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Was machen wir heute alles mit unserem Smartphone? Wir telefonieren, surfen im Internet, verwalten Termine … und haben Spaß beim Zocken. Für viele Menschen gehört das Smartphone zu den wichtigsten Tagesbegleitern. Im Extremfall wird der Spaß jedoch schnell getrübt, die Verbindung bricht ab, der Akku ist leer oder der Prozessor kommt nicht mit. Die Folge: Die Heldenfigur, die man durch die Spielewelt bewegt, reagiert im Schneckentempo. Wer viel mit seinem Smartphone macht, sollte deshalb auf das richtige Smartphone setzen. Aber was heißt eigentlich „richtig“?

App-Spiele, Browsergames und andere: Zocken gehört inzwischen zu den meistgenutzten Smartphone-Aktionen.

Leistung: Chips gefällig?
Der Spielheld rast durch die Fantasy-Landschaft. Er dreht sich, springt und läuft. Dutzende Orks greifen ihn an, ein Drache nähert sich. Eine solche Szene kann Spielhelden ganz schön herausfordern und den Gamer ebenfalls. Und nicht zuletzt … das Smartphone auf dem gespielt wird. Das neue Mobiltelefon sollte nicht zuletzt deshalb leistungsstark sein. Übermäßig leistungsstarke Smartphones sind zwar nicht zwangsläufig nötig, wenn man in der Mittagspause kleinere Games zockt, werden dagegen bevorzugt die neuesten Games gespielt, kommen leistungsschwächere Smartphones allerdings schnell an ihre Grenzen. Das bringt dann wiederum so manchen Gamer schnell an die Grenzen seiner Geduld.
Die meisten Smartphones sind mit einem System-on-a-Chip (SoC) bestückt, bei dem ein Computerchip wichtige Bausteine eines Computersystems wie Grafikkarte und Prozessor in sich vereint. Wie bei Betriebssystemen steht die numerische Bezeichnung oft auch bei einem SoC für verschiedene Versionen und Varianten und auch hier gilt: Je höher, desto (leistungs-)stärker.
Snapdragon gehört beispielsweise zur SoC-Familie des Herstellers Qualcomm, ein Snapdragon 200 ist entsprechend weniger fürs Gaming geeignet als ein Snapdragon 835 oder der neue High-End-Chip Snapdragon 845, der zuletzt in der Computerbild getestet wurde. Weitere leistungsstarke SoC sind zum Beispiel Exynos 9810 von Samsung, HiSilicon Kirin 970 von Huawei/Honor sowie der Apple A11 Bionic bzw. der kommende Apple A12.

Display: Nicht NUR Größe entscheidet – aber auch
Auf sehr kleinen Displays lassen sich die neuesten Games nicht wirklich genießen. Aus diesem Grunde sollte ein Gamer-Smartphone idealerweise einen mindestens 5,5 Zoll messenden Bildschirm besitzen. Die Auflösung sollte zumindest Full-HD mit 1080 x 1920 Pixeln betragen. QHD mit 1440 x 2560 Pixeln wäre die nächste Steigerung. In einer 4K-Auflösung (2.160 x 3.840 Pixel) lassen sich viele Games dagegen derzeit noch nicht spielen. Vermutlich wird sich dies aber in absehbarer Zeit ändern.
Wichtig für so manches Game auf Smartphones ist die Bildwiederholrate, sie gibt an wie oft ein erneuertes Bild geladen wird. Tendenziell gilt auch hier: Je höher dieser Wert, desto größer das Spielvergnügen, da Szenenwechsel flüssiger dargestellt werden. Hier setzt übrigens das neue Razor-Phone mit bis zu 120 Hertz aktuell Maßstäbe. Ganz so hoch muss die Bildwiederholrate derzeit allerdings nicht unbedingt sein. Tester haben durch die höhere Bildwiederholrate bei einem Razor-Phone-Test keinen großen Unterschied beim Spielvergnügen erkennen können.

Auch schön: ein massiger Sound!
In der Regel ist der Klang beim Gaming (hier Klicken) mit dem Handy im Vergleich zur Grafik weniger wichtig. Bei manchen Games trägt der Sound jedoch nicht unerheblich zur Spielatmosphäre bei. Stereolautsprecher für einen guten räumlichen Klang sind deshalb ebenso empfehlenswert wie beispielsweise Unterstützung der Surround-Sound-Technik Dolby-Atmos und THX-zertifizierte USB-Audio-Adapter für den Anschluss von Kopfhörern. „THX“ steht für das gleichnamige und in San Francisco (USA) ansässige Unternehmen THX, das Audio-Wiedergabe-Systemen mit seinem (hauptsächlich aus Kinos bekannten) Qualitätssiegel hohe Qualität bescheinigt.

Akku-Laufzeit: Wenn der Akku zum Endgegner wird
Da kämpft man gerade den Boxkampf seines Lebens, müht sich redlich, der Sieg zeichnet sich ab und dann … beendet der Akku das Spiel. Das ist nicht schön und lässt einen schnell auf die Palme gehen. Leistungsstarke Akkus sind also auch beim Gaming wichtig. Und zwar nicht nur, weil ein durch leere Akkus erzwungenes Spielende manche Gamer nervlich an seine Belastungsgrenze bringt. Wie bereits erwähnt beansprucht Gaming das Smartphone bzw. seinen Energiespeicher in nicht unerheblicher Weise. Aus diesem Grund sind für engagierte Gamer Smartphones mit Akkus mit einer Kapazität von mindestens 3000 mAh empfohlen. Die Abkürzung mAh steht hier übrigens für Milliamperestunde. Zur Erklärung: 3000 mAh bedeutet, dass ein Gerät eine Stunde lang mit einer Stromstärke von 3000 Milliampere oder zehn Stunden lang mit 300 Milliampere betrieben werden kann.
Neben der Akkustärke zählt natürlich auch der Verbrauch. So stellt sich die Frage: Wie viel Strom benötigt ein Smartphone eigentlich beim Zocken? Der Stromverbrauch hängt nicht zuletzt vom jeweiligen Handy und dort verbauten Komponenten ab. Angaben zu den Akkulaufzeiten sind wichtige Kennzahlen. Allerdings sollte man beachten, dass der tatsächliche Verbrauch beim intensiven Spielen oft niedriger ist. Auch hier gilt also: Höhere Werte versprechen ein längeres Spielvergnügen.

Wichtig: Achten Sie beim Kauf des neuen Gaming-Smartphones auf einen möglichst leistungsstarken Akku.

Nicht zu unterschätzen: ein guter Internetzugang
Spielt man online, kommt es selbstverständlich nicht nur auf das Smartphone an, auch die Geschwindigkeit des eigenen Zugangs ins mobile Internet ist entscheidend. Neben einer möglichst lückenlosen Netzerreichbarkeit ist eine gute Pingzeit vorteilhaft. Einfach ausgedrückt, beschreibt dieser auch auch „Latenzzeit“ genannte Wert die Zeit, die ein Datenpaket benötigt um zu einem Server zu gelangen und beantwortet zu werden. Folglich ist die Pingzeit also mitentscheidend wie schnell beispielsweise die eigene Spielfigur in einem Onlinespiel reagiert.
Beispiel: Läge die (nur zur Veranschaulichung völlig zu hoch angesetzte) Pingzeit bei einer Sekunde, würde eine ganze Sekunde vergehen, ehe die Spielfigur auf die eigene Eingabe reagiert. Wer häufiger Games spielt, der weiß, dass eine Sekunde oftmals viel zu lang sein kann, um im Spiel angemessen zu reagieren. Eine niedrige Pingzeit ist deshalb auch bei mobilen Onlinespielen entscheidend.

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