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Der JBL Link 20 zeigt sich als wasserdichter, handlicher Kompaktlautsprecher für Zuhause und den Outdoor-Einsatz. Die kabellose Musikzuspielung per WiFi- und Bluetooth gehört zur JBL-Kernkompetenz, was höchste Soundqualität verspricht. Dank Google Home-Sprachassistenz soll JBLs Link 20 zudem aufs Wort hören.

Der JBL Link ist kompakt und passt in jede Handtasche. Zugleich bietet er aber alle wichtigen Wireless-Funktionen und lässt sich obendrein per Sprachsteuerung befehligen.

Am Grill beim gemütlichen Feierabendbier soll Deezer laufen? Sie wollen nach der Bandprobe noch einmal denn Sonnenuntergang genießen und prüfen, ob die aufgenommene Musik dazu passt? Oder auf dem Balkon die Frühlingsblumen eintopfen und dabei einem Podcast lauschen? Oder Sie wollen unter der Dusche bei Onkel Google nachfragen, wie lange man zur Party-Location braucht? Das alles ist ohne Weiteres mit den transportablen JBL-Lautsprechern Link 20 und JBL Link 10 möglich. Sie kommen fast überallhin mit und benötigen dank kompakter Abmessung auch noch erfreulich wenig Platz auf dem Lowboard oder in der Handtasche.

In Sachen Abmessung unterscheiden sich Link 10 und Link 20 deutlich. In Sachen Ausstattung sind beide nahezu gleichauf.

Hochwertige Verarbeitung

Die äußeren Werte sind ebenso überzeugend wie die Verarbeitung. Link 20 und Link 10 stehen jeweils auf einem griffigen Hartgummifuß. So steht jede Box auch auf glatten Flächen sicher. Aus robustem Kunststoff bestehend, fällt der rundum gezogene Stoff-Mesh ins Auge, der sich auch angenehm an die Hand schmiegt. Er verleiht dem Äußeren einen edlen Look und verhindert ganz nebenbei, dass die Box versehentlich aus der Hand gleitet. Das Gehäuse ist nach Schutzklasse IPX7 gegen Wasser und Staub geschützt und steht wahlweise in Schwarz oder Weiß zur Auswahl. Die Ladebuchse an der Unterseite wird entsprechend durch eine dicke Gummikappe geschützt – auch die Knöpfe auf der Oberseite befinden sich unter einer schützenden Gummifläche. So ist ein regelmäßiger Aufenthalt im Badezimmer und sogar unter der Dusche für den JBL Link 20 (das gilt auch für den 10er) unproblematisch, dauerhaft sollten beide Boxen allerdings nicht in die Badewanne oder den Pool abtauchen. Gegen den Staub auf dem Tennisplatz, den Sand vom nahegelegenen Strand oder die Staubwolke auf der Baustelle ist das Gerät ebenso ausreichend geschützt und auch ein hochsommerliches Gewitter sollte die musikalische Unterhaltung nicht trüben.

Der Link 20 thront sicher auf seinem gummierten Fuß.

Knöpfe und Leuchten

Der Power-Schalter versteckt sich auf der Gehäuserückseite. Seine Beleuchtung zeigt den aktuellen Betriebsstatus des Systems jederzeit deutlich an. Sehr clever ist die Batteriestandanzeige im Power-Schalter, fünf kleine, hier eingelassene LEDs informieren über den Füllstand des 6000 mAh starken Akkus. Direkt unter besagter Anzeige sitzt der On/Off-Schalter für das Mikrofon. Dieser verfügt ebenso über eine LED-Anzeige. Sie leuchtet orangerot, sobald das Mikrofon deaktiviert ist. In diesem Fall muss zwar auf die hervorragend funktionierende Sprachsteuerung des Link 20 verzichten werden (darauf gehe ich gleich noch näher ein), neugierige Ohren haben jetzt aber auch keine Chance mehr mitzulauschen. Die WLAN-Anzeige thront prominent unter dem JBL-Logo. Sie signalisiert zuverlässig, ob der Lautsprecher gerade im eigenen Netzwerk angemeldet ist. Zudem informiert das aus drei Segmenten bestehende WLAN-Symbol auch über die aktuelle Empfangsfeldstärke – das kennt man in ähnlicher Form vom Smartphone bzw. Tablet. Auf der Oberseite der Lautsprecher sitzen zwei weitere Buttons, über die die Lautstärke geregelt wird. Über vier Indikatoren auf der Frontseite zeigt der Link 20 den aktuell gewählten Pegel an. Dabei leuchtet die nächste LED beim Übergang zur höheren Lautstärkestufe erst schwach, dann stärker bis sie volle Stärke erreicht. Im Prinzip wird diese Anzeige aber nicht gebraucht, der Mensch hat ja Ohren. Ein hübsches Feature ist es aber doch, zumal die Anzeige normalerweise unsichtbar in den oberen Ring des Lautsprechers eingefasst ist. Neben der Lautstärkeregelung finden sich zudem ein Bluetooth-Knopf und ein Skip-/Pause-Taster. In der Mitte sitzt der obligatorische Google-Button – nur für den Fall, dass der akustische Aktivierungscode einmal nicht verstanden wurde. In der Regel wird dieses Knöpfchen aber nicht benötigt, da der JBL wirklich außergewöhnlich gut hört. Der kleinere Link 10 bietet (mit Ausnahme eines kleineren Akkus) übrigens die gleichen Funktionen.

Die vier LED-Indikatoren in der Front informieren über die aktuell gewählte Lautstärkesituation.

Immer in Verbindung

Die Einrichtung des Link 20 (ebenso des Link 10) erfolgt per WLAN. Hierzu werden die Lautsprecher zunächst eingeschaltet. Nicht wundern, beim ersten Einschalten dauert es eine Weile, bis sich der Lautsprecher meldet und den Benutzer auffordert, ihn mit Google Home zu konfigurieren. Befinden sich Speaker und Smartphone bzw. Tablet im gleichen Netzwerk, kann es sofort losgehen. Zunächst wird die Google Home-App gestartet, anschließend einige persönliche Angaben zum Google-Konto abgefragt. Sind diese übermittelt, findet die App den Lautsprecher automatisch und bietet an, ihn nun individuell zu konfigurieren. Der Assistent bittet zunächst darum, den Speaker zu benennen (z.B. entsprechend seines Standortes). Dies ist sicherlich eine sinnvolle Option, sobald mehrere JBL Links im Einsatz sind und beispielsweise ein Lautsprecher in der Küche und einer im Bad aufgestellt werden soll. Dem Benutzer steht dabei völlig frei, sich für einen beliebigen Namen zu entscheiden. Während der Einrichtung fragt der Assistent zugleich evtl. vorhandene Konten bei Spotify, Deezer und anderen Musikdiensten ab, die dann entsprechend im Google-Konto hinterlegt werden. Sind alle Daten eingegeben und der Lautsprecher vollständig eingerichtet, lässt sich auf Zuruf alles erledigen, was die Google-Dienste so hergeben: Den Wetterbericht abrufen, die Fahrzeit ins Büro ermitteln, die Uhrzeit abfragen oder die Spotify-Wiedergabe in der Küche starten. An die hervorragende Qualität des Google-Assistenten und die erstklassigen Mikrofone gewöhnt man sich schnell. Und praktisch ist der Sprachassistent auch, denn jetzt muss ich nicht erst mein Handy bemühen, wenn ich wissen möchte, wie lange ich ins Büro brauche oder ob heute ein Regenschirm zu meiner Grundausstattung gehören sollte. Eine WhatsApp- oder SMS-Nachricht (wie auf dem Handy) ließ sich in meinem Test dagegen leider nicht veranlassen. Positiv fällt dagegen auf, dass sich beide Modelle dank Google Home via Spotify auch aus einem anderen Netzwerk heraus steuern lassen. Selbstverständlich können Link 20 und Link 10 aber auch eine Bluetooth-Verbindung zu entsprechenden Spielpartnern aufbauen, um Musik vom Tablet, Smartphone oder anderen Quellen zu empfangen und wiederzugeben.

Das Bedienfeld des Link 20 befindet sich auf der Gehäuseoberseite. Auffälligstes Merkmal: der mittig platzierte Google Home-Button.

Eine Box mit Format

Wo wir gerade beim Thema sind, denn irgendwie muss die Musik ja in die Box. Diesbezüglich bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten an. Der einfachste Weg führt über Bluetooth. Ist „Bluetooth“ aktiviert, taucht der Link 20 unter seinem zuvor konfigurierten Namen in der Liste verfügbarer Bluetooth-Geräte auf und kann mit einem Fingertipp ausgewählt werden. Via Chromecast-Integration können nun weitere Quellen, wie zum Beispiel Spotify angewählt werden, die dann direkt über die Box gestreamt werden. Das Handy dient nun nur noch als Fernbedienung und kann theoretisch abgeschaltet werden. Neben dem Empfang von Internetradiosendern oder der Verbindung zu Musikdiensten wie Spotify lassen sich jetzt auch auf NAS-Platten abgelegte Alben und Playlists über den Link 20 wiedergeben. In diesem Modus akzeptiert mein Testgast so ziemlich alles an Dateiformaten, was gerade angesagt ist: HE-AAC, LC-AAC, MP3, WAV (LPCM) und auch FLAC.

Das WLAN-Symbol ist prominent aber nicht zu auffällig platziert und gibt auch Auskunft über die derzeitige Empfangsstärke.

Wie klingt der JBL Link 20?

Im Soundcheck weiß der Link 20 trotz seiner kompakten Größe zu überzeugen. Die beiden 50 Millimeter durchmessenden Membranen sind auf einen Diffusor gerichtet, strahlen in 360-Grad-Manier in alle Richtungen ab und vermitteln so ein räumliches Klangerlebnis. Dieses wird umso beeindruckender, sobald man den Lautsprecher nahe einer harten Wand platziert. Ein Test mit Musik von Corroded, die ich dem Rock/Heavy-Metal-Genre zuordnen würde, offenbart die besonderen Stärken des Systems. Im Intro von „Carry My Bones“ spielt die Gitarre glasklar auf, jedes Detail wird deutlich wiedergegeben. Als dann Bass und verzerrte E-Gitarre einsetzen, rundet sich das Klangbild sauber und vollständig nach unten ab. So bildet sich ein solides, knackiges und durchzugsstarkes Bassfundament. Joe Cocker verliert anschließend in „Unchain My Heart“ keine Kontur seiner rauchigen Stimme. Das Besondere dabei: der Wiedergabepegel spielt kaum eine Rolle. Selbst bei voller Lautstärke verzerrt der Link 20 nicht die Spur. Höhen bleiben bis in die Spitzen voller Details, lediglich der präzise Bass verliert bei Maximallautstärke geringfügig an Volumen. Das kann der intelligenten Box allerdings locker verziehen werden, denn auch unter Volllast spielt der JBL für einen Kompaktlautsprecher erstaunlich laut auf. Bis kurz vor Maximum ist der Bass aber satt und präzise, Höhen sausen mit Leichtigkeit und beschwingt durch den Raum und auch im Mitteltonbereich zeigt mein Testgast aus den USA keine Schwächen. Selbst unter Schlummerlautstärke, also wenn es ziemlich leise ist, werden alle Frequenzbereiche vollständig und akkurat abgedeckt. Mehr noch, das Klangbild zeigt sich absolut ausgeglichen. Dabei legt der Bass einen sanften und knackigen Teppich, auf dem die Becken des Schlagzeugs im Hochtonbereich tanzen können. Zusammengefasst liefert der Link 20 mehr Volumen und mehr Leistung als sein kleiner Bruder. Klanglich macht er insgesamt die etwas bessere Figur, in kleinen Räumen spielt er für manchen Geschmack vielleicht aber etwas zu dick auf. Hier eingesetzt, gefällt mir der Link 10 aufgrund seiner nicht ganz so tiefen, dafür aber durchzugsstarke Grundtonperformance manchmal aber sogar etwas besser. Soll das Gerät eher in großen Räumen, auf der Terrasse oder am Strand eingesetzt werden, ist der Link 20 dagegen eindeutig die geeignetere Wahl.

Elegant, zugleich aber auch robust: Selbst ein heftigerer Regenguss macht dem Link 20 nichts aus.

Darf es etwas mehr sein?

Wie der Name der Reihe vermuten lässt, lassen sich mehrere JBL Link-Lautsprecher kombinieren bzw. miteinander verlinken. In der Google-Home-App können diesbezüglich mehrere Lautsprecher zu einer Gruppe verbunden werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man zwei identische Lautsprecher kombiniert oder, wie in meinem Fall, ein Link 20 und ein Link 10 miteinander verbunden werden. Im Zusammenspiel spannen die beiden Aktivsysteme dann ein erstaunlich breites Klangfeld auf. Was mindestens ebenso beeindruckt: beide agieren absolut synchron. Die Verkettung ist allerdings nicht auf zwei Geräte beschränkt. Der Verbund lässt sich weiter vergrößern, so dass selbst eine Vier-Zimmerwohnung mit entsprechenden Schallwandlern (z.B. auch mit dem Link 500) bestückt und in beeindruckender Multiroom-Manier gleichmäßig beschallt werden kann. Der großzügig ausgelegte Akku hält locker fünf Stunden durch, der Hersteller verspricht sogar 10 Stunden Dauerbeschallung – selbstverständlich immer in Abhängigkeit der gewählten Lautstärke. Ist die interne Batterie-Einheit dann doch einmal vollständig leergedudelt, benötigt es gerade einmal 4,5 Stunden um den Link 20 wieder vollständig aufzutanken. Ein Steckernetzteil und ein USB-Ladekabel sind im Lieferumfang enthalten. Als sehr praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang, dass der Lautsprecher mit einem Standard-Mikro-USB-Port ausgestattet ist. So lässt sich der JBL mit jedem üblichen Netzteil laden, sofern dieses ausreichend Strom liefert.

Power-Knopf und Mikrofon-Schalter finden sich auf der Rückseite des JBL-Wireless-Lautsprechers.

Fazit

Der Klang des Link 20 weiß uneingeschränkt zu überzeugen. Dank kompakter Abmessungen sich der JBL zudem nahezu überall unterbringen, sei es auf dem Lowboard oder mitten auf dem Tisch. Die hochwertige Verarbeitung und das schlichte, anmutende Design passen den Lautsprecher in nahezu jede Umgebung ein. Der leistungsstarke Akku prädestiniert den Link 20 zudem auch für die außerhäusige Musikbeschallung. Alle genannten Aufgaben erfüllt der kompakte JBL-Speaker mit Bravour, sein Highlight ist allerdings ganz eindeutig die integrierte Google Home-Sprachsteuerung, die ungeahnten Komfort und eine Vielzahl weiterer Funktionen umfasst. Besonders gut gefällt mir zudem, dass sich beide Lautsprecher an beliebigen USB-Stromquellen laden lassen.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

92 %

95 %

98 %

180527.JBL-Testsiegel

Technische Daten

Modell:JBL
Link 20
Produktkategorie:Bluetooth-Lautsprecher mit Sprachsteuerung
Preis:199,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- rot
- blau
- grau
- schwarz
- teal
Vertrieb:Harman Deutschland, Garching
Tel.: 07248 / 711132
www.jbl.com
Abmessungen (BTH):93 x 93 x 210 mm
Gewicht:950 Gramm
Akkuleistung:- 6000 mAh
bis zu 10 Stunden Dauerbetrieb (Herstellerangabe)
Akku-Ladezeit:4,5 Stunden
Anschluss:- Bluetooth A2DP
- WiFi
- 3,5mm Analoganschluss
Kompatibilität:- iOS
- Android
- Windows
Lieferumfang:- JBL Link 20
- Micro USB-Kabel
- Netzstecker
- Kurzanleitung
- Sicherheitsdatenblatt
Besonderes:- Google Home Sprachassistenz
- Chromecast buid-in
- 6000 mAh-Akku
- Bluetooth 4.2
- Ladekabel
- spritzwassergeschützt
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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