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So einfach kann die Zielsetzung sein: Supra Cables wollten schlicht das ultimative USB-Kabel kreieren – ohne Kompromisse, in maximaler Material- und Fertigungsqualität, trotzdem zu bezahlbarem Preis. Herausgekommen ist, nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit, das USB Excalibur – und ja, es ist nach High-End-Maßstäben ein Portemonnaie-Schoner. Glänzt es auch als Ohr-Verwöhner?

Das Supra Cables USB Excalibur zeigt optisch eine Traditions-Transformation: Der markante eisblaue Mantel, der die Kabel der Schweden auszeichnet, präsentiert sich nun nun in ein dunkleren, teiltransparenten Design.

Das Supra Cables USB Excalibur zeigt optisch eine Traditions-Transformation: Der markante eisblaue Mantel, der die Kabel der Schweden auszeichnet, präsentiert sich nun nun in ein dunkleren, teiltransparenten Design.

Seit die ehedem reine IT-Strippe auch als Musikübermittler genutzt wird, stehen das USB-Kabel und seine Qualität im Fokus der HiFi-Branche. So bietet auch Supra Cables als renommierter Pionier auf dem Gebiet der audiophilen Signalübertragung und Stromversorgung ein Portfolio an USB-Verbindungen. Dieses Sortiment krönt nun das USB Excalibur – und dieser Premium-Anspruch wird auch gleich optisch manifestiert. Wie bereits beim Lautsprecherkabel Supra Cables Sword Excalibur modifizieren die Schweden auch hier das typische Erscheinungsbild ihrer Kabel. Das betrifft insbesondere den markanten Mantel aus eisblauem PVC. Dieses etablierte Design ist zwar auffällig und hebt Supra Cables von den Mitbewerbern ab, die nüchterne Optik unterstreicht auch den „No Nonsense“-Ansatz der Schweden: Sie legen Wert auf eine von Vernunft und technischen Erkenntnissen geleitete Produktgestaltung. Für ein High End-Kabel, das die Spitze des Portfolios repräsentieren soll, ist das dann aber doch zuviel des Understatements. Und so hat auch das USB Excalibur eine Design-Transformation erfahren.

Durch den durchsichtigen PVC-Mantel scheint die Verseilung der getrennten Daten- und Strom-Leiter durch.

Durch den durchsichtigen PVC-Mantel scheint die Verseilung der getrennten Daten- und Strom-Leiter durch.

Magische Optik, nüchternes Know-how

Der eigentliche Mantel aus hitze- und alterungsbeständigem PVC ist nun transparent und dabei leicht mattiert. Durch diesen Umhüllung sieht man nun die Abschirmungen der sanft miteinander verseilten Leiter – und diese aluminierte PET-Folie glänzt geradezu in kühlem und etwas dunklerem Eisblau. So sieht das Kabel deutlich hochwertiger aus. Zudem beeindruckt es mit einer fast schon mystischen Ausstrahlung. So passt dann auch der Beiname „Excalibur“ und die damit verbundenen Assoziation zum magischen Schwert. Jenseits des Optischen ist aber Schluss mit Mythen und Mystik. Bei der technischen Realisation des Kabels setzt Supra Cables nach wie vor auf nüchternes Know-how, gewonnen aus jahrzehntelanger Erfahrung: Gründer Tommy Jenving hat als HiFi-Pionier vor einem halben Jahrhundert die klangliche Bedeutung des Kabel ausgemacht. So dient die eisblau glänzende, aluminierte PET-Folie vor allem als erste Abschirmung. Sie verhindert die wechselseitige Beeinflussung der beiden für Strom und Daten getrennten Leiter.

Die Stecker – hier der USB-A-Typ – sind zweiteiligen und betonen dies auch durch eine aus aparte Bicolor-Optik in Gold und Schwarz. Dabei bestehen beide Steckerteile aus Aluminium. Dies bürgt für eine komplette Schirmung der Adern im kritischen Übergang vom Kabel zu den Lötstellen.

Die Stecker – hier der USB-A-Typ – sind zweiteiligen und betonen dies auch durch eine aus aparte Bicolor-Optik in Gold und Schwarz. Dabei bestehen beide Steckerteile aus Aluminium. Dies bürgt für eine komplette Schirmung der Adern im kritischen Übergang vom Kabel zu den Lötstellen.

