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Redakteur

Egal ob Autorennen, Fussball, Jump `n Run oder Geschicklichkeit, der Spass am Zocken erfasst immer mehr Menschen. Gründe dafür gibt es mehr als genug, denn neben einer nahezu perfekten grafischen Darstellung und bombastischer Audioreproduktion bieten heutige Spielkonsolen umfangreiche Features. Dabei dienen sie ganz nebenbei als Blu-ray-Spieler, Mediaplayer oder gar als Zugang zu modernen Medien wie Skype, Facebook und Twitter. Gute Gründe also, die erst kürzlich veröffentlichte neueste Version der Konsole zum Test zu laden, deren Urahnin vor rund 20 Jahren für eine Revolution auf dem Spielemarkt sorgte.

Geradlinig und zeitlos elegant gestylt: Sonys neue Playstation 4.

Geradlinig und zeitlos elegant gestylt und der Hauptprotagonist unseres Tests: Sonys neue Playstation 4.

 

 

Back To The Roots
Wie für alle, die in den 80er Jahren mit der aufkommenden Computertechnologie groß geworden sind, waren auch für mich die ersten Computer- und Spielekonsolen treue Begleiter des Erwachsenwerdens. Angefangen mit einem Commodore +4 und seinen unvergesslichen Kassetten über das erste NES, das unter dem Weihnachtsbaum lag, bis hin zur ersten Playstation, die Einzug ins Jugendzimmer hielt. Bei jeder dieser Neuerungen war der technische Fortschritt dramatisch spürbar. Sony stellte mit seiner Playstation der ersten Generation dann allerdings alles in den Schatten, was sie in innerhalb kürzester Zeit auf die Wunschzettel abertausender Kinder, Jugendlicher und Erwachsener brachte. Heute, fast zwei Jahrzehnte nach der Markteinführung der ersten Playstation, ist die Vorfreude von damals wieder da. Kein Wunder, denn eben hat der Postbote die 4. Generation der Konsole gebracht …

 

 

Playstation – von den Anfängen bis heute …
Als Sony am 29. September 1995 die Playstation 1 in Europa präsentierte, hätten nur die wenigsten geahnt, welch enorme Erfolge diese Plattform in den kommenden Jahren einheimsen würde. So wurde allein die PS1 bis zum Ende des Produktionszeitraumes im Jahre 2006 mehr als 100 Millionen Mal verkauft. Diese unglaubliche Anzahl brachte sie damals ganz klar auf Platz 1 der Verkaufscharts für Konsolen. Ein Erfolg der bis heute einzig durch ihren Nachfolger, die Playstation 2, übertroffen wird. Letztere stand im November 2000 europaweit erstmals in den Verkaufsregalen und schaffte es, sich über einen ähnlich langen Zeitraum dort zu halten. Dabei wurden in knapp 12 Jahren unglaubliche 117,89 Millionen PS2 produziert und verkauft, bis die Herstellung am 29. Dezember 2012 endgültig eingestellt wurde. Seit dem 23. März 2007 ist in Europa die Playstation 3 erhältlich und auch diese Konsole wurde bis Anfang 2013, also in knapp sechs Jahren, unfassbare 77 Millionen Mal verkauft. Die PS3 war zu ihrer Markteinführung ein absolutes Multimedia-Monster und wurde anfangs darüber hinaus als einer der besten Blu-ray-Player gehandelt. Im Februar 2013 stellte Sony die neue Playstation 4 vor und gab als Releasedatum den 29. November 2013 vor. Der Ansturm auf diese Konsole war und ist enorm und so wurden bis zum 28. Dezember 2013 schon mehr als 4,2 Millionen Exemplare verkauft und an ihre glücklichen Besitzer ausgeliefert.

Für eine Konsole ist die PS4 sehr gut ausgestattet. So lässt sich die Playstation sowohl wie WLAN, als auch per Kabelverbindung ins Netz einbinden. Ausgangstechnisch stehen ein HDMI, ein optisch digitaler sowie ein Audio-Analogausgang zu Verfügung.

Für eine Konsole ist die PS4 sehr gut ausgestattet. So lässt sich die Playstation sowohl wie WLAN, als auch per Kabelverbindung ins Netz einbinden. Ausgangstechnisch stehen ein HDMI-, ein optisch digitaler sowie ein Audio-Analogausgang zu Verfügung.

 

 

Von Hardware und anderen Neuerungen
Für gerade einmal 399 Euro erhält der stolze Besitzer eine Spielkonsole, die mit einem AMD Jaguar Octa-Core Prozessor (Achtkern Prozessor) und acht Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Somit verfügt die PS4 über genug Leistung und Reserven, um auch künftig aufwändigere und schnelle Spielsequenzen anstandslos wiederzugeben. Dazu gesellt sich eine 500 Gigabyte große Festplatte. Diese erlaubt die Speicherung downgeloadeter Games oder der aktuellen Spielstände. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass diese Speicherkapazität einmal nicht ausreichen sollte, lässt sich die Festplatte gegen eine größere oder eine schnellere SSD-Platte schnell und einfach austauschen. Infos, wie dies im Detail funktioniert, finden sich in Form von Videos hundertfach im Netz und bei YouTube. Wie schon mit der PS3, liefert Sony mit seiner PS4 nach eigenen Angaben erneut einen hervorragenden Blu-ray-Player, der 3D ebenso beherrscht, wie das Abspielen und Hochskalieren auf 4K (Ultra HD/Auflösung von 3840×2160 Pixel). Das Anschlussfeld zur Verbindung an den Fernseher und/oder Verstärker befindet sich auf der Rückseite und bietet einen HDMI-Port sowie einen optischen Digitalausgang. Per per WLAN (802.11b/g/n) oder mittels Ethernetkabelverbindung lässt sich die Konsole zudem ins heimischen Netz einklinken. Selbige wiegt übrigens deutlich weniger als ihr Vorgänger zum Einführungszeitraum und bringt gerade einmal 2,8 Kilogramm auf die Waage. Ebenso wie das Gewicht ist auch das Gehäuse im direkten Vergleich deutlich geschrumpft und wirkt nun designtechnisch schlichter als beim Vorgänger. War dieses noch geschwungen und sanft gerundet, kommt die Playstation 4 nun eckiger, optisch aggressiver und irgendwie zeitgemässer daher. Die Front ist im 45 Grad-Winkel abgeflacht und beinhaltet zwei USB-Anschlüsse, das Blu-ray-Laufwerk und Bedienknöpfe zum Ein- und Ausschalten und für den Auswurf der eingelegten Disc. Beide Schalter fallen extrem klein aus wurden in die Nut integriert, die über die gesamte Front- und Deckblende verläuft. Insgesamt gesehen verfügt Playstation 4 so über ein stimmiges Design, das ohne große Schnörkel auskommt. Die gesamte Verarbeitung und Materialwahl ist, wie von Sony gewohnt, sehr gut und bestätigt einmal wieder die hohen Qualitätsstandards, mit denen das japanische Traditionsunternehmen seine Spielkonsolen zu produzieren pflegt. Einziges Manko sind die beiden bereits erwähnten Bedienelemente in der Front, die sich bedingt durch Größe und Platzierung nicht optimal nutzen lassen.

Designtechnisch sehr gut - aber unpraktisch: Ein-/Ausschalter (1) und Auswurftaste (2) wurden fast unsichtbar in die senkrecht verlaufende Nut eingelassen.

Designtechnisch sehr gut – aber unpraktisch: Ein-/Ausschalter (1) und Auswurftaste (2) wurden fast unsichtbar in die senkrecht verlaufende Nut eingelassen.

 

 

DualShock-Controller – von drei zu vier
Vergleicht man die Controller der PS3 und PS4, sind die Unterschiede auf den ersten Blick gar nicht so gravierend. Zwei Sticks zum Navigieren, Steuerkreuz links und die gewohnten vier Rundtasten auf der rechten Seite. Dazu vorne die altbekannten Funktionstasten (links und rechts) für die Zeigefinger. Also, was ist neu? Ein Touchpad, die Form, die Anordnung der Tasten L1, L2, R1 und R2 und ein paar weiterer Kleinigkeiten, die sich erst beim genaueren Hinschauen und Anfassen bemerkbar machen. Auffälligste Neuerung ist dabei eindeutig das in der Mitte liegende Touchpad, welches neben seiner Bedienung durch Streichen, Ziehen und Wischen ebenso eine Druckknopffunktion aufweist. Darüber hinaus liegt das gesamte Pad deutlich besser in der Hand. Eine Tatsache, die auf die verlängerten Schenkel zurückzuführen ist, die im direkten Vergleich um Einiges griffiger erscheinen. Die Tasten „Select“ und „Start“ gibt es dagegen in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr. Ersetzt wurden diese durch den „Option“-Button, die die meisten der Funktionen übernimmt und durch die rechts befindliche „Share“-Taste, mit der sich Inhalte mit Freunden teilen lassen. Ähnlich wie im Xbox-Controller erhielt nun auch der DualShock 4 eine Anschlussmöglichkeit für ein Stereo-Headset, wodurch das nervige Gebaumel der Kabel zur Konsole sich nun endlich erledigt hat. Angeboten wird der Controller in den Farben Rot, Blau und Schwarz.

