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Beschallung in Tonstudio-Qualität und attraktives Design – dieses bisherige Entweder-oder verwandelt GGNTKT mit dem Model M1 in ein Sowohl-als-auch: Der kompakte Aktiv-Monitor präsentiert sich ausgesprochen formschön, bietet dank passiver Schallführung und aktivem Soundprocessing eine atemberaubend realistische Abbildung – und liefert mit cleverem Bass-Management einen unglaublichen Tiefton. Wie dem GGNTKT Model M1 das gelingt, haben wir getestet.

Das GGNTKT Model M1 präsentiert sich als kompakte, exzellent designte und wohnraumfreundliche Beschallungslösung.

Das GGNTKT Model M1 präsentiert sich als kompakte, exzellent designte und wohnraumfreundliche Beschallungslösung.

GGNTKT? Wer sich zwei „E“ und ein „A“ hinzudenkt, dechiffriert die rätselhafte Buchstabenfolge als „Gegentakt“. So nennt sich ein 2018 gegründetes Team aus Akustikern, Elektrotechnikern, Industriedesignern, Softwarespezialisten und Handwerkern. So vokalarm der Firmenname, so verheißungsvoll der Anspruch: GGNTKT Audio entwickelt und produziert digitale Aktivlautsprecher für Tonstudios, Heimkinos und audiophile Privatnutzer mit dem Versprechen einer neutral-realistischen Reproduktion und eines immersiven Klangerlebnisses – also eines totalen Eintauchens in die Musik und den Filmton. Diesen Anspruch materialisiert die junge Meckenheimer Manufaktur nun zuerst mit dem kompakten System Model M1. Es besteht aus zwei Kompaktlautsprechern und einer ausgelagerten Soundprozessor/Verstärker-Einheit. Dieses Ensemble ist für die Beschallung kleinerer bis mittlerer Räume gedacht und für einen Hörabstand von ein bis drei Metern gemacht. Wir schauen und hören uns diese Trias nun näher an – und wir starten mit den Model M1-Schallwandlern.

Die außergewöhnliche Geometrie mit breiter Front und flacher Bautiefe hebt das Modell M1 von der gängigen Lautsprecher-Anmutung ab. Die gerundeten Gehäusewangen und die makellose Lackierung befördern die Attraktivität.

Die außergewöhnliche Geometrie mit breiter Front und flacher Bautiefe hebt das Modell M1 von der gängigen Lautsprecher-Anmutung ab. Die gerundeten Gehäusewangen und die makellose Lackierung befördern die Attraktivität.

Attraktives Design, individueller Auftritt

Das ist mal eine unkonventionelle Geometrie! Wo gängige Kompaktschallwandler als eher tiefe denn breite, kantige Kisten daherkommen und gerade im Studiobereich design-vernachlässigt sind, tritt das Model M1 mit ausladender Front und schlanker Korpustiefe auf und präsentiert sich auch dank seiner sanften Rundungen als attraktiv-formvollendetes Klangmöbel. Dazu tragen die gekonnt gesetzte Ziernut und die geschmeidige Wölbung hin zur Rückseite bei, aber ebenso die überaus aufwändig gefräste Schallführung des Hochtöners. Solch komplexe Fräsungen und Freiformflächen ermöglicht ein Material namens Valchromat. Dieser Holzfaserwerkstoff hat gegenüber dem üblichen MDF eine rund dreißig Prozent höhere Stabilität. Dies steigert auch die Vibrationsresistenz des Gehäuses. Der kunstvolle Korpus wird nun durch eine exzellent ausgeführte Lackierung veredelt. Unser Testmodell ist in wohnraumfreundlichem Hochglanzweiß gehalten, doch GGNTKT kann als Manufaktur sämtliche RAL-, Automotiv- oder Metallic-Lackierungen ausführen, selbst ein Farbwechsel ab der Nut ist möglich, ebenso ein Furnier-Dekor auf der unteren Hälfte. So wird das Model M1 geradezu zum Unikat.

Die komplexe Gehäusegestalt mit ihre Rundungen und Ausformungen dient der Vermeidung von Kantenreflexionen.

Die komplexe Gehäusegestalt mit ihre Rundungen und Ausformungen dient der Vermeidung von Kantenreflexionen.

