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Der Hama Pocket 2.0 ist ultrakompakt, leicht, hübsch gestylt, einfach in der Bedienung und auch robust. Selbst in der Dusche oder bei der Wasserschlacht am Pool liefert er die passende Musikuntermalung. Ausserdem ist er vergleichsweise leistungsstark und er klingt viel besser, als man es vielleicht erwarten mag. Das alles gibt’s zu einem Preis, bei dem man zweimal hingucken muss.

Kompakt, zeitlos gestylt und leistungsstark: So zeigt sich der Hama Pocket 2.0 in unserem Test.

Der Pocket 2.0 ist nur ein Mitglied der klanglich vielfältigen Welt von Hama. Die ist groß, sehr groß. Da ist es als Bluetooth-Lautsprecher nicht leicht aufzufallen. Zu nennen wären beispielsweise die Modelle Tube, Cube oder Drum, die sich durch ihr elegantes Erscheinungsbild in Szene setzen. Oder der wasserdichte Twin 2.0, gekleidet im elegantem Schwarz oder coolem Weiß. Sehr cool ist auch der wandlungsfähige Soundcup D, mit seinen unerwarteten Features. Ohne großes Tohuwabohu hat das Monheimer Traditionsunternehmen Hama außerdem seine Bluetooth-Lautsprecher der Pocket-Serie auf dem Markt lanciert. Dabei weißt diese Serie ein „2.0“ in seiner Typenbezeichnung auf. Das kann also nur bedeuten, dass eine erfolgreiche Baureihe fortgeführt wird.

Der Pocket 2.0 eignet sich sowohl drinnen als auch im Outdor-Einsatz.

Next Generation

Das Modell der ersten Baureihe war sich seiner Beliebtheit sicher. Durch seine puristische Bauweise und hohe Kompatibilität, wie dem klassischen Audio-In über Klinke, einem MicroSD-Steckplatz und Bluetooth 2.1, setzte der Pocket der ersten Generation funktionelle Maßstäbe. Auch wenn man bei Hama stets auf dem Teppich bleibt und seine Fähigkeiten nicht laut hinaus brüllt, war dieses Modell bereits ein echtes Highlight Die technische Entwicklung sowie die Bedürfnisse der Nutzer haben sich seit Markteinführung aber weiterentwickelt. Und so war es zwingend erforderlich, dass Hama seiner kompakten Stilikone eine Frischzellenkur zuführt – und zwar ohne große Preisänderungen. Und genau diese Weiterentwicklung dieses Erfolgstypens namens Pocket 2.0 schaue – aber vor allem höre – ich mir mal ganz genau an. Dabei bin ich vor allem neugierig, was man von einem Bluetooth-Lautsprecher im Preisbereich von 20 Euro erwarten kann.

Unboxing Pocket 2.0

Dynamisch kommt er schon mal daher. Verpackt in einer schwarz-matten Kartonage. Eingerahmt im Hama-typischen Rot, thront der Pocket 2.0 in der Mitte der Verpackung. Einmal ausgepackt, fällt sofort das markante äußere Erscheinungsbild auf. Das wabenartigen Schutzgittermuster im mattem Schwarz bietet einen hohen Wiedererkennungswert. Mattschwarz ist auch das gesamte Chassis gestaltet. Angenehm akzentuiert fällt das dezent gestaltete Hama-Label auf. Das Erscheinungsbild prägt sich sofort ein und verleiht dem jüngsten Spross aus der Pocket-Serie einen hohen Wiedererkennungswert. So gestaltet, erkennt man den Pocket 2.0 im sonst faden Designeinheitsbrei der Bluetooth-Lautsprecher schnell auf Anhieb wieder.
Farblich abgestimmt, gehört auch ein leuchtend roter Karabiner zum Lieferumfang. Mit seiner Hilfe lässt sich der treue Wegbegleiter dauerhaft an den Rucksack, die Sporttasche oder an sich binden. Als Farbalternative bietet Hama den Pocket 2.0 in einem edlen Weißton an. Beides sieht echt gut aus, allerdings würde ich mir noch weitere Farbvarianten wünschen.

Dank mitgeliefertem Karabiner lässt sich der Pocket 2.0 auch am Rucksack gefestigen.

Zielgerichteter Minimalismus

Auffällig ist auch das hohe Maß der Verarbeitungsqualität: Im Gegensatz zu vielen Produkten des Mitbewerbers spürt man beim Auspacken, worauf Hama großen Wert legt. Als wäre der Korpus aus einem Alu-Gussblock mittels CNC-Fräse ausgearbeitet worden. Kein Rappeln, Knatschen oder etwaige Verwindungsgeräusche sollen den ungetrübten Musikgenuss stören. Während der Pocket der ersten Generation Maße von 9,2 x 3,2 x 8,0 Zentimeter und ein Gewicht von 270 Gramm aufbietet, tritt der Pocket 2.0 in leicht minimierter Form auf. 8,4 x 3,8 x 8,4 und ein Gewicht von gerade einmal 180 Gramm befinden sich in der Hand des Nutzers. Besonders positiv fällt hier die Diät auf. Satte 33 Prozent Gewichtsreduzierung ist ein deutlicher Zugewinn für den Transport. Insbesondere primär wichtig, wenn der Wegbegleiter für unterwegs genutzt werden soll. Soviel sei vorweggenommen – ohne zu spoilern – das Ganze bei deutlich verbesserten Parametern der Klangeigenschaften sowie der Akkuleistung.

Das Design des Hama Bluetooth-Speakers ist edel und zugleich zurückhaltend.

Simply handling

Sehr positiv gestaltet sich auch das Bluetooth-Pairing mit meinem Smartphone. Einmal aktiviert, wird mir der Hama-Speaker auch schon in der Liste verfügbarer Bluetooth-Partner angezeigt. Sind beide miteinander gekoppelt, wird mir auch gleich der Akkustand des Pocket in Prozent auf meinem Device angezeigt. Nice und vor allem hilfreich, denn so kann rechtzeitig geladen werden. Der Lithium-Polymer-Akkumulator mit 1050 Milliampere ist nach etwa drei Stunden Dauerladung wieder bei 100 Prozent. Hama spricht anschließend von 14 Stunden Einsatzfähigkeit. Also mehr als ausreichend Zeit, um seinem hübschen Wegbegleiter zuzuhören. Der nächste Campingurlaub kann also kommen. Die Bedienung gestaltet sich, nicht weiter überraschend und wie man es auch erwarten darf, gewohnt unaufgeregt und übersichtlich. Wird das hinlänglich bekannte Piktogramm, der Strich/Kreis auf der gummierten Schaltfläche gedrückt, aktiviert man den Pocket 2.0. Eine hübsch klingende Gitarrentonfolge bestätigt die Aktivierung akustisch. Eine LED-Leuchte hinter dem Schutzgitter zeigt auch visuell die Betriebsbereitschaft an.

Direktsteuerung und XXL-Schutz

Ohne, dass ich mein Handy bemühen muss, kann der gewünschte Titel über einen langen Druck auf die Plus- oder Minustaste angesteuert werden. Selbsterklärend fungieren Plus/Minus ansonsten, um die Lautstärke zu regulieren. Dazu wird das jeweilige Symbol lediglich kurz gedrückt, um so die gewünschte Lautstärke zu triggern. Befehle werden sofort und zuverlässig erkannt und umgesetzt. Schlussendes wird die Tastatur noch durch das hinlänglich bekannte Pausensymbol komplettiert.
Als Wegbegleiter geht man durch dick und dünn. Auch mit dem Pocket 2.0, der über eine IPX7 Zertifizierung verfügt. Ein wichtiger Punkt bei der Wanderung, beim Workout oder auf dem Campingplatz. Sensible Bereiche wie Ladebuchse und Klinkenstecker sind durch eine Silikonabdeckung geschützt. Wie bereits erwähnt, ist auch das Bedienfeld unter einer schützenden Oberfläche verbaut. Somit können dem Lautsprecher Staub, Spritzwasser und sogar der kurzzeitige Aufenthalt in einem Meter Wassertiefe nichts anhaben.

Play, Pause, Titelskipp: Die Bedienung kann sowohl via Smartphone oder auch direkt am Hama vorgenommen werden.

Anschlüsse

Wie bei Umfang und Gewicht hat Hama auch hier abgespeckt. Auf einen Micro SD-Kartenslot muss beim Pocket 2.0 verzichtet werden. Schau ich mir jedoch mein Nutzerverhalten an, muss ich gestehen, dass ich persönlich nie von dieser Option Gebrauch gemacht habe. Bei der Anwahl von Titeln verliert man ohne visuelle Unterstützung ohnehin schnell den Überblick. Aus diesem Grunde empfinde ich den Verzicht auf den SD-Slot eher als positiv. Treu geblieben ist man bei Hama jedoch der klassischen Aux-Klinkenverbindung. Über diesen Weg kann ich somit auch ältere Quellen ohne Bluetooth-Modul mit dem Hama verbinden. Der diesbezügliche Anschluss versteckt sich unter der Gummiabdeckung auf der Rückseite. Hier befindet sich auch der USB-Anschluss zum Laden. Der entscheidende Vorteil einer kabelgebundenen Datenverbindung besteht darin, die zu übertragenden Informationen energiesparend, aber vor allem stabil zu übermitteln. Meist ist die datenstabile Übertragung via Kabel mit der Integration des Bluetooth 5.0-Moduls im Pocket 2.0 aber obsolet.

Sämtliche Anschlüsse befinden sich unter der schützenden Gummierung auf der Gehäuserückseite.

Musik liegt in der Luft

Aussetzer während der akustischen Wiedergabe im Wirkkreis sind mit Bluetooth 5.0 so gut wie ausgeschlossen. Die Herstellerangabe von zehn Metern kann ich absolut bestätigen. Um das Ganze auszureizen, habe ich den Standort gewechselt. Selbst eine Trennung durch zwei Stahlbeton-Decken, haben das Signal nicht abreißen lassen. Unbeeindruckt erfüllt mein Testkandidat seine Aufgabe und rockt souverän weiter. Sehr gut! Andere Hersteller haben die konstante Übertragungsrate von Bluetooth 5.0 längst erkannt und verzichten deshalb auf die kabelgebundene Verbindung.
Übrigens, Freunde des offen gesprochenen Wortes kommen in Gänze voll auf ihre Kosten. Deshalb wurde dem Pocket 2.0 auch eine Freisprecheinrichtung spendiert. Sind Smartphone und Bluetooth-Speaker einmal miteinander gekoppelt, werden eingehende Anrufe direkt auf den Hama umgeleitet. So kann man sich schön unterhalten und hat beide Hände frei, um sich beispielsweise Notizen zu machen oder um sich weiter um das Essen zu kümmern.

Die Bluetooth-Verbindung ist ruckzug hergestellt und bleibt auch absolut stabil und unterbrechungsfrei.

Herausforderung gemeistert

Klangbilder zu verbessern, insbesondere unter kompakten Gegebenheiten wie bei der Pocket-Serie, gilt als Herausforderung und stellt immer wieder hohe Anforderungen an die Akustikingenieure. Umso erstaunlicher ist es, dass es in vielen Fällen gelingt, nochmals eine Schippe draufzulegen. So auch beim Pocket 2.0. Hier ist das in eindrucksvoller Weise und mit einer vollen Schubkarrenladung gelungen. Selten, oder besser noch nie, hat mich ein solch kleiner Lautsprecher so nachhaltig beeindruckt. Der Pocket 2.0 spielt satt und körperhaft. Im Hochtonbereich klingt es klar und wirklich gut verständlich. Mitten sind natürlich und werden mit einer leichten Wärme dargestellt und auch im Grundton macht mein Testgast – gemessen an seiner Größe – seine Sache wirklich gut. Erstaunlich, was man klanglich von einem Bluetooth-Speaker für gerade einmal 20 Euro erwarten kann. Natürlich stellt sich da unweigerlich die Frage, wie es Hama gelingt aus einem solch geringem baulichen Volumen einen solchen Klang zu generieren.

Freie Bässe

Aber beginnen wir von vorn: Zum Vergleich, gemessen am Gehäusevolumen, ziehe ich den bereits von mir getesteten und eingangs erwähnten Lautsprecher der Gentleman Baureihe im Format S heran. Der erste Unterschied ist in der Anwendung zu erkennen. Im Gegensatz zum Gentleman S, der flach abgelegt wird, spielt der Pocket 2.0 im stehen.
Ein Blick auf die Rückseite klärt warum das so ist. Im Pocket 2.0 verrichtet nämlich eine frei schwingende Bassmembran ihren Dienst. Und die soll ja nicht verdeckt werden, sondern frei arbeiten können. Ihre Arbeit macht sie absolut großartig. Für meinen Klangtest grabe ich zu Beginn mal tief in meiner Hip-Hop-Kiste. Und siehe da, „Middle Child“ von J.Cole gibt sich die basslastige Ehre. Klassischer Sprechgesang eröffnet mit einer eindringlichen Trompetenfanfare. Ab Sekunde 25 greift dann der Bass in den Track ein und verleiht dem Ganzen den Hip-Hop-Flair, den man schlichtweg erwartet.

Auf der Rückseite ist der Bassradiator zu sehen. Heisst: Der Pocket 2.0 sollte nicht liegend betrieben werden – dann gibts keinen Bass.

Kleiner Rocker

Auch der radikale Genrewechsel zu progressivem Rock, stellt den kleinen Lautsprecher vor keine große Herausforderung. „Places To Go“. Gerade zu mystisch spielt der Bass und begleitet diesen musikalischen Hochgenuss über die gesamten fünf Minuten und 46 Sekunden. Tony Levin sei Dank für dieses Stück Musikgeschichte. Der Pocket 2.0 gibt das in hoher Bandbreite wieder. Gerade die tiefen Basstöne werden satt, aber immer in Relation zum Größenverhältnis, sauber wiedergegeben. Jetzt rockt es so richtig! Selbstverständlich möchte man solche Klänge in voller Lautstärke hören. Ein akustisches Signal lässt erkennen, dass das obere Limit ausgereizt ist. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Akustikingenieure die Zwangsbremse etwas eher eingebaut hätten. Ist die Lautstärke am oberen Ende angekommen, spielt der Hama nämlich bereits im Verzerrbereich. Die Reduzierung um einen einzigen Volumenpunkt genügt allerdings bereits, um das gute Klangbild sofort in Gänze zurückzuerlangen. So rockt es viel „bässer“!

Der Hama Pocket 2.0 liegt gut in der Hand, ist überraschend umfangreich ausgestattet und ist für rund 20 Euro zu haben.

Fazit

Bluetooth-Speaker müssen nicht immer groß und schwer sein. Das stellt Hama mit dem Pocket 2.0 eindrucksvoll unter Beweis. Mit seiner frei schwingenden Bassmembran spielt der leichte Kompaktling tatsächlich auch im Konzert der Großen mit. Da müssen sich Mitbewerber ordentlich strecken, um im Preisbereich von 20 Euro auf dieses Klangniveau zu kommen. Statt die dicke Bassröhre am langen Trageriemen zu schultern, leistet der leichte Pocket 2.0 ganz nebenbei genug Klangpotenzial, ohne dem Nutzer gewichtstechnisch zur Last zu fallen. Gehobene Qualitäten in der Verarbeitung, Akkuleistung und Ausstattung erleichtert die Kaufentscheidung für dieses Gerät. Aus meiner Sicht bietet sich der Pocket 2.0 gerade für die Youngstars, Bluetooth-Neueinsteiger oder als mobiles Zweitgerät an. Edles Weiß oder das zeitloses Schwarz sind die verfügbaren Farbvarianten.

Test & Text: Marc Rehmann
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Preistipp
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:Hama
Pocket 2.0
Produktkategorie:Bluetooth-Lautsprecher, mobil
Preis:19,99 Euro
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:Hama, Monheim
Tel.: 09091 / 5020
www.hama.de
Abmessungen (HBT):84 x 84 x 38 mm
Gewicht:180 Gramm
Anschlüsse:- AUX
- Bluetooth
Bluetooth-Reichweite:bis zu 10 Meter
Stromversorgung:- Akku
- Netzstrom (via USB)
Akkuleistung: bis zu 14 Stunden
Lieferumfang:- Hama Pocket 2.0
- Karabiner
- Mini-USB-Kabel
- Bedienungsanleitung
Besonderheiten:+ geringes Gewicht
+ stabile Bluetooth-Verbindung
+ kinderleichte Bedienung
+ robustes Gehäuse
+ sehr gute Hochtonwiedergabe
+ dynamnischer Grundton
+ 6 Stunden Akkuleistung
+ Freisprecheinrichtung
+ wasserdicht nach IPX7

- kein optionales Zubehör
Benotung:
Klang (60%):70/70
Praxis (20%):70/70
Ausstattung (20%):70/80
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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