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Redakteur

Wer sich ein Heimkino einrichtet, beschäftigt sich fast zwangsläufig auch mit großen Surround-Sets. In der Regel startet man hier mit 5.1-Paketen, je nach Raumgröße folgen aber schnell Gedankenspiele Richtung 5.2-Setup oder – bei geringem Platzangebot – kompakteren Lösungen. Bietet sich ein überdurchschnittlich großes Platzangebot, greift man auch gern direkt zu einem 7.1-Paket. Ein solches bietet einige Vorteile, die uns die entsprechende Prime-Familie von SVSound im Test nahegebracht hat.

Edler Look und klassische Grundform - schon optisch ist das Prime-Set sehr gut gelungen.

Edler Look und klassische Grundform – schon optisch ist das Prime-Set sehr gut gelungen.

 

Falls jemand den Namen SVSound in erster Linie mit Subwoofern der Extraklasse in Verbindung bringt: Ja, das amerikanische Unternehmen hat zur Gründungszeit genau damit angefangen, da die Ende der Neunziger erhältlichen Subwoofer nicht den eigenen Vorstellungen eines vertretbaren Preis-Leistungsverhältnisses entsprachen. Getreu dem Motto „Wenn es gut werden soll, muss man es selbst machen“ machte man sich an die Entwicklung eigener Bassmeister. Damit aber nicht genug, mittlerweile wird die komplette Bandbreite der fürs Heimkino benötigten Lautsprecher von SVS angeboten. In der Prime-Serie beinhaltet das Angebot Standlautsprecher, Center, Regallautsprecher und Satelliten – natürlich können die Komponenten beliebig miteinander kombiniert werden oder alternativ auch als Stereo-Setup zum Einsatz kommen. Wir haben ein Komplettpaket mit dem kompakten Subwoofer SB-12 NSD kombiniert und mit großer Vorfreude zum Test empfangen.

7.1-Sound für noch mehr Filmerlebnis

Die Vorfreude wird jeder nachvollziehen, der schon einmal ein 7.1-Set ausprobiert hat. Damit rückt man dem Idealeiner 360-Grad-Beschallung schließlich noch ein Stückchen näher als beim „klassischen“ Surround-Typ 5.1. Der Grund dafür ist einfach, denn schließlich stehen jetzt zwei zusätzliche – im Rear-Bereich platzierte – Lautsprecher zur Verfügung. So ergibt sich auch eine etwas andere Aufstellung als bei einem 5.1-System. Neben dem vorne am Fernseher oder der Leinwand platzieren Trio der beiden Front- und dem Center-Lautsprecher (sowie dem meist irgendwo dazwischen positionierten Subwoofer) und den beiden seitlich vom Hörplatz aufgestellten Speakern, kommen hier noch zwei hinter dem Hörplatz aufgestellte Boxen zum Einsatz. Bei letzteren kann dann die Bezeichnung von „Rear“ oder „Rear Surround“ über „Surround Back“ oder „Back Surround“ variieren. SVSound unterscheidet hier übrigens zwischen „Side Surround“ und „Rear Surround“.

Der schwarze Hochglanz-Klavierlack verleiht den Prime-Lautsprechern eine fließende Optik.

Der schwarze Hochglanz-Klavierlack verleiht den Prime-Lautsprechern eine fließende Optik.

Unabhängig von der Bezeichnung gilt: Durch die beiden zusätzlichen Schallquellen ergibt sich generell eine bessere Rundumbeschallung, da der Surround-Sound nun kaum akustische “Lücken” aufweist. Man stelle sich beispielsweise vor, man sieht einen Film aus der Perspektive eines Autofahrers, der von einem anderen Wagen bei hohem Tempo überholt wird. Dessen Geräusche werden nun deutlich präziser von hinten nach vorne „fließen“, was den Klang sehr viel realistischer macht. Infolge dessen ist auch der sogenannte Sweet Spot, also die ideale Hörposition im Zentrum des Surround-Systems, erweitert. Grandiose Voraussetzungen also, um dem gesamten Auditorium in einem Heimkino exzellenten Klang kredenzen zu können.

Material und Verarbeitung beim gesamten Set sind absolut makellos.

Material und Verarbeitung beim gesamten Set sind absolut makellos.

Klassische Grundform, futuristische Details

Auch wenn es viele Musik- und Filmfreunde nicht zugeben wollen, spielen Design und Verarbeitung bei Lautsprechern oftmals eine ebenso wichtige Rolle wie der Klang. Insbesondere im Wohnzimmer trifft das zu, und vor allem sobald man sich den Wohnraum mit eher mäßig Heimkino-affinen Personen teilt. Aber keine Sorge, hier hat SVSound vorgesorgt und seine Prime-Lautsprecher sehr edel gestaltet und hochwertig verarbeitet. Dabei fällt zunächst die exzellente Lackierung unserer Testobjekte auf, die in hochglänzendem Schwarz erstrahlen. Mit einer Ausnahme, denn der Subwoofer ist im eher matten Dekor „Schwarze Esche“ gehalten. Seine sieben Mitspieler verfügen zudem allesamt über abnehmbare Frontabdeckungen, die mit schwarzem Stoff bespannt sind. Als Grundform dient jedem Modell das klassische Rechteck, allerdings laufen die beiden vorderen Kanten nach oben hin leicht auseinander, sodass sie sich fast zu einem Dreieck erweitern und die Prime-Lautsprecher (von oben betrachtet) ein Rechteck mit angeschlossenem Trapez bilden. Aussergewöhnlich aber dennoch zeitlos elegant. Die ungewöhnliche Geometrie hat übrigens nicht nur optische Gründe, sondern sorgt obendrein für ein verbessertes Hochfrequenzverhalten durch die abgeschrägte Schallwand, die mit reduzierten Kantenreflexionen einhergeht. Zudem wirkt dieser Aufbau der Entstehung stehender Wellen im Gehäuseinnern von vorn herein effektiv entgegen. Bei SVS weiß man offensichtlich ganz genau, was man tut.

Durch abgeschrägte Flächen erhält die klassische Grundform einen modernen Touch.

Durch abgeschrägte Flächen erhält die klassische Grundform einen modernen Touch.

Entnimmt man die Stoffblende an der Front, kommt die ebenfalls hochglänzende Schallwand zum Vorschein. Jetzt wirkt das Design der Prime-Lautsprecher noch fließender und durchgängiger. Vielleicht auch, weil sämtliche Schrauben und Membranen ebenfalls in Schwarz gehalten sind. Übrigens: selbst ohne Frontabdeckung gibt es noch ein kleines Highlight. Der Aluminum-Hochtöner wird nämlich von einem filigranen Metallgitter abgedeckt, welches den exklusiven Tweeten vor mechanischer Beschädigung schützt und die schwarze Front auch optisch ein wenig auflockert. Am unteren Ende hat man bei den Standlautsprechern zudem die Wahl zwischen Kunststofffüßen für harte Böden oder Metall-Spikes. Die kleineren Schallwandler kommen hingegen mit klebbaren Kunststofffüßen aus, die Satelliten bieten per Schlüsselloch-Halterung ausserdem die Möglichkeit der Wandmontage.

Die Hochtöner werden von einem zusätzlichen Schutzgitter vor Schäden bewahrt.

Die Hochtöner werden von einem zusätzlichen Schutzgitter vor Schäden bewahrt.

Edel und rustikal

Eine Ausnahme im Gesamtbild unsere 7.1-Sets bildet die Grundform des Subwoofers, dessen Kanten sich weich gerundet zeigen. Aber natürlich hat auch er einen echten Hingucker zu bieten. Als Frontabdeckung dient nämlich ein gewölbtes Stahl-Schutzgitter, das einerseits für einen rustikalen Kontrast zum ansonsten hochglanzlackierten Setup sorgt, zugleich aber noch immer den Blick auf den imposanten Tieftöner ermöglicht.
Wer übrigens nicht auf Klavierlackoptik steht, kann sich auch bei den Lautsprechern für die Ausführung in schwarzer Esche entscheiden. Positiver Nebeneffekt: In diesem Fall ist jede Box für rund 100 Euro pro Stück bzw. Paar weniger zu haben. Preislich liegt das komplette Test-Set in der hier vorgestellten Klavierlackoptik bei knapp 4000 Euro. Die Standlautsprecher kosten 649 Euro pro Stück, derselbe Preis fällt auch für ein Paar der Regallautsprecher an. Der Center ist für 549 Euro zu haben, das Satelliten-Paar schlägt mit 399 Euro zu Buche. Komplettiert wird die Preisliste vom Subwoofer, der für attraktive 499 Euro erhältlich ist.

Das schwarze-Esche-Dekor des Subwoofers ist auch für die Lautsprecher verfügbar.

Das schwarze-Esche-Dekor des Subwoofers ist auch für die Lautsprecher verfügbar.

Außen edel, innen kompromisslos

Wem der Gesamtpreis für das 7.1-Paket hoch erscheint, dem sei direkt gesagt, dass das Preis-Leistungsverhältnis hier absolut stimmt. Das zeigt sich bereits bei der Ausstattung der Komponenten, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch sorgfältig konstruiert wurden. Center und Standlautsprecher verfügen beispielsweise über separate Gehäuse für Mittel- und Tieftöner. Ein aufwändiges Merkmal, das Interferenzen nahezu ausschließt und für eine Klangqualität verspricht. Innenliegende Verstrebungen tragen zudem dazu bei, dass Gehäuseresonanzen erst gar nicht auftreten können. Tieftöner werden in allen Lautsprechern für ein noch druckvolleres Tieftonfundament durch rückseitige Bassreflexports unterstützt. Ein vorbildlicher Aufbau durch den die Boxen dann allerdings einen gewissen Abstand zu ihren Rückwänden benötigen. Um dies zu gewährleisten, sind die zur Wandmontage geeigneten Satelliten übrigens mit optionalen Abstandshaltern ausgestattet. Clever!

Die Rückseiten der Lautsprecher beherbergen Bassreflexports für zusätzlichen Druck im Tieftonbereich.

Die Rückseiten der Lautsprecher beherbergen Bassreflexports für zusätzlichen Druck im Tieftonbereich.

In den Schallwänden der Gehäuse stecken jeweils Aluminium-Hochtöner, deren Diffusoren das Abstrahlverhalten verbessern sollen. In Standlautsprecher und Center werden sie durch je einen Polypropylen-Mitteltöner sowie zwei Langhubtieftöner ergänzt. Im Standlautsprecher fallen letztere mit 16,5 Zentimetern Durchmesser etwas größer aus als die 13,35-Zentimeter-Kollegen im Center. Sowohl Mittel- als auch Tieftöner zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit aus, sind dabei aber erstaunlich leicht, was Druck im Bassbereich und Agilität im Grund- und Mitteltonbereich erwarten lässt. Noch eine interessante Info für Technik-Interessierte: Die Frequenzweichen sind sowohl in den Zwei-Wege- als auch in den Drei-Wege-Systemen mit Superkondensatoren, Luftspulen und heavy-trace-Leiterplatinen ausgestattet.

Die Schraubklemmen für die Lautsprecherkabel sind zwar nicht die hochwertigste Option, erfüllen ihren Zweck aber voll und ganz.

Die Schraubklemmen für die Lautsprecherkabel sind zwar nicht die hochwertigste Option, erfüllen ihren Zweck aber voll und ganz.

Die obligatorischen Anschlussterminals sind jeweils unten auf der Rückseite der Lautsprecher platziert und nehmen sowohl isolierte Kabelenden als auch Bananenstecker auf. Auch wenn hier nicht unbedingt die hochwertigsten Exemplare verbaut wurden, sorgen diese doch für einen sicheren und festen Anschluss. Durch die leicht schräge Position geht das Einfädeln unkonfektionierter Kabelenden übrigens sehr leicht von der Hand.
Der Anschluss am Subwoofer stellt sich erwartungsgemäß noch einfacher dar; hier stehen drei Paar Cinch-Anschlüsse zur Verfügung, die sich bei genauem Hinsehen als „Line In“, „Line Out“ und „High Pass Out“ entpuppen. Über ersteren lassen sich Signale an den integrierten Verstärker des Typs New Sledge STA-400D DSP mit Class-D-Technologie weiterreichen. Der eigene Amp verfügt über 400 Watt Dauerleistung und lässt sich dank „Auto-On“ auch automatisch einschalten, sobald ein Signal anliegt. Sein 30-Zentimeter-Tieftöner ist mit einer leichten Aluminium-Polypropylen-Konusmembran bestückt und sitzt in einem pulverbeschichteten Aluminium-Druckgusskorb.

Der Anschluss des Subwoofers erfolgt per Cinch-Kabel.

Der Anschluss des Subwoofers erfolgt per Cinch-Kabel.

Planung für die Positionen

Was beim 5.1-System schon Sorgfalt erfordert, gilt beim 7.1-Setup im mindestens gleichen Maße. Wer seine Boxen einfach nur anschließt und grob platziert, wird ohne eine gehörige Portion Glück und Zufall wohl kaum das volle Klangpotenzial erreichen können. Das gilt für das Prieme-Set von SVS wie für jedes anderes Lautsprechersystem. Ganz wichtig: beachten Sie die Abstände der Schallwandler zueinander und zum Hörplatz und berücksichtigen Sie räumliche Gegebenheiten wie Möbel, Zimmerecken oder Dachschrägen. AV-Receiver mit automatischer Einmessung helfen hier natürlich, generell kann aber auch ein gewisses Maß an Planung und Sorgfalt nicht schaden. Als Referenzposition dient hier der Hörplatz. Ziehen Sie von hier eine gedachte gerade Linie zum Fernseher – idealerweise befindet sich der Hörplatz mittig vor der Bildquelle. Hier sollte dann auch der Center stehen. Rechts und links davon die beiden Hauptlautsprecher. Idealerweise im gleichen Abstand zum Center und zum Hörplatz. Die Real-Speaker stehen dann seitlich leicht neben dem Referenzplatz, während die Surround-Back-lautsprecher dahinter platziert werden. Im Idealfall alle in gleicher Distanz zueinander. Da dies gerade in Wohnräumen kaum zu realisieren ist, empfiehlt sich hier ein Blick in die Bedienungsanleitung der Prime-Lautsprecher. Diese hat einige spannende Empfehlungen auf Lager – wir begnügen uns an dieser Stelle mit der groben Zusammenfassung:

Das gewölbte Schutzgitter des Subwoofers steht leicht vor und gibt den Blick auf den Tieftöner frei.

Das gewölbte Schutzgitter des Subwoofers steht leicht vor und gibt den Blick auf den Tieftöner frei.

SVSound empfiehlt im Falle des 7.1-Sets, zunächst die beiden Standlautsprecher links und rechts im 30-Grad-Winkel von der Geraden zwischen Fernseher und Hörplatz aufzustellen. Der Center sollte direkt mittig, also zentral unter dem Fernseher stehen. Versuchen Sie dies unbedingt zu realisieren, da über den Center hauptsächlich Stimmen der auf dem Bildschirm zu sehenden Personen ausgegeben werden. Alternativ lässt sich der Center aber natürlich auch oberhalb der Leinwand, des TV-Gerätes anbringen. Generell sollte der Hochtöner der Lautsprecher möglichst auf Ohrhöhe der Zuschauer platziert sein. Da das beim Center manchmal schwierig ist, “kippen” Sie ihn einfach soweit, bis er auf Uhrhöhe ausgerichtet ist. Die beiden „Side Surround“-Lautsprecher (in unserem Ensemble die Bookshelf-Lautsprecher) sollten seitlich zum Hörplatz stehen und in Ihre Richtung strahlen. Je nach Raumgröße und Sitzposition können sie alternativ aber auch ein kleines Stück nach hinten versetzt werden. Die beiden als „Rear Surround“-Lautsprecher eingesetzten Satelliten werden dann hinter dem Hörplatz positioniert. Keine Sorge, in der Anleitung gibt es auch eine entsprechende Skizze, die das beschriebene Prinzip schnell visuell verdeutlicht. Und wenn man dann noch schnell die Kabel verlegt hat, kann es auch schon losgehen!

Die Frontblenden werden per Steck-Pins befestigt.

Die Frontblenden werden per Steck-Pins befestigt.

Bescheidene Ansprüche sind jetzt passé

Den Hörtest beginnen wir mit dem Actionkracher „John Wick“, der uns vor allem in zwei Kapiteln als Testmaterial dient. Als Einstieg – übrigens deshalb – weil die Tonspur hier in 5.1 vorliegt. Zunächst wählen wir Johns Besuch in einem Nachtclub. Als sich Wick langsam seinem Ziel nähert und die einzelnen Gegner schnell und nahezu lautlos ausschaltet, spannt das Prime-Setup schon eine sehr schöne Atmosphäre auf. Die Staffelung der je nach Perspektive mal gedämpft, mal mit normaler Lautstärke wiedergegebenen Hintergrundmusik ist sehr präzise. Als Wick kurz darauf entdeckt wird und die Stealth-Mission recht schnell eskaliert, mischt sich dann auch der Subwoofer tatkräftig mit ein. Während er die Schüsse aus Wicks Waffe zunächst staubtrocken unterstreicht, geht er bei der darauf folgenden Verfolgungsjagd quer über die Tanzfläche so richtig in die Vollen. Druckvoll, dynamisch, agil, kraftvoll – der vergleichsweise kompakte Sub zieht nun alle Register und breitet ein flächendeckendes Tieftonfundament im Raum aus. Jetzt ist Leben in der Bude. Da ziehen die Lautsprecher natürlich gerne mit und nehmen sich weiteren Schüssen, panischen Befehlsrufen und dem Aufkreischen der umstehenden Partygänger an – ohne, dass sich irgendetwas davon akustisch in die Quere kommt. Wow, das geht ja gut los.

Der Diffusor des Hochtöners optimiert das Abstrahlverhalten zusätzlich.

Der Diffusor des Hochtöners optimiert das Abstrahlverhalten zusätzlich.

Richtig beeindruckend wird es dann allerdings, als sich Wick und sein früherer Boss im kräftigen Regenschauer gegenüberstehen. Im direkten Vergleich zum eben erlebten 5.1-Sound steigt die ohnehin achtbare Dichte der Räumlichkeit nun nochmal deutlich an. Der Regen prasselt gefühlt rund um den Referenzplatz herum zu Boden, in keiner Richtung ist das simulierte Unwetter geschwächt zu vernehmen. Schon jetzt machen sich die beiden zusätzliche Surround-Lautsprecher also massiv bemerkbar und tätigen einen großen Schritt Richtung 360-Grad-Klangkulisse.
Mit direkt als 7.1 konzipierter Tonspur wird das übrigens noch klarer und präziser, wie wir nach Wechsel auf den Science-Fiction-Blockbuster „Elysium“ schnell feststellen. Als Max und seine Komplizen das erste Mal Bekanntschaft mit Agent Kruger machen, kündigt sich dessen Erscheinen mit einem unheilvoll dröhnenden Anflug des Shuttles an. Während dieses mit schwungvoller Drehung um die Zielpersonen schwenkt, spielt das Prime-Setup all seine Stärken aus und vermittelt extrem realistisch den Eindruck, dass man gerade selbst ins Visier des nicht gerade umgänglichen Krugers geraten ist.

Auch der Center ist mit einem Drei-Wege-Bassreflexsystem ausgestattet.

Auch der Center ist mit einem Drei-Wege-Bassreflexsystem ausgestattet.

Gut, dass dem nicht so ist und man sich in der Gegenwart auf dem Sofa befindet anstatt in der Wüste einer dystopischen Zukunft befindet. Ein ähnlich unangenehmer Aufenthaltsort wie wir ihn auch am Ende von „Point Break“ vorfinden, als Johnny Utah sich fernab der Küste von einem Helikopter auf ein kleines Boot abseilt, das zwischen tosenden Wellengebirgen treibt. Während die Wassermassen brüllend und dröhnend durcheinander wälzen erleben wir bereits echtes Surroundfeeling. Als der herannahende Sturm dann auch noch ein Wörtchen mitredet, geht es so richtig los. Jetzt befinden wir uns inmitten einer dichten und erstaunlich homogenen Klangkulisse, die einfach nur beeindruckt. Unsere SVS-Testgäste können aber noch mehr, denn statt sich ausschließlich mit Volumen und Kulisse zu beschäftigen, bleibt auch der Dialog zwischen Utah und seinem Gegenüber völlig klar und deutlich zu verstehen. Wie gesagt das alles, obwohl rundherum ein nasses Inferno wütet. Mehr kann man klanglich einfach nicht verlangen, weniger wird man allerdings auch nicht mehr wollen …

Die Frontblende ist mit schwarzem Stoff bespannt, akustisch allerdings transparent.

Die Frontblende ist mit schwarzem Stoff bespannt, akustisch allerdings transparent.

Fazit

Mit zwei zusätzlichen Lautsprechern gegenüber dem „klassischen“ (und keineswegs schlechten) 5.1 macht Heimkino einfach noch mehr Spaß. Die Prime-Serie von SVSound bringt alle notwendigen Komponenten dafür mit. Perfekt aufeinander abgestimmt erfüllt das Setup sämtliche Erwartungen und überzeugt durch einen starkem, räumlichem, präzisen und druckvollen Klang. Actionkracher kommen noch besser zur Geltung und die Heimkino-Atmosphäre wird schlichtweg realistischer. Trotz seines sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses kostet das natürlich ein paar Euro und benötigt sowohl Platz als auch Sorgfalt beim Aufbau – das zahlt sich allerdings alles sehr, sehr schnell aus!

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

97 %

92 %

96 %

160904.SVSound-Testsiegel

Technische Daten

Modell:SVSound Prime 7.1-Set
Produktkategorie:7.1-Surround-Set
Preis:Tower: 649 Euro/St.
Center: 549 Euro/St.
Bookshelf: 649 Euro/Paar
Satelliten: 399 Euro/Paar
Subwoofer: 499 Euro/St.
Gesamtpreis: 3.943 Euro
Garantie:- 5 Jahre auf Lautsprecher
- 2 Jahre auf Elektronik
Ausführungen:- Hochglanz-schwarz
- Esche schwarz
Vertrieb:SVSound, Wiesbaden
06122 / 7 27 60 20
www.sv-sound.de
Abmessungen (HBT):Tower: 91,44 x 20,32 x 27,43 cm
Center: 19,56 x 47,24 x 23,37 cm
Bookshelf: 33,78 x 20,32 x 26,16 cm
Satelliten: 22,23 x 12,45 x 14,5 cm
Subwoofer: 37 x 36 x 36 cm
Gewicht:Tower: 18 kg/St.
Center: 9 kg/St.
Bookshelf: 7 kg/St.
Satelliten: 3 kg/St.
Subwoofer: 23 kg/St.
Hochtöner:Tower: 1x 1-Zoll-Aluminium-Hochtöner
Center: 1x 1-Zoll-Aluminium-Hochtöner
Bookshelf: 1x 1-Zoll-Aluminium-Hochtöner
Satelliten: 1x 1-Zoll-Aluminium-Hochtöner
Mitteltöner: Tower: 1x 4,5-Zoll-Polyprophlen-Mitteltöner
Center: 1x 4,5-Zoll-Polyprophlen-Mitteltöner
Tieftöner:Tower: 2x 6,5-Zoll-Langhubtieftöner
Center: 2x 5,25-Zoll-Langhubtieftöner
Bookshelf: 1x 6,5-Zoll-Langhubtieftöner
Satelliten: 1x 4,5-Zoll-Polyprophlentieftöner
Subwoofer: 1x 12-Zoll-NSD-Treiber
Verstärkerleistung (Subwoofer):400 Watt RMS Dauerleistung (800 Watt Peak)
Frequenzgang:Tower: 30 Hz-25 kHz (+/-3 dB)
Center: 48 Hz-25 kHz (+/-3 dB)
Bookshelf: 48 Hz-25 kHz (+/-3 dB)
Satelliten: 69 Hz-25 kHz (+/-3 dB)
Subwoofer: 23-270 Hz (± 3 dB)
Prinzip:Tower: 3-Wege Bassreflex
Center: 3-Wege Bassreflex
Bookshelf: 2-Wege Bassreflex
Satelliten: 2-Wege Bassreflex
Subwoofer: Geschlossen
Besonderes:- satter Grundton
- extrem räumlicher Klang
- sehr hohe Präzision
- sehr saubere Verarbeitung
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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