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Mit nur 121 Gramm ist der Adapt 260 ist das leichteste Headset der EPOS-Familie, den wir bislang im Test hatten. Ein technisches Leichtgewicht ist er deshalb aber noch lange nicht. Angenehmer Tragekomfort, aktive Geräuschunterdrückung und ein leistungsstarker Akku sind nur einige Pro-Argumente für den obendrein supergünstigen Alleskönner von EPOS. Auch klanglich und im Handling ist der Adapt 260 ganz weit vorn …

Auf das Wichtigste reduziert: Der EPOS Adapt 260 wiegt gerade einmal 121 Gramm. Das ist weniger als die Hälfte des Gewichtes eines klassischen Bluetooth-Kopfhörers.

Mobiles Arbeiten, Homeoffice und Shared Workspaces sind längst keine Buzzwords mehr. Die Arbeitswelt im Jahr 2021 ist nicht mehr an das eine Büro gebunden. Handy, Tablet und Laptop sind längst die vorherrschende Gerätegattung in den meisten Haushalten und Mobilität ist das Gebot der Stunde. Und so sollte auch ein gutes Headset inzwischen zur Grundausstattung eines jeden modernen Haushalts gehören. Und zum Glück gibt es auch hier abseits von klobigen Gaming-Headsets und schlecht sitzenden Mono-Earpieces wirklich gute, seriöse Lösungen für moderate Budgets. Mit dem hier vorliegenden ADAPT 260 sollen in erster Linie Anwender in Business-Umgebungen angesprochen werden. Wie sich der Testkandidat in diesem Umfeld macht und womit er sonst noch überzeugen kann, schauen wir uns im Folgenden an.

Das Home Office ist für viele inzwischen der feste Arbeitsplatz. Um hier bequem und möglichst flexibel zu sein, empfiehlt sich der Einsatz eines flexiblen Headsets.

Verlässliche Partner

Entstanden ist die Marke EPOS vor gerade mal anderthalb Jahren. Als Anbieter für Audio-Lösungen konnte man sich im stark umkämpften Markt schnell erfolgreich positionieren. Es finden sich erschwingliche Gaming-Headsets bis hin zu professionellen Business-Lösungen im Angebot. Bei Null musste man dabei nicht anfangen. Startpunkt war das Ende des Joint-Ventures zwischen der Sennheiser electronic GmbH und Demant A/S. Unter dem Dach der Demant-Gruppe fließt das Sennheiser-Know-how nun in die Produkte dieser neuen Marke. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Wer einen verlässlichen Kopfhörer oder ein zuverlässiges Headset sucht, sollte definitiv mal einen Blick auf das Angebot werfen. EPOS hat die Zeichen der Zeit erkannt und konzentriert sich darauf, die Vielfalt an hilfreichen Alltagsbegleitern für das digitale Zeitalter stetig zu erweitern. Während die größeren Geschwister aus der ADAPT-Reihe allesamt durch Allrounder-Qualitäten punkten konnten, handelt es sich bei der 200er-Reihe um ein fast reines Office-Produkt.

Das größere Modell Adapt 360 hatten wir bereits vor einigen Monaten im Test.

Inhalt und erster Eindruck

Bereits in anderen Tests habe ich EPOS für das Verpackungskonzept gelobt. Kein Gramm Zuviel, keine überflüssigen Kartons oder Blister. Und so brauche ich nur Sekunden um mir einen Überblick über das Gelieferte zu verschaffen. Headset, USB-Kabel, Transporttasche und Bluetooth-Dongle. Der erste Eindruck ist gut. Das Headset ist komplett aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Der Mikrofonarm und der Bügel sind aus einem flexiblen Material. Letzterer ist für den Tragekomfort gummiert. Nichts klappert oder wackelt. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl hier ein echtes Office-Tool in den Händen zu halten und nicht irgendein beliebiges Headset. Die Einrichtung läuft gewohnt unkompliziert. Ein etwas vier Sekunden langes Drücken auf die erste Taste am Headset aktiviert den Pairing-Mode. Der Dongle wird gekoppelt ausgeliefert. Ansonsten kann dieser auch mittels Taste in den Pairing-Modus versetzt werden und findet dann seine Verbindung zum Adapt 260.

Die weichen Polster sitzen bequem auf dem Ohr. So trägt man den Adapt 260 auch nach Stunden noch gern.

Stabile Angelegenheit

Zunächst fällt auf, wie leicht das Headset ist. Gerade mal 121 Gramm bringt es auf die Waage! Die Ohrpolster sind aus Kunstleder und liegen angenehm auf. Ein Anpressdruck ist kaum zu spüren. Trotzdem sitzt der Testkandidat ordentlich und fest auf dem Haupt. Dank der in alle Richtungen kippbaren Ohrmuscheln schmiegt er sich wie angegossen an meinen Kopf. Kleiner Blick in die Zukunft: Auch nach Stunden trägt er sich sehr angenehm und ist somit als Begleiter für den Tag im Office bestens geeignet. Der Bügel ist oben nur leicht gummiert. Mehr Polsterung ist aber dank des geringen Gewichts absolut nicht notwendig. Ein bisschen ins Staunen versetzt mich wie stabil der Adapt 260 ist. Ein Brechen des Bügels dürfte nur mit größter Kraftanstrengung – wenn überhaupt – möglich sein. Und ich denke selbst ein versehentliches überfahren mit dem Bürostuhl dürfte der Proband verkraften. Volle Punktzahl für Design und Stabilität.

Dank seiner flexiblen Gelenkkonstruktion passt sich der Adapt 260 ideal an nahezu jede Kopfform an.

Alles unter Kontrolle

Die Steuerung wurde von den großen Geschwistern der EPOS Adapt 500-Reihe übernommen. Das sehr gut durchdachte Bedienkonzept kommt mit drei Tasten aus. Eine davon zum Ein- und Ausschalten des Headsets. Während des Betriebs dient sie der manuellen Stummschaltung. Praktisch, wenn das grad nicht über die jeweils genutzte Software geht. Und wer während dem Teilen des Bildschirms mal niesen musste, kennt diese quälenden Sekunden in denen man genau diese Taste braucht. Der darüber liegende Kippschalter wird zur Lautstärke-Regelung sowie zum Pausieren und Fortsetzen der Medienwiedergabe genutzt. Das letzte Element ist die blaue „Teams“-Taste. Diese findet sich an allen EPOS-Headsets. Wie der Name erahnen lässt, können damit Gespräche in Microsoft-Teams direkt angenommen und beendet werden. Die Funktion ist nicht auf Teams beschränkt und kann genauso in anderen Programmen oder für Gespräche am Handy verwendet werden. Für mich lässt die Steuerung keine Wünsche offen.

Alle Einstellungen werden über die drei Tasten in der Unterseite der rechten Ohrmuschel vorgenommen.

Keine Bindungsängste

Wie bei den anderen Headsets der ADAPT-Familie, ist auch der passende USB-Dongle namens BTD 800 für den Betrieb an jedem Computer dabei. Einer der bemerkenswertesten Punkte am EPOS Adapt 260 ist die Möglichkeit gleichzeitig eine Verbindung zum Dongle und einem weiteren Endgerät herzustellen. Ein gängiges Szenario dürften hier Arbeitscomputer und Smartphone sein. Und das ergibt auch richtig Sinn. Der fliegende Wechsel könnte zum Beispiel so aussehen: Ich habe gerade eine Besprechung im Teams und da klingelt mein Smartphone. Wenn ich nun das Telefonat annehme, wird die Verbindung zum Computer stummgeschaltet und ich bin mit meinem Gesprächspartner am Telefon verbunden. Sobald dieses Gespräch beendet ist, wechselt die Verbindung zum Computer zurück und ich kann mein Gespräch in Teams fortsetzen. Das funktioniert natürlich auch vis-a-vis. Der Dongle ist übrigens auch als USB-C Variante erhältlich. An mobile Nutzer mit kompakteren Endgeräten wurde also ebenfalls gedacht.

