NuForce BTR-100 – Klanggenuss per Bluetooth für alle! NuForce BTR-100 – Klanggenuss per Bluetooth für alle!

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Redakteur

Wer sich vor der Zeit des Wireless-HiFi eine hochwertige Stereo-Ausstattung gegönnt hat, kann sich mit dem Gedanken an ein komplett neues Setup wohl kaum anfreunden. In Zeiten mit Musik gefüllter Mobilgeräte ist ein Zuspielen via Bluetooth allerdings schon ziemlich praktisch. Da bleibt dann eigentlich nur die Anschaffung eines zusätzlichen Bluetooth-Lautsprechers – oder das einfache Aufrüsten der „alten“ Anlage mit einem Bluetooth-Receiver. Mit dem BTR-100 hat NuForce einen sehr kompakten Helfer im Programm, der jede halbwegs ordentlich ausgestattete Anlage innerhalb weniger Minuten auf die Ebene kabellosen Musikgenusses hebt und dabei vielen Konkurrenten einen entscheidenden Schritt voraus ist.

Winziges Kästchen mit großer Wirkung: Der Bluetooth-Receiver BTR-100 von NuForce ermöglicht das Aufrüsten bestehender HiFi-Setups.

Winziges Kästchen mit großer Wirkung: Der Bluetooth-Receiver BTR-100 von NuForce ermöglicht das Aufrüsten bestehender HiFi-Setups.

NuForce – Trotz des Namens keine Neulinge

Zunächst einmal befassen wir uns aber mit dem Hersteller des kleinen Künstlers. NuForce ist ein kalifornischer Hersteller für Audioprodukte und legt bei der Entwicklung neuer Modelle Wert auf hohe Qualität und ein klares Design. Neben Wireless-Geräten wie unserem Testkandidaten gehören vor allem HiFi-Verstärker und Digital-Analog-Wandler zum Portfolio. Im November letzten Jahres wurde NuForce vom für seine Projektoren bekannten Unternehmen Optoma übernommen, da dieses somit dem eigenen Anspruch an ein vollwertiges Heimkinoerlebnis gerecht werden kann. Dass quasi nebenbei noch reine HiFi-Produkte – wie eben der BTR-100 – dazukommen, ist sicherlich kein Nachteil, wie wir gleich sehen.

Qualität braucht nicht unbedingt viel Platz

Auch wenn die Verpackung des BTR-100 äußerst kompakt wirkt, ist jede Menge Inhalt vorhanden. Überflüssiges Füllmaterial gibt es nämlich nicht und so finden neben dem Audio-Receiver ein externes Netzteil mit verschiedenen Steckeradaptern, eine Schnellstartanleitung und zwei Audiokabel (3,5-mm-Klinkenkabel und ein Adapterkabel von 3,5 mm auf Cinch) Platz. Im Prinzip ist also alles da, um den Bluetooth-Empfänger sofort per analogem Kabel an die Stereoanlage anschließen. Sofern dort allerdings auch ein optischer Digitaleingang vorhanden ist, lohnt sich die zusätzliche Investition in ein optisches Digitalkabel, um das volle Potenzial des BTR-100 auszuschöpfen. Denn genau hier liegt der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Bluetooth-Empfängern. Anders als bei den meisten Konkurrenten ist durch die Nutzung des optischen Digitalanschlusses (Toslink) auch ein Streamen in CD-Qualität möglich. Somit wird der Musikgenuss (entsprechendes Musikmaterial vorausgesetzt) nicht zugunsten der Bequemlichkeit geopfert. Mit ca. 80 Euro kostet der BTR-100 zwar ein wenig mehr als so mancher Konkurrent, der kleine Aufpreis lohnt sich allerdings zweifellos, da NuForce mit der Integration der beiden Codecs AptX und AAC für eine höhere Klangqualität sorgt, als mit dem Standard Bluetooth Codec (SBC) erreicht werden kann. Die einzige Einschränkung: Natürlich muss auch das Quellgerät (also Smartphone oder Tablet) einen dieser Standards unterstützen.

Mit nut 7,5 Zentimetern Kantenlänge und dezentem Design in Klavierlackoptik fällt der BTR-100 nur auf, wenn er es soll.

Mit nut 7,5 Zentimetern Kantenlänge und dezentem Design in Klavierlackoptik fällt der BTR-100 nur auf, wenn er es soll.

