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Während der Anfangszeit der Computer wurden Computerspiele zunächst vernachlässigt. Priorität besaß der Einsatz des Rechners als Instrument für Arbeit und Wirtschaft. Die ersten Computerspiele wurden eher nebenbei erstellt. Sie entstanden als Arbeitsprojekte in US-amerikanischen Universitäten. An einen Einsatz als Heimcomputer war noch nicht zu denken. Die ersten Rechner füllten ganze Räume aus und wären für Privatpersonen unerschwinglich gewesen. Mit der Industrie 3.0 und Industrie 4.0 mussten erst noch zwei Industrielle Revolutionen gemeistert werden, bis begehrte Casinos mit Autoplay und ähnliche revolutionäre Konzepte für den Rechner das Licht der Welt erblickten. Erst im Digitalzeitalter von heute sind Raum und Zeit endgültig aufgehoben.

Ab den 1970er Jahren herrschte bei Computerspielen Goldgräberstimmung. In diesem experimentierfreudigen Klima entstanden wegweisende Konzepte (Foto: pixabay.com/AndrzejRembowski).

Die Anfänge

Bis Computerspiele ab den 1970er Jahren zu einem ernsthaften Industriezweig wurden und die Hersteller eine wachsende Gamerszene regelmäßig mit neuen Spielen versorgen konnten, war die Anzahl der verfügbaren Spiele überschaubar. Die ersten Computerspiele entstanden 1946 mit dem Legespiel „NIM“ und „Cathode Ray Tube Amusement Device“ von Thomas Goldsmith mit Lichtschwertern. 1952 folgten „Tic Tac Toe“ (OXO), Dame und das Schachporgramm „Turochamp“, bei dem die Berechnungen noch auf Papier vollzogen wurden.

Tennis for Two und Run auf den Space

Für Aufsehen sorgte 1958 das Computerspiel „Tennis for Two“ anlässlich einer Messe eines Kernforschungszentrums im Bundesstaat New York. Das Tennisspiel wurde auf einem runden Monitor präsentiert und bot den Spielern die Möglichkeit, beim Schlagen den Abprallwinkel des Balles zu beeinflussen. 1962 folgte das Raumschiffduell „Spacewar!“ von Steve Russell. Es sollte der Prototyp für zahlreiche Weltraumformate wie „Space Wars“, „Star Cruiser“ und „Orbit“ darstellen, die in den nächsten Jahren rund um die Mondlandung 1969 und im Zuge der weltweiten Weltraumbegeisterung entwickelt wurden.

Pong: Startschuss für die Automatenära

Als Urknall für die Geschichte der Computerspiele gilt „Pong“ aus dem Jahre 1972. Der Erfinder war Nolan Bushnell, der wenig später die Firma Atari gründete. Das Spiel war eine vereinfachte Version eines Tennismatches mit Punktanzeige und das erste Videospiel, das den Weg in die Spielhallen fand. Zahlreiche Pong-Automaten entstanden in der Folge in einer Zeit, als Spielautomaten noch auf ein einziges Spiel ausgerichtet waren. Die Begeisterung für „Pong“ zeigte, dass der Markt für Computerspiele eine Zukunft haben würde und eine große Nachfrage zu erwarten war. Die 1970er Jahre waren das erste Jahrzehnt einer beginnenden Computerspielindustrie und es entstanden Konsolen und Heimcomputer wie die CBD ColecoVision, der Atari VCS 2600 und die Intellivision von Mattel.

1970er Jahre – Die Computerspielindustrie lernt das Laufen

Damals war viel von Telespielen die Rede. Da es noch keine Monitore gab, mussten die Computer zum Spielen an den Fernseher angeschlossen werden. Zuweilen gab es Folien zum Überkleben des Bildschirms für gleich mehrere Spiele zur Schonung der noch stark limitierten Rechenkraft des Computers. Wichtige Computerspiele in diesem Jahrzehnt waren „Space“ (1971), „Space Race“ und „Galaxy Game“ (1973), der erste Shooter „Maze War“ sowie das erste Autorennspiel „Gran Trak 10“ (beide 1974). Das Reaktionsspiel „Breakout“ (1976) lieferte die Vorlage für ein ganzes Genre und auch das Spiel „Adventure“ (1976) begründete eine Gattung. Mit „Space Invaders“ 1978 gab es einen spektakulären Beitrag aus Japan, mit dem das Land der aufgehenden Sonne seine Ambitionen für den Markt an Computerspielen ankündigte.

1980er Jahre – Computerspiele erobern die Kinderzimmer

Die 1980er Jahre begannen mit „Pac-Man“ spektakulär. Das Computerspiel löste in den USA die sprichwörtliche Pacmania aus. 1982 kam der C64 von Commodore auf dem Markt, der dem Atari als Heimcomputer zunehmend den Rang ablief. 1983 platzte die Blase durch übersteigerte Erwartungen im Rahmen des Hype-Zyklus, die durch eine Reihe schlechter Spiele wie „ET“ (1983) nicht befriedigt werden konnten. Doch die Branche erholte sich rasch und setzte fortan auf mehr Qualität. Wichtige Meilensteine in diesem Jahrzehnt waren „Donkey Kong“ (1981), aus dem sich die Super-Mario-Serie des legendären Shigeru Miyamatu entwickelte, der für Nintendo arbeitete. In Kanada präsentierte der ebenfalls legendäre Sid Meier mit „Pirates“ ein Spiel, das eine ganze Generation wochenlang an den Computer fesselte. Ende der 1980er Jahre führte mit dem Gameboy der erste tragbare Computer in ein neues mobiles Zeitalter ein. Das direkt mitgelieferte Spiel „Tetris“, entwickelt von Alexei Paschitnow, wurde der Sowjetunion nach einem Wirtschaftskrimi abgekauft.

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