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Die Dali Oberon 7 ist ein solide verarbeiteter Zwei-Wege-Bassreflex-Lautsprecher im ansprechenden Gewand. Preislich attraktiv, überrascht die Dänin mit wohliger Dynamik und einer homogenen Hoch-/Mitteltonabstimmung. Ihre schlanke Erscheinung, ihre gelungenen Proportionen und die hübschen Gewebeabdeckungen prädestinieren sie geradezu für den Einsatz in modern eingerichtete Wohnumgebungen.

Schallwand Weiß, Seitenwangen Eiche hell, Abdeckungen Grau. Die neue Oberon-Serie ist für den Einsatz in modern eingerichtete Wohnräume konzipiert.

Die Dali Oberon 7 ist das Flaggschiff der brandneue Oberon-Reihe. Die wiederum löst die erfolgreiche Zensor-Serie ab und richtet sich an ambitionierte HiFi-Enthusiasten. Da speziell für den Einsatz in anspruchsvoll gestalteten Wohnräumen konzipiert, ist sie in zahlreichen Gehäuseausführungen erhältlich: Esche schwarz, Eiche hell, Walnuss dunkel und Weiß. Das sauber gearbeitete MDF-Gehäuse schmiegt sich, je nach Geschmack, sanft in die Umgebung ein oder sticht wahlweise keck hervor. Die hochglänzende Schallwand ist mit einer Schattenfuge sauber ans Gehäuse gesetzt. Ein schlichter und doch hochwertiger Akzent, der sofort zu gefallen weiß. Mit ihren knapp 102 Zentimetern Höhe ragt die Oberon 7 aber nicht zu hoch hinaus, sodass sie selbst unter der Dachschräge Platz findet. Mit ihren 20 Zentimetern Breite wirkt sie zugleich wohlproportioniert und alles andere als klobig. Der aus Aluminium gefertigte Fuß hebt das Gehäuse leicht in die Luft und lässt die Box fast schon schwebend erscheinen. Nach hinten ist dann etwas mehr Raum erforderlich – und das nicht nur weil die schlanke Säule 34 Zentimeter in die Tiefe greift. Auch weil der Bassreflex-Kanal nach hinten ausgelegt ist, benötigt sie etwas Abstand zur Wand. Ungewöhnlich ist das nicht, Lautsprecher sollten ohnehin nicht direkt an der Wand stehen, um eine Bass-Überflutung im Raum zu vermeiden.

Dali liefert jeder Box einen Standfuß mit. Er lässt sid Box optisch schweben und verleiht ihr eine höhere Standfestigkeit. Die zum Lieferumfang gehörigen Spikes werden direkt in die dafür vorgesehenen Gewinde geschraubt.

Wohnraum-Detail

Zum mechanischen Schutz vor neugierigen Fingern oder falls der Anblick der Technik nicht zusagt, liefert Dali mit Stoff bespannte Frontabdeckungen mit. Das kennen wir bereits aus unserem Test der etwas kleineren Standbox Oberon 5. Auch hier gilt: Lautsprecher in der Gehäusefarbe Weiß und Eiche hell kommen mit grau melierten Abdeckungen. Schwarze und nussbaumfarbene Boxen sind mit schwarze Stoffbezügen ausgestattet. Mit ihren gerundeten Ecken und dem strukturierten Stoffbezug entsprechen diese dem aktuellen Wohntrend. Sollte die Farbe der mitgelieferten Abdeckungen widererwartend allerdings keinen Anklang finden, können bei Dali bzw. im Fachhandel optional auch andersfarbige Stoffbespannungen erworben werden.

Sehr hübsch: Die gerundeten Gewebeabdeckungen stehen leicht auf Abstand zur weißen Schallwand.

Nimmt man die Stoffbespannung ab, wird der Blick auf die Technik und die schneeweiße Schallwand frei.

Solide Technik mit reichlich Innovationen

Das 20 Zentimeter breite Frontpanel bietet genügend Raum für gleich zwei untereinander platzierte 180 Millimeter messenden Tief-Mitteltonchassis. Nimmt man die Lautsprecherblende ab, fallen diese durch ihre mit Holzfasern verstärkten Membranen direkt ins Auge. Dies dient in erster Linie nicht der Zierde, auch wenn der Anblick mir persönlich sehr zusagt. Nein, die kleinen Fasern machen die Membran äußerst stabil ohne ihr allzu viel Gewicht aufzubürden. Das wiederum verspricht druckvolle, schnelle Bässe – auch bei kleinen Membrandurchmessern. Über besagtem Duo thront der bündig eingesetzte Hochtöner. Die hier eingesetzte Gewebekalotte weist einen Durchmesser von 29 Millimetern auf. Wie von Dali gewohnt, wurde auch hier viel Wert auf eine leichte Bauweise gelegt. Mit 60 Milligramm pro Quadratmeter handelt es sich dabei um eine der leichtesten Hochtonkalotten auf dem Markt. Die große Membranfläche hat einen Grund: Dank ihr erreicht der Hochtöner schon bei kleiner Auslenkung einen hohen Schalldruck. Dadurch muss die Schwingspule wiederum weniger Strecke zurücklegen, wodurch sie länger im optimalen Wirkungsbereich des sie umschließenden Magnetfelds bleibt. Auf der Rückseite der Oberon 7 befindet sich dann das obligatorische Anschlussfeld. Die hier platzierten Schraubklemmen nehmen Bananas, Kabelschuhe oder unkonfektionierte Kabel bis zu einer Größe von bis zu vier Quadratmillimetern auf. Direkt über dem Anschlussfeld sitzt die bereits angesprochene Bassreflex-Öffnung. Auf einen Wirkungsbereich von knapp 40 Hertz abgestimmt, soll sie eine eine ausgewogene und doch tiefgreifende Basswiedergabe bewirken. Für einen ordnungsgemäßen Antrieb verlangt das Gespann eine Ansteuerung von mindestens 30 Watt, es sollte aber nicht mit mehr als 180 Watt befeuert werden.

Auch in der Oberon-Reihe setzt Dali auf seine bewährte Konus-Membran mit Holzfaser-Verstärkung.

Spielt auf, Herr Oberon

Nun wird es aber Zeit die Dali Oberon 7 aus dem Karton zu holen und auf ihre Füße zu stellen. Jetzt stehen die Dalis auf besagtem, sehr soliden Aluminium-Sockel. Mit 27 Zentimetern Breite ist er etwas breiter als das Lautsprechergehäuse. Der Sockel kann nun wahlweise noch mit Metallspikes für Teppichboden oder Gummifüßen für harte und kratzempfindliche Böden versehen werden. Somit wird die direkte Schallübertragung gen Boden auf ein Minimum reduziert. Das ist auch gut so, nach den ersten Klängen aus meiner Musiksammlung wird nämlich klar, dass dieser Lautsprecher über den gesamten Frequenzbereich frisch und frei aufspielt. Moderne Dance-Tracks lassen die beiden Bässe jetzt richtig arbeiten. Die vergleichsweise kleinen Membranen sind zu meiner Überraschung tatsächlich in der Lage, einen deftigen druckvollen Bass abzusondern. Im Zusammenwirken mit dem Hochtöner breitet sich ein breites Klangspektrum aus, das über physischen Positionen der Schallwandler hinaus geht. Instrumente werden sauber akzentuiert im Raum positioniert. Jetzt wird „sehr scharf geschossen“, aber kein Soundklecks zu dick aufgetragen. In „Friends“ von Solomun pulsiert der Bass dann knackscharf durch und gibt das Metrum vor. Synthesizer ergießen sich wundervoll durch den gesamten Hörraum. Normalerweise stoßen große Hochtonkalotten hier an ihre Grenzen. Das geringe Gewicht der Dali-Tweeter lässt die Oberon 7 jedoch eine weite Bühne mit gezielt ortbaren Instrumenten aufzuspannen. Das synthetische Glockenspiel im Mittelteil scheint zwischenzeitlich sogar hinter dem Zuhörer zu schweben. In „Love Machine“ von Supermax wird der Zuhörer dann ebenfalls sofort voll ins Geschehen integriert, weil Bass und Schlagzeug den Zuhörer direkt an den richtigen Punkt im Raum platzieren. Die Snare wird knackig aber nicht zu scharf wiedergegeben. Trotz satt klingender Bassgitarre und wohlig runden Synthesizern wird der Sänger perfekt im Frequenzspektrum aufgelöst. Das klingt weder zu fett artikuliert noch dünn.

Dali spendiert der Oberon 7 einen 29 Millimeter durchmessende Hochtöner mit superleichter Gewebekalotte. Das gibt es in dieser Preisklasse eher selten.

Für lange Hörsessions gemacht

Andere Schallwandler dieser Preisklasse tragen hier in den Mitten etwas mehr Schminke auf. Die Oberon 7 weiß dagegen mit ihrer neutralen Abstimmung zu punkten und richtig zu gefallen. Auch die funkige E-Gitarre macht richtig Spaß, während der Background-Gesang die Gehörgänge angenehm streichelt. Dass die Bass-Drum den Beat zugleich druckvoll aber doch entspannt hält, trägt zum Langzeithörvergnügen bei. Die schlanken, zugleich aber straff abgestimmten Bassmembranen spielen die geforderte Dynamik im Einklang mit der rückwärtigen Bassreflex-Öffnung perfekt aus. Die leicht kratzige Stimme Tommy Castros in „Ninety-Nine And One Half“ passt sich exzellent in das weiche Bett der Orgel ein. Das Schlagzeug wird so naturgetreu abgebildet, als wäre es bei mir im Wohnzimmer aufgebaut. Wenn Larry Carlton Robben Ford „Nm Blues 08“ ankündigt, wähnt sich der Zuhörer mit einem Glas Whiskey in der Hand in einen gemütlichen Ledersessel des örtlichen Clubs. Als beide Künstler dann in die Saiten greifen, wird jeder Pick und jedes noch so kleine Geräusch so zuverlässig und sauber übertragen, als säße der Lauschende zwischen beiden Protagonisten. Nie drängelt sich ein Sound eilig in den Vordergrund. Effekthascherei ist also nicht der Stil der Dalis. Auch mit der Abbildung der tiefen variantenreichen Stimme Hannah Reids von London Grammar in „Help Me Lose My Mind“ haben die Dali Oberon 7 dann erwartungsgemäß keinerlei Schwierigkeiten. Gleiches gilt auch für die raue Stimme von Chuck Regan in „The Boat“. Durch die flinken Membranen ist das Klangbild auch hier wunderbar filigran, lebendig und niemals langweilig. Die klassischen Gitarren werden völlig natürlich von der Oberon 7 reproduziert, der Zuhörer findet sich mitten im Geschehen. Kurz gesagt: Diese Lautsprecher sind wie ihre Optik, eher zurückhaltend, dabei aber solide und präzise.

Anschlussseitig ist die Oberon 7 mit großen Schraubklemmen in Single-Wire-Ausführung ausgestattet.

Dann brüll, Löwe … pardon, Oberon7!

Nachdem die Oberon 7 nun in leisen Pegeln wie unter Zimmerlautstärke zeigen konnte, dass sie dem musikalischen Alltag gewachsen ist, muss nun auch eine Probe für Wohnzimmerparty-Lautstärke her. Erneut höre ich mich durch unterschiedliche Genres, die die Lautsprecher ohne Murren, Klirren oder Scheppern auf sich nehmen. Also drehe ich etwas weiter am Lautstärkeregler. Bässe bohren sich durch Mark und Bein und Höhen sausen lässig durch den Raum. Inzwischen sucht der Hund Zuflucht im Schlafzimmer, während ich den Regler so weit aufdrehe bis auch ich meine persönliche Schmerzgrenze erreiche. Der Bass wühlt sich dabei noch immer gezielt durch mich hindurch und massiert den Rhythmus knackscharf einmal den Rücken herauf. Das verschafft den Bandscheiben wieder etwas Spielraum, während die Hochtöner die zischenden Becken durchs Zimmer treiben, als gäbe es kein Morgen mehr. Von Verzerrung allerdings noch immer keine Spur. Stimmen jeder Couleur werden auch jetzt glasklar gezeichnet, Trompeten schmettern den Ausgang suchend durch den Flur und der Bass lässt die Bilder an der Wand flattern. Vor einer fetten Party brauchen diese beiden hübschen und optisch eher schlank daherkommenden Oberon 7 sich also keinesfalls zu verstecken. Allenfalls das makellose Finish der Lautsprecher könnte hier möglicherweise unter sorglos abgestellten Biergläsern der Tanzwilligen leiden.

Die Oberon 7 sind eher schlank und können sich optisch sehen lassen. Sie sind aber auch in der Lage es klanglich so richtig krachen zu lassen.

Fazit

Wer genug davon hat, einer guten Blauzahn-Dose mit Sprachassistent zu lauschen und sich nach den guten alten HiFi-Lautsprechern sehnt, der sollte sich die Oberon 7 unbedingt mal ansehen/anhören. Die Überraschung wird groß sein – auch in Sachen Preis. Die hübsche und sehr gut verarbeiteten Klangmöbel werden von Dali bei erfreulichen 499 Euro pro Stück eingepreist und liefern absolut solide Arbeit. Das Äußere kann sich sehen und die Technik hören lassen. Klanglich spielen die Flaggschiffe der neuen Oberon-Serie groß auf und überzeugen durch Variabilität, Leistungsfähigkeit, eine homogene Hoch- und Mitteltondarstellung sowie durch jede Menge Grundtondynamik und einen sauberen Abstieg in den Basskeller. Die Oberon 7 eignet sich damit übrigens auch für den Heimkino-Einsatz. Mit dem Oberon Vokal kann das System beispielsweise um einen Centerlautsprecher erweitert werden. Für den hinteren Kanal lässt sich das System um die Dali Oberon On-Wall, einem sehr flachen Lautsprecher für die Wandmontage, der Dali Oberon 1 oder der auch schon von uns getesteten Oberon 5 kombinieren.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 78/80
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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181227.Dali-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Dali
Oberon 7
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:998,00 Euro / Paar
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Esche Schwarz
- Eiche hell
- Walnus dunkel
- Weiß
Vertrieb:DALI GmbH, Bensheim
Tel.: 06251 / 9 44 80 77
www.dali-deutschland.de
Abmessungen (HBT):1015 x 200 x 340 mm
Gewicht:14,8 kg / Stück
Impedanz:6 Ohm
Empfindlichkeit:88,5 dB/W/m (Herstellerangabe)
Hochtöner:1 x 29 mm (Gewebekalotte)
Tiefmitteltöner:2 x 180 mm (Holzfaser-Membran)
Frequenzbereich:36 Hz - 26 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenzen:2.300 Hz (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Dali Oberon 7
- Gewebeabdeckungen
- Sockel
- Spikes
- Bedienungsanleitung
Besonderes:+ sehr gute Stereo-Bühne
+ tiefe Bassabstimmung
+ sehr gute Verarbeitung
+ wohnraumtaugliches Design
+ flexible Aufstellung
+ punchiger Grundton
+ hohe Langzeithörtauglichkeit
+ attraktiver Preis
Benotung:
Klang (60%):78/80
Praxis (20%):79/80
Ausstattung (20%):77/80
Gesamtnote:78/80
Klasse:Mittellasse
Preis-/Leistunghervorragend

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