Installation leicht gemacht

Damit aber überhaupt eine Verbindung hergestellt werden kann, muss der kleine Empfänger erst einmal an die Stereoanlage angeschlossen werden. Dafür packen wir das kleine schwarze Kästchen mit seiner Kantenlänge von gerade einmal 7,5 Zentimetern erstmal aus. Das bereits erwähnte klare Design äußert sich beim BTR-100 durch ein äußerst schlichtes Gehäuse aus in schwarzer Klavierlackoptik gehaltenem Kunststoff, das zwar ein wenig anfällig für Fingerabdrücke zu sein scheint, ansonsten aber einen überraschend robusten Eindruck macht – obwohl der Bluetooth-Receiver gerade einmal 100 Gramm wiegt. Die Ecken sind sauber gerundet und die einzigen Applikationen bilden neben einer dezenten Fuge am unteren Rand der Seiten das Herstellerlogo auf der Oberseite und die blaue LED, die zentral in der vorderen Kante platziert ist und somit von oben und von vorne gut sichtbar ist. Leuchtet sie konstant, besteht eine Bluetooth-Verbindung, ansonsten blinkt sie ruhig vor sich hin.

Damit das kleine Zauberkästchen trotz des geringen Eigengewichts an seinem Platz bleibt, sind am Gehäuseboden vier flache Standfüße angebracht, die ein unbeabsichtigtes Verrutschen ziemlich effektiv verhindern.

Auf der Rückseite gibt es einen digitalen und einen analogen Ausgang. Ein An/Aus-Schalter fehlt allerdings.

Auf der Rückseite gibt es einen digitalen und einen analogen Ausgang. Ein An/Aus-Schalter fehlt allerdings.

 

Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse, die aus einer Buchse für das Stromkabel sowie dem optischen Digital- und einem 3,5-mm-Klinkenausgang bestehen. Für letzteren sind – wie bereits erwähnt – zwei Kabel mitgeliefert, wobei das 3,5-mm-Stereokabel in jedem Fall angeschlossen werden muss. Steht am Empfangsgerät des HiFi-Setups (das wird in der Regel ein HiFi-Verstärker sein) nur ein Cinch-Eingang zur Verfügung, kommt zusätzlich noch das entsprechende Adapterkabel zum Einsatz.

Wer auf digitalem Wege Anschluss sucht, nutzt mit einem entsprechenden Kabel (das sich wie gesagt nicht im Lieferumfang befindet aber für ein paar Euro on jedem Elektrofachgeschäft zu kriegen ist) den mit dem Hinweis „Optical“ markierten Anschluss im Zentrum der Rückseite des Bluetooth-Receivers. Sind die Kabel eingesteckt, ist der BTR-100 auch schon startklar. Einen An/Aus-Knopf gibt es übrigens nicht. Zwar verbraucht der Bluetooth-Receiver nicht viel Strom, dennoch haben natürlich alle diejenigen Recht, die ein Gerät nur dann ans Stromnetz anschließen möchten, wenn sie es auch nutzen. In dem Fall hilft beim BTR-100 nur das Abziehen des Stromkabels.

Bluetooth an und fertig

Bereits ohne das Abspielen von Musik fällt die Bluetooth-Verbindung sehr positiv auf. Kaum ist der BTR-100 ans Stromnetz angeschlossen und die Bluetooth-Verbindung am Smartphone aktiviert, taucht der Receiver auch schon als NuForce BTR-100 in der Liste der verfügbaren Geräte auf. Einmal antippen reicht, schon werden die Geräte gekoppelt und dem Streamen von Musik steht nichts mehr im Wege – einfach über die für die Musikwiedergabe bevorzugte App loslegen. Dabei erweist sich die Bluetooth-Verbindung als sehr stabil. Selbst über eine Distanz von zehn Metern und durch eine Zimmerwand hindurch gibt es keine Aussetzer. Zu dick sollten die Hindernisse allerdings nicht sein, ein Kleiderschrank hinter der Wand ist zum Beispiel dann doch eine zu massive Hürde. Allerdings ist es ja ohnehin ziemlich clever, sich beim Musikhören im selben Raum wie die Lautsprecher aufzuhalten.

Damit der BTR-100 nicht ungewollt verrutscht, sind vier Standfüße am Gehäuseboden angebracht, die das effektiv verhindern.

