lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

von

Redakteur
English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

BenQ präsentiert einen exzellenten Gaming-Beamer mit 4K und HDR, der dank LED-Lichtquelle für einen langjährigen Dauereinsatz wie geschaffen ist. Mit Stereo-Lautsprechern und geringem Input-Lag ist er für Zocker optimiert. Wie gut sich der Projektor darüber hinaus im Heimkino schlägt, hat uns total positiv überrascht.

Der BenQ X3000i erscheint mit handlicher Fernbedienung und überaus kompakten Abmessungen. (Foto: Michael B. Rehders)

Mehrere Welten vereinen: Zahlreiche Heimkino-Fans und Zocker wünschen sich einen kompakten Beamer, der sowohl für anspruchsvolle Games als auch für 4K/HDR-Spielfilme optimiert ist. Vor dem Hintergrund finden wir diesen Wunsch nachvollziehbar, dass immer häufiger auf der Großbildwand rasante Action-Spiele durchgeführt werden und abseits davon, Live-Sport und Kinofilme erlebt werden. Nun gibt es zahlreiche Projektoren, die speziell für Gamer entwickelt worden sind oder für ambitionierte Heimkinobesitzer. In beiden Fällen sind die meisten dieser Lichtbildwerfer Spezialisten in ihren Bereichen. Die Folge ist, dass üblicherweise Abstriche gemacht werden müssen, wenn beispielsweise ein Gaming-Beamer Spielfilme projiziert, weil das Anforderungsprofil ein gänzlich anderes ist. Es gibt aber auch Allrounder, die beide Disziplinen sehr gut beherrschen. An dieser Stelle kommt der BenQ X3000i buchstäblich ins Spiel. Die Ingenieure haben nämlich an alles gedacht, als sie diesen Projektor entwickelt haben. Schauen wir uns mal die Details genauer an, die dieser kompakte Beamer unter seiner Haube besitzt.

Styling

Der BenQ X3000i erreicht unsere Redaktionsräume gut geschützt in einer puristischen Verpackung. Mit Maßen von 19,7 x 27,2 x 25,9 Zentimetern ist er überaus kompakt. Sein Gewicht von 6,4 Kilogramm finden wir ihn noch leicht genug, um ihn spontan mitzunehmen. Beispielsweise zu Freunden oder auf die Terrasse für den Großbildspaß. Das eingelassene treVolo-Soundsystem besitzt 2 x 5 Watt Lautsprecher. Das ist nominell nicht viel, sollte aber allemal ausreichen für die adäquate Beschallung unterwegs. Da der Projektor leicht nach oben abstrahlt, findet er seinen Platz auf Höhe der unteren Leinwandkante. Wer ihn dauerhaft über der Leinwand platzieren möchte, kann das ganz leicht umsetzen, ohne eine teure Deckenhalterung zu erwerben. Der Projektor wird dafür einfach überkopf ins Regal oder auf einen Schrank gestellt. Die passenden Füße für diese außergewöhnliche Aufstellung gehören zum Lieferumfang dazu. Überaus durchdacht finden wir die Anbringung des Wi-Fi-Sticks. Dieser verschwindet gänzlich und somit unsichtbar im Gehäuse.

Alle Anschlussterminals befinden sich auf der Rückseite des Projektors. Eine der beiden HDMI-2.0-Schnittstellen unterstützt ARC (Audio Return Chanel), um den Ton der via Apps empfangenen Inhalte zum AV-Receiver zu übertragen. (Foto: Michael B. Rehders)

