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Redakteur

Von Null auf Hundert: Mit der Varion-Reihe hat Teufel einmal mehr eine Serie aus dem Ärmel geschüttelt, die aus gelegentlichen Filme-Guckern innerhalb kürzester Zeit Heimkino-Enthusiasten machen soll. Mit der Blu-ray-Komplettanlage Varion Impaq Streaming als Flaggschiff-Kombination gibt es nun ein Paket, das nicht nur Filmspaß, sondern auch den komfortablen Einstieg in die begeisternde Welt des Multirooms verspricht. Klingt gut? Allerdings! Aber das ist noch nicht alles …

Ob Standfuß oder Wandmontage: Die Varion-Satelliten (hier neben einem 55-Zoll-TV) machen immer eine tolle Figur.

Ob Standfuß oder Wandmontage: Die Varion-Satelliten (hier neben einem 55-Zoll-TV) machen immer eine tolle Figur.

Sehr variontenreich

Direkt vorweg, falls sich jemand sagt: Schön und gut, die Lautsprecher sehen ja auch vielversprechend aus – aber ich brauche doch gar keine Blu-ray-Anlage? Das hat Teufel natürlich berücksichtigt und auch an diejenigen gedacht, denen die schicken Varion-Lautsprecher in ihrer matten Oberflächenoptik sympathisch sind, die allerdings bereits über entsprechende AV-Receiver, Blu-ray-Player und all die schönen Dinge verfügen, die man im Heimkino halt so braucht und von denen sie sich nun gar nicht so wirklich trennen wollen. Deshalb offeriert die brandneue Varion-Serie nämlich gleich diverse verschiedene Konfigurationen fürs Wohnraumkino. Als Basis dienen dabei das 2.1-Set (399,99 Euro) und das 5.1-Surround-Set (699,99 Euro), die ausschließlich aus Varion-Satelliten und Subwoofer bestehen. Mit diversen Ergänzungen wie einer CoreStation als AV-Receiver bieten die Berliner aber auch vollumfängliche Komplettpakete wie das „Varion Complete 5.1“ (1.399,99 Euro) oder das „Varion Complete Streaming 5.1“ (1.549,99 Euro) inklusive Raumfeld Connector. In den Blu-ray-Systemen wird die CoreStation durch den Blu-ray-Receiver Impaq 8000 ersetzt, hier gibt es dann das Paket „Varion Impaq“ (1.599,99 Euro) und die Premium-Variante „Varion Impaq Streaming“ mit Raumfeld Connector (1.749,99 Euro). Erhältlich sind die Varion-Produkte übrigens erst ab Dienstag, dem 28. Juni 2016 – wir hatten allerdings den wunderbaren beruflich bedingten Vorteil, uns schon vorab mit dem Varion Impaq Streaming beschäftigen zu dürfen.

Flexibilität bis zum Anschlag

Das Varion-Portfolio zeichnet sich vor allem durch seine superschlanken Micro-Lautsprecher aus, die sich gleich auf diverse Arten aufstellen und einsetzen lassen. Egal ob an der Wand, auf dem Lowboard oder auf dem Fußboden – mit dem passenden Zubehör sind den Kombinationsmöglichkeiten der Satelliten bei vernünftigem Einsatz kaum Grenzen gesetzt. So sind die filigranen Säulenlautsprecher mit fest montiertem Frontgitter und mit Gewinden wie Schlüssellochaufhängung versehen, die ein und denselben Lautsprechertyp für Front-, Center-, Surround- und Rear-Speaker präparieren. So kann der Varion-Satellit nämlich einerseits direkt an die Wand gehängt oder alternativ sowohl horizontal wie vertikal auf die Halterung der Standfüße und auf den Center-Speaker-Stand montiert werden (das magnetische Herstellerlogo lässt sich dann natürlich auch „mitdrehen“). Der Vorteil des Einsatzes eines baugleichen Modells (und bei Teufel nicht unüblich) ist ein sofort ausgewogenes Klangbild.

Die Varion-Lautsprecher lassen sich variabel und immer ansehnlich aufstellen.

Die Varion-Lautsprecher lassen sich variabel und immer ansehnlich aufstellen.

Ausgewogen allein ist für Teufel natürlich lange nicht genug, ein kraftvoller Sound ist schließlich ebenso wichtig. Dass der Berliner Hersteller von genau dieser Kombination – kompakte Abmessungen, wuchtiger Klang – etwas versteht, hat er ja schon mehrfach bewiesen und tut es bei den Varion-Satelliten erneut. Im Zwei-Wege-Prinzip entwickelt, kommen hier gleich sieben Treiber zum Einsatz; ein 19-Millimeter-Hochtöner wird von jeweils zweimal drei Mitteltönern mit einem Durchmesser von 55 Millimetern flankiert. Diese schimmern sogar dezent durch das schwarze Frontgitter durch und sorgen dementsprechend nicht nur klanglich für Akzente.

Die Mittel- und der Hochtöner schimmern deutlich sichtbar durch das Frontgitter hindurch. Das Herstellerlogo (rechts) haftet übrigens magnetisch und kann daher auf Wunsch auch horizontal platziert werden.

Die Mittel- und der Hochtöner schimmern deutlich sichtbar durch das Frontgitter hindurch. Das Herstellerlogo (rechts) haftet übrigens magnetisch und kann daher auf Wunsch auch horizontal platziert werden.

Besonders betont wird das hübsche Auftreten durch die verschiedenen Montagemöglichkeiten. Wer seinen Fernseher bereits mittels Halterung an die Wand montiert hat, kann dies natürlich auch bei den Front-Lautsprechern sowie dem Center Speaker des Varion-Sets tun. Aufgrund der schlanken Maße (die Kantenlänge der Varion-Satelliten beträgt gerade einmal sieben Zentimeter) stehen die kompakten Säulen selbst bei extrem flachen TV-Geräten maximal zwei bis drei Zentimeter weiter hervor – bei vorher sorgfältig ausgemessenen Bohrlöchern sorgt das dann schon rein optisch für ein optisch verdammt ansprechendes Gesamtbild und wird nicht nur Heimkinofans gefallen.

Eine der Montagemöglichkeiten der Varion-Lautsprecher ist eben den Gewinden auch die Schlüssellochaufhängung fürdie Wandmontage.

Eine der Montagemöglichkeiten der Varion-Lautsprecher ist eben den Gewinden auch die Schlüssellochaufhängung fürdie Wandmontage.

Stabile Standfüße in edler Optik

Falls das TV-Gerät auf einem Lowboard oder einem anderen Möbelstück steht, lohnt sich die Wandmontage nicht mehr so sehr, dafür kommen dann allerdings die flache Center-Schale und die Standfüße der Varion-Reihe ins Spiel. Hier gibt es eine kurze (129,99 Euro pro Paar) und eine lange Variante (159,99 Euro pro Paar), letztere ist allerdings für die Aufstellung auf dem Boden gedacht und als reiner Zubehörartikel nicht Teil der Komplettpakete. Ein Paar der Tisch-Standfüße für die beiden Front-Lautsprecher gehört bei unserem Flaggschiff-Paket aber zum Lieferumfang. Und hier darf sogar ein wenig gebastelt werden. Ein bisschen erinnert der Bausatz an eine Mischung aus Legotechnik und – wegen der Sechskant-Schrauben – die Möbel eines skandinavischen Einrichtungshauses. Der Vorteil: Im Gegensatz zu den meisten Lego-Basteleien machen die Varion-Lautsprecher auch nach abgeschlossener Montage noch mindestens genau so viel Spaß wie der Aufbau selbst!

Die schicken Standfüße werten die ohnehin ansehnlichen Varion-Satelliten nochmal auf.

Die schicken Standfüße werten die ohnehin ansehnlichen Varion-Satelliten nochmal auf.

Bis die Varion-Satelliten auf den schicken Standfüßen stehen, ist etwas Aufbauarbeit vonnöten. Die Standfüße bestehen aus drei Elementen, nämlich der Zierplatte als Fundament, einer Verbindungsstange (die gleichzeitig als unsichtbare Führung für das integrierte Kabel dient) und der eigentlichen Halterung. Anders als bei den üblichen Lautsprecherständern wird hier das Lautsprecherkabel vom Blu-ray-Receiver nicht einfach durchgeführt. Stattdessen besitzt die Zierplatte auf ihrer Unterseite zwei Schraubklemmen, die für den Anschluss bereit stehen. Auf der Rückseite der Klemmen sitzen Kontakte, auf die das Ende des im Verbindungsrohr des Standfußes integrierten Kabels aufgesteckt werden. Dabei ist natürlich auf die richtige Polung zu achten, was sich allerdings durch die unterschiedlich großen Flachstecker recht einfach gestaltet. Eine pfiffige, durchdachte und praktische Lösung, die Fehler bei der Installation nahezu ausschließt. Bei unserem Test-Modell waren die Kabel noch rot und schwarz ummantelt, das ist beim finalen Produkt aus optischen Gründen nicht der Fall. Hier gibt es komplett schwarze Kabel, sowohl in den Standfüßen als auch im mitgelieferten Zubehör (Teufel legt dem Varion-Set eine 30-m-Rolle bei, die je nach Bedarf gekürzt werden kann). Das sieht dann noch eleganter aus. Markiert sind die Kabel natürlich trotzdem, wenn auch wesentlich dezenter und damit ansehnlicher.

Beim Zusammenbau der Standfüße werden Flachstecker an die Schraubklemmen angeschlossen. Bei unseren Testmodellen sind die Kabel noch rot und schwarz, das finale Produkt setzt komplett auf dezentere schwarze Kabel, passend zur mitgelieferten 30-m-Rolle zum Anschluss an den Impaq 8000.

Beim Zusammenbau der Standfüße werden Flachstecker an die Schraubklemmen angeschlossen. Bei unseren Testmodellen sind die Kabel noch rot und schwarz, das finale Produkt setzt komplett auf dezentere schwarze Kabel, passend zur mitgelieferten 30-m-Rolle zum Anschluss an den Impaq 8000.

Vorab werden die Flachstecker von oben durch das Gewinde in der Mitte der Zierplatte geführt und die Verbindungstange anschließend dort eingeschraubt. Dazu werden eine Unterlegscheibe und eine Mutter benötigt, die mit dem mitgelieferten Steckschlüssel befestigt werden. Steht der untere Teil, wird eine Zierscheibe auf die Verbindungsstange aufgesetzt und anschließend die Halterung ebenfalls via Mutter befestigt. Beim Festschrauben mit dem Steckschlüssel ist es übrigens sinnvoll, das Kabel in die jeweils andere Richtung durch das Verbindungsrohr zu ziehen, um den Steckschlüssel problemlos auf die Mutter aufsetzen zu können. Anschließend wird es möglichst weit nach oben durch die Verbindungsstange und durch die Führungen der Lautsprecherhalterung gezogen. Der Varion-Satellit muss nun nur noch mit zwei der mitgelieferten Sechskantschrauben an der Halterung fixiert werden und die abisolierten Kabelenden in die entsprechenden Klemmen eingeführt werden – auch hier natürlich bitte wieder auf die richtige Polung achten und die farblich passenden Klemmen nutzen.

Saubere Sache: Nachdem der Tischfuß montiert ist, erfolgt die Verbindung zum Satelliten ganz einfach über die integrierten Lautsprecherkabel.

Saubere Sache: Nachdem der Tischfuß montiert ist, erfolgt die Verbindung zum Satelliten ganz einfach über die integrierten Lautsprecherkabel.

Die Montage der Center-Schale geht sogar noch etwas leichter von der Hand: hier wird der sehr flache und wie die Standfuß-Halterungen gepolsterte Lautsprecher-Ständer lediglich mit zwei Sechskantschrauben am horizontal ausgerichteten Varion-Satelliten befestigt. Eine Kabelführung gibt es hier nicht. Der Vorteil der flachen und schlichten Konstruktion: Der Center lässt sich so auch problemlos direkt vor einem Fernseher auf dem Lowboard platzieren, ohne ins Bild hineinzuragen. Das Phänomen hat uns ja schon bei der Cinebar 11 begeistert, die natürlich auch von Teufel stammt und zeigt, dass diese Konstruktion kein Zufall ist.

Die Center-Schale lässt den Lautsprecher minimal über dem Lowboard schweben, versperrt aber nicht den Blick auf den Bildschirm.

Die Center-Schale lässt den Lautsprecher minimal über dem Lowboard schweben, versperrt aber nicht den Blick auf den Bildschirm.

