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Chefredakteur

Der audiolab M-DAC mini ist Kopfhörerverstärker und DAC in Personalunion. Er wertet eingehende Signale von Computer, CD und anderen digitalen Quellen klanglich auf, verarbeitet aber auch sogenannte HiRes-Daten, wobei das Erreichen der bestmöglichen Soundqualität über allem steht. Letztere verspricht er durch einen einfachen wie effektiven Trick, der den M-DAC mini auch gleich noch mobil Einsatzfähig macht. Neugierig? Das war ich auch!

Klein, praktisch, vielseitig: der M-DAC mini zeigt sich im Test als kompakter Tausendsassa mit High-End-Ambition.

Die Marke TAG McLaren kennt man – auch dann, wenn man sich nicht so viel mit Rennsport zu tun hat. Eingefleischten HiFi-Fans ist der Name audiolab dagegen ebenfalls ein Begriff. Aber was haben die beiden Marken und die augenscheinlich stark unterschiedlichsten Geschäftsfelder gemein? Jede Menge! Aber beginnen wir von vorn:
Es begab sich Anfang der 80er Jahre, als die audiolab im englischen Cambridge, dem Mekka der europäischen Audioentwicklung, gegründet wurde. Ein Unternehmen mit viel Potenzial, das sich in der Welt der Unterhaltungselektronik auch weit über die Grenzen Großbritanniens schnell einen Namen machte. Auf diesen wurde die Marke TAG MacLaren, u.a. als Formel-1-Rennstall tätig, im Jahre 1997 aufmerksam, der audiolab übernahm und nach dem Einstieg des Konzerns in die Unterhaltungselektronikbranche unter eigenem Namen weiterführtet. Nur sieben Jahre später trennte sich der McLaren-Mutterkonzern in Folge einer Neustrukturierung dann von der Tochter, die seinerzeit wiederum von der IAG übernommen wurde. Dort wiederum entledigte man sich dann schnell des neuen Markennamens und kehrte zur Brand audiolab zurück. Nicht ohne Grund, schließlich galten TAG McLaren-Produkte zwar als hochwertig, zugleich aber auch als völlig überteuert. Ein krasser Gegensatz zur „alten Philosophie“ der Marke audiolab, die für klanglich anspruchsvolle, zugleich aber auch erschwingliche HiFi-Produkte Bekanntheit erlangte.

Der Audiolab M-DAC Mini verarbeitet Signale bis zu 32bit/384 kHz und DSD256 kompatibel. Das Gehäuse besteht aus robustem Polypropylen, die Frontplatte aus Aluminium.

M-DAC mini – High-End miniaturisiert

Es ist gar nicht so lange her, dass wir den M-ONE von audiolab im Test hatten. Einen hochwertigen HiFi-Verstärker im Halbformat, dessen Ausstattung und Klanggüte den Redaktionskollegen Jonas Bednarz dazu bewegte dem audiolab einen „hervorragenden DAC“ zu bescheinigen, mit dem er „jede denkbare Auflösung auf höchstes Analogniveau“ wandelt. Wie die Betitelung meines heutigen Testprobanden vermuten lässt, handelt es sich beim M-DAC mini sozusagen um einen kleinen Bruder des bereits erwähnten M-ONE. Mit einer Bauhöhe von 3,4 Zentimetern bei einer Grundfläche von 136 x 178 Millimetern nimmt der mini dabei kaum mehr Platz in Anspruch als zwei aufeinandergestapelte CD-Hüllen. Obwohl er damit im Vergleich zu seinem großen Bruder nur einem Bruchteil an Platz benötigt, steht er diesem in Sachen Ausstattung kaum etwas nach. Wie der M-ONE ist auch der M-DAC mini mit einem Digital-zu-Analog-Wandler neuester Generation ausgestattet, der digitale Audiodateien bis zu einer Abtastrate von 384 Kinohertz (via USB) bzw. DSD256 auf analoge Ebene wandelt und entsprechend ausgibt – das alles in einer Auflösung von bis zu 32 Bit. Eingangsseitig stehen ihm dafür ein USB- und ein mini-USB-Port (hier bezeichnet als „PC“), sowie ein optischer und ein elektrischer Digitaleingang zu Verfügung.
Bedeutet: der M-DAC mini versteht es selbst die speziellsten Musikfiles so zu verarbeiten, dass sie über jede klassische HiFi-Anlage mit einem freien Analogeingang bzw. via Kopfhörer wiedergegeben werden können. Damit wären wir dann auch schon beim wichtigsten Unterschied zum Big Brother: mein Testgast ist in erster Linie als Kopfhörer-Verstärker konzipiert. Im Gegensatz zum großen Bruder verzichtet audiolab hier nämlich auf eine klassische HiFi-Verstärkersektion nebst klassischer Ausgangsbuchsen im Schraubklemmen-Design und setzt stattdessen auf einen integrierten Headphone-Amp und einen entsprechenden 6,5-Millimeter-Ausgang auf der Gerätefront.

Obwohl ultrakompakt designet, wartet der audiolab durch eine regelrechte Armada an Ein- und Ausgängen auf.

Batteriepower – nicht nur für unterwegs

In diesem Zusammenhang ist dann gleich die größte Besonderheit des M-DAC mini zu nennen, die integrierte Akku-Einheit. Wer nun denkt, dass der audiolab somit für den mobilen Betrieb kreiert wurde, der liegt allerdings falsch. Der in mattschwarzer Ausführung verfügbare Kopfhörerverstärker/DAC verspricht dank seines integrierten 5000mAh-Akkus (damit könnte man ein iPhone 6 fast dreimal komplett laden) zwar auch unterwegs jede Menge Leistung, für die mobile Nutzung wäre er dann aber doch vielleicht eine Nummer zu groß. „Aber wofür dann ein Akku?“ werden Sie sich jetzt fragen. Ganz einfach: Der im M-DAC mini verbaute Verstärker wird ausschließlich mit einer jederzeit konstanten Stromzufuhr aus der Batterie versorgt. Der Akku dient in diesem Fall als Puffer, Gleichrichter und Netzfilter, der im Netz auftretende Spannungsspitzen und -abfälle ausgleicht und der Verstärkereinheit eine jederzeit stabile Stromversorgung bietet! Die Batterieeinheit übernimmt also ähnliche Aufgaben, wenn auch hier auf das Wesentliche reduziert, wie ein sogenannter Power Conditioner. Das wiederum soll sich positiv auf den Klang auswirken. Netter Nebeneffekt: der audiolab ist somit unabhängig von einer permanenten Stromversorgung. Um es vorweg zu nehmen: in meinem test hielt der Akku satte acht Stunden lang durch. Durch die unerwartete Freiheit kann der M-DAC mini im Garten oder auf der Terrasse genutzt werden. Achja, hängt der audiolab während des Betriebes am Netzstrom, lädt sich die Batterie selbstständig nach.

Im M-DAC mini steckt ein 5000mAh-Akku. Das entspricht in etwa der der zweieinhalbfachen Kapazität eines iPhone 6.

Wofür einen Kopfhörerverstärker?

Die eine Frage ist beantwortet, folgt auch schon die nächste (berechtigte) Frage, denn die Grundfunktionalität eines Kopfhörers ist ja auch ohne entsprechenden Verstärker gegeben. Legt man allerdings gesteigerten Wert auf guten Klang, stellt man schnell fest, dass die Reproduktion der eigenen Playlists über den Computer, das Tablet oder das Smartphone qualitativ weit von dem entfernt ist, was man von der eigenen HiFi-Anlage gewohnt ist. Der Kauf eines besseren und zumeist teuren Kopfhörers soll dann in den meisten Fällen Hilfe bringen. Der gewünschte Zugewinn erfolgt nun jedoch nur selten, der Schwachpunkt liegt nämlich in der Regel nicht am Kopfhörer. Nein, sie liegt in der Tatsache begründet, dass die in modernen Multimedia-Produkten eingesetzte Audiosektion von zumeist unterdurchschnittlicher Qualität ist und die vorliegenden Audiosignale obendrein auch noch unterverstärkt ausgegeben werden. Dieses Problem gilt es durch den Einsatz eines Kopfhörerverstärkers zu beheben, genau wie bei jedem stationären HiFi-System bedarf guter Sound nämlich zwingend einer adäquaten Verstärkereinheit.

Eins, zwei, drei und los

Der M-DAC mini hält viele Facetten bereit und ist vielseitig einsetzbar. Als stationärer Kopfhörerverstärker, als Digital-zu-Analog-Wandler an der heimischen HiFi-Kette oder alternativ auch auch als mobiler Headphone-Amp. Die Integration des M-DAC mini ist in allen Fällen verblüffend simpel und obendrein schnell erledigt. Hier ein paar Beispiele:

1. Als stationärer Kopfhörerverstärker
Hat der audiolab seinen finalen Einsatzort gefunden und ist mit Netzstrom versorgt, gilt es die gewünschte Quellen (z.B. CD-Player, Streamer, Laptop) über einen der bereits erwähnten Eingänge auf der Gehäuserückseite anzuschließen. Nun wird nur noch der eigene Kopfhörer mit dem M-DAC mini verbunden und die Musiksession kann beginnen.

2. Als Vorverstärker/DAC am HiFi-System
Eine clevere Lösung, denn so wird die heimische Audio-Anlage modern und auch digitalen Zuspielgeräten zugänglich. Nachdem der audiolab nahe der HiFi-Anlage platziert und mit Netzstrom versorgt ist, gilt es die entsprechenden Quellen (CD-Player, Mediaplayer, Smartphone, Streamer etc.) direkt mit dem M-DAC mini zu verbinden. Anschließend wird Letzterer noch über seine analogen Audio-Ausgänge (Output) via Cinch-Kabel mit dem vorhandenen Audio-Verstärker verbunden.

3. Unterwegs
Auch wenn nicht explizit dafür ausgelegt, eignet sich unser Testgast auch für den mobilen Einsatz. Auch in diesem Fall ist die Einbindung mit wenigen Handgriffen erledigt. Wird ein Smartphone als Quelle genutzt, wird der M-DAC mini lediglich via Kabel oder Bluetooth zwischen Zuspieler und Kopfhörer gesteckt und schon kann`s losgehen.

Wichtiges Feature für die Generation Smartphone: die eigenen Lieblingssongs lassen sich selbsrverständlich auch via Bluetooth an den M-DAC mini übertragen. Mit seiner Unterstützung wird dann auch die “alte” HiFi-Anlage modern.

Kabelloser Musikspaß

Wer seine Lieblingssongs bevorzugt kabellos vom Tablet, Handy oder Computer übertragen möchte, findet im M-DAC mini ebenfalls den passenden Spielpartner. In diesem Fall wählen Sie einfach die Quelle „Bluetooth“ am audiolab. Wenige Sekunden später gibt sich dieser dann auch schon automatisch als „M-DAC mini“ in der Liste der verfügbaren Bluetooth-Spielpartner zu erkennen. Einmal ausgewählt, koppeln sich Zuspieler und audiolab automatisch.

Die Bluetooth-Einbindung ist schnell erledigt. Einfach Quelle “Bluetooth” wählen und schon gibt sich der M-DAC mini in der Liste verfügbarer BT-Spielpartner zu erkennen.

LowRes-Upgrade

Für den ersten Praxistest nutze ich meinen Testprobanden zunächst als reinen Digital-zu-Analog-Wandler zwischen Laptop und Vollverstärker – ähnlich wie in Szenario 2 beschrieben. Kaum angeschlossen strömen auch schon die ersten Töne des Cream-Klassikers „Strange Brew“ aus den Lautsprechern – wohlgemerkt in MP3-Version. „MP3?“ Ich kann die Empörung förmlich spüren. Die Frage, warum ich einem DAC komprimierte Files vorsetze, der es selbst mit HiRes-Songs in einer Abtastrate von 384 Kilohertz aufnimmt, muss ich mir wohl ebenfalls gefallen lassen. Die Antwort darauf ist schnell gegeben, schließlich liegen die allermeisten digital abgelegten Musikfiles in genau diesem Format auf unseren Smartphones und Rechnern. Ausserdem kann ich Sie beruhigen, später werde ich dem audiolab selbstverständlich auch hochauflösende Tonformate zukommen lassen. Nun aber zurück zu meinem ersten Testtrack, ich möchte nämlich wissen, was der M-DAC mini aus einem komprimierten File herausholt und bin schnell positiv überrascht. Alles klingt eine Spur lebendiger und agiler als wenige Minuten zuvor, ohne eingebundenen M-DAC mini. Von der erwarteten Grenze in Sachen Auflösung oder von jeglicher anderer Art der Limitierung fehlt jede Spur. Ganz das Gegenteil ist der Fall, nach Wandlung über den audiolab wird die legendäre Hymne der 70er von der höchsten Hochtonsektion bis in tiefste Bassgefilde intensiv und mit perfekt dosiertem Drive über unsere Referenzlautsprecher ausgegeben. Alles, ohne das Stück auch nur im Ansatz seinem Gefühl und seiner Ausdruckskraft zu berauben. Was ich hier an Betriebsamkeit, Feindynamik und Offenheit erlebe, ist einfach verblüffend und schon allein eine Empfehlung wert. Unter anderem ist dies der exzellenten Stimmreproduktion des 2014 verstorbenen Jack Bruce zu verdanken, die direkt an mich gerichtet scheint, während stilistisch verzerrte Gitarren, Schlagzeug und der erzeugte Hall für eine Raumdarstellung sorgen, die sogar ein Stückchen über die physikalischen Grenzen unserer Standboxen hinausgeht. Genial. Nach der ersten Testsession spiele ich besagtes Stück erneut an – diesmal aber mit verbundenem Kopfhörer, dem Audeze iSine 10. Ein Kopfhörer, den ich inzwischen in- und auswendig kenne, doch in dieser Kombination wirkt alles eine Spur entspannter, homogener, irgendwie richtiger! Ein Sound, der mir aufgrund seiner ruhigen, souveränen und zugleich leichtfüßigen Art gleich noch weitere Argumente für ein paar Extrapunkte liefert.

Im Test zeigt sich der audiolab als idealer Spielpartner für Laptop und Festrechner.

MidRes-Aufpolierer

Mit den Foo Fighters und „My Hero“ geht es dann in die zweite Testsession, diesmal von CD in entsprechender Qualität. Auch diesmal zunächst ohne und kurz darauf inklusive eingebundenem M-DAC mini. Treibende Beats und fordernde Gitarren zeichnen diesen Song aus. Das kommt schon in der Direktverbindung vom CD-Player zum Verstärker sehr gut rüber. Meine Kombi spielt aus einem Guss, auf den Punkt, sauber und mit Elan. Genial. Wieviel besser diese Aufnahme aber nochmal klingen kann, wird umgehend deutlich, als ich den audiolab in die Kette einbinde. Die perkussiven Einlagen erscheinen noch strahlender, Gitarren reissen intensiver und der Bass ist schwärzer, während Dave Grohls Stimme über seine räumlich perfekt gestaffelten Mitspieler zu schweben scheint. Ich hingegen schwimme im Sound und bin voll im Geschehen. Das hat gesessen. Wow! Im nächsten Stück wird es dann wieder etwas ruhiger. „Signs“ von Drake rotiert im Player, die Ausgabe erfolgt nun wieder über Kopfhörer. Für meinen Testgast eine erneute Gelegenheit sich zu beweisen, was er auch sofort tut. Innerhalb weniger Augenblicke baut ein fein verästeltes Klangbild auf, dem es nichtmal im Ansatz an Struktur und Dynamik zu fehlen scheint. Während der Sound auf einem soliden soliden Grundtonfundament ruht, geht es in Sachen Bass dann gleich noch zwei Etagen tiefer in den Frequenzkeller. Alles völlig unaufgeregt und mit unerschütterlicher Ruhe. Langeweile ist dem M-DAC mini dabei aber ebenso fremd wie übertriebene Betriebsamkeit. Nein, ein Effekthascher ist der audiolab ebenfalls nicht. Statt billiger Anbiederung erlebe ich hier eine in jedem Detail fokussierte Wiedergabe, gepaart mit einem beeindruckenden Impulsverhalten. Eines, das mich dann gleich zu einem beherzten Dreh am Lautstärkesteller veranlasst. By the way: der kleine, mittig platzierte Knopf läuft geschmeidig, der Pegelanstieg ist linear. Sehr gut, so bleiben einem böse Überraschungen im Ohr erspart. Die Folge meiner Lautstärkeerhöhung: es wird lauter, sonst nichts! Das ist das eigentlich Beeindruckende, denn während viele Mitbewerbsprodukte auf eine solche Pegelerhöhung nerviges Rauschen oder Verzerrungen in ihr Klangbild einfließen lassen, setzt der M-DAC mini seine Wiedergabe mit höchster Energie, satt und voller Dynamik fort.

Am CD-Spieler betrieben, wird dem M-DAC mini die Wandlung der ausgelesenen Daten überlassen.

HiRes-Spezialist

Im letzten Testabschnitt wollen wir uns dann sogenannten HiRes-Files widmen. Mit „Use Me“ in einer Auflösung von 96 Kilohertz macht Grace Jones diesbezüglich den Anfang. Eine exquisite Aufnahme, die durch Dynamik, räumliche Abbildung und ein volles, sehr gut austariertes Klangbild glänzt. Das durfte ich schon in Verbindung mit anderen HiRes-Wiedergabegeräten erfahren. Bei solchem Futter hält sich der audiolab dann auch nicht lange zurück und kredenzt mir eine überaus lebendige und atmosphärische Performance, in der Drum-Rhythmen schnell Fahrt aufnehmen und direkt ins Blut überzugehen scheinen. Keyboard, Drums, Synthesizer, alles perfekt und harmonisch vereint. Das Besondere dabei: über den M-DAC mini wiedergegeben, wirkt alles weit, räumlich und zugleich aufgeräumt. Kein Instrument stellt sich in den Vordergrund oder übertönt das andere. Eines der Highlights ist dabei der niemals überproportioniert wirkende und von einem leichtem Swing getragene und weiträumig von der Instrumentierung eingefasste Gesang Grace Jones`. Die Stimme der 80er-Ikone, deren Intensität hier so richtig zu Geltung kommt, thront über allem, hat die Kontrolle, lässt ihren Mitspielern aber jederzeit genug Platz zur Entfaltung. So erlebe ich einen Sound, der vom ersten Moment an Spaß und so richtig Lust auf mehr macht – vorausgesetzt er wird über ein hochwertiges HiFi-Setup abgespielt. Das wird er in diesem Fall ohne Frage, denn auch im folgenden Stück – einmal mehr wähle ich diesbezüglich den Eagles-Klassiker „Hotel California“ – zeigt sich der M-DAC mini auch im Umgang mit HighRes-Files in Studioqualität als Meister seines Fachs. Das erste, was auffällt ist jetzt aber nicht die Musik, sondern sind die Ruhe und ihre große Räumlichkeit, die diese Aufnahme ausstrahlt und die der audiolab sehr schön zu reproduzieren weiß! Die bekannte Besetzung, vorn Don Henley, dahinter Gitarren, Bass, Schlagzeug und Banjo, wird akustisch korrekt aufgestellt. Henleys Stimme besitzt eine phänomenale Präsenz, es ist fast als stünde der Frontmann der legendären Band direkt vor mir. Zugleich wird die ganze Leidenschaft förmlich fühlbar, mit der das Quartett diesen Song förmlich zelebriert. Keine Spur davon, dass die Kalifornier im echten Leben angeblich tief zerstritten sind. Im Gegenteil, sämtliche akustischen Puzzleteile werden hier offenbar einzeln in die Obhut des M-DAC mini genommen, bevor dieser sie zu einem harmonischen und lückenlosem Ganzen zusammenlegt und ausgibt. Wer den Unterschied zwischen einer „normalen“ Aufnahme und einer HiRes-Produktion noch nicht erlebt hat, sollte sich diesen Song unbedingt einmal über diese Kombi anhören.

Via USB empfängt der M-DAC mini digitale Daten bis zu einer Abtastfrequenz von bis zu 384 Kilohertz bzw. DSD256.

Fazit

Mit seinem M-DAC mini treibt audiolab die Erweiterung seiner jetzt schon legendären DAC-Historie erfolgreich voran. Der mini ist in der Lage nahezu jedes hochauflösende Format zu verarbeiten und auf analoge Ebene zu wandeln. Das ist (gerade in dieser Preisklasse) grandios. Das absolute Highlight dieses kompakten Audio-Spezialisten ist meiner Meinung nach aber die klanglich Aufwertung klassischer Quellen. Egal was man ihm zuspielt, CD oder MP3-Files von der Festplatte, alles klingt signifikant besser. Kurz gesagt: der M-DAC mini ist das perfekte Soundupgrade für alle, die ihre Musiksammlung auf dem Rechner oder auf NAS-Platten lagern. Wer mit dem Gedanken spielt, sich demnächst eine entsprechende HiRes-Sammlung zuzulegen, wird in diesem Gerät ebenfalls einen exzellenten Spielpartner finden.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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170629.audiolab-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Audiolab
M-DAC mini
Produktkategorie:Kopfhörerverstärker/DAC
Preis:399,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- schwarz
Vertrieb:IAD, Korschenbroich
Tel.: 02161 / 617830
www.iad-audio.de
Abmessungen (HBT):34x136x178 mm
Gewicht:ca. 0,3 Kg
AnschlüsseEingänge:
1 x USB (asynchron)
1 x optisch
1 x koaxial
Bluetooth

Ausgänge:
1 x Cinch
1 x optisch
1 x koaxial
- Kopfhörer
Abtastraten (Q-DAC):USB: bis 384kHz/32Bit, DSD64/128/256
Koax: bis 192kHz/32Bit
Opt.: bis 192kHz/32Bit
Akkuleistung:5000mAh
Besonderes:- integrierter Akku (5000mAh)
- erstklassiger DAC
- DSD-Wandlung
- Bluetooth-Empfang
- vielseitige Anschlussmöglichkeiten
- sehr gute Verarbeitung
- kinderleichte Einrichtung
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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