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Mit einem Gewicht von satten 60 Kilo ist der JL Audio Fathom f113v2 der schwerste Subwoofer, den wir bislang im Hörraum hatten. Mit seinem 3.000 Watt-Verstärker ist er zugleich der leistungsstärkste und dank digitaler Raumkorrektur vielleicht auch der flexibelste Bassmeister, den wir bislang testen durften. Trotz alledem ist der Fathom kein reiner Haudrauf, sondern weiß auch die feine Dynamik blitzsauber zu reproduzieren.

60 Kilo geballte Kraft – angetrieben von einer 3.000 Watt-Endstufe. Allein die Eckdaten lassen pure Leistungsenfaltung erwarten.

Will man den neuen Subwoofer in sein Stereo- oder Mehrkanal-Setup integrieren, sind Experimentierfreudigkeit und Zeit gefragt. Diese Voraussetzung gilt unbedingt, wenn dann die bestmögliche Performance aus seinem Bassisten kitzeln möchte. Doch damit soll jetzt Schluss sein, denn dank intelligenter Raum-Anpassung verspricht der JL Audio Fathom f113v2 in jeder Umgebung und im Zusammenspiel mit jedem Lautsprechersystem eine perfekte Performance. Die Eckdaten sind auf jeden Fall schonmal vielversprechend. Ebenso die Ausstattung. Stellt sich nur noch die Frage, wie man diesen massiven 13,5-Zöller gebändigt bekommt …

Brachiales Feinwerkzeug

Mal ganz ehrlich: Als der Spediteur kommt und den auf einer Palette stehenden JL Audio-Sub mit einem Hubwagen zum Eingang transportiert, frage ich mich, was ich mir hier angetan habe. Trotz der nun bevorstehenden Arbeit, den Fathom f113v2 in die dritte Etage zu befördern, freue ich mich aber auch auf diesen Test. Dank der freundlichen Unterstützung der Kollegen ist dieses Unterfangen dann aber schneller erledigt, als befürchtet. Nach ein paar Tagen der Vorbereitung, geht es dann auch schon ans Auspacken. Diese Arbeit beschert mir dann schnell große Augen. Neben eines beeindruckenden und vergleichsweise wirklich stilvoll gestylten Subwoofers finde ich noch jede Menge Zubehör: Zunächst wäre da ein organgefarbiges DIN A4-Warnblättchen, dass die Vorgehensweise beim Auspacken beschreibt. Dieses sollte man auf jeden Fall lesen, um unnötige Schwierigkeiten oder gar Beschädigungen zu vermeiden. Dann gibt es noch eine Anleitung und ein Registrierungs-Formular.

Um das enorme Gewicht tragen zu können, ist sogar der schützende Umkarton mit stabilen Füßen ausgestattet.

Vorsicht ist besser

Zu genannten Papieren kommen aber noch ein paar Hardware-Accessoires, die es in sich haben. Das wären ein etwa zwei Meter langes Netzkabel und weiße Handschuhe, die das Auftreten unschöner Fingerabdrücke bzw. Kratzer beim Auspacken verhindern. Zu guter Letzt findet sich aber auch noch ein Kunstleder-Etui mit „JL Audio“-Aufdruck im Lieferumfang. Nachdem ich den großen Reißverschluss geöffnet habe, kommen dann noch ein etwa sechs Meter messendes Kabel und ein Messmikrofon zum Vorschein.
Bevor ich das Zubehör aber einsetze, komme ich erstmal zur Platzierung des amerikanischen Bass-Boliden. Dank Raumkorrektur soll er ja fast überall aufgestellt werden können, dennoch halte ich mich an die wichtigsten Regeln der Subwoofer-Positionierung. Übrigens: Die Positionierung macht man idealerweise zu zweit. Die 60 Kilo Lebendgewicht des JL Audio-Boliden wollen nämlich erstmal bewegt werden.

Zum Lieferumfang gehören auch ein Messmikrofon und ein entsprechend langes Signalkabel.

Den Fathom f113v2 richtig aufstellen

Grundsätzlich gilt bei der Aufstellung, dass der Woofer nicht zu nah an der Wand oder in der Ecke stehen sollte. Eine wandnahe Aufstellung bewirkt zwar eine spürbare Erhöhung im Bass, kann aber auch zu Kontrollverlust und häufig zu unsauberem Dröhnen führen. Idealerweise zieht man den Subwoofer also soweit wie möglich von der Rückwand/Raumecke weg. In meinem Fall steht der Fathom f113v2 etwa 30 Zentimeter von der Rück- und etwa 90 Zentimeter von der Seitenwand unseres etwa 40 Quadratmeter großen Testraumes entfernt. Nachdem der JL Audio nun seinen finalen Platz eingenommen hat, mache ich mich mal an die ausgiebige Beäugung meines Testprobanden. Zunächst fällt mir dabei die wirklich exzellente Verarbeitung auf. Sie zeigt sich in den perfekten Spaltmaßen des Doppel-Kammer-Aufbaus und in der exzellenten Lackierung. Die ist so gut, dass der Lack fast noch nass erscheint, wenn der Subwoofer im Sonnenlicht steht.

Das 13,5 Zoll messende Basschassis thront in der Front des Fathom f113v2.

Ins kleinste Detail

Selbst kritischen Blicken hält die tiefschwarze Haut meines Testprobanden locker stand. Keine Spur von Einschlüssen oder unsauberen Übergängen. Die exzellente Qualität zieht sich hier bis in den kleinsten Winkel und lässt den JL Audio extrem hochwertig wirken. Sogar der frontseitige Ausschnitt, in dem alle Justagewerkzeuge untergebracht sind, ist schlichtweg perfekt lackiert. Justagewerkzeuge in der Front? Korrekt! Eigentlich ist das sogar die bessere Lösung, schließlich will man ja nicht immer hinter den Subwoofer krabbeln, um nötige Veränderungen vorzunehmen. Und Veränderungen kann man hier ganz gezielt und detailliert vornehmen. Ganz links stellt der Fathom neben dem On/Off-Schalter eine Buchse fürs Messmikro und drei Knöpfchen für die Raumoptimierung bereit, auf die ich gleich noch näher eingehen werde. Anschließend folgen Lautstärkeregler, Lichtschalter (!), LP-Filter, drei Regler für die Einstellung der Trennfrequenz, der Intensität und der Phasenjustage. Letzterer wird dann noch durch einen Phasenumschalter ergänzt, dessen Daseinsberechtigung ich auch später erläutere.

Die perfekte Verarbeitung hält auch dem kritischen Blick locker stand.

Raumoptimierung

Genau genommen ist das Wörtchen „Raumoptimierung“ unkorrekt. Letztlich wird ja nicht der Raum, sondern die Wiedergabe des Subwoofers optimiert. Das geschieht hier auf digitalem Wege über einen internen Equalizer. Der Weg zur Raumoptimierung ist denkbar einfach. Hat der Fathom f113v2 seinen finalen Platz gefunden, wird zunächst das Messmikrofon eingesteckt. Dieses wird dann am Referenzplatz positioniert. Um möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten, empfiehlt es sich das Mikro an einem Stativ zu befestigen und auf Ohrhöhe zu platzieren. Hier genügt ein einfaches Fotostativ oder eine ähnliche Vorrichtung. Anschließend führt man dann zunächst den Demo-Modus durch. Er gibt Aufschluss über die zu wählende Lautstärke und erst Informationen über die Leistungskraft des JL Audio-Boliden. Wer seine Gäste also mal beeindrucken – oder seine Nachbarn ärgern – möchte, der hält die Demo-Taste zwei Sekunden durchgängig gedrückt und bekommt schnell eine Idee davon, was der Fathom f113v2 zu leisten imstande ist.

Nur 20 Sekunden

Die eigentliche Einmessung folgt aber erst jetzt. Ist das Mikro eingesteckt und positioniert, genügt es nun den Calibrate-Button etwa zwei Sekunden lang zu drücken. Kaum ist das geschehen, ist ein tieffrequenter Signalton zu hören. Nach etwa zehn Sekunden verändert dieser dann Tonlage und Lautstärke. Nach 20 Sekunden ist die Einmessung dann beendet. Die ermittelten Daten werden nun verarbeitet und die Wiedergabe wird entsprechend angepasst. All das passiert vollautomatisch und ohne, dass man noch etwas tun muss. Heisst: Der JL Audio-Bassmeister ist nun auf den Raum und seinen Standort eingemessen. Wichtig ist jetzt noch die Positionierung des „ref.|variable“-Buttons. Ist „Reference“ gewählt, ist die On-Board-Lautstärkeregelung deaktiviert. Jetzt wird der Pegel ausschließlich über den AV-Receiver/Prozessor geregelt. Steht der Schalter auf „Variable“, lässt sich die Lautstärke direkt am Fathom f113v2 justieren. Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn der Subwoofer in einem Stereo-Verbund spielt.

Die Einmessung erfolgt über das mitgelieferte Messmikro.

Harter oder weicher Übergang?

Bevor es nun aber in den Hörtest geht und ich die Wände unseres großen Testraumes Beben, noch ein paar weitere Infos zum Bedienpanel: Rechts neben dem Lautstärkeregler gibt es einen Umschalter mit der Bezeichnung „Lights“. Über ihn lassen sich die LEDs am Subwoofer ein- und ausschalten oder auf einen niedrigen Helligkeitspegel dimmen. Ein Punkt der gerade in abgedunkelten Räumen einen großen Vorteil bringt, wenn der Fathom f113v2 beispielsweise direkt unter oder neben der Leinwand platziert wird. Hier wirken leuchtende LEDs oft störend.
Rechts daneben befindet sich der LP-Filter. Über ihn wird die Lautstärkeabschwächung bestimmt. Ist beispielsweise eine Trennfrequenz von 80 Hertz gewählt, ist der Übergang zum Lautsprecher in der „12dB“-Stellung sanfter, als mit „24dB“. Je nach Mitspieler kann die eine oder andere Einstellung die richtige sein. Probieren Sie einfach aus, welches die richtige Wahl in Ihrem Heimkino-System ist. Kaputtmachen kann man hier nichts.

Bass zähmen

Noch etwas weiter rechts befindet sich ein Regler zur Wahl der Trennfrequenz. Ist der JL Audio mit einem AV-Receiver oder -Prozessor verkettet, empfiehlt es sich diesen auf die höchste Stellung zu bringen. Anschließend wird die passende Trennung über den Receiver ermittelt und vorgenommen. Eine Besonderheit stellt der nebenan befindliche e.l.f trim-Regler: Über ihn lässt sich die Lautstärke der tiefsten Frequenz, hier bei 24 Hertz, wählen. Soll es also nur im absoluten Tiefbasskeller lauter (oder leiser) werden, ohne dass andere Frequenzanteile beeinträchtigt werden, kann das hier eingestellt werden. In „Tron: Legacy“ habe ich exakt das ausprobiert. Ideal ist hier die Szene, in der das riesige Raumschiff auf dem Raster landet. Hier wimmelt nur so vor Anteilen im absoluten Tiefbassbereich. Das geht dann oft mit unangenehmen Effekten oder der Anregung irgendwelcher Gegenstände im Raum einher. Durch leichte Zurücknahme des Pegels (-3) konnte ich beispielsweise das letzte unangenehme Bassflattern reduzieren.

Ist die Gewebeabdeckung aufgesteckt, ist von der Technik nichts mehr zu sehen.

Polarität und Phase

Die allermeisten Subwoofer haben einen Phasen-Umschalter oder einen Phasen-Regler an Bord. Das gilt auch für fast alle Bass-Boliden im Preisbereich von mehreren tausend Euro. Beim Fathom f113v2 is das etwas anders. Er bietet beides an. Korrekterweise heisst der Phasen-Umschalter hier „Polarity“. Er ist sozusagen das grobe Werkzeug für die perfekte Phasenanpassung und wird auch zuerst eingestellt. Er wirkt sich hauptsächlich auf den Frequenzbereich um den Übergangspunkt zwischen dem Subwoofer und den Satellitenlautsprechern aus. Im Gegensatz zur Phasenregelung bewirkt der Polaritätsschalter eine sofortige Umkehrung der Amplitudenspitzen des Signals. Über den nebenan befindlichen Regler lässt sich die Feinanpassung zwischen Lautsprechern und dem Fathom f113v2 vornehmen. Idealerweise gehen Sie hier zu zweit vor. Während eine Person einer wiederkehrenden Basswiedergabe lauscht, dreht der andere langsam am Phasenregler. Die optimale Stellung ist gefunden, sobald der Grundton richtig schön knackig kommt und sich der Subwoofer harmonisch in das Klangbild des Lautsprechersetups einfügt.

Ab in den Basskeller

Jetzt folgt der Teil, auf den ich mich schon seit dem Auspacken des Fathom f113v2 gefreut habe: Der Praxistest. Da es sich ja hier um einen Subwoofer-Boliden mit hohem Leistungsversprechen handelt, beginne ich diesen mit der Tankstellen-Szene in „Terminator – Salvation“. Als die riesige Maschine das Dach zerstört bebt der gesamte Testraum. Besonders beeindruckt mich dabei die Wiedergabe extrem tieffrequenter Schallanteile. Die sind nicht im Ansatz zu orten, der Druck ist allerdings deutlich spürbar. Das gilt im Übrigen auch für den oberen Bassbereich, denn als Teile der Bedachung abgerissen werden, beginnt auch mein Sessel zu vibrieren. Noch eine Spur heftiger wird es nur wenige Augenblicke später. Eine kleine Gruppe Menschen ist in einem alten Abschleppwagen auf der Flucht, wird aber vom Harvester entdeckt. Bevor der aber angreifen kann, explodiert ein Tanklaster und lässt den Riesen-Roboter in in einer gigantischen Feuer-Explosion verschwinden.