Der Adapt 260 lässt sich zeitgleich mit zwei Quellen verbinden. Beispielsweise mit dem Computer und dem Smartphone. Aktiv ist aber immer nur eine Verbindung. Nimmt man beispielsweise ein Telefonat an, wird die Audio-Übertragung zum Computer automatisch unterbrochen.

Hört sich gut an

Aufgesetzt und verbunden lasse ich als etwas Musik laufen, bevor ich mich in den Arbeitstag stürze. EPOS macht keine halben Sachen. Der Adapt 260 klingt sehr angenehm. Ich höre das jüngste Werk des Synth-Pop-Trios Chvrches. „Screen Violence“ stellt ein sehr gelungenes Crossover zwischen dem Sound der Achtziger und Moderne dar und zeichnet sich vor allem durch einen vielschichtigen Sound und die kristallklare Stimme von Lauren Mayberry aus. Und hier zeigt der Schallwandler solide Qualität. Kein Detail geht verloren und ein angenehmer Sound legt sich auf die Ohren. Im Bassbereich darf man keine Wunder erwarten, aber das Fundament stimmt. Nach oben hin bemerke ich eine Absenkung der Höhen. Das erscheint mir sinnvoll um zu verhindern, dass zu viele Höhen die Ohren ermüden lassen. Um zwischendurch etwas Musik zu hören (ohne die Kollegen zu nerven) oder Vorträgen zu lauschen, ist der Testkandidat bestens aufgestellt.

Lasst uns mal drüber reden

Dann mal auf in das erste Gespräch: Der EPOS Adapt 260 ist Teams-zertifiziert. Das bedeutet über die blaue Taste an der Ohrmuschel können Gespräche in der Software angenommen und beendet werden. Damit das Headset erkannt wird, sollte es zuerst mit dem Computer verbunden und danach Teams gestartet werden. Dann funktioniert das aber auch richtig gut. Wie schon nach unserem kleinen Musik-Test zu erwarten war, ist die Audio-Qualität sehr ordentlich. Ich höre alle Teilnehmer glasklar. Die Absenkung der Höhen im ausgegebenen Signal sorgt dafür, dass selbst jemand mit übersteuertem Mikro oder schlechter Verbindung nicht schrill klingt. Die reine Aufnahmequalität des Mikros geht absolut in Ordnung. Der Frequenzgang des Mikrofons reicht bis 8.000 Hertz. Es wird also nicht das komplette Spektrum der Stimme abgebildet, ähnlich wie beim klassischen Telefon. Die Verständlichkeit ist trotzdem über jeden Zweifel erhaben und dürfte keine Wünsche offen lassen.

Wird das Mikrofon hochgeklappt, ist das Mikro automatisch stummgeschaltet.

Ein besonders aufmerksames Mikrofon

Auf der Haben-Seite steht zudem ein Feature, welches das Headset in seiner Preisklasse nochmal ordentlich punkten lässt: Das Mikrofon wurde mit aktiver Geräuschunterdrückung ausgestattet. Diese sorgt dafür, dass Geräusche um einen herum aus dem aufgenommenen Signal ausgeblendet werden und das Mikrofon sich auf die Stimme konzentriert. Auf der Außenseite des Arms befindet sich ein zusätzliches Mikrofon, dass den Umgebungsschall aufzeichnet und mittels Signaldrehung Störgeräusche aus dem aufgenommenen Signal filtert. So kann ich auch bei geöffnetem Fenster zur Rush-Hour telefonieren oder wenn ich mir eben einen Kaffee am sprudelnden Automaten ziehe. Spaßeshalber beschalle ich während eines Gesprächs mit einem Freund den Raum mit der Klangkulisse einer Bahnhofshalle. Gut siebzig Dezibel Lautstärke. Er fragt, ob ich das Fenster offen habe, hat aber jedes Wort verstanden. Nicht schlecht. Und hier ergibt der begrenzte Frequenzgang ebenfalls Sinn, da höhere Frequenzen wesentlich schwieriger zu filtern sind.

Das Adapt 260 ist ein ohraufliegendes, zweiseitiges Bluetooth-Headset mit USB-Dongle, UC-optimiert und für Microsoft Teams zertifiziert.

Mit EPOS-Connect noch mehr Funktionen

Für noch mehr Funktionen und Updates stellt EPOS auf seiner Website die Connect-Software bereit. Diese ist für Windows und MacOS verfügbar und erkennt die angeschlossenen Geräte automatisch. Dabei kann die Konnektivität über USB, Bluetooth oder den Dongle hergestellt werden. Neben Updates und Anleitungen werden auch einige Möglichkeiten zur Anpassung einiger Funktionen geboten. So kann über die Sideton-Option eingestellt werden, wie laut man seine eigene Stimme auf den Ohren haben möchte. Für Menschen die viel telefonieren oder in lauteren Umgebungen sprechen eine, stimmrettende Funktion. Wer Teams nicht nutzt kann den blauen Butten zur Gesprächsannahme auf Zoom oder Skype umstellen. Auch Lautstärkebegrenzung oder abschalten der Voice-Mitteilungen sind möglich. Menschen mit nervösem Finger können alle Einstellungen auch gegen versehentliche Änderungen sperren. Ich finde, man merkt der Software an, dass hier nicht nur eine obligatorische Update-App, sondern ein echter Mehrwert geboten wird.

Dieses Headset ist überraschend robust und für den tagtäglichen Einsatz im Büro und unterwegs geeignet (Herstellerfoto).

Für wen eignet sich der EPOS Adapt 260?

Der Kopfhörer ist als Arbeitsgerät für professionelle Anwendungen konzipiert. Mit hochgeklapptem Mikrofon lässt er sich auch zeitweise als Freizeitkopfhörer nutzen. Um zwischendurch etwas Musik zu hören der Adapt 260 tatsächlich sehr gut geeignet. Das warme, mittenbetonte Klangbild klingt angenehm und hält die Ohren frisch. Das geringe Gewicht und die durchdachten Anpassungsmöglichkeiten des Bügels eignen ihn für jede Kopfform. Die Abschirmung gegen Außengeräusche ist für ein On-Ear Modell ausgesprochen gut. Hervorheben möchte ich noch das Mikrofon mit aktiver Geräuschunterdrückung. Dies ermöglicht auch in lauteren Umgebungen eine sehr gute Verständlichkeit. So ist der Adapt 260 eine klare Empfehlung für alle, die einen verlässlichen Kopfhörer für die Arbeit im (Home-)Office suchen. Für circa 160, 00 Euro wird hier ein richtig gutes Headset geboten, dass kaum Wünsche offen lässt.

Test & Text: Dominik Schirach
Fotos: Roman Maier

Gesamtnote: Preistipp
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:EPOS Adapt 260
Produktkategorie:Stereo-Bluetooth-Headset mit Dongle und Two-Point-Verbindung
Preis:um 160,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:EPOS, Bissendorf
www.eposaudio.com
Prinzip:On-Ear
Gewicht:121 Gramm
Noise Cancelling:Ja
Anschluss:- Two-Point Bluetooth zu Endgerät und Dongle
Reichweite:- bis zu 25 Meter bei Sichtverbindung
Akku-Laufzeit:- bis zu 27 Stunden Sprechzeit
- bis 300 Stunden (Standby)
Bedienung:- via Knöpfen am Kopfhörer
Maximale Ladezeit:- 2 Stunden
Kompatibel mit:- iOS
- Android
Mikrofontyp:Monaural mit aktiver Geräuschunterdrückung
Zertifizierung:- Microsoft Teams
- aptX
Lieferumfang:- Adapt 260 Headset
- USB-A Bluetooth-Dongle
- USB-C Ladekabel
- Transporttasche aus Nylon
- Kurzanleitung
- Sicherhheitshinweise
Pros und Contras:+ Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
+ Stabile, hochwertige Verarbeitung
+ Für Microsoft Teams und UC zertifiziert
+ Konnektivität zu PC und Smartphone gleichzeitig
+ Mikrofon mit aktiver Geräuschunterdrückung für Calls in lauten Umgebungen
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Preis-/Leistunghervorragend

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