Damit der BTR-100 nicht ungewollt verrutscht, sind vier Standfüße am Gehäuseboden angebracht, die das effektiv verhindern.

 

Für den Praxistest darf der BTR-100 erst einmal mit der Anschlussvariante per Cinch starten und eben nicht in der größtmöglichen Qualität aufspielen. Trotzdem funktioniert auch das hervorragend, die melodiösen Klänge des Albums „Tracker“ von Mark Knopfler strömen gleichmäßig über die unsichtbare Bluetooth-Brücke zu unserer HiFi-Kombination aus Advance Acoustics Verstärker X-i120 und dem Pärchen Yamaha Soavo NS-F901. Allerdings zeigt sich eine leichte Betonung der Höhen im Vergleich zur kabelgebundenen Wiedergabe ohne Bluetooth. Das ist jedoch beileibe kein Beinbruch, schließlich lassen sich derlei Kleinigkeiten ganz schnell am Verstärker ausgleichen.

Nun sind wir natürlich auch gespannt, wie das Ganze mit der hochgelobten Variante über das optische Digitalkabel aussieht. Der X-i120 ist für diese Verbindung bereit und so tauschen wir die Kabel problemlos mit ein paar Handgriffen. Und tatsächlich lässt sich ein Unterschied feststellen, denn plötzlich klingt alles noch ein wenig klarer, raumfüllender und aufgeräumter. Überzogene Wunderdinge darf man freilich nicht erwarten und ehrlich gesagt fällt dem absoluten Laien wahrscheinlich nur eine minimale Verbesserung auf (unter Umständen bemerkt er je nach Zuspielgerät allerdings einen deutlichen Unterschied in der Lautstärke – im Test war das beim Streamen vom Smartphone der Fall, während beim Zuspielen vom Laptop ein ziemlich gleichmäßiger Pegel herrschte). Allerdings richtet sich der BTR-100 ja auch in erster Linie an Musikfreunde mit bestehendem Setup und entsprechend erfahrenem Gehör. Wer mag, schließt den BTR-100 einfach über beide Wege gleichzeitig an und wechselt während der Wiedergabe zwischen beiden Optionen. Im direkten Vergleich lassen sich Unterschiede meist besser feststellen.

Im Lieferumfang befinden sich zwei Audiokabel für den analogen Anschluss - ein optischen Digitalkabel muss bei Bedarf zusätzlich erworben werden.

Im Lieferumfang befinden sich zwei Audiokabel für den analogen Anschluss – ein optischen Digitalkabel muss bei Bedarf zusätzlich erworben werden.

Fazit

Die liebgewonnene HiFi-Anlage muss nicht zwangsläufig aufgegeben werden, wenn man die kabellose Musikwiedergabe via Bluetooth für sich entdeckt. Mit dem BTR-100 ist die Idee der Aufrüstung per Bluetooth-Receiver auf klanglich hohem Niveau sogar eher ein Grund, das bestehende Setup zu behalten – erst recht, wenn der Anschluss über ein optisches Digitalkabel kein Problem darstellt. Auch die beeindruckend stabile Bluetooth-Verbindung darf sich zu Recht über Anerkennung freuen.

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

88 %

92 %

94 %

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Technische Daten

Modell:NuForce BTR-100
Produktkategorie:Bluetooth-Receiver
Preis:79,99 Euro (UVP)
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:Optoma Deutschland, Düsseldorf
Tel.: 0211 / 50 66 670
www.optoma.de
Abmessungen (HBT):32 x 75 x 75 mm
Gewicht:0,1 kg
Eingänge:- Bluetooth
Ausgänge:- 1x 3,5 mm Stereo,
- 1x Optisch Digital (Toslink)
Unterstützte Codecs:aptX®, SBC, AAC
Gespeicherte Geräte:max. 8
Besonderes:- kompaktes und leichtes Gehäuse
- schnelle und einfache Einrichtung
- kompatibel mit iOS, Android und Windows
- sehr stabile Verbindung
- 10 Meter Reichweite
- Streaming in CD-Qualität
Lieferumfang:- NuForce BTR-100
- externes Netzteil inkl. 1,2-m-Kabel und verschiedener Stecker
- Schnellstartanleitung
- Klinkenkabel (3,5 mm)
- Adapterkabel (3,5-mm-Klinke
auf Cinch)
Preis-/Leistungsehr gut

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