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Redakteur
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BenQ verspricht seine PD-Serie als ideale Arbeitswerkzeuge für professionelle Designer. Der 32-Zöller PD3220U bietet eindrucksvolle Features, um den kreativen Workflow am Bildschirmarbeitsplatz zu verbessern. Wir haben den UHD-Monitor ausgiebig getestet und verraten, was der BenQ noch so alles bietet und für wen er besonders eignet.

Harmonie bis ins Detail: Der BenQ PD3220U verbindet stilvolle Optik und beste Abbildungsqualität.
Foto: Michael B. Rehders

BenQ-Monitore aus der DesignVue-Serie wurden für Grafiker, Architekten und 3D-Artists konzipiert. Das hat uns neugierig gemacht, weshalb wir uns für diesen Test direkt aus Hollywood Unterstützung in die Redaktion geholt haben. Der Star-Designer Mace Steuer hat an zahlreichen großen Kinoproduktionen mitgewirkt. Darüber hinaus ist er als Dozent in Hochschulen unterwegs. Sein Tätigkeitsfeld reicht von 2D- und 3D-Visualisierungen über Logo-Entwicklung bis hin zu industriellen Konzeptionen, zum Beispiel im PKW-Bereich. Kurz: Für Experten wie ihn wurde der BenQ PD3220U entwickelt. Gemeinsam mit Mace werden wir den Monitor auf Herz und Nieren prüfen. Während ich die Messungen durchführe und Fotoaufnahmen mache, wird mein Gast seine Eindrücke bei der Erstellung einer 3D-Grafik beschreiben. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Stunden der Zusammenarbeit.

Der BenQ PD3220U besteht aus drei Teilen: Bildschirm, Säule und Fuß und kann ganz ohne Werkzeug in Minutenschnelle zusammengebaut werden.
Dafür wird die Säule (3) auf den Standfuß (1) gesetzt und von unten verschraubt (3). Werkzeug ist dafür nicht nötig. Zum Schluss wird noch der Bildschirm in die Halterung am oberen Ende der Säule eingehakt. Mit einem hörbaren „Klick“ rastet der Verschluss ein.

Design und Bedienung

Der PD3220U bietet eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Das entspricht einer vierfachen Auflösung von Full HD – und das ist deutlich zu sehen. Hier sind viel mehr Details vorhanden. Mit 4K/UHD muss man daher seltener ins Bild hinein „zoomen“, um alle Inhalte zu erfassen. Das spart Arbeitszeit und beschleunigt die Bearbeitungsprozesse maßgeblich. Nach der Montage werden noch PC und Notebook angeschlossen. Die dafür benötigten Schnittstellen befinden sich allesamt auf der Rückseite des BenQ. Rechts am Rahmen sind zusätzlich zwei USB-Ports eingelassen. Steht der Monitor dauerhaft im Home-Office, kann die unschöne Öffnung auf der Rückseite, aus der die Kabel heraushängen, mittels Blende verschließen. Diese gehört zum Lieferumfang und sorgt für eine einheitliche Rückansicht. Darüber hinaus offeriert die Säule einen Kabelhalter. So hängen die verschiedenen Verbindungskabel nicht einfach lose am Gerät herunter. Das On-Screen-Menü ist übersichtlich strukturiert, so gelingt auch die Bedienung intuitiv.

Bis zu fünf Endgeräte kann der Nutzer mit dem BenQ PD3220U verbinden. Alle dafür relevanten Schnittstellen sind vorhanden.
Foto: Michael B. Rehders

USB-C für Bildsignalübertragung und Stromversorgung

Ein Highlight des PD3220U ist seine USB-C-Schnittstelle. Hier werden kompatible Notebooks, Tablets und PCs angeschlossen. Die Signalübertragung gelingt damit schneller als via HDMI oder DisplayPort. Gerade bei komplexen und hochaufgelösten Bildwerken ist das ein großer Vorteil. Überdies versorgt der Bildschirm das Notebook über diesen Weg auch gleich mit Strom. Es ist also nicht mehr nötig, mein Lenovo an eine Steckdose anzuschließen. Das übernimmt in diesem Fall der PD3220U via USB-C. Wer noch einen älteren Zuspieler verwenden möchte, kann diesen wie gewohnt per HDMI und DisplayPort verbinden. BenQ macht mir die Installation ganz leicht. Alle Kabel, die angeschlossen werden können, liegen dem Monitor bei. Ich brauche also nicht mehr nach einem passenden Kabel suchen. Dafür vergebe ich die ersten Extrapunkte. Und da die Kabel hinter dem Bildschirm gebündelt und von dort unter den Schreibtisch geführt werden, ist die Arbeitsfläche stets aufgeräumt.

Die Bildschirmtastatur besteht nur aus vier Knöpfen. Links ist der Ein/Ausschalter, rechts daneben ein Joystick. Mit seiner Unterstützung kann wirklich angenehm durchs On-Screen-Menü navigiert werden. Die beiden rechten Tasten sind frei konfigurierbar.
Foto: Michael B. Rehders

Moderner Controller

BenQ hat auch seinem PD3220U den neuen Hotkey Puck spendiert. Hierbei handelt es sich um einen kleinen runden Controller. Er besitzt drei Direktwahltasten, die frei belegt werden können. Der Drehregler in der Mitte erhöht und senkt die Hintergrundhelligkeit des Displays. Auch dieser lässt sich mit einem anderen Feature belegen, so dass damit zum Beispiel fortan die Lautstärke justiert werden kann. Ich habe die drei Tasten mit den Farbprofilen Adobe RGB, sRGB und DCI-P3 für Kinofilme belegt. Jetzt kann ich ganz bequem zwischen den Farbprofilen wechseln. Auch Mace ist ganz angetan davon, wie zügig er durch das Bildschirmmenü kommt. „Auch den schnellen Wechsel der Farbräume von sRGB nach Adobe RGB finde ich praktisch“, sagt Mace, „weil ich meine Artworks für unterschiedliche Medien aufarbeite.“ Dafür werden oftmals unterschiedliche Farbräume benötigt. Zum Beispiel sRGB für Online-Präsenzen und Adobe RGB für Flyer-Layouts und andere Printprodukte, die im Offset gedruckt werden.

Der neue Hotkey Puck erleichtert die Bedienung, weil die Tastatur frei belegbar ist. Ab Werk sind CAD/CAM, sRGB, DCI-P3 hinterlegt.
Foto: Michael B. Rehders

Vor Auslieferung kalibriert

Vor Auslieferung wird jeder PD3220U kalibriert. Neben der Montage macht BenQ dem Nutzer somit auch die Inbetriebnahme ganz leicht. Ein gedruckter „Factory Calibration Report“ liegt unserem Testgerät bei. Ich lasse es mir nicht nehmen und kontrolliere die aufgeführten Werte, in dem ich eigene Messungen durchführe. Die Ergebnisse beeindrucken: Der Farbraum sRGB wird 100 Prozent abgedeckt. Alle Primär- und Sekundärfarben treffen ihr Ziel punktgenau. Besser geht es schlicht und ergreifend nicht mehr. Der Kontrast steht bei exzellenten 1.050:1 (ANSI und On/Off). Das Gamma verläuft nahe der 2,2-Vorgabe. Die Maximalhelligkeit kann frei geregelt werden. Üblicherweise werden 120 cd/m² genutzt, da dies dem Standard von Adobe RGB und sRGB entspricht. Wer im Büro mit viel Tageslicht arbeitet, kann dem Lichteinfall mit bis zu 310 cd/m² begegnen. Das ist hell genug, um alle Inhalte auf dem Bildschirm deutlich zu erkennen. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Das On-Screen-Menü ist, wie von BenQ gewohnt, sehr übersichtlich gestaltet. Die einzelnen Reiter sind im Grunde selbsterklärend.
Foto: Michael B. Rehders

Einwandfreie Farbdarstellung

Mace nimmt vor den PD3220U Platz. Mit geübten Handgriffen richtet er den Bildschirm auf seine Sehgewohnheit aus. Da der BenQ in der Höhe verstellt, geschwenkt und sogar etwas geneigt werden kann, ist das in wenigen Augenblicken erledigt. Zunächst öffnet Mace Photoshop und kreiert eine 3D-Graphik. Hierbei handelt es sich um einen Stift der Firma Wacom. Er dreht, neigt und wendet den Pen auf dem Monitor. Überdies fügt Mace noch mehrere Schatten ein. Das alles geht rasend schnell. „Herrlich“, sagt Mace, „das funktioniert sehr gut. Ganz ohne Ruckler und Schlieren. Es spiegelt nichts auf dem Display.“ So kann er hochkonzentriert arbeiten und wird nicht abgelenkt. „Die Farben sehen sehr natürlich aus. Zyan und Magenta werden einwandfrei dargestellt.“, fährt Mace fort. Hier gehen Messergebnisse und Bildeindrücke miteinander einher. „Gut gefällt mir auch die Blickwinkelstabilität. Wenn ich von der Seite auf den BenQ schaue, bleibt die Ausleuchtung total gleichmäßig.“

In wenigen Minuten ist die Grafik erstellt. Selbst aus seitlichen Betrachtungswinkeln bis zu 178 Grad ist die Abbildungsqualität dank IPS-Panel-Technologie tadellos. So kann sogar zu zweit am PD3220U gearbeitet werden.
Foto: Michael B. Rehders

Präzise Farbreproduktion auf Monitor und Laptop

Ein absolutes Profi-Tool: Das ist ICCsync. Hierbei handelt es sich um ein neues Feature von BenQ. Mit ihm wird der Abgleich unterschiedlicher ICC-Profile zwischen Monitoren und Computern vereinfacht. ICCsync kann über den Display-Pilot oder den Monitor selbst gesteuert werden. Auf diese Weise werden Farbmodi und Farbprozesse angepasst. Das klingt kompliziert? Stimmt, das ist es auch. Es funktioniert in der Praxis allerdings richtig gut. Einmal eingerichtet, weise ich dem Monitor und meinem Notebook das Farbprofil sRGB zu – mehr unterstützt mein Lenovo ohnehin nicht. Um das mal zu veranschaulichen: Das Ergebnis im direkten Vergleich ist verblüffend (siehe Foto unten). Mace öffnet sein Logo auf meinem Notebook, das mit dem BenQ verbunden ist. Das Logo erscheint auf beiden Displays mit annähernd identischen Farben. Der Schriftzug besitzt einen leichten Blauschimmer, und die Buchstaben im Eisblock sind glasklar abgebildet. „So muss es sein“, sagt Mace.

Via ICCsync gelingt auf Monitor und Laptop eine identische Farbdarstellung.
Foto: Michael B. Rehders

DualView: Ein Bild, zwei Farben, ein Medium

Oft werden Artworks für unterschiedliche Medien publiziert. Beispielsweise auf Instagram, auf Webseiten oder in Printprodukten wie Flyer und Broschüren. Für Onlinepräsenzen wird sRGB empfohlen, da die meisten Smartphones, Tablets und Notebooks dieses Farbprofil darstellen können. Für den Offsetdruck wird hingegen Adobe RGB auf dem Monitor präferiert, weil der in der Druckerei verwendete CMYK-Farbraum auf einem Adobe-RGB-Monitor komplett darstellbar ist. Um unterschiedliche Bildwerke farblich anzugleichen, bietet der PD3220U ein tolles Feature: Der BenQ kann nämlich zwei Bilder in verschiedenen Farbräumen (siehe unten) nebeneinander darstellen. „Das ist der Broiler!“ jubelt Mace. Während das eine Bild vom PC und das andere vom Notebook zugespielt werden, ist gut zu erkennen, welches in Adobe RGB und welches in sRGB eingebettet ist. Mace erhöht Sättigung, Kontrast und Farbbalance, so dass das rechte Bild in sRGB nun annähernd aussieht wie in Adobe RGB. „Das spart ja richtig Zeit“, Mace ist begeistert. „Ich kann dutzende Bilder in verschiedenen Farbprofilen bearbeiten, ohne hin und her schalten zu müssen.“

DualView zeigt die Unterschiede deutlich auf: Das linke Bild ist in Adobe RGB, das rechte Bild in sRGB. Vor allem Rot und Magenta (Hintergrund) leuchten links viel satter als rechts in sRGB. Bis zu vier Bilder können gleichzeitig auf dem BenQ PD3220U abgebildet und separat bearbeitet werden.
Foto: Michael B. Rehders

Ultrahohe Auflösung, Schärfe und beste Uniformity für Grafik und Film

Als nächstes spielt Mace einen Blockbuster vom 4K-Blu-ray-Player zu. Dieser enthält Szenen, die er selbst kreiert hat. Da der Monitor HDR10 unterstützt, werden alle Inhalte von 0,005 bis 1.000 Nits via Tone Mapping dargestellt. Der Farbraum P3 innerhalb der Rec.2020-Norm wird zu 99 Prozent abgebildet. Vor allem Rot und Grün erscheinen satt und farbenfroh. In dunklen Inhalten ist viel Zeichnung vorhanden, auch Feindetails sind gestochen scharf. Das PKW-Artwork besitzt einen weißen Hintergrund. Dieser wird dank hervorragender Color Uniformity bis zum Rand gleichmäßig hell abgebildet. „Ich bin gerade voll on Fire“, schwärmt Mace. „Der BenQ macht einen richtig guten Job. Die Farben sind natürlich, die ultrahohe Auflösung lässt nichts vermissen. Das Display ist hell genug, um auch tagsüber gut arbeiten zu können. Die Features sind total hilfreich. Für Grafiker, Industrie Designer, 2D- und 3D-Artists ist der PD3220U richtig gut geeignet.“

Der aus der DesignVue-Serie stammende PB3220U wurde für anspruchsvolle Grafiker, Architekten und 3D-Artists konzipiert.

Fazit

Der BenQ PD3220U ist ein schicker 32 Zoll-Monitor mit UHD-Auflösung, der im Handumdrehen einsatzbereit ist. Dank exzellenter Werkskalibrierung sind keinerlei Farbanpassungen mehr nötig. Die Bedienung via Hotkey Puck ist bequem. Mittels USB Typ-C Schnittstelle gelingt ein schneller Datentransfer, selbst das Notebook wird über diesem Weg vom Monitor mit Strom versorgt. Sinnvolle Features wie DualView, ICCsync sowie die Farbräume sRGB, Adobe RGB und DCI-P3 bieten viele Möglichkeiten, um den digitalen Workflow bestmöglich einzuhalten. Industrie-Designer, Grafiker, Architekten und 2D/3D-Artisten sollten sich den BenQ PD3220U unbedingt mal anschauen, wenn kreative und standardisierte Arbeitsprozesse im Fokus liegen.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders
Artworks und Grafiken: Mace Steuer

Gesamtnote: 98/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

98 of 100

97 of 100

98 of 100

Technische Daten

Modell:BenQ
PD3220U
Produktkategorie:Monitor für Grafiker
Preis:1170,00 Euro
Garantie:3 Jahre
Panel/Pixelfehler-Garantie
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Bildschirmdiagonale:32 Zoll
Abmessungen (HBT):412 x 714 x 86 mm
Gewicht:10,4 Kilogramm
Seitenverhältnis:16:9
Art:3.840 x 2.160 Pixel
Helligkeit:310 Nit
Kontrast (On/Off):1.050:1 (On/Off) / 1.050:1 (ANSI)
Ein-/Ausgänge:2 x HDMI 2.0
1 x DP 1.4
2 x USB-C
4 x USB
Lieferumfang:- BenQ PD3220U
- diverse Anschlusskabel
- 1 Tischfuß
- Netzkabel
- Schnellanleitung
Pros und Contras:+ Exzellente Farbdarstellung ab Werk
+ 100 % sRGB/Rec.709
+ DCI-P3 98 %
+ 2 x USB-C Schnittstellen,
+ DualView
+ Hotkey Puck
+ ICCsync
+ Pixelfehler-Garantie

- Adobe RGB nicht 100 %
Benotung:
Bildqualität (50%):98/100
Praxis (25%):97/100
Ausstattung (25%):98/100
Gesamtnote:98/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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