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Redakteur

Da man sich bewiesenermaßen nicht mehr richtig auf den Verkehr konzentriert, gefährdet das Telefonieren am Steuer nicht nur Sie, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Obendrein wird der Tatbestand auch noch mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und einem Bußgeld von sechzig Euro bestraft. Aber was tun, wenn man das eigene Auto keine Freisprecheinrichtung besitzt oder man häufig die Fahrzeuge wechselt? JBL hat mit seiner mobilen Freisprechanlage Trip eine Lösung parat.

Clevere Lösung: Mit dem JBL Trip bleiben beide Hände auf während des Telefonats am Lenkrad.

Clevere Lösung: Mit dem JBL Trip bleiben beide Hände auf während des Telefonats am Lenkrad.

JBL hat mit dem Trip eine Freisprecheinrichtung in seinem Portfolio, welche das Autofahrerherz höher schlagen lässt. Der kleine und handliche Bluetooth-Lautsprecher beinhaltet viele nützliche Features, die das Fahren und Telefonieren im dichten Straßenverkehr angenehmer und sicherer machen. So kann sich der Fahrer wieder voll auf die Straße konzentrieren. Gerade bei großem Verkehrsaufkommen auf den Straßen von heute, wird es immer wichtiger nicht abgelenkt zu sein und seine volle Aufmerksamkeit den anderen Verkehrsteilnehmern zu schenken, statt mit einer Hand am Handy durch das dichte Straßengewirr zu steuern.

Effektiv & sicher

Klein aber fein. So lässt sich die kompakte Box von JBL am besten beschreiben, sobald sie ausgepackt vor einem liegt. Durch ihr geringes Abmaß von gerade einmal 13,4 Zentimetern Breite und einer Tiefe von 6,4 Zentimetern fällt der Lautsprecher, der an der Sonnenblende angebracht wird, kaum auf. Und durch seine gerade einmal 230 Gramm auch kaum ins Gewicht. So bleibt dann auch die Blende genau dort, wo der Fahrer sie haben möchte. Aber auch qualitativ weiß der Trip zu überzeugen; so leiten die auf die Frontseite eingelassenen Touch-Tasten ihre Befehle durch bloßes Auflegen des Fingers weiter. Jede Eingabe wird zudem durch ein kurzes akustisches Signal bestätigt. Lediglich die beiden Tasten zum Ein-/Ausschalten und der Bluetooth-Button sind als Drucktaster verbaut, was ein versehentliches Abschalten und/oder Entkoppeln effektiv verhindert. Dafür gibts die ersten Bonuspunkte. Zum Lieferumfang des Lautsprechers gehört neben einem Halter – um den Trip sicher im Fahrzeug zu befestigen – auch noch ein USB-Kabel zum Laden sowie eine sehr verständlich beschriebe Kurzanleitung. Der Lautsprecher selbst ist mit einem 40 Millimeter messenden Breitbänder bestückt, der Tonsignale zwischen 160 Hertz und 20 Kilohertz wiedergibt. Somit sind eine gute Sprachverständlichkeit und eine detaillierte Musikwiedergabe gewährleistet. Richtig gelesen, denn der kleine Trip eignet sich auch durchaus als Bluetooth-Lautsprecher. Das schwarze Kunststoffgehäuse ist sauber und akkurat verarbeitet und rundherum gerundet. Auf der Rückseite befinden sich zwei kleine Magneten, die den Trip bombenfest am eingangs erwähnten Halter befestigen.

Zum Lieferumfang gehören der JBL Trip, ein USB-Ladekabel und die universell einsetzbare Halteklammer.

Zum Lieferumfang gehören der JBL Trip, ein USB-Ladekabel und die universell einsetzbare Halteklammer.