Umfangreiche Ausstattung

Der BenQ X3000i ist ein Ein-Chip-DLP-Projektor mit neuem 0,65-Zoll-DMD und nativer Full-HD-Auflösung, der erstmals in einem 4K-Projektor verbaut worden ist. Via XPR-4-fach-Shift-Technologie können bis zu 3.840 x 2.160 Pixel entgegengenommen, verarbeitet und sequentiell projiziert werden. Die aktuelle HDR-PRO-Technologie unterstützt HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma), so dass Spielfilme, Live-Sport, TV-Serien und Games in High Dynamic Range von 4K-Blu-ray, Streaming-Portalen und Spielekonsolen hochauflösend mit einem statischen Tone Mapping projiziert werden. Verschiedene Bildmodi für Gamer und Kinofans sind implementiert. Zocker profitieren beispielsweise beim „FPS“-Modus davon, dass dunkle Bereiche aufgehellt werden, so dass Feinde in dunklen Schatten gut erkennbar sind. Für den Filmgenuss schalten wir in den „Cinema“-Modus. Hier werden natürliche Farben gewährleistet, ohne dass nennenswerte Anpassungen nötig sind. Das 1,3-fache Zoom-Objektiv ist groß genug bemessen, um den Projektor flexibel zu positionieren. 2D Keystone eliminiert störende Trapezeffekte. Ein WiFi-Dongle zur Anbindung des X3000i ins eigene Netzwerk ist ebenfalls vorhanden.

Alle relevanten Tasten zur Steuerung des BenQ X3000i sind in der linken Seite eingelassen. Das bezieht die Regler für Zoom und Schärfeeinstellung mit ein. (Foto: Michael B. Rehders)

Smartfunktionen und Apps

Der zum Lieferumfang gehörende WiFi-Dongle wird unter der oberen Klappe des Gehäuses eingesteckt und mit Strom versorgt (siehe Installation unten). Während unseres mehrtägigen Testprozederes bleibt die Verbindung stabil, ohne dass es auch nur einmal zu Übertragungsproblemen kommt. Die Auswahl an vorinstallierten Apps ist übersichtlich. Der Nutzung von Disney+, DAZN, Amazon Prime Video, YouTube und zahllosen Mediatheken ist gewährleistet. Über den Google Play Store lassen sich weitere beliebte Tools ganz leicht installieren. Netflix gehört aus Lizenzgründen nicht dazu. Wer diesen beliebten Streaminganbieter nutzen möchte, kann sich mit einem Notebook oder Tablet behelfen, welches mit dem X3000i via HDMI verbunden wird. Über den eigenen Netflix-Account können auf diese Weise die Inhalte zu Beamer übertragen werden. Die Sprachsteuerung für die App-Nutzung gelingt zuverlässig. Wir sagen zum Beispiel: „Amazon Prime Video“, oder „YouTube.“ Schon öffnet der BenQ X3000i diese Apps.

Die moderne Kacheloptik von Smartfunktionen und Apps kennen wir auch von anderen Android-Geräten. (Foto: Michael B. Rehders)

Leichte Installation

Die Inbetriebnahme macht BenQ dem Nutzer wie gewohnt angenehm leicht. Zunächst wird der WiFi-Dongle unter dem Gehäusedeckel in den dafür vorgesehenen HDMI-Port eingesteckt und mit einem kleinen USB-Kabel verbunden. Anschließend verbinden wir Spielkonsole und AV-Receiver, schon beginnt der XXL-Großbildspaß. Eine 2,50 Meter breite 16:9-Leinwand wird aus einer Entfernung von 2,87 bis 3,75 Meter vollständig ausgeleuchtet. Wir betreiben ihn auf einem Tisch, der sich auf Höhe der Leinwandunterkante befindet. In unserer Schreibstube stellen wir ihn später einfach auf das Sideboard und werfen ein drei Meter breites Bild auf die gegenüberliegende Wand. Die Navigation durch das übersichtliche On-Screen-Menü gelingt zügig. Die Begrifflichkeiten wie Helligkeit, Kontrast, Farbe sind selbsterklärend. Der Bildmodus „Cinema“ eignet sich vortrefflich für eine präzise Farbdarstellung, um Kinofilme in SDR und HDR zu projizieren. Für Games, SDR- und HDR-Inhalte können übrigens beliebige Einstellungen vorgenommen werden, in die der X3000i automatisch schaltet, sobald ein entsprechendes Signal anliegt.

Mit einem Schraubendreher werden zwei Kreuzschrauben entfernt und die Klappe auf dem X3000i lässt sich abheben (Foto oben). Anschließend wird der WiFi-Dongle in die HDMI-Buche eingesteckt (unten links). Am Ende wird der Stick mittels eines beiliegenden USB-Kabels noch mit Strom versorgt (unten rechts). Jetzt noch die Klappe schließen und verschrauben, schon ist der BenQ X3000i für WLAN vorbereitet. (Fotos: Michael B. Rehders)

Langlebige LED-Lichtquelle mit Autokalibrierung

Ein weiteres Highlight ist die 4-LED-Lichtquelle im X3000i, die bis zu 20.000 Stunden (Normal Modus) läuft, bevor diese 50 Prozent an Lichtausbeute verliert. Um diese lange Laufzeit mal in Zahlen zu veranschaulichen: Wer täglich 4 Stunden zockt oder jeden Tag zwei Spielfilme mit 2 Stunden Laufzeit schaut, kann den Projektor über 13 Jahre nutzen, bis dieser die Hälfte seiner Lichtleistung verliert. Danach kann er selbstverständlich weiter betrieben werden. Da LEDs aus physikalischen Gründen einem Alterungsprozess unterworfen sind, bietet BenQ eine automatische Farbkalibrierungsfunktion im Lichtweg des X3000i. Hintergrund: Die rote LED verschlechtert sich bei längerer Nutzungsdauer normalerweise schneller als die anderen. Die Folge ist eine grün-blaue Tönung der projizierten Inhalte. Die automatische Farbkalibrierung verhindert dieses Phänomen, indem sie die anderen LEDs entsprechend farblich anpasst. Die automatische Kalibrierung kann im Menü ein- und ausgeschaltet werden.

Wird „Großer Farbraum“ im Bildmenü des BenQ X3000i eingeschaltet, wird der HDR-Farbraum vollständig abgedeckt. Damit wird „West Side Story“ von der 4K-Blu-ray originalgetreu reproduziert.

Großer Gaming-Spaß

Heute steht unser Formel-1-Rennen in Monaco an. Der Input-Lag des BenQ X3000i beträgt 4 Millisekunden bei Inhalten mit 1080p bei 240 Hertz. 4K-Inhalte können bis zu 60 Hertz projiziert werden. Allerdings steigt dann der Input-Lag auf 16 Millisekunden. Wir haben beide Varianten ausprobiert und sind begeistert ob der superschnellen Reaktionszeit. Auf Befehle am Controller reagieren die Renner auf der Leinwand unverzüglich. Sie lenken sofort in die Kurven ein, Gas geben, Bremsen, alles funktioniert in Echtzeit. Während unsere Renner am Casino vorbei jagen, sind sie hervorragend zu sehen. Nichts verschwimmt, verschmiert oder stottert. Der BenQ lässt sich nicht aus dem Tritt bringen. Völlig souverän zeigt er die Fahrzeuge, die durch den Tunnel rasen. Lichtspiegelungen auf den Chassis sehen originalgetreu aus. Als am Ende des Tunnels die Sonne auf die Rennstrecke knallt, bleibt der X3000i völlig unbeeindruckt. Klar und deutlich schält er Leitplanken und Zuschauer heraus. Das ist Racing!

Spielfilme in Full-HD, wie „Tom und Jerry“, werden vom BenQ X3000i mit natürlichen Farben auf die Leinwand geworfen.

Blockbuster in lebendigen Farben

Inhalte mit 24, 50 und 60 Hz werden originalgetreu projiziert. Dem BenQ ist Pulldown-Ruckeln fremd. Eine Zwischenbildberechnung (FI) ist nicht vorhanden. Der so genannte Regenbogen-Effekt (RBE) spielt fast keine Rolle, da die LEDs extrem schnell schalten. Diesbezüglich haben wir bislang noch keinen besseren Ein-Chip-DLP-Projektor gesehen. Selbst in schwierigen Szenen können wir kein Blitzen ausmachen. „West Side Story“ wird messerscharf und strahlend hell auf unserer Leinwand abgebildet. Bis zum Rand gibt es keinen nennenswerten Lichtabfall, dank der exzellenten Ausleuchtung. Nachtaufnahmen bestechen durch den guten Kontrast. Wenn Maria auf der Feuerleiter steht und „Tonight“ singt, wird ihr weißes Kleid mitsamt dem roten Gürtel klar und deutlich abgebildet. Die Ziegelsteine der Mauern sind bestens erkennbar. Während der Tageslichtaufnahmen kommen die natürlichen Farben zur Geltung. Darüber hinaus funktioniert HDR weitgehend ordentlich. Das statische Tone Mapping gefällt durch seinen überzeugenden Look. Nur selten brauchen wir im Menü Anpassungen vornehmen.

