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EIZO hat seine Produktpalette um zwei Full-HD-Monitore erweitert. Dem EV2490 habe ich in diesem Test einmal auf den Zahn gefühlt. Dabei leistet sich der Office-Monitor – wie von EIZO gewohnt – kaum Schwächen. Dafür liegt der Preis für ein so gut ausgestattetes Gerät aber auch auf einem anderen Niveau als der Großteil der Konkurrenz. Obwohl ich anfangs aufgrund der geringen Auflösung und Größe sehr skeptisch eingestellt war, hat mich der der 24-Zöller auf dem Schreibtisch aber aufgrund seiner Performance überzeugen können. Ob er sich auch gegen die Mitbewerber durchsetzen kann, hängt davon ab welche Anforderungen man an einen Bildschirm und seine Anschlussmöglichkeiten stellt. Für den Einsatz am klassischen Büroarbeitsplatz oder im Home-Office sprechen aber einige Funktionen, die man sonst eher selten findet.

Gerade wenn ein Laptop einen stationären PC ergänzen soll, lässt sich der EV2490 gut einsetzen.

EIZO ist ein japanisches Unternehmen, das seit 1968 Displays und Monitore produziert und gleichzeitig das japanische Wort für „Bild“. Im Gründungsjahr stellte das Unternehmen noch unter dem Namen Hakui Electric Corporation Schwarz-Weiß-Fernseher als OEM-Hersteller für den japanischen Markt her. 1978 fanden die Monitore eine weite Verbreitung in Arcade-Automaten für Videospielhallen, zum Beispiel für das Spiel Space Invaders. Im Rahmen der Globalisierung gründete der Hersteller 1984 die Hitec Associates Ltd., aus der später die Eizo Corporation hervorging. Ein Jahr später vertrieb EIZO seine Monitore endlich unter eigenem Label: In den USA als Nanao und in Europa unter dem bekannten Namen EIZO. 1992 produziert EIZO bereits die ersten LCD-Monitore, damals noch mit 10,4 Zoll Bildschirmdiagonale. An den FlexScan L23, der 1997, eines der ersten massenhaft produzierten Flachbildschirme, kann ich mich noch lebhaft erinnern. Mit seinem 13,8 Zoll-Display ersetzte er auch den damals tonnenschweren 21 Zoll-Röhrenmonitor auf meinem Schreibtisch.

Einmal auspacken und zusammenbauen

Der EIZO EV2490 kommt in einem angenehm kompakten Karton daher. Im Inneren wurde weitestgehend auf Styropor und Plastik verzichtet. Lediglich die geschäumte Schutzfolie um den Monitor und der zugehörige Standfuß bestehen aus Kunststoff. Dabei macht schon die Kartonverpackung richtig Freude. Man merkt hier gleich, dass der Hersteller mitgedacht hat. Wenn man, wie wir Tester meist, mit einer scharfen Klinge am Karton hantiert, um die Klebebänder aufzuschneiden, hat man keine Chance, dem Display auch nur einen Kratzer zuzufügen. Nach Aufklappen des Kartondeckels kommt eine Kartonplatte zum Vorschein, die den Auspackvorgang gut bebildert verdeutlicht. Klappt man diesen Deckel zur Seite, sieht man den Standfuß, der mitsamt der Anschlusskabel säuberlich sortiert in einer Pappform liegt. Darunter findet sich dann das eigentliche Display. Der Zusammenbau geht in Sekundenschnelle und mit einem Klick vonstatten. Die Vesa-Halterung wird einfach in den Displayrücken geschoben, bis sie einrastet. Das war schon alles.

Durch einfaches Einhängen des Displays in die Vesa-Halterung, ist der EV2490 einsatzbereit gemacht.

Anschlüsse und Ausstattung

Mithilfe des Tragegriffs im Displayrücken kann der EV2490 auf den Schreibtisch gestellt werden. Um den Monitor nun in Betrieb zu nehmen, müssen natürlich einige Kabel angeschlossen werden. Dabei fällt auf, dass der Monitor mit einem normalen Kaltgerätestecker angeschlossen wird. Das bedeutet, dass das Netzteil bereits im Gehäuse verbaut ist und nicht wie so oft separat untergebracht werden muss. Für die Bildversorgung gibt es je eine Schnittstelle mit HDMI, Display Port und USB-C. Die zweite USB-C-Schnittstelle dient dazu, weitere Monitore zu verketten. Darüber hinaus bietet der EIZO noch einen USB-B-Eingang und eine RJ-45-Buchse für den Anschluss ans Netzwerk. Seitlich im Monitor sind noch drei weitere USB-A-Anschlüsse – zum Beispiel für Tastatur und Maus – und eine Kopfhörerbuchse in 3,5 Millimeter verbaut. Genau diese Features machen den EV2490 zu einem perfekten Partner, zum Beispiel für ein Setup aus stationärem PC und Firmenlaptop.

Für die Textverarbeitung, oder die Betrachtung von Bildern im Hochformat, lässt sich das Display um 90 Grad drehen.

Der EIZO EV2490 schaltet komplett zwischen Geräten um

Aus dieser Kombination von Anschlüssen zieht der EIZO EV2490 maximalen Nutzen. Denn er verfügt über einen eingebauten KVM-Switch. Das bedeutet, er kann, wenn Maus und Tastatur über ihn angeschlossen sind, diese komplett auf das jeweils angewählte Gerät umschalten. Wechsle ich also vom stationären PC auf den Büro-Laptop, der via USB-C angeschlossen wird, so kann ich meine Tastatur und Maus wie vorher am PC jetzt mit dem Laptop verwenden. Und da der Monitor selbst über einen Netzwerkanschluss verfügt, kann er den Anschluss an den Laptop weiterreichen, falls das WLAN nicht erreichbar oder zu langsam sein sollte. Darüber hinaus lädt der Monitor den angeschlossenen Laptop mit bis zu 70 Watt über die USB-C Buchse auf. Sehr gut gefällt mir auch, dass man den Bildschirm natürlich spiegeln oder als separates Gerät verwenden kann. Auf diese Weise kann ich den Laptop-Monitor erweitern.

Dank des eingebauten KVM-Switch kann der EV2490 angeschlossene Peripheriegeräte umschalten. Laptops können dank USB-C mit 70 Watt sogar direkt am Monitor geladen werden.

Die perfekte Kette

Beim EIZO EV2490 handelt es sich um ein Display mit 23,8 Zoll und einer Auflösung in Full-HD. Das entspricht 1920 Pixel in der Breite und 1080 Zeilen in der Höhe. Das ist sowohl der Schwachpunkt als auch die Stärke des Monitors. Für mich als Redakteur ist die Arbeit an einem so kleinen Monitor ziemlich anstrengend, weil mir einfach der Platz fehlt. Durch die Fähigkeit des EV2490, eine Verbindung zu einem weiteren USB-C-Monitor herzustellen, kann ich auf relativ kleinem Raum, denn das Display ist nur knapp 54 Zentimeter breit, zwei Displays nebeneinander stellen. Alternativ kann ich sie sogar beide in den Portrait-Modus drehen, also Hochkant nebeneinander betreiben, dann brauche ich für beide Monitore nur etwa 70 Zentimeter in der Breite und habe die 54 Zentimeter in der Höhe. Das Spiel lässt sich durch die Kettenverbindung der Monitore mit USB-C mit bis zu vier Geräten auf die Spitze treiben.

Die im höhenverstellbaren Fuß integrierte Kabelführung schafft Ordnung. Auch wenn mehrere Monitore in Reihe geschaltet werden, bleibt Kabelsalat aus.

Erstklassige Ergonomie

Abgesehen vom simplen Anschluss und der Aufstellung des Monitors leistet sich der EIZO EV2490 auch sonst nahezu keine Schwächen. Das IPS-Display ist aus allen Richtungen perfekt zu betrachten und von Haus aus kalibriert. Es verfügt über eine ausgezeichnete Helligkeit und einen guten Schwarzwert. Durch die kompakten Maße eignet sich das Gerät auch für die Nutzung auf kleineren Schreibtischen und trägt durch sein dezentes Äußeres auch in einer Wohnzimmerumgebung nicht übermäßig in Erscheinung. Das Display lässt sich um 344° drehen und um 5° nach vorn sowie 35° nach hinten neigen. Dabei ist für die Einstellung etwas Kraft erforderlich. Dies hat aber den Vorteil, dass das Display selbst bei meiner uralten IBM-Tastatur, die an eine Schreibmaschine erinnert, beim Tippen auch nicht im Geringsten wackelt. Die Helligkeit des Bildschirms lässt sich so regeln, dass sie sich der Raumhelligkeit anpasst. Einzig die Lautsprecher klingen wie die im Laptop verbauten.

Dank des stabilen Standfußes rührt sich der EV2490 auch bei Bewegung des Schreibtisches nicht.

Abseits des Büros

Natürlich kann der EIZO EV2490 auch für alltägliche Dinge verwendet werden. Der HDMI-Port würde sich zum Beispiel perfekt für einen Blu-Ray-Zuspieler eignen. Die Full-HD-Auflösung passt perfekt zu diesem Medium. Sehr gut gefällt mir auch die Möglichkeit, Android-Spiele via USB-C angeschlossenen Chromebook auf dem deutlich größeren Monitor spielen zu können. Apropos Spiele. Natürlich kann das Display auch bei Spielen seine Stärken in Sachen Kontrast und Schwarzwert ausspielen. Die einzige Schwäche, des auf den Büroalltag ausgelegten Monitors liegt in der Bildwiederholfrequenz. Sie liegt fest bei 60 Hertz und eignet sich somit eher für Simulationen oder Aufbauspiele. Für schnelle Shooter ist ein Display mit höherer Frequenz und mehr Bildfläche besser geeignet. Der große Vorteil an der Full-HD-Auflösung liegt aber in der Sparsamkeit. Selbst günstige Grafikkarten oder integrierte Grafikeinheiten sind in der Lage in dieser Auflösung Spiele in akzeptabler Qualität darzustellen.

Auch aus sehr spitzen Winkeln ist das IPS-Display noch gut ablesbar. Die werksseitige Farbkalibrierung überzeugt ebenfalls mit einer guten Darstellung.

Bedienung und Energieverbrauch

Ein weiter Vorteil zeigt sich bei gerade steigenden Strompreisen natürlich auch hier. In Verbindung mit einem Laptop, der ja auf Sparsamkeit ausgelegt ist, liefert die Full-HD-Auflösung ausreichend Raum für die tägliche Arbeit oder den Spielgenuss. Mit der marktüblichen Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz ist keine teure Grafikkarte erforderlich, die mit 300 Watt die Umgebung aufheizt. Das Display selbst verbraucht bei voller Helligkeit maximal 155 Watt. So kann man auch in einem kleinen Raum im Sommer einen kühlen Kopf beim Spielen bewahren. Den behält man übrigens auch, wenn man Einstellungen am Display vornehmen möchte. Ich gehe nicht auf die einzelnen Menüpunkte ein, aber die Menüführung an sich ist vorbildlich umgesetzt. Die Touchbedienung an der Unterkante des Monitors lässt sich sauber zuordnen und ist gut zu erfühlen. Die gesamte Menüführung des EIZO EV2490 ist durchdacht und aufgeräumt. So sind Einstellungen meist nicht mehr als 3 Klicks entfernt.

Im Rahmen eingelassene Tasten ermöglichen Zugriff auf das Einstellungsmenü. Bedienbarkeit und Haptik des EIZO sind dabei tadellos.

Fazit

Der EIZO EV2490 macht aus meiner Sicht für einen Büromonitor alles richtig. Die Full-HD-Auflösung bietet einen perfekten Kompromiss aus Kompaktheit und Nutzen und reicht vermutlich für die meisten Büroarbeiter aus. Wer mehr Platz und die Flexibilität dieses Monitors möchte, kann bis zu vier davon per USB-C-Kabel miteinander verbinden, ohne dabei den Komfort des KVM-Switches zu verlieren. Die direkte Verbindung eines Laptops inklusive Netzwerkverbindung bei gleichzeitiger Umschaltung von Tastatur und Maus ist für Nutzer mobiler Geräte von unschätzbarem Komfort. Das gilt insbesondere dann, wenn das Gerät gleichzeitig über das eine Anschlusskabel auch noch aufgeladen wird. Wer einen 4K-Monitor gewohnt ist, wird sich etwas umstellen müssen, aber der Komfortgewinn für Menschen, die mal im Büro und mal im Home-Office ihren Laptop verwenden, ist gewaltig und eine Überlegung wert. Die Qualität in der Verarbeitung ist bei EIZO wie üblich tadellos. Allein auf die eingebauten Lautsprecher hätte der Hersteller getrost verzichten können.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: lite-magazin.de

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:EIZO FlexScan EV2490
Produktkategorie:Office-Monitor
Preis:610 Euro
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:Eizo Europe, Mönchengladbach
02161 82100
www.eizo.de
Abmessungen (H x B x T):538 x 333-524 x 230 mm
Gewicht:7,2 kg
Bildschirmdiagonale:23,8 Zoll
Seitenverhältnis:16:10
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel
Bildwiederholrate:49 - 61 Hertz
Paneltyp:IPS-Panel, LED
Kontrast:1.000:1
Maximale Helligkeit:250 cd/ m²
Reaktionszeit (Grau zu Grau):5 ms
Schwenkbarkeit:344 Grad
Maximale Neigung (vorne/ hinten):5/ 35 Grad
Eingänge1 x HDMI
1 x DisplayPort
1 x USB-C
Ausgänge:1 x USB-C
1 x USB-B
1 x 3,5 mm Kopfhörerausgang
Lieferumfang:1 x EV2490
1 x Standfuß
1 x USB-C-Kabel
1 x Stromkabel
1 x Schnellstartanleitung
Pro & Contra:+ KVM-Switch
+ Netzwerkschnittstelle
+ gute Farbdarstellung ab Werk
+ schnelle und leichte Installation
+ umweltfreundliche Verpackung

- mäßige Lautsprecherwiedergabe
Benotung:
Bildqualität (40%):90/90
Ausstattung (20%):90/90
Praxis (40%):90/90
Gesamtnote:90/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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