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Lange Zeit galt das amerikanische Unternehmen Valve als expliziter Hersteller und Vertreiber von PC Spielesoftware auf der Plattform Steam. Daran änderten auch der Steam Link und Steam Controller wenig. Der Game Changer war, war als Valve jedoch im Juni 2019 Valve Index auf den Markt brachte. Dabei handelt es sich um ein High-End-VR-Headset. Dessen Beliebtheit führte dazu, dass es bis Februar 2020 zu Lieferengpässen kam und viele Verbraucher weiterhin auf ihr Gerät warten müssen. Aber was macht die Valve Index so beliebt, welche technischen Merkmale weist das VR-Headset auf und welche Einsatzmöglichkeiten bietet es?

Der Einstieg in die Virtuelle Welt wird immer einfacher (Bild: pixabay.com/geralt).

Valves unerwarteter Erfolg

Gründe für den Erfolg der Valve Index gibt es viele. Einerseits ist ihre technische Ausstattung zu nennen, auf die später hier noch genauer eingegangen wird. Gleichzeitig gab es eine Marktlücke im Bereich der High-End-Headsets, welche trotz ihrer hohen Preise technisch nicht ausgereift waren.
Daneben spielt aber definitiv auch Valves Image eine große Rolle. Seit jeher gilt das US-Unternehmen als ein Garant für Innovation und Qualität. Die Tatsache, dass die Auslieferung des Headsets gemeinsam mit Valves „Half Life Alyx“ und damit dem neusten und langersehnten Teil ihrer populärsten Spieleserie erfolgt, zeigt Valves Überzeugung in diesem Bereich. Gleichzeitig wird auch die VR-Welt auf Steam immer weiter ausgebaut und durch hochwertige Titel unterstützt. Valve ist demnach von der Zukunft der virtuellen Realität überzeugt und entwickelt ein Headset, das dieser Erwartung gerecht wird. Auf eine solch große Nachfrage war der Hersteller aber letztlich doch nicht eingestellt, was die aktuellen Lieferengpässe erklärt.

Der Hardwarehunger der Index

Die Nutzung des Valve Index setzt einen leistungsstarken PC voraus, da bei diesem Gerät nicht etwa wie bei Facebooks Oculus Quest die notwendige Hardware zum Betreiben der Anwendungen verbaut wurde. Konkret erfordert die Valve Index mindestens einen Windows 10 Rechner und 8 GB RAM. Hinsichtlich der Grafikkarte wird als Einstiegshürde die Leistungsfähigkeit einer Nvidia GeForce GTX 970 genannt und als Prozessor ein Dual Core mit Hyper-Threading. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass einige Anwendungen und Spiele noch deutlich leistungsfähigere Hardware zum Starten benötigen.

Der Lieferumfang – mehr als nur ein Headset

Im Lieferumfang der Valve Index enthalten ist natürlich das Headset, das über integrierte Kopfhörer sowie ein Anschlusskabel verfügt. Zudem werden dem Set Gesichtspolster für erhöhten Tragekomfort, zwei Controller mit Handschlaufen und USB-Ladekabel sowie ein Reinigungstuch beigelegt. Das präzise Tracking erfolgt wiederum durch die zwei Steam Basisstationen inklusive Kabel, Ständer und Netzwerkadapter.

Die technischen Details

Die Valve Index verspricht das Eintauchen in die virtuelle Realität durch ein LC-Display bei einer Bildwiederholungsrate von 120 Hz und einer Auflösung von 1440 x 1600. Gleichzeitig sorgt das Sichtfeld von beachtlichen 135 Grad für ein intensives Spielerlebnis. Das eingebaute Headset macht den Anschluss externer Geräte obsolet. Dabei ist interessant zu wissen, dass die Kopfhörer als sogenannte Off-Ear Geräte nicht direkt auf dem Ohr aufliegen, sondern einen gewissen Abstand bieten. So kann der Spieler weiterhin Geräusche der Umgebung wahrnehmen. Die Controller profilieren sich wiederum durch ihre Sensoren, die es dem Spieler erlauben, auch nur einzelne Finger in VR zu bewegen.

Einsatzmöglichkeiten der VR-Brille

Die Valve Index kann in allerlei Anwendungen zum Einsatz kommen. Neben der hauptsächlichen Verwendung in Spielen kann die VR-Brille beispielsweise auch anderweitig genutzt werden. Beispielsweise um Filme in VR zu erleben, mit Freunden in Chat Programmen in Kontakt zu treten oder Windows klassisch in VR zu nutzen. Dank letzterem kann beispielsweise auch ein Online Casino besucht oder Casino Ratgeber in der virtuellen Realität gelesen werden. Nutzer des Headsets dürften im Falle der Online Casinos aber bald schon auch auf Anbieter zugreifen können, die speziell für VR programmiert wurden. Dann kann sich der Spieler im Casino frei bewegen, einen Casino Ratgeber bei Bedarf einblenden und ein Erlebnis vorfinden, das dem realen Besuch in nichts nachsteht.

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