Mit der Neuverfilmung von „West Side Story“ hat sich Stephen Spielberg 2022 einen Traum erfüllt. Die wunderbaren Farben des Films in der 4K-Version werden vom BenQ X3000i präzise reproduziert.

Der gute Ton

Wer unterwegs eine Runde zocken oder ein Spiel der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft erleben möchte, will auf den dazugehörigen Ton sicherlich nicht verzichten. Daher haben wir uns dem Soundsystem von treVolo im BenQ X3000i etwas intensiver gewidmet. Die 2 x 5 Watt Stereolautsprecher können es mit günstigen Flat-TV-Speakern allemal aufnehmen. Die Pegel reichen aus, um einen Raum mit 20 Quadratmetern in Kinolautstärke zu beschallen. Dass wir hier nicht den Druck von ausgewachsenen Standlautsprechern erwarten können, ist uns natürlich bewusst. Stimmen sollten aber schon klar und deutlich verständlich sein. Diesbezüglich zeigt der BenQ, was er kann: Männerstimmen tönen sonor, Frauenstimmen sind frei von Zischlauten und erstklassig zu verstehen. Höhen und Mitten werden ordentlich reproduziert. Grundton und Tiefbass sind hingegen kaum zugegen. Wer höhere Ansprüche hat, sollte zu einem guten 5.1-System greifen, um das große Bild adäquat zu beschallen. Für mobilen Spiele-Spaß und spannende Sportübertragungen reicht das treVolo-System aber allemal.

Alles dabei: Zur Ausstattung des BenQ X3000i gehören die Fernbedienung mit Sprachsteuerungsfunktion, ein WiFi-Stick für Smartfunktionen und Apps, die Standfüße für die Überkopfinstallation und zwei Broschüren mit Installationshinweisen. (Foto: Michael B. Rehders)

Fazit

Mit dem X3000i ist BenQ ein großer Wurf gelungen, denn der Projektor vereint moderne und langlebige LED-Lichttechnik mit kontrastreichen Bildern und natürlichen Farben. Der kompakte 4K-Projektor ist topp geeignet für unterwegs und schafft es mit Smartfunktionen, Apps und seiner Aufstellungsflexibilität, Games, Spielfilme und Live-Sport zu einem Erlebnis werden zu lassen. Anspruchsvolle Cineasten und Zocker sollten sich diesem Allrounder unbedingt anschauen, wenn sie eine Neuanschaffung planen.



Test, Text & Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 87/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

87 of 90

88 of 90

86 of 90

Technische Daten

Modell:BenQ 
X3000i
Produktkategorie:Gaming-Projektor
Preis:1.899 Euro
Garantie:3 Jahre
Ausführungen:- Weiß
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
0208 409420
www.benq.de
Abmessungen (H x B x T):197 x 272 x 259 mm
Gewicht:6,4 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:3.000 Lumen (Herstellerangabe)
Bildauflösung:1.920 x 1.080 Pixel nativ
(3.840 x 2.160 via XPR-Shift)
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe/Transmitter:ja/ ja
3D-Brillenein
Zwischenbildberechnung:nein
Eingänge2 x HDMI
1 x USB-C
- WLAN (via Dongle)
Ausgänge:1 x 3,5mm Klinkenausgang
1 x S/PDIF koaxial
Lieferumfang:1 x X3000i
1 x Fernbedienung (inkl. Batterien)
1 x WLAN-Dongle
2 x Standfüße
1 x Stromkabel
1 x Bedienungsanleitung
Pro & Contra:+ langlebige LED-Lichttechnik
+ Smartfunktionen mit App-Unterstützung
+ kompakt und mobil
+ sehr gute Farbdarstellung
+ sehr scharf
+ sehr hell
+ Sprachsteuerung
+ 24 Hz originalgetreu

- wenige Apps vorinstalliert
- kein Netflix
Benotung:
Bildqualität (50%):87/90
Praxis (25%):88/90
Ausstattung (25%):86/90
Gesamtnote:87/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt