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Redakteur

ViewSonic haut wieder einen raus: Pünktlich zur WM erscheint der Profi-Projektor PG800HD mit Full-HD-Auflösung, 3D und unfassbarer Lichtleistung, der auch riesengroße Public-Viewing-Leinwände ausleuchten soll. Wir wollten wissen, was dieser Beamer für 999 Euro sonst noch leistet und für wen er sich besonders eignet.

ViewSonic PG800HD – Innovatives Design und Profitechnik für 999,00 Euro.
Foto: Micheal B. Rehders

Die Fußball WM in Russland wirft ihre Schatten voraus. In wenigen Tagen geht`s los. Ideale Voraussetzungen also, um mal wieder ein paar Freunde einzuladen. Im Garten brutzelt der Grill und als Highlight werden die lange erwarteten Länderspiele gemeinsam angesehen. In diesem Jahr allerdings nicht etwa auf einem kleinen TV-Gerät, sondern auf einer riesigen Leinwand im schattierten Bereich auf der Terrasse. Damit Sie Kroos, Ronaldo und Co. auch tatsächlich in Lebensgröße erleben können, bietet ViewSonic mit seinem neuen PG800HD den passenden Spielpartner. Dieser Projektor nimmt Bildsignale von allen nur erdenklichen Quellen (wie zum Beispiel von Sat- und AV-Receiver, DVB-T2-Box) entgegen und bannt sie in Full-HD-Auflösung auf die Leinwand. Auch nach der WM macht der ViewSonic noch richtig Spaß und bietet Dank seiner herausragenden Helligkeit auch die Möglichkeit tagsüber brillante und farbenfrohe Filme und Serien im Wohnzimmer zu erleben. Das Beste daran: Sie brauchen das Wohnzimmer kaum zu verdunkeln, nur direktes Sonnenlicht sollte nicht auf die Leinwand fallen. Die Zeiten, in denen die Wohnumgebung einer dunklen Höhlen gleichen musste, um Filme und spannende Live-Sport-Events scharf und in satter Farbpracht zu genießen, sind also endgültig vorbei.

Profitechnik durch und durch: Sogar eine Klammer ist vorhanden, die das Netzkabel im Betrieb nicht herausrutschen lässt.
Foto: Michael B. Rehders

Vielseitig einsetzbar

Die Ausstattung beeindruckt: ViewSonic spendiert seinem PG800HD eine 370 Watt Lampe, die satte 5000 Lumen erzielen soll. Unsere Labor-Messungen zeigen: Der Hersteller hat nicht übertrieben. Ganz im Gegenteil, das Testgerät übertrifft den genannten Wert sogar deutlich und erreicht im Bildmodus „Max. Helligkeit“ sensationelle 5625 Lumen. Wieviel Lichtausbeute davon nach der Kalibrierung tatsächlich übrig bleibt, darauf gehe ich unten noch genauer ein.
Die Auflösung meines Testgastes beträgt 1920 x 1080 Pixel. Füttert man den ViewSonic mit Signalen von einem DVB-T2-, Kabel- oder Sat-Receiver können Sportsendungen und Blockbuster in voller Full-HD-Auflösung via, Sky, Netflix, Amazon HD oder beispielsweise ARD/ZDF-HD projiziert werden. Dem Zuschauer entgeht also kein Detail im Bild. Ein Zoomregler (1,3-fach) ermöglicht Bildbreiten von zwei Metern aus einer Distanz von gerade einmal 2,30 – 3,00 Metern. Damit ist der PG800HD wie geschaffen für den Einsatz in kleinen Räume, um auch hier echtes Großbilderlebnis zu realisieren. Dozenten profitieren von dieser Weitwinkeloptik ebenso, der Projektor passt problemlos zwischen Leinwand und Rednerpult. Trotz riesengroßer Bilddarstellung steht der Vortraghalter so nicht im Lichtstrom des Beamers und es fallen auch keine unschönen Schatten auf wichtige Inhalte.
Ein Vertikaler Lens-Shift ist in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich und selten, der PH800HD ist allerdings damit ausgestattet. Die herstellerseitig angegebenen sieben Prozent lesen sich vielleicht besonders spektakulär, das Lens-Shift ist allerdings groß genug dimensioniert, um das projizierte Bild exakt auf die Leinwand zu bringen. Ein wichtiges Feature, das mir effektiv geholfen hat, die Einrichtung des ViewSonic schnell durchzuführen. Der ViewSonic eignet sich sogar für den Einsatz in der Arztpraxis. Ärzte nutzen hier den Bildmodus „DICOM SIM“. Dieser ermöglicht beispielsweise Röntgenbilder in reinem Schwarz/Weiß zu projizieren. Fans dreidimensionaler Werke dürfen sich ebenso auf dieses Gerät freuen, 3D gehört ebenso zum Ausstattungspaket. 3D-Brillen können optional erworben werden. Ein externer Sender zur Synchronisation von Beamer und Brille ist hier übrigens nicht erforderlich, diesen hat ViewSonic seinem PG800HD bereits implementiert – vorbildlich.

Für jede Quelle ist der passende Anschluss dabei. Ob DVD-, Blu-ray-Player per HDMI, der VHS-Recorder via S-Video oder zwei PCs und ein Sat-Receiver verbunden werden soll, der ViewSonic bietet für jeden Zuspieler die passende Schnittstelle. Sollte die Fernbedienung mal nicht zur Hand sein, können alle wichtigen Einstellungen über die Tastatur vorgenommen werden, die sich auf der Rückseite befindet. Letztendlich ist auch noch eine Diebstahlsicherung vorhanden, mit der der Projektor auf Messen und in der Aula vor unbefugtem Zugriff geschützt ist.
Foto: Michael B. Rehders

Feinjustage & Kabelfreiheit

über das ebenfalls implantierte Sechs-Achsen-Farbmanagement lassen sich Farbwiedergabe, Gamma und Weißpunkt nach eigenen Wünschen anpassen. Wer auf ein teures und störanfälliges HDMI-Kabel verzichten und im Garten und Wohnzimmer auf unschönes Strippenziehen verzichten will, dem bietet ViewSonic eine wirklich brauchbare Alternative: Mit dem optional im Zubehörprogramm angebotenen Dongle HB10B lässt sich Full-HD-Content bis zu 70 Meter weit übertragen. So großzügig sind unsere Redaktionsräume zwar nicht dimensioniert, die ZDF-HD-Signalübertragung verlief in meinem Test bei einigen Metern Entfernung aber ebenso störungsfrei. Selbst das „Durchqueren“ der Sichtverbindung, also die Unterbrechung des direkten Sichtkontakts, ließ den ViewSonic bei der Übertragung des Fußball-Champions-League-Finales völlig unbeeindruckt. Übrigens: der Dongle wird über das eingebaute Micro-USB-Kabel mit Strom versorgt. So ist gewährleistet, dass dem Dongle nie der Saft ausgeht und auch eine mögliche Verlängerung oder gar ein Elfmeterschießen störungs- und unterbrechungsfrei verfolgt werden kann.

Die Fernbedienung ist leider unbeleuchtet. Dennoch lässt sich mit ihr sicher durch das On-Screen-Menü navigieren. Dozenten werden sich sicher über den integrierten Laser-Pointer freuen.
Foto: Michael B. Rehders

Kinovorführung auf Knopfdruck

Der PG800HD ist mit benutzerfreundliches Netzwerkmanagement von Creston ausgestattet und lässt sich über LAN-IP steuern. Das ist besonders praktisch für alle, die komplexe Wiedergabesysteme programmieren möchten. Einmal programmiert, genügt ein Druck auf die Taste „Filmstart“ des Notebook oder Tablet und schon dimmt das Licht langsam herunter, die Musik geht aus, der Projektor startet und der Vorhang fährt zur Seite und gibt den Blick auf die Leinwand frei. Ist die Vorstellung beendet, genügt ein weiterer Fingertipp, schon schließt sich der Vorhang, das Licht fährt langsam hoch und die gewünschte Auslassmusik tönt leise aus den Lautsprechern. Smarter geht es kaum noch.

Praktisch und gut erreichbar: Die Regler für Lens-Shift, Zoom und Fokus sind direkt auf der Gehäuseoberseite eingelassen.
Foto: Michael B. Rehders

Schnell einsatzbereit

Netzkabel einstecken, die gewünschten Zuspieler verbinden und den ViewSonic PG800HD einschalten – schon kann der Großbildspaß beginnen. Die Ausrichtung auf die Leinwand gestaltet sich denkbar einfach, da sich Zoom- und Lens-Shift-Justage als angenehm komfortabel herausstellen. Das zugespielte Bildsignal wird nun automatisch erkannt. Noch einfacher gelingt die Signalzuspielung über den Dongle HB10B. Bildsignale werden kabellos direkt zum Projektor gestreamt. In unseren Redaktionsräumen funktioniert die Übertragung absolut störungsfrei – selbst durch zwei gemauerte Wände hindurch. Da das Drehrad über dem Objektiv feinfühlig agiert, lässt sich auch die Schärfe präzise über die gesamte Projektionsbreite einstellen.

Der Farbmodus „Film“ bietet sich im abendlich verdunkelten Wohnzimmer oder im dedizierten Heimkino an, da Farben unter diesen Bedingungen am besten reproduziert werden. Für Live-Sport bei Umgebungslicht empfehle ich hingegen den Modus „Standard“.

Aus dem Messlabor

Wie eingangs kurz angerissen, übertrifft der ViewSonic PG800HD die hohe Herstellerangabe von 5000 Lumen mit gemessenen 5625 Lumen deutlich. Da das eher die Ausnahme als die Regel darstellt, gibt es dafür gleich ein paar Extrapunkte. Wie üblich erhält das Bild in diesem hellen Farbmodi einen leichten Grünfarbstich. Meinen Geschmack trifft das nicht, weshalb ich zunächst zurück in die Werkseinstellung schalte. Der anschließend gewählte Bildmodus „Standard“ knallt dann noch immer satte 4100 Lumen auf die Leinwand. Das reicht locker aus, um Leinwandbreiten von bis zu sieben Meter (!) strahlend hell auszuleuchten – oder entsprechend kleinerGrößen bei zunehmendem Umgebungslicht. Selbst in diesem hellen Modus beträgt der Kontrast sehr gute 1925:1 (On/Off) und 622:1 (ANSI). Wer seine Lieblingsfilme auch tagsüber und ohne großen Verdunkelungsaufwand im Wohnzimmer schauen möchte (oder abends im schattierten Bereich im Garten), für den empfiehlt sich dieses Preset, zumal die Farbtemperatur mit 7000 Kelvin noch vollkommen heimkinotauglich ist. Die Leinwand-Ausleuchtung ist ohne Fehl und Tadel, auf der gesamten Fläche ist mit bloßem Auge kein Helligkeitsabfall erkennbar. Darüber hinaus ist die Schärfe total gleichmäßig. Das ist absolut vorbildlich, wofür es gleich noch ein paar Extrapunkte hagelt.
Erfahrene Projektorbesitzer erreichen die Norm Rec.709 am ehesten im Farbmodus „Film“. Wichtig zu wissen: die Farbtemperatur lässt sich nur mit RGB-Zuspielung korrigieren, mit der üblichen YCbCr-Signalübertragung sind die Stellregler im Menü ausgegraut. Wirklich nötig sind möglichen Korrekturen aber nicht. Allenfalls „Brilliant Color“ sollte auf einen Wert von max. 3 reduziert werden. So eingestellt, macht die Farbtemperatur mit knapp 6500 Kelvin (D65) fast eine Punktlandung. Primär- und Sekundärfarben treffen nahezu alle Vorgaben. Lediglich Grün ist jetzt noch ein klein wenig untersättigt. In der Wiedergabe von Spielfilmen und Sportsendungen ist davon jedoch nichts zu sehen. Der ANSI-Kontrast fällt kalibriert mit 453:1 hervorragend aus. Der On/Off-Kontrast ist mit rund 900:1 preisklassenüblich. Die Maximalhelligkeit beträgt jetzt 1971 Lumen (D65). Das reicht immer noch locker für Bildbreiten von bis zu 4,90 Metern. Im Grunde kann somit im Wohnzimmer eine ganze Wand ausgeleuchtet und zur Projektionsfläche werden.

Die beste Grundeinstellung im Farbmodus „Film“

Wer großen Wert auf eine natürliche Farbreproduktion nach Rec.709-Standard legt, sollte folgende Einstellungen vornehmen: Farbmodus von „Standard“ auf „Film“ stellen. „Brilliant Color“ im Menüpunkt „Erweitert“ auf 3 stellen. Fertig!
ViewSonic hat es wieder einmal sehr einfach gemacht, um eine natürliche Farbdarstellung zu erhalten.

Entsprechend der Anzeige müssen im Grunde lediglich die rot eingefassten Parameter geändert werden – also „Film“ und „Brilliant Color 3“ einstellen. Mehr ist nicht notwendig um eine lebendige Farbdarstellung zu erhalten. Diese Einstellung eignet sich auch für Profis, die mit ihrem Messequipment weitere Anpassungen vornehmen möchten.

Mit dem PG800HD: Fußball wird zum Erlebnis im Garten

Frühlingshafte 24 Grad laden förmlich dazu ein, den Grill im Garten anzuwerfen. Ein paar Steaks und Würstchen vom Schlachter sind schnell besorgt. Dann geht es auch schon los. Um 19.00 Uhr trudeln die ersten Gäste ein. Während die Kohle im Grill allmählich auf Temperatur kommt, platziere ich den ViewSonic PG800HD im lichtgeschützten Bereich des Gartens. Als Leinwand kommt dabei die von uns getestete Elite Screens Eon Cinegrey 3D zum Einsatz. Wie bereits kurz erwähnt, geht es um das Finale der Champions League zwischen Real Madrid und FC Liverpool. Das verspricht viel Spannung!
Pünktlich um 20.45 Uhr geht es los. Der ViewSonic PG800HD steht in der Werkseinstellung. „Brilliant Color“ auf 10. Zwar werden feinste Details nahe Weiß überstrahlt, aber davon ist unter diesen Lichtbedingungen nichts erkennbar. Farben wirken lebendig, das Bild besitzt eine sensationelle Brillanz. Das Betriebsgeräusch von etwa 33 Dezibel geht im Umgebungspegel vollständig unter. Von der strahlenden Helligkeit des Bildes werden ein paar Nachbarn angelockt. Sie organisieren schnell noch ein paar Kaltgetränke und gesellen sich zu uns. Der Kreis wird größer, die Stimmung steigt. Liverpool attackiert die Spanier bereits frühzeitig in deren eigener Hälfte. Während Real zunächst vergeblich um Spielkontrolle bemüht ist, spielt Liverpool „volle Pulle“ nach vorne. Zur Pause steht es 0:0. Obwohl ich schon einige gute Projektoren aus dem Hause ViewSonic im Test hatte, überrascht mich, wie gut das projizierte Bild vom ViewSonic PG800HD ist. Vom Umgebungslicht völlig unbeeindruckt, erstrahlt die Kulisse auf unserer Zwei-Meter-Leinwand in prächtigen Farben. Das Grün ist satt, Rückennummern und Namen der Spieler auf den Trikots sind bestens zu lesen. Der Ball läuft zu Beginn der zweiten Halbzeit weitgehend flüssig durch die Reihen der Spieler.
Allmählich wird es dunkler draußen, zeitgleich nimmt die Dramatik auf dem Spielfeld zu. Der Liverpooler Torwart wirft den Ball nicht zum eigenen Spieler, sondern direkt auf den Fuß des neben ihm stehenden Benzema – von dessen Fuß der Ball dann zum 1:0 für Real ins Netz fliegt. Liverpool gelingt zwar der Ausgleich, aber Madrid übernimmt kurze Zeit später die komplette Spielkontrolle. Souverän bestimmen die Königlichen das Geschehen und gehen folgerichtig mit 2:1 in Führung. „Was für ein Tor!“ jubeln alle, egal, ob ihr Herz für Real oder Liverpool schlägt. Ein Fallrückzieher von Bale zum Zungeschnalzen, so etwas hat selbst in der Champions League Seltenheitswert. Beim 3:1 patzt der Torwart aus Liverpool erneut und klatscht einen Weitschuss einfach ins eigene Tor. Das Spiel ist gelaufen, Real Madrid verteidigt seinen Titel letztlich souverän. Ganze Dreimal haben sie nun die Champions League in Folge gewonnen. „Wir kommen wieder“, mit diesen Worten verabschieden sich unsere Freunde. Alle sind völlig angetan von der Performance, die der ViewSonic hier auf die Leinwand zaubert. „Das ist besser als auf meinem TV!“ fügt ein Nachbar noch hinzu und dreht sich noch einmal zur Leinwand um.

Die Schärfe ist vorzüglich. Der ViewSonic PG800HD bildet einzelne Personen vor dem Kolosseum fein differenziert voneinander ab. Das rotbraune Backsteingebäude im Hintergrund glänzt mit originalgetreuen Farben. Selbst die Darstellungen der grünen Bäume und Sträucher gefallen.
Foto: Michael B. Rehders (Originalaufnahme).

3D wird zum besonderen Erlebnis

Auf der Großbildwand kommen 3D-Filme besonders gut zur Geltung. Kein Wunder, dass sich diese Technik unter Heimkinofreunden weiterhin großer Beliebtheit erfreut. Ich starte „Justice League“. Die mir vertrauten Szenen sind zum Zungeschnalzen hell. Wer bislang der Ansicht war 3D sei zu dunkel, sollte sich das mal auf dem ViewSonic anschauen. meine Messung ergibt knapp 1000 Lumen hinter der Brille. Das ist heller als die klassische 2D-Wiedergabe vieler anderer Projektoren. Szenen auf der Insel der Amazonen leuchten so dermaßen, wie ich es bislang noch nicht gesehen habe. Saftiges Gras, blauer Himmel und das Kostüm von Wonder Woman sprühen nur so vor kräftigen Farben. Als Bruce Wayne den Berggipfel überquert, bleiben selbst einzelne Schneeflocken zu erkennen. Felsenstrukturen sind allesamt vorhanden. In der schummrigen Bar trifft Wayne dann auf Aquaman. Hier herrschen nun entsättigte Farben vor, dennoch bleibt die Brillanz erhalten. Es flimmert auch nichts, als Aquaman kurz darauf ins aufgewühlte Meer springt. Die 144 Hz (Triple Flash) machen sich voll bezahlt. RBE (Regenbogen-Effekte) sind zweifelsfrei vorhanden, aber als störend finde ich sie nicht. Wie immer gilt diesbezüglich: Unbedingt selbst anschauen. Nichts ist subjektiver wahrnehmbar als dieser Effekt. Als Superman erstmalig auftaucht ist die räumliche Tiefe beachtlich. Das knallrote Cape flattert leicht im Wind, auf dem blauen Dress sind einzelne Details klar und deutlich erkennbar.

Der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ auf dem roten Doppeldecker wird in voller Full-HD-Auflösung abgebildet. Der Asphalt wirkt farbneutral und ohne Verfärbungen. Die orangefarbigen U-Bahntüren wirken weitgehend originalgetreu. Besser noch gefällt mir die glänzende Oberfläche der Metallaußenwände der Wagons. Unter den Brücken sind sämtliche Details zu sehen.
Foto: Michael B. Rehders (Originalaufnahme)

2D mit kräftigen Farben

Das Musical „Greatest Showman“ bildet den krönenden Abschluss meines Tests. Im Heimkino, auf drei Meter Bildbreite, leuchten die detailreich dekorierten Kostüme schlichtweg prachtvoll. Egal, ob im Bildmodus „Standard“ oder – im immer noch extrem hellen Preset „Film“- alle Details werden knackscharf reproduziert. Die Kantenschärfe weist sogar kleinste Knöpfe deutlich aus, die auf dem roten Mantel von P. T. Barnum (glänzend gespielt von Hugh Jackman) eingenäht sind. Allenfalls das sichtbar aufgehellte Schwarz ließe sich kritisieren. Sobald aber helle Elemente hinzukommen, nimmt die Farbenpracht zu. Der Auftritt von Rebecca Ferguson wird nicht nur akustisch zum Erlebnis, sondern auch optisch. Hautfarben werden im Scheinwerferlicht natürlich und realistisch reproduziert, die Kulissen leuchten förmlich. der ViewSonic PG800HD brennt diesen Film so hell auf die Leinwand, dass Spitzlichter fast schon blenden.

Bringt nicht nur die Augen der Zuschauer zum Leuchten, sondern auch die Bilder auf unserer Großbildwand im Testkino: der ViewSonic PG800HD.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Pünktlich vor Start der Fußball WM überrascht ViewSonic mit dem PG800HD. Verarbeitung und Ausstattung sind für einen Full-HD-Projektor dieser Preisklasse exzellent, die Schärfedarstellung erreicht Referenzniveau und die Lichtpower ist beinahe unschlagbar. Sehr praktisch sind das Weitwinkelobjektiv, das große Bilder in kleinen Räumen erzeugt, und die Möglichkeit zur kabellosen Signalübertragung. Verbesserungswürdig ist lediglich der gelieferte Schwarzwert. Vom extrem hohen ANSI-Kontrast hingegen profitieren Heimkinobesitzer mit optimierten Räumlichkeiten. Zu einem Preis von 999 Euro erhalten Fußball-Fans, Serien-Junkies, Cineasten sowie Dozenten und Ärzte ein großartiges Universaltalent, das weit über die Fußball-WM hinaus Freude bereiten wird. Der ViewSonic PG800HD fühlt sich im Wohnzimmer nämlich ebenso wohl wie im Büro und zur Dämmerung beim Public Viewing im Garten.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

87 %

95 %

96 %

180604.ViewSonic-Testsiegel

Technische Daten

Modell:ViewSonic
PG800HD
Produktkategorie:Projektor
Preis:999,00 Euro
Garantie:3 Jahre (Projektor)
2 Jahre oder 1000h (Lampe)
Ausführungen:- Weiß
Vertrieb:ViewSonic Technology, Dorsten
Tel.: 02362 9544 805
www.viewsoniceurope.de
Abmessungen (HBT):470 x 316 x 140 mm
Gewicht:6,2 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:5625 Lumen (1971 nach Kalibrierung)
Kontrast (On/Off):
Kontrast (ANSI):
- 900:1 (nach Kalibrierung)
- 453:1 (nach Kalibrierung)
Schwarzwert:- 2,20 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie)
Lens-Shift:ja (vertikal)
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitter:ja
2 Meter Bildbreite:ab 2,30 - 3,00 Meter Abstand
Anschlüsse:Eingänge:
2 x HDMI (Rückseite & PortAll)
2 x Computer-Eingang
1 x Composite
1 x S-Video
2 x Audio 3,5 mm
3D VESA (Sync)

Ausgänge:
1 x Audio 3,5 mm
1 x USB-Typ A mit Stromversorgung
Lieferumfang:- ViewSonic PG800HD
- Netzkabel
- VGA-Kabel
- Fernbedienung
- Batterien
Besonders:+ extrem hohe Lichtleistung
+ 3D
+ sehr gute Schärfe
+ große Anschlussvielfalt
+ Lens-Shift
+ große Bilder in kleinen Räumen
+ optional kabellose Signalübertragung
+ Fernbedienung mit Laser Pointer
Benotung:
Bildqualität (50%):1,2
Praxis (25%):1,0
Ausstattung (25%):1,0
Gesamtnote:1,1
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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