lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Kraftwerks-Konkurrenz: Der französische Audio-Spezialist YBA präsentiert mit dem A200 einen Vollverstärker, der den bislang einzigen Stereo-Amp der Heritage-Serie, den beliebten und klangstarken A100, locker überflügelt. Neben dem Plus an Leistung bietet er eine deutlich höhere Konnektivität und Funktionsvielfalt – etwa HD-Streaming per Bluetooth und eine Digitalsektion, die HiRes bis PCM 384 und DSD256 ermöglicht. Was der Franzose alles kann, haben wir zum Test ergründet.

Attraktiver Auftritt: Der A200 ist mit seiner gebürsteten Aluminium-Optik, dem markanten Display und der sichtbar hochwertigen Verarbeitung ein echter Hingucker.

Attraktiver Auftritt: Der A200 ist mit seiner gebürsteten Aluminium-Optik, dem markanten Display und der sichtbar hochwertigen Verarbeitung ein echter Hingucker.

YBA? Diese drei Buchstaben sorgen mitunter für fragende Blicke. Dabei ist der arrivierte französische Audio-Hersteller seit stolzen dreißig Jahren auf dem Markt, und Gründer Yves-Bernard André, dessen Akronym den Firmennamen ergibt, ist bereits seit 1971 als Entwickler von Audioprodukten tätig. Seither hält er an einem Prinzip fest: Einfachheit. Jede Komponente aus dem Portfolio, das mittlerweile vier Modell-Linien umfasst und eine Bandbreite vom DAC bis zum Mono-Verstärkerblock abdeckt, besteht aus der geringstmöglichen Zahl an hochwertigen Bauteilen im von A bis Z durchdachten Schaltungs-Layout und Gehäuse-Design. Das gilt auch für den neuen A200 aus der Heritage-Reihe. Im Design knüpft er nahtlos an den attraktiven Auftritt der bisherigen Modelle an: Das sanft gerundete, robuste, 12 mal 43 mal 40 Zentimeter messende Gehäuse mit der massiven, ein Zentimeter dicken Front besteht aus fein gebürstetem Aluminium, das wahlweise naturbelassen bleibt oder in schwarz ausgeführt wird.

Mit der durchgehenden Ziernut, die die Font veredelt, und mit dem leicht zurückversetzten vorderen Fuß, der den A200 scheinbar schweben lässt, verströmt der vollformatige Verstärker eine angenehme Eleganz und Leichtigkeit.

Mit der durchgehenden Ziernut, die die Font veredelt, und mit dem leicht zurückversetzten vorderen Fuß, der den A200 scheinbar schweben lässt, verströmt der vollformatige Verstärker eine angenehme Eleganz und Leichtigkeit.

Attraktiver Auftritt in gebürstetem Alu

Diese Bürstung haben sogar die beiden metallenen Stellräder genossen. Sie sind die einzigen Bedienelemente der Front. Dabei dient der linke, schön definiert rastende Drehgeber der Quellenanwahl. Wer ihn im Betrieb betätigt, hört ein zweifaches Klacken von Relais: Hier wird komplett und sauber der alte Signalpfad getrennt und erst danach der neue verbunden. Der rechte Drehgeber hingegen bewirkt mit sahnig-kontinuierlicher Gängigkeit die Lautstärkeänderung. Die jeweilige Quell- und Pegeleinstellung zeigt uns in gut lesbaren gelben Lettern das nahezu elliptische Display. Es ist im Zentrum der Front positioniert, genau auf Höhe der Ziernut. Diese Fräsung strukturiert die Vorderseite und trägt ebenso zur Anmut des A200 bei wie die Fußanordnung, die den Verstärker scheinbar schweben lässt. YBA lagert seine Modelle stets auf drei Füßen. Dabei mündet der vordere in einer Metallkugel, worüber Vibrationen gezielt abgeleitet werden. Die beiden hinteren Füße hingegen sind mit einer weichen Kunststoff-Kugel unterfüttert, die auf Schwingungen eine absorbierend-dämpfende Wirkung hat.

Das Display zeigt gut lesbar die ausgewählte Quelle und im Falle einer Zuspielung per USB auch das File-Format. Zudem zeigt das Display die eingestellte Lautstärke. Der Pegel wird dabei in Dezibel angezeigt. Dabei steht „00“ für die Maximallautstärke von 0 Dezibel, „-79“ für die Minimallautstärke von -75 Dezibel und „-80“ für die Stummschaltung des A200. Der Bedienungsanleitung liegt ein Blatt bei, das diese Anzeigeweise ausgiebig erklärt und zu allen Lautstärkeschritten die entsprechenden Dezibel-Werte auflistet.

Das Display zeigt gut lesbar die ausgewählte Quelle und im Falle einer Zuspielung per USB auch das File-Format. Zudem zeigt das Display die eingestellte Lautstärke. Der Pegel wird dabei in Dezibel angezeigt. Dabei steht „00“ für die Maximallautstärke von 0 Dezibel, „-79“ für die Minimallautstärke von -75 Dezibel und „-80“ für die Stummschaltung des A200. Der Bedienungsanleitung liegt ein Blatt bei, das diese Anzeigeweise ausgiebig erklärt und zu allen Lautstärkeschritten die entsprechenden Dezibel-Werte auflistet.

Analoge und digitale Anschlussvielfalt

Nun zur Konnektivität: Hier bietet der A200 analogseitig fünf unsymmetrische Line-Eingänge, die bereits mit AUX, CD, DVD, TUNER und VIDEO benamst sind und so auch im Display ausgewiesen werden. Der Videoeingang ist dabei mit einer Bypass-Funktion ausgestattet. Sie umgeht die Vorverstärker-Sektion. So kann der A200 etwa mit einem Heimkino-Prozessor gekoppelt und in ein Home Cinema-Setup integriert werden. Als Leckerbissen kommt nun noch ein symmetrischer Line-Eingang hinzu. Die symmetrische Signalübertragung ist die bestmögliche und daher auch Standard im Profi-Bereich. Wer kann, sollte sein analoges Quellgerät über diesen XLR-Eingang anschließen. Digitalseitig offeriert der A200 einen optischen TOSLink-Eingang für PCM-Signale bis 192 Kilohertz/24 Bit und einen USB-C-Port, der PCM-Files bis 384 Kilohertz/32 Bit und DSD-Files bis DSD256 akzeptiert. Ein USB-Kabel für den Anschluss an einen Computer wird gleich mitgeliefert. So degradiert der A200 den Rechner zum reinen File-Lieferanten und übernimmt mit einem ausgezeichneten Digital/Analog-Konverter die Wandlung selbst.

Die analoge Eingangssektion: Hier punktet der A200 mit einem symmetrischen und fünf unsymmetrischen Eingängen. Beim „Video“-Eingang kann zudem die Vorstufe des A200 umgangen werden. Rechts ist noch der der Pre Out zu sehen, an dem das Signal der Vorverstärkerstufe abgegriffen werden kann – etwa zur Speisung von Aktivlautsprechern.

Die analoge Eingangssektion: Hier punktet der A200 mit einem symmetrischen und fünf unsymmetrischen Eingängen. Beim „Video“-Eingang kann zudem die Vorstufe des A200 umgangen werden. Rechts ist noch der der Pre Out zu sehen, an dem das Signal der Vorverstärkerstufe abgegriffen werden kann – etwa zur Speisung von Aktivlautsprechern.

Amtliches Bluetooth-Streaming mit aptX HD

Diese Digitalsektion hat der A200 dem A100 voraus – wie auch die Streaming-Möglichkeit per Bluetooth. Hier setzt YBA auf den Standard 4.1 und auf die Codecs aptX sowie aptX HD. Damit ist ein Streaming etwa vom Smartphone in fast verlustfreier Codierung und in hochauflösender Audioqualität möglich – mit einer Bitrate bis 576 Kilobit/Sekunde, einer Abtastrate bis 48 Kiloherz und einer Samplingtiefe bis 24 Bit. Um zu verhindern, dass die Digitalsektion klangverschlechternden Einfluss auf die Wiedergabe einer analogen Quelle hat, kann die Stromversorgung des Digitalbereichs komplett abgeschaltet werden. Ausgangsseitig bietet der A200 einen Pre Out. Hier können etwa ein separater Leistungsverstärker, ein Paar Aktivlautsprecher oder ein Subwoofer angeschlossen werden. Wer die Endstufensektion des A200 verwendet, findet zum Anschluss eines Lautsprecher-Paars vier vergoldete Klemmen. Ihre großen Aufnahmen erlauben auch den Einsatz von querschnittstarken Litzen. Natürlich akzeptieren die Klemmen ebenso Kabel, die mit Bananensteckern oder Gabelschuhen konfektioniert sind.

Die digitale Sektion bietet kabelgebunden einen optischen S/PDIF-Input und einen USB-C-Port. Hierüber ist die Zuspielung von HiRes-Files bis PCM 384 und DSD256 möglich. Links ist das Bluetooth-Modul erkennbar. Der A200 hat eine integrierte Antenne, durch die eine größere Übertragungsreichweite erreicht wird. Mit dem unten zu sehenden „DIGITAL POWER“-Schalter kann man die Stromversorgung der Digitalsektion abschalten. So wird eine etwaige Beeinflussung der Analogsektion verhindert.

Die digitale Sektion bietet kabelgebunden einen optischen S/PDIF-Input und einen USB-C-Port. Hierüber ist die Zuspielung von HiRes-Files bis PCM 384 und DSD256 möglich. Links ist das Bluetooth-Modul erkennbar. Der A200 hat eine integrierte Antenne, durch die eine größere Übertragungsreichweite erreicht wird. Mit dem unten zu sehenden „DIGITAL POWER“-Schalter kann man die Stromversorgung der Digitalsektion abschalten. So wird eine etwaige Beeinflussung der Analogsektion verhindert.

Verstärkeraufbau des A200

Werfen wir noch einen Blick unter die schöne Haube, denn meist gibt das Innenleben einer Komponente Auskunft über den Qualitätsanspruch und die Motivation des Herstellers. Bei YBA wird stets betont, mit wie viel Einsatz, Aufwand und Detailarbeit die Entwicklung und die Fertigung vonstatten gehen. Das glauben wir nach dem Lüften der Abdeckung durchaus: Wir sehen einen blitzsauberen Verstärkeraufbau, Premium-Bauteile – und eine akustische Optimierung der Digital-Sektion sowie der großdimensionierten Netzteil-Elkos mit applizierten Holzplättchen. Sie dienen der Reduzierung von klangverunklarenden Vibrationen. Diese durchaus wirksame Maßnahme mag exotisch erscheinen, ist in diesem Preissegment auch eher selten, im High End-Bereich aber alles andere als unüblich. Bei der Verstärkerschaltung setzt YBA auf eine Push-Pull-Anordnung, deren Entwicklung Yves Bernard André für sich reklamiert und „alpha Class A“ nennt. Auch hier folgt er seinem Ansatz der „Eleganz der Einfachheit“. Mit dieser Schaltung liefert der A200 110 Watt an acht Ohm und 165 Watt an vier Ohm.

Die Materialgüte und die Verarbeitungsqualität zeigen sich auch an der massiven Frontplatte, die perfekt abgerundet, gebürstet und entgratet ist.

Die Materialgüte und die Verarbeitungsqualität zeigen sich auch an der massiven Frontplatte, die perfekt abgerundet, gebürstet und entgratet ist.

Der YBA Heritage A200 in der Praxis

Wir klemmen an den Lautsprecherausgang des A200 über das Supra Cables Quadrax unsere Audio Physic Midex. Als Zuspieler dient der perfekt passende CD-Player YBA Heritage CD100. Er bietet sowohl einen symmetrischen als auch einen unsymmetrischen Ausgang. So können wir beide Signalübertragungsarten ausprobieren. Dafür müssen wir aber erst einmal den A200 einschalten. Den dafür zuständigen Wippschalter finden wir nach kurzer Suche auf der Unterseite links vorne. So gerne wir die Drehschalter des Verstärkers bedienen: Es siegt die Bequemlichkeit, wir greifen ab jetzt zur mitgelieferten hochwertigen System-Fernbedienung, mit der wir auch den CD-Player steuern können. Wir starten mit Shelby Lynnes wunderschöner Interpretation des Dusty Springfield-Klassikers „Just A Little Lovin’“ – und sind sofort fasziniert: Die Direktheit der Wiedergabe ist frappierend! Das erleben wir mit dem startenden Schlagzeug. Gregg Field berührt zweimal zart sein Ride-Becken, tritt einmal feinfühlig die Bassdrum, setzt einen kurzen Snareschlag, lässt währenddessen seine Hi-Hat im 6/8-Takt mitlaufen…

Der A200 erlaubt den Anschluss eines Lautsprecherpaares. Dafür bietet er hochwertige vergoldete Klemmen mit großen Aufnahmen. Zum Schutz sind die Klemmen mit aufgesteckten Kunststoffkappen versehen.

Der A200 erlaubt den Anschluss eines Lautsprecherpaares. Dafür bietet er hochwertige vergoldete Klemmen mit großen Aufnahmen. Zum Schutz sind die Klemmen mit aufgesteckten Kunststoffkappen versehen.

Der A200 zieht uns ins musikalische Geschehen

… und schon nach diesen wenigen Schlägen haben wir das Gefühl, Gregg Field bei uns zu Gast zu haben. Oder richtiger: Wir sitzen ganz nah bei ihm im Aufnahmestudio, denn dem Schlagzeug – und insbesondere der Snare – ist ein Hall unterlegt, der uns sofort unser reales Hörzimmer vergessen lässt und uns in einen Raum mit den Musikern steckt. Mit der Unmittelbarkeit seiner Wiedergabe und dem feinen Auflösungsvermögen, das auch komplexe Hallräume samt der künstlichen Schallreflexionen exzellent herausarbeitet, zieht uns der A200 förmlich ins musikalische Geschehen. Diese Direktheit setzt sich mit dem Einsatz der weiteren Instrumente fort: Die Gitarre erscheint unglaublich griffig, wir hören jedes kleine Bendig, auch das zarteste Vibrato, jede feine Anschlagnuance der mal mit dem Plektrum, mal mit den Fingern gezupften Stahlsaiten. Auch die geschmackvollen Akkord-Anreicherungen von Keyboarder Rob Mathes sind bei aller Dezenz heraushörbar. Keyboard und Gitarre konkurrieren nicht um die akustische Aufmerksamkeit, sondern ergänzen sich.

Zum A200 gibt es eine attraktive und hochwertige Systemfernbedienung, deren Oberseite als massive Platte aus gebürstetem Aluminium realisiert ist. Damit passt der Ferngeber optisch wie qualitativ bestens zum Verstärker. Über die Fernbedienung sind auch Funktionen verfügbar, die am Verstärker nicht aktivierbar sind: die Dimmung des Displays und die Speicherung der aktuell eingestellten Lautstärke

Zum A200 gibt es eine attraktive und hochwertige Systemfernbedienung, deren Oberseite als massive Platte aus gebürstetem Aluminium realisiert ist. Damit passt der Ferngeber optisch wie qualitativ bestens zum Verstärker. Über die Fernbedienung sind auch Funktionen verfügbar, die am Verstärker nicht aktivierbar sind: die Dimmung des Displays und die Speicherung der aktuell eingestellten Lautstärke

Beeindruckende Präsenz

Dem A200 gelingt neben der tollen räumlichen Abbildung nämlich auch eine äußerst souveräne Staffelung: Auf dieser imaginären breiten Bühne mit ihrer schönen Tiefe haben alle Platz. Dafür sorgt neben der tollen Transparenz auch die Offenheit und Luftigkeit der Wiedergabe. Größter Profiteur dieser Direktheit und Durchsichtigkeit ist – neben uns als genießenden Hörern – Shelby Lynne: Die amerikanische Sängerin hat eine unerhörte Präsenz und genießt sofort und mit allergrößter Selbstverständlichkeit unsere volle Aufmerksamkeit. Dabei ist ihre sehr angenehme und klare Stimme eher schlank denn durchsetzungsstark, zudem beginnt sie ihre Interpretation behutsam-verhalten – ganz im Sinne des Textes: „Just a little lovin‘, early in the mornin’“. Trotzdem sind wir gleich ab ihrem ersten Einsatz bei ihr, hören jede Wendung ihres Gesang, jedes gewollte Hauchen, Reiben, Vibrieren, jeden Laut ihrer Lippen, jeden zarten Atmer. Auch hier ist es diese Unmittelbarkeit, die uns in den Bann zieht.

Der frontseitige Fuß ist mit einer Metallkugel an den Boden angekoppelt. Hierüber werden gezielt Vibrationen abgeleitet. Die beiden hinteren Füße hingegen sind mit einer Kunststoffkugel versehen, die Schwingungen dämpft und absorbiert.

Der frontseitige Fuß ist mit einer Metallkugel an den Boden angekoppelt. Hierüber werden gezielt Vibrationen abgeleitet. Die beiden hinteren Füße hingegen sind mit einer Kunststoffkugel versehen, die Schwingungen dämpft und absorbiert.

Immense Kraft und ausgezeichnete Dynamik

Diese Direktheit verdankt sich auch der ausgezeichneten Dynamik und Potenz des A200: Der 165 Watt leistende Verstärker hat unsere Vier-Ohm-Lautsprecher bestens im Griff und unter Kontrolle. Die Audio Physic Midex mögen und belohnen einen kräftigen und reservenreichen Antrieb. Sie danken es mit einer impulstreuen Wiedergabe, die neben feindynamischen Abstufungen, die wesentlich zur Frische und Lebendigkeit einer Wiedergabe beitragen, auch grobdynamische Attacken von Drums oder Percussion präzise und entspannt liefert. Und dann ist da noch der Bass: Kevin Axt schiebt bei „Just A Little Lovin’“ mit seinem Viersaiter abgrundtiefe Frequenzen in den Raum. Die Töne haben eine immense Kraft und ein mächtiges Volumen, sie sind am ganzen Körper spürbar. Das alles amplifiziert der A200 völlig anstrengungslos und stressfrei. Wir hören auf -40 Dezibel, sind aber schon längst über gehobenste Zimmerlautstärke hinaus und haben noch Reserven, bis der Arzt kommt – oder der Nachbar.

Der A200 beherrscht über Bluetooth und mit dem Codec aptX HD Wireless Streaming in High Definition-Qualität.

Der A200 beherrscht über Bluetooth und mit dem Codec aptX HD Wireless Streaming in High Definition-Qualität.

Bluetooth-Streaming in HD-Qualität

All dies erfährt eine Steigerung, als wir vom unsymmetrischen CD-Eingang zum symmetrischen XLR-Input wechseln: Die Wiedergabe wird noch dynamischer und lebendiger. Hier zeigt sich wieder die Überlegenheit dieser Signalübertragungsart. Eine weitere subtile Verbesserung bewirkt die Abschaltung der Digitalsektion. Der Gesamtklang erscheint ein wenig runder und geschmeidiger. Trotzdem schalten wir die Digitalsektion wieder zu, denn wir wollen jetzt hören, wie der A200 über Bluetooth klingt. Hier setzt YBA auf den klangstarken Codec aptX HD. Den können wir mit unserem Smartphone LG V30 ausreizen. Dafür streamen wir in 96 Kilohertz/24 Bit „On Day One“ von der Pat Metheny Group. Die vielköpfige Band um den Gitarrengroßmeister liefert feinen Jazzrock in dichter Orchestration. Trotzdem hören wir ein durchsichtiges Klangbild mit dynamischen Drums samt filigran ziselierter Becken, einen agilen Bass mit sattem Tiefton, auch die Melodieinstrumente von den Keyboards und Bläsern bis hin zu Methenys Gitarre sind klar und mit guter Plastizität und Räumlichkeit abgebildet.

Der A200 kann, wenn er via USB mit Musik versorgt wird, über eine Musikmanagement-Software komfortabel vom Rechner aus betrieben werden. Wir setzen hierfür Audirvana ein.

Der A200 kann, wenn er via USB mit Musik versorgt wird, über eine Musikmanagement-Software komfortabel vom Rechner aus betrieben werden. Wir setzen hierfür Audirvana ein.

HiRes-Auflösung für den Gesamtgenuss

Nun zur kabelgebundenen Digitalsektion. Hier sticht natürlich der hochgradig HiRes-fähige USB-Port hervor. Deshalb schließen wir hier unseren Laptop an, auf dem die audiophile Player-Software Audirvana installiert ist. Über sie spielen wir in 384 Kilohertz/32 Bit „A Trace Of Grace“ zu. Dies ist eine Monteverdi-Hommage des Serpent-Bläsers Michel Godard, der in der Abteikirche des französischen Klosters Noirlac im Verbund mit Theorbe, Geige und Saxophon eine Annäherung von Alter Musik und Jazz unternimmt. Neben der Reinheit und der Auflösung dieser HiRes-Wiedergabe fasziniert uns wieder die Direktheit: Gleich die beginnende Theorbe hat eine herrliche Plastizität, die Töne dieser historischen Langhals-Laute versetzen uns sofort in den fein hallenden Sakralraum. Hier stehen wir ganz nah bei den Instrumentalisten – und direkt beim Serpent, dem schlangenförmigen Vorläufer der Tuba. Michel Godard entlockt diesem exotischen Blechblasinstrument ganz eigene Töne. Wir registrieren bei seinem Spiel jedes kleine Anblas- und Atemgeräusch. So werden Klang, Musik und Wiedergabe zum Gesamtgenuss.

Unser Test-Setup: Hier spielt der YBA Heritage A200 (lins) mit dem CD-Player CD100 (rechts) aus der gleichen Serie. Als Schallwandler agieren die Audio Physic Midex.

Unser Test-Setup: Hier spielt der YBA Heritage A200 (lins) mit dem CD-Player CD100 (rechts) aus der gleichen Serie. Als Schallwandler agieren die Audio Physic Midex.

Fazit

Mit dem A200 beweist der französische Audio-Spezialist YBA eindrucksvoll die Eleganz der Einfachheit. Gemäß der Firmen-Philosophie ist der Vollverstärker technisch so schlank wie möglich gehalten. Mit diesem Konzept agiert der A200 als amtliches Kraftwerk, das mit seinen 165 Watt auch anspruchsvollere Lautsprecher mühelos-souverän antreibt. Zugleich zeitigt das Entschlackungs-Konzept eine große Impulstreue und Dynamikfähigkeit. Die Wiedergabe besitzt dadurch eine beeindruckende Offenheit, Direktheit und Agilität, die den Hörer unwillkürlich in das musikalische Geschehen zieht. Diese klanglichen Pluspunkte kann der A200 dank seiner Digitalsektion auch vorzüglich in HiRes ausspielen. Für das schnelle und kabellose Streaming bietet er überdies klangstarkes Bluetooth mit aptX HD. Zu den akustischen Vorzügen gesellen sich eine erstklassige Material- und Verarbeitungsqualität sowie das attraktive, aber dezente Design. So verkörpert der YBA Heritage A200 auch optisch die Eleganz der Einfachheit.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis/Leistung: sehr gut

93 of 95

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94 of 95

210711.YBA-Testsiegel

Technische Daten

Modell:YBA
Heritage A200
Produktkategorie:Stereo-Vollverstärker
Preis:2.699,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Silber, Schwarz
Vertrieb:Günter Härtel
Handelsvertretung und Vertrieb, Hamm
+49 (0) 2385 5236
www.haertel-vertrieb.de
Abmessungen (HBT):118 mm x 430 mm x 400 mm
Gewicht:9,8 kg
Leistung:2 x 110 W / 8 Ω (Herstellerangabe)
2 x 165 W / 4 Ω (Herstellerangabe)
Unterstützte Audo-Formate:DSD, PCM, FLAC, MP3 u.a.
Maximale Samplingrate/
Auflösung:
- DSD256 (USB)
- PCM 384 kHz/32 Bit (USB)
- PCM192 kHz/24 Bit (S/PDIF)
Eingänge analog:1 x Line symmetrisch (XLR)
4 x Line unsymmetrisch (Cinch)
1 x Line unsymmetrisch mit Vorverstärker-Bypass-Funktion (Cinch)
Eingänge digital:1 x USB (Typ C)
1 x S/PDIF optisch (TOSLink)
1 x Bluetooth 4.1 (Codecs: aptX, aptX HD)
Ausgänge analog:1 x Pre Out
1 x Lautsprecher
Lieferumfang:- YBA Heritage A200
- Fernbedienung
- Batterie für Fernbedienung (AAA)
- USB-Kabel (USB Typ C/USB Typ A, 1 m)
- Netzkabel (2 m)
- Bedienungsanleitung (Deutsch, Englisch, Französisch)
Pros und Kontras:
Benotung:
Klang (60%):93/95
Praxis (20%):95/95
Ausstattung (20%):94/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistung:sehr gut
Getestet mit:- YBA CD100
- Supra Cables Quadrax
- Audio Physic Midex

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