Optisch zurückhaltend, klanglich präsent

Im Varion-Set kommt stets der Aktiv-Subwoofer US 2106/1 zum Einsatz, der zwar fast acht Kilogramm auf die Waage bringt, aber mit einer Grundfläche von 28×28,5 Zentimetern und einer Höhe von 38,5 Zentimetern vergleichsweise kompakt daherkommt. Vier stabile Standfüße halten ihn unerschütterlich an seinem Platz und sorgen für den nötigen Bodenabstand. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt, denn die 160-mm-Membran aus beschichteter Zellulose ist im Downfire-Prinzip im Gehäuseboden eingesetzt, ebenso wie gleich zwei Bassreflexports. Die Folge: Die Seiten, die Front und die Oberseite des Subwoofers sind hübsch schlicht gehalten und weisen keinerlei unnötigen Schnickschnack auf. Einziger Hingucker ist das auch hier dezent am unteren Rand der Front platzierte Herstellerlogo. Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ lässt sich der Subwoofer gut im Raum unterbringen, ohne im Gesamtambiente wie ein Fremdkörper zu wirken.

Der Subwoofer des Varion-Sets ist zurückhaltend gestaltet.

Der Subwoofer des Varion-Sets ist zurückhaltend gestaltet.

Auf der Rückseite befinden sich dann die nötigen Dinge, die man bei einem Heimkino-Woofer nunmal so braucht. Zum Einen wären da natürlich der An/Aus-Schalter sowie ein Kippregler zum Aktivierung der Einschaltautomatik (ist sie aktiviert, schaltet sich der Subwoofer bei eingehendem Signal selbständig ein und bei fehlendem Signal nach zehn Minuten in den Standby-Modus). Letzterer nimmt in Teamarbeit mit dem Phasenschalter die Status-LED in die Mitte. Zum Anderen gibt es noch den Lautstärkeregler, der direkt neben dem Line-In-Anschluss sitzt. Der Phasenschalter sorgt für das Ein- und Ausschalten der Phasenverschiebung. Probieren Sie ruhig beide Varianten aus und bleiben Sie bei der Einstellung, mit der der Subwoofer lauter und präziser klingt. Den Sub um wenige Zentimeter zu verschieben kann übrigens auch einen deutlichen Klangunterschied machen. Die Lautstärke lässt sich anschließend natürlich noch über den entsprechenden Regler anpassen.

Im Boden des Subs sitzt der Tieftöner im Downfire-Prinzip, unterstützt von zwei Bassreflexports.

Im Boden des Subs sitzt der Tieftöner im Downfire-Prinzip, unterstützt von zwei Bassreflexports.

Am Line-In-Anschluss kann entweder ein Kabel vom Blu-ray-Receiver oder – in unserem Fall – der SubConnect angeschlossen werden. Dieses kleine Kästchen sorgt nämlich dafür, dass man den Subwoofer auch ohne Signalleiter mit dem AV-Receiver verbinden und den Tieftöner daher ganz woanders im Zimmer platzieren kann, ohne lange Kabel quer durchs Zimmer ziehen zu müssen. So bleiben lediglich zwei Stromkabel, die natürlich die Nähe einer Steckdose voraussetzen, dafür aber deutlich besser zu verstecken sind als meterlange Strippen. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: wer keine Fußleisten mit Kabelkanal besitzt, wird den SubConnect schnell zu schätzen wissen. Insbesondere in einem Raum mit Türen auf beiden Seiten oder ähnlichen, architektonisch anspruchsvollen Heimkino-Gegebenheiten an denen sonst Kabel entlang geführt werden müssten. Bei der Aufstellung des Subwoofers hat man demzufolge auch relativ freie Hand, lediglich von Zimmerecken und wackeligem Untergrund sollte man Abstand nehmen. Beides kann (und wird) den Tiefton sonst beeinträchtigen und das ist nun mal immer noch das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Aufstellungsortes.

Die übersichtliche Ausstattung auf der Rückseite des Subwoofers ist selbst für Laien keine Herausforderung.

Die übersichtliche Ausstattung auf der Rückseite des Subwoofers ist selbst für Laien keine Herausforderung.

Impaq 8000: Die Kommandozentrale des Sets

Als Herzstück des Varion-Sets kommt mit dem Impaq 8000 BR ein schicker Blