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Wer den besten Sound aus seiner Audio-Kette kitzeln will, sollte unbedingt ein paar Faustregeln beachten. Eine davon ist ein stabiler, möglichst vom Untergrund entkoppelter Stand der HiFi-Bausteine. Die Geräteplattform Sanctum von Blue Horizon verspricht genau das.

Das Sanctum von Blue Horizon ist in mattweisser und mattschwarzer Ausführung lieferbar.

Das Sanctum von Blue Horizon ist in mattweisser und mattschwarzer Ausführung lieferbar.

Kabel, Netzfilter und Gerätebasen werden von so manchem Möchtegern-HiFi-Kenner gern als Voodoo abgetan. Das diese aber durchaus Einfluss auf den Klang einer Stereo-Kette haben, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Auch wir haben in dieser Hinsicht bereits einige überraschende Erfahrungen machen dürfen. Besonders hat uns dabei der Einfluss von besseren Netzkabeln, Power-Conditionern und hochwertigen Netzleisten imponiert, darunter einige Modelle der britischen Marke IsoTek. Neben sicherheitsrelevanten Eigenschaften machten sich die von Firmenchef Keith Martin entwickelten Bausteine – diese Bezeichnung ist bewusst gewählt – auch aus klanglicher Sicht positiv bemerkbar. Und das ist kein Zufall, denn schon vor Gründung des Unternehmens war Keith Martin die Bedeutung der Stromgüte in Bezug auf den Klang bewusst, weshalb er sich voll und ganz auf die Entwicklung und Produktion innovativer Netzfilter spezialisierte. Diese bereiten den eingehenden Netzstrom auf und leiten ihn dann in die verketteten Endgeräte weiter. Eine Methode, die schnell zu hohem Ansehen und Erfolg führte, denn heute werden IsoTek-Produkte in 45 Ländern der Welt vertrieben und in angesehenen Aufnahmestudios rund um den Globus eingesetzt.
Da aber nicht nur unser Netzstrom, sondern auch andere Begebenheiten Einfluss auf den Klang eines Audio-Setups haben, forscht und entwickelt der ambitionierte Musik-Enthusiast – mit dem Ziel die bestmögliche Performance aus einer HiFi-Kette zu holen – seit längerer Zeit auch in anderen Bereichen. So gründete der Engländer im Jahre 2008 die Firma Blue Horizon Ideas. Ein Unternehmen, das sich voll und ganz auf “besondere Zubehörlösungen spezialisiert hat”, wie auf der hauseigenen Homepage zu lesen ist. Zu diesen Lösungen gehören unter anderem intelligente und individuell gestaltbare Racksysteme, Gerätebasen und ausgeklügelte Geräteuntersetzer. Eines dieser Produkte, die bereits mit exzellenten Testergebnissen prämierte Geräteplattform namens “Sanctum”, wollen wir uns nun etwas genauer ansehen.

Die Blue Horizon Sanctum ruht auf vier spitz zulaufenden Alu-Kegeln. So werden eventuell auftretende Eigenresonanzen/Schwingungen effektiv in den Untergrund abgeleitet.

Die Blue Horizon Sanctum ruht auf vier spitz zulaufenden Alu-Kegeln. So werden eventuell auftretende Eigenresonanzen/Schwingungen effektiv in den Untergrund abgeleitet.

Aussen hui, innen auch

Sanctum. Mit dieser Modellbezeichnung deutet Blue Horizon bereits die Ernsthaftigkeit mit der man an das Thema herangeht, denn übersetzt bedeutet “Sanctum” nicht weniger als “Heiligtum”. In diesem Fall ist das Heiligtum der Klang, das macht schon der Aufbau der knapp 30 Millimeter starken Geräteplattform deutlich. Aus mehreren mittels Leim miteinander fest verklebten Holzschichten bestehend und unter Druck und Hitze zu einer robusten Einheit gepresst, bietet diese extreme Dichte und eine enorme Stabilität. Attribute, die die Übertragung klangschädigender Vibrationen merklich reduzieren. Die Briten legen aber noch einen drauf, denn um auch den Einfluss kleinster Resonanzen weitestgehend zu eliminieren, fusst die Sanctum auf vier breiten, sehr spitz zulaufenden Aluminium-Kegeln, die durch patentierte Gummi-Kork-Leder-Plättchen von beschriebener Konstruktion entkoppelt sind. Damit der Untergrund, z.B. das Blue-Horizon-Rack PRS oder das eigene Audiomöbel – nicht durch die spitzen Spikes beschädigt wird, liefert der Hersteller gleich noch vier Messingfüßchen mit, in die sich besagte Alu-Kegel perfekt einpassen.
Als wäre das alles noch nicht genug, entschieden sich die Blue-Horizon-Entwickler der Geräteplattform einen 17,5 Zentimeter durchmessenden, kreisförmigen Ausschnitt zu verpassen. Ein Eingriff mit doppelter Wirkung, denn neben einer wertigeren Optik, soll dies auch klangliche Auswirkungen haben, da eventuell auftretende Resonanzen durch besagten Ausschnitt effizient an ihrer Ausbreitung gehindert werden sollen.
Noch eine wichtige Information: die Sanctum ist in weißer und mattschwarzer Schleiflackausführung zu haben und misst knapp 45 mal 40 Zentimeter in Breite und Tiefe. Damit ist es für den Einsatz unter klassischen HiFi-Komponenten perfekt geeignet.

Der kreisrunde Ausschnitt ist kein optisches Gimmick, sondern soll klangbeeinträchtigende Resonanzen an der Ausbreitung hindern.

Der kreisrunde Ausschnitt ist kein optisches Gimmick, sondern soll klangbeeinträchtigende Resonanzen an der Ausbreitung hindern.

Ein wenig Geduld …

… ist bei der Aufstellung der Sanctum allerdings gefragt. Ein Punkt, denn der erfahrene HiFi-Freund sicher auch von anderen Gerätebasen kennt, denn bis besagte Alu-Kegel sauber in die vier Messingfüße rutschen, ist ein bisschen Fummelei vonnöten. Ein einmaliger Vorgang, der aber auch von HiFi-Einsteigern nach spätestens einer Minute erledigt sein sollte und deshalb auch nicht im Ansatz als Kritikpunkt zu verstehen ist. Ruht die Sanctum dann auf dem Rack, Lowboard oder Audiomöbel, kann es im Prinzip auch schon losgehen, denn im Gegensatz zu Lautsprechern und Kabeln ist eine Einspielzeit oder millimetergenaue Winkelung hier nicht erforderlich. Ganz wichtig – und in diesem Zusammenhang absolut elementar – ist allerdings ein ebener und “wackelfreier” Untergrund, auf dem die Blue-Horizon-Geräteplattform platziert wird. Ein Punkt, der in gleichem Maße natürlich auch für Gerätebasen anderer Hersteller gilt.

Bis die Alu-Kegel bei der Aufstellung in die Messingfüsschen gefunden haben, ist etwas Geduld erforderlich.

Bis die Alu-Kegel bei der Aufstellung in die Messingfüsschen gefunden haben, ist etwas Geduld erforderlich.

Entstresst, straffer und doch dynamischer

Dass eine solide Basis dem Klang im positiven Sinne zuträglich ist, ist eingefleischten Audio-Freunden seit Jahren klar. Inwieweit das selbst im Kleinsten zutrifft, lässt sich schnell und einfach in jedem Haushalt prüfen. Z.B. mit einem mobilen Bluetooth-Speaker, der, auf verschiedenen Untergründen platziert, ein jeweils völlig anderes Klangbild hergibt. Während der Sound auf leicht “anregbaren” Flächen wie Glasplatten, leichten Kunststoffebenen oder dünnen Holzregalen eher unruhig und im Bassbereich unkontrolliert rüberkommt, klingt der tragbare Lautsprecher auf einer stabilen Basis wie beispielsweise der Arbeitsplatte in der Küche oder einem gemauerten Untergrund gleich viel ruhiger und in der Regel auch durchzugsstärker.
Ähnliche Ergebnisse erfahren wir dann mit Einsatz des Sanctum an unserer HiFi-Test-Kette. Genauer gesagt, unter dem Arcam Universalspieler UDP411. Da der – nebenbei bemerkt, farblich perfekt zur Sanctum-Base passende – Player eh auf einem massiven Audiomöbel thront, ist der Unterschied zunächst zwar nicht so dramatisch wie eben beschrieben, nach vergleichsweise kurzer Hörphase aber dennoch schnell feststellbar. Richtig deutlich wird die Ungleichheit allerdings, sobald wir unserer Audio-Kette die Geräteplattform entziehen. Ein Effekt, den wir in in ähnlicher Form in der Vergangenheit bereits mit diversen Kabeln feststellen durften. Jetzt, während der Player “lediglich” auf dem Rack steht, verliert Junior Wells “Why Are People Like That?” nämlich merklich an Punch und Kontur. Ruht der Arcam dann wieder auf der Sanctum, zieht die Grundtondynamik sofort hörbar an. Wichtig: Das sprichwörtliche Gras muss man übrigens nicht “wachsen hören”, um die Unterschiede zu erkennen. Ein wohlbekannter Titel und eine halbwegs anspruchsvoll produzierte Aufnahme reichen bereits, um diesen Effekt selbst erleben zu können. Noch deutlicher wird Divergenz dann, als ich mit “The Game Has Changed” und Derezzed” wesentlich tiefer und dynamischer abgemischte Tracks des TRON-Legacy-Soundtracks anspiele. Während beide Titel ohne Geräteplattform streckenweise leicht nervös und mitunter unwirsch erscheinen, wirkt das Klangbild deutlich ruhiger, unaufgeregter und einfach entstresster, sobald der UDP411 wieder auf der Sanctum ruht. Dass beide Tracks dabei nichts von ihrem Temperament, ihrem intensiven Tiefbassanteil und ihrer Agilität einbüssen, versteht sich natürlich von selbst. Im Gegenteil, denn während der Arcam auf der Sanctum thront, erscheint auch der Bass eine Spur straffer, souveräner und kontrollierter.

Besitzern mattschwarzer Arcam-Geräte dürfte die Sanctum besonders zusagen, denn farblich passt die Gerätebase perfekt zu den Modellen der britischen Audioschmiede.

Besitzern mattschwarzer Arcam-Geräte dürfte die Sanctum besonders zusagen, denn farblich passt die Gerätebase perfekt zu den Modellen der britischen Audioschmiede.

Fazit

Erstklassig verarbeitet bietet Blue Horizons Sanctum Zuspielern wie Verstärkern eine solide Basis und überrascht klanglich durch eine verbesserte und merklich “entstresste” Grundtondynamik. Und es gibt noch einen weiteren Grund sich eine Geräteplattform anzuschaffen, denn neben der klanglichen Aufwertung wirken auf ihr platzierte HiFi-Bausteine auch optisch präsenter und deutlich hochwertiger.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: Empfehlung
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

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90 %

160801.Bluehorizon_TestSiegel

Technische Daten

Modell:Blue Horizons
Sanctum
Produktkategorie:Geräteplattform
Preis:399,00 Euro
Ausführungen:- weiß (Schleiflack)
- mattschwarz (Schleiflack)
Vertrieb:IDC Klaassen, Lünen
Tel.: 0231 / 9 86 02 85
www.idc-klaassen.com
Abmessungen (BTH):450 x 400 x 300 mm
Maximale Traglast:bis 30 Kg
Empfohlen für:- Zuspieler
- Verstärker
Lieferumfang:- Blue Horizon Sanctum
- Messingfüße
- Schblonen
Besonderes:- sehr gute Verarbeitung
- wertige Optik
- klarere Grundtonwiedergabe
Benotung:
Empfehlung
Preis-/Leistungsehr gut

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