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Soundbars bringen den zumeist flachen Ton moderner Flat-TVs auf ein neues Niveau. Eines der preisgünstigsten Modelle in diesem Bereich ist die auvisio ZX-1604. Für knapp 100 Euro verspricht sie deutlich besseren Fernsehton und einen knackigen HiFi-Sound – sogar via Bluetooth-Zuspielung. Wir haben den Preisbrecher aus dem Pearl-Shop bestellt und genau unter die Lupe genommen.

Die auvisio ZX-1604 zeigt sich als ideale Ergänzung zu Flachfernsehern mit einer Bildschirmdiagonalen von 40 bis 65 Zoll.

Soundbars, Sounddecks, Soundplates oder salopp als „Klangriegel“ bezeichnete Frontsurround-Systeme gibt es inzwischen jede Menge. Trotz unterschiedlichster Optik haben viele von ihnen eines gemeinsam: Sie nehmen wenig Raum in Anspruch und liefern einen beeindruckenden Surroundsound. Sie kommen zwar nicht ganz an die akustische Wirkung eines großen Mehrkanalsets heran, erweisen sich allerdings als ideale Lösung für all diejenigen, die keine Möglichkeit haben fünf oder gar sieben Lautsprecher plus Subwoofer in ihrem Wohnzimmer unterzubringen. Das Beste aber kommt noch, denn eine Soundbar lässt sich kinderleicht und blitzschnell aufbauen, so dass die erste Filmsession bereits nach wenigen Minuten beginnen kann.

In Sachen Display zeigt sich die Soundbar zurückhaltend. Die gerade gewählte Quelle wird via farblicher LED-Indikatoren angezeigt.

Mehr als erwartet

Worum handelt es sich einer Soundbar eigentlich genau? Primär dient ein solcher Klangbalken als Upgrade für den TV-Klang flacher Fernseher. Da die auvisio ZX-1604 aber auch als HiFi-System dient, erhöht sich ihr Nutzfaktor, eine separate Stereo-Anlage wird also auch nicht mehr benötigt. Mit einem analogen und zwei digitalen Eingängen bietet unser Testgast externen Quellen wie beispielsweise einem Blu-ray-, DVD, oder CD-Spieler entsprechende Zugangsmöglichkeiten. Wer die kabellose Zuspielung bevorzugt, wird ebenfalls nicht enttäuscht, der Preiskracher aus dem Pearl-Shop lässt sich nämlich auch mit per Bluetooth übermittelten Signalen füttern. Den gewünschten Eingang erwählt man einfach via Fernbedienung. Diese gehört selbstverständlich zum Lieferumfang.
Seinen Platz findet die Soundbar dann idealerweise direkt vor bzw. unter dem Fernsehgerät. Da satte 98 Zentimeter breit, eignet sich der ZX-1604 in Kombination mit Flat-TVs von 40 bis 65 Zoll. Optisch zeigt sich der auvisio eher zurückhaltend, bis auf die kleine Plexiglas-Applikation links oben zeigt sich die gesamte Front von einer mattschwarzen Stoffbespannung überzogen. Wenn auch nicht sichtbar, geht es hinter besagter Bespannung aber deutlich aufregender zu, schließlich sitzen hier gleich sechs Lautsprecher-Chassis, die satten Stereo-Sound versprechen.

Eingangsseitig zeigt sich die auvisio Soundbar sehr gut bestückt. Neben je einem optischen und koaxialen Digitaleingang bietret sie auch einen klassischen Analogeingang.

Installation der ZX-1604

Eben war von kinderleichter und blitzschneller Installation die Rede. Das ist keineswegs übertrieben, es benötigt tatsächlich nur wenige Handgriffe, um die ZX-1604 in Betrieb zu nehmen. Hat die Soundbar ihren finalen Platz einmal gefunden, muss sie nur noch mit Strom und via optischem Digitalkabel mit dem vorhandenen Fernseher bzw. Blu-ray- oder DVD-Player verbunden werden. Das war es schon, eine aufwändige Einmessung ist hier nicht nötig. Ein entsprechendes Digitalkabel legt auvisio übrigens nicht bei. Dafür aber kleine Metallhalter nebst Schrauben und Dübel, mit Hilfe derer sich die Soundbar auch bequem an die Wand montieren lässt. Vorbildlich!

Bluetooth

Wie es sich für ein modernes Audiosystem gehört, verfügt die auvisio ZX-1604 selbstverständlich auch über ein Bluetooth-Modul der Version 4.0. Der Hersteller setzt mit dem nach aptX-Codec arbeitenden Standard auf die Blauzahn-Generation, die die beliebte Kabellos-Verbindung auch in Kreisen anspruchsvollerer Musikfreunde salonfähig gemacht hat. Im Vergleich zu anderen verlustbehafteten Übertragungsvarianten transportiert aptX Musik mit geringeren Qualitätseinbußen vom Sender zum Empfänger – natürlich immer vorausgesetzt auch der Sender ist mit aptX ausgestattet. Das iPhone 6s, mit dem ich den auvisio nun verbinde, verfügt glücklicherweise ebenfalls über diesen Standard. Erwartungsgemäß zeigt sich der Verbindungsaufbau dann auch schnell erledigt.

1. „Bluetooth“ am Smartphone/Tablet aktivieren.
2. Quelle „Bluetooth“ am auvisio aktivieren.
3. ZX-1604 aus Liste verfügbarer Bluetooth-Geräte auswählen.
4. Musikwiedergabe starten

Einfacher geht es kaum: Kaum ist die Quelle Bluetooth am auvisio gewählt, gibt sich das Gerät auch schon als “ZX-1604” in der Liste verfügbarer Bluetooth-Spielpartner zu erkennen.

Musikwiedergabe

Aufgestellt und installiert ist die Soundbar, nun heißt es: Platz nehmen und loslegen. Diesbezüglich nehme ich zunächst die griffige Infrarot-Fernbedienung zur Hand. Übersichtlich und mit nur acht Tastern bestückt, stellt diese selbst unbedarfte Technikeinsteiger vor keinerlei Probleme in der Steuerung. Mit dieser Fernbedienung setzt auvisio auf jeden Fall aufs richtige Pferd, die wenigen Knöpfchen reichen tatsächlich für die vollständige Befehligung des ZX-1604 aus. Der Clou dabei: der griffige Handsender bietet mir im unteren Bereich drei Tasten für die Direktwahl der drei ab Werk eingestellten Soundpresets an. Eine für die Musikwiedergabe, eine für eine bessere Sprachverständlichkeit (z.B. für die Wiedergabe der Nachrichtensendung) und eine für Filmton. Nachdem das System nun aktiviert ist, signalisiert die Soundbar durch einen akustischen Hinweis den derzeit gewählten Eingang. Die Soundbar ist nun betriebsbereit, nun gilt es den benötigten Eingang (in diesem Fall Bluetooth) zu finden, und es kann endlich losgehen. Mit Rihannas „Needed Me“ – zugespielt via Tidal – geht es dann endlich in den Hörtest, ein zunächst eher sphärischer Song mit vielen Details und jeder Menge Emotion. Neben der überraschend klaren Stimmwiedergabe der Amerikanerin fallen schnell die Unaufgeregtheit und die saubere Detaildarstellung auf, mit der die ZX-1604 wiedergibt. Die sphärischen Synthie-Sounds werden dabei ebenso sauber reproduziert, wie die Drums und die Stimmen der stilistisch verzerrten Backgroundsängerinnen. Dass die mattschwarze Soundbar dabei auch noch eine schöne Klangbühne aufzieht, versteht sich fast von selbst. Im Bassbereich hält sich mein Testgast dagegen vornehm zurück. Als Kritik ist das aber keineswegs zu verstehen. Statt nämlich nervös drauflos zu wummern, wie es andere All-In-One-Systeme dieser Größe und Preisklasse gerne tun, bleibt die ZX-1604 auch hier weitestgehend entspannt und verspricht so echte Langzeithörtauglichkeit.
Letztere beweist die Soundbar dann mit Donald Fagens „Morph The Cat“. Einerseits von seinem Volumen, andererseits von seinem Gefühl und seiner intimen Atmosphäre lebend, eignet sich dieser Song optimal, um gleich noch etwas über Dynamikeigenschaften und Auflösungsvermögen eines Wiedergabegerätes zu erfahren. Auffällig ist, dass der auvisio von der ersten Sekunde reichlich Druck im Grundtonbereich erzeugt und den Titeltrack des gleichnamigen Albums so auf ein solides Fundament stellt. Trotz besagter Dynamik fehlt aber auch hier jede Spur von überzogenem Basspumpen oder nerviger Wummerei. Was ebenso auffällt: der ZX-1604 liefert keine aufgesetzten Beats und sucht auch keine gesonderte Aufmerksamkeit durch billige Basshascherei. Stattdessen erlebe ich eine im Grund- und Mitteltonbereich überraschend ausgeglichene Audioperformance mit ansteigender Betonung in höhere Frequenzlagen. Leichte Schwächen in Sachen Akkuratesse und Ausgewogenheit liefert der auvisio erst dann, als es in Pegellagen oberhalb der Zimmerlautstärke geht. Aufgrund des limitierten Volumens der Soundbar ist aber auch das kein wirklicher Grund zur Kritik, da geht es anderen (teilweise deutlich teureren) Mitbewerbern ähnlich.

Die zum Lieferumfang gehörige Infrarot-Fernbedienung ist handlich und übersichtlich gestaltet.

Filmtonwiedergabe

In der Musikwiedergabe schlägt sich mein Testgast also schonmal mehr als gut. Zeit also, ihm auch in anderen Disziplinen auf den Zahn zu fühlen. Im zweiten Testabschnitt komme ich diesbezüglich dann zum klassischen und vielleicht häufigsten Einsatzzweck einer Soundbar, als Klangupgrade am TV. Entsprechend dessen, schaue ich – beginnend mit den Tagesnachrichten – zunächst ein wenig fern. Kaum aktiviert, fällt die verblüffend ausgeglichene Tonalität der Soundbar sogleich erneut auf. Der TV-Sound hat Raum, ist griffig und von einem soliden Grundtonfundament unterlegt. Welchen Unterschied die ZX-1604 tatsächlich liefert, wird aber erst dann so richtig deutlich, als ich sie wieder ausschalte. Jetzt nämlich fällt das Klangbild regelrecht in sich zusammen. Während der Nachrichtensprecher plötzlich näselt, hallt auch die Umgebung nach. Noch anschaulicher wird es, als im Einspieler eine Reporterin zugeschaltet wird. Nun gilt es ganz genau hinzuhören, damit einem keine Information entgeht. Ganz anders mit erneut zugeschalteter Soundbar. Jetzt klingen Reporterin und Sprecher völlig authentisch und sind gegenüber der Wiedergabe über die integrierten TV-Böxchen auch ohne besondere Aufmerksamkeit sehr gut zu verstehen. Was ebenfalls auffällt: selbst in der Wiedergabe der Nachrichtensendung stellt die auvisio die akustische Bühne auf ein solides und niemals übertriebenes Grundtonfundament.
Das möchte ich in der anschließenden Filmtonwiedergabe dann genauer wissen. Mit „Oblivion“ erwähle ich diesbezüglich einen Blockbuster, der eine beeindruckende akustische Vielfalt anbietet. In Sachen Räumlichkeit bestätigt sich der zuvor gewonnene Eindruck dann schnell. Erneut gelingt es der ZX-1604 auch hier eine virtuelle Bühne aufzuspannen, die sich deutlich über ihre physikalischen Grenzen hinweg zieht. Selbstverständlich ist die nun aufgezogene Kulisse in puncto Räumlichkeit nicht mit der eines stattlichen 5.1-Systems vergleichbar, der Effekt ist dennoch nicht von der Hand zu weisen. Gerade in kleineren Räumen kommt so schnell ansprechendes Heimkinofeeling auf, das so rein gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was zuvor aus den TV-Böxchen plätscherte. Statt mit blecherner Anstrengung zieht sich der Soundtrack nun mit unerwarteter Oberbassintensivität zielgerichtet und punchig durch unseren Hörraum. Das alles, ohne dass die auvisio dabei die klangliche Hoheit verliert, übermäßig verzerrt oder gar unkontrolliert rumwummert. Im Gegenteil, selbst in turbulenten Szenen, davon hat der Cruise-Streifen jede Menge zu bieten, gelingt es der Soundbar jedes Detail in den akustischen Fokus zu rücken.

Die ZX-1604 ist nicht nur vielseitig einsetzbar und klangstark, sie passt optisch auch noch hervorragend in moderne Wohnumgebungen.

Fazit

Die ZX-1604 ist für Filmfreunde hochinteressant, die keinen Platz für die Installation eines raumgreifenden 5.1-Lautsprechersets haben, zugleich aber Wert auf druckvollen Sound und einfachste Bedienung legen. Die mattschwarze Soundbar liefert zudem erstaunliche Fähigkeiten in der TV- und Filmtonwiedergabe und eignet sich ganz nebenbei auch noch als modernes Audiosystem inklusive Bluetooth-Empfang. Zu guter Letzt sei der fast schon unschlagbare Preis zu nennen, im Pearl-Shop ist diese vielseitige Soundbar für gerade einmal rund 99,90 Euro zu haben!

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

90 %

87 %

96 %

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Technische Daten

Modell:auvisio
ZX-1604
Produktkategorie:Soundbar
Preis:99,90 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Pearl, Buggingen
0180/55582
www.pearl.de
Gewicht:- 4,3 kg (Soundbar)
Abmessungen (LBT):980 x 120 x 80 mm
Anschlüsse:Eingänge:
- Aux-In
- optischer Digitaleingang
- koaxialer Digitaleingang
- Bluetooth

Ausgänge:
- 1 HDMI (ARC)
Prinzip:Bassreflex
Verstärkerleistung:- 120 Watt (Soundbar)
Bluetooth-Reichweite:10 Meter
Lieferumfang:- Soundbar
- Fernbedienung
- Batterien
- Analogkabel
- Netzkabel
- Schrauben
- Dübel
- Anleitung
Besonderes:- Bluetooth-Modul
- einfache Installation
- viel Zubehör
- günstiger Preis
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,2
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,1
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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