lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

von

Redakteur
English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

Doppelt exklusiv: Inklang setzt bei der Ayers Four auf eine Kalotte für die Mitten, womit die Hanseaten eine richtig rar gewordene Schallwandler-Tradition revitalisieren – und dieser Drei-Wege-Lautsprecher erscheint zudem nun in einer extra-attraktiven „Limited Edition“. Was die Chassis-Spezialität bewirkt und was die Sonderausgabe bietet, erfahrt Ihr in diesem Test.

Mit ihrem schlanken Design und ihrer lichten Erscheinung fügt sich die Inklang Ayers Four „Limited Edition 2021“ in eigentlich jedes Wohnszenario harmonisch ein.

Mit ihrem schlanken Design und ihrer lichten Erscheinung fügt sich die Inklang Ayers Four „Limited Edition 2021“ in eigentlich jedes Wohnszenario harmonisch ein.

Das nennt man wohl perfektes Timing: Nachdem wir aus Inklangs Ayers-Serie bereits die kleine Ayers One, die kompakte Ayers Two, die standhafte Ayers Three, das Flaggschiff Ayers Five und die Kombination Ayers Wall/Ayers Sub zu Gast in unserer Redaktion hatten, fehlt uns im Test-Portfolio noch die Ayers Four. Genau diesen Schallwandler sowie die Ayers Five präsentiert der Hamburger Schallwandler-Spezialist nun in einer „Limited Edition 2021“. Die beiden Sonder-Versionen „Copper Noir“ und „Gold Blanche“ sind auf jeweils einhundert Exemplare begrenzt – also haben wir schnell zugegriffen und uns für diesen Test ein Paar Ayers Four Gold Blanche gesichert.

Exklusiv: Nur bei den Modellen der „Limited Edition 2021“ ist der wohlgeformte Metall-Sockel in einer sonst nicht erhältlichen Trendmetall-Farbe gehalten. Bei der hier abgebildeten „Gold Blanche“-Version ist der Sockel in gebürstetem Gold ausgeführt.

Exklusiv: Nur bei den Modellen der „Limited Edition 2021“ ist der wohlgeformte Metall-Sockel in einer sonst nicht erhältlichen Trendmetall-Farbe gehalten. Bei der hier abgebildeten „Gold Blanche“-Version ist der Sockel in gebürstetem Gold ausgeführt.

Exklusive Erscheinung

Nobel sieht sie aus, diese exklusive Ayers Four. Der Korpus ist in einem je nach Lichteinfall samtig bis seidig schimmernden Weiß gehalten. Diese Farbgebung entspricht der Diamond White No. 01-Lackierung, die Inklang als eine von zehn möglichen Spectrum-Farben für die Standard-Version der Ayers Four anbietet. Diese Wahlfreiheit ist es, die Inklang von anderen Lautsprecherherstellern unterschiedet. Man kann aus einem gegebenen Grundmodell durch verschiedenste Optionen seinen ganz eigenen Schallwandler kreieren – aus seriell wird individuell. Dieses aus dem Automobil-Bereich stammende Customizing-Prinzip hat Firmengründer und Chefentwickler Thomas Carstensen in die HiFi-Branche übertragen. Die aktuelle „Limited Edition“ ist also auch unter diesem Gesichtspunkt außergewöhnlich. Bei den Metallapplikationen unserer „Gold Blanche“ wird es nun richtig exklusiv: Der metallene Sockel sowie die darunter eingeschraubten und höhenverstellbaren Rändel-Füße, die ansonsten wahlweise in Schwarz oder Silber ausgeführt werden, sind ausschließlich für diese Sonderedition in einem edlen Gold-Ton realisiert und glänzen durch ihre Bürstung mit noblem, sanftem Schimmer.

In der „Gold Blanche“-Version der „Limited Edition 2021“ ist die Balance von dezentem Design und markanter Erscheinung besonders ausgeprägt.

In der „Gold Blanche“-Version der „Limited Edition 2021“ ist die Balance von dezentem Design und markanter Erscheinung besonders ausgeprägt.

