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Redakteur

Vernetzung, Streaming und Multiroom sind im Audiobereich der große Trend. Doch viele fremdeln mit der dahinterstehenden Technik und ihrem Handling. Geht das auch einfach und verständlich? Pioneers Antwort heißt „Fayola“: ein Netzwerk-Musiksystem, das in mehr und mehr Audio- und Video-Komponenten des japanischen HiFi-Herstellers zu finden ist. In Form der Fayola FS-W40 verblüfft das System gleich dreifach: Diese Komplettanlage besteht gerade mal aus einem schlanken Media-Center und zwei kleinen Boxen, sie spielt kabelfrei ist dadurch aufstellungsflexibel – und dann streamt sie auch noch mit Top-Qualität in verschiedene Räume. Wie ist das möglich?

Schlank, schick, kompakt: Die Pioneer Fayola FS-W40 besteht aus dem Sound-System-Controller und zwei WLAN-Satellitenlautsprechern.

„Einfach, intuitiv und kabellos, und das in allen Räumen in Ihrem Zuhause“ – mit diesem Versprechen ist Produktmanager Jürgen Timm vor etlichen Monaten angetreten, als Pioneer sein Wireless Music System „Fayola“ angekündigt hatte. Das hat Erwartungen geweckt, denn bislang sind der Musikversand durch das Wohnzimmer und die heimische Beschallung mehrerer Räume eine im wahrsten Sinne des Wortes fesselnde Angelegenheit: Meist wird ein WLAN-, LAN- und Multiroom-fähiger Streamer in eine konventionell Anlage integriert oder an einen herkömmlichen Verstärker angeschlossen – und hier endet die WiFi-Freiheit, weil nun wieder die Fesselung an Signal- und Boxenkabel beginnt. Noch mehr Kabel kommen hinzu, wenn man mit weiteren Boxen Mehrkanal-Sound genießen möchte. Soll der Ton nun auch in andere Räume geschickt werden, womöglich gar als Mehrkanal-Filmton, dann gerät die Angelegenheit noch ein wenig kniffliger. Vor allem: Man ist bei diesem Musikmanagement meist an Produkte jenes Herstellers gebunden, von dem der Streamer stammt. Hier haben verschiedene Firmen ihr eigenes, geschlossenes System entwickelt. Pioneer will nun so ziemlich alles anders machen: Streaming, Multiroom und sogar Heimkino sollen kabellos und kinderleicht sein und in einem offenen und flexiblen System funktionieren. Zur Einlösung dieser Versprechen präsentiert Pioneer jetzt die Komplett-Musikanlage Fayola FS-W40 – und die haben wir uns genauer angeschaut.

Die Pioneer Fayola FS-W40 harmoniert besonders mit einem modernen Ambiente.

Komplett, kompakt und kabellos

Die Pioneer Fayola FS-W40 ist an Übersichtlichkeit wohl kaum zu überbieten: Die komplette Anlage besteht aus zwei kleinen Boxen und einem Sound-System-Controller, dem sogenannten Media-Center – mehr braucht es nicht. Das Trio macht optisch einen sehr guten Eindruck. Das Media-Center ist schlank in den Maßen, gut gerundet in der Geometrie, dezent im Design und wertig in der Anmutung, hierfür sorgt das Gehäuse mit einer schimmernden Deckplatte aus Aluminium und einem ultramatten Gehäuse in Anthrazit. Der Controller vermeidet jegliche technoide Anmutung und ist damit ausgesprochen wohnzimmerfreundlich – wie auch das optisch perfekt passende Boxenpaar: Statt der ewig eckigen Kisten-Boxen präsentiert Pioneer formschöne Klang-Zylinder, kleine kantenfreie Schallwandler mit ovaler Grundfläche und einem metallenen Mantel in Form eines fast komplett umlaufenden, feinporigen Wabengitters. Jede Box behaust eine Empfänger- und Verstärkerelektronik, denn bei den Zwei-Wege-Schallwandlern handelt es sich um WiFi-Aktivboxen, die aus den Daten des Media-Centers wieder Musik machen. Die Übertragung geschieht allein über Funk, die lästigen Boxenkabel fallen also weg. Das ist schon im Stereobetrieb prima, weil man nun völlig freie Hand bei der Positionierung der Lautsprecher hat. Im Mehrkanal-Modus ist die Funk-Lösung sogar ein Segen, weil quer durch den Raum gezogene Signalkabel damit ein Problem von gestern sind. Selbst die Wandmontage der Boxen ist möglich. Die Satelliten bieten hierfür zwei Gewindebuchsen, und man kann die Boxen abstandslos am Gemäuer fixieren, weil die Buchsen für das Netzkabel in den Boxen versenkt sind. Also doch Kabel? Ja, um Netzzuleitungen kommt man bei Aktivboxen natürlich nicht herum. Wer „Wireless“ sagt, meint damit immer die Befreiung von Signalkabeln.

Die WiFi-Boxen der Pioneer Fayola FS-W40: Hinter dem metallenen Wabengitter wirkt die Wandler- und Verstärkerelektronik, die Schallwandlung dieser Zwei-Wege-Lautsprecher übernehmen ein kleiner Zwei-Zentimeter-Kalottenhochtöner und ein neun Zentimeter messender Konus-Lautsprecher für den Mitten- und Bassbereich. Auf der Rückseite versinken die Winkelstecker der Netzzuleitung dank der vertieften Buchse komplett in der Box. Dadurch sind sie optisch so gut wie unsichtbar und unterstreichen den Kabellos-Charakter der Anlage.

Viel-fähig: Das Media-Center

Die Kernkomponente der Fayola-Systeme und somit auch unserer Pioneer Fayola FS-W40 ist das Media-Center – und das trägt seinen Namen zurecht: Es verwaltet bis zu elf verschiedene Schnittstellen und Zugänge. Das beginnt beim Streaming via Bluetooth, WiFi und Ethernet, die WLAN-Funkstrecke ermöglicht dabei eine hochauflösende Audioqualität von 96 Kilohertz/24 Bit, über das kabelgebundene LAN ist sogar eine HiRes-Güte von 192 Kilohertz/24 Bit sowie DSD128 möglich. Die Empfangsbereitschaft des Media-Centers geht weiter mit dem optischen Digitaleingang und der USB-Schnittstelle, sie setzt sich fort mit einem analogen Line-Eingang und der heutzutage fast schon retro wirkenden Wurfantenne für den FM-Radiotuner. In Richtung Gegenwart und Zukunft weisen hingegen die unter „NET“ zusammengefassten Zugänge zum Push-Player (also dem Smartphone oder Tablet), dem Music Server (das ist die vernetzte heimische Lagerstätte der eigenen digitalen Musikschätze) sowie den bereits eingebundenen Musikportalen Deezer, Spotify und Tidal. Für deren uneingeschränkten Genuss ist allerdings ein kostenpflichtiges Abo Voraussetzung – dann bieten diese Portale aber das Entrée zu den globalen digitalen Musikangeboten. Den Zugang zu den weltweiten Internetradio-Stationen ermöglicht der integrierte Online-Dienst TuneIn. Die Pioneer Fayola FS-W40 ist schließlich auch noch ein perfekter kabelfreier Heimkino-Receiver, hierfür sorgen vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang mit Audio-Return-Channel (ARC), der Ton vom Fernseher wird also in das Media-Center eingespeist und über die Pioneer Fayola FS-W40 im Bestklang wiedergegeben. Die HDMI-Schnittstellen sind auf dem neuesten Stand und Standard, sie können Ultra-HD-Inhalte auf den 4K-Bildschirm schicken und Mehrkanal-Tonspuren von Blu-ray Discs oder von den Videodiensten selbstständig erkennen; der Ton wird vom Media-Center dann automatisch an die verfügbaren Lautsprecher angepasst. Ein Stereo-Setup ist da eigentlich eine Verschwendung des Potenzials, denn die Pioneer Fayola FS-W40 ist in der Lage, unkomprimierten Mehrkanalton-Ton auszugeben und ihn auch in andere Räume zu übertragen. Mehrkanal meets Multiroom – sehr cool! Dafür braucht man natürlich mehr Lautsprecher, und hier zeigt die Pioneer Fayola FS-W40 ihren Wachstumswillen.

Anschlussvielfalt: Der Sound-System-Controller glänzt mit elf Schnittstellen und Zugängen. Vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang sind die Hightlights für die Heimkino-Fraktion.

Ausbaufähig: Das System wächst mit seinen Aufgaben

Wenn der Sound doch ein wenig voluminöser sein soll, als es mit kleinen Satellitenboxen möglich ist, wer den Filmton mehrkanalig hören möchte und andere Räume ebenfalls mit Musik beschallen will, hat mit der Pioneer Fayola FS-W40 eine ausbaufähige Anlage. Dieses 2.0-Stereo-System lässt sich gleich mehrfach aufrüsten. Durch einen zusätzlichen Subwoofer wird aus 2.0 dann 2.1, dies ist eine klanglich sehr vorteilhafte Lösung, weil die kleinen Satellitenboxen nun von der Tiefton-Wiedergabe befreit sind. Diesen Kraftakt kann ein dafür viel besser geeigneter Kraftwürfel namens FS-SW40 übernehmen – natürlich auch per WiFi. Mit dem 150 Watt-Woofer spielt die Anlage dann runter bis 35 Hertz. Wer direkt mit dieser 2.1-Lösung liebäugelt, kann sie auch direkt so bekommen, dann heißt das System FS-W50 und ist etwas preiswerter als die 2.0-Variante mit nachgekauftem Subwoofer. Für die Freunde des Mehrkanaltons hat Pioneer dann noch die WiFi-Surround-Satelliten FS-S40 in petto, so wächst das System schon zur kabellosen 5.1-Heimkino-Anlage. Wer nun noch andere Räume beschallen möchte, bindet weitere kompatible Komponenten ein, Pioneer hat natürlich auch hier etwas im Portfolio: Die Netzwerklautsprecher Pioneer MRX-3 und MRX-5 lassen sich über FireConnect integrieren, aktuell werden dabei Abtastraten von 44,1 Kilohertz und 48 Kilohertz unterstützt, bei höherauflösenden Files streikt die Übertragung. Die Netzwerklautsprecher können alternativ auch über Google Cast-, WiFi- und Bluetooth eingebunden werden. Hier zeigt sich eine weitere Qualität des Pioneer Fayola-Musiksystems: Es ist offen.

Aus 2.0 wird 2.1: Mit einem Subwoofer wird der Klang der Anlage noch kräftiger im Tiefton. Der passende Pioneer-Woofer arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, sein Lautsprecher strahlt nach unten gen Boden ab.

Sehr zugänglich: FireConnect

Hinter dem klangvollen Namen Fayola, der „die Glückliche“ bedeutet, steckt eigentlich FireConnect, es ist das von Pioneer und der Schwestermarke Onkyo eingesetzte Multiroom-Audiosystem, das die drahtlose Vernetzung von Geräten ermöglicht. Dadurch sind praktisch alle aktuellen netzwerkfähigen HiFi- und Heimkino-Komponenten dieser beiden Firmen komplett kompatibel. Pioneer hat hier aber weiter gedacht und im Gegensatz zu einigen Konkurrenten dafür gesorgt, dass auch Produkte anderer Firmen eingebunden werden können. FireConnect unterstützt deshalb Google Cast, so sind Geräte, die diesen Standard unterstützen, ebenso mit im Boot wie Komponenten, die über einen Google Chromecast-Dongle netzwerkfähig gemacht worden sind. Die Kompatibilitätsoffensive geht aber noch weiter: Pioneer und Onkyo sind vor wenigen Monaten eine Partnerschaft mit DTS Play-Fi eingegangen, dieser Standard wird von etlichen hochwertigen HiFi-Marken unterstützt – in wohl naher Zukunft auch von Pioneer und Onkyo. Diese Offenheit macht das Fayola-Musiksystem nicht nur zugänglich, sondern auch zukunftssicher.

Die Fernbedienung braucht man eigentlich nur zur grundlegenden Einrichtung der Pioneer Fayola FS-W40, die weitere Bedienung geht komfortabel über die App für Tablet und Smartphone.

Pioneer Remote App: Musik-Management und Schlüssel zu den Musikportalen

Die Pioneer Fayola FS-W40 wird mit einer Fernbedienung geliefert, die für die erstmalige Einrichtung unabdingbar ist, doch danach wird das eigene Handy oder Tablet zum wahren Befehlsgeber. Dafür sorgt die Pioneer Remote App, die kostenfrei für Android-Geräte sowie iPad, iPhone und iPod Touch in den einschlägigen App-Stores verfügbar ist. Diese App macht bis auf das grundlegende Setup alles möglich, was über die Fernbedienung geht, aber sie kann noch viel mehr. Über die App werden etwa neue Wireless-Speaker aktiviert und im Netzwerk angemeldet, mit ihr gelingt ein übersichtliches Management und die Einrichtung der Mehrraumbeschallung, die Verknüpfung verschiedener Räume zu Gruppen und die Zuteilung der Musik zu den einzelnen Zimmern. Natürlich erlaubt die App die komfortable Auswahl einzelner Musiktitel von den verschiedenen Programmquellen – und dazu gehört auch, dass sich über die App die vorinstallierten Musikdienste Spotify, Deezer und Tidal sowie der Radio-Streaming-Dienst TuneIn aufrufen lassen. Hier bieten, wie gesagt, erst personalisierte und im Fall der Musikdienste kostenpflichtige Premium-Accounts den vollen Streaming-Spaß.

Mit der Pioneer Remote App ist das Musikmanagement einfach: Räume lassen sich leicht einrichten und mit anderen Zimmern verknüpfen, schließlich hat man über das Tablet die Kontrolle über das gesamte musikalische Geschehen in der Wohnung.

Einrichtung

Das Set-Up der Pioneer Fayola FS-W40 geht einfach, man muss nur die richtige Reihenfolge beachten. Zuerst werden die Boxen aufgestellt, hier gibt es eine Zuordnung: Der mit „R“ gekennzeichnete Schallwandler ist die rechte Box, die „L“-Box kommt entsprechend nach links. Nun die Netzkabel in die Boxen stecken und mit Strom versorgen und den Sound-System-Controller per HDMI-Kabel mit dem Fernseher koppeln. Fernseher? Ja, auch wenn man das System als reine Musikanlage betreiben möchte, zur Einrichtung ist ein externer Bildschirm unabdingbar – und auch sehr komfortabel: Wenn man nun den Controller an die Steckdose anschließt und einschaltet, erscheint auf dem Flatscreen das Setup-Menu, mit drei Klicks ist man fertig, weil der Controller alle verfügbaren Boxen eigenständig erkennt. Nun kann man noch die Position der Lautsprecher eingeben – das ist prima, denn nicht immer sind die Lautsprecher idealerweise gleich weit vom Hörplatz entfernt. Jetzt schließt sich schon die Netzwerkeinrichtung an, sie startet mit der Entscheidung, ob man die Musik drahtlos oder per Kabel streamen möchte. Wir wählen drahtlos, also geht es weiter mit dem WiFi-Setup und der Authentifizierung per Passwort oder automatisch per Knopfdruck, was bedeutet, dass wir die WLAN-Taste unseres Routers betätigen und eine Verbindung aufbauen lassen. Abschließend prüft der System-Controller die Funktionsfähigkeit der Netzwerkverbindung. Fertig! Das ging flott, die Inbetriebnahme hat kaum mehr als drei Minuten in Anspruch genommen. Nun wechseln wir den Bildschirm: Vom großen Flatscreen geht es zum handlichen Tablet, hier öffnen wir die Pioneer Remote App, die sofort anzeigt, dass sie ein neues Gerät gefunden hat – unseren Sound-System-Controller. Der heißt im Initialzustand AC-400, wir erhalten aber direkt das Angebot, ihn umzutaufen und nennen ihn „Hörraum“. Als nächstes bietet die App ein Update an, diese Gelegenheit sollte man nutzen, um die neueste Firmware aufzuspielen und in den Genuss der aktuellen Standards zu kommen – das ist eine umfassende und etwas zeitintensivere Auffrischung, dafür streamen wir nach dem obligatorischen Neustart jetzt über FireConnect, unser Gerät ist Google Cast-kompatibel und unterstützt diverse Musikportale.

Die matte Front und die Wangen haben eine keramikartige Anmutung. Sehr gediegen wirkt das wie eingefräst wirkende Logo.

Klang

Wir füttern Fayola erst mal über den TOSLink-Digitaleingang mit vertrauter Musik: „Morph The Cat“ von Donald Fagen, eine fantastisch produzierte CD, die für ihren grandiosen Bass legendär ist. Und nun geben wir dem System eine ordentliche Einspielzeit, denn direkt aus dem Karton in den Klangtest – da hat selten eine Komponenten geglänzt. So ist es auch bei der Pioneer Fayola FS-W40. Eines fällt aber direkt auf: Die kleinen Boxen liefern einen erstaunlich großen Bass. Das bleibt auch so nach der Einspielphase, das Tieftonvermögen der Anlage ist beeindruckend: Der Bass ist satt und gut konturiert, er klingt zu keiner Zeit komprimiert, wie es bei so kleinen Boxen gerade bei gehobener Lautstärke zu erwarten wäre. Respekt! Im gesamten Klangbild hat die Pioneer Fayola FS-W40 nun richtig an Klarheit gewonnen – also: geben Sie der Anlage ein wenig Zeit! Der Lohn ist ein sehr angenehmes Audio-Panorama, mit dem die Anlage mühelos unseren gut 40 Quadratmeter großen Hörraum beschallt – und das auch bei hohen Lautstärken. Die Skala geht bis 50, wir sind aber schon bei 30 weit über normalem Hörpegel, und die Pioneer Fayola FS-W40 spielt immer noch sehr sauber. Ehrlich gesagt: Bei höheren Lautstärken gefällt sie uns noch besser, hier zeigt sie offenbar erst so richtig, was in ihr steckt: Zum kräftigen Bass kommen durchsetzungsstarke Mitten und dezent-angenehme Höhen. Das zahlt sich gerade bei HiRes-Files aus, wir hören mittlerweile über eine per USB angedockte externe Festplatte die herrliche James Taylor-Nummer „Today Today Today“ in hochauflösender 96 Kilohertz/24 Bit-Qualität, und hier beweist die Komplettanlage Punch und Durchsichtigkeit – prima, denn die vielköpfige Band liefert mit der Bandbreite von Background-Chor über Geige, Banjo und Gitarre bis hin zu E-Bass und Schlagzeug einen komplexen, dichten Sound. Über die App lässt sich dieser Sound auch an die eigenen Vorlieben anpassen – entweder über die Höhen- und Bass-Regler der Klangreglung oder über einen der Hörmodi: Hier kann man im Zweikanal-Modus, also mit einem angeschlossenen Boxenpaar, zwischen „Stereo“ und „Pure Direct“ wählen. Durch die puristische Variante werden klangbeeinflussende Software-Prozesse ausgeschaltet, so erhält man eine unverfälschte Wiedergabe. In diesem Modus hat der Sound eine schönere Brillanz und Lebendigkeit, aber auch stärker akzentuierte Mitten.
Nun binden wir den Subwoofer FS-SW40 ein und erweitern unsere Anlage zum 2.1-Set. Das geht in der Installation flott und liefert schon ohne die mögliche Lautstärkeanpassung ein stimmiges Klangbild: Der Subwoofer sorgt nun für einen kräftigen, aber nicht übertriebenen Bass, der Sound bleibt ausgewogen, doch er wirkt jetzt erwachsener – aber eben nicht halbstark. Wer mehr Bass möchte, kriegt ihn auch, der Subwoofer lässt sich bei der Einrichtung im Pegel anpassen.

Einfach erweiterbar: Die Pioneer Fayola FS-W40 lässt sich leicht um weitere Komponenten etwa für Mutltiroom-Lösungen ergänzen. Hier ist Pioneers Multiroom-Lautsprecher MRX-5 für die Küchen-Beschallung eingebunden. Er lässt sich mit der Fayola FS-W40 gruppieren, dann spielt in beiden Zimmern dieselbe Musik. Der MRX-5 kann aber auch ein alternative Programm bieten, dafür ist er unter anderem mit mehrere Musikdiensten kompatibel, darüberhinaus besitzt er auch einen Line-Eingang in Form einer Miniklinken-Buchse, an den ein weiterer Zuspieler angeschlossen werden kann.

Wie sieht nun mit dem Streaming aus? Wir integrieren dafür den Netzwerklautsprecher MRX-5, den wir in der Küche auf das Regal gestellt haben. Das Einrichten geht in wenigen Schritten über die App auf dem Tablet, und weil der MRX-5 ebenfalls die vorher genannten Musik- und Radiodienste im Angebot hat, sind wir ruck-zuck über TuneIn bei dem US-Rocksender 181.FM und hören „She Talkes To Angels“ von den Black Crowes. Schön, aber wir lassen es in der Küche lieber mit der Musik krachen, die bereits im Hörraum läuft. Dafür koppeln wir Koch- und Hörraum über die App zu einer Gruppe, das geht schnell und intuitiv – und schon streamt das Media-Center Airbourne in die Küche, die australischen Riff-Rocker legen mit „Breakin‘ Outta Hell“ los, und der MRX-5 haut uns den Hardrock in CD-Qualität um die Ohren – mit einem amtlichen Sound, klar im Klang, mit ordentlich Punch und respektablem Bass. So ein Klangvolumen hätten wir diesem handlichen Lautsprecher eigentlich nicht zugetraut! Damit sind die Tage plärrender Küchenradios wohl gezählt.