Alle Einstellungen zur Feinjustage werden über das frontseitig eingelassene Bedienfeld vorgenommen.

Imposanter geht’s kaum

Dabei kommt es zu einer Detonation, die auch mir die volle Bass-Breitseite verpasst. Die Kraft und Vehemenz des Fathom f113v2 ist brachial. Die Erde bebt, im Film und in meinem Hörraum. Der Voluminöse Bass breitet sich bin in den letzten Winkel aus und sorgt dafür, dass ich noch tiefer im Geschehen bin. Und zwar tatsächlich bis in die unterste Etage des Basskellers. Bevor meine tief in der Sessellehne vergrabenen Finger sich aber lösen können, ist der Harvester plötzlich wieder da. Scheinbar hat die gewaltige Explosion ihn weniger beeindruckt als mich. Kaum hat er das Flammenmeer hinter sich gelassen, beginnt der Angriff auf den Abschleppwagen. Die jetzt folgende Raketeneinschläge werden dann so tiefgründig reproduziert, wie ich es bislang noch bei keinem Subwoofer erlebt habe. Ich hatte in den letzten Monaten einige Bass-Boliden zu Gast. Solche, die ihr Handwerk absolut verstehen und ein einzigartiges Heimkino-Erlebnis schaffen.

Etwas Wandabstand sollte schon sein. Dann gelingt eine bessere Abstimmung und der Fathom f113v2 fügt sich perfekt in die mitspielende Kette ein.

Nonplusultra-Basserlebnis

Was ich hier aber aktuell geliefert bekomme, toppt das alles. Zugegeben, der JL Audio spielt preislich auch in einer anderen Liga. Wenn man aber das Nonplusultra-Basserlebnis erwartet, kommt man offensichtlich nicht am Fathom f113v2 vorbei. Zu diesem „Muss-ich-haben“-Erlebnis gehört aber auch die Grundtonreproduktion. Die wird mir hier in Form einer Extraportion Körperschall kredenzt. Auch zwar in einer solchen Dynamik und Nachhaltigkeit, dass ich das einschlagende Geschoss förmlich in meiner Magengrube spüre. Wer bislang meinte, dass er auf einen Subwoofer in seinem Heimkino verzichten kann, weil dieser eh nur konturlos vor sich hin blubbert, der sollte den JL Audio unbedingt mal im Einsatz erleben. Abgrundtiefste Bässe, messerscharfe Punches und eine hochpräzise Grundtonreproduktion verändern das Heimkino-Erlebnis schlagartig. Ich bin in jedem Detail begeistert – auch aufgrund der coolen Justage-Features, die der Fathom anbietet. Aus diesem Grund geht es dann auch gleich mal weiter im Test.

Das Ausschwingverhalten des Fathom f113v2 ist imposant. Verarntwortlich dafür ist u.a. die superdicke Schaumstoffsicke.

Grobe und feine Dynamik

Wie bereits angekündigt, landet anschließend “Tron: Legacy” im Blu-ray-Player. Genauer gesagt zunächst der Kampf der Lichtjets. Und auch jetzt beweist der JL Audio Highend-Sub absolute Referenzgüte. Ehrlich gesagt hatte ich nach der vorangegangenen Performance nichts anderes erwartet. Kaum ist die Play-Taste gedrückt, flitzen die leuchtenden Renner über das Feld. Leichte und schwerere Kollisionen werden mit ordentlich Schmackes reproduziert. Das sorgt sofort für jede Menge Heimkino-Spaß! OK, das können andere Subs auch. Seine Extraqualitäten stellt der Fathom f113v2 allerdings in Sachen Präzision und Druck unter Beweis. Als die Hetzjagd auf den Neuling entsteht, konzentriert sich mein Testgast auf den oberen Bassbereich. Diesen stellt der Fathom mit ordentlich Durchschlagskraft, zugleich aber mit einer Extraportion Feindynamik dar. Statt eines massiven Bassbreis werden mir auch die kleineren Zwischenbässe dargestellt, die die ganze Szenerie glaubwürdiger erscheinen lassen – sofern das bei der visuellen Kulisse überhaupt möglich erscheint.

