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Redakteurin
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Nach 36 Jahren im Hifi-Business präsentiert Dali 2019 seine ersten Kopfhörer: Die kabellosen Bluetooth-Over-Ears IO-4 und IO-6. Letzterer verfügt, im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, zusätzlich über eine integrierte aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und ein weiteres cooles Feature. Ich wollte wissen, was er sonst noch so kann.

Der IO-6 ist exzzellent verarbeitet, besteht aus hochwertigen Materialien und schaut richtig gut aus.

Dali selbst sorgt dafür, dass die Erwartungshaltung bereits vor Testbeginn ordentlich hoch ist: „Wir glauben, dass wir mit Dali IO die besten Kopfhörer der Welt geschaffen haben“, lässt der dänische Lautsprecherspezialist selbstbewusst verlauten. Dieses Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Beide Over-Ear-Modelle sind eine durch und durch dänische Eigenproduktion. Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken in den Premieren-Headphones IO-4 und IO-6. Sie stehen für einen gehobenen Klanganspruch und lassen bereits auf den ersten Blick Anspruchsvolles erwarten.

Qualität aus Dänemark

Dali wurde bereits im Jahr 1983 gegründet und machte sich als Lautsprecherspezialist international schnell einen Namen. Aber jetzt erst bringen die Dänen ihre ersten Kopfhörer auf den Mark. Was im ersten Moment vielleicht seltsam anmutet, ist allerdings sorgsam überdacht. Dali wird von der Leidenschaft für Musik und deren fehlerfreie Wiedergabe angetrieben. Hauptziel ist die Entwicklung und ständige Optimierung von Technologien, mit denen Musik und Filmton so realistisch wie möglich reproduziert wird. Und nun war der Zeitpunkt – nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit – gekommen, mit bestem Gewissen zwei klanglich überzeugende und perfekt designte Kopfhörer-Modelle ins Portfolio aufzunehmen.

Alles neu

Diese Entscheidung ist viel mehr als eine strategische Erweiterung des eigenen Produktportfolios. Die beiden IO-Modellen beinhalten jede Menge ausgefeilter Technik: Dali verwendet beispielsweise einen hochwertigen, eigens für diese Over-Ears entwickelten Treiber mit einer großen 50-Millimeter-Membran. Kombiniert mit einem optimierten Neodym-Magnetsystem verspricht dieser Aufbau möglichst geringe Verzerrungen, minimale Verfärbungen und eine über den gesamten Frequenzbereich fein abgestufte Dynamik. Oberstes Ziel ist es, einen möglichst natürlichen und authentischen Klang zu erzeugen und Musik genauso zu reproduzieren, wie vom Künstler beabsichtigt. Ob das in der Praxis auch noch so hervorragend klingt wie in der Theorie, das wird mein ausführlicher Test zeigen.

Schön und clever

Dali setzt bei seinen Premieren-Kopfhörern mit Bluetooth 5.0 auf den aktuell neuesten Übertragungsstandard. So lassen sich Smartphones, Tablets, PCs oder TV-Geräte ansteuern. Über diesen Weg werden dann auch die hochauflösenden Codecs aptX HD und AAC unterstützt. Zudem sind die Over-Ears, die es wahlweise in lässigem Schwarz oder edlem Karamellweiß gibt, mit einer Headset-Funktion für Telefonate und einem USB-C-Anschluss ausgestattet. So können beide IOs zur Wiedergabe von Musik oder anderen Audiosignalen an die USB-Buchse eines Notebooks oder Computers angeschlossen werden. Alternativ funktioniert das aber auch mit Hilfe eines Miniklinken-Kabels an ein Gerät mit einem herkömmlichen Kopfhörerausgang. Der Dali IO-6 hat – und das ist der große Unterschied zum IO-4 – noch aktives Noise-Cancelling sowie einen Hear-Thru-Modus integriert.

Zum Lieferumfang gehören u.a. ein USB-Ladekabel, ein Flugzeugadapter und ein 3,5-Millimeter Signalkabel.

Austauschbare Ohrpolster

Das alles klingt ja schon mal ziemlich vielversprechend und lässt bereits kaum Wünsche offen. Es gibt aber noch ein weiteres, besonderes Special: Die Ohrpolster des IO können zur Reinigung oder zum Austausch ganz leicht abgenommen werden. Die kreisrunden Polster sind mit Hilfe eines Bajonettverschlusses befestigt. Das heißt: Zum Entfernen werden diese leicht gegen den Uhrzeigersinn gedreht und dann von der Kopfhörer-Ohrmuschel abgenommen. Nun können die Polster gesäubert oder neue befestigt werden.
Wichtig: Beim der Wiederanbringung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Polster im Uhrzeigersinn vollständig und bis zum Anschlag gedreht werden. Sitzt das Polster korrekt, rastet es hörbar ein. Falsch angebrachte Ohrpolster beeinträchtigen sowohl die Basswiedergabe des Kopfhörers als auch die Geräuschunterdrückung. Auf Letztere komme ich dann später noch zu sprechen.

Die Ohrpolster lassen sich ohne zusätzliches Werkzeug entfernen und reinigen bzw. austauschen.

Schickes Etui mit im Gepäck

Der Dali IO-6 ist wirklich gut verpackt. Oder besser gesagt: Ein wenig versteckt. Ist der Deckel des stabilen Kartons abgehoben, muss noch eine Abdeckung hochgeklappt werden. Auch danach ist der Over-Ear noch nicht zu finden. Stattdessen fällt der Blick auf die Unterseite der Abdeckung, auf die der sehr übersichtliche Quick Start Guide gedruckt wurde. Eine wirklich gute Idee. Ausserdem entdeckt man das dunkle Transport-Etui mit rot-weißem Dali-Schriftzug, das in seiner lässigen Jeans-Optik zu gefallen weiß. In ihm liegt der Kopfhörer sicher und sanft gebettet. Hat man den Reißverschluss geöffnet, ist es endlich soweit. Soviel vorweg: Das Warten hat sich gelohnt! Der IO-6 ist ein wirklich perfekt designter Kopfhörer, dafür genügt ein kurzer Blick. Ein Anblick, der die Vorfreude auf den Praxistest steigert. Also hebe ich den Over-Ear sanft aus seinem Transportbehältnis.

Bei Nichtnutzung wird der IO-6 sicher im mitgelieferten Etui verstaut.

Edles Design, hochwertige Haptik

Schnell fällt auf: Die schwarz-graue Farbgebung ist vollends gelungen und auch die Haptik weiß zu überzeugen. Der Kopfbügel ist von schwarzem Kunstleder überzogen, die Unterseite glatt, samt-weich – und fühlt sich wunderbar an. Auf den unteren Enden sind ein „R“ für „rechts“ in rot und ein „L“ für „links“ in weiß platziert. Mit den Farben der dänischen Flagge präsentiert Dali auch hier voller stolz seine Heimat, allerdings angenehm zurückhaltend. Die Ohrmuscheln lassen sich sowohl nach vorne als auch nach hinten um 90 Grad drehen. Die Ohrpolster sind leicht nach oben und unten kippbar. So finden die Over-Ears auf wirklich jedem Kopf den optimalen Sitz. Dafür sorgt auch der stufenlos verstellbare Kopfbügel. Um die Ohrmuscheln zieht sich ein grau-glänzender Ring, passend zu den Außenseiten der Ohrmuscheln, in deren Mitte das Dali-Logo präsentiert wird und den eleganten Gesamteindruck abrundet.
Natürlich kommt der IO-6 nicht allein daher. Im Transport-Etui – hinter einem Netz, das mit Klett verschlossen wird – finden sich noch ein 1,3 Meter langes USB-C Kabel, ein Audiokabel (Stereo-Miniklinke) und ein Flugadapter.

Startklar für den Musik-Marathon

Auch wenn der IO-6 direkt nach dem ersten Einschalten funktioniert, wird empfohlen, den Kopfhörer zunächst über das mitgelieferte USB-Kabel an ein Ladegerät anzuschließen. Hängt der Kopfhörer am Strom, blinkt seine Anzeige bernsteinfarben. Ist der Akku vollständig geladen, leuchtet sie stetig grün. Zweieinhalb Stunden sollte das Ganze maximal dauern. Dali bietet zudem noch eine sehr praktische Schnellladefunktion: 15 Minuten ans Netz – schon hat der IO-6 Power für drei Stunden Spielzeit.
Vollständig geladen beträgt die Akkulaufzeit des IO-6 mit aktivierter Geräuschunterdrückung bis zu 30 Stunden. Ist die aktive Geräuschunterdrückung deaktiviert, verspricht er sogar rekordverdächtige Werte bis zu 60 Stunden Spielzeit mit nur einer Ladung.

Die grüne Leuchte zeigt an: Der Akku ist voll.

Immer informiert

Eingeschaltet wird der Dali Over-Ear über den länglichen Schiebeschalter (grüne Markierung wird sichtbar) an der rechten Ohrmuschel. Wird der Kopfhörer von der Stromquelle getrennt, wird der verbleibende Ladestand des Akkus angezeigt. Das passiert mit Hilfe des kleinen Punktes am Batterie-Symbol. Die Batterieanzeige ändert ihre Farbe hier von Grün (mehr als 50 Prozent) über Orange nach Rot, um die abnehmende Ladung anzuzeigen. Die Anzeige blinkt Rot auf, wenn es knapp wird. Und nicht nur das: Der Ladezustand des Akkus wird beim Einschalten, bzw. sobald ein kritischer Punkt erreicht wird, durch eine Sprachmeldung mitgeteilt. Ebenfalls praktisch, um Akkuleistung zu sparen: Der IO-6 schaltet sich nach zehn Minuten ohne Verbindung automatisch ab. Ist der Akku dann doch einmal leer, kann der Kopfhörer selbstverständlich per Kabelverbindung weiter verwendet werden.

Bluetooth-Verbindung: clever und schnell

Obwohl der Dali IO-6 per Kabel an den PC oder an andere Geräte angeschlossen werden kann, dürfte die kabellose Nutzung an erster Stelle stehen. Um den Kopfhörer zum Beispiel mit einem Smartphone zu verbinden, muss sich dieser im Bluetooth-Verbindungsmodus befinden. Die Verbindung wird dann wie folgt hergestellt:

1. Kopfhörer einschalten und die Einschalttaste eine Sekunde lang in Richtung Anschlag drücken. Die Bluetooth-Anzeige des Kopfhörers blinkt.
2. „DALI IO-6“ aus Liste verfügbarer Bluetooth-Partner am Smartphone wählen.
3. Steht die Verbindung, ist ein „Bluetooth connected“ zu hören. Die Bluetooth-Anzeige am Kopfhörer leuchtet durchgängig blau.

Der IO-Over-Ear kann gleichzeitig Verbindungen zu maximal vier verschiedenen Bluetooth-Geräten speichern. Nach dem Einschalten versucht der Kopfhörer zunächst eine Verbindung zum zuletzt verwendeten Gerät herzustellen. Das funktioniert in der Praxis blitzschnell. Ist dieses nicht verfügbar, geht der Dali die Liste der zuvor verbundenen Spielpartner durch, bis eine Verbindung hergestellt werden kann.

Der Dali IO-6 erwartet etwas Feingefühl

Nun folgt der Hörtest. Diesen starte ich mit meinem Spotify-Mixtape. Zunächst will ich herausfinden, wie ich mit der Steuerung zurechtkomme. Natürlich kann ich das auch über mein Smartphone erledigen, für meine Testzwecke möchte ich das aber nicht. Statt aufs Display lege ich meinen Fokus nun auf die rechte Kopfhörerschale. Ein Klick auf das Dali-Logo startet und stoppt die Musikwiedergabe oder nimmt Telefonate an. Ein Doppelklick bedeutet den Sprung zum nächsten Titel. Dreimal Tippen bedeutet einen Song zurückskippen. Das klappt wirklich super, weil das raue Dali-Logo einen sehr guten haptischen Orientierungspunkt bietet. Ein wenig mehr Feingefühl benötigt die Veränderung der Lautstärke: Hier muss man sich vom Logo zum umschließenden, schwarzen Kreis vortasten. Oben wirds lauter, unten leiser. Das klingt simpel, mit ein klein wenig Eingewöhnungszeit ist es das auch.

Der IO-6 wird ganz einfach über das intuitive Touchfeld in der rechten Ohrmuschel bedient.

Hört aufs Wort

Ist das eigene Smartphone mit einem virtuellen Assistenten (zum Beispiel Siri oder Google Assistant) ausgestattet, kann dieser durch Drücken und Halten der mittigen Taste aktiviert werden. Per Sprachansage lassen sich nach belieben Songs, Playlists oder Radiosender bequem abspielen. „Hey Siri, spiele WDR2“, wird tatsächlich sofort und ohne Umwege umgesetzt. Alternativ kann man sich so auch Witze erzählen lassen oder sich über die Wetterprognose oder über das aktuelle Nachrichtengeschehen informieren. Alles, ohne sein Smartphone auch nur einmal in die Hand nehmen zu müssen. Um den virtuellen Assistenten zu deaktivieren, wird die gleich Taste dann einfach noch einmal gedrückt.

Umwelt aus, Musik ein

Über ein kleines Knöpfchen lassen sich dann noch Noise Cancelling zuschalten und der Hear-Thru-Modus aktivieren. Letztere „Transparency“ getaufte Funktion pausiert die Musik und verstärkt Frequenzanteile im Sprachbereich. So kann man Bahndurchsagen oder Gespräche besser verstehen, ohne den Kopfhörer abzusetzen zu müssen. Das klappt alles wunderbar und wird im weiteren Test nochmal genauer unter die Lupe genommen.
An dieser Stelle muss aber auch noch die ebenfalls integrierte Freisprecheinrichtung erwähnt werden. Auch sie funktioniert tadellos. Das verspricht die „Clear Voice Communication” (CVC) und sie hält auch, was sie verspricht.

Sollte dem IO-6 doch mal “der Saft” ausgehen, kann er einfach kabelgebunden weiterverwendet werden.

Ehrlich und realistisch

Die Bedienung funktioniert schonmal hervorragend aber steht jetzt der Klang im Mittelpunkt: Meinen Hörtest starte ich mit etwas Sanftem: „No No No“ von Milow. Zarte Gitarrenklänge im Intro, dann die warme Stimme des belgischen Singer-Songwriters. Alles dringt von der ersten Sekunde an voluminös an meine Ohren. Angenehme Bässe sorgen für die nötige Tiefe. Währenddessen sind aber auch Mitten und Höhen sehr fein und differenziert zu hören. Nervige Sequenzen wie überhöhte Hochtonpassagen oder wummrige Bässe scheint der IO-6 nicht zu kennen. Meine Musik wird wirklich perfekt reproduziert. Dali hat tatsächlich nicht zu viel versprochen: Das Ziel, einen möglichst natürlichen und authentischen Klang zu erzeugen, wird meiner Meinung nach bereits im ersten Testabschnitt voll und ganz erreicht. Die von Dali entwickelten Papiermembranen mit ihren eingeklebten Faserstückchen leisten auch hier ganze Arbeit und sorgen für die versprochene Stabilität und den wirklich ausgewogenen Klang.

Dynamik und Temperament

Weiter geht’s dann mit „Geile Zeit“ von Juli. In diesem Song stehen dann eher die tieffrequenten Anteile im Vordergrund, also Drums und Bässe. Eine Gelegenheit, die der IO-6 dann voll ausnutzt, um mich über seine fein abgestufte Dynamik und sein Temperament zu informieren. Und über seine agile, zugleich aber auch ausgewogene und ehrliche Spielweise. Ich habs verstanden! Die nun gelieferte Performance macht richtig Spaß, erzeugt sofort gute Laune und lässt mich komplett in die Musikwelt abtauchen. Das ist nicht übertrieben, denn von Außengeräuschen bekomme ich so gut wie nichts mehr mit: Die weichen Polster umschließen die Ohren vollständig und schotten Umgebungsgeräusche auch ohne aktiviertes ANC effektiv ab.

Der IO-6 ist wirklich hochwertig gemacht. Besonders auffällig sind die schimmernden Alu-Ringe.

Sehr angenehm, aber locker

Was meiner Meinung nach bei einem Kopfhörer ebenso wichtig ist wie die perfekte Klangbühne, ist der Tragekomfort. Ärgerlich ist, wenn man zum Beispiel im Zug sitzt und seiner Lieblingsmusik oder Hörbüchern lauschen möchte und schon nach kurzer Zeit die Ohrpolster oder Bügel drücken. Das ist beim Dali I-O6 zum Glück überhaupt nicht der Fall. Und das, obwohl er mit seinen 325 Gramm nicht unbedingt zu den Ultra-Leichtgewichten gehört. Das besagte Gewicht verteilt sich hier sehr gut. Dank der weichem Bügel und Ohrpolster spüre ich keinerlei unangenehme Druckpunkte. Was mir aber auffällt, als ich mich bücke: Der Bügel rutscht mir langsam vom Kopf. Vielleicht liegt es an dem geringen Anpressdruck, der für einen sehr angenehmen Tragekomfort sorgt. Vielleicht ist mein Kopf aber auch einfach nicht groß genug. Also merke ich mir: Allzu viel Akrobatik sollte ich mir mit den IO-Over-Ears nicht erlauben.

Aktive Geräuschunterdrückung

Bis hierher hätte auch der Dali IO-4 mein Testobjekt sein können. Nun aber wird die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) getestet. Dieses Feature hat ja bekanntlich nur der IO-6 verbaut. Ziel ist es, Störungen durch Umgebungsgeräusche beispielsweise das durchgängige Brummen im Flugzeug oder Zug deutlich zu reduzieren. Um das zu testen „baue“ mir meine Geräuschkulissen einfach wieder selbst: Dunstabzug, Staubsauger, Fernseher – alles an, was Krach macht. Dann den Kopfhörer auf die Ohren und Musik an. Erneut fällt mir auf, dass die weichen Ohrpolster bereite einen großen Teil der Geräusche wegnehmen.
Über das kleine Knöpfchen lässt sich nun „Noise Cancelling“ zuschalten. Die Aktivierung wird mir dann prompt durch eine Stimminformation bestätigt. Ich lausche, ob ich noch Umgebungsgeräusche wahrnehme: ja. Das funktioniert sehr gut, wobei ein Teil der Geräuschkulisse nicht herausgefiltert wird. Das ist auch so beabsichtigt, damit man nicht völlig von seiner akustischen Umwelt isoliert wird.

Der IO-6 ist sehr bequem. Das liegt u.a. auch an seiner durchdachten Ausstattung. Ein Feature: Die Ohrmuscheln lassen sich um etwa bis zu 90 Grad drehen.

Hear-Thru-Modus

Die Geräuschunterdrückungs-Technologie des IO-6 umfasst zudem eine zusätzliche Transparenz-Option. Das kennt man von ANC-Kopfhörern sonst nicht. Diese Funktion ist dafür da, um Umgebungsgeräusche ungehindert ans Ohr gelangen zu lassen. Dafür wird das kleine Knöpfchen an der rechten Ohrmuschel zweimal kurz gedrückt. Ist die Hear-Thru-Funktion aktiviert, werden die integrierten Mikrofone verwendet, um Umgebungsgeräusche entgegen zu nehmen und über den Kopfhörer wiederzugeben. Der Effekt entspricht in etwa dem, als würde man den Kopfhörer abnehmen und seiner Umgebung einfach so lauschen. Das ist mit dem „Transparency“ genannten Modus aber nicht mehr nötig. Gespräche oder andere wichtige akustische Informationen wie etwa Bahndurchsagen oder den Straßenverkehr kann man nun wahrnehmen, ohne den IO-6 vom Haupt nehmen zu müssen.

Fazit

Der Dali IO-6 ist durchdacht, die lange Entwicklungsarbeit hat sich absolut gelohnt. Das Ergebnis: Dieser Over-Ear ist ein Bluetooth-Kopfhörer der Extra-Klasse. Einer mit hervorragender Klangqualität, exzellentem Tragekomfort, perfektem Design und einer beeindruckenden Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden. Zur Leistung kommt die Praktikabilität: Die bequemen Ohrpolster lassen sich für die Reinigung oder den Austausch ganz einfach abnehmen. Die Bedienung ist zudem wirklich schnell gelernt. Für einen entspannteren Hörgenuss verfügt der IO-6 obendrein über eine aktive Geräuschunterdrückung sowie einen Hear-Thru-Modus. Das alles hat natürlich seinen Preis: 399 Euro. Bei so viel Liebe zum Detail – sowohl optisch als auch technisch – ist der aber absolut gerechtfertigt. Wer auf ANC verzichten kann, greift auf den ansonsten sehr ähnlichen IO-4 zurück.

Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

94

94

95

Technische Daten

Modell:Dali
IO-6
Produktkategorie:Over-Ear Kopfhörer, Bluetooth
Preis:399,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz (Iron Black)
- Karamellweiß (Caramel White)
Vertrieb:DALI GmbH, Bensheim
Tel.: 06251 / 9 44 80 77
www.dali-deutschland.de
Prinzip:Over-Ear
Gewicht:325 Gramm
Treiber:50 mm
Anschluss:- Bluetooth (5.0)
- Kabel
Bedienung:- Touchfeld in Ohrmuschel
-Sprachassisten (im Smartphone)
Akku-Laufzeit:- bis zu 30 Stunden mit ANC
- bis zu 60 Stunden ohne ANC
Maximale Ladezeit:- 2,5 Stunden
Kompatibel mit:- iOS
- Android
Lieferumfang:- IO-6
- USB-C-Kabel
- 3,5 mm Miniklinkenkabel (Stereo)
- Reiseadapter
- Reiseetui
- Anleitung
Pros und Contras:+ Lange Akkulaufzeit (bis zu 30 Stunden bei aktivem Bluetooth und ANC)
+ ANC
+ Hear-Thru
+ Kann am Computer mit optimaler digitaler Qualität via USB genutzt werden
+ Abnehmbare Ohrpolster
+ Einfache Verwendung von Google Assistant, Apple Siri usw.
+ superweiche Polster
+ Hoher Tragekomfort
+ klappbare Ohrmuscheln
+ praktisches Transportetui
Benotung:
Klang (60%):94/95
Praxis (20%):94/95
Ausstattung (20%):95/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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