Grazie mit Inklang-Insignien

Diese „Gold Blanche“-Ausführung verleiht der Ayers Four eine besondere Grazilität. Dabei ist sie mit einer Höhe von 111 Zentimetern, einer Breite von 26 Zentimetern und einer Tiefe von 34 Zentimetern eh eine überaus schlanke Erscheinung. Diese wohlproportionierte Zierlichkeit wird durch das puristische Design unterstrichen. Trotzdem ist die Ayers Four auf Anhieb als Inklang-Schallwandler erkennbar. Dafür sorgt auch hier die umlaufende Fase. Sie ist ein Inklang-Insigne, das jeden Schallwandler der Hamburger Manufaktur ziert. Die Fase bewirkt einen geschmeidigen Übergang an den Korpuskanten – im Verbund mit dem sanft gerundeten Ineinanderfließen von Schallwand und Oberseite. Dieses Design ist unveränderlich. Das gilt insbesondere für die Sonderedition der Ayers Four, aber natürlich auch für die Standard-Version, die ansonsten gerade durch das Angebot an Lackierungen nahezu grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten bietet: Das Finish kann matt, seidenmatt oder hochglänzend gewählt werden, als alternative Lackierungen bietet Inklang das Ton-Portfolio der Luxus-Wandfarbenhersteller Caparol Icons und Farrow&Ball sowie eine individuelle Farbabstimmung.

Die umlaufende Fase und der sanft gerundete Übergang von der Front zur Oberseite weisen auch die Ayers Four als Inklang-Lautsprecher aus.

Die umlaufende Fase und der sanft gerundete Übergang von der Front zur Oberseite weisen auch die Ayers Four als Inklang-Lautsprecher aus.

Customizing für die Standard-Version

Für die Standard-Version bietet Inklang auf seiner Website auch die Möglichkeit an, den Lautsprecher mithilfe eines Konfigurators selbst auszustatten und zu kolorieren. Eine Vorschau zeigt dabei sofort an, wie der persönlich kreierte Schallwandler aktuell aussieht. Der Konfigurator hilft zudem bei einigen Grundentscheidungen, falls man bei der Lautsprecherwahl noch ganz am Anfang steht. So erfährt man Schritt für Schritt, welches der Grundmodelle zum eigenen Raum passt, ob man im Falle von Kompaktboxen einen Standfuß oder einen Lowboard-Fuß benötigt, ob der Lautsprecher passiv, aktiv oder für den Wireless-Betrieb ausgelegt sein soll. Auch die schon vorher thematisierten Farb-Fragen wwerden hier geklärt, ebenso die Entscheidung, ob man Füße oder Spikes zur Ankopplung an den Boden haben möchte und ob man magnetisch haftende Stoffabdeckungen hinzubuchen will. Für die Standard-Version der Ayers Four gibt es hier vier Optionen. Die „Gold Blanche“-Version ist hier exklusiv: Ihre Blenden sind ausschließlich weiß – und sie steht einzig auf Füßen.

Hier die Inklang Ayers Four in der normalen Version. Im Gegensatz zur „Limited Edition 2021“ ist sie in zahlreichen Farbtönen erhältlich.

Hier die Inklang Ayers Four in der normalen Version. Im Gegensatz zur „Limited Edition 2021“ ist sie in zahlreichen Farbtönen erhältlich.

Ungewöhnlich: Kalotten-Chassis für die Mitten

Rein technisch gleicht die „Limited Edition“ der Standard-Version. Doch per se hat die Ayers Four ein ziemlich exklusives Feature in petto: Sie schallwandelt die Mitten mit einem Kalotten-Chassis. Einige Jahrzehnte zuvor war das eine gängige Lösung: Die halbkugelförmige Membran bürgt für eine offene, agile und detailreiche Wiedergabe. Doch dann wurde es Usus, den Übergang vom Mitteltöner zum Tieftöner immer tiefer anzusetzen. Das wiederum ist mit einer Kalotte schwerer zu realisieren, gerade die Filterung in der Frequenzweiche ist überaus knifflig. Der Kalotte wird zudem nachgesagt, dass ihr die nötige Bandbreite fehle. Inklang tritt hier den Gegenbeweis an – erstmals mit der Ayers Five, nun aber auch mit der Ayers Four. Hier übernimmt die Mittelton-Kalotte das breite Frequenzband zwischen 600 Hertz und 3,6 Kilohertz. In diesem Bereich liegen die Frequenzen auf die unser gehör besonders sensibel reagiert. Die bruchlos-homogene Wiedergabe dieser Schallanteile intensiviert den Höreindruck einer Punktschall-Quelle.

Ein Mitteltöner in Kalotten-Ausführung – das ist eine Seltenheit im heutigen Lautsprecherbau. Inklang überträgt dem relativ kleinen Chassis einen ziemlich großen Frequenzbereich – zugunsten einer homogenen Wiedergabe und einer Entlastung der Hoch- und Tieftöner.

Ein Mitteltöner in Kalotten-Ausführung – das ist eine Seltenheit im heutigen Lautsprecherbau. Inklang überträgt dem relativ kleinen Chassis einen ziemlich großen Frequenzbereich – zugunsten einer homogenen Wiedergabe und einer Entlastung der Hoch- und Tieftöner.

Breitband-Herkules

Zweiter Vorteil: Da der Mitteltöner breitbandig schallwandelt, werden seine Mitspieler entlastet. Der Hochtöner und die Tieftöner können sich somit auf ihre Kern-Kompetenz konzentrieren und damit entspannt agieren. Drittes Plus: Im Bass kommt es zu einer geringeren Bündelung bei der Schallabstrahlung. Diese wird bei den Woofern prinzipbedingt zu den höheren Frequenzen hin stärker. Alles prima – aber dafür hat der Mitteltöner die anspruchsvollste Aufgabe: Er muss robust sein und genug Membranfläche bieten, zugleich aber flott schwingen können. Deshalb durchmisst seine Kalotte 55 Millimeter, der Dom besteht aus filigranem Seidengewebe, das durch eine in Handarbeit aufgetragene Beschichtung gestärkt ist. Damit die Mittelton-Kalotte ihre Herkules-Aufgabe ungestört verrichten kann, hat sie im Gehäuse der Ayers Four ihre eigene abgeschlossene Kammer. So ist sie vor den Schallschüben der Tieftöner geschützt. Zudem erfährt die Kalotte eine Arbeitserleichterung durch die Einbettung in der Schallwand: Hier befördert eine hornartige Schallführung die homogene, breite Abstrahlung der Kalotte.

Kalotten-Duo: Der Hochtöner ist unterhalb des Mitteltöners positioniert und befindet sich somit auf Ohrhöhe der Hörers.

Kalotten-Duo: Der Hochtöner ist unterhalb des Mitteltöners positioniert und befindet sich somit auf Ohrhöhe der Hörers.

Flotter Tweeter

Kommen wir zum Kalotten-Kollegen im Hochton: Hier schallwandelt ebenfalls ein Dom aus Seide. Da er seine Arbeit weit oben im Frequenzspektrum aufnimmt, meistert er sie ohne große Kräftigung und mit einem kleinen 22-Millimeter-Dom. So kann er schnell und impulstreu schwingen und sein Wandel-Werk ohne größere Wärmeentwicklung verrichten. Dadurch braucht er keine Kühlung. Hierfür wird sonst gerne Ferrofluid im Antrieb hinter der Membran verwendet. Diese mit magnetischen Partikeln dotierte Flüssigkeit besorgt neben der Wärmeabfuhr auch eine passive Resonanz-Dämpfung der Membran. Dafür handelt man sich Einbußen bei der Dynamik ein. Ohne Ferrofluid fällt diese Bremse weg, der Hochtöner bietet deshalb eine bessere Feindynamik. Durch die hohe Einsatzfrequenz hat der Tweeter außerdem eine breite Abstrahlcharakteristik. Hier harmoniert er also bestens mit dem Mitteltöner. Die beiden Kalotten bilden das akustische Zentrum auf der Front, der Tweeter sitzt dabei unter dem Mitten-Treiber – und damit genau auf der richtigen Höhe, nämlich auf Ohr-Niveau des Hörenden.

Der Hochtöner ist bei Inklang traditionell als Kalotte mit Seidenmembran realisiert. Das bürgt für Agilität und Stabilität zugleich.

Der Hochtöner ist bei Inklang traditionell als Kalotte mit Seidenmembran realisiert. Das bürgt für Agilität und Stabilität zugleich.

Woofer-Duo für den Bass

Die Rahmung der Kalotten übernehmen zwei 15-Zentimeter-Tieftöner mit glasfaserverstärkter Papiermembran. Das Duo widmet sich gemeinschaftlich allen Frequenzen unter 600 Hertz, so kommt einiges an Schwingfläche zusammen für einen tiefreichenden Bass. Dieser wird auch durch die Langhub-Ausführungen der Woofer befördert: Der Antrieb der Chassis ermöglicht eine große Auslenkung der Membranen, ohne dass dabei Verzerrungen auftreten. Das Plus bei der Auslenkungsfähigkeit ergibt einen Zugewinn an Hub. Auch das sorgt für einen stärkeren Tiefton. Im Verbund mit dem Gehäusevolumen, das bei aller Grazilität trotzdem Standlautsprecher-Dimension hat, spielt die schlanke Ayers Four runter bis zu überaus stattlichen 32 Herz. Dies gelingt auch dank einer Bassreflex-Abstimmung. Den dafür nötigen Luftaustausch ermöglicht der Port auf der Rückseite. Darunter sitzt das Terminal mit den amtlichen Anschlüssen. Auf der anderen Seite, für unseren Blick verborgen, sitzt dann die Frequenzweiche, die bei der Ayers-Serie aufwändig gestaltet ist und zum Schutz vor klangschädlichen Vibrationen luftdicht abgeschlossen in einem Extra-Gehäuse sitzt.

Der untere der beiden 18 Zentimeter-Woofer. Zusammen agieren sie als Tiefton-Duo. Das vergrößert die resultierende Membranfläche. Dies sowie die langhubige Ausführung, das Gehäusevolumen und die Bassreflexabstimmung sorgen für den imposanten Bass der Ayers Four.

Der untere der beiden 18 Zentimeter-Woofer. Zusammen agieren sie als Tiefton-Duo. Das vergrößert die resultierende Membranfläche. Dies sowie die langhubige Ausführung, das Gehäusevolumen und die Bassreflexabstimmung sorgen für den imposanten Bass der Ayers Four.

Die Inklang Ayers Four „Limited Edition 2021“ in der Praxis

Wir stellen der Ayers Four mit dem SACD/CD-Player Oppo UDP-203, dem Vollverstärker Hegel H360 und dem Lautsprecherkabel Supra Cables Quadrax die passenden Premium-Partner zur Seite und lassen diese Klangkette erstmal ein paar Tage einspielen. Das ist für die niegelnagelneuen Lautsprecher wichtig, weil sie erst nach einer gewissen Einspielzeit ihre volle Homogenität und klangliche Klasse erreichen. Wir nutzen dieses Warm-Up aber direkt für die Aufstellung und Ausrichtung der Lautsprecher – und hier können wir gleich die ersten Pluspunkte verzeichnen: Die Ayers Four ist in der Handhabung absolut unkompliziert. Bereits bei einer Pi-mal-Daumen-Aufstellung im klassischen Stereo-Dreieck liefert die Ayers Four eine größenrichtige, dreidimensionale Abbildung, bei der die Lautsprecher akustisch unsichtbar sind. Prima! Diese Unkompliziertheit haben wir bereits bei den anderen Ayers-Modellen kennengelernt, die Four bekräftig abermals diese Leichtigkeit der Handhabung. Noch eine kleine Optimierung bei den Abständen und beim Grad der Einwinklung hin zum Hörplatz – und schon sind wir startklar.

Beide Boxen, Vorder- und Rückansicht (211108.Inklang-Ayers-four.B4.jpg) Vorder- und Rückansicht der Ayers Four. Die Rückseite bietet das Terminal mit den Anschlussklemmen, darüber ist der Port der Bassreflex-Abstimmung sichtbar.

Beide Boxen, Vorder- und Rückansicht (211108.Inklang-Ayers-four.B4.jpg)
Vorder- und Rückansicht der Ayers Four. Die Rückseite bietet das Terminal mit den Anschlussklemmen, darüber ist der Port der Bassreflex-Abstimmung sichtbar.

Im Club beim legendären Gig

Zum Einrichten haben wir „Nightbird“ aufgelegt, die wunderbare Komplettaufnahme von Eva Cassidys legendärem Auftritt im Blues Alley Jazz Club von 1996. Wir sind mittlerweile bei „Fever“ angekommen. Die Coverversion dieses swingenden Klassikers startet, während das Publikum noch klatscht, mit einem kleinen Drum-Intro – und Raice McLeod beginnt mit einem coolen Kniff: Er drückt mit dem Daumen seiner linken Hand auf den Rand des Fells seiner Tom, schlägt diese Trommel mit dem Stick seiner rechten Hand mehrfach an und verringert dann seinen Daumendruck. So klingt die Tom mit jedem Schlag etwas tiefer. Diesen wirkungsvollen Effekt lässt uns die Four in allen Facetten miterleben. Dabei ist das Drum Kit, wie es sich gehört, im hinteren Teil der Bühne positioniert. Auch das macht die Ayers Four binnen weniger Sekunden klar: Sie bildet nämlich mühelos die räumlichen Gegebenheiten des kleinen Klubs ab. Im Verbund mit dem Publikumsapplaus sind wir prompt Teil dieses intimen Gigs.

Die Ayers Four bietet ein hochwertiges Single-Wire-Terminal. Die vergoldeten Klemmen sind für Kabelschuhe oder Bananenstecker mit fünf bis sechs Millimeter Durchmesser ausgelegt. Alternativ akzeptieren sie bläanke Litze mit einem Querschnitt bis acht Quadratmillimeter. Dabei werden die feinen Drähtchen beim Festschrauben schonend angepresst – dank der freidrehende Andruckscheibe der Polklemmen.

Die Ayers Four bietet ein hochwertiges Single-Wire-Terminal. Die vergoldeten Klemmen sind für Kabelschuhe oder Bananenstecker mit fünf bis sechs Millimeter Durchmesser ausgelegt. Alternativ akzeptieren sie bläanke Litze mit einem Querschnitt bis acht Quadratmillimeter. Dabei werden die feinen Drähtchen beim Festschrauben schonend angepresst – dank der freidrehende Andruckscheibe der Polklemmen.

Exzellente Räumlichkeit und hochauflösende Abbildung

Beim Drum-Intro fällt uns zudem auf, mit welcher toller Dynamik die Ayers Four das fein abgestufte Drum-Pattern wiedergibt: McLeods Schläge auf die verschiedenen Toms bauen so eine schöne Spannung auf. Dazu trägt auch die Impulstreue bei: Die Trommeln klingen knackig und frisch. Zudem legt die Four auch die Details offen: Wir hören das Schwingen der Felle, wir spüren das physische Vibrieren, das ein gut gestimmtes Schlagzeug erzeugt. Es klingt so vital und dynamisch wie ein Drum Kit im wahren Leben. Diese Lebendigkeit setzt sich mit dem Einstieg der weiteren Instrumente fort: Zwei E-Gitarren mit schönem mit Vibrato-Effekt, ein Steinway-Klavier und ein Fender E-Bass sorgen für den stimmungsvollen Background. Die Instrumente haben dabei eine immense Gegenwärtigkeit: Die Ayers Four bildet sie mit ihren charakteristischen Klangfarben ab und bietet allen Instrumenten Platz zur freien Entfaltung. Das gelingt der Four dank ihrer exzellenten räumlichen Tiefenstaffelung und ihrer überaus sauberen, hochauflösenden Wiedergabe.

Auch der höhenverstellbare Fuß ist in der Farbgebung des Sockels realisiert. Die Füße weisen Inklang-typisch die außergewöhnliche Rändel-Optik auf – und sehen in diesem „Limited Edition 2021“-Look extra-edel aus.

Auch der höhenverstellbare Fuß ist in der Farbgebung des Sockels realisiert. Die Füße weisen Inklang-typisch die außergewöhnliche Rändel-Optik auf – und sehen in diesem „Limited Edition 2021“-Look extra-edel aus.

Kraftvoller Bass und feinste Facetten

Diese Sauberkeit rührt auch von dem überaus konturierten Bass: Die Ayers Four liefert einen ziemlich trockenen, straffen Tiefton, der nichts von den oberen Klangregistern verdeckt. Trotzdem besitzt der Bass Kraft und Volumen. Dies gelingt ohne Anstrengung, ebenso ohne Kompressionseffekte. Das gilt auch, wenn wir unseren potenten Verstärker mit gehobenster Lautstärke fahren. Die Ayers Four beweist hier ihre Pegelfestigkeit – und sie bleibt sich tonal treu. Mit Eva Cassidys Einsatz kriegen wir die erste Gänsehaut: Die begnadete Sängerin vermeidet die laszive Interpretation, die viele Chanteusen wählen, und trotzdem zieht sie uns mit ihrem Gesang in ihren Bann. Cassidy zieht alle Register, sie spielt mit der Reinheit und Rauheit der Stimme, mit glockenklar-geraden Tönen undt vibratosatten Endungen, mit gehauchten Silben und energiereich intonierten Passagen. Wir erleben die ganze Intensität, mit der Cassidy diesen Song singt, weil die Ayers Four die Frontfrau mit all ihren feinen Facetten vor uns in den Raum stellt.

Die Inklang Ayers Four nochmals in der Standard-Version, in der die Metallapplikationen in Silber oder Schwarz gehaltenen sind.

Die Inklang Ayers Four nochmals in der Standard-Version, in der die Metallapplikationen in Silber oder Schwarz gehaltenen sind.

Herrlich homogene Abbildung

Mit all diesen Qualitäten punktet die Ayres Four nun beständig beim Gang durch verschiedenste Musikgenres. Den sauber-voluminösen Bass genießen wir bei Charly Antolinis „Arabian Desert Groove“, obwohl hier eigentlich das Drumming des Jazz-Schlagzeug-Großmeisters im Vordergrund steht – auch das liefert die Ayers Four wieder mit vorzüglicher Dynamik und Akkuratesse. Mit Power und Punch zeigt sie bei der Electro-Nummer „The Forest“ von Anders Trentemøller ihre Dancefloor-Qualitäten. Die zahllosen Soundschichten, Geräusche und Samples ergeben selbst für Nichttänzer ein grandioses Hörspiel. Auch im Konzertsaal macht die Ayers Four eine gute Figur: Das Gothenburg Symphony Orchestra unter Kent Nagano spielt „Vision“ und „Nebel steigen auf“ aus der Alpensinfonie von Richard Strauss – und dieses musikalische Landschaftspanorama gelingt der Ayers Four in der gebotenen epischen Breite: Das Orchester ist in allen Instrumentengruppen und Registern klar differenziert, erscheint aber trotzdem als konsistenter Klangkörper – in einer herrlich homogenen Abbildung mit einem ebenso gleichmäßigen Abstrahlverhalten der Lautsprecher.

Die Inklang Ayers Four „Limited Edition 2021“ im Hörtest. Hier spielt sie mit dem Lindemann Musicbook Source II, dem Lindemann Musicbook Power II – und dem Panasonic TX-55GZW1004, denn die Ayers Four eignet sich auch bestens für die TV- und Heimkino-Beschallung.

Die Inklang Ayers Four „Limited Edition 2021“ im Hörtest. Hier spielt sie mit dem Lindemann Musicbook Source II, dem Lindemann Musicbook Power II – und dem Panasonic TX-55GZW1004, denn die Ayers Four eignet sich auch bestens für die TV- und Heimkino-Beschallung.

Fazit

Die Inklang Ayers Four glänzt in unserem Test gleich mit doppelter Exklusivität: Zum einen beeindruckt sie optisch durch ihre extra-attraktive „Gold Blanche“-Ausführung der „Limited Edition 2021“. Zum anderen punktet sie durch ihre Drei-Wege-Schallwandlung mit der seltenen Mittelton-Kalotte. Dank dieser Lösung gelingt der Ayres Four eine überaus homogene, sehr natürliche Wiedergabe mit einer fdetailreichen, einauflösenden und hochdynamischen Abbildung. Die ausgezeichnete Räumlichkeit, die wunderbare Plastizität und die Lebendigkeit der Ayers Four sorgen dabei für ein mitreißendes „wie echt“-Gefühl. Trotz ihrer Schlankheit liefert sie einen beeindruckenden Bass: Er ist straff-trockenen, aber trotzdem voluminös. So bleibt das Klangbild bis in den Tiefton klar und sauber. Diesen Wohlklang bietet sie dank des guten Abstrahlverhaltens auch abseits des zentralen Hörplatzes. So präsentiert sich die Ayers Four akustisch unkompliziert und audiophil versiert. Manchmal kann Musikgenuss ganz einfach sein.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen, Hersteller

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenzklasse
Preis/Leistung: sehr gut

94 of 95

95 of 95

91 of 95

211108.Inklang-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Inklang
Ayers Four
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preise:- Sonderversion „Limited Edition 2021“ ab 1.849,00 € / Stück
- Standardversion: ab 1.799,00 € / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:Sonderversionen „Limited Edition 2021“:
- Copper Noir: Gehäuse in mattem Schwarz-Anthrazit, Metallapplikationen: Kupfer
- Gold Blanche: Gehäuse in samtig schimmerndem Weiß. Metallapplikationen: Gold

Standardversion:
- Gehäusefarbe: Auswahl aus 10 Inklang Spektrum-Farben, Individuelle Caparol Icons-Farbenwelt (Aufpreis: 79,90 Euro), Farrow & Ball-Farbenwelt, (Aufpreis: 79,90 Euro), Persönliche Farbcode-Abstimmung (Aufpreis: 79,90 Euro)

- Gehäusefinish: matt, silk-matt, glossy

- Metallapplikationen (Sockel, Füße): silber, schwarz
Vertrieb:Inklang, Hamburg
Tel.: 0800 / 7242388
www.inklang.de
Abmessungen (HBT):- 1113 x 260 x 348 mm (inkl. Sockel)
- 1113 x 175 x 348 mm (exkl. Sockel)
Gewicht:24,6 kg / Stück
Bauart:3-Wege, passiv (demnächst optional: aktiv oder aktiv/wireless), Bassreflex
Impedanz:4 Ω (Herstellerangabe)
Hochtöner:1 x 22 mm (Kalotte, Seidenmembran)
Mitteltöner:1 x 55 mm (Kalotte, beschichtete Seidenmembran)
Tieftöner:2 x 152 mm (Konus, glasfaserverstärkte Papiermembran)
Frequenzbereich:32 Hz - 34 kHz (-10 dB) (Herstellerangabe)
Trennfrequenzen:600 Hz, 3.600 Hz (Herstellerangabe)
Empfohlene Raumgröße:mittel, bis 35 m² (Herstellerangabe)
Empfohlene Verstärkerleistung:ab 50 W (Herstellerangabe)
max. Belastbarkeit:150 W (Herstellerangabe)
Wirkungsgrad:85 dB (1W/1 m) (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Inklang Ayers Four
- Sockelplatte
- Standfüße
- Stoffhandschuhe
- Bedienungsanleitung (Deutsch, Englisch)
Optionales Zubehör:- Spikes inkl. Bodenaufnahme in Rändeloptik (19,95 € / 4 Stück) (nur für die Standard-Version)
- Lautsprecherabdeckung (44,95 € / Lautsprecher)
Pros und Contras:+ attraktives und exklusives Design
+vorzügliche Material- und Fertigungsqualität
+ Customizing (für die Standard-Version): Lautsprecher sind durch zahlreiche Optionen individuell konfigurierbar
+ ausgezeichnete räumliche Abbildung
+ sehr gute Auflösung
+ sehr gute Fein- und Grobdynamik
+ kräftiger, voluminöser Bass
+ kostenloses Lasern des eigenen Namens auf das Anschlussterminal

- keine Spikes im passenden Gold-Ton erhältlich
Benotung:
Klang (60%):94/95
Praxis (20%):95/95
Ausstattung (20%):91/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistung:sehr gut
Getestet mit:- Oppo UDP-203
- Hegel H360
- Lindemann Musicbook Source II
- Lindemann Musicbook Power II
- Cyrus Pre XR
- Cyrus Stereo 200
- Panasonic TX-55GZW1004
- Supra Cables Quadrax

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt