von

Redakteur

Hohe Temperaturen, stickige Luft und den ganzen Tag im Büro zu tun? Der klassische Ventilator reicht dann auch nicht mehr und so ein kräftiger, kühler Luftstrom wäre doch wirklich was Feines… Mit dem CTR-1 hat Klarstein einen leistungsstarken Luftkühler im Programm, der genau dies ermöglicht.

Die leicht geschwungene Form gibt dem CTR-1 ein modernes Design.

Die leicht geschwungene Form gibt dem CTR-1 ein modernes Design.

 

 

In Sachen Optik fällt der CTR-1 gegenüber seinen eher in schlichter Kastenform gehaltenen Kollegen sofort deutlich auf. Die leicht geschwungene Linienführung gibt ihm ein modernes Design und sorgt für einen Hingucker in Büro und Wohnzimmer. Das abgesehen vom schwarzen Frontgitter und dem ebenfalls schwarzen Bedienfeld in Weiß strahlende Kunststoffgehäuse lässt sich gut integrieren, sofern die übrige Einrichtung auch einigermaßen modern daherkommt. Im Landhausstil wird es natürlich ein wenig schwieriger, den CTR-1 unauffällig zu verstecken.

Selbsterklärende Bedienung auch auf Distanz

Das erwähnte Frontgitter mit manuell verstellbaren Lamellen (was man idealerweise nicht bei laufendem Ventilator tut) befindet sich direkt unterhalb des Bedienfelds mit insgesamt acht Tasten. Von links nach rechts regeln diese den Timer, den „Dim“-Modus zum Abschalten der Display-Beleuchtung (ob der Bezeichnung zwar etwas irreführend, aber besonders beim nächtlichen Einsatz im Schlafzimmer sehr praktisch), die Ionisierung („Anion“), die Schwenk- („Vane“) und Kühlfunktionen („Cool“) sowie Modus („Mode“) und Ventilatorgeschwindigkeit („Speed“). Ganz rechts befindet sich der An/Aus-Schalter. Direkt über den Tasten gibt ein rot-orange leuchtendes Symbol Aufschluss über die jeweils aktiven Funktionen. Auch die beim Timer eingestellte Dauer (zwischen 30 Minuten und 9 Stunden) wird angezeigt, allerdings nicht heruntergezählt. Ist die Kühlfunktion aktiviert, ohne dass genügend Wasser im Container ist, leuchtet zusätzlich ein Warnsymbol.

Insgesamt acht Tasten stehen unter dem Display zu Verfügung.

Insgesamt acht Tasten stehen unter dem Display zu Verfügung.

 

 

Wem der monotone Ventilationsmodus zu langweilig ist, kann per Knopfdruck auch in den Modus „Natürlich“ wechseln, der in unregelmäßigen Abständen zwischen verschiedenen Ventilatorgeschwindigkeiten variiert und so natürlichen Wind simulieren soll. Im Modus „Nacht“ startet der CTR-1 in der gewählten Stufe und schaltet nach 30 Minuten selbständig ein Level niedriger bzw. sich schließlich von alleine aus. Die Einstellungen sind allerdings auch per Fernbedienung möglich, die ebenfalls über acht Tasten inklusive Piktogramm und Beschriftung verfügt. Batterien (2x AAA) sind im Lieferumfang allerdings nicht enthalten.

Auch eine Fernbedienung ist im Lieferumfang des CTR-1 enthalten.

Auch eine Fernbedienung ist im Lieferumfang des CTR-1 enthalten.

 

Großer Wassertank für maximale Abkühlung

Auf der Rückseite befinden sich der Luftfilter und der Wassertank des CTR-1, der im Prinzip nichts anderes als eine Kunststoff-Schublade ist. Diese wird auf dem Boden des Luftkühlers eingeschoben. Das sollte vorsichtig und nicht mit Schwung geschehen, damit sich der Ansaugstutzen langsam in den Container senken kann. Das fällt im Gegensatz etwa zum Klarstein-Modell Baltic Blue positiv auf, wo der Ansaugstutzen für die Luftkühlung fest im Tank verschraubt ist. Durch die „freie“ Variante lässt sich der Wassercontainer komplett aus dem CTR-1 herausziehen und auffüllen, entleeren und reinigen. Letzteres sollte etwa alle 14 Tage getan werden, insbesondere der Luftfilter auf der Rückseite erfordert besondere Pflege, um die Luft auch dauerhaft reinigen zu können. Der Wassertank des Luftkühlers fasst insgesamt übrigens acht Liter und kann bei dem für Klarstein-Geräte üblichen Wasserverbrauch von etwa einem Liter pro Stunde dementsprechend lange durchhalten. Mindestens zwei Liter sollten allerdings immer eingefüllt sein, damit der Ansaugstutzen auch komplett ins Wasser eintauchen kann. Markierungen auf der Rück- und Vorderseite des Luftkühlers signalisieren die Mindest- und Maximalfüllmenge des Wassertanks.
Ebenfalls praktisch: Der CTR-1 ist wie viele seiner Kollegen mit vier Rollen ausgestattet, die das Umstellen erheblich erleichtern. Sofern sich beim Verschieben noch Wasser im Container befindet, sollte der Luftkühler recht vorsichtig geschoben werden – das Wasser hat im Inneren des Gerätes nichts zu suchen.

Der Wassertank des CTR-1 fasst bis zu acht Liter und liefert dementsprechend lange frische Luft.

Der Wassertank des CTR-1 fasst bis zu acht Liter und liefert dementsprechend lange frische Luft.

 

 

Im Betrieb erreicht der vergleichsweise große Luftkühler einen größeren Wirkungsbereich als etwa der schlankere Klarstein MCH-1. Legt man ausreichen Eiswürfel oder die mitgelieferten Kühlakkus nach etwa zwei Stunden Aufenthalt im Gefrierfach zusätzlich zum Wasser in den Container, kühlt der Luftzug des CTR-1 deutlich ab. Im Dauerbetrieb und bei geschlossenen Fenstern dürfte sich das zum Beispiel in kleineren Räumen wie Büros oder Schlafzimmern auch spürbar auf die Zimmertemperatur auswirken – vorausgesetzt, man tauscht die Kühlakkus rechtzeitig aus beziehungsweise legt immer mal wieder Eiswürfel nach. Die Reinigung und Befeuchtung der Luft benötigt ebenfalls eine längere Betriebszeit und geöffnete Fenster machen einen spürbaren Erfolg eher schwierig.Wichtig beim Einsatz der Kühl- beziehungsweise Ionisierungsfunktion ist der anschließende Betrieb im reinen Ventilationsmodus, damit der Vernebler im Inneren des CTR-1 trocknen kann. Klarstein empfiehlt dafür eine Zeitspanne von mindestens fünf Minuten.

Der Filter zur Luftreinigung lässt sich auf der Rückseite leicht entnehmen und reinigen - etwa alle 14 Tage sollte man das erledigen.

Der Filter zur Luftreinigung lässt sich auf der Rückseite leicht entnehmen und reinigen – etwa alle 14 Tage sollte man das erledigen.

 

 

Im Test hat sich zwar das Gefühl frischerer Luft bemerkbar gemacht, einen eklatanten Unterschied wie ihn „echte“ Klimaanlagen erreichen, konnten wir allerdings nicht feststellen. Um in Konkurrenz mit diesen Geräten zu treten, ist der CTR-1 dann doch nicht ganz geeignet. Dennoch gelingt ihm auch bei geöffnetem Fenster ein kühler Luftstrom – zu nah sollte man deshalb auch nicht am Luftkühler sitzen oder liegen, insbesondere nachts ist der ständige und direkte Luftzug nicht zu empfehlen – egal welches Gerät man nutzt. Hier schaffen die verstellbaren Lamellen und die Schwenkfunktion Abhilfe und sorgen mit dem beweglichen Luftstrom für Erfrischung, ohne gleich die nächste Erkältung heraufzubeschwören.

Dank der vier Rollen lässt sich der Luftkühler leicht verschieben.

Dank der vier Rollen lässt sich der Luftkühler leicht verschieben.

 

Fazit

Der Luftkühler CTR-1 ist eines der leistungsstärkeren Klarstein-Geräte. Mit einer UVP von 99,90 Euro übertrifft er seine Kollegen allerdings auch preislich. Dank des größeren Wassertanks und der dementsprechend längeren Kühldauer lohnt sich der CTR-1 allerdings vor allem für Hitzegeplagte, die nicht ständig zur Eisdiele rennen möchten.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

88 %

92 %

150624.klarstein_Testsiegel

Technische Daten

Modell:Klarstein CTR-1
Produktkategorie:Luftkühler
Preis:99,90 Euro (UVP)
Ausführung:Schwarz/Weiß
Vertrieb:Chal-Tec GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 4 08 17 38 10
www.klarstein.com
Gewicht:7 kg
Abmessungen (HBT):81,5 x 38,8 x 29,5 cm
Rotorgeschwindigkeit:3 Stufen
Timer:bis zu 9 Stunden
Kapazität Wassertank:8 Liter
Besonderes:- integriertes Wasserfilterungs-System
- seitlich eingelassene Transport- und Zuggriffe
- rückwärtig integrierter Staubfilter
- Energiespar-Funktion
Lieferumfang:Luftkühler, 2 Kühlakkus, Fernbedienung, Bedienungsanleitung
Benotung:
Praxis:1,1
Verarbeitung:1,2
Ausstattung:1,1
Gesamtnote:1,1

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt