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Halbes Format, volle Performance: Das ist das Kennzeichen von Heeds audiophiler thesis-Serie und zeichnet deshalb auch das Vorstufe/Endverstärker-Gespann Heed thesis alpha/Heed thesis gamma aus. Das dezent designte Duo liefert bis zu 120 Watt Leistung, verzichtet akustisch auf allen Schnickschnack und bietet über zwei analoge und vier digitale Eingänge inclusive USB-Port für HiRes bis 192 Kilohertz/24 Bit. Den Wohlklang bewirkt dabei ein erstaunlicher Schaltung-Kniff.

Das stylisch-schmale Verstärker-Gespann Heed thesis alpha/gamma hat nebeneinandergestellt die Breite einer normalen HiFi-Komponente.

Manche Dinge prägen fürs Leben: Ein kompromissloser, konfektschachtelgroßer Verstärker sorgte in den 1980ern für Furore, der Amp wurde zum Klassiker, sein englischen Erfinder gab das Patent in ungarische Hände – so begann für die Budapester Firma Heed eine Komplettverwandlung vom HiFi-Importeur britischen Edel-Equipments zum Hersteller eigener Audio-Produkte. Der legendäre Verstärker ist der bis heute gefertigte Heed Obelisk, dessen aktuellste Version das lite-Magazin bereits getestet hat, und das Wesen dieses Amps ist quasi zur DNA aller heed-Elektronik geworden: Sämtliche Serien der Ungarn sind im Halbformat gehalten und haben somit die halbe Gerätebreite herkömmlicher HiFi-Geräte; alle Komponenten konzentrieren sich dabei auf den Klang und verzichten auf jeglichen Schaltungsfirlefanz, wozu bei den Ungarn schon Features wie eine Klangreglung oder Balance-Einstellung zählen. Das gilt auch für Heeds Flaggschiff-Serie thesis. Das griechische Wort bezeichnet einen zum Beweis aufgestellten Lehrsatz, und hellenistisch-wissenschaftlich ist deshalb auch die Benennung der Modelle: Sie sind jeweils mit einem griechischen Kleinbuchstaben gekennzeichnet. Unser Gespannt besteht aus der Vorstufe α (alpha) und der Stereo-Endstufe γ (gamma), und was diese Verstärker-Kombination kann, schauen wir uns jetzt näher an.

Reduktion aufs Wesentliche: Der Vorverstärker Heed thesis alpha besitzt auf seiner Front mit den beiden Drehgebern gerade mal zwei Bedienelemente.

Vorstufe Heed Audio thesis alpha

Obelisk in edel – das fällt einem sofort ein, wenn man den thesis alpha sieht: Der halbformatige Korpus, das solides Stahlblechgehäuse, die schwarze Front mit zwei großen, silbernen Stellrädern – die optischen Insignien des reinkarnierten Kult-Verstärkers zieren auch den thesis alpha. Allerdings ist hier alles deutlich verfeinert: Die Stellräder bestehen aus eloxiertem Aluminium, die Oberfläche besitzt dabei eine angenehme, samtige Rauigkeit, wie wir sie bisher noch nicht zu spüren bekommen haben. Eine Spezialbehandlung? Heed verneint das auf Nachfrage über den deutschen Vertrieb. Das matte eloxiertes Aluminium ziert auch den Rahmen der hochglänzenden schwarzen Front – ein schöner Kontrast und eine sehr gelungene Optik. Der Heed thesis alpha sieht gerade durch diese Reduziertheit richtig edel aus.

Der silberne Rahmen, die Stellräder und die Standfüße sind aus eloxiertem Aluminium gefertigt und kontrastieren die in Schwarz gehaltenen Front- und Korpusflächen.

Mit dem Einschalten gibt’s dann das große Aha: Plötzlich kommt Leben in die Front! Oben erstrahlt nun das Heed-Logo, unten scheint jetzt die Modellbezeichnung auf, um das linke Stellrad taucht dann wie ein Lauflicht eine Folge von Piktogrammen auf, sie stehen für die verschiedenen Quellen. Schließlich springt diese Anzeige zu dem Eingang, den man bei der vorangegangenen Hörsession zuletzt genutzt hat. Dann macht es „klack“: Das ist das sehr beruhigende akustische Zeichen, das hier eine Einschaltverzögerung ihr Werk getan hat und die Relais nun die Lautsprecherausgänge freigegeben haben. Zugleich wird jetzt am rechten Drehgeber eine LED illuminiert, die die Lautstärke anzeigt, sie wird ebenfalls auf dem Pegel abgespeichert, den man beim letzten Musikhören eingestellt hat. Diese Illumination hebt die edle Anmutung auf das nächste Level. Beim Bewegen des Quellen-Rades stellt man fest, dass es sich nicht durchgängig drehen lässt. Statt dessen rotiert es in jede Richtung nur um etwa eine Achtelumdrehung, dann stößt man an einen mechanischen Anschlag, und das Rad schnellt wie von einer Feder gezogen wieder in die Ausgangsstellung. Dabei wird aber zur jeweils nächste Quelle weitergeschaltet. Ein Klacken gibt auch hier das beruhigende Gefühl, dass Relais ein absolut sauberes Umschalten besorgen.

Illumination nach dem Einschalten: Der Heed thesis alpha präsentiert der Reihe nach alle Inputs, am Ende springt er auf die zuletzt genutzte Quelle.

Eingänge und Schnittstellen

Welche Quellen stehen denn nun zur Verfügung? Dafür drehen wir den Heed thesis alpha mal um. Die Analogsektion bietet zwei Eingänge für Line-Pegel-Geräte, wer einen Plattenspieler anschließen möchte, findet in der thesis-Serie den passenden Phono-Vorverstärker φ (phi). Die Digitalsektion punktet mit vier Schnittstellen: Ein USB-B-Port ist für den Anschluss an einen Computer vorgesehen, es ist eine asynchrone USB 2.0-Schnittstelle, das bedeutet: Die vom Rechner gelieferten Daten werden vom Heed thesis alpha zwischengespeichert und nach seinem eigenen Takt verarbeitet. Diese Unabhängigkeit von der Computer-Clock sorgt für weniger Timing-Fehler bei der Datenübertragung. Das wiederum minimiert den sogenannten Jitter, der als hörbare Folge von Ungenauigkeiten in der Datenlogistik ein unpräziseres Klangbild verursacht.

Die Digital-Sektion des Heed thesis alpha: Zu den bekannten Schnittstellen USB-B, Toslink und Koax gesellt sich die eher seltene BNC-Buchse. Davor liegt ein Digitalkabel mit dem passenden Bajonett-Stecker.

Zum USB-Port gesellen sich drei S/PDIF-Schnittstellen: ein optischer Toslink-Input, ein elektrischer Koaxial-Eingang mit Cinch-Buchse und ein ebenfalls koaxialer Zugang mit BNC-Buchse. BNC? Diese Anschlussart ist in der Messtechnik Standard, im Studiobereich öfters zu finden, bei HiFi-Komponenten hingegen selten. BNC steht für „Bayonet Neill Concelman“, benannt nach den beiden Entwicklern dieser Steckverbinder mit Bajonettverschlusses. Wer im Heed-System bleibt und etwa den CD-Spieler thesis Δ (Delta) als reines Laufwerk anschließt, wird auch diesen BNC-Eingang nutzen können. Der Heed thesis alpha ist damit die „digitalere“ Vorstufe der thesis-Serie, wer ausschließlich auf analog setzt, wird mit dem Schwestermodell λ (lambda) glücklicher.

Die aktuelle Lautstärke zeigt ein Leuchtpunkt an, bei jeder Veränderung rotiert er mit dem Stellrad.

HiRes- und Upgrade-fähig

Zurück zum Heed thesis alpha: In seinem Inneren sorgt ein hochwertiger Konverter für die Signalwandlung, hier wird der selbstentwickelte heed DAC P eingesetzt. Er besitzt eine Wandlungsfähigkeit bis 192 Kilohertz/24Bit, diese HiRes-Qualität ist über alle vier Digitalschnittstellen möglich – das ist bemerkenswert, weil bei etlichen Konkurrenten nur der USB-Port derart hochauflösende Files verarbeiten kann. Der DAC ist auf einer separaten Steckkarte untergebracht, ebenso die USB-Sektion. Durch diesen modularen Aufbau kann der Heed thesis alpha leicht umgerüstet und damit auch in Zukunft auf dem Laufenden gehalten werden. Der möglichen Aufrüstung dient auch die sechspolige DIN-Buchse neben den Schnittstellen: An diese Buchse kann das externe Netzteil thesis π (pi) angeschlossen werden, das der internen Stromversorgung in punkto Kraft und Stabilität überlegen ist und für noch größere Ruhe in der Performance sorgt. Wer wie wir mit dem internen Netzteil Vorlieb nimmt, muss die DIN-Buchse mit dem mitgelieferten Kurzschluss-Stecker bestücken – keine Sorge, er sorgt nur dafür, dass die nötigen Kontakte für den Intern-Betrieb gebrückt werden.

Der Kurzschlussstecker wird aufgeschraubt, wenn der Heed thesis alpha mit seinem internen Netzteil arbeitet. Alternativ kann er mit einer externen Stromversorgung betrieben werden, sie wird dann statt des Steckers an diese DIN-Buchse angeschlossen.

Ausgänge

Nun zu den Ausgängen. Hier bietet der Heed thesis alpha drei Pre Outs. Der dritte liefert einen fixen Signalpegel, er kann also nicht über den Lautstärkeregler verändert werden. Dieser Pre Out 2 wird von Heed als Tape-Ausgang definiert – ja, die gute alte Tape-Schleife gibt es noch! Natürlich kann man von hier das Signal zum Zweck seiner Aufzeichnung auch zu anderen Komponenten mit analogem Eingang führen, etwa einem Hard Disk Recorder. Der erste und zweite Pre Out hingegen sind über den Lautstärkeregler im Pegel veränderbar. Deshalb ist dieser Ausgang für den Anschluss an eine oder zwei Endstufen vorgesehen, so ist also Bi-Wiring und sogar Bi-Amping möglich.

Die Analog-Sektion des Heed thesis alpha: Zwei Eingänge lassen den Anschluss von Line-Pegel-Geräten zu, drei Pre Outs ermöglichen den Einsatz als Tape-Schleife und schaffen die Voraussetzung für den Bi-Wiring- oder sogar den Bi-Amping-Betrieb.

Endstufe Heed Audio thesis gamma

Wer alpha sagt, muss auch … äh.. gamma oder omega sagen, denn der Buchstabe beta ist bei Heed (noch?) nicht vergeben, und die passenden Leistungsverstärker der thesis-Reihe sind deshalb entweder der Monoblock ω (omega), von dem man für den Stereo-Betrieb dann natürlich zwei Stück benötigt, oder die Stereo-Endstufe γ (gamma), die wir für unseren Test ausgesucht haben. Optisch passt der heed thesis gamma perfekt zum Vorverstärker: gleiche Gehäusehöhe und -breite, identische Gehäusematerialen, deckungsgleiches Design. Der einzig offensichtliche Unterschied ist, dass die Endstufe kein Bedienelement auf der schwarz glänzenden Front hat. Beim Einschalten sorgt die Endstufe mit der Illuminierung von Firmenlogo und Modellbezeichnung für einen ähnlichen Aha-Effekt wie bei der Vorstufe – aber auch für ein kleines Schmunzeln: Der An/Aus-Kippschalter auf der Rückseite ist genau anders herum eingebaut wie bei der Vorstufe. Wo wir schon auf der Rückseite sind: Hier finden wir neben neben dem Analogeingang für das Vorstufensignal vier Klemmen von ausgezeichneter Qualität, sie ermöglichen den Anschluss von Kabeln mit Banana-Steckern oder Gabelschuhen, natürlich geht auch blanke Litze: Dank der üppigen Aufnahmen lassen sich hier problemlos selbst Boxenkabel mit großen Querschnitten einführen.

Die Stereo-Endstufe thesis alpha setzt das nobel-reduzierte Design der Vorstufe fort.

Außergewöhnliches Schaltungskonzept

An die Lautsprecher liefert der Heed thesis gamma zweimal 110 Watt bei Boxen mit einer Impedanz von zwei Ohm, der Verstärker soll sogar bis 1,6 Ohm laststabil arbeiten. An den üblicheren vier Ohm-Lautsprechern bringt er 90 Watt, an acht Ohm immerhin noch 55 Watt. Im Inneren wirken dafür ausgesuchte Komponenten, die durch die Bank überdimensioniert sind, also nie an der Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiten müssen – das ist einerseits materialschonend und befördert andererseits eine entspanntere Wiedergabe. Bei der Schaltung setzt Heed, wie bei allen seinen Transistorverstärkern, auf die Transcap-Technologie. Dies ist eine von Heed verfochtene AC-gekoppelte Schaltung. Sie verzichtet auf die für Transistorenverstärker übliche Gleichspannungskopplung, mit einem ausgangsseitigen Kondensator soll sich diese Schaltung mehr wie ein Röhrenverstärker verhalten. Dadurch sollen die Transcap-Module, von denen ein Paar im Heed thesis gamma die Amplifikation bewerkstelligen, ein natürlicheres Abklingen von Tönen ermöglichen und deshalb klanglich frei von jener Sterilität und Leblosigkeit sein, die Transistorenverstärkern nachgesagt wird. Wir sind gespannt …

Die Endstufe entwickelt beim Betrieb Wärme, für den nötige Luftaustausch sorgen die Schlitze auf der Gehäuseoberseite.

Die Heed thesis alpha/gamma-Kombi in der Praxis

Für diesen Test steht uns passenderweise der Heed thesis delta als CD-Zuspieler zur Verfügung, wir verbinden ihn mit der alpha/gamma-Verstärkerkombi auf analogem Weg über das Cinchkabel van den Hul The Rock. Von dem niederländischen High End-Kabelhersteller stammt auch unsere BNC-Leitung van den Hul the The Sea für den digitalen Anschluss. Über diesen seltenen Signalweg starten wir auch mit dem Song „Headlights“ von Tokunbo. Die Soul-, Jazz- und Pop-Sängerin, einst Frontfrau von TokTokTok, hat diesen erstklassig produzierten Track in den Vordergrund ihres aktuellen zweiten eigenen Albums „The Swan“ gestellt. „Headlights“ beginnt mit einem anschwellenden sphärischen Ton samt lauter werdender Percussion und Elektronica, es klingt wie das verfremdete Ticken einer sich bedrohlich nähernden Uhr. Trotz aller Spannung in der Musik schlägt sich das nicht als Stress im Klangbild nieder. Das Timing der Wiedergabe stimmt, die Schläge kommen absolut exakt – eben wie ein Uhrwerk. Deshalb kann dieser Anfang auch seine atmosphärische Wirkung entfalten. Prima! Über diesem Klang- und Rhythmusteppich liegt nun der Gesang, Tokunbos Stimme klingt wunderbar sonor und angenehm, auch hier empfindet man eine wohltuende Entspanntheit, die angenehme Stimme der deutsch-nigerianischen Sängerin ist frei von allen Härten und Harschheiten, obwohl wir durch die brillante Produktion auch kleinste Atmer und feinstes Lufteinziehen hören. Diese charakteristischen Geräusche gehören dazu, sie sorgen für die Faszination einer Wiedergabe, sie dürfen nur keine Schärfe haben, weil sie sonst von der Musik ablenken. Davon ist die Heed thesis alpha/gamma-Verstärkerkombi frei, hier klingen diese Geräusche schlicht natürlich.

Vier solide Klemmen sorgen für den amtlichen Kabelanschluss, die Aufnahmen fassen auch Litzen mit großem Querschnitt.

Das bestärkt das Amp-Duo mit der Wiedergabe der Akustgitarre: Das Stahl der Saiten blitzt akustisch auf, hell aber eben nicht grell, auch die Spielgeräusche, die bei zu starker Betonung nerven, haben hier die genau richtige Präsenz, so vermittelt das Verstärkerduo eine schöne Live- und Lebhaftigkeit. Zugleich erleben wir Dank der guten Transparenz eine gelungene räumliche Darstellung. Das zahlt sich mit dem Einsatz der im Hintergrund erklingenden Snare Drum aus. Der auf dieser Schnarrtrommel gespielte Marschrhythmus erklingt wie aus weiter Ferne – diese Tiefe können wir mit dem Heed thesis alpha/gamma-Gespann sehr gut ausloten. Die Bassdrum hingegen ist, wie später das gesamte Schlagzeug, weiter in den Vordergrund gemischt – und jeder Schlag auf das Bassdrum-Fell deutet die Kraft an, die diese Verstärker-Kombi hat: Trocken und lakonisch, aber trotzdem mit viel Wumms drücken uns diese Schläge auf den Magen. Das wiederholen wir mit einer Aufnahme, die diesen Bassdrum-massiert-Bauch-Effekt noch stärker betont: „I’m Not Giving In“ von Thorbjorn Risager & The Black Tornado. Die achtköpfige Band liefert hier amtlichen Bluesrock mit einem kernigen AC/DC-artigen Gitarrenriff – beste Gelegenheit, die Verstärker-Kombi mal richtig aufzureißen. Dieser Plan scheitert allerdings schnell: Wir haben den Heed thesis alpha nicht einmal zur Hälfte aufgedreht und sind schon mehr als bestens bedient! Das Verstärkerduo lässt es richtig krachen, der Punch des Schlagzeugs und die fetten Töne des Basses drücken ordentlich auf unseren Körper. Außerdem ist uns trotz des etwas abgelegenen Hörraums schon bald die ungeteilte Aufmerksamkeit der gesamten lite-Redaktion sicher. Die thesis-Kombination besitzt bei aller Kompaktheit eine immense Kraft, sie spielt selbst bei dieser forcierten Lautstärke souverän und ruhig, die Wiedergabe klingt deshalb trotz des hohen Pegel entspannt. Mit dieser Potenz haben wir, ehrlich gesagt, nicht gerechnet!

Zum Vorverstärker gibt es eine einfache, leichte Systemfernbedienung aus Kunststoff. Sie passt mit ihrer silbernen Schale, der schwarzen Oberseite und der schnörkellosen Gestaltung prima zum Design des Verstärkers. Für den thesis alpha bietet sie als Funktionen die Anwahl der Eingänge, die Lautstärkeregler und die Stummschaltung – diese Funktion ist am Verstärker nicht verfügbar.

Ebenfalls überraschend ist der Unterschied zwischen den Digital- und den Analogeingängen. Auf analogem Weg klingt die Zuspielung noch ein bisschen besser, genauer gesagt: frischer sowie etwas voluminöser. Die nichtdigitale Sektion des Heed thesis alpha leistet hier also ganze Arbeit – und der DAC des zuspielenden thesis Delta ebenso. Beim Wechsel zum USB-Port des Heed thesis alpha spielen wir dann erstmalig Musik vom Rechner zu – und zwar in hochauflösender Qualität: Der dritten Satz aus dem Brandenburgischen Konzert Nr. 1 von Johann Sebastian Bach, eingespielt vom Dunedin Consort, geht nun als HiRes-File in 192 Kilohert/24 Bit durch die Elektronik. Heraus kommt eine durchsichtige, vitale Wiedergabe, das preisgekrönte schottische Ensemble spielt das Allegro mit strahlenden Trompeten, feinem Cembalo, quirligen Flöten und einem agil-präzisen Streicherapparat ungemein frisch. Die Interpretation wie die Produktion ist von einer herrlichen Luftigkeit durchzogen, und die alpha/gamma-Verstärkerkombi vermag es, diese Leichtigkeit, Lebendigkeit und Lust am Musizieren wunderbar wiederzugeben.

Schlanker Turm: Die Heed thesis alpha/gamma-Kombination hat hier on top den passenden CD-Spieler thesis Δ (Delta).

Fazit

Die Vor-/Endstufen-Kombination Heed thesis alpha/gamma liefert im halben Format die volle Performanz: Sie kann Boxen bis 2 Ohm antreiben und leistet hier bis zu 120 Watt. Mit der ungewöhnlichen AC-Kopplung als Endstufen-Schaltungskonzept gelingt der Kombi ein voller, lebendiger und natürlicher Klang. Die Vorstufe stellt dafür Signale von zwei analogen Line-Eingängen und vier digitalen Inputs bereit. Hier wird mit USB, Toslink, Koax-Cinch und dem selteneren BNC-Anschluss die ganze Schnittstellen-Bandbreite abgedeckt – und alle digitalen Inputs ermöglichen HiRes bis 192 Kilohertz/24 Bit. Ansonsten ist diese Kombi kompromisslos: Heed beschränkt sich sowohl bei der Verstärkerschaltung als auch bei der Ausstattung auf das Wesentliche, der Features-Umfang erstreckt sich auf die Fernbedienung. Highlight des Amp-Duos ist neben der klanglichen Qualität die optische Gestaltung: Das Zusammenspiel von Design und Illumination macht die Vor-/Endstufen-Kombination Heed thesis alpha/gamma sowohl zu einem Hinhörer als auch einem Hingucker.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: angemessen

95 %

91 %

85 %

180904.Heed-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Heed Audio
thesis α (alpha)
Produktkategorie:Stereo-Vorverstärker
Preis:- Standard: 3.290,00 Euro
- mit externem Netzteil Heed thesisi π (pi): 4.990,00 Euro
Garantie:3 Jahre
Ausführungen:Schwarz/Silber
Vertrieb:B&T hifi vertrieb GmbH
+49 2104/175560
www.bt-vertrieb.de
Abmessungen (HBT):850 x 220 x 360 mm
Gewicht:4 kg
Eingänge (analog):2 x Line (Cinch)
Eingänge (difital):1 x S/PDIF optisch (Toslink)
1 x S/PDIF elektrisch (koaxial, Cinch)
1 x S/PDIF BNC
1 x USB 2.0 (Typ B)
Ausgänge:2 x Pre Out variabel (Cinch)
1 x Pre Out fix/Tape (Cinch)
Maximale Samplingrate/
Auflösung:
PCM 192 kHz/24 bit
Lieferumfang:- Heed Audio thesis alpha (bestückt mit DAC 3-Karte und USB 2.0-Karte)
- Fernbedienung
- 2 Batterien (AAA)
- Netzkabel
- Quick Start-Guide
- Kurzschlussstecker (für den Betrieb ohne externes Netzteil)
- Bedienungsanleitung
- Garantiekarte von B&T hifi
Optionale Module:- externes Netzteil Heed thesisi π (pi)
Besonderes:- Halbformat-Bauweise
- sehr gute Verarbeitung
- nüchtern-nobles Design mit exzellenter llumination
- sehr guter Klang
- PCM 192 kHz/24 bit über alle digitalen Schnittstellen
- aufrüstbar durch den modularen Aufbau (DAC-Karte, USB-Karte) sowie durch das externe Netzteil Heed thesisi π (pi)
- Anschluss für optionales externes Netzteil Heed thesisi π (pi)
Modell:Heed Audio
thesis γ (gamma)
Produktkategorie:Stereo-Endstufe
Preis:2.490,00 Euro
Garantie:3 Jahre
Ausführungen:Schwarz/Silber
Vertrieb:B&T hifi vertrieb GmbH
+49 2104/175560
www.bt-vertrieb.de
Abmessungen (HBT):850 x 220 x 32,3 mm
Gewicht:10 kg
Eingänge (analog):1 x Line (Cinch)
Ausgänge (analog):1 x Lautsprecher
Leistung:2 x 110 W / 2 Ohm
2 x 90 W / 4 Ohm
2 x 55 W / 8 Ohm
Lieferumfang:- Heed Audio thesis gamma
- Netzkabel
- Quick Start-Guide
- Garantiekarte von B&T hifi
Besonderes:- Halbformat-Bauweise
- sehr gute Verarbeitung
- nüchtern-nobles Design mit exzellenter llumination
- Verstärkerschaltung mit AC-Kopplung
- natürliches, klares Klangbild ohne Härte
Modell:Heed Audio
thesis α (alpha) / thesis γ (gamma)
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,2
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistungangemessen

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