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Elac präsentiert die Debut-Reference-Serie, die klanglich noch eine Schippe zur Vorgänger-Linie drauflegen will. Der Regallautsprecher DBR62 steht dabei sinnbildlich für Klang und Design zum fairen Preis. Üppig ausgestattet, muss sich die Zwei-Wege-Box auch optisch nicht verstecken. In Meinem Test hat sie sich in jeglicher Hinsicht von ihrer Schokoladenseite gezeigt.

Die Elac DBR62 ist in zwei verschiedenen Farbkombinationen verfügbar. Wir hatten sie in Eiche/Weiß-Ausführung im Hörraum.

Vor mir steht die DBR62 in Eichefurnier mit weißer Front, die sehr ordentlich gearbeitet wurde. Auffällig ist der hübsche Anblick und das zugleich robuste Äußere. Das offensichtlichste Merkmal dafür ist das massive, wabenförmige Stahlgitter über dem Hochtonchassis. Dieses ist leicht nach innen gewölbt, zugleich aber auch äußerst stabil. Wie der Hochtöner ist auch das Bass-Chassis bündig in die Frontebene eingelassen. Einziger kleiner Makel: Die Schrauben der Basstreiber sind sichtbar. Ansonsten ist das Gesicht der DBR62 makellos. Das gilt auch für den seitlich sanft zu den Innenseiten geführten Bassreflexport. Die Gehäuseecken der Schallwand sind zudem gerundet. Nur nach vorn und hinten bleibt eine Kante stehen. Direkt darunter ist das schwarze Elac-Trapez in die Frontplatte eingearbeitet. Optisch kann man das alles kaum schöner lösen. Rückseitig erwartet den Beobachter dann noch die Plakette mit der Produktbezeichnung und den Kerndaten des Lautsprechers. Darunter befindet sich das massive Single-Wire-Anschlussterminal mit seinen vergoldeten Schraubklemmen.

Auf den Hochtöner und das Abdeckgitter, das gemeinsam mit der Konstruktion dahinter als Schallführung dient, ist man bei Elac besonders stolz.

Zwei Wege, viele Möglichkeiten

Beim Elac DBR62 handelt es sich um ein Zwei-Wege-System mit besagtem Bassreflexport in der Front. Dieser Aufbau stellt sich gerade für einen Regallautsprecher als positiv dar, da diese Art Lautsprecher zumeist nah an der Wand platziert werden. Mit einer Tiefe von 275 Millimetern sollte die DBR62 auf nahezu jedem Regal oder TV-Schrank genügen Platz finden. Gerade einmal 208 Millimetern macht das Gehäuse zudem einen angenehm schlanken Fuß. In der Höhe misst mein Testgast 359 Millimetern. Der in der Front eingelassene Bassreflex-Schlitz sieht richtig schick aus. Über ihm thront der 165 Millimeter messende Tieftöner mit aramidfaserverstärkter Membran. Mit diesem Schwingsystem soll der kleine Elac-Speaker bis 44 Hertz hinab spielen. Bei einer Frequenz von 2.200 Hertz übernimmt dann der Hochtöner mit seiner 25 Millimeter großen Gewebekalotte. Insgesamt will das Ensemble den Bereich bis 35 000 Hertz abdecken.

Cleveres Design

Der in Eiche- oder Walnussfurnier erhältliche Korpus wie auch die entsprechende in mattem weiß oder schwarz erhältliche Frontplatte der DBR62 sind aus MDF gefertigt. Soll die Technik aus dem Blickfeld verschwinden oder Bedarf an Schutz für die Chassis bestehen, kann hier durch die zum Lieferumfang gehörigen Gewebeabdeckungen Abhilfe geschaffen werden. Erfreulicherweise haftet diese magnetisch. Das ist bei Lautsprechern dieser Preisklasse nicht alltäglich. Apropos Preis: Dieser Lautsprecher ist bereits für unter 500 Euro zu haben – für das Paar wohlgemerkt! Rückseitig befindet sich dann das Anschlussterminal mit seinen vergoldeten Schraubklemmen. Dieses nimmt Bananenstecker, Kabelschuhe oder auch verdrillte Lautsprecherlitzen mit bis zu acht Quadratmillimetern sicher auf. Hinzu kommt eine dedizierte Innenversteifung, die sich dann auch im Gewicht bemerkbar macht. Eine einzelne DBR62 bringt satte 8,2 Kilogramm auf die Waage.

Das Design ist modern gehalten, die Verarbeitung tadellos.

Die Aufstellung

In Sachen Aufstellung sind die Elacs erfreulich flexibel, auch wenn mir der Klang am besten auf etwa 2,50 Metern Hörabstand gefiel. In Sachen Wandabstand zeigen sie sich, dank der nach vorn gerichteten Bassreflexöffnung, entsprechend vielseitig. Der Hersteller empfiehlt einen Seitenabstand zur Wand von 30 bis 60 Zentimetern. Daran sollte man sich halten, um einen konturierten Bass und einen zackigen Grundton zu erhalten. Auf dem Regal sollten die DBR62 idealerweise auf dämpfenden Füßen platziert werden, um nicht das ganze Board zum Schwingen zu bringen. Auch wenn man es ihnen auf den ersten Block vielleicht nicht ansieht: Die DBR62 sind in der Lage einen ordentlichen und sehr soliden Bassteppich zu erzeugen. Dazu später mehr.

Die magnetisch haftenden Abdeckgitter gehören hier zum Lieferumfang.

Feinarbeit

In Teilen meines Tests habe sie auf den Referenz-X-Ständern von Liedtke Metalldesign betrieben. Massive Stative wie diese geben dem Lautsprecher einen soliden Stand und ermöglichen einen schwingungsfreien Betrieb. Hier passt nicht nur die Bezeichnung „Referenz“, auch die Kopfplatte kann im passenden Format für fast jeden Lautsprecher geliefert werden. Und der Ständer ist, wie die Front der Elacs, in Schwarz oder Weiß erhältlich. Doch egal ob auf dem Lowboard, dem Regal oder auf Lautsprecherständern, die DBR62 sollten in jedem Fall leicht auf die Hörposition eingedreht werden. Anschluss finden meine Testgäste dann am Redaktionsverstärker Hegel H360. Auch wenn dieser mit seinen zweimal 250 Watt vielleicht etwas überdimensioniert erscheint, soll er nun – dank seiner ausgeglichenen, neutralen Spielweise – alle Feinheiten aus den Boxen kitzeln.

Kleine Regallautsprecher mit richtig Schwung

Um direkt das Bassfundament auszuloten, starte ich meinen Hörtest mit „Ufo“ von Ellen Alien. Los geht es mit einem satten Bassbeat, der sehr tief in den Frequenzkeller hinab reicht und die Treiber ordentlich in Bewegung versetzt. Da mir im Hörraum nach dem Auspacken und Aufstellen schon recht warm ist, sitze ich hier im T-Shirt und staune nicht schlecht. „Ufo“ entlockt der DBR62 nicht nur einen soliden Bassteppich mit klaren Akzenten. Auf 2,5 Metern Abstand entfachen die kleinen Schallwandler dank ihres frontseitgen Bassreflexports auch einen spürbaren Luftzug. Beeindruckend ist aber auch die klangliche Performance. Instrumente verteilen sich sauber und deutlich im Raum – auch jenseits der Aufstellungsbreite. Der Waveguide leistet offensichtliche exzellente Arbeit bei der Verteilung der Hochtonbasis. Die Höhenwiedergabe an sich empfinde ich als angenehm dezent und keinesfalls zu spitz.

Dank der frontseitig platzierten Bassreflex-Öffnung können die Elacs auch nahe der Wand platziert werden.

Solide Basis mit Punch

Das bezieht sich aber nicht nur auf diesen einen Song. Im anschließend gespielten „Friction“ von Imagine Dragons weiß die Stimme von Dan Reynolds dann ebenso zu gefallen. Die Präsenz ist wohlgeformt und sämtliche Details werden vom Zwei-Wege-Setup schön herausgearbeitet. Die Stimme wirkt plastisch füllig mit einem leichten Hang zur Wärme. Das ist keineswegs zu kritisieren. Im Gegenteil, es kommt nämlich auch dem Bass zu Gute. Auch hier liefert der Elac eine ebenso sehr gute Leistung. Dieser kommt angenehm knackig, druckvoll und zeigt sich feindynamisch in seinem Element, wirkt dabei aber nie übertrieben fett. Einen ähnlichen Eindruck gewinne ich in „30 000 Days“ von Yello. Auch hier wird die Stimme präzise in Szene gesetzt, während sämtliche Instrumente gestaffelt im Rauf verteilt werden. Hinzu kommt der Bass. Er stellt diesen Song auf eine solide Basis und sorgt für einen beeindruckenden Punch im Grundton.

Mit etwa 2,5 Metern zueinander habe ich in meinem Test (bei etwa gleichem Abstand) das klanglich beste Ergebnis erhalten.

Glänzend harmonierende Hardware

Wenn man Yello erwählt, darf natürlich „Kiss The Cloud“ mit Fify Rong nicht fehlen. Dabei fällt mir schnell die besonders die breite Basis auf, die die DBR62 hier inszenieren. Fify Rong profitiert mit ihrer glasklaren Präsentation zudem vom sehr gut gewählten Übergang der Frequenzweiche. Besonders gut gefällt mir dabei der Mitteltonbereich. Hier macht sich die Festigkeit und vergleichsweise geringe Masse der Tief-/Mitteltonmembran schnell bemerkbar. Dieser positive Eindruck setzt sich im „Asphalt Canyon Blues“ von Kenny Burrell und Grover Washington fort. Der gespielte Kontrabass beweist blitzschnelles Ansprechverhalten und klingt scharf gezeichnet. Das Saxophon ist im gesamten Spektrum angenehm vordergründig und akzentuiert. Im anschließend gespielten „No Sanctuary Here“ von Chris Jones brilliert die Elac-Box mit einem angenehm tiefgreifenden Bass. Gerade im Mitteltonbereich kredenzt mir die DBR62 jetzt ein facettenreiches Klangbild und zeichnet die Stimme von Chris Jones sauber nach.

Mit seinen 165 Millimetern Durchmesser drückt der Tieftöner jede Menge Bass in den Hörraum.

Mehr Raum mit der DBR62

Weiter geht es dann mit „Mindmachine“ von Deine Lakaien. Die eher warme Abstimmung des Lautsprechers gefällt mir auch hier. Alexander Veljanovs Stimmvolumen wird atmosphärisch sehr schön in Szene gesetzt, was erneut für die sehr gute Raumdarstellung der DBR62 zurück geht. Deutlich experimenteller geht es kurz darauf bei Angela Puxis „Anima“ zu. Das liegt aber nicht am Lautsprecher, sondern an der musikalischen Ausrichtung. Für die Elacs bedeutet das aber keinerlei Schwierigkeit. Im Gegenteil, die Aufteilung der diversen Geräusche im Raum gelingt ihnen mehr als imposant. Höhen kommen straff, der Synthesizer spielt angenehm vordergründig. Das wiederum lasst die vielen kleinen Details in den bestehenden Strukturen zum Tragen kommen, was mir einen schlichtweg höheren Informationsgehalt und der Sängerin ausreichend Raum für ihre sanfte und betörende Stimme offeriert.

Ärmel hochkrempeln

In der etwas rockigeren Ecke geht es dann anschließend mit Audioslave und „Show Me How To Live“. Dabei wird es nicht nur härter und rockiger, sondern nach einem kräftigen Rechtsdreh am Lautstärkerad auch deutlich lauter. Für die DBR62 stellt auch das keinerlei Problem dar. Die im Intro gespielte, knackige Bass-Drum-Snare-Kombo macht sofort Spaß und weiß auch über diese eher kompakten Lautsprecher so richtig zu beeindrucken. Sie liefern auch hier den nötigen Punch. Die Hi-Hat hat dabei genug Biss, um dem Kontra zu bieten. Selbstverständlich können die kleinen Regallinge dabei nicht mit großen Schallwandlern wie beispielsweise der auch von mir getesteten Elac Vela BS 403 mithalten. Für einen solche kompakten Zwei-Wege-Speaker gehen die 62er aber geradezu bravurös zur Sache. Das macht sich dann auch in der Reproduktion der Gitarren bemerkbar. Sie erhalten den nötigen Drive und klingen richtig brachial – ohne aber zu fett zu erscheinen.

Das Anschlussfeld ist mit zwei massiven Schraubklemmen ausgestattet, die aber auch Kabel größerer Querschnitte aufnehmen.

Fazit

Die DBR62 gehören zu den Lautsprechern, die so richtig Spaß machen können. Das gilt für die Optik, den Sound und auch für den Geldbeutel. Aufstellungstechnisch ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Ein Stückchen von der Wand entfernt, gefiel mir die Wiedergabe persönlich am besten. Bei etwa 40 Zentimetern Abstand spielt die DBR62 straff und liefert einen beeindruckenden, tiefreichenden Bass. Leicht auf den Hörplatz eingedreht, bietet sie zudem eine sehr realistische und glaubhafte räumliche Abbildung. Hinzu kommen eine sehr gute Materialqualität und die tadellose Verarbeitung. Und auch in Sachen Design und Ausstattung müssen sich die Elacs nicht verstecken. Das alles gibt es bereits für einen Preis von etwa 500 Euro – für das Paar natürlich. Gemessen am Preis ist dieser Lautsprecher aus meiner Sicht ein echter Knaller!

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 78/80
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Elac
Debut Reference DBR62
Produktkategorie:Regallautsprecher
Preis:498,00 Euro / Paar
Garantie:- 5 Jahre
Ausführungen:- Eiche/Weiß
- Walnuss/Schwarz
Vertrieb:Elac, Kiel
0431/647740
www.elac.de
Abmessungen (HBT):275 x 208 x 359 mm
Gewicht:8,2 kg / Stück
Hochtöner:25 mm
Tiefmitteltöner:165 mm
Frequenzbereich:44 Hz - 25 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:2.200 Hertz
Lieferumfang:- DBR62
- Gewebeabdeckung
- Bedienungsanleitung (mehrsprachig)
Pros und Contras:+ modernes Design
+ magnetisch haftende Abdeckungen
+ sehr gute Verarbeitung
+ realistische Raumdarstellung
+ agiler Grundton
+ sehr gute Bassabstimmung

- kein Bi-Wire
Benotung:
Klang (60%):78/80
Praxis (20%):79/80
Ausstattung (20%):78/80
Gesamtnote:78/80
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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