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Wer die Liebe zur Musik ausleben möchte, steht irgendwann vor der Anschaffung der ersten „richtigen“ Lautsprecher. Vor allem Einsteiger sind vom riesigen Angebot allerdings oft überfordert. Sollte es auch Ihnen so gehen, haben wir einen heißen Tipp: die Dream 76 von Pure Acoustics.

Unsere Testkandidaten sind ganz in neutralem Schwarz gehalten. Sie können sich allerdings auch für silberne oder bordeaux-farbene Lautsprecher entscheiden.

Unsere Testkandidaten sind ganz in neutralem Schwarz gehalten. Sie können sich allerdings auch für silberne oder bordeaux-farbene Lautsprecher entscheiden.

 

 

Die beiden Standlautsprecher kennen wir bereits aus dem „Dream“-Surround-Set, das wir schon einmal im Heimkino-Test zu Gast hatten (Test hier). Nun verzichten wir jedoch auf Center und Rear-Speaker und konzentrieren uns auf die Stereo-Wiedergabe. Der Optik tut das keinen Abbruch, denn auch alleine machen die beiden Standlautsprecher mit der Bezeichnung 76 F eine gute Figur. Einen Meter sind sie hoch und glänzen mit ihrem edlen Klavierlack-Finish. Unsere Testkandidaten sind ganz in neutralem Schwarz gehalten, Sie können sich allerdings auch für eine silber- oder bordeaux-farbene Variante entscheiden. Besonders gefallen uns die schlichten Details. So sind die mit leichten Schrägen versehenen Seitenteile ein echter Hingucker. Auch die obere Fläche und die Rückseite sind dank matter Lederoptik sehr hübsch anzusehen und sorgen für einen diskreten Kontrast, der das Gesamtbild wunderbar ergänzt. Ein wenig aufpassen sollte man aber auch, um nicht unnötig Fingerabdrücke auf dem hochglänzenden Lack zu hinterlassen. Schließlich wollen Sie ja Musik genießen und nicht bei hervorragender Beschallung den Putzlappen schwingen…

Die beiden jeweils rund 20 Kilogramm schweren Säulen arbeiten nach dem Drei-Wege-Prinzip und sind mit vier Chassis sowie einem Bassreflex-Kanal ausgestattet.

Die beiden jeweils rund 20 Kilogramm schweren Säulen arbeiten nach dem Drei-Wege-Prinzip und sind mit vier Chassis sowie einem Bassreflex-Kanal ausgestattet.

 

 

Neben den abgeschrägten Seitenflächen ist auch der Übergang zur Fußplatte dank einer schmalen Fuge ein schönes optisches Detail. Ein Stück weiter unten geht es ähnlich weiter, denn unter der Fußplatte sind jeweils vier abgerundete Spikes anzuschrauben. Sie sorgen nicht nur für eine perfekte Entkoppelung vom Boden, sondern beweisen die Liebe zum Detail, die Pure Acoustics in seine Dream 76 gesteckt hat. Wenn Sie übrigens die sehr schwarze Erscheinung der Standboxen ein wenig mildern möchten, empfehlen wir, auf die Abdeckung an der Front zu verzichten. Die schwarze Stoffbespannung können Sie nämlich mit einem Handgriff ganz einfach von den Befestigungsstiften abnehmen und somit den Blick auf die Alu-Membranen freigeben. Und das sollte man auf jeden Fall tun, denn die silbrig-schimmernden Schwingsysteme wissen optisch ebenso zu überzeugen wie klanglich. Da trifft es sich doch ganz hervorragend, dass gleich vier Chassis in der Front stecken.

Die Fuge zwischen Korpus und Fußplatte ist ebenso wie die goldenen Spikes ein sehr gut gelungenes optisches Detail.

Die Fuge zwischen Korpus und Fußplatte ist ebenso wie die goldenen Spikes ein sehr gut gelungenes optisches Detail.

 

 

Drei Wege und vier Chassis
Die beiden jeweils rund 20 Kilogramm schweren Säulen arbeiten nämlich – wie es sich gehört – nach dem Drei-Wege-Prinzip. Verzichtet man auf die Abdeckung, beherrschen die optisch sehr gefälligen Chassis das Design und verleihen den Dream-Boxen gleich einen anderen Look. Ganz oben in der Reihe sitzt ein 25-mm-Seiden-Kalotten-Hochtöner. Darunter findet ein 133-mm-Mitteltöner seinen Platz. Für ordentliches Tieftonpotenzial sorgen gleich zwei 203-mm-Basslautsprecher mit Alu-Membran. Unterstützt werden sie zusätzlich von einem Bassreflexport auf der Rückseite der Dream 76. Das bedeutet allerdings auch, dass die Lautsprecher nicht unmittelbar an der Wand aufgestellt werden sollten, damit aus präzisem Tiefton nicht unkontrolliertes Dröhnen wird. Und unter uns: ein wenig Abstand zur Wand rückt die hübschen Standboxen auch berechtigterweise mehr ins Blickfeld. Abgesehen davon klingt es natürlich einfach besser und wenn man schon über so gut bestückte Lautsprecher verfügt, sollte man das auf jeden Fall ausnutzen. Mit einer derartigen Ausstattung lässt sich nämlich eine Menge anfangen, wie sich im Hörtest zeigt. Doch dazu kommen wir später noch ausführlicher.
Vorher sorgen wir noch dafür, dass die Lautsprecher auch adäquaten Anschluss finden. Dafür stehen auf der Rückseite hochwertige, vergoldete Schraubklemmen zur Verfügung. Die Klemmen sind übrigens auch für Bi-Wiring geeignet – in dieser Preisklasse ist das auch nicht selbstverständlich! Da es sich bei den Dream 76 um einen Tipp für Einsteiger handelt, weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass Kabel nicht im Lieferumfang enthalten sind. Sofern Sie also noch nicht über geeignete Strippen verfügen, sollten Sie diese rechtzeitig besorgen, um nicht ungeduldig auf die Inbetriebnahme Ihrer Neuerwerbung warten zu müssen.

Die massiven Schraubklemmen sorgen für schnellen Anschluss. Ein Hinweis für unerfahrene Einsteiger: Kabel sind im Lieferumfang nicht enthalten.

Die massiven Schraubklemmen sorgen für schnellen Anschluss. Ein Hinweis für unerfahrene Einsteiger: Kabel sind im Lieferumfang nicht enthalten.

 

 

Spielfreude mit Springsteen
Der Anschluss selbst ist dann schnell erledigt – Kabelende in die Klemme einführen, zudrehen, fertig. Natürlich müssen sich die Dream-Boxen erst einmal ein wenig warmspielen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Nach achtundvierzig Stunden ist dann aber alles bereit für den ersten ernsthaften Hörtest. Den beginnen wir dann auch gleich mal mit dem aktuellen Album „High Hopes“ von Bruce Springsteen. Schließlich wollen wir hören, was in den beiden Testkandidaten steckt und da kommt uns „The Boss“ gerade recht. Die Dream 76 sollen ja ein wenig gefordert werden und das gelingt Springsteen mit der E-Street-Band im Rücken auf Anhieb. Wobei das hier keinesfalls im Sinne von „überfordert“ missinterpretiert werden darf! Die beiden Standboxen spielen gleich beim Titeltrack so großartig auf, dass deren immense Spielfreude sofort greifbar ist. Ohne Frage rufen sie ihr Potenzial ab, ohne dabei jedoch auch nur ansatzweise an Grenzen zu stoßen. Die große Bandbreite auf dem Album zeigt auch, wie flexibel die Dream-Boxen sind. Ob sie nun die temporeichereren Hymnen wie eben den Titelsong und „Just Like Fire Would“ oder die eher gefühlvolleren Tracks „American Skin (41 Shots)“ und „Down in the Hole“ wiedergeben, ihr ganzes Können lässt sich doch eher nur erahnen.

 

 

Auf nach New Jersey!
Also schalten wir einen Gang höher und gehen mit „The Gaslight Anthem“ in die nächste Runde. Die Jungs gehen etwas geradliniger als der „Boss“ und mit noch etwas mehr Tempo zur Sache. Diese Wahl ist übrigens nicht nur dem persönlichen Geschmack des Autors geschuldet, denn die Rockband stammt ebenso wie Springsteen aus New Jersey und hat bereits diverse Male mit ihm zusammen auf der Bühne gestanden. Nun ergänzen sie sich also auch in unserem Hörtest. Ein Volltreffer, wie sich schnell zeigt, denn ihr Album „Handwritten“ liefert gleich zu Beginn mit dem Song „45“ genau das Futter, das die Dream 76 benötigt, um groß aufzuspielen. Die Gitarrenspuren kommen beeindruckend kraftvoll rüber, lassen sich aber jederzeit gut auseinanderhalten und versacken trotz Verzerrungs-Effekten nicht in einem Soundbrei. Das ist bei sehr günstigen Lautsprechern gerne mal der Fall, bei Pure Acoustics ist aber auch trotz des einsteigerfreundlichen Preises für hochqualitative Detailtreue gesorgt. Eine weitere Stärke der Dream 76 liegt ohne Frage in den tieferen Tonlagen. Der druckvolle Bass gewinnt durch die Tieftonabteilung in den Dream-Boxen noch an zusätzlicher Intensität und überträgt die Energie der Musik mustergültig auf den Zuhörer. Vor allem bei den Hits „Here Comes My Man“ und „Biloxi Parish“ funktioniert das absolut perfekt. So klingt das also, wenn brillantem Songwriting ein angemessener Lautsprecher zur Seite gestellt wird!

Die einen Meter hohen Standlautsprecher spielen mit Feuereifer auf und bewältigen die Herausforderungen unseres Hörtests problemlos.

Die einen Meter hohen Standlautsprecher spielen mit Feuereifer auf und bewältigen die Herausforderungen unseres Hörtests problemlos.

 

 

Fazit
Der Name der Dream 76 von Pure Acoustics ist zugleich auch eine sehr akkurate Beschreibung. Diese Lautsprecher sind einfach traumhaft und überzeugen klanglich wie optisch auf ganz hohem Niveau.

 

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

 

 

 

Modell:Pure Acoustics Dream 76
Preis:ca. 500,00 Euro (Paar)
Ausführungen:- schwarz
- silber
- bordeaux
Vertrieb:Schmid Electronics, Rehlingen-Siersburg
Tel.: 06835 - 92 35 00
www.pure-acoustics.net
Abmessungen (HBT):995 x 305 x 260 mm
Gewicht:20,1 kg (pro Box)
Bauart:Drei-Wege, Bassreflex
Hochtöner:25 mm Silk Dome Tweeter in Aluminium-Fassung
Mittelöner:127 mm Midrange mit Alu-Membran und Alu-Phase-Plug
Tieftöner:2 x 203 mm Woofer
Frequenzbereich:36 - 22.000 Hz
Lieferumfang:2x Dream 76 F (inkl. Spikes)
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistunghervorragend

 

 

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