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Die Neat Acoustics Ekstra wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Standlautsprecher. Sie ist etwa 1,10 Meter hoch, 17 Zentimeter schlank und 25 tief. Mit diesen Modellmaßen sollte dieser Schallwandler in nahezu jeder Wohnumgebung einen geeigneten Platz finden. Das Aussergewöhnliche an ihm ist aber nicht das Design, sondern sind seine „hidden features“. Sie unterscheiden ihn von fast allen Lautsprechern am Markt. Für uns ein guter Grund unserem Praxistest noch ein Video folgen zu lassen, in dem wir näher auf die versteckten und offensichtlichen Besonderheiten eingehen.

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https://www.youtube.com/watch?v=nmNL979TYHw

Die Ekstra ist ein reinrassiger Zweieinhalb-Wege-Lautsprecher. Wahlweise ist er verfügbar in vier verschiedenen Farbvarianten. Im Video stellen die Ausführung in Natureiche vor. Alternativ stehen noch schwarze Eiche, amerikanische Walnuss und ein satiniertes Weiss zur Auswahl. Die Neat ist geradlinig. Die Proportionen und die Farbalternativen stimmen schonmal. Und auch in Sachen Verarbeitung gibt es keinen Grund zur Kritik. Das Furnier sitzt millimetergenau auf dem Korpus. Keine Spur von Einschlüssen oder Unebenheiten. Sämtliche Kanten sind sauber gearbeitet und alle Spaltmaße perfekt. Auch der Materialmix ist passend gewählt.
Die leicht ausladende Drei-Bein-Konstruktion weicht von der geschliffenen Norm ab. Das nicht ohne Grund: Sie vergrößert die Standfläche und sorgt für einen etwas stabileren Stand. Und sie hat akustische Gründe.

In unserem Hörraum musste sich die Neat Ekstra u.a. an der Denon-Jubiläumskombi PMA-A110 und DCD-A110 beweisen.

Schneller, agiler, Ekstra

Zur wirklich guten Verarbeitungs- und Materialqualität kommt die Technik: Auffällig ist hier zunächst die sichtbare Chassis-Sektion: Die besteht unter anderem aus einem flinken 134er Mitteltöner, der nach dedizierten Neat-Vorgaben gefertigt wurde. In ähnlicher Form hat der uns bereits in unserem Test der Iota Alpha positiv überrascht.
Direkt darüber thront der 50 Millimeter messende Bändchen-Hochtöner. Genau genommen, handelt es sich dabei um eine Folie, die sich nach vorn und hinten bewegt. Aufgrund ihrer geringen Masse passiert das hier quasi verzögerungsfrei und deutlich schneller als bei dynamischen Hochtönern. Dieses Prinzip findet sich in vielen High-End-Lautsprechern wieder. Jeder dieser beiden Wege sitzt im Übrigen in einer eigenen, vollständig abgetrennten Kammer im oberen Gehäuseabteil. Beide befinden hinter einer speziell für diesen Einsatz konzipierten Schallwand. Sie ist dank ihrer speziellen Form akustisch optimiert und mittels einer Polyethylenmembran vom restlichen Korpus entkoppelt. Das wäre dann eine der offensichtlichen Besonderheiten.

Das Hochtonbändchen ist superschnell und erstaunlich präzise.

Hidden Woofer

In ihrem Innern sind nämlich noch zwei Woofer versteckt! Schaut man unter den Lautsprecher, ist einer der beiden im Gehäuseboden zu entdecken. Hier kommt die bereits erwähnte Drei-Bein-Konstruktion ins Spiel: Dank ihr wird der Korpus in die Höhe gestemmt. So kann der sichtbare Tieftöner seine Schallanteile im definierten Abstand Richtung Boden abgeben.
Wo aber soll der zweite Woofer sein? Zu sehen ist der nicht. Er sitzt, auf einer Zwischendecke montiert, im unteren Teil des Gehäuses. Hier strahlt der versteckte Tieftöner nun in eine geschlossene Gehäusekammer – genau auf die Rückseite des sichtbaren Basswoofers. Beide Lautsprecher messen 134 Millimeter im Durchmesser, sie sitzen hintereinander und spielen im Gleichtakt. Diese relativ selten verwendete Bau- und Funktionsweise bezeichnet man als Compound-Anordnung oder als Isobarisches Prinzip. Dank dieses speziellen Aufbaus liefert die Neat Ekstra ein wirklich solides und für ihre filigrane Form ein fast schon brachiales Bassfundament. Leistungsstark, schnell und trocken.

Das Isobarische Prinzip: Im Fuße der Ekstra sitzen zwei Basstreiber direkt übereinander.

Nicht wählerisch

Ganz nebenbei ist die Neat dadurch auch sehr flexibel in ihrer Platzierung. So muss sie nicht zwingend millimetergenau auf den Hörplatz ausgerichtet sein, um richtig zu begeistern. Und sie lässt sich sogar relativ wandnah betreiben. Ein wichtiger Punkt, wenn man seine Lautsprecher nicht so aufstellen kann, wie es nötig wäre, um das Maximum aus ihnen herauszuholen. Über den passenden Amp muss man sich ebenfalls keine großen Sorgen machen. Die Ekstra muss nicht zwingend an großen Boliden hängen. Auch von kleinen HiFi-Verstärkern lässt sich die Neat wunderbar zu Höchstleistungen antreiben.

Test & Text: Roman Maier
Video: Philipp Thielen

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