Teufel Cinebase: Großes Kino für die Ohren – mit nur einem Gerät Teufel Cinebase: Großes Kino für die Ohren – mit nur einem Gerät

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Redakteur

Speziell im Bereich der Unterhaltungselektronik geht der technische Fortschritt in einem unglaublichen Tempo voran. Bezogen auf den gemütlichen Heimkino-Abend auf der Couch macht sich dies besonders durch brillante Bilder und immer größer werdende TV-Geräte bemerkbar. Fernsehen wird also somit ein immer intensiverer Genuss. Aber wie sieht es mit „Fernhören“ aus?

Die Cinebase macht nicht nur akustisch eine gute Figur. Auch optisch kann sie sich durchaus sehen lassen und passt in jedes Wohnzimmer!

Die Cinebase macht nicht nur akustisch eine gute Figur. Auch optisch kann sie sich durchaus sehen lassen und passt in jedes Wohnzimmer!

 

Eine berechtige Frage, denn zumeist kann der Sound leider nicht mit der Qualität der bewegten Bilder mithalten. Wie man aber den Fernseh-Abend zum optischen und akustischen Kinoerlebnis macht, das zeigt uns der Berliner Lautsprecherproduzent Teufel mit seiner Cinebase. Teufel verspricht mit diesem Produkt nicht weniger als den Abschied vom flachen TV-Sound und ein „gewaltiges, klanglich einhüllendes Sounderlebnis“. Wir haben uns das Sounddeck einmal vorgeknöpft und auf Herz und Nieren getestet. Also Vorhang auf zum großen Kino!

Teufel – ein Name steht für Qualität!

Selbstverständlich achtet man beim Kauf von Elektrogeräten nicht nur auf die Optik und die technischen Daten, sondern auch auf den Namen, der dahinter steckt. Und im Falle unseres Testobjekts kann man sich vom Hersteller schon so Einiges versprechen. Schließlich ist die Lautsprecher Teufel GmbH aus Berlin seit ihrer Gründung im Jahr 1980 den Lautsprecherexperten ein Begriff. Seit dieser Zeit sind die hochwertigen Soundsysteme der Hauptstädter qualitativ immer ganz vorn dabei, wobei Teufel penibel darauf achtet, seine Produkte stets erschwinglich zu halten. Ein weiteres sicheres Indiz dafür, dass man sich auf Teufel stets verlassen kann, ist die Liste der namhaften Kunden, die das Unternehmen für sich verbuchen kann. Mit Namen wie Bavaria Film, ZDF, RTL und der ProSiebenSat.1 Media AG liest sich diese wirklich beeindruckend. Nicht die schlechtesten Vorschusslorbeeren. Doch viel wichtiger ist die Frage nach dem Praxisnutzen und der Klangqualität der hier vor uns stehenden Cinebase. Also ab in den Test!

Frisch ausgepackt: Schon beim ersten Kontakt vermittelt die Teufel Cinebase einen sehr massiven Eindruck – und der Blick auf die insgesamt 6 Töner lässt erahnen, was sie kann!

Frisch ausgepackt: Schon beim ersten Kontakt vermittelt die Teufel Cinebase einen sehr massiven Eindruck – und der Blick auf die insgesamt 6 Töner lässt erahnen, was sie kann!

Stil nach außen, Power unter der Haube

Schon vor dem Auspacken fällt eines auf: Wir haben es bei der Cinebase nicht gerade mit einem Leichtgewicht zu tun. Mit einem Gewicht von fast 12 Kilo und Abmessungen von 41 x 73 x 11 Zentimetern steht ein durchaus massives Gerät vor uns, das sogleich einen sehr robusten Eindruck hinterlässt, nachdem wir es von seiner schützenden Verpackung befreit haben. Die hochwertigen Materialien und die sorgfältige Verarbeitung ergänzen die schlichte Eleganz ideal. Klare Linien, stilsicher abgerundete Ecken und die durch die Gitterverkleidung leicht sichtbaren Töner machen das Sounddeck zu einem echten Eyecatcher, der sich perfekt in fast jedes Wohnraum-Ambiente einbinden lässt. Auf ihren sieben Füßen steht die Cinebase sehr stabil und gibt auch dem TV-Gerät, das sie „huckepack“ trägt, einen festen und sicheren Stand – selbst wenn die Bässe fühlbar dröhnen.

So überzeugend das Deck von außen ist, so weiß es auch durch sein technisches Innenleben zu begeistern. Ein 280-Watt-Verstärker, sechs Töner und zwei gen Unterseite strahlende Jet-Engine-Subwoofer sollen in Kombination mit der sogenannten „Sonic Emotion™ Absolute 3D Technologie“, einem DSP-Rechenalgorithmus, für die nötige Power und einen klaren Klang sorgen. Neben je einem HDMI-Ein- und Ausgang verfügt unser Testsample über einen USB Service-Anschluss, einen optisch-digitalen sowie einen analogen Eingang und lässt sich zudem über Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone, Tablet oder anderen Bluetooth-Sendern verbinden. So ist sichergestellt, dass die Cinebase mit nahezu jeder Generation von TV-Geräten und anderen Zuspielern problemlos klarkommt.

Auch kabellos ein Sound-Ass: Egal ob per Bluetooth oder – wie hier – über die NFC-Verbindung, mit diesem Sounddeck kann man auch ohne Kabel Spaß haben!

Auch kabellos ein Sound-Ass: Egal ob per Bluetooth oder – wie hier – über die NFC-Verbindung, mit diesem Sounddeck kann man auch ohne Kabel Spaß haben!

Aufstellen, anschließen – und los geht’s!

Im Gegensatz zu manchem Mitbewerber ist es Teufel mit seiner Cinebase gelungen, ein sofort betriebsfähiges System bereitzustellen, mit dem man innerhalb weniger Minuten in den Genuss beeindruckenden Surroundsounds kommt. Im Idealfall positioniert man das Sounddeck ganz einfach auf dem TV-Regal oder -Tisch, stellt den Fernseher mittig darauf und schließt es mit wenigen Handgriffen nach den Anweisungen der leicht verständlichen Betriebsanleitung an. Dabei hat man die Wahl zwischen HDMI, dem digitalen und dem analogen Eingang – je nach Anforderung des entsprechenden TV-Geräts. Neben der Stromzufuhr wird also lediglich ein einziges Kabel benötigt, mit dem die entsprechenden Audiosignale vom Fernseher bzw. DVD- oder Blu-ray-Player in das Sounddeck geleitet werden. Das war es schon in Sachen Installation! Nun einfach die Teufel Cinebase einschalten, auf der Fernbedienung die entsprechende Quelle auswählen und schon kann man Heimkino in Topform genießen. Sind Sie Besitzer eines Flach-TVs mit CEC-Funktion, lassen sich im Übrigen sowohl das Ein- und Standby-Schalten als auch die Lautstärkereglung über die Fernbedienung des TV-Geräts durchführen.

Vielfältige Funktionen mit wenigen Tasten: Im Handumdrehen basteln Sie sich so den perfekt auf Ihre Ohren abgestimmten Sound!

Vielfältige Funktionen mit wenigen Tasten: Im Handumdrehen basteln Sie sich so den perfekt auf Ihre Ohren abgestimmten Sound!

Schöne Grüße an die Nachbarn – unser Härtetest!

So, jetzt wird’s ernst! Und eins muss man sagen: Vom ersten Moment an macht der Check der Cinebase richtig Spaß. Dafür bietet der üppig ausgestattete Teufel-Lautsprecher reichlich Möglichkeiten. Zum Beispiel verfügt das Sounddeck über die bereits erwähnte Sonic emotion® Technologie. Diese ermöglicht es, je nach Art des TV-Programms den idealen Raumklang zu produzieren. Wählt man den Modus „Sonic 1“, so wirkt der Klang breit und voll, als würden die Boxen weit im Raum verteilt stehen. Besonders in actionreichen Filmspektakeln und in mehrkanalig aufgenommenen Musiksoundtracks vermittelt diese Voreinstellung erstaunlich intensive Soundeindrücke. Als ideal für die Wiedergabe von Sendungen mit hohem Dialoganteil erweist sich die Betriebsart „Sonic 2“. Diese betont mittlere Frequenzanteile und gibt so beispielsweise Stimmen einen sehr authentischen Klang. Erstaunlich voll und durchdringend wird der Klang hingegen unter „Sonic 3“. Ein Modus, der sich durch einen kräftigeren Grundton und eine tiefere Bassdarstellung auszeichnet. Die Einstellung empfiehlt sich beispielsweise in den Abendstunden, wenn trotz niedriger Lautstärke ein voller, intensiver Klang erwünscht ist.

Im Test haben übrigens alle drei Sound-Varianten absolut überzeugt. Egal ob „Tatort“ mit Sonic 1, „Tagesschau“ mit Sonic 2 oder der abendliche Actionfilm mit Sonic 3 – die Cinebase zeigt sich für jeden Einsatzzweck gewappnet. Dabei erweist sich die Klanggüte in allen drei Fällen als ausgewogen und raumfüllend, wobei einen der erzeugte, dichte Soundteppich zwischenzeitlich regelrecht in den Sitz drückt. Ein Effekt, den man sonst eigentlich nur aus guten Kinos kennt. Doch Teufels Cinebase hat noch mehr drauf und liefert auch während der Sportübertragung beste Audio-Ergebnisse. So erlebt der Wintersport-Junkie während des Biathlon-Weltcups jeden Schuss hautnah, während er in alpinen Abfahrt den Schnee nicht nur aufstauben sieht, sondern auch jeden Kanteneinsatz auf den vereisten Pisten akustisch verfolgt! Welche Betriebsart am besten zur jeweiligen Sendung passt, sollte man in jedem Fall individuell testen, schließlich sind die Hörgewohnheiten und die Räumlichkeiten, in denen die Cinebase eingesetzt wird, höchst unterschiedlich. Sie werden sehen: Es lohnt sich, die deutlich hörbaren Unterschiede von Fall zu Fall selbst zu bewerten.

Grundsätzlich aber bleibt festzuhalten, dass sich Teufels Cinebase eindeutig in der Champions League der Frontsurround-Systeme spielt. Sie verwandelt Klangdetails – die über das TV-Gerät nur als schnöde Geräusche wiedergegeben werden – in beeindruckende Sounderlebnisse. Dabei macht sie keinen Unterschied, ob es sich um Dialoge, Actionfilm-Effekte, die Fußball-Übertragung oder ein Live-Konzert von Blu-ray handelt, jede Zuspielung wird deutlich aufgewertet. Höhen, Tiefen, Mitteltöne, Raumklang – in all diesen Disziplinen hat sich unser Testgerät im Praxischeck Bestnoten verdient. Doch wie sieht es mit der Lautstärke aus? Auch hier holt sich das Berliner All-In-One-Set fast die volle Punktzahl und bleibt selbst in Pegellagen oberhalb der Zimmerlautstärke jederzeit Herr der Lage. Ob dies jedoch auch für die absolute Maximallautstärke gilt, können wir hier leider nicht bestätigen, denn diese haben wir in unserem Test aus Rücksicht auf die Nachbarn und die eigenen Ohren nicht erreicht. Und das spricht weniger für ein empfindliches Gehör, als vielmehr für die Power des Sounddecks!

Übersichtlich und klar strukturiert sind die Anschlüsse angeordnet. So benötigt man nur ein paar Minuten, bis man in den Genuss des Top-Teufel-Sounds kommt!

Übersichtlich und klar strukturiert sind die Anschlüsse angeordnet. So benötigt man nur ein paar Minuten, bis man in den Genuss des Top-Teufel-Sounds kommt!

Auf zur nächsten Runde – diesmal kabellos!

Als multimediales Allroundgenie hat Teufels Cinebase natürlich noch ein Ass im Ärmel: So lässt sie sich ohne großen Aufwand mit jedem Bluetooth-fähigen Endgerät koppeln und so ganz nebenbei als modernes HiFi-Setup nutzen. Und das funktioniert so:

  1. Über die Fernbedienung „Bluetooth“ wählen.
  2. „Bluetooth“ im Handy/Tablet aktivieren.
  3. Taste „BT Pairing“ drücken (Verbindung wird nun automatisch hergestellt)

 

Im Test erwies sich die Übertragung als jederzeit stabil. Bezüglich der Klangqualität war kaum ein Unterschied zur Zuspielung per HDMI hörbar. Der Grund hierfür ist der von Teufel verwendete aptX-Codec, der eine hochwertige – und im Vergleich zur Verbindung via Kabel – verlustfreie Signalübertragung verspricht. Wer braucht da noch eine komplizierte Stereoanlage?

Ein Blick auf die Seite zeigt die nach außen gerichteten Töner, die für den hervorragenden Raumklang mitverantwortlich sind.

Ein Blick auf die Seite zeigt die nach außen gerichteten Töner, die für den hervorragenden Raumklang mitverantwortlich sind.

Fazit

Normalerweise sollte man bei einem Fazit immer „Pros“ und „Contras“ gegeneinander aufwiegen und schließlich zu einer Bewertung kommen. Das erscheint nach den vielen Teststunden, die wir mit der Teufel Cinebase verbracht haben, schlichtweg überflüssig. Es sei denn, man bezeichnet die fast zwölf Kilo Gewicht als „Contra“. Wer das jedoch verkraften kann oder dieses Gewicht (wie wir) gar als positives Zeichen für solide und hochwertige Arbeit versteht, der wird mit diesem diabolischen Akustikwunder seine helle Freude haben. Das ist keineswegs übertrieben, denn mit seiner Cinebase lädt Teufel regelrecht dazu ein, völlig neue Klangdetails in der TV-Wiedergabe zu erleben. Doch nicht nur in der Detaildarstellung und in Sachen Ausgewogenheit verdient sich die Berliner Soundflunder Bestnoten – auch von den beschriebenen Raumklangeffekten ist die Testjury restlos begeistert. Abgerundet wird das gelungene All-In-One-Paket durch seine Bluetooth-Funktion, die die klassische Stereoanlage fast schon überflüssig macht. Nimmt man all dies zusammen, ist auch der Preis von derzeit knapp 600 Euro keineswegs zu hoch. Uns bleibt also an dieser Stelle nicht mehr zu sagen als: Hut ab!

Test & Text: Stefan Meinighaus
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

90 %

94 %

95 %

150325.Teufel-Testsiegel1

Technische Daten

Modell:Teufel
Cinebase
Produktkategorie:Sounddeck
Preis:599,99 Euro / Stück
Garantie:bis zu 12 Jahre
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 300 9 300
www.teufel.de
Abmessungen (HBT):110 x 730 x 41 mm
Gewicht:11,7 Kg
Breitbänder:6 x 70 mm
Tieftöner:2 x 130 mm
Prinzip:- 2-Wege-System
Anschlüsse:- HDMI In
- HDMI Out
- optischer Digitaleingang
- Analogeingang (Cinch)
- Bluetooth
Besonderes:- Virtual Surround
- Bluetooth
- NFC
- sattes Bassfundament
- enorme Leistungsreserven
Lieferumfang:- Sounddeck
- Fernbedienung
- Bedienungsanleitung
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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