Akku laden

Wer sich nach einen kabellosen Lautsprecher umschaut, sollte auch immer die Kapazität der integrierten Batterie im Auge behalten, denn nichts ist ärgerlicher als ein Gerät, welches genau dann leer ist, sobald man es benutzen möchte. Damit unserem Testkandidaten genau das nicht passiert, hat JBL ihn mit einem ausreichend dimensionierten Lithium-Ionen-Polymer Akku ausgerüstet, der 1.200 Milliamperestunden (mAh) zur Verfügung stellt. So ausgerüstet und voll geladen, reicht die Leistung der Batterie aus, um bis zu acht Stunden ununterbrochen Musik hören zu können oder bis zu 20 Stunden zu telefonieren. Belässt man den Trip im Standby-Modus, bleibt der Akku bis zu 800 Stunden betriebsbereit. Das klingt reichlich und diese Angaben konnten auch in unserem Versuch in etwa erreicht werden. Hier spielte der kleine Lautsprecher sieben Stunden und zwanzig Minuten Musik nonstop bei einer normalen Lautstärke bis ihm die Puste ausging. Zum Nachladen des JBL Trip bieten sich dann diverse Möglichkeiten an. Zum einen lässt er sich bequem zu Hause über einen Steckdosen–USB-Adapter an den Stromkreis anschließen oder im Fahrzeug unterwegs via Zigarettenanzünder und USB-Adapter laden. Sollte man draußen unterwegs sein und möchte den Akku wieder aufladen, bietet sich ein optionales Akkupack an, das via mitgelieferten USB-Kabel mit dem Trip verbunden wird. Sobald die Box an eine Stromquelle angeschlossen ist, zeigt eine lilafarbene LED im Lautsprecher den Ladevorgang an, der natürlich auch während des Betriebs funktioniert.

Mittels USB-Kabel und entsprechenden Steckern (sollten in jedem Haushalt vorhanden sein), lässt sich der JBL Trip schnell wieder aufladen. Das wird so oft nicht nötig sein, denn der Hersteller verspricht eine Standby-Zeit von rund 800 Stunden.

Mittels USB-Kabel und entsprechenden Steckern (sollten in jedem Haushalt vorhanden sein), lässt sich der JBL Trip schnell wieder aufladen. Das wird so oft nicht nötig sein, denn der Hersteller verspricht eine Standby-Zeit von rund 800 Stunden.

Kinderleicht und schnell montiert

Einer der Hauptgründe, warum auch heute noch viele Autofahrer keine Freisprecheinrichtung in ihrem Fahrzeug haben, ist die komplizierte Montage. Festinstallierte Anlagen müssen aufwendig von einer Fachwerkstatt in die Fahrzeugelektronik integriert werden und können bei einem Wechsel des Autos nicht einfach mitgenommen werden. Anders beim JBL Trip: Um den Bluetooth-Lautsprecher mit integrierter Freisprechfunktion zu montieren, muss man lediglich den mitgelieferten Halter auf die Sonnenblende des eigenen Fahrzeuges klemmen und den Trip mittels seiner Magnethalterung aufblicken. Fertig, das war’s schon und nun ist alles bereit zum sicheren Telefonieren im Auto. Der Vorteil an dieser schnellen und einfachen Befestigungsmethode ist nicht nur die einfache Montage, sondern auch der rückstandslose „Rückbau“ der Anlage. So lässt sich das System auch problemlos in einem Mietwagen oder Leasingfahrzeug benutzen und nachher ohne Löcher, Schrammen oder sonstige Befestigungsspuren wieder entfernen, was gerade für Nutzer, die häufiger das Fahrzeug wechseln, ein entscheidender Vorteil ist. Auch nach mehrmaligem Wechsel hält die Klammer den Lautsprecher weiterhin bombenfest an der Sonnenblende. Selbst eine Vollbremsung bei 80 km/h konnte weder die Halteklammer noch die mittels Magnet befestigte Freisprecheinrichtung auch nur ansatzweise aus der Fassung bringen. Darüber hinaus lässt sich der Lautsprecher auch problemlos mit seiner Halterung an einem Rucksack oder der Sporttasche befestigen, damit sein Besitzer beispielsweise auch unterwegs einfach seine Lieblingsmusik genießen kann.

Nachdem der Halteclip aufgesteckt ist, lässt sich der JBL Trip via Magnetverschluss in Sekundenschnelle befestigen.

Nachdem der Halteclip aufgesteckt ist, lässt sich der JBL Trip via Magnetverschluss in Sekundenschnelle befestigen.

JBL Trip verbinden und verwalten

Möchte man den JBL Trip verwenden, muss man ihn erst einmal mit seinem Quellgerät „bekannt“ machen. Das Koppeln des Lautsprechers mit Smartphone oder Tablet ist genau so einfach, wie die bereits beschriebene Montage im Fahrzeug:

1. JBL über die seitlich angebrachte Einschalttaste einschalten.
2. Bluetooth-Menü des Handys öffnen.
3. “JBL Trip” aus Liste der auswählen.
4. Ist die Freisprechanlage mit dem Smartphone verbunden, lässt sich noch einstellen, ob man sie als reine Freisprechanlage oder auch als Mediaplayer verwenden will, dazu einfach im Menü die gewünschte Funktion freigeben.

Ist der JBL eingeschaltet, gibt er sich sogleich in der Liste verfügbarer Bluetooth-Emfänger zu erkennen. Ein Knopfdruck auf "JBL Trip" genügt nun, um Smartphone und Freisprecheinrichtung miteinander zu verbinden.

Ist der JBL eingeschaltet, gibt er sich sogleich in der Liste verfügbarer Bluetooth-Emfänger zu erkennen. Ein Knopfdruck auf “JBL Trip” genügt nun, um Smartphone und Freisprecheinrichtung miteinander zu verbinden.

Im Auto, unterwegs oder doch zu Hause?

Fertig montiert und verbunden steht die Freisprecheinrichtung dem Autofahrer von nun an hilfreich zur Seite und ermöglicht es, komfortabel und sicher im Fahrzeug zu telefonieren. Besteigt man das Fahrzeug, genügt ein Knopfdruck, um die Anlage zu aktivieren. Diese verbindet sich nun automatisch mit dem eigenen Smartphone. Angezeigt bekommt dies der Fahrer über die blau-leuchtende LED in der Mitte des Trip, die, sobald sich das Handy verbunden hat, nicht mehr blinkt, sondern von nun an permanent blau leuchtet. Kommen dann Anrufe an, wird der Fahrer durch ein akustisches Signal informiert. Mit einem leichten Druck auf die Telefontaste an der Vorderseite des JBL können diese dann angenommen werden. Ist die Verbindung zum Gesprächspartner einmal hergestellt, spielt der JBL seine große Stärke aus. Stimmen werden jetzt nämlich klar und deutlich wiedergegeben. Zugleich kann der Gesprächspartner über die Plus- und Minustasten auch lauter und leiser gestellt werden. Zudem verfügt die Anlage über eine exklusive Geräuschunterdrückung, die störende Verkehrs- und Windgeräusche wirkungsvoll reduziert. Dies funktionierte in unserem Test übrigens erstaunlich gut. Selbst Windgeräusche bei 90 km/h und bei halb geöffnetem Fahrerfenster konnten soweit herausgefiltert werden, dass der Gesprächspartner jedes Wort problemlos verstehen konnte. Generell fällt der Trip im gesamten Test durch seine kristallklare und neutrale Wiedergabe von Stimmen auf, welche sowohl beim Anrufer wie auch beim Angerufenen als sehr angenehm auffallen. Als weiteres wirkungsvolles Feature beweist sich im Versuch die Hands-Free-Funktion. Über diese können sowohl iOS-, als auch Android-Geräte über Siri oder die Google-Now-Funktion bedient werden. Beispielsweise wird dem Fahrer somit das Anwählen eines Telefonbucheintrags abgenommen. Und auch hier überzeugt die Freisprecheinrichtung ein weiteres Mal durch ihre einfache Bedienung. Einfach die Mikrofontaste kurz drücken, schon schaltet sich bei unserem Samsung-Smartphone Google-Now ein. Nun lässt sich während der Fahrt zum Beispiel abfragen, wie das Wetter wird oder ob es Staus gibt. Alternativ lässt sich auch eine kurze Nachricht verfassen oder ein gespeicherter Kontakt anrufen. Das alles, ohne auch nur ein Knöpfchen drücken zu müssen. Perfekt, so bleiben die Hände am Lenkrad, während sich eine Vielzahl hilfreicher Informationen abrufen lassen.

Einmal via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, lassen sich Telefongespräche über den JBL Trip führen. Alternativ lässt er sich auch als Bluetooth-Lautsprecher nutzen.

Einmal via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, lassen sich Telefongespräche über den JBL Trip führen. Alternativ lässt er sich auch als Bluetooth-Lautsprecher nutzen.

Einziges kleines Manko an unserem ansonsten bisher fast perfekten Testkandidaten ist, dass die Bedientasten der Freisprecheinrichtung nicht illuminiert sind. So ist es im Dunkeln stellenweise etwas „fummelig“ die richtige Taste während der Fahrt zu finden.
Ist man dann endlich am Ziel angekommen und möchte auch vor Ort nicht auf seine eigene Musik verzichten, zeigt sich die Bluetooth-Box weiterhin als guter Begleiter. Weiterhin mit dem Abspielgerät aus dem Auto verbunden, lässt sich über das Handy nun die eigene Lieblingsmusik zuspielen. Praktisch ist dabei, dass sich der JBL direkt an alles heftet, was aus Metall ist, oder dass man ihn zum Beispiel mit seiner Halteklammer auch problemlos an den Schultergurten eines Rucksacks befestigen kann. Somit mutiert die kleine handliche Freisprecheinrichtung auch zu Hause oder unterwegs zum musikalischen Begleiter. Dort erweist sich der kabellose Lautsprecher als klanglich angenehmer Vertreter. Zwar reicht sein geringes Volumen nicht aus, um eine Gartenparty „zu rocken“, um aber beispielsweise bei der Arbeit oder dem Kochen für musikalische Untermalung zu sorgen, ist er ein passender Abspielpartner. Auch hier fällt die naturgetreue und klare Wiedergabe von Stimmen und die sehr ausgewogene Klangdarstellung auf, die besonders im Bereich mittelfrequenter Schallanteile ihre Stärken hat. Eric Claptons „Layla“ wurde in unserem Test ebenso ruhig und angenehm wiedergegeben wie Sara K.s „The Painter“. Spielt man dem Trip „härtere“ Kost zu, (beispielsweise Airborn oder Metallica), besticht er auch durch seine sehr gute Stimmwiedergabe, verliert allerdings den Tiefton etwas aus den Augen. Alles in allem zeigt sich der JBL Trip als perfekter Begleiter für das Auto, zu Hause und unterwegs und besticht durch seine gute Funktionalität und seine sehr gute Wiedergabe von Stimmen.

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Fazit

Der kleine Trip von JBL spielt im Auto richtig groß auf. Wer Ihn verbaut, erhält eine Freisprecheinrichtung mit glasklarer Stimmwiedergabe und ein großes Plus an Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr. Ganz nebenbei lässt sich auch noch die auf dem Handy gespeicherte Musik über ihn wiedergeben. Betrachtet man dazu den Preis von knapp 100 Euro, könnte man schon fast von einem „Geschenk“ an den Autofahrer sprechen. Also nicht mehr warten und Punkte sammeln, sondern schnell kaufen.

Test & Text: Bernd Heuer
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

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90 %

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Technische Daten

Modell:JBL
Trip
Produktkategorie:Freisprecheinrichtung/Bluetooth-Lautsprecher
Preis:99,99 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- schwarz
Vertrieb:Harman Deutschland, Garching
Tel.: 07248 711132
www.jbl.com
Gewicht:230 Gramm
Akkuleistung:- bis zu Stunden Musikwiedergabe
- bis zu 20 Stunden telefonieren
- bis zu 800 Stunden Standby
(Herstellerangaben)
Anschluss:- Bluetooth 3.0
- MicroUSB
Kompatibilität:- iOS
- Android
- Windows
Lieferumfang:- JBL Trip
- Mikro-USB-Kabel
- Sicherheitsdatenblatt
- Kurzanleitung
Besonderes:- Exklusive Geräuschunterdrückung
- Streaming via Bluetooth
- Leistungsstarker Akku
- Navigations- und ADAS-Hinweise vom Smartphone
- Kompatibel mit Siri, Google Now
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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