bord!

Auf der Rückseite der Soundbar stehen gleich zwei HDMI-Schnittstellen zur Verfügung.

Auf der Rückseite der Soundbar stehen gleich zwei HDMI-Schnittstellen zur Verfügung.

 

 

Um die Bluetooth-Funktion zu nutzen, sind nur drei Schritte nötig. Zunächst wählt man sie als Quelle aus, das ist auf der mitgelieferten Fernbedienung mit einem Knopfdruck erledigt. Der Signalgeber ist übrigens sehr leicht, liegt aber gut in der Hand und lässt sich auch problemlos bedienen. Die Quellen lassen sich hier auch direkt mit nur einem Knopfdruck anwählen – so auch Bluetooth. Anschließend muss die Bluetooth-Funktion des Smartphones etc. aktiviert werden. Nun muss nur noch der Knopf „BT Pairing“ auf der Fernbedienung gedrückt werden und sofort erscheint auf dem Smartphone der Eintrag „Cinebar 11“ in der Liste der verfügbaren Bluetooth-Geräte. Wählt man diesen Eintrag aus, sind die Geräte miteinander verbunden und die auf dem Smartphone gespeicherte Musik kann über die Soundbar wiedergegeben werden. Die Steuerung der Wiedergabeliste oder der Lautstärke ist natürlich weiterhin über das Smartphone möglich.

Die mitgelieferte Fernbedienung liegt gut in der Hand und lässt sich auch problemlos bedienen.

Die mitgelieferte Fernbedienung liegt gut in der Hand und lässt sich auch problemlos bedienen.

 

 

Duo mit Durchschlagskraft

Aber einen Moment! Da fehlt doch noch was … Genau, ein Aktiv-Woofer ist ja auch noch dabei. Dabei handelt es sich um einen Frontfire-Subwoofer. Das heißt, dass der Tieftöner nach vorne abstrahlt und der kleine Kraftmeier dementsprechend auch problemlos auf einem Lowboard positioniert werden kann und nicht zwangsläufig auf dem Boden stehen muss. Der Bass-Spezialist verfügt neben besagtem 165-mm-Chassis über eine ebenfalls in der Front eingesetzte Bassreflexöffnung und benötigt daher noch nicht einmal besonders viel Abstand zur Wand. Die „klassische“ Würfelkonstruktion hat Teufel hier verlassen und stattdessen die Quaderform gewählt. Das sorgt für eine geringere Grundfläche und so lässt sich der Subwoofer auch in kleinen Räumen gut unterbringen. Auf der Rückseite befinden sich abgesehen vom Anschluss für das Stromkabel nur noch zwei Kontroll-LEDs und die dazu gehörigen Knöpfe zum Einschalten und zum Pairing mit der Soundbar.

Die Rückseite des Subwoofers verfügt über zwei Kontroll-LEDs und die Knöpfe zum Einschalten und zum Pairing mit der Soundbar.

Die Rückseite des Subwoofers verfügt über zwei Kontroll-LEDs und die Knöpfe zum Einschalten und zum Pairing mit der Soundbar.

 

 

Das ist nämlich der besondere Clou der Cinebar 11: Subwoofer und Soundbar werden kabellos miteinander verbunden. Einfach beide Geräte ans Stromnetz anschließen und schon verbinden sie sich selbständig miteinander. Sollte das aus irgendwelchen Gründen mal nicht funktionieren, ist die Kopplung auch manuell fix erledigt. Dazu benötigen wir erneut die Fernbedienung und rufen das Menü auf. Dort navigieren wir mit der unteren Pfeiltaste durch die Einträge bis wir „WS“ auf dem Display sehen. Nun drücken wir zwei Mal „OK“ und betätigen anschließend über den „Pairing“-Knopf auf der Rückseite des Subwoofers. Die blaue LED darüber gibt Auskunft über den Verbindungsprozess. Gleichzeitig ist auf dem Display „Search“ zu lesen. Wechselt die Anzeige zu „Okay“, ist die Verbindung erfolgt. Schaltet man die Geräte später ab, merken sie sich ihre Verbindung und man kann sich den Prozess bei der nächsten Nutzung sparen.

Das gut ablesbare Display hilft auch beim Pairing, falls die beiden Komponenten sich nicht gegenseitig erkennen.

Das gut ablesbare Display hilft auch beim Pairing, falls die beiden Komponenten sich nicht gegenseitig erkennen.

 

 

Power und Präzision in der Praxis

Die Soundbar/Subwoofer-Kombi ist also betriebsbereit und wir testen gleich einmal die Fähigkeiten in Sachen Filmton. Die Blu-ray von „Black Hawk Down“ dient freundlicherweise einmal mehr als Testfilm. Wir schenken uns die ersten Kapitel und landen direkt im Gefecht in Mogadischu. Noch sind alle Helikopter am Himmel unterwegs und sorgen für jede Menge Tumult. Eine Szene, in der sich der Subwoofer schnell bezahlt macht, der die brüllenden Rotoren direkt ins Wohnzimmer holt. Gleichzeitig schießt die Soundbar munter das Dauerfeuer aus den Maschinengewehren Richtung Couch und wir stellen beeindruckt fest, wie druckvoll diese auf Minimalmaße geschrumpfte Cinebar aufspielt. Die Soundeffekte werden auf den Punkt geliefert, die Anweisungen über Funk bleiben trotz Kugelhagels und Explosionen ebenso gut verständlich wie die bruchstückhaften Informationen, die sich die Soldaten gegenseitig entgegen brüllen. Präziser und zugleich intensiver kann es wohl kaum werden. Na gut, ein bisschen mehr geht immer: Als nämlich der erste Black Hawk von der Panzerfaust der Somalier erwischt wird, klingt es tatsächlich so, als hätte sich der Pilot ausgerechnet den Couchtisch vor uns als geeigneten Platz für seine Notlandung ausgeguckt. Der Subwoofer haut alles raus, was in ihm steckt und die Soundbar zieht begeistert mit. Selbst bei höheren Lautstärken bleibt die Kombi dabei vollkommen souverän und rutscht nicht in hässliche Verzerrungen ab. Im Bereich der Mitten vermissen wir zwar ein wenig Substanz (das macht sich allerdings beim Filmton weniger bemerkbar als bei der Musikwiedergabe) und allumfassenden Surroundsound darf man bei einer derart kompakten Konstruktion natürlich nicht erwarten. Immerhin ist ein virtueller Surroundmodus zuschaltbar, der dem Sound noch einen gewissen Schub verpasst – mit einer echten Surroundanlage darf man das aber trotzdem nicht vergleichen. Allerdings ist der räumliche Eindruck der Cinebar aller Ehren wert. Das bei diesen knappen Abmessungen überhaupt hinzubekommen, beweist das umfangreiche Know-How von Teufel. Das Primärziel – nämlich die Verbesserung des TV-Sounds – erfüllt die Cinebar 11 mühelos und mindestens zehn Mal besser als wir zu hoffen gewagt haben.

Auf der Oberseite der Soundbar befinden sich neben dem Analog-Anschluss die wichtigsten Bedienelemente: Quellenwahl, Lautstärkeregler, An/Aus.

Auf der Oberseite der Soundbar befinden sich neben dem Analog-Anschluss die wichtigsten Bedienelemente: Quellenwahl, Lautstärkeregler, An/Aus.

 

 

Fazit

Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei Teufel-Lautsprechern aus Prinzip hervorragend und bei der Cinebar 11 schlicht überragend. Derart riesigen Klang in so kompakten Gehäusen zu verpacken stößt ohne Frage an die Grenzen des physikalisch Machbaren. Wer bislang aus Platzgründen auf Soundunterstützung für den Fernseher verzichtet hat, wird mit dieser Soundbar/Subwoofer-Kombination für knapp 300 Euro höchstwahrscheinlich die perfekte Lösung gefunden haben.

 

 

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

 

 

Modell:Teufel
Cinebar 11
Produktkategorie:Soundbar/Subwoofer
Preis:299,99 Euro / Stück
Garantie:bis zu 12 Jahre
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 300 9 300
www.teufel.de
Abmessungen (HBT):7,4 x 95 x 7 cm (Soundbar inkl. Standfuß)
42 x 18,4 x 32 cm (Subwoofer)
Gewicht:1,78 kg (Soundbar)
6,75 kg (Subwoofer)
Hochtöner:2 x 20 mm Zellulose, beschichtet
Mitteltöner:6 x 44 mm Zellulose, beschichtet
Tieftöner:1 x 165 mm Zellulose, beschichtet
Prinzip:- 2-Wege-System (Soundbar), Bassreflex
- geschlossen (Subwoofer)
Anschlüsse:- HDMI In
- HDMI ARC
- optisches Digitalkabel
- Miniklinke (analog)
- Bluetooth
Lieferumfang:- Soundbar
- Subwoofer
- Fernbedienung
- Bedienungsalneitung
empf. Raumgröße:- bis 25 Quadratmeter
Besonderes:- kabellose Verbindung von Soundbar und Subwoofer
- Virtual Surround
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistungüberragend

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