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Das neue Betriebssystem von Microsoft, Windows 11, wurde am 4. Oktober 2021 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Damit ist es das erste große Update seit Windows 10 des US-amerikanischen Unternehmens seit 2015. Selbstverständlich hat sich nicht nur der Name geändert. Es wurden in den letzten sechs Jahren auch viele neue Funktionen umgesetzt, die die moderne und hybride Arbeitsumgebung unterstützen sollen. Zugleich wurde besonders darauf geachtet, Vertrautes und Liebgewonnenes der Benutzeroberfläche von der Vorgängerversion beizubehalten. Microsoft postuliert, dass für alle unterschiedlichen Anwenderbedürfnisse eine adäquate Lösung gefunden wurde. Und, dass dieses neue Betriebssystemversion so ganz nebenbei perfekt für Gamer sei. Diese Aussagen wurden von der Fachwelt intensiv diskutiert. Vor allem, ob Windows 11 in Schlüsselbereichen eventuell eine schlechtere Rechenleistung abliefern würde. Also, wo liegen nun die gravierenden Unterschiede zwischen Windows 11 und Windows 10, und wird diese Betriebssystemneuerung das Spielerlebnis beeinflussen?

Die Task Bar und das Start Menu

Die Taskleiste und das Startmenü von Windows 11 sind mit Sicherheit zwei der annehmlichsten Funktionen des neuen Betriebssystems. Ähnlich wie bei MacOS wurden das Startmenü und die Taskleiste zentriert. Darüber hinaus haben die Tools in der Taskleiste die Form von Symbolen, die Sie einfach dort anheften können, um Ihre am häufigsten verwendeten Funktionen sofort griffbereit zu haben. Sie können auch jederzeit die Taskleiste in den Einstellungen ganz links platzieren, solten Sie Schwierigkeiten haben, sich an das neue Aussehen zu gewöhnen. Das neue Startmenü ist im Gegensatz zum Design von Windows 10 einfacher, organisierter und aufgeräumter. Denn die Vorgängerversion konnte viel Platz für Leere bieten, konnte aber auch recht schnell überladen wirken. Zusätzlich hat Microsoft das lange scrollende Programmmenü durch eine statische Liste Ihrer beliebten Apps und Dokumente ersetzt. Ihre Lieblings-Apps können Sie aber jederzeit weiterhin anheften. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen beiden Betriebssystemversionen besteht darin, dass Windows 11 die Unterstützung für Live-Kacheln eingestellt hat. Wer also die Elemente des Startmenüs lieber nutzen möchte, sollte zwangsläufig bei Windows 10 bleiben.

Aus Spielersicht bietet Windows 11 einige überzeugende Verkaufsargumente (Foto: unsplash.com/Bram Van Oost).

Snap-Layouts und Multitasking

Multitasking bedeutet u.a., dass die Rechnerleistung für mehrere Fenster und Registerkarten gleichzeitig zur Verfügung steht. Die Snap-Funktion von Windows 11 bietet mehrere rasterbasierte Layouts, dank der Sie mehrere geöffnete Fenster im Handumdrehen auf Ihrem Bildschirm anordnen können. Neben dem üblichen Side-by-Side-Layout können Sie Ihre geöffneten Apps jetzt auch in Stapeln, Triptycha oder Quadranten anordnen. Bei Bedarf, können Sie aber auch eine einheitliche Fenstergröße oder ein zentrales Bedienfeld mit Seitenleisten verwenden. Microsoft hat auch vor den Verbesserungen der virtuellen Desktops nicht Halt gemacht. So können Sie beliebig viele Desktop-Umgebungen für Ihre unterschiedlichen Aktivitäten erstellen. Dies kommt einem dann bei der Arbeit, beim Gaming oder in der Schule zu Gute. Diese Layout-Einstellungen können auch für spätere Verwendungen gespeichert werden. So können Gruppen von Fenstern mit einem einzigen Klick auch wieder zusammengeführt werden.

Gaming Upgrades

Microsoft bezeichnet sein neue Betriebssystem als „das beste Windows für Gaming“. Die bedeutenden Änderungen werden Sie möglicherweise nicht bei einfachen PC-Spielen oder im Internet beispielsweise beim Spielen in einem Online-Casino feststellen können. Aber die Hardcore-Gamer unter uns werden sich auf eine besondere Eigenschaft von Windows 11 freuen können: Microsoft hat sich in einigen Bereichen Anleitungen für ein verbessertes Spielen bei seiner neuesten Konsole, der Xbox Series S/X, geholt. So wurde beispielsweise das DirectStorage, das die schnellen NVMe-SSDs-Speichermedien verwendet, übernommen. Somit wurde Ladegeschwindigkeit erhöht und die Textur erheblich verbessert. DirectStorage wurde auch in Windows 10 nachgezogen, aber es eignet sich am besten für den Upgrade-Stack der neuersten Betriebssystemversion.

Auto-HDR

Ein weiteres Schlüsselelement der Rundumerneuerung ist Auto-HDR. Es verwendet ML und KI, um jedem Spiel einen HDR-Modus hinzuzufügen. Dabei ist es egal, ob das Spiel HDR hat oder nicht. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Ihr Monitor HDR unterstützt. Nur so werden sie sich an der verbesserten „Aussicht“ erfreuen können. Zusätzlich hat Microsoft die virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) standardmäßig auf den mit Windows 11 vorinstallierten Computern aktiviert. Dies kann aber auch den Nachteil haben, dass VBS die Leistung Ihres Rigs um bis zu 28 Prozent verringern kann – so wird zumindest von den Fachleuten des „PC Gamer“ berichtet. Andere Experten gehen jedoch davon aus, dass die Auswirkungen von VBS im realen Anwendungsfall vernachlässigbar gering sein werden.

Widgets

Diese waren bereits in Windows Vista und einem aktuellen Windows 10-Update vorhanden. Mit der Version 11 können Sie direkt über die Taskleiste auf die Widgets zugreifen. Diese bieten nun eine Reihe von maßgeschneiderten Updates. So können Sie beispielsweise das Wetter, den Verkehr, die Nachrichten oder Ihren Kalender immer im Blick behalten. Wenn Sie auf das Widgets-Symbol klicken, wird auf der linken Seite des Bildschirms ein ausziehbares Bedienfeld geöffnet – ähnlich dem News- und Interessen-Feed von Windows 10. Aber am wichtigsten ist, dass die Widgets als separates transparentes Fenster angezeigt werden. So muss man kein weiteres Fenster öffnen oder in einem hoffnungslos überfüllten Desktop die Übersicht verlieren.

Android Apps

Windows 11 sollte alle Android-Anwendungen nativ über den aktualisierten Microsoft Store zur Verfügung stellen. Gegenwärtig befindet sich Microsoft noch in der Beta-Testphase. Daher ist davon auszugehen, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir diese Ergänzung auch wirklich verwenden werden können. Sobald diese Funktion verfügbar ist, sollte Android in einem separaten Fenster ausgeführt werden und mit den Snap-Layouts zu verwendet sein. So bleibt die Ordnung am Bildschirm bestehen. Apps können dann auch an die Taskleiste angeheftet werden. Jedoch ist noch unklar, ob der Zugriff auf die Apps aus anderen Quellen als Amazon möglich sein wird.

Touch, Pen und Stimmenunterstützung

Windows 11 setzt den unaufhaltbaren Trend zur Mobilfreundlichkeit fort, der bereits mit Windows 8 Einzug gehalten hat. So hat sich nun das Verschieben und die Größenänderung von Fenstern vereinfacht, die Touchfelder wurden vergrößert und eine neue Bildschirmtastatur wurde ebenfalls bereitgestellt. Das verbesserte haptische Feedback bietet eine intuitivere Stifteingabe. Die Spracheingabe erfordert keine zusätzliche Software mehr. Und auch die Spracherkennung, die Spracheingabe und die automatische Interpunktion wurden verbessert. Es ist endlich die Zeit gekommen, in der Sie nicht mehr „Komma“ sagen müssen.

Teams statt Skype

Microsoft hat in der neunen Version auch das kostenlos nutzbare Teams in die Taskleiste integriert, sehr ähnlich wie es Apple mit FaceTime gemacht hat. In Teams werden Sie nun Texte- und Nachrichten verwenden und Sprach- oder Videoanrufe einfacher initiieren können. Die Plattform funktioniert geräteübergreifend. Eben so, sodass Sie mit jedem, der macOS, Android oder iOS verwendet, kommunizieren werden können.

Kompatibilität

Es ist nicht auszuschließen, dass Windows 11 möglicherweise nicht auf älteren Geräten verwendet werden kann, denn die Systemvoraussetzungen haben es in sich. Das Betriebssystem erfordert mindestens 1 GHz oder – noch besser – eine höhere Taktung, mindestens 4 GB RAM, 64 GB Speicher und TPM 2.0. Darüber hinaus muss Ihre Systemfirmware auf UEFI eingestellt und bootfähig sein. Und Ihre Grafik sollte mit DirectX 12 oder höher ausgestattet und mit dem WDDM 2.0-Treiber kompatibel sein. Der Einsatz von mindestens 720p (HD) und 9 Zoll Bildschirmdiagonale sind ebenfalls mehr als empfehlenswert. Wenn Sie sich unsicher sind, welche Systemeigenschaften Ihr Rechner hat, so können Sie die Kompatibilität Ihres Computers mit dem „PC Health Check“ von Microsoft überprüfen. Nach der Installation der Software finden Sie oben ein Kästchen mit der Aufschrift „Introducing Windows 11“. Klicken Sie auf „Jetzt prüfen“, um herauszufinden, ob Ihr Computer kompatibel ist.

Sollten Sie jetzt upgraden?

Microsoft hat das Versprechen gegeben, bis Mitte 2022 Updates für alle kompatiblen PCs zur Verfügung zu stellen. Sie können jedoch jetzt bereits den Installationsassistenten verwenden, wenn Sie Windows 11 installieren wollen, vor allem dann, wenn Ihr PC die Mindestanforderungen erfüllt. In Summe haben Sie aber nur zehn Tage Zeit, um das neue Betriebssystem auszuprobieren. Danach müssen Sie sich entscheiden, ob Sie es behalten oder zu Windows 10 zurückkehren möchten. Sollten Sie ein Upgrade durchführen, so ist es vorteilhaft zu wissen, dass Sie mit Windows 11 Ihr Hintergrundbild nicht synchronisieren können. Weiters nicht mehr an Bord sind das Math Input Panel, der Internet Explorer, der 3D-Viewer, Paint 3D, OneNote und Skype. Falls Sie diese Programme aber dennoch verwenden wollen, so können Sie diese Anwendungen später immer noch separat herunterladen.

Aus Spielersicht bietet Windows 11 einige überzeugende Verkaufsargumente. Aber eventuell möchten Sie noch abwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln, bevor Sie „aufs Ganze“ gehen. Aber wieso sollte man das neue Windows nicht ausprobieren? Es spricht eigentlich fast nichts dagegen. Außer, dass das neue Betriebssystem möglicherweise die Leistung Ihrer bevorzugten Software beeinträchtigen könnte. Schließlich handelt es sich um ein Upgrade!

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