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Das RolloTron DECT von Rademacher ist eine intelligente Rolladen-Automatisierung. Es soll in maximal zehn Minuten montiert sein und sich obendrein auch via AVM
FRITZ!Box steuern und programmieren lassen. Gute Gründe diesen obendrein preislich attraktiven Gurtwickler einmal auszuprobieren.

Schnell und einfach installiert, übersichtlich in der Bedienung und doch umfangreich und flexibel in der Ausstattung: Das Rademacher RolloTron DECT.

Manchmal passen Dinge einfach. Exakt so ist es hier bei mir – und zwar in doppelter Hinsicht. In meiner Wohnung gibt es insgesamt drei Rollos samt elektronischer Gurtwickler. Allesamt schon ein bisschen betagter und allesamt von Rademacher. Ausserdem besitze ich zuhause eine erforderliche AVM FRITZ!Box (ab Version 7.2), die den Haushalt mit WLAN versorgt. Als nun die Möglichkeit bestand, den neuen RolloTron DECT zu testen, musste ich einfach zusagen. Der für 23 Millimeter breite Gurtbreiten ausgelegte Antrieb kommuniziert mit der FRITZ!Box kommunizieren und wird via FRITZ!App oder FRITZ!Fon C5 oder C6 gesteuert. Das wiederum bedeutet, dass sich der RolloTron DECT intelligent und ohne zusätzliche Gerätschaften in meiner Wohnung einsetzen lassen sollte. Das Versprechen: Ich kann die Rollos mit seiner Hilfe zeitsteuern oder von unterwegs bedienen. Oder für jeden Wochentag individuelle Schaltzeiten hinterlegen. Das alles für gerade einmal 149 Euro. Los geht’s …

RolloTron DECT von Rademacher: Der Sicht- und Sonnenschutz, der mitdenkt (Herstellerfoto).

Alles dabei

Bevor es ans Eingemachte geht, verschaffe ich mir zunächst einmal einen Überblick über den Lieferumfang: Zu ihm gehören hier der elektronische Gutwickler, ein Netzkabel (1,5 Meter), Montagematerial inkl. vier Schrauben, eine Anleitung und ein Heftchen mit Sicherheitshinweisen. Der Gurtwickler selbst macht einen sehr soliden Eindruck. Vorbereitet ist der RolloTron DECT für Gurtkästen von 36 Millimetern Breite und verspricht eine Zugkraft von bis zu 45 Kilogramm. Damit sollte er alle gängigen Rolladen vor Einzeltüren zuverlässig rauf und runter bewegen.
Um meinen Testgast zu montieren, benötige ich lediglich je einen mittelgroßen und kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher und einen kleinen Schlitzschraubendreher. Alternativ ginge auch ein Akkuschrauber mit entsprechenden Bits. Um möglichst viel Gefühl bei der Montage zu haben, bevorzuge ich aber die drei besagten manuellen Helfer. Weiteres Werkzeug wird tatsächlich nicht benötigt.

Alle benötigten Montagematerielien liefert Rademacher gleich mit.

Kinderleichte Montage

Zunächst wird das Rollo zunächst vollständig heruntergelassen. Anschließend werden der vorhandene manuelle oder elektronische Gurtwickler ausgebaut und das Gurtband gelöst. Die nun anstehende Montage soll laut Hersteller in etwa zehn Minuten erledigt sein. Dafür versorge ich mein Testgerät zunächst mit Strom. Hier geschieht das über die bereits in der Wand befindlichen Leitungen. Liegen solche bei Ihnen nicht bereit, verwendet man einfach das mitgelieferte Kabel. Anschließend wird das Gurtband unterhalb der Umlenkrolle in die Frontseite des RolloTron DECT geschoben. Danach befestige ich das Band auf der Wickelrolle und drehe diese um wenige Umdrehungen. Das überschüssige Band befindet sich nun bereits auf der Rolle. Jetzt wird noch die Abdeckung aufgesetzt, so dass kein Staub in die Mechanik gelangen kann. Im letzten Schritt wird der RolloTron DECT nun in die Wandöffnung geführt und hier mittels der beiden langen Schrauben fixiert. Bei mir hat das alles tatsächlich kaum zehn Minuten gedauert.

Das RolloTron DECT ist ideal für Gurtkästen mit einer Breite von 36 Millimetern. Wer (wie ich) bereits Gurtwickler von RolloTron besitzt, kann getrost den alten Gurtkasten verwenden.

Endpunkte bestimmen

Ist die Montage beendet, stellt man zunächst die Endpunkte ein. Dafür werden der links unten im Tastenfeld befindliche Button mit den stilisierten Pfeilen und zeitgleich die Nach-oben-Taste gedrückt, um das Rollo herauffahren zu lassen. Ist der Endpunkt erreicht, lässt man beide Tasten einfach los und der obige Endpunkt wird automatisch gespeichert. Um den unteren Endpunkt einzustellen, drückt man wieder das gleiche kleine Knöpfchen und diesmal den unteren großen Taster, um das Rollo herunter fahren zu lassen. Ab jetzt genügt ein Tastendruck nach oben oder unten um das Rollo vollständig herauf- oder herunterfahren zu lassen. Wünscht man beispielsweise die „halbe Stellung“, drückt man eine der beiden großen Tasten, wenn sich das Rollo an der gewünschten Stelle befindet. Schon hält das Rollo die gegenwärtige Position. Will ich es später dann wieder komplett herauf- oder herunterlassen, betätige ich einfach die Taste mit der gewünschten Richtungsangabe.

Die Verkabelung ist supereinfach. Fehler sind hier ausgeschlossenb, denn man kann die Kabel theoretisch auch andersrum anklemmen.

Verbindung zur FRITZ!Box

Mit Hilfe des Sternchen-Knöpfchens kann ich ausserdem eine Lieblingsposition festlegen. Dazu fahre ich das Rollo auf die gewünschte Position und drücke besagte Taste, die Lieblingsposition ist nun automatisch abgespeichert.
Der RolloTron DECT kann aber noch eine ganze Menge mehr. Um Zugriff auf alle weiteren Funktionen zu haben, muss mein Testgast nun noch mit der FRITZ!Box verbunden werden. Zu diesem Zweck hat Rademacher seinem intelligenten Gurtwickler ein entsprechendes Wireless-Modul verpasst. Um beide Geräte kabellos miteinander zu verbinden, halte ich zunächst die DECT-Taste am RolloTron für zwei Sekunden gedrückt. Jetzt blinkt die nebenan befindliche Taste grün auf. Anschließend wird dann die DECT-Taste am AVM-Router für mindestens sechs Sekunden gedrückt. Nun sollte die LED an der FRITZ!Box ebenfalls blinken. Ist das der Fall, suchen sich beide Geräte. Die Verbindung steht, nachdem die im RolloTron befindliche LED für einige Sekunden durchgehend grün leuchtet, bevor sie endgültig erlischt.

Die gewollten Endpunkte stellt man über einen durchgängigen Druck auf die Taste links im Bedienfeld ein. Zeitgleich wird dann nur noch die Rauf- oder Runter-Taste so lange gedrückt gehalten, bis das Rollo am gewünschten Punkt angekommen ist.

FRITZ!App

Gesteuert wird der RolloTron DECT nun nicht mehr ausschließlich über das Tastenfeld, sondern auch über die „FRITZ!App Smart Home“. Sie steht sowohl im Google Play Store als auch im Apple-Store zum kostenlosen Download bereit. Ist sie runtergeladen und der eigene Router per Passwort registriert, sollte die blinkende LED am Gurtwickler erloschen sein und das RolloTron DECT wird in der App angezeigt. In meinem Test hat das direkt und im ersten Anlauf funktioniert! Neben der Bezeichnung des RolloTron (1213) wird in der Hauptmaske auch der gegenwärtige Zustand angezeigt. Nach Belieben kann man den elektronischen Gurtwickler nun auch über diesen Weg steuern oder bei Bedarf auch umbenennen. Da das RolloTron DECT bei mir nun im Kinderzimmer zum Einsatz kommt, benenne ich es via App auch entsprechend. Die Umbenennung ist vor allem dann sinnvoll und hilfreich, wenn sich mehrere intelligente RolloTrons im Haushalt befinden.

Die Steuerung via FRITZ!App ist quasi selbsterklärend. In der App lassen sich die netzwerkfähigen RolloTrons auch individuell benennen.

Via Festrechner oder FRITZ!Fon

Um tiefer ins Menü und in die Möglichkeiten meines Testgerätes einzusteigen, rufe ich anschließend am Festrechner (Tablet/Laptop geht auch) das FRITZ!Box-Menü auf. Hier navigiere ich zur Kategorie „Smart Home“ und „Geräteverwaltung“. Habe ich zuvor alles richtig gemacht, wird mein RolloTron DECT hier als „Kinderzimmer“ angezeigt. Nach einem Klick auf den Bearbeitungs-Button sehe ich den aktuellen Status, werde über sämtliche Details informiert und kann ihn bei Bedarf auch von hier umbenennen. Der Clou aber ist: Besitze ich auch ein FRITZ!Fon, lässt sich die Grundsteuerung auch über das DECT-Telefon vornehmen. Nach einem Druck auf die Menu-Taste navigiere ich dafür zu „Heimnetz“ und anschließend zu „Smart Home“, schon werden mir alle FRITZ!-kompatiblen Smart Home-Geräte und deren Status im Display angezeigt. Ist man Besitzer eines FRITZ!DECT 440-Tasters, lässt sich die Steuerung auch komfortabel über diesen Weg vornehmen. Natürlich immer vorausgesetzt, ich habe den Taster zuvor am Router eingerichtet.

Die Programmierung des RolloTron DECT kann wahlweise auch über das Fritz!-Webinterface erfolgen.

Zeitgesteuerte Automation

Aber zurück zur FRITZ!Box-Benutzeroberfläche: Über sie lässt sich auch ein Zeitprogramm automatisieren. Dafür wähle ich zunächst das RolloTron DECT (hier bezeichnet als „Kinderzimmer“) an. Dann klicke ich auf den Reiter „Automatisch schalten“ und setze ein Häkchen unter „Zeitschaltung aktiv“. Über die nun dargestellte Übersicht kann die Zeitschaltung dann für jeden Wochentag individuell einstellen. Sollen die Rolladen sich täglich zur gleichen Zeit öffnen und schließen, kann ich das über den Menüpunkt „Täglich“ konfigurieren. Alles ganz einfach und in wenigen Augenblicken durchgeführt. Selbstverständlich kann ich aber auch einmalige, datumsgesteuerte Automationen oder eine nach astronomischen Gesichtspunkten gewählte Steuerung einstellen. Als wäre das noch nicht genug, kann ich meine RolloTron-Automation auch einem Google-Kalender folgen lassen. Immer vorausgesetzt, ich habe einen solchen Kalender zuvor angelegt und die Befehle „an“ und „aus“ an den gewünschten Punkten im Kalender hinterlegt.

Im Menü lässt sich auch eine täglich wechselnde Programmierung festlegen – beispielsweise am Wochendende eine andere als Wochentags.

Stark und zuverlässig

Neben der Steuerung und Programmierung ist natürlich auch die zuverlässige und jederzeit sichere Bewegung der Rolladen wichtig. Diesbezüglich hat das RolloTron DECT ebenfalls eine sehr gute Figur gemacht. Selbst mein knapp 25 Jahre altes – und entsprechend schweres – Rollo hat der elektronische Gurtwickler von Rademacher zuverlässig und ohne eine einzige Einschränkung täglich bewegt. Das alles über den gesamten Testzeitraum von rund zwei Wochen! Das kannte ich auch schon von den bislang genutzten Rademacher-Modellen. Im Vergleich zu diesen scheint das RolloTron DECT aber noch einen Tick stärker und gleichmäßiger zu laufen. Was ich ebenfalls als sehr vorteilhaft empfinde, sind die großen, eindeutig beschrifteten Knöpfe, um die Auf- und Abwärtsbewegungen zu beauftragen. Sie sind gut erreichbar, haben einen guten Druckpunkt und symbolisieren auf den ersten Blick die einfache Bedienung dieses Gurtwicklers. Das ist bei meinen „alten“ Rademacher-Antrieben leider nicht der Fall.

Der Antrieb des RolloTron DECT funktioniert zuverlässig und ohne jede Einschränkung – auch an betagteren Rollos.

Fazit

Das RolloTron DECT überzeugt in jeder Hinsicht. Sehr ordentlich verarbeitet, imponiert es durch seine Übersichtlichkeit, Leistungsstärke und Zuverlässigkeit. Zu den äussern Merkmalen kommen die Inneren Werte: Die liegen hier ganz klar in der intelligenten Programmierung. Selbstverständlich kann man diesen elektrischen Gurtwickler auch ohne dieses Feature benutzen. Ist man aber noch Besitzer einer AVM FRITZ!Box, bieten sich nahezu unlimitierte Möglichkeiten in der Steuerung. Die diesbezügliche Einrichtung ist übrigens kinderleicht und in wenigen Minuten durchgeführt. Anschließend lässt sich das RolloTron DECT individuell und minutengenau auf die eigenen Bedürfnisse voreinstellen. Gemessen an der Leistungsstärke, der kinderleichten Bedienung und den vielen Programmiermöglichkeiten ist der aktuelle Preis von 149,00 Euro absolut fair.

Test, Text und Fotos: Roman Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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89 of 90

Technische Daten

Modell:Rademacher RolloTron DECT
Produktkategorie:elektronischer Gurtwickler
Preise:149 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:weiß
Vertrieb:Rademacher, Rhede
02872/9330
www.rademacher.de
Pros und Contras:+ kinderleichte Bedienung
+ unkomplizierte Einrichtung
+ kompatibel mit FRITZ!App
+ individuelle Programmierung
+ hoher Komfort
+ erweiterbar
+ preislich attraktiv

- keine Contras
Benotung:
Gesamtnote:Empfehlung
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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