lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Bildreferenzqualität im Wohnzimmer: Stewart Filmscreen verspricht seine Luxus G2 als komplett überarbeitete und in allen Bereichen verbesserte Projektionsfläche. Wir haben die Motorleinwand mit Seilspannsystem umfangreich geprüft und verraten, wie sich die Wohnzimmer-Lösung mit ihrem neu konstruiertem Gehäuse schlägt und für wen sie besonders geeignet ist.

Exzellente Planlage: Dank Tension-System und FireHawk-G5-Tuch bietet die Stewart Luxus G2 ein wellenfreies Bild für eine präzise Farbdarstellung im Wohnzimmer. Die Maßanfertigung von Gehäuse, Kaschierung, Vor/Nachlauf und Tuchbreite sind inklusive und erfolgen auf Kundenwunsch.
Foto: Michael B. Rehders

Wer zuhause ein Großbilderlebnis der Spitzenklasse anstrebt, hat seinen Projektor in aller Regel schnell gefunden. Bei der Wahl der Leinwand wird es allerdings oft unübersichtlich. Viele Nutzer steigen kaum noch zwischen den zahlreichen Bezeichnungen durch: ALR, CLR, Hochkontrast, Tension, Mattweiß, Silber, Schalldurchlässig, Rahmen, Motor. Während es im dedizierten Heimkinoraum relativ einfach ist die passende Leinwand zu finden, sieht es im Wohnzimmer meist komplizierter aus. In den Heimkinoraum kommt idealerweise eine mattweiße Leinwand mit Gain 1,0. Aber im Wohnzimmer mit hellen Wänden und Restlicht?
Hier kommt dann Stewart Filmscreen ins Spiel. Seit über 70 Jahren ist das US-Unternehmen Marktführer im Bereich professioneller Leinwände. Weltweit verwendet die Filmbranche Stewart-Leinwände, die die bestmögliche Bild- und eine langlebige Materialqualität vereinen. Für Zuhause werden exakt aus demselben Material – und von denselben Leuten – exklusive Bildwände produziert. Das aktuell neueste Topmodell für Wohnzimmer ist die „Luxus G2“ Motorleinwand.

Wahlweise stehen mehrere Abschlusskappen zur Verfügung. Unser Testmodell kommt in der glänzenden Ausführung „Alu gebürstet“.
Foto: Michael B. Rehders

Styling und Design

Für diesen Test haben wir die Redaktionsräume verlassen. Rund 600 Kilometer sind wir von Hamburg nach Forchheim gefahren, um die Luxus G2 zu testen. Dort hat die Firma Screen Professionell ihren Sitz, der Deutschlandvertrieb von Stewart.
Das Design der Luxus G2 ist zeitgemäß. Sie lässt sich mit jedem Stewart-Leinwandtuch kombinieren. Die gerundete Form des schwarzen Gehäuses wirkt elegant. Abschlusskappen können frei gewählt werden. Dafür stehen Schwarz, Weiß und gebürstetes Aluminium zur Auswahl. Sollte sich nach Jahren tatsächlich mal ein Motordefekt einstellen, ist der Austausch kein Problem. Dafür wird lediglich eine Abschlusskappe abgenommen. Anschließend wird der Motor herausgezogen und der neue eingesteckt. Vom Sitzplatz aus unsichtbar sind die Halterungen für Decken- und Wandmontage. Die Steuerung der Leinwand erfolgt wahlweise über Infrarot oder mittels 12 Volt Trigger via IP und Funk. Letzteres ist überaus praktisch, da die Leinwand beispielsweise automatisch herunter fährt, sobald der Projektor gestartet wird.

Moderne Tension-Spannung sorgt dafür, dass sich die Ränder nicht eindrehen.
Foto: Michael B. Rehders

Ausstattung und Technik

Geliefert wird die Leinwand in einer stabilen Holzkiste aus Los Angeles. Eine Infrarot-Fernbedienung und Adapter für den 12 Volt Trigger gehören zum Ausstattungspaket, ebenso die flachen Wand- und Deckenhalterungen. Unser Testmodell besteht aus zwei Teilen: Dem Luxus G2 Gehäuse und dem Tuch FireHawk G5 mit grauer Grundtönung. Die G-Bezeichnungen am Ende der Produktnamen stehen für Generation 2 (Gehäuse) beziehungsweise Generation 5 (Tuch). Ins Vinyl-Tuch sind noch zusätzlich kleinste lichtverstärkende und diffusierende Partikel eingelassen. Sie sorgen dafür, dass das vom Projektor eintreffende Licht zum Zuschauer gelenkt wird und Streulicht zugleich im Raum zur Seite reflektiert wird. Dadurch hellt das projizierte Bild auf der Leinwand kaum auf, selbst dann nicht, wenn von der Seite noch Tageslicht in den Raum fällt. Die Seilspannungen links und rechts vom FireHawk G2 Tuch haben nur eine Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass sich die Seiten nicht eindrehen und das Tuch plan bleibt.

Damit das Tension-System seine volle Seilspannung aufbauen kann, muss die Leinwand komplett ausgefahren werden.
Foto: Michael B. Rehders

Montage und Installation leicht gemacht

Aufgrund des soliden Gewichts sollte die Montage idealerweise zu zweit erfolgen. Zunächst wird die Leinwand aus der Holzkiste gehoben. Das Verpackungsmaterial wird entfernt, ebenso das Papier auf dem Gehäuse, das auf dem Transportweg als „Kratzerschutz“ fungiert. Anschließend werden die Wandhalter wie vorgesehen im Wohnzimmer befestigt. Ab jetzt ist alles ganz einfach. Die Leinwand wird an den flachen Winkeln eingehakt, der Infrarot-Kollektor ins Gehäuse eingesteckt und die Leinwand mit Strom versorgt. Die Anschlussseiten für Strom und Steuerung befinden sich bei Stewart immer links. Eine Nut zur Kabelführung ist im Gehäuse eingelassen, so dass das Stromkabel unsichtbar darin geführt werden kann. Für diese durchdachte Lösung vergeben wir erste Extrapunkte. Zum Abschluss werden noch die Transportsicherungen entfernt, damit die Leinwand aus dem Gehäuse ausfahren kann. Fertig.
Die Bedienung erfolgt mittels Infrarot-Fernbedienung. Auf Knopfdruck fährt die Leinwand herunter. Ebenso wird sie auch wieder eingefahren. Zwischenstopps sind jederzeit möglich.

Der untere Endpunkt der Leinwand wird verändert: Das heißt, die Stewart einige Zentimeter weniger ausfahren, damit der Zuschauer beispielsweise seine hochgelegten Füße nicht mehr im Bild sieht, dann muss das Tension-System nachgespannt werden, um die volle Spannkraft zu entfalten. Das lässt sich ganz einfach unten an der Fallstange bewerkstelligen.
Foto: Michael B. Rehders

Aus dem Messlabor

Um die Bildqualität nicht ausschließlich subjektiv zu bewerten, sondern auch objektiv, haben wir vor Ort umfangreiche Messungen durchgeführt. Der Gainfaktor der Leinwand beträgt im Hotspot exakt 1,1. Aus der optimalen Betrachtungsposition ist das Bild – dank einer leichten Lichtbündelung- eine Spur heller als es auf die FireHawk auftrifft. Dies sorgt überdies dafür, dass der so genannte Half-Gain-Wert bei 35 Grad liegt. Aus diesem Betrachtungswinkel nimmt die Lichtausbeute 50 Prozent ab. Ab Werk reduziert die FireHawk Rot um sieben Prozent. Blau wird hingegen um sechs Prozent erhöht, Grün bleibt unverändert. Im Rahmen der Kalibrierung gleichen wir diese Abweichungen aus, so das Rot, Grün und Blau exakt 100 Prozent entsprechen. Ausgefahren ist die Leinwand spiegelglatt. Überdies werden 73 Prozent des Umgebungslichts, das seitlich auf die FireHawk fällt, so abgelenkt, dass es nicht zum Zuschauer gelangt. Auf diese Weise werden z.B. schwarze Inhalte vom Streulicht im Raum kaum aufgehellt.

„Ghost in the Shell“ besitzt viele dunkle Szenen mit bestmöglichem Schwarzpegel. Im abgedunkelten Wohnzimmer mit hellen Wänden eliminiert die FireHawk G5 das Streulicht zuverlässig, so dass dunkle Inhalte nicht beeinträchtigt werden.

Kinofilme in Referenzqualität

Mit einem leisen Surren fährt die Leinwand herunter. Wir starten unseren Filmabend mit „Ghost in The Shell“. Schon die Nachtaufnahmen wirken überaus plastisch, die Farben sind satt. Die Stewart Luxus G2 mit dem FireHawk G5 behält diesen Eindruck aufrecht. Die weißen Wände haben sowohl messtechnisch als auch subjektiv kaum nennenswerten negativen Einfluss aufs Bild. Unschönes Glitzern, wie es alle ALR-Leinwände aus physikalischen Gründen besitzen, fällt so gering aus, dass wir es nicht einmal in Fotoaufnahmen dokumentieren können. Überdies ist die Schärfe auf dem FireHawk G5 vorzüglich. Einen Lichtabfall zur Seite (Color Uniformity) können wir während der Filmprojektion nicht ausmachen. Allenfalls in Testbildern ist dieser nachweisbar. Die Leinwand erscheint wunderbar gleichmäßig ausgeleuchtet. Selbst in hellen Szenen ändert sich nichts am positiven Eindruck. Dafür vergeben wir weitere Extrapunkte. In der Comic-Verfilmung „Iron Man“ wird die Explosion am Anfang farbprächtig reproduziert. Letterboxbalken sind kaum noch sichtbar. Das macht Spaß.

„Iron Man“ wird auf der Luxus G2 originalgetreu reproduziert. Der Screenshot gibt den Bildeindruck sehr authentisch wieder. Die schwarzen Letterboxbalken sind kaum zu sehen.

Fürs Wohnzimmer konzipiert

Selbst wenn am Nachmittag noch Tageslicht durch die heruntergelassenen Jalousien in die gute Stube fällt, beeindruckt das die Luxus G2 mit dem FireHawk G5 nicht. Fast schon spielend beseitigt sie Streulicht aus dem Bild. Dabei ist es keine Tageslichtleinwand. Gegen helles Sonnenlicht wird auch sie nur wenig ausrichten können. Dafür ist sie aber auch nicht konzipiert. In abgedunkelten Wohnzimmern ist sie allerdings wie geschaffen, um Streulicht zu eliminieren. Live-Sport, TV-Serien und Spielfilme sehen bereits Nachmittag mit etwas Restlicht fantastisch aus. Schwenks werden klar und deutlich ohne Störungen abgebildet. Feinste Strukturen werden in UHD-Pixelauflösung reproduziert. Selbst wenn wir ein wenig aus dem Sweet-Spot treten, in dem wir uns auf die seitlichen Plätze der Couch setzen, bleibt der sehr gute Bildeindruck erhalten. Erst weit abseits neben der Couch/Leinwand nimmt die Lichtausbeute zunehmend ab. Das ist beeindruckend und zeigt uns, dass diese Leinwand explizit für das Wohnzimmer entwickelt wurde.

Selbst am Nachmittag, mit nicht ganz geschlossener Jalousie, kann sich die Leinwand gegen das einfallende Restlicht gut behaupten. Die Explosion in „Iron Man“ erscheint überaus plastisch. Überdies werden die Letterboxbalken nicht nennenswert aufgehellt.

Fazit

Die Stewart Luxus G2 ist eine exzellent verarbeitete Motorleinwand mit Seilspannsystem. In Kombination mit dem FireHawk G5 Tuch liefert sie ein Referenzbild im abgedunkelten Wohnzimmer. Störendes Streulicht von hellen Wänden wird wirkungsvoll unterbunden. So erscheinen Spielfilme, Live-Sport und die Lieblingsserien auch am Nachmittag in bestmöglicher Farbpräsenz und höchster Plastizität. Montage und Bedienung sind spielend einfach. Die Leinwand ist ideal für anspruchsvolle Filmliebhaber geeignet die eine Leinwand auf Maß benötigen und im Wohnzimmer XXL-Bilder in Referenzqualität anstreben.

Test, Text & Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 99/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Stewart
Luxus G2 + FireHawk G5
Produktkategorie:Motorleinwand mit Tension-System
Preise:- 6155,00 Euro Motorleinwand
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Aluminiumträger Schwarz mit Abschlusskappe Alu gebürstet
Vertrieb:Screen Professional
Tel.: 09191 9790 351
www.screenprofessional.de
Abmessungen (Breite):2,44 x 1,37 Meter (16:9)(jedes andere Format möglich)
Technik:Motorleinwand mit Tension-System
Leuchtdichte:Gain 1,1
RGB-Niveau:Rot 93 %, Grün 100 %, Blau 106 %
Half Gain:35 Grad
Lieferumfang:- Stewart Luxus G2
- FireHawk G5
- Wandhalter
- Fernbedienung
- Montagematerial
- Anleitung
Pros und Contras:+ einfache Montage und Installation
+ gleichmäßige Ausleuchtung
+ spiegelglattes Tuch
+ luxuriöses Material
+ Für Wohnzimmer optimiert
+ Anfertigung auf Maß
+ Sehr gute Bildqualität bei Streulicht

- Beamerkalibrierung erforderlich
Benotung:
Bildqualität (50%):98/100
Praxis (25%):99/100
Ausstattung (25%):100/100
Gesamtnote:99/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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