 

 

Playstation Network
Mit der Einführung der neuen Konsole knüpft Sony die Funktion des Online-Gamings an eine Playstation Plus-Mitgliedschaft. Das heißt, um Multiplayer-Spiele im Netz spielen zu können, fällt – ähnlich wie bei der Xbox – eine Gebühr an. Die Kosten hierfür belaufen sich je nach Zeitraum, auf 6,99 Euro für einen Monat, 14,99 Euro für drei Monate oder 49,99 Euro für ein Jahr. Dafür erhält der Nutzer die Möglichkeit Multiplayergames online zu spielen, diverse Spiele kostenlos herunterzuladen, Rabatte auf Spiele im Online Store zu erhalten und bekommt einen Cloudspeicher (1 Gigabyte) zur Sicherung eigener Spielstände. Die Plus-Mitgliedschaft ist gültig für alle drei PSN Systeme und kann somit auf der PS3, PS4 und der Playstation Vita genutzt werden. Die Kostenpflicht, um auch online spielen zu dürfen, ist auf den ersten Blick deutlich teurer als zu PS3-Zeiten. Betrachtet man allerdings den Mehrwert des Networks und die Funktionen, mit denen Sony den Multiplayermode erweitert hat, wie zum Beispiel den spielübergreifenden Teamspeak und die Share-Funktionen, ist dieser Aufpreis verschmerzbar.

 

 

Bundles im Angebot von Sony
Sony bietet die Konsole zum momentanen Zeitpunkt in verschiedenen Bundles an, bei denen für jeden etwas dabei sein dürfte.
– STANDARD ist die einfache PS4-Version, darin enthalten sind:
die Konsole, ein DualShock 4-Controller, Stromanschlusskabel, ein Mono-Headset, ein USB-Kabel zum Laden des Controllers sowie ein HDMI-Kabel.
– KILLZONE-Bundle, darin enthalten:
Zusätzlich zur Standardvariante sind im Paket ein zweiter Controller, die Playstation 4-Kamera sowie das Spiel „Killzone – Shadow Fall“.
– Ein SPIELE-Bundle, darin enthalten:
Zusätzlich zur Standardvariante die Spiele „Killzone – Shadow Fall“, „DRiveClub“ und „Knack“.

KILLZONE-Bundle: Neben den diversen Kabeln, des Controllers, des Spiels und natürlich der Konsole gehört hier hier auch die Kamera zum Lieferumfang.

KILLZONE-Bundle: Neben den diversen Kabeln, zwei Controllern, des Spiels und natürlich der Konsole gehört hier hier auch die Kamera zum Lieferumfang.

 

 

Multimedia-Player?
Die Playstation 4 wird mit dem Slogan „this is for the Player“ beworben. Ein Slogan, der hält was er verspricht. So zielen die meisten Neuerungen eher auf die Gamer Community ab. Dabei wurde zum Beispiel ein spielübergreifender Teamspeak eingeführt, der beim Vorgänger noch fehlte. Dabei wird auf dem Startbildschirm gleich angezeigt, welcher Freund kürzlich welches Spiel gezockt hat. Zugleich wurden auf die Buddy-Liste und die Einbindung der Playstation Network Community deutlich mehr Wert gelegt, als es noch früher der Fall war. Leider wurde hierfür allerdings die multimediale Gesamtheit, die die PS3 ausmachte, „zerstört“. Was Sony sich dabei gedacht hat, dass sich über die Konsole keine CDs abspielen lassen, will mir nicht wirklich in den Sinn. Denn legt man eine CompactDisc in die Playstation, erscheint nach wenigen Sekunden eine Fehlermeldung, die besagt, dass eine „nicht unterstützte Disc“ eingelegt wurde. Nicht unterstützte Disc? Alleine in Deutschland wurden 2012 rund eine Milliarde Euro für die beliebten Audio-Silberscheiben ausgegeben! 71 Prozent der Gesamtumsätze für Musik wurden in CDs investiert und dieses Medium ist nicht kompatibel? Ließen sich früher Tonträger einlegen und deren Inhalte abspeichern, lässt sich Musik heute nur noch via Music Unlimited streamen. Diese kostenpflichtige (zur Zeit 4,99 Euro pro Monat) Möglichkeit des Musikhörens bietet vielerlei Vorteile und entspricht dem aktuellen Trend, Musik in virtuellen Playlists zu speichern und wiederzugeben. Und auch hier wurde an die Gamer gedacht. So ist es möglich, auch während des Zockens seine Playlists abzuspielen und Musik zu hören. DVDs und Blu-rays werden hingegen ohne großes „Zicken“ akzeptiert und in einer wirklich guten Wiedergabequalität abgespielt. Des Weiteren bietet auch die neue Playsi die Möglichkeit, Filme oder Serien über diverse Onlinedienste wiederzugeben. Zur Auswahl stehen hier Watchever, Maxdome, IGN, Vidzone und Amazon Instant Video. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit über den hauseigenen Browser im Internet zu surfen und Webseiten aufzurufen. Der Webseitenaufruf über den Controller ist zwar nicht besonders komfortabel, lässt sich aber ausreichend gut bewerkstelligen. Zudem lassen sich Lesezeichen ablegen und aufrufen und auf Wunsch auch in den Vollbildmodus wechseln.

Sonys neuer DualShock 4 Controller bietet ein Füllhorn neuer Features, die eine neue Dimension des Zockens ermöglichen. Die “Share”-Taste erlaubt beispielsweise ein einfaches, Gameplay in Echtzeit über diverse Streaming-Dienste. So können andere Gamet Ihrem Spiel direkt beitreten und mitzocken.

Sonys neuer DualShock 4 Controller bietet ein Füllhorn neuer Features, die eine neue Dimension des Zockens ermöglichen. Die “Share”-Taste erlaubt beispielsweise ein einfaches, Gameplay in Echtzeit über diverse Streaming-Dienste. So können andere Gamet Ihrem Spiel direkt beitreten und mitzocken.

 

 

Der Praxistest: Oder „Zocken bis der Arzt kommt“
Nachdem nun so viel über Hardware, Controller und multimediale Fähigkeiten gesprochen wurde, wollen wir auch wissen, ob die Playstation 4 tatsächlich auch für Hardcore-Gamer geschaffen ist. Also PS-Knopf gedrückt, das eigene Konto ausgewählt und los geht’s, wobei ich zum Start Battlefield 4 wähle. Ein Spiel, das von mir bereits auf der Playstation 3 bis zum Umfallen gespielt wurde und das ich Dank eines Downloadcodes für 9,95 Euro auch für die Vierer im Playstation Network herunterladen kann. Und das funktioniert hervorragend, denn das Spiel wird schnell und sauber geladen und gestartet. Anschliessend beweist bereits das Intro, wie gut die neue Grafikleitung ist. Ist man dann mitten im Spiel, setzt sich der erste, sehr gute Eindruck fort. Die Scharfzeichnung und Detailtreue der Grafikkarte sind hervorragend und unterstützten den Spieler perfekt. Zeigte die 3er im Visier nur einen verschwommenen Punkt in der Ferne, ist auf gleicher Entfernung nun erheblich mehr zu erkennen, was ein deutlich besseres Anvisieren des Zielobjektes erlaubt. Auch der spielübergreifende Teamspeak zeigt sich als echte Bereicherung. Wurde man früher während des Ladevorgangs oder des Teambalancing voneinander getrennt, lässt sich nun einfach weiter „quatschen“. Darüber hinaus zeigt sich auch die Sprachqualität als deutlich besser, denn Kommandos und Ansprachen werden in einer offenkundig besseren Qualität übertragen. Auch der neue Dualshock-Controller ein echter Zugewinn. Er liegt perfekt in der Hand und ist einfach komfortabel zu bedienen. Waren die Tasten L2 und R2 beim Vorgänger noch weit nach hinten abgerundet, hat Sony die Ergonomie des neuen Controllers nun sinnvoll überarbeitet und perfekt angepasst. Auch in langen Game-Sessions liegt der Controller jederzeit gut in der Hand – und zwar ohne dass es zu Ermüdungserscheinungen kommt. Das mitgelieferte Mono-Headset ist eine sehr gute Erweiterung und macht das Zocken deutlich komfortabler. Dieses wird einfach mit dem Controller verbunden ohne den Spieler in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Alles in allem gefällt die PS4 deutlich besser beim Spielen als ihr Vorgänger. Eindeutig ein Verdienst der illustrativ besseren Grafik und des enorm aufgewerteten Controllers.
Als nächstes starten wir dann einen Videoabend. Dieser soll zeigen, wie sich die Konsole als Blu-ray-Player schlägt. Im Marvel-Kracher „The Avengers“ stellt sich dann auch schnell heraus, dass die neue Grafikabteilung nicht nur das Gaming aufwertet, denn die Scharfzeichnung und Farbwiedergabe der Playstation erweisen sich auch in diesem Testabschnitt als durchweg hervorragend. Mehr noch, denn gemessen am vergleichsweise geringen Anschaffungspreis ist die Qualität in der Bildwiedergabe von Full-HD-Material einfach exzellent. Selbst in Animationsfilmen wie „Drachenzähmen leicht gemacht“ gibt sich die PS4 keine Blöße und besticht durch Farbtreue, Facettenreichtum und Dynamik. Besonders macht sich dies in dunklen Bildszenen bemerkbar, die nicht einfach nur schwarz dargestellt werden, sondern jederzeit Zeichnung und Struktur erkennen lassen. Und auch in Sachen Tonqualität hat Sony nicht gekleckert. Mit der PS4 als Zuspieler geht unserer Surround-Setup von Beginn an dynamisch und druckvoll ans Werk. Das gilt vor allem in actionreichen Szenen, in denen der Sound unverzerrt und souverän wiedergegeben und der Zuhörer in den Mittelpunkt des Geschehens versetzt wird. Als nächstes „füttere“ ich das Slot-In-Laufwerk mit einer DVD. Das hat seinen Grund, denn nun gilt es die Fähigkeiten der PS4 in Sachen Skalierung kennen zu lernen. Doch auch hier erlaubt sie sich keine Fehler. Hochgerechnete Bildsignale weisen eine nahezu ebenso gute Grundschärfe auf, wie das zuvor gesehene Full HD-Material. Dabei bleibt die Bildqualität so gut, dass auf Anhieb nicht erkennbar ist, ob hier eine Blu-ray oder DVD im Player rotiert. Alles in allem verdient sich die PS4 also auch in der Filmwiedergabe mehr Punkte als die 3er. In der Summe der beiden ersten Prüfungen hat der Neuling also die Nase also deutlich vor seinem Vorgänger. Man könnte demnach von einer echten Empfehlung sprechen, wäre da nicht der Multimediafaktor. Dieser stellt den einzigen wirklich großen Kritikpunkt an die Entwickler von Sony. Denn mit der Playstation 3 hatte der User einen absoluten Alleskönner im Regal stehen, der das Zocken, Musik hören, DVD oder Blu-ray schauen beherrschte und sich als wahrscheinlich bester Preis-Leistungs-Multimedia-Player auf dem Markt etablierte. Wie man aber einen Nachfolger (trotz seiner genannten Qualitäten) derart beschneiden konnte, bleibt mir ein absolutes Rätsel. Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Tatsache mit einem der kommenden Updates ändern lässt. Sonst müsste der Slogan heißen: „This is for the Player, not for Music“.

Die PS4 ist unglaublich schick - ja fast schon futuristisch. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen - wäre da nicht das Manko, dass die PS4 keine CDs lesen will ...

Die PS4 ist unglaublich schick – ja fast schon futuristisch. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen – wäre da nicht das Manko, dass die PS4 keine CDs lesen will …

 

 

Fazit
Bei dieser Spielkonsole steht ganz klar wieder Spielspass im Vordergrund. Nahezu alle Neuerungen fallen in den Bereich „Games“, was sich vor allem im neuen Controller bemerkbar macht, der perfekt auf das Zocken ausgelegt wurde. Mit der Playstation 4 gelingt Sony also tatsächlich der große Wurf für die Gamer-Community, der zudem alte Tugenden wieder zum Vorschein bringt. Schade nur, dass andere Dinge dafür auf der Strecke bleiben mussten.

 

Test & Text: Bernd Heuer

Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

 

Modell:Sony
Playstation 4
Hersteller:Sony Europe
www.sony.de
Preis:399,00 Euro
Garantie:1 Jahr
Ausführungen:schwarz
Gewicht:2,8 kg
Maße (BxTxH):275 mm x 280 mm x 50 mm
Hardware:- Benutzerdefinierter Einchip-Prozessor
- CPU: 8-Core x86-64 AMD "Jaguar"
- GPU: 1,84 TFLOPS
- AMD Radeon™-Grafik-Engine
- GDDR5 8 GB Speicher
Anschlussmöglichkeiten:- HDMI
- AUX (für die Kamera)
- USB 3.0
- Ethernet
- Toslink
- WLAN
- Bluetooth 2.1
Speicher:500 GB Festplatte
Laufwerk :- Blu-ray
- DVD
Lieferumfang:- Konsole
- Dualshock 4 Controller
- Mono-Headset
- HDMI-Kabel
- USB-Kabel
- Stromkabel
Benotung:
Spielspaß (40%):1,0
Multimedia (30%):1,3
Ausstattung (30%):1,2
Gesamtnote:1,2
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

 

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