Vollendete Formgebung für perfekte Abstrahlung

Die Proportionen und Rundungen sind aber kein ästhetischer Selbstzweck. Die durch Computersimulation optimierte Formgebung erfüllt auch akustische Aufgaben: Die Rundungen minimieren Kantenreflexionen des Schalls und damit ungewünschte Einflüsse des Gehäuses, die Formgebung samt Schallführung befördert die Möglichkeit, das Model M1 wandnah aufzustellen, und sorgt insgesamt für eine gleichmäßige Schallverteilung zugunsten einer natürlichen Räumlichkeit der Wiedergabe. Gerade der spezielle Waveguide der Front verhindert, dass über den Hochtöner vertikal zu viel Schall gen Boden oder Decke abgestrahlt wird. Die Reduktion von Decken- und Bodenreflexionen bewirkt eine bessere räumliche Ortung im Klangbild. Horizontal hingegen sorgt der Waveguide für eine breitere gleichmäßige Abstrahlung. Der volle Musikgenuss ist damit nicht auf einen kleinen Sweetspot beschränkt, sondern auf eine breitere Hörzone erweitert. Zugleich besorgt die Schallführung des Tweeters eine akustische Anbindung an den darunter sitzenden Mitteltieftöner. Damit sind wir schon bei den Chassis.

Den Hochton liefert ein im Gehäuse sitzender Druckkammertreiber. Der Schall wird über einen Tunnel zum Waveguide geleitet. Die komplexe und spezielle Formgebung der Schallführung sorgt für eine Abstrahlung, die horizontal konstant 140 Grad abdeckt, vertikal hingegen 60 Grad nach oben und 40 Grad nach unten beträgt. So werden insbesondere bodenseitige Reflexionen reduziert.

Den Hochton liefert ein im Gehäuse sitzender Druckkammertreiber. Der Schall wird über einen Tunnel zum Waveguide geleitet. Die komplexe und spezielle Formgebung der Schallführung sorgt für eine Abstrahlung, die horizontal konstant 140 Grad abdeckt, vertikal hingegen 60 Grad nach oben und 40 Grad nach unten beträgt. So werden insbesondere bodenseitige Reflexionen reduziert.

Vier Speaker für zweieinhalb Wege

Für den Hochton kommt ein Druckkammertreiber mit einer 44 Millimeter messenden Titan-Membran zum Zuge. Er hat einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als übliche Kalotten-Hochtöner, benötigt deshalb deutlich weniger Verstärkerleistung, kann aber bauartbedingt Spitzenpegel bis 115 Dezibel liefern – bei überaus geringen Verzerrungen. Das bürgt für einen klaren Hochton, der durch die Schallführung dann auch die gewünschte Homogenität im Raum bietet. Unterhalb von 1,8 Kilohertz übernimmt nun der frontseitige Mitteltieftöner, ein 17 Zentimeter durchmessender Woofer mit beschichteter Aluminium-Konusmembran. Dank seiner langhubigen Ausführung kann er weit auslenken. Diese Plus an Hub bringt mehr Bass. Zudem leisten zwei identischen Kollegen auf der Rückseite tatkräftige Unterstützung. Das verdreifacht die resultierende Membranfläche auf stolze 360 Quadratzentimeter. Mehr Fläche bedeutet ebenfalls mehr Bass. So spielt das Model M1 trotz geschlossenem Gehäuse, also ohne unterstützende Bassreflex-Abstimmung, runter bis zu imposanten 36 Hertz. Die entgegengesetzten Kräfte der nach vorne und hinten strahlenden Woofer heben sich dabei auf, das vermindert Gehäusevibrationen.

Der frontseite Konus-Lautsprecher schallwandelt die Mitten und Bässe. Er ist damit der Schwerstarbeiter unter den insgesamt vier Chassis.

Der frontseite Konus-Lautsprecher schallwandelt die Mitten und Bässe. Er ist damit der Schwerstarbeiter unter den insgesamt vier Chassis.

Cleveres Bass-Management

So identisch die drei Woofer auch sind: Sie haben doch verschiedene Aufgaben. Die beiden hinteren Chassis werden oberhalb von etwa 240 Hertz ausgeblendet, die Mitten übernimmt somit weitestgehend der vordere Konus. Das Model M1 agiert insgesamt also als 2,5-Wege-Lautsprecher. Zudem werden die hinteren Lautsprecher von dem externen Soundprozessor getrennt angesteuert und mit einem leicht zeitverzögerten Signal versorgt. Das bewirkt oberhalb besagter 240 Hertz gezielte Frequenzauslöschungen. Mit diesem cleveren Kniff lässt sich die Schallabstrahlung bis in den oberen Bassbereich modellieren – hin zu einer nierenförmigen, kardioiden Charakteristik der Abstrahlung. Das mindert unerwünschten rückwärtigen Schall. Das Resultat ist ein satter Bass bei einer zugleich definierten Wiedergabe, eine gleichmäßige Abstrahlung, die die gewünschte „Immersion“ befördert – also das Eintauchen in die Musik dank einer realistisch-natürlichen, räumlich-plastischen Abbildung.

Die beiden rückseitigen Woofer dienen der Tieftonunterstützung, sorgen aber auch im Verbund mit der DSP-Steuerung für eine nierenförmige Abstrahlung mit gezielter Frequenzauslöschung im rückwärtigen Schall. So können die Lautsprecher auch wandnah und in akustisch kniffligen Räumlichen betrieben werden.

Die beiden rückseitigen Woofer dienen der Tieftonunterstützung, sorgen aber auch im Verbund mit der DSP-Steuerung für eine nierenförmige Abstrahlung mit gezielter Frequenzauslöschung im rückwärtigen Schall. So können die Lautsprecher auch wandnah und in akustisch kniffligen Räumlichen betrieben werden.

Externe Elektronik

Eine derart gezielte Schallmodellierung ist nur mit reichlich Know-how und Elektronik möglich – also mit dem Einsatz eines Soundprozessors. Er ist zusammen mit der Verstärkersektion ausgelagert. So können die Lautsprecher kompakter gehalten werden, vom vorhandenen Gehäuseraum steht mehr Volumen gerade für die Basswiedergabe zur Verfügung. Volumen ist, neben Membranfläche und -hub, entscheidend für die Tieftonfähigkeit eines Schallwandlers. Zweiter Vorteil: Updates oder gar der Wechsel zu einer neuer Elektronik-Generation sind leichter zu bewerkstelligen. Dazu trägt auch ein modularer Aufbau bei. All das ist hier in einem ultraflachen, 4,5 mal 45 mal 37 Zentimeter messenden Alu-Gehäuse realisiert. Es eignet sich für den Einbau in ein 19-Zoll-Studiorack wie auch für den Stand-alone-Betrieb auf den mitgelieferten Tellerpucks. Unsere Soundprozessor/Verstärker-Einheit ist in Anthrazit/Schwarz gehalten, dadurch sieht das in die Front eingravierte GGNTKT-Logo fast gefährlich aus. Die zwei Zentimeter starke, hier geölte Valchromat-Front kann aber auch in der Lautsprecherfarbe lackiert werden, um eine stimmig-wohnraumfreundliche Kombination zu erreichen.

Die Front der DSP/Verstärker-Einheit DSPVE-M1 bietet als Hingucker das eingravierte GGNTKT-Logo. Hier ist die Stirnseite in geöltem, schwarzem Valchromat ausgeführt. Sie ist aber in jeder beliebigen Farbe realisierbar – etwa in der Farbe der Lautsprecher. Mit dem links positionierten Kippschalter wird die Elektronik ein- und ausgeschaltet. Der rechts sichtbare USB-Port dient der Software-Aktualisierung, aber auch der Raumeinmessung des GGNTKT Model M1-Ensembles.

Die Front der DSP/Verstärker-Einheit DSPVE-M1 bietet als Hingucker das eingravierte GGNTKT-Logo. Hier ist die Stirnseite in geöltem, schwarzem Valchromat ausgeführt. Sie ist aber in jeder beliebigen Farbe realisierbar – etwa in der Farbe der Lautsprecher. Mit dem links positionierten Kippschalter wird die Elektronik ein- und ausgeschaltet. Der rechts sichtbare USB-Port dient der Software-Aktualisierung, aber auch der Raumeinmessung des GGNTKT Model M1-Ensembles.

Klasse-Kraftwerke in Class-D

In der DSPVE-M1 getauften DSP/AMP-Einheit wirken drei separate Verstärkermodule, die jeweils mit einem eigenen Netzteil ausgerüstet sind. Sie liefern mit ihren insgesamt sechs Kanälen 70 Watt für den Hochton und 210 Watt für Mitten und Tiefton. Ihr Mono-Design verhindert unerwünschtes Signalübersprechen zwischen den Kanälen. Wer noch mehr Leistung will, wählt die abermals stärkere Amp-Ausstattung mit insgesamt 420 Watt Power. Die Aufrüstung kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen – wie auch eine zusätzliche Netzteilpufferung für noch mehr Gelassenheit und Kraft der Wiedergabe. Die Verstärkung übernehmen Class-D-Verstärkermodule von Pascal Audio. Die bestens beleumundeten Dänen haben die Class-D-Technik im audiophilen Bereich hoffähig gemacht. Diese supereffizienten Amps liefern viel Leistung bei wenig Wärmeverlust – und klingen trotzdem exzellent. Vor den Verstärkern sitzt die DSP/DAC-Sektion. Beim Soundprozessor kommt ein SHARC-DSP der vierten Generation von Audio Devices zum Zuge, die ebenfalls für ihre Exzellenz bekannt sind. Eine 24-Bit-Wandlerstufe übernimmt die Konvertierung sowohl ins Digitale wie ins Analoge.

Professionelle Anschlüsse: Für die Signalzufuhr bietet der DSP/Verstärker einen analogen symmetrischen Input und einen AES/EBU-Input. Sie sind jeweils mit XLR-Buchsen realisiert. Für Zuspieler mit unsymmetrischem Analog- und koaxialem Digital-Ausgang bietet GGNTKT entsprechende Signalkabel mit Adaptern von Cinch/unsymmetrisch auf XLR/symmetrisch und Cinch/SPDIF auf XLR/AES. Für den Anschluss der Lautsprecher kommt die in der Beschallungstechnik zum Standard erkorene Speakon-Verbindung zum Zuge. „Out 1“ bezeichnet den linken Kanal, „Out 2“ den rechten Kanal.

Professionelle Anschlüsse: Für die Signalzufuhr bietet der DSP/Verstärker einen analogen symmetrischen Input und einen AES/EBU-Input. Sie sind jeweils mit XLR-Buchsen realisiert. Für Zuspieler mit unsymmetrischem Analog- und koaxialem Digital-Ausgang bietet GGNTKT entsprechende Signalkabel mit Adaptern von Cinch/unsymmetrisch auf XLR/symmetrisch und Cinch/SPDIF auf XLR/AES. Für den Anschluss der Lautsprecher kommt die in der Beschallungstechnik zum Standard erkorene Speakon-Verbindung zum Zuge. „Out 1“ bezeichnet den linken Kanal, „Out 2“ den rechten Kanal.

Profi-Anschlüsse mit Service-Port für Raumeinmessung

Diese Wandlungsfähigkeit ist auch gefordert, weil das Model M1 die analoge wie die digitale Zuspielung ermöglicht. Analog gibt es einen symmetrischen XLR-Eingang. Die symmetrische Signalführung ist die beste Übertragungsart, weil Störgeräusche, die sich auf dem Kabelweg von der Quelle zum Verstärker einschleichen, eliminiert werden. Auf digitaler Ebene entdecken wir einen ebenfalls per XLR-Buchse realisierten AES/EBU-Input. Dieses bis PCM 96 Kilohertz/24 Bit arbeitende Anschluss-Format wird hauptsächlich im Studio- und Rundfunk-Bereich eingesetzt. GGNTKT beweist hier ebenso seinen Profi-Anspruch wie mit den Speakon-Lautsprecherbuchsen, die die Anschlusssektion abrunden. Frontseitig finden wir einen USB-B-Port. Er dient der Upgrade-Aufspielung, aber auch der Raumeinmessung. Diesen optionalen Service bietet GGNTKT an, um das Model M1 perfekt an das Ambiente anzupassen, indem es spielt. Für eine saubere Wiedergabe sorgt die Elektronik aber auch schon per se mit einem dynamischen und vorausschauenden Limiter: Er erkennt hohe Pegel sowie Impulsspitzen und reagiert darauf, bevor sie sich als Verzerrungen bemerkbar machen können.

