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Wer seine Anlage liebt, der gönnt den Komponenten eine saubere Verbindung. Die Firma Viablue aus dem baden-württembergischen Malsch ist seit nun über 20 Jahren darauf spezialisiert, Kabel, Verbinder und anderes schlaues Zubehör zu entwickeln, mit denen man seine Liebe zur HiFi-Anlage voll ausleben kann.

Wir hatten sowohl die Cinch– als auch XLR-Variante des NF-S1 im Test. Weitere Versionen
(wie beispielsweise Klinke-auf-Cinch oder Cinch-auf-XLR) bietet Viablue aber auch an.

Das Thema “Kabel” ist ein heiß diskutiertes. Die HiFi-Gemeinde verrennt sich teilweise recht intensiv in der Kabeldiskussion. An dieser Diskussion beteiligen wir uns aber nicht. Wir gehen so unvoreingenommen wie möglich an die Sache heran und betrachten lieber, was sich die Entwickler überlegt haben und wie viel Freude und gutes Gefühl es bringt, wenn man Geld in die saubere, gewissenhafte Verbindung seiner HiFi-Komponenten steckt.

Viablue

Seit über zwei Jahrzehnten fertigt und vertreibt das Team um Jörg Loidl hochwertige Kabel und Spikes, Terminals sowie die hauseigenen Steckverbinder. Im Prinzip kann man bei Viablue sowohl das fertige Produkt als auch alle Bestandteile desselben bekommen. Der Großteil dieser Produkte wird direkt am Standort in Deutschland gefertigt, was hinsichtlich kurzer Lieferwege in mehrfacher Hinsicht absolut zu begrüßen ist. Durch Anbieten dieser großen Produktpalette konnte Viablue bereits viele Kunden im Consumer– und Pro-Bereich für sich gewinnen. Das liegt zum einen an der hohen Qualität der handgefertigten Produkte, zum anderen auch an der fairen Preisstruktur. Klar, Kabel gibt es günstiger auch woanders, aber es wird schwer, “Made in Germany” mit einem solchen technischen und Qualitätsanspruch in diesen Preisregionen zu finden. Viablues NF-S1-Kabel beginnen bei ca. 150 Euro für den halben Meter und sind damit immer noch moderat bepreist – insbesondere, wenn man beachtet, was man dafür bekommt.

Qualität made in Germany – dafür steht Viablue und beweist das auch bei den NF-S1-Kabeln zweifellos.

Das Kabel an sich

Im ersten Gedankenschritt ist immer alles einfach. Strom geht ja eigentlich durch jedes Kabel durch, aber leider gibt es ungewünschte Nebeneffekte, die gerade bei empfindlichen Komponenten wie Plattenspielern, Phono-Vorstufen und DACs eine Rolle spielen und deren volles Potential beeinträchtigen können. Erstmal hat jedes Kabel einen gewissen elektrischen Widerstand, der durch die Leitfähigkeit des verwendeten Materials bestimmt wird. Bei Wechselspannung – und ein Musiksignal ist immer eine Wechselspannung – kommen noch zwei weitere Arten des elektrischen Widerstands hinzu, die unangenehmer weise auch noch frequenzabhängig sind: Induktivität und Kapazität. In Schaltbildern wird das durch Spulen beziehungsweise Kondensatoren repräsentiert. Elektrisch ist das so: Eine Spule wird eingesetzt, um hohe Frequenzen zu dämpfen (beispielsweise in einem Lautsprecher, um den Tieftöner herauszufiltern). Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, der auch bei den Viablue-Kabeln gilt: Man kann jetzt tatsächlich ein Kabel als eine lange Spule mit nur einer Windung betrachten.

Fehlerteufel Impedanzanpassung

Zusätzlich bildet sich zwischen zwei elektrischen Leitern auch eine Querkapazität aus, die wiederum dafür sorgen kann, dass hohe Frequenzen gedämpft werden. Diese Effekte sind meiner Meinung nach, zumindest theoretisch, bei Signalkabeln zwischen Vor– und Endverstärker oder Quellgerät und Vollverstärker (der eigentlichen Hauptanwendung eines Cinch– beziehungsweise XLR-Kabels ist) nicht so stark. In der Regel wird von einer sehr niederohmigen Quelle über das Kabel in den sehr hochohmigen Eingang eines Verstärkers gespeist. Im Vergleich zu den vielen Kilo-Ohm eines Signaleingangs sind die beschriebenen Verlustwiderstände verschwindend klein. Aber nicht vergessen: Weg sind sie deshalb nicht. Und außerdem gibt es ja noch klangverschlechternde Phänomene wie Wirbelstromverluste im Kabel, die unabhängig von dessen Länge auftreten. Gerade weil man nie sicher sein kann, dass die Impedanzanpassung zwischen den verbundenen Komponenten absolut optimal ist, darf das Kabel keinerlei Fehlerquellen hinzufügen. Schließlich können die mit verstärkt werden, wenn man beherzt am Lautstärkeregler dreht.

Die hauseigenen T6s-Stecker haben sich über Jahre bewährt und sind ein absolutes Qualitätsmerkmal.

Feiner Stoff

Neben der bloßen Materialauswahl ist jedoch auch die Geometrie eines Kabels wichtig, um diese Effekte zu minimieren. Viablue verdrillt die beiden signalführenden Leiter im Inneren, sodass sie nur an wenigen Stellen parallel zueinander sind. Dadurch minimiert man schonmal die Querkapazität beträchtlich. Nichtsdestotrotz haben die Malscher natürlich darauf geachtet, dass neben der reinen Geometrie des Kabels, auch die Materialauswahl und -qualität von hoher Güte sind. Deswegen kommen in den NF-S1-Kabeln verschiedenen Materialien zum Einsatz, die durch langjährige Erfahrung ihren Weg in die Produkte fanden. So nutzt man ausschließlich OFC-Kupfer, das obendrein verzinnt wurde, um einen langjährigen Schutz gegen Korrosion zu bekommen. Um die beiden Innenleiter winden sich zwei weitere versilberte Leiter, die als Spiralschirm dienen. Zusätzlich befinden sich um dieses Konstrukt noch vier abwechselnde Schichten Kunststoff- und Alufolie, die eine weitere wirksame Schirmung gegen jegliche Einflüsse von außen bieten und gleichzeitig eine gute Flexibilität des Kabels erhalten.

Die ebenfalls von Viablue stammenden Cinch-Stecker saugen sich quasi an den Buchsen fest und kontaktieren ebenfalls exzellent.

Zwei in eins – meins

Um das Kabel zu schützen und ihm eine feine Optik zu verleihen, sind die beiden Leiter für den jeweils linken und rechten Kanal in einem gemeinsamen Geflechtschlauch untergebracht, den Viablue “Cobra” nennt und der tatsächlich ein wenig an dieses edle Tier erinnert. Durch das Zusammenführen in einem Schlauch verhindert man zu viel Kabelchaos an den Geräten, was mir sehr entgegenkommt. Wenn ich an meine Standard-Heimverkabelung denke, erwächst in mir definitiv der Wunsch, 1-2 Sätze von Viablue NF-S1-Stereokabeln zu verwenden. Es sieht dann einfach super aus, bleibt übersichtlich und darf ruhig gezeigt werden. Viablues massiver Splitter teilt die beiden Leiter kurz vor dem Quell– beziehungsweise Endgerät wieder auf. Außerdem trägt er stark zu dem Vertrauen bei, das man nach genauer Inspektion des Kabels gewinnt. NF-S1-Besitzer können mit Stolz zeigen, dass Ihnen jedes Detail ihrer Anlage wichtig ist und des entsprechend hochwertig bestückt ist.

Der “Cobra” getaufte Geflechtschlauch schützt die Kabel wirkungsvoll und verleiht ihnen die charakteristische Viablue-Optik.

Symmetrisch und unsymmetrisch

Die NF-S1-Serie gibt es sowohl in symmetrischer als auch unsymmetrischer Ausführung (mit XLR– beziehungsweise Cinch-Steckern) und jeweils als Mono– oder Stereo-Kabel. Ich habe die Stereo-Variante vorliegen, die mit knapp 2 Zentimetern dicker ausfällt, weil ja zwei Kabel in einem Schlauch zusammengefasst sind. Verwendet habe ich beide zwischen meinem D/A-Wandler und Vollverstärker, da beide Geräte sowohl XLR– als auch Cinchbuchsen bieten. Welche zu bevorzugen ist? Kommt darauf an. Ich bin jetzt kein bedingungsloser Verfechter ausschließlich symmetrischer Verbindung. Zum einen, weil man ja oft (Vor–)Verstärker findet, die zwar XLR-Eingänge haben, intern aber gar nicht symmetrisch arbeiten. Zum anderen, weil sich die Vorteile in der heimischen Anlage gegenüber Studio-Anwendung mit ewig langen Kabelwegen relativieren, da hier die Signalwege meist nur sehr klein sind.

Die im “Cobra”-Mantel zusammengefassten Signalkabel sind auch innerhalb des Geflechtsschlauches verdrillt, um trotz der unmittelbaren Nähe zueinander nicht parallel zu verlaufen.

Viablue NF-S1 – Kabel für jede Anlage

Theoretisch ist es so, dass durch die Art der Signalführung (ein Leiter für das Musiksignal, ein weitere für dasselbe, aber invertierte Musiksignal) neben dem verdoppelten Signalpegel auch technisch bedingt eine Auslöschung von Störungen erreicht wird. Hinzu kommt noch, dass keinerlei Probleme mehr mit einem Massebezug auftreten. Pin 1 der XLR-Verbindung, also der Schirm des Kabels, wird einfach in jedem Gerät direkt neben der Buchse ans Gehäuse angeschlossen und ist so quasi immer direkt am Schutzleiter. Ich habe jedoch über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass die symmetrische Kabelführung die Muskeln nur dann so richtig ausspielt, wenn die Kette von Anfang bis Ende symmetrisch ist. Wer also konsequent bei der Auswahl seiner Komponenten auf Symmetrie geachtet hat, sollte unbedingt die XLR-Variante von Viablues NF-S1 wählen. Ansonsten kann man mit gutem Gewissen und ohne Verluste gern auch auf die RCA-Variante setzen.

Der “Splitter” trennt die beiden Signalkabel wieder auf, ist massiv, toll aussehend und bestärkt den Qualitätsanspruch von Viablue.

Klangverbesserung

Die Frage ist natürlich: Sind diese Unterschiede so gravierend, dass man das tatsächlich hören kann? Und das, ohne es sich unbedingt einbilden zu wollen? Schließlich muss ich am Ende der Betrachtungen schon zugeben, dass es recht schwierig ist, gravierende Einflüsse von Kabeln völlig isoliert zu bewerten. Bleibt nur eins: Den eigenen Ohren vertrauen. Im Vergleich zu meinen ordentlichen Kabeln aus dem Studio-Zubehör (welche in der Regel gut, aber günstig sind) konnte ich eine spürbare Steigerung der wahrgenommenen Hochtonenergie hören. Mein System spielte einfach frischer, entspannter, feiner auflösend. Und als schönen Nebeneffekt einer klareren Hochtonwiedergabe baut sich eine sauberer gestaffelte Bühne auf, wodurch das Klangbild noch weiter aufgewertet wird. Das ist schon eine feine Sache. Es lohnt sich also zweifellos, NF-S1-Signalkabel zu verwenden, auch aus klanglicher Sicht.

Fazit

Egal, welche Verbindung ihr mit euren Komponenten realisieren könnt, die NF-S1-Kabel sorgen für besten Kontakt. Gerade mit den Stereo-Varianten lässt sich eine aufgeräumte Optik an den Anschlussfeldern realisieren und man kann sich sicher sein, dass die durch intelligentes Engineering und über Jahre gereifte Materialauswahl und Geometrie klanglich nichts auf der Strecke bleibt. Die heißgeliebte Anlage wird es einem danken und ihr Potenzial voll entfalten.

Test & Text: Christian Rechenbach
Fotos: lite-magazin.de

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Viablue NF-S1 Cinch & NF-S1 XLR
Produktkategorie:Signalkabel Cinch/ XLR
Preise:Cinch: ab 148 Euro
XLR: ab 200 Euro
Garantie:2 Jahre
Längen:50, 100, 200, 300, 500, 800 cm
Vertrieb:Viablue, Malsch
07246 943112
www.viablue.de
Stecker:Viablue T6s Cinch/ XLR (Stecker und Buchse)
Querschnitt:18 mm
Features:- OFC-Kupfer
- doppelter Alu-Schirm
- "Cobra"-Geflechtschlauch
- Viablue Splitter
Pro & Contra:+ exzellente klangliche Eigenschaften
+ hochwertige T6s-Verbinder
+ sehr gut verlegbar
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Oberklasse
Preis/Leistungsehr gut

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