Daten- und Stromleiter mit jeweils optimiertem Aufbau

Diese Leiter wurden gemäß ihren Aufgaben auch unterschiedlich aufgebaut. Die Datenübermittlung geschieht über zwei miteinander verdrillte Leiter, die jeweils durch eine Polyethylen-Mantelung isoliert sind. Sie bestehen aus sauerstofffreiem Kupfer, das einen Reinheitsgrad von 5N aufweist – also 99,999 Prozent. Diese Kupferdrähte sind nun noch versilbert. Die Silberschicht ist überaus dick: Sie macht 3,8 Prozent des gesamten Leiters aus. Silber gilt als exzellent geeignet für die Übermittlung hoher Frequenzen und Datenraten – und so schreibt Supra Cables dieser Leiterbeschaffenheit beste Leitfähigkeit und hohe Geschwindigkeit bei der Signalübertragung zu. Schließlich ist das USB Excalibur als Hi-Speed-Kabel für Übertragungsraten bis 480 Megabyte pro Sekunde ausgewiesen. Die Stromleitung hingegen besitzt einen völlig anderen Aufbau: Hier finden wir vier statt zwei Leiter, sie sind verzinnt statt versilbert – und diese Leiter sind auch nicht verdrillt, sondern sternverdrahtet. Diese Star Quad-Verdrahtung verhindert im Verbund mit einer separaten Abschirmung hochfrequente Funk-Störungen, also Einstreuungen in die benachbarten Datenleiter.

Die Stecker – hier der USB-B-Typ – sind aufwändig gefertigt Das Design macht eine weite Einführung des gesamtem Kabels in den Stecker möglich, dies erhöht die mechanische Belastbarkeit

Die Stecker – hier der USB-B-Typ – sind aufwändig gefertigt Das Design macht eine weite Einführung des gesamtem Kabels in den Stecker möglich, dies erhöht die mechanische Belastbarkeit

Aufwändige Stecker für Komplettschirmung und Kontaktmaximierung

Der gesamte Aufbau ist dabei auf eine Kabelimpedanz von 90 Ohm getrimmt. Das ist wichtig für den reibungslosen Datentransport, da es bei bei den hohen Geschwindigkeiten zu verschiedenen elektrischen Übertragungsleitungs-Effekten wie Verlusten, Verschleifungen oder Verfälschungen und Reflexionen kommen kann. Ein USB-Kabel ist deshalb in puncto Schirmung, Leiteraufbau, -isolation und -verdrahtung ein Präzisionswerk. Das USB Excalibur punktet hier mit einer aufwändigeren Fertigung als die Standardkabel im USB-Portfolio von Supra Cables. Das gilt auch für die zweiteiligen, verschraubten Stecker. Sie sind von dem HDMI-Steckerdesign der Schweden abgeleitet. Optisch bieten der USB-A- und der USB-B-Stecker also den gleichen Look in Gold und Schwarz. Elektrisch punkten die beiden Aluminiumstecker zudem mit der gleichen Komplettabschirmung. Das ist wichtig in diesem sensiblen Übergangsbereich, wo die Leiter ihrer Kabelschirmung entledigt sind. Die Stecker sorgen schließlich mit ihrer Goldplattierung für eine große Kontaktfläche und damit für einen niedrigen Übergangswiderstand, wenn sie in die entsprechende Buchse eingeführt sind.

Beide Stecker sind und verschraubt. Das Design macht eine weite Einführung des gesamtem Kabels in den Stecker möglich, das erhöht ebenso die mechanische Belastbarkeit wie die Zugentlastung, die durch den Anpressdruck der Verschraubung gewährleistet ist.

Beide Stecker sind und verschraubt. Das Design macht eine weite Einführung des gesamtem Kabels in den Stecker möglich, das erhöht ebenso die mechanische Belastbarkeit wie die Zugentlastung, die durch den Anpressdruck der Verschraubung gewährleistet ist.

Das Supra Cables USB Excalibur in der Praxis

Doch zuerst verbinden wir für unseren Tests das zuspielende Laptop und den Vollverstärker/DAC Hegel H360 mit einem Wald- und Wiesen-USB-Kabel. Über die audiophile Playersoftware Audirvana starten wir „Kiss in Blue“ von Yello. Der Track eröffnet mit einem Bass/Drum-Groove, über den eine silbrige Gitarre klar abgesetzte und abgestoppte Akkorde spielt. Weil die Gitarre mit Hall und Echo unterlegt ist, wirkt sie noch effektvoller: Ihre Akkorde schwirren nur so durch den Raum. Nun wiederholen wir diesen Songbeginn mit dem USB Excalibur als Datenkabel – und wir geraten ordentlich ins Staunen: Der Gitarrenton gewinnt an Silbrigkeit, zugleich hat er aber auch mehr klare Kante. Die Stopps sind jetzt schlicht präziser. Auch der Hall ist deutlicher zu hören – und damit ebenso die beeindruckenden Raumreflexionen der Abschläge. Die Rhythmus-Sektion legt gleichfalls zu: Das Schlagzeug ist dynamischer und knackiger, die Conga-Fills mit den atemberaubend schnellen Schlagfolgen der Handflächen und Finger auf den Fellen wirken vitaler.

Die Zuspielung per Laptop nehmen wir mit der audiophilen Playersoftware Audirvana vor.

Die Zuspielung per Laptop nehmen wir mit der audiophilen Playersoftware Audirvana vor.

Volles Verführungspotenzial

Nun haben Yello ihre Landsfrau Heidi Happy eingeladen, sie singt ihre Parts mit weicher, sanfter, einschmeichelnd-umgarnender Stimme. Das volle Verführungspotenzial entfaltet ihr Gesang aber erst mit dem USB Excalibur: Wir scheinen ihr näher sein und hängen ihr akustisch quasi an den Lippen. Wir hören jetzt umso deutlicher kleinste Atmer, ihr Hauchen von Silben, ihre an den Phrasenenden sanft ausgestoßenen s-Laute und die sanften d-Laute, für die sie ihre Zunge an den Zähnen anstoßen lässt. Der auch bei der Stimme besser hörbare Hall sorgt dafür, dass Heidi Happys Gesang noch eindrucksvoller auf uns wirkt. Auch ihre mehrstimmigen Background-Gesänge erscheinen schwebender, ätherischer: Durch die bessere Auflösung und Transparenz bekommen wir einen intensiveren Eindruck des imaginierten Raumes, in den uns die Wiedergabe nun noch realitätsnäher versetzt. Das klappt auch beim Duett-Partner Boris Blank, der aber weder optisch noch stimmlich mit Heidi Happys Betörungspotenzial mithalten kann. Auch das entlarvt das USB Excalibur umso klarer.

Der USB-A-Stecker des Kabels hat Dank der eigens von Supra Cables entwickelten Goldplattierung der Oberflächen besten Kontakt zur Buchse des Laptops.

Der USB-A-Stecker des Kabels hat Dank der eigens von Supra Cables entwickelten Goldplattierung der Oberflächen besten Kontakt zur Buchse des Laptops.

Mehr verstehen, mehr entspannen

Nun wechseln wir Musik und File-Güte: Das von Rachel Podger und ihrem Ensemble Brecon Baroque eingespielte Winter-Largo aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ haben wir als DSD256-File – eine interpretatorisch wie produktionstechnisch exzellente Einspielung. Hier punktet das USB Excalibur direkt bei den beiden nachgesetzten Sechzehntelnoten der zweiten Geigen, die der wunderschönen, getragenen Melodie mit ihrem repetitiven Muster einen aparten Kontrast verleihen. Mit einem Allerweltskabel nehmen wir nur den Strich des Bogens auf den Saiten als gekratzten Rhythmus wahr. Mit dem USB Excalibur wird aus dem Geräusch nun auf einmal ein Ton, den wir klar erkennen können. So erleben wir ihn auch als harmonisch-musikalische Ergänzung des Melodieparts. Aber auch die durchgehend in Achteln gezupften Streicher sind besser zu hören, weil die gesamte Wiedergabe offener und detailreicher ist. So können sich die Orchestermusiker freier entfalten. Das macht den Orchestersatz für uns besser verständlich und sorgt deshalb beim Hören für mehr Entspannung.

Hin zum DAC findet das USB Excalibur Anschluss am USB-B-Port. In diesem Fall ist es der DAC des Hegel H360. Dieser Vollverstärker ist mit eigenem Konverter DAC ausgestattet und dementsprechend auch mit digitalen Schnittstellen.

Hin zum DAC findet das USB Excalibur Anschluss am USB-B-Port. In diesem Fall ist es der DAC des Hegel H360. Dieser Vollverstärker ist mit eigenem Konverter DAC ausgestattet und dementsprechend auch mit digitalen Schnittstellen.

Uhrwerks-Präzision mit allergrößter Laufruhe

Die Instrumente des Ensembles Brecon Baroque wirken dadurch auch konturierter, prägnanter, selbst allerkleinste Imperfektionen sind hörbar: Hier ist eine Saite einmal etwas unsauber angespielt, dort ein Ton minimal zu spät gedämpft. Das macht die Wiedergabe lebendig, hier spielen Menschen aus Fleisch und Blut. Das Zusammenwirken von langen Tönen, gezupften Achteln und nachgesetzten Sechzehnteln ist bereits mit einem geringwertigen USB-Kabel bewundernswert genau, mit dem USB Excalibur verbessert sich jedoch das Timing der Wiedergabe: Nun erinnert das Zusammenspiel und Interagieren geradezu an ein Uhrwerk mit höchster Präzision und allergrößter Laufruhe – und diese größere Stimmigkeit macht sich ebenfalls als noch entspanntere Wiedergabe bemerkbar. Wir haben die Hörsession nach dem ersten Durchgang mit dem Vollverstärker/DAC Hegel H360 noch einmal mit dem CD-Spieler/DAC Accustic Arts Player I wiederholt. Auch im zweiten Durchgang hat der Wechsel zum USB Excalibur die merkliche Verbesserung der Wiedergabe bewirkt.

Das Supra Cables USB Excalibur im Hörtest: Hier verbindet es unser Laptop mit dem Hegel H360.

Das Supra Cables USB Excalibur im Hörtest: Hier verbindet es unser Laptop mit dem Hegel H360.

Fazit

Das Supra Cables USB Excalibur bewirkt Verblüffendes: Die Wiedergabe gewinnt mit diesem Datenkabel an Transparenz und Klarheit, an Dynamik und Vitalität, an Stimmigkeit und Entspanntheit. Dazu punktet das Kabel mit einer ausgezeichneten Material- und Fertigungsqualität. Die attraktive Optik durch das neue eisblaue Design rundet den hervorragenden Test-Auftritt dieses Kabel a. All das gibt es zu einem Preis, der – gemessen an High End-Maßstäben – schlicht sehr gut ist. So ist das USB Excalibur zugleich Portemonnaie-Schoner und Ohr-Verwöhner.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Empfehlung
Preis/Leistung: sehr gut
211120 Supra Cables USB Excalibur-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Supra Cables
USB Excalibur Silver Edition
Produktkategorie:USB-Kabel
Preise:- 1,0 m: 129,00 €
- 2,0 m: 139,00 €
- 3,0 m: 149,00 €
- 4,0 m: 159,00 €
- 5,0 m: 169,00 €
Ausführung:Eisblau
Vertrieb:GEKO, Soest
Tel: +49 2921/96949-20 + 22
www.geko-hifi.de
Abmessungen:- Durchmesser: 7,3 mm
- Längen: 1 m, 2 m, 3 m, 4 m, 5 m
Gewicht:150 g (2 m-Ausführung)
Anschlüsse:
USB-A / USB-B
Standard:USB 2.0 Hi-Speed
Datenübertragungsrate: 480 Mbit/s
Signalrichtung:bidirektional
Wellenwiderstand90 Ω
Geschwindigkeitsfaktor:0,66x C (Lichtgeschwindigkeit)
Leiterquerschnitte:- Strom: 4 x 0,24 mm² sternverdrahtet
- Daten: 2 x 0,24 mm² verdrillt
Litzenanzahl:19 Einzeladern
Aderquerschnitt:0,127 mm
Leitermaterialien:- Strom: verzinntes sauerstofffreies 5N-Kupfer
- Daten: versilbertes sauerstofffreies 5N-Kupfer
Lötzinn:Almit SR-34 Super
Isolierung:kapazitätsarmes PE
Abschirmung:aluminisierte PET-Folie
Mantel:hitze- und alterungsbeständiges PVC
Stecker:Aluminium
Lieferumfang:- Supra Cables USB 2.0 Excalibur Silver Edition
- Transportbeutel
- Etikett mit Vermerk, wer die Lötarbeit am Kabel getätigt hat
Pros und Contras:+ Zugewinn an Transparenz, Räumlichkeit und Plastizität
+ bessere Dynamik
+ größerer Detailreichtum
+ mehr Stimmigkeit und Entspanntheit der Wiedergabe
+ superbe Material- und Verarbeitungsqualität
+ attraktive Optik
+ sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:sehr gut
Getestet mit:- CD-Spieler: Accustic Arts Player I
- Vorverstärker: Accustic Arts Preamp III
- Endstufe Accustic Arts Amp V
- Vollverstärker/DAC: Hegel H360
- Lautsprecher: Audio Physic Midex
- Signalkabel: Viablue NF-S6 Air XLR
- Lautsprecherkabel: Supra Cables Quadrax

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