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Redakteur

Größe Töne: Der Streaming- und Multiroom-Spezialist Bluesound preist seinen handlichen Pulse Mini als vollwertige All-In-One-Streaming-Lösung, quasi als klangstarke Kompaktanlage des 21. Jahrhunderts. Dafür bietet der aktive Stereo-Netzwerklautsprecher ein komplettes 2.1-Lautsprechersystem und ermöglicht die Musikübertragung in HiRes-Qualität. Klingt gut – aber wie gut klingt es wirklich?

Der Bluesound Pulse Mini ist ein Netzwerk-Lautsprecher, dahinter steckt aber ein All-In-One-System.

Bluesound? Die Marke ist relativ neu auf Markt, dahinter stecken aber der renommierte Edel-Elektronik-Hersteller NAD und der ebenso traditionsreiche Schallwandler-Spezialist PSB. Bluesound versteht sich als „Team von Audiophilen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Traum vom digitalen und drahtlosen HiFi wahr werden zu lassen“. Klangqualität ist also ein Kern-Kriterium, auch bei den streamingfähigen Netzwerklautsprechern. Hier setzt Bluesound auf File-Qualitäten, die über MP3 und Co. oder über den CD-Standard hinausgehen und bis zur Hi-Res-Güte 192 Kilohertz/24 Bit reichen. Das ist natürlich ein Frontalangriff auf den Platzhirsch Sonos und dessen Philosophie der Marktrelevanz: Guten Klang wollen und kriegen alle, das Thema HiRes treibt aber nur die wenigsten um und ist deswegen lässlich; Komfort, Kompatibilität und Stabilität des Systems sind dem typischen Kunden wichtiger. Bluesound hingegen will hier Überzeugungsarbeit leisten: Für den Genuss hochauflösender Files müsse man kein Audiophiler sein, aber man könne vielleicht zu einem werden, wenn man einmal den Unterschied erlebt hat – etwa mit dem Bluesound Pulse Mini.

Cleveres Design: Durch die Verjüngung der Wangen wirkt der Bluesound Pulse Mini vor vorne noch schlanker, als er eh schon ist.

Wohnraumfreundlicher Platzsparer

Die Qualitätsoffensive führt Bluesound nun also mit einem Klangquader, der kaum die Größe eines Schuhkartons hat und sich zudem hinten noch verjüngt. Das ergibt eine interessante Geometrie, zu der sich eine sehr geschmeidige Gestaltung gesellt: Die Stirnseite und die Wangen sind sanft gerundet. Das verleiht dem Bluesound Pulse Mini eine Eleganz, die ihn im Verbund mit der geringen Größe zu einem wohnraumfreundlichen Platzsparer macht. Die matte, gummierte Oberfläche des Gehäuses sorgt dabei für einen modernen Touch, und mit den Varianten Schwarz und Weiß passt der Bluesound Pulse Mini eigentlich in jedes Wohnambiente. Sehr praktisch ist die Griffmulde auf der Oberseite. So wird der Bluesound Pulse Mini portabel, das erleichtert die Handhabung ungemein. Wer nun mal unter das Gerät schaut, entdeckt zudem zwei Gewindebuchsen, mit ihrer Hilfe kann der Lautsprecher also auch an die Wand montiert werden. Die gesamte Formung des Bluesound Pulse Mini ist aber nicht allein der Ästhetik und der Praktikabilität geschuldet, sondern auch dem Sound: Das Kammer-Design des Gehäuses sorgt unter mithilfe einer Soundprozessor-Steuerung dafür, dass der linke und der rechte Kanal eine gemeinsame Bassreflexöffnung nutzen können. Die sehen wir auf der Rückseite, der Zweck einer solchen Konstruktion ist die Bassabstimmung: So lässt sich auch mit kleineren Gehäusen ein etwas kräftigeren Bass erreichen.

Unter der rückseitigen Bassreflex-Öffnung liegen die physikalischen Ein- und Ausgänge: Ethernet (LAN), USB, Kombi-Miniklinkenbuchse für digitale optische Signale oder analoge Line-Signale sowie der Kopfhörerausgang. Die anderen beiden Buchsen dienen ausschließlich Servicezwecken wie Software-Updates.

Echtes Stereo mit 2.1-Lautsprechersystem

Für diesen Bass verfügt der Bluesound Pulse Mini über einen eigenen Treiber, dessen Membran einen respektablen Durchmesser von knapp neun Zentimetern aufweist. Er unterstützt zwei Fünf-Zentimeter-Breitbandchassis, die den gesamten Höhen- und Mittenbereich übernehmen. Damit haben wir in einem Gehäuse ein waschechtes 2.1-Stereo-Lautsprechersystem. Das ist eine sehr sinnvolle Lösung, die von etlichen HiFi-Hörern auch mit diskreten Einzelboxen praktiziert wird: Zwei kleine Satelliten und ein Subwoofer für den Tiefton sorgen im Verbund für die Raumbeschallung. Beim Bluesound Pulse Mini ist nun auch gleich der Verstärker integriert – besser: die Verstärker, denn hier arbeitet ein Tri-Amping-System inklusive Digitalem Soundprozessor (DSP). Es sorgt mit ausgewiesenen 60 Watt Leistung für ordentlich Power. Wer seine Musik lieber ganz allein und diskret genießen möchte, findet zudem einen Kopfhörer-Ausgang, dem eine eigene Verstärkerstufe vorgeschaltet ist. Prima! Fehlt noch was zur Vollständigkeit? Aber ja: Eine Anlage soll ja auch bedienbar sein. Hierfür bietet der Bluesound Pulse Mini auf seiner Oberseite direkt hinter der Tragemulde einen schwarzen, hochglänzenden Touchscreen. Dieses Bedienfeld ist bündig wie eine Intarsie in die Oberfläche eingelassen und setzt damit die wertige des Lautsprechers Anmutung fort. Statt Knöpfe erwarten fünf beleuchtete Symbole unseren Fingerdruck. Dies ist quasi ein elektronisches Steuerkreuz, in dessen Zentrum die Start/Pause-Funktion steht, während seitlich der Vor- und Rückwärtssprung bewerkstelligt wird und man mit den Plus- und Minus-Arealen die Lautstärke verändern kann. Lautsprecher, Verstärker, Bedienfeld: Damit ist der Bluesound Pulse Mini eine eigenständige Stereo-Anlage. Jetzt brauchen wir nur noch Quellgeräte und Zuspielmöglichkeiten. Was geht in diesem Bereich beim Bluesound Pulse Mini?

Das sensitive Bedienfeld auf der Oberseite bietet die Grundfunktionen des Bluesound Pulse Mini.

Anschlüsse und Schnittstellen für HiRes-Streaming

Wer den Bluesound Pulse Mini umdreht, findet einen übersichtlichen Anschlussbereich. Zur Einspeisung von Musik oder Files aus dem heimischen Netzwerk entdecken wir eine Ethernet-Buchse für die Einbindung per LAN. Das hierfür mitgelieferte Kabel ist mit einer Kürze von 1,50 Metern eher als sympathische Absichtserklärung zu verstehen. Da wählen wir doch gleich die WLAN-Verbindung, der Bluesound Pulse Mini erlaubt nämlich auch kabellos die Musikübertragung in HiRes-Qualität bis zur Güte 192 Kilohertz / 24 Bit. Oder wir klemmen alternativ eine externe Festplatte beziehungsweise einen USB-Stick an, hierfür steht ein USB-A-Port zur Verfügung. Nächste Möglichkeit: Wir versorgen den Bluesound Pulse Mini mit einem digitalen optischen Signal, das geht über eine 3,5 Millimeter-Kombi-Buchse. Mit einem mitgelieferten Adapterstück lässt sich hier ein Toslink-Kabel anschließen. Die Buchse vermag aber noch mehr: Wer hier statt des Toslink-Adapters ein gewöhnliches Audio-Kabel mit kleinem Klinkenstecker einsteckt, kann so sein Smartphone als Analog-Quelle anschließen oder einen anderen analogen Audio-Player. Finale Möglichkeit bei den Schnittstellen ist die Bluetooth-Ankopplung. Hier bietet der Bluesound Pulse Mini mit dem Codec aptX eine klanglich sehr gute Möglichkeit, schnell und unkompliziert Musik zuzufunken – etwa, wenn man sich außerhalb der WLAN-Reichweite befindet.

Der mitgelieferte Toslink/Miniklinke-Adapter macht die Kombi-Buchse zur SPDIF-Schnittstelle für digitale optische Signale.

App für Fernbedienung und Musik-Management, …

Von einem Netzwerk-Lautsprecher erwartet man heute, dass er bequem über eine App bedient werden kann. Hier bietet Bluesound mit BluOS eine ausgereifte Lösung. Die Streaming-Software wurde einst von NAD entwickelt und erprobt, nun profitiert auch Bluesound von diesem Musik-Management. Der zugehörige „BlueOS Controller“ als App ist kostenfrei, es gibt ihn für iOS, Android und Kindle Fire. Mit dieser Applikation haben wir nun zum einen eine bequeme Fernbedienung für die Anlage. Bei Bedarf können wir zudem eine Klangregelung aktivieren, die uns eine Veränderung des Höhen- und des Bassbereichs erlaubt. Ein Leckerbissen ist die Replay Gain-Funktion. Der Sinn ist es, die Stücke einer Playlist in einer einheitliche Lautstärke hören zu können, obwohl die Songs von ganz unterschiedlichen Alben und Produktionen stammen. Replay Gain kann also die nervigen Lautstärkesprünge verhindern. Auch ein generelles Lautstärke-Limit ist festlegbar – aber warum sollte man sich den Spaß nehmen, es mal ordentlich krachen zu lassen? Neben der reinen Gerätebedienung besorgt die Software auch das Musik-Management: Die Inhalte der externen USB-Festplatte oder des NAS-Netzwerkspeichers werden flugs eingelesen, danach lässt sich der Musikbestand wahlweise nach Künstler, Alben, Titel, Genre oder Komponisten sortieren. Zu den Künstlern können Informationen abgerufen werden, hier leitet die App automatisch auf die Internetseite von last.fm weiter. Auch die technischen Informationen, also Fileformat, Abtastrate und Bit-Tiefe, wird auf Wunsch angezeigt.

Mit der ausgereiften BluOS-Software klappt die Einrichtung und Einbindung sofort. So lassen sich im Nu neue Lautsprecher hinzufügen und Lautsprechergruppen für Hifi, Heimkino und Multiroom gründen.

… für Einraum-, Heimkino- oder Multiroom-Betrieb …

Ein wichtiges Feature für die Erweiterung der heimischen Beschallungfinden wir bei den Einstellungen der App: Hier kann man weitere Bluesound-Netzwerklautsprecher einbinden und die Links/Rechts-Kanäle zuordnen. Mit zwei Lautsprechern lässt sich eine Gruppe einrichten. Das bietet im gleichen Raum die Möglichkeit, sie als festes Lautsprecher-Paar zu definieren. Diese größere Stereo-Konfiguration bringt den Klang nochmals auf ein höheres Level. Das Gruppieren bietet aber auch die Möglichkeit, ein Heimkino-Setup zu realisieren oder eine Multiroom-Beschallung mit mehreren Lautsprechern in verschiedenen Räumen aufzubauen – wiederum in HiRes-Qualität. Bluesound hat beim Netzwerken für ein gewisses Maß an Kompatibilität gesorgt: Der Pulse Mini ist ein sogenannter Roon Ready Network Player, er läuft also auch mit der Bediensoftware Roon – wenn man denn im Besitz einer kostenpflichtigen Roon-Benutzerlizenz ist. Außerdem harmoniert der Bluesound Pulse Mini mit den Hausautomatisierungslösungen von Control4, RTI, Crestron und URC.

Der Bluesound Pulse Flex (Preis: 349 Euro) ist eine Möglichkeit, das Bluesound-System zu einer Multiroom-Beschallung auszubauen. Clever: Mit dem optionalen Akku (Preis: 80 Euro) wird der Pulse Flex unabhängig von der Steckdose.

… und für Musik-Streaming über Online-Dienste

Derlei mag für viele Zukunftsmusik sein, darum zurück zu den Möglichkeiten der Gegenwartsmusik: Über die „BlueOS Controller“-App hat man potenziellen Zugang zu einem üppigen Online-Musikangebot. Beim Bluesound Pulse Mini ist schon ein sattes Portfolio an Streaming-Diensten und Internetradio-Stationen vorbereitet. Das Angebot geht dabei weit über die üblichen Verdächtigen hinaus: Neben Spotify, Tidal, Napster, Qobuz und Deezer stoßen wir auf Amazon Music, WiMP, HighResAudio, JUKE, Murfie, HDTracks und KKBox. Eins haben diese Dienste alle gemein: Um sie uneingeschränkt und in voller Qualität nutzen zu können, braucht man einen kostenpflichtigen Account. Darüber hinaus bietet der Bluesound Pulse Mini mit TuneIn Radio, iHeartRadio, Slacker Radio, Calm Radio und Radio Paradise noch fünf bereits integrierte und kostenfrei hörbare Radio-Dienste.

Umfangreiches Angebot: Zahlreiche Musik-Onlinedienste sind schon eingerichtet, wer die entsprechenden Accounts besitzt, hat sie mit wenigen Fingertipps aktiviert. Auch der heimische Musikbestand der Festplatte ist umgehend verfügbar, ebenso schnell sind Zusatzinformationen und Metadaten abrufbar.

Anschließen und Einrichten

Die Inbetriebnahme des Bluesound Pulse Mini ist denkbar einfach. Die dafür notwendigen Schritt gehen sogar ohne Festnetzverbindung per LAN. Wir schließen den Bluesound Pulse Mini an die Steckdose an, finden das Gerät auf dem Tablet unter dem Menüpunkt „WLAN“ sofort als „PULSE MINI-099C“ gelistet, verbinden uns mit diesem Netz, öffnen unseren Standard-Browser, tippen ins Adressfeld „setup.bluesound.com“ – und schon sind wir im Konfigurationsmenü. Hier beginnen wir mit der WLAN-Konfiguration. Wir müssen zu den angezeigten Daten nur noch das Passwort unseres WLAN eingeben – fertig. Der Bluesound Pulse Mini quittiert den Erfolg mit einem Farbwechsel seiner frontseitigen LED von grün nach blau. Im Konfigurationsmenü wird uns direkt der Link zur App präsentiert, den kostenfreien „BlueOS Controller“ holen wir für die für Android_Version aus dem Google Play-Store. Das geht reibungslos, weil wir automatisch wieder mit unserem heimischen Netzwerk verbunden worden sind. Deshalb funktioniert auch das automatisch startende Update der Software anstandslos. Diese Installation ist vorbildlich, auch die später in der App angebotene Möglichkeit, sich bei Problemen sofort auf die Hilfe-Seite im Internet begeben zu können, verdient ein Lob. Die Bluetooth-Einrichtung geht ebenfalls ruck-zuck. Wo andere Geräte erst für die Paarung aktiviert werden müssen, ist der Bluesound Pulse Mini sofort im Tablet unter den verfügbaren Geräten aufgeführt und mit einem Fingertipp gekoppelt. Wir wollen aber Musik in HiRes-Qualität hören und klemmen deshalb nun unsere externe Festplatte per USB an. Respekt: Binnen weniger Minuten hat der Bluesound Pulse Mini sich durch die Dateivielfalt gefressen. Nun kann es also losgehen.

Der Bluesound Pulse Mini ist nicht nur kompakt, sondern durch seine Griffmulde auch portabel.

So klingt der Bluesound Pulse Mini

Wir streamen über den Bluesound Pulse Mini „Liquid Spirit“ von Gregory Porter als FLAC-File in der Qualität 96 Kilohertz/24 Bit. Das klingt schon ohne weiteres Zutun sehr gut! Der Klang wird aber noch konturierter, wenn wir den Bluesound Pulse Mini auf dem Desktop möglichst weit nach nach vorne holen. Dann strahlen die Lautsprecher frei in den Raum, ohne störende Reflexionen von der Regalfläche, auf der diese kompakte Anlage steht. So ist es prima: Obwohl die Lautsprecher nun wirklich nicht riesig sind und doch ziemlich eng beieinandersitzen, baut der Bluesound Pulse Mini eine beachtliche Bühne auf und sorgt für eine schöne Räumlichkeit der Wiedergabe. Vor allem liefert die kleine Anlage einen überraschend voluminösen Sound – holla! Das gelingt bevorzugt auf kurzer Distanz, damit sind alle akustischen Anwendungen vom Küchenbegleitmedium bis zur Nahbeschallung auf der Terasse abgedeckt. Es klappt aber selbst noch in gut zwei bis drei Meter Entfernung, also der typischen HiFi-Strecke, und darüber hinaus. Ein Testgang kreuz und quer durch den Redaktionshörraum bietet auch in den entlegenen Winkeln immer noch ein überraschend gutes Ergebnis. Die Wiedergabe ist schön klar und transparent, das komplexe Bandgefüge, bei dem Schlagzeug, Bass, Klavier, Bläsersektion und eine Percussion-Gruppe Gregory Porter begleiten, erweist sich mit dem Pulse Mini als sehr transparent. Der charismatische Sänger steht mit seiner Stimme klar im Vordergrund, aber das tolle Händeklatschen, das in Hintergrund den Song durchzieht und mitprägt, ist herrlich präsent – wie auch der Kontrabass, bei dem man hört, wie er mit den Fingern gezupft wird. Dieser drahtige, aber trotzdem volle Bass ist richtig beeindruckend wiedergegeben!

Zur Immobilie wird der Lautsprecher hingegen, wenn man die unterseitigen Gewindebuchsen nutzt, um den Bluesound Pulse Mini an der Wand zu befestigen.

Beim Ausprobieren des Bluesound Pulse Mini haben wir die Musik natürlich öfters gestoppt, wir sind auch zu verschiedenen Stellen gesprungen. Hier zeigt sich, dass die Befehle schön zügig befolgt werden: Das System reagiert sofort, das Springen zum nächsten Track ist mit rund zwei Sekunden Zugriffszeit auch richtig gut. Wir haben nun mal die Replay Gain-Funktion aktiviert, deshalb geht der Übergang zur nächsten Musik ohne großen Lautstärkesprung – top! Der Folgetrack ist bei uns „Rock’n’Roll Train“ von AC/DC, diese Hardrock-Walze macht bei hohem Pegel gleich doppelt Spaß, und deshalb geben wir jetzt ordentlich Gas. Schließlich will der Bluesound Pulse Mini ja auch bei satten Lautstärken für souveräne Beschallung sorgen. Das gelingt ihm sehr gut, auch mit reichlich Dezibel röhren die Gitarren der Gebrüder Young crisp und akzentuiert, die Drums behalten ihren satten Punch, ohne dass der fette Bass das Schlagwerk vermatscht. Es zahlt sich übrigens aus, wenn der Bluesound Pulse Mini nicht zu tief steht, sodass die Speaker wirklich die Ohren beschallen und nicht die Knie. Dann bleibt der Klang natürlich, und hat man auch bei Live-Aufnahmen das „Dabei-Feeling“. Das erleben wir bei der Über-Nummer „Fields Of Gold“, Sting hat sie zusammen mit einer erlesenen Band und dem Royal Philharmonic Orchestra in Berlin vor 17.000 Fans gespielt. Deren Begeisterung, das Klatschen und Pfeifen nimmt einen sofort mit, weil der Bluesound Pulse Mini die überragende Qualität der Produktion bravourös transportieren kann. So können wir auch die durchaus klangverwöhnten Kollegen beeindrucken, die gerade nichtsahnend von der Mittagspause zurückkehren – und durch die Bank verblüfft sind, dass dieser volle Sound allein vom Bluesound Pulse Mini kommt.

Macht sich auf jedem Sideboard gut: Der Bluesound Pulse Mini passt besonders in ein modern-nüchternes Ambiente.

Fazit

Die großen Töne sind angebracht: Der Bluesound Pulse Mini funktioniert als vollwertige All-In-One-Streaming-Lösung. Der Netzwerk-Lautsprecher ermöglicht über LAN und WLAN das Musik-Streaming sowie den Multiroom-Betrieb bis zu einer Hi-Res-Güte von 192 Kilohertz/24 Bit, als Quellen akzeptiert er neben Netzwerk-Speicher und USB-Festplatte einen analogen oder einen optisch-digitalen Zuspieler, einen Bluetooth-Player – oder das umfangreiche optionale Angebot an Online-Streaming- und Internetradio-Diensten. Dieses umfangreiche Angebot verwandelt er mit einem 2.1-Stereo-Lautsprechersystem, einem mehrkanaligen 60-Watt-Verstärker samt Kopfhörer-Ausgang und einem Soundprozessor in Wohlklang: Dieser Mini spielt erstaunlich erwachsen, er liefert einen Sound, der klar und präzise ist und mit einem kräftigen Bass aufwartet. Mit der ausgereiften BluOS-Software und der zugehörigen App ist zudem das Einrichten, Einbinden und Bedienen des Geräts sowie das Management der Musik ein Kinderspiel.
So kann eine kleine Kompaktanlage im 21. Jahrhundert aussehen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1+
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: gut

96 %

99 %

97 %

180404.Bluesound-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Bluesound
Pulse Mini
Produktkategorie:Netzwerklautsprecher / Multiroomlautsprecher
Preis:599,00 Euro
Garantie:1 Jahr
Ausführungen:Weiß, Schwarz
Vertrieb:Dynaudio Germany GmbH, Rosengarten
Tel.: +49 4108 / 41800
www.dynaudio.de
Abmessungen (HBT):155 x 335 x 172 mm

Gewicht:3,6 kg
Treiber:2 x 50 mm (Breitband-Treiber)
1 x 89 mm (Bass-Treiber)
Eingänge/Schnittstellen:1 x LAN (Ethernet, RJ45)
1 x WLAN (802.11 b/g/n, 2,4 GHz/5GHz-Frequenzband)
1 x Bluetooth 4.0/aptX
1 x USB Typ A (für Sticks und Festplatten im FAT32- oder NTFS-Format)
1 x Kombi: digital optisch (Toslink) / analog Line (3,5 mm Klinke)
1 x IR Sensor für Fernbedienung
1 x USB Typ B (nur für Service)
Ausgänge:1 x Kopfhörer (3,5 mm Klinke)
Unterstützte Audio-Formate:WAV, FLAC, AIFF, MQA, MP3, AAC, WMA, OGG, WMA-L, ALAC, OPUS
Maximale Samplingraten/
Auflösungen
192 kHz / 24 bit
Leistung:60 Watt
Frequenzgang:45 Hz - 20 kHz (Herstellerangabe)
Unterstützte Online-Musikdienste (kostenpflichtig):Amazon Music, WiMP, Qobuz, HighResAudio, JUKE, Deezer, Murfie, HDTracks, Spotify, Tidal, Napster, KKBox
Unterstützte Internetradio-Dienste (kostenfrei):TuneIn Radio, iHeartRadio, Slacker Radio, Radio Paradise, Calm Radio
Lieferumfang:- 1 x Bluesound Pulse Mini
- Adapter Toslink / 3,5mm Klinke
- LAN-Kabel (cat 5e, 1,50 m)
- 2 Netzkabel (1 x Stecker-Typ C CEE 7/16 „Eurostecker“ , 1 x Stecker-Typ A NEMA 1-15, „USA-Stecker“, jeweils 1,70 m)
- Schnellstartanleitung
- Sicherheitsbroschüre
Besonderes:- All-in-One-Lösung
- 2.1-Lautsprechersystem für Stereo-Klang
- kabelloses Streaming und Multiroom in HiRes-Qualität (192 KHz / 24 bit)
- optionaler Zugriff auf zahlreiche Streamingdienste (Tidal, Spotify, Deezer u.a.) und Internetradio-Dienste
- einfache Steuerung per BluOS-App (für iOS, Android und Kindle Fire)
- leicht durch weitere Komponenten erweiterbar für eine größere Stereo-Lösung und/oder Multiroom-Beschallung
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1+
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunggut

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