Seismische Ankündigung

Weiter geht es an in zuvor kurz beschriebener Szene auf dem Raster. Eine der klanglich tiefgründigsten Szenen, die ich kenne. Also eine Passage, die schnell Auskunft über den tatsächlichen Abstieg in den Basskeller gibt. Das langsam herabsinkende Flugobjekt kündigt sich quasi seismisch an. Und zwar mit soviel Tiefdruck, dass sich nicht nur die abgehängte Decke, sondern sich auch einige im Regal befindliche akustisch bemerkbar machen. Auch hier spielen Tiefdruck und Grundton Hand in Hand. Das funktioniert richtig gut. Vor allem, wenn man die gewählte Lautstärke berücksichtigt. Obwohl der Pegel schon ziemlich hoch ist – mein Test findet übrigens am frühen Abend in der leeren Redaktion statt – wird die Landung des futuristischen Fluggerätes fühlbar, dabei aber ultradynamisch und mit reichlich Volumen dargestellt. So erlebe ich eine Szene, die mir den maximalen Heimkino-Spaßfaktor liefert und mich schlichtweg an meinen Platz in unserem Testraum fesselt.

Anschlussseitig bleiben kaum Wünsche offen. Der JL Audio bietet symmetrische und unsymmetrische Ports und lässt sich sogar mit weiteren Subwoofern kaskadieren.

Impulsstark, intensiv, musikalisch

Dass der Fathom f113v2 kein reiner Haudrauf ist und auch die feine Dynamik exzellent beherrscht, hat er mir bereits bewiesen. Stellt sich nur noch die Frage, inwiefern ihm das auch in der Musikwiedergabe gelingt. Im Player rotiert nun Adele mit „Rumors Has It“ aus dem Album „Live At The Royal Albert Hall“. Der Song beginnt mit straff gespielten Trommeln, imposant und impulsstark produziert. Die Grundtöne peitschen nur so durch den Raum – und das bleibt auch im weiteren Verlauf so. Nur, dass später noch tiefere Tonanteile dazu kommen. Für den Fathom f113v2 sind die verschiedenen Frequenzlagen und Pegel aber absolut keine Hürde. Kraft, Macht und Temperament werden auch hier perfekt gemischt und nebeneinander reproduziert. Von nervigem Subwoofer-Gewummer keine Spur. Der JL Audio bleibt unauffällig im Hintergrund. Erst also ich ihn ausschalte, bemerke ich, dass jetzt eine Menge fehlt. Also schnell wieder einschalten und weiter Musik hören …

Trotz seiner imposanten Eckdaten ist der Fathom f113v2 mit rund 42 Zentimetern vergleichsweise schmal.

Fazit

Der JL Audio Fathom f113v2 toppt alles. Er ist der schwerste, brachialste, klanglich schwärzeste und leistungsstärkste Subwoofer, den wir je im Hörraum hatten. Dank Einmessung und cleverer Ausstattungsfeatures eignet er sich für den Einsatz in nahezu jedem Wohnraum und im Verbund mit fast jedem Lautsprecher-System. Besonders wohl fühlt er sich allerdings dann, wenn er richtig Leistung liefern kann. Hier zeigt er dann, was tatsächlich in ihm steckt. Unbändige Leistung und eine Tiefton- und Bassperformance, die man sich kaum besser wünschen könnte. Das alles hat mit rund 5.750 Euro natürlich seinen Preis. Spielt der Fathom f113v2 aber in der passenden HiFi- oder Heimkino-Kette, ist der auf jeden Fall angemessen.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Editor´s Choice
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: angemessen

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Technische Daten

Modell:JL Audio
Fathom f113v2
Produktkategorie:Aktiv-Subwoofer
Preis:um 5.750 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Gehäuse: Schwarz
- Abdeckung: Schwarz
Vertrieb:ATR - Audio Trade, Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 208-882 66 0
www.audiotra.de
Abmessungen (HBT):489 x 419 x 489 mm
Gewicht:60,0 Kg
Tieftöner:- 345 mm (aktiv)
Leistung:- 3000 Watt (Impulsleistung)
Bauart/Prinzip:geschlossen
Frequenzbereich:20 - 86 Hz
Raumeinmessung:ja
Phaseneinstellung:0-270°
Lieferumfang:- Fathom f113v2
- Anleitung
- Netzkabel
- Abdeckung
- Messmikro
- Kabel für Messmikro
- Zubehör-Etui
Pros und Contras:+ Raumoptimierung
+ clever Phasenregelung
+ brachialer Leistungsumfang
+ exzellente Feindynamik
+ einfache Handhabung
+ symmetrische Eingänge
+ XLR-Ausgänge
+ Tiefpassfilter änderbar
+ sehr hohe Materialqualität
+ exzellente Verarbeitung

- hoher Preis
Benotung:
Gesamtnote:Editor`s Choice
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungangemessen

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