Alternativ gibt es die Pioneer Fayola FS-W40-System auch in Weiß.

Fazit

Die Pioneer Fayola FS-W40 ist ein Wireless Music System, das mit einem Media-Center und zwei Boxen eine kleine, komplette und Multiroom-fähige Streaming-Anlage bildet. Als 2.0-Set ist sie für Hifi ausgelegt, mit weiteren optionalen Boxen spielt sie als Heimkino-Set inklusive AV-Receiver. Schönes Extra: Dieses System funktioniert ohne Boxenkabel, dadurch ist die Anlage flexibel in der Aufstellung – und das bei sehr gutem Klang: Die Pioneer Fayola FS-W40 streamt Musik in hochauflösender Qualität und Mehrkanalton ohne Kompression. Mit dem Multiroom-Audiosystem FireConnect ist das Musikmanagement einfach und übersichtlich: Durch seine Vernetzungs-Funktionen lässt sich leicht festlegen, wo welche Musik im Haus spielt, und dank des offenen Standards lassen sich neue Komponenten schnell einbinden – das macht die Pioneer Fayola FS-W40 zukunftsfest.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

88 %

98 %

170419.Pioneer-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Pioneer Fayola FS-W40
Produktkategorie:Wireless Music System
Preis:2.0-Set ohne Subwoofer: 1.199 Euro
2.1-Set mit Subwoofer (= FS-W50): 1.499 Euro
optionaler Subwoofer FS-SW40: 429 Euro
optionale Surround-Satelliten FS-S40: 549 Euro (Paarpreis)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Titan, Weiß
Vertrieb:Pioneer & Onkyo Europe, Willich
Telefon: +49 2154 / 913 13-0
www.pioneer.de
Abmessungen (HBT):- Sound-System-Controller: 680 x 445 x 290 mm
- Satellitenlautsprecher: 220 x 125 x 145 mm
Gewicht:- Sound-System-Controller: 3,2 kg
- Satellitenlautsprecher: 1,7 kg
Eingänge/Schnittstellen:1 x LAN (Ethernet, RJ45)
1 x WLAN (WiFi-Antenne)
1 x USB-A (2.0)
1 x digital optisch (TOSLink)
1x Bluetooth (Version 4.1+LE)
1 x analog (Cinch)
1 x Antenne (FM)
4 x HDMI (mit HDCP 2.2)
1x Radio-Tuner (FM)
Ausgänge1 x HDMI (mit HDCP 2.2 und ARC)
Unterstützte Audio-Formate:DSD (bis DSD128)
WAV, FLAC, ALAC, AIFF (bis 192 kHz/24 bit)
Apple Lossles (bis 192 kHz/24 bit)
LPMC (bis 48 kHz/16 bit)
mp3 (MPEG Layer III), WMA (44,1 kHz und 48 kHz)
Dolby TrueHD, Dolby Digital, Dolby Digital Plus, DTS, DTS-HD Master Audio, DTS-HD High Resolution Audio, DTS 96/24, DTS ES, DTS-HD Express
Maximale Samplingraten/
Auflösungen:
192 kHz/24 bit (LAN)
96 kHz/24 bit (WLAN)
Frequenzgang der Satelliten:65 Hz - 20 kHz (ohne Subwoofer)
85 Hz - 20 kHz (mit Subwoofer)
Lieferumfang:- 1 x Sound-System-Controller AC-400
- 2 x WLAN-Satellitenlautsprecher FS-400
- Fernbedienung (RC-932S)
- FM-Zimmerantenne
- 2 Netzkabel für die Satellitenlautsprecher FS-400
- 2 Batterien (AAA)
- Schnellstartanleitung
- Sicherheitsbroschüre
- Garantiekarte
Besonderes:- kabelloses Streaming, Multiroom und Heimkino
- kompaktes System mit elegantem Design
- offenes System, unterstützt Google Cast
- kompatibel mit Tidal, Spotify, Deezer und Tunein
- kompatibel mit Ultra HD-Video
- einfache Steuerung mit der Pioneer Remote App
- einfach erweiterbar
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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