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Redakteur
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Drauflegen, ganz entspannt Musikhören und -fühlen – ultrabequem und ganz ohne Kopfhörer: Das Humu von Flexound verspricht genau das und offeriert sich obendrein als idealer Begleiter auf Reisen oder als Relax-Gelegenheit auf der Couch, der Terrasse oder im Garten. Der Preis: etwa 299 Euro. Dafür darf man dann aber auch schon was erwarten …

Das Flexound Humu ist in diversen Farbvarianten verfügbar.

Eine Weltneuheit zu testen ist immer wieder spannend und kann, wenn sie gut gemacht ist, ein ganz besonderes Erlebnis sein. Solch eine Innovation erwartet mich in meinem heutigen Test. Bei meinem Probanden handelt es sich um das Humu Smart Cushion von Flexound, eine Kombination aus Kopfkissen und Lautsprecher, die die hauptsächlichen Eigenschaften beider Objekte ideal in sich vereinen soll. Ganz schön ungewöhnlich, die Idee. Eine, die mir einige Fragen aufwirft, bevor es losgeht. Zunächst einmal interessiert mich aber ganz grundlegend: Wie liegt man drauf und wie ist der Sound? Aber auch die Frage danach, für welche Einsatzzwecke sich so eine Soundlösung besonders gut eignet, schwirrt mir im Kopf herum. Ist es „nur“ ein kreativer und bequemer Kopfhörer-Ersatz oder betrete ich völliges Neuland? Das sind die Punkte, die ich jetzt mal für mich herausfinden möchte – und natürlich bekommen Sie meine Eindrücke gleich eins zu eins weitergegeben.

Der Tragegriff ist perfekt ins Design des Flexound Humu integriert.

Elegant, ergonomisch – erste Sahne!

Für mich ist er immer ganz wichtig; der erste Eindruck. Ich denke, es geht Ihnen ebenso, schließlich geht man ja bei der Anschaffung einer HiFi-Komponente nicht immer nur mit dem Verstand vor – auch das Gefühl muss passen. Für letzteren Punkt wurde dieses Produkt laut Hersteller auch geschaffen und deshalb präsentiert sich das Humu in dieser Disziplin auch sofort als Volltreffer. Das Kissen wirkt schon auf den ersten Blick elegant, fasst sich aber auch bequem und hochwertig an. Der mattschwarze Überzug aus Veloursleder mit seinen dezenten blauen Punkten ist angenehm weich und macht auf mich gleich einen widerstandsfähigen Eindruck. Auch die Form gefällt mir, die abgeflachte Vorderseite verspricht sogleich ein nackenschonendes Liegen. In dieser Disziplin haben die Flexound-Entwickler ebenfalls alles richtig gemacht, meine Wirbelsäule freut sich schon drauf! Für den bequemen Transport ist seitlich eine Trageschlaufe angebracht, die andere Aussenseite verfügt über eine magnetisch gehaltene „Klappe“ im Überzug. Hinter ihr verbirgt sich die Bedien-/Anschlusseinheit des Humu: Ein USB-Ladeanschluss, ein Anschluss für ein 3,5 Millimeter Audiokabel sowie ein einfacher Powerknopf – mehr gibt es nicht und mehr braucht man auch nicht!

Die benötigten Anschlussbuchsen (USB und Analog-Audio) finden sich hinter einer Stoffklappe in der Seitenwand.

Flexound – noch nie gehört? Das wird sich ändern!

Wenn mich vor einigen Tagen jemand gefragt hätte, wer oder was eigentlich Flexound ist, hätte ich schlichtweg keine Antwort geben können. Vermutlich geht es Ihnen da nicht viel anders, denn das Unternehmen hat seinen Sitz nicht gerade bei uns vor der Tür – sondern vor den Toren Helsinkis und ist noch ein echter Frischling auf dem internationalen Markt. Hauptsächlich ging es den Finnen ursprünglich um die Entwicklung diverser „Sound-Tools“ für die Therapie autistischer Kinder. Im Jahre 2015 bemerkten die cleveren Entwickler, dass man mit einem solchen Produkt eine viel breitere Öffentlichkeit erreicht, indem man die Aspekte Unterhaltung und Entspannung in den Fokus rückt. Folgerichtig begann die Tüftelei am Humu, die letztendlich in diesem Jahr beendet werden konnte. Im Sommer 2017 wurde das kreative Kissen dann endlich der Weltöffentlichkeit präsentiert. Ob dies der Start in eine große Zukunft war und sich der Name Flexound künftig auch den Audiofreunden unter Ihnen einprägen wird, das wird sich wohl erst in einigen Monaten zeigen. Ich mache heute aber schonmal die ersten Test-Schritte mit dem finnischen Kissen und zieh mich dazu zunächst auf die Couch zurück – für ein paar entspannte Hörbuch-Kapitel …

Bluetoothfähige Quellen (hier ein Androiud-Smartphone) lassen sich in wenigen Sekunden mit dem Flexound Humu verbinden.

Kopf aufs Kissen und Ohren auf: Die faszinierende „Humu-Welt“

Zu Beginn meines Tests – nachdem das Kissen innerhalb weniger Sekunden eine Bluetooth-Verbindung mit meinem Smartphone eingegangen ist – befasse ich mich also nicht mit Musik, sondern lasse Marc-Uwe Klings Nachfolger der Känguru-Trilogie „Qualitiy Land“ an meine Ohren. Unerwartet wird die kleine Auszeit am Nachmittag dann zu einem wunderbar entspannten Erlebnis. Inhaltlich lustig und tiefsinnig – und vom Klang her perfekt! Durch die direkte Lage meines Kopfes auf der Klangquelle geht der Sound direkt ins Gehör. So ergibt sich ein sehr unmittelbares und natürliches Hörerlebnis, die Stimme des Sprechers wirkt eindringlich und tonal absolut unverfälscht. Neben einer überzeugenden Leistung im Sektor „gesprochenes Wort“, bietet sich mir jetzt auch ein musikalisch durchweg positives Klangbild. Inzwischen höre ich in Bob Marleys Album „Legend“ rein, anschließend in Metallicas Meisterwerk „S & M“ und in Helene Fischers aktuelles, nach ihr benanntes Schlager-Pop-Album. Sowohl mit dem chilligen Sound des King of Reggae, als auch mit Metallica-Mixtur aus harten Rockklängen und dem ganz großen Orchester kommt das Kissen sehr gut zurecht. Mehr als das, es macht jede Menge Druck – allerdings ohne dass die Musik in nervenden Krach ausartet. Der Sound ist hervorragend abgemischt, mit feinen Höhen und eindrucksvollen Bässen. Letztere stellen sich besonders heraus, als schließlich Helene Fischer mit „Herzbeben“ in meine Ohren schießt. Ein Track, der schnell klar macht, dass es beim Humu nicht nur darum geht, Musik zu hören, sondern dass das Fühlen des Sounds eine fast ebenso große Rolle spielt. Der Bass macht sich nun im ganzen Oberkörper bemerkbar – so wird das Musikhören in aller Stille zu einer ganz neuen körperlichen Erfahrung! Grundsätzlich lässt sich hier feststellen, dass sich der Klang des Humu bereits in niedrigen Lautstärkeregionen erstaunlich intensiv darstellt und dass er qualitativ auch bei hohem Pegel nicht wackelt. Besonders positiv: Derjenige, der es sich gerade auf dem Kissen bequem macht, bekommt den Sound in voller Intensität – sitzt man aber einen Meter daneben, kommt tatsächlich nur noch ein Bruchteil davon an. So kann also die eine Hälfte des Doppelbettes intensiv Musik hören, während nebenan ein gutes Buch gelesen wird und man dabei nur dezent musikalisch begleitet wird. Nach meinen ersten Testerfahrungen ist das Humu Soundkissen eine ziemlich clevere Idee. Dazu eine, die beeindruckend umgesetzt wurde!

Entspannt genießen: auch das geht mit dem Flexound Humu richtig gut.

Weitere Einsatzzwecke: Der Test geht in die nächste Runde!

Liest man sich kurz in die Beschreibung des Humu Speakers ein, wird schnell deutlich, dass Flexound ihn neben seiner Verwendung als „Unterhaltungslautsprecher“ noch für zwei weitere Zwecke empfiehlt. Einerseits geht es dabei um seine Eignung als Audio-Unterstützung während der Meditation, Entspannungsübungen oder Yoga. Da ich auf diesem Gebiet kein Experte bin, muss ich das Ganze eher laienhaft beurteilen: Ich habe den Humu in Verbindung mit diversen Meditationssounds ausprobiert und war überrascht, wie schnell mich das Klangkissen in seinen beruhigenden Bann ziehen konnte. Schallwellen durchströmen derart angenehm den Körper, dass selbst der erfahrenste Meditierende in kürzester Zeit in die gewünschte entspannte Stimmung kommen sollte und alles um sich herum vergisst. Eine gerade in stressigen Zeiten wunderbare Möglichkeit einfach mal herunterzukommen. Das Humu sorgt aber nicht nur für Musik und Entspannung, eine weitere wichtige Zielgruppe, die erreicht werden soll, sind die sogenannten „Gaming Cowboys“. Leider bin ich ebenso wenig Konsolen-Nerd wie Yoga-Spezialist, es ist aber manchmal von Vorteil eine Horde jugendlicher Zocker in der Umgebung zu haben, denen man so ein nettes Kissen mal leihweise zur Verfügung stellen kann und im Gegenzug dafür ehrliche Testaussagen erhält. Das Urteil der Profis war einhellig positiv und hat mich dazu bewogen, es gleich auch mal auszuprobieren. Mein Urteil: dieses Erlebnis ist einfach der Hammer! Im Unterschied zur herkömmlichen Soundbegleitung sorgt das Flexound Humu dafür, dass man das Spiel nicht nur mit Augen und Ohren spielt – man fühlt es auch. Vibrationen und das 3D-Feeling stellen den Gamer automatisch in den Mittelpunkt des Spiels, mehr Atmosphäre beim Zocken geht einfach nicht. Selbstverständlich steht es dem persönlichen Geschmack frei, ob man es ganz herkömmlich als Nackenkissen nutzt, sich irgendwie drauf herumlümmelt oder es sich beispielsweise sitzend hinter den Rücken klemmt: Der Effekt ist enorm und erschafft ein neues Suchtpotenzial! Wie schreibt es der Hersteller ganz passend auf seiner Website?
„Think about getting deep into the world of your favorite game by actually feeling the sound: even the best older generation gaming speakers cannot provide you this. But Humu can!“
Da ist was dran. Genauso verhält es sich übrigens auch, wenn man beispielsweise auf dem Tablet einen spektakulären Actionfilm anschaut und die gesamte Handlung inklusive Schießereien, Explosionen und Verfolgungsjagden durch das Kissen hautnah miterlebt.

Engagierten Zockern bietet das Humu ebenfalls eine neue Erfahrung ihre Lieblingsgames zu erleben.

Fazit

Nach einer überaus erfreulichen Testphase mit einer Gerätespezies, die mir zuvor noch nicht begegnet ist, kann mein Fazit nur wie folgt ausfallen: Die skandinavischen Entwickler sind mit diesem sehr speziellen Genre ein Risiko eingegangen. Allerdings eines, das sich absolut gelohnt hat. Das Humu Smart Cushion offeriert eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, obendrein lassen sich Musik und andere Sounds durch die intelligente Kissen-Konstruktion tatsächlich fühlen. Das Humu hebt den stillen Musikhörer, wie den den Gamer, den Meditations-Fan und auch denjenigen, der auf cineastische Actionspektakel steht, auf eine neue Ebene der Klang-Wahrnehmung. Das Freizeitvergnügen wird schlichtweg intensiver. Derzeit ist es bei uns für knapp unter 300 Euro erhältlich. Das ist beileibe kein Spottpreis, das Humu ist seinen Preis aber in jedem Fall wert. Kurz gesagt: Wer neugierig auf neue Erfahrungen in Sachen „Soundfeeling“ ist, der wird vom Humu so richtig begeistert sein.

Test & Text: Stefan Meininghaus
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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171021.Flexound-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Flexound
Humu
Produktkategorie:Soundkissen
Preis:um 300,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- weiß
- blau
Vertrieb:Higoto, Essen
Tel.: 0201 / 832 5825
www.digital-highend.de
Abmessungen (BHT):ca. 510 x 150 x 280 mm
Akkulaufzeit:bis zu 8 Stunden
Anschluss:- Bluetooth
- analog Audio (3,5mm)
Lieferumfang:- Humu
- USB-Kabel
- Anleitung
Besonderes:- intensives Sounderlebnis
- überraschend gute Stimmreproduktion
- sehr gute Verarbeitung
- agiler Grundton
- gerichteter Sound
- komfortabel
Benotung:
Gesamtnote:Empfehlung
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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