Zum Anschluss an den DSP/Verstärker bietet jeder Schallwandler eine Speakon-Buchse. Diese Lautsprecher-Verbindung hat unschlagbare Vorteile: Es gibt nur einen Stecker für eine Buchse, eine Verpolung ist damit ausgeschlossen. Die Verbindung bietet zudem eine größere Kontaktfläche und ist mechanisch stark belastbar. In der professionellen Tontechnik hat sich Speakon deshalb längst durchgesetzt, im HiFi-Bereich ist dieser Standard bislang noch eine Seltenheit.

Zum Anschluss an den DSP/Verstärker bietet jeder Schallwandler eine Speakon-Buchse. Diese Lautsprecher-Verbindung hat unschlagbare Vorteile: Es gibt nur einen Stecker für eine Buchse, eine Verpolung ist damit ausgeschlossen. Die Verbindung bietet zudem eine größere Kontaktfläche und ist mechanisch stark belastbar. In der professionellen Tontechnik hat sich Speakon deshalb längst durchgesetzt, im HiFi-Bereich ist dieser Standard bislang noch eine Seltenheit.

Aufstellung und Setup

Dafür natürlich muss erst mal ein Signal zugespielt werden. Dafür benötigen wir einen Zuspieler mit Lautstärkeregelung. Wir nutzen unseren mit symmetrischen Analog-Ausgängen ausgestatteten RME ADI-2 DAC. Über ihn können wir per USB Files vom Laptop zuspielen, welches wiederum mit unserem WLAN gekoppelt ist. So haben wir eine komplett-kompakte, streamingfähige Anlage zusammengestellt. An den Verstärker/DSP kann man übrigens mithilfe eines Cinch/XLR-Adapters auch Zuspieler mit unsymmetrischem Ausgang anschließen. Die beiden Model M1-Lautsprecher stellt man nun am besten auf Stative, so dass sich die Hochtöner auf Ohrhöhe befinden. Dafür bietet GGNTKT optional passende Modelle an, die mit den Schallwandlern eine perfekte optische Einheit bilden. Dank einer flächenschonenden und vibrationsabsorbierenden Moosgummi-Unterfütterung können die Schallwandler aber auch auf einem Board oder Desktop platziert werden. Das Model M1 ist für kleinere Hördistanzen von ein bis drei Meter gemacht. Da passt unserer üblichen Startaufstellung: gut zwei Meter Abstand der Schallwandler zueinander, geringfügig mehr Distanz zum Hörplatz.

Vor die DSP/Verstärkereinheit gehört ein Device, dass in der Lautstärke regelbar ist. Im Verbund mit einem Audio-Interface wie dem RME ADI-2, der auch eine USB-Schnittstelle besitzt, lassen sich per Laptop Files von der internen oder einer externen Festplatte zuspielen – oder, wie hier, von der NAS des heimischen Netzwerks, wenn das Laptop in das WLAN integriert ist.

Vor die DSP/Verstärkereinheit gehört ein Device, dass in der Lautstärke regelbar ist. Im Verbund mit einem Audio-Interface wie dem RME ADI-2, der auch eine USB-Schnittstelle besitzt, lassen sich per Laptop Files von der internen oder einer externen Festplatte zuspielen – oder, wie hier, von der NAS des heimischen Netzwerks, wenn das Laptop in das WLAN integriert ist.

Das GGNTKT Model M1 in der Praxis

Wir wählen „Till Tomorrow“, die Zusammenarbeit des Weltklasse-Trompeters Till Brönner mit Yello, dem Schweizer Duo, das für seinen perfekt produzierten Elektropop ja geradezu verehrt wird. Durch Brönners Trompete und die später hinzutretenden raunenden Stimmen haben wir eine Orientierung, um bei der Aufstellung die optimale, also größenrichtige und räumlich gestaffelte Wiedergabe zu erreichen. Das Model M1 zeigt sich hier sehr unkompliziert, wir müssen die Lautsprecher nur geringfügig mehr einwinkeln – und schon befinden wir uns mitten im Klangkosmos der Schweizer Soundmagier. Die räumliche Tiefe, die Plastizität und die scheinbare Realität der uns regelrecht einhüllenden Sounds, Stimmen und Geräusche sind schlicht atemberaubend! GGNTK benutzt ja gerne den Begriff „immersiv“, der in der Gamer-Szene das komplette Eintauchen in die virtuelle Welt meint. Dieser Vergleich trifft es.

Dank einer Moosgummi-Unterfütterung können die Schallwandler auf einem Sideboard positioniert werden.

Dank einer Moosgummi-Unterfütterung können die Schallwandler auf einem Sideboard positioniert werden.

Grandiose Dreidimensionalität

Es beginnt beim wabernden Synthesizer-Tonteppich, der wie Bodennebel den Untergrund bedeckt, darüber dann die Drums und Percussions, die von imaginären Wänden reflektiert werden, welche weit jenseits unseres realen Raums stehen – mit geschlossenen Augen befinden wir uns mitten in einer riesigen Kathedrale. Was für eine grandiose Dreidimensionalität! Hinzu tritt die tolle Dynamik der rhythmischen Patterns: eine Hi Hat auf zwei und vier, komplex versetzte Claves-Klangstäbe und dazu ein Kunst-Beat, der die Rhythmusfigur des Synthi-Basses doppelt: diese Schläge kommen mit einer immensen Impulskraft, flink, ansatzlos. Nun spielt Brönner sein Trompetenmotiv – wir könnten schwören: Der Mann steht drei Meter vor uns! Die Wiedergabe der Trompete hat eine wunderbare Natürlichkeit und Griffigkeit – und meistert eine Kniffligkeit: Brönner spielt zumeist leise, so entstehen viele Blas- und Luftgeräusche, es erinnert fast an eine Querflöte. Das klingt auf anderen Lautsprechern manchmal etwas anstrengend, hier hingegen hat der Ton genau die richtige „Hauchqualtiät“, ohne harsch zu klingen.

Die optimale Höhe haben die Lautsprecher auf Stativen. Die von GGNTK angebotenen Ständer fassen die unten verjüngten Schallwandler dabei stimmig-bündig ein.

Die optimale Höhe haben die Lautsprecher auf Stativen. Die von GGNTK angebotenen Ständer fassen die unten verjüngten Schallwandler dabei stimmig-bündig ein.

Verblüffende Basskraft, breiter Sweet Spot

Was uns nun regelrecht verblüfft, ist die Basswiedergabe. Yello ist ja für ein sattes Tiefton-Fundament berühmt, auch „Till Tomorrow“ besitzt diese Bassmacht – aber dass das kompakte Model M1 hier ein derartiges Volumen und eine solche Kraft bietet, hätten wir nie und nimmer erwartet! Die Power des Basses und der Punch der etwas höher gelegenen Frequenzen schlagen uns ordentlich auf Zwerch- und Trommelfell. Wir merken zudem, wie auch der Raum auf diesen Bass reagiert. Das Model M1 selbst hingegen zeigt sich unbeeindruckt: Die Basswiedergabe ist klar und konturiert, auch Mitten oder Höhen werden nicht beeinträchtigt, das Klangbild bleibt neutra-strukturiert. Dabei lohnt es sich, die Sitzposition mal leicht zu verändern. Hier können schon wenige Zentimeter zu einem merklichen Zugewinn oder einer Abschwächung führen. Unverändert bleibt, trotz unserer Positionswechsel nach vorne, nach hinten sowie zu den Seiten, hingegen die Homogenität der Wiedergabe: Der Sweet Spot des Model M1 ist wirklich breit.

Das optionale Lautsprecherkabel ist mit 6-poligen Speakon-Steckern ausgestattet. Diese Verbindungsart ist ungemein praktisch: Der griffige Stecker wird eingesteckt und ein wenig gedreht, bis die Arretierung einrastet – fertig.

Das optionale Lautsprecherkabel ist mit 6-poligen Speakon-Steckern ausgestattet. Diese Verbindungsart ist ungemein praktisch: Der griffige Stecker wird eingesteckt und ein wenig gedreht, bis die Arretierung einrastet – fertig.

Realismus und Dynamik

Nun verändern wir mal die Lautsprecher-Position und stellen sie peu à peu näher an die Wand. Hier machen die aktiven und passiven Schallmodellierungen einen erstklassigen Job: Der Bass bleibt frei von jenen Andickungen und Aufblähungen, die normalerweise bei einer Aufstellung in Gemäuernähe auftreten. Das erfahren wir auch mit „Gåte ved gåte“ von Kari Bremnes. Die Sängerin hat den Song mit Musikern aus Fleisch und Blut eingespielt. Auch hier erleben wir eine wunderbar transparente Wiedergabe, diesmal aber mit schöner Breiten- und Tiefenstaffelung einer realen Band: Gitarre, Trompete, Klavier, Bass, Perkussion und Schlagzeug sind perfekt-realistisch hinter der norwegischen Sängerin positioniert. Jeder Musiker hat Raum, sich zu entfalten, jedes Instrument klingt körperhaft-echt, wir erleben das Schwingen, Resonieren und Verklingen von Holz und Metall – bis hin zum hinten sitzenden Drummer Bjørn Jenssen, der mit sanftem Besenspiel und fein abgestuften Bassdrum- und Tomschägen sein Schlagwerk touchiert. Jeder Fell- und Beckenberührung ist dabei eine dynamische Offenbarung!

Dank des cleveren Bassmanagements kann das Model M1 auch wandnah aufgestellt werden.

Dank des cleveren Bassmanagements kann das Model M1 auch wandnah aufgestellt werden.

Selbstverständlicher Detailreichtum

Diese Offenheit und Klarheit, mit der das Spielen und Agieren jedes Musikers zu hören ist, gilt natürlich erst recht für Kari Bremnes, die in Front der Band steht. Die norwegische Sängerin hat eine klare, wunderbare warme, im Alt angesiedelte Stimme. In der Wiedergabe mit dem Model M1 sind wir ihr ganz nah: Wir erleben ihre leisen Anatmer vor jedem Gesangseinsatz, wir hören, wie sie mit leichter Aufrauhung den Charakter ihrer Stimme verändert, ihre Worte intensiviert oder mit dezentem Vibrato verziert, dann wieder fast schmeichelnd flüstert, um am Ende einer Phrase mitunter den abschließenden Konsonanten des finalen Wortes zart und verzögert nachzureichen. Ein solches fast schon gehauchtes „s“ beschert uns echte Gänsehaut. Das Model M1 macht wirklich jedes Detail hörbar, nichts bleibt unentdeckt. Trotzdem ist die Wiedergabe bei aller Analysefähigkeit nicht sezierend, sondern selbstverständlich und anstrengungslos. So kommen wir langsam in einen Chill-Modus, lehnen uns zurück und genießen einfach die Musik.

Das Model M1 in unserem Testraum. GGNTKT empfiehlt diesen Kompaktlautsprecher für einen Hörabstand von ein bis die Metern, damit eignet er sich insbesondere für kleine und mittlere Räume.

Das Model M1 in unserem Testraum. GGNTKT empfiehlt diesen Kompaktlautsprecher für einen Hörabstand von ein bis die Metern, damit eignet er sich insbesondere für kleine und mittlere Räume.

Fazit

Ja, wir sind echt beeindruckt: Dem GGNTKT Model M1 gelingt mit Bravour die Kombination von attraktivem Design und exzellenter Wiedergabe. Die Abbildung glänzt mit hervorragender Räumlichkeit und Plastizität, ausgezeichneter Transparenz und immensem Detailreichtum, hinzu kommen eine hohe Impulstreue und eine tolle Dynamik. Das führt zu einer atemberaubend realistischen, natürlichen Darstellung. Trotz aller Analysefähigkeit, mit der sich dieser Aktiv-Schallwandler auch für den Studioeinsatz eignet, ist die Wiedergabe nie sezierend, sondern selbstverständlich. Alles andere als selbstverständlich ist hingegen die Basswiedergabe: Auch mithilfe eines cleveren Soundprocessings bietet das Model M1 ein Tiefton, dessen Volumen, Kraft und Konturiertheit alle Erwartungen an einen derart kompakten Lautsprecher weit übertrifft und auch bei wandnaher Aufstellung seine Definiertheit bewahrt. Eine echte Empfehlung für Audiophile, die eine kompakte Beschallungslösung für das Hören auf kurzer Distanz suchen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 97/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: gut

97 of 100

98 of 100

96 of 100

210309.GGNTKT-Testsiegel

Technische Daten

Modell:GGNTKT
Model M1
Gerätekategorie:Kompaktlautsprecher, aktiv
(im Paket mit externer Soundprozessor/Verstärker-Einheit DSPVE-M1)
Preis:5.950,00 € / Paar (inklusive Soundprozessor/Verstärker-Einheit DSPVE-M1)
Garantie:- 2 Jahre
- bei Registrierung: 3 Jahre
Ausführungen Lautsprecher:- Weiß (seidenmatt oder matt)
- Schwarz (seidenmatt oder matt)

gegen Aufpreis:
- Hochglanzlackierung
- individuelle RAL-, Automotiv- oder Metallic-Lackierung
- zweifarbige Aufteilung des Gehäuses (vertikal ab trennender Nut)
- Furnier-Dekor (nur untere Hälfte)
Ausführungen DSP/Verstärker:- Schwarz
- Frontlackierung in Farbe der Lautsprecher (Aufpreis auf Nachfrage)
Vertrieb:Hörzone GmbH, München
Tel.: +49 89 721 10 06
www.hoerzone.de
Abmessungen (H x B x T):- Lautsprecher: 319 x 406 x 142 mm
- DSP/Verstärker: 45 x 450 x 372 mm
Gewicht:- Lautsprecher: 11,2 kg / Stück
- DSP/Verstärker: 5,1 kg
Prinzip:2,5 Wege, geschlossen, aktiv
Hochtöner:1 x 44 mm Druckkammertreiber (Titan-Membran)
Mitteltieftöner:3 x 170 mm Konus (beschichtete Aluminium-Membran)
Frequenzgang:36 Hz - 20 kHz (-3 dB)
32 Hz - 22 kHz (-6 dB)
(Herstellerangabe)
Übergangsfrequenzen:240 Hz / 1,8 kHz (Herstellerangabe)
Schalldruckpegel (max.):112,8 dB/1m (Herstellerangabe)
Leistung des Verstärkers:70 W (HF) + 210 W (LF)
(Herstellerangabe)
Analoge Eingänge
(DSP/Verstärker):
1 x symmetrisch (XLR)
Digitale Eingänge
(DSP/Verstärker):
1 x AES/EBU (XLR)
Ausgänge
(DSP/Verstärker):
1 x Lautsprecher (Speakon)
Maximale Samplingrate/Auflösung:PCM 96 kHz/24 Bit
Empfohlener Hörabstand:1-3 m
Empfohlene Aufstellungsart:freistehend, wandnah
Lieferumfang:- GGNTKT Model M1 (Lautsprecher)
- DSP/Verstärker-Einheit DSPVE-M1
- Bedienungsanleitung (demnächst verfügbar)
Optionales Zubehör:- Lautsprecherkabel mit 6-poligen Speakon-Steckern (60,00 €, Konfektion pro Meter 15,00 €)
- Standfuß (Preis auf Nachfrage)
Upgrade-/Service-Möglichkeiten:- zusätzliche Netzteilpufferungen mit 3 x 19.200 µF = 57.600µF (Aufpreis: 590,00 €)
- Model M1 S-Version mit zusätzlicher Netzteilpufferungen und stärkeren Amp-Modulen (Aufpreis: 1.000,00 €)
- Raumeinmessung vor Ort oder per Fernwartung (Preis auf Nachfrage)
Pros und Contras:+ realistisch-natürliche Wiedergabe
+ hervorragende Räumlichkeit und Plastizität
+ ausgezeichnete Transparenz und Detailwiedergabe
+ hohe Impulstreue und große Dynamik
+ für Kompaktlautsprecher überaus voluminöser, kraftvoller und trotzdem kontrollierter Bass
+ ausgezeichnetes Design
+ vielfältiges Angebot an Lackierungen und Dekors
+ Upgrade-Fähigkeit
+ Lautsprecher-Einmessung möglich

- Lautsprecherkabel gehört nicht zum Lieferumfang
Benotung:
Klang (60%):97/100
Praxis (20%):98/100
Ausstattung (20%):96/100
Gesamtnote:97/100
Klasse:Referenzklasse
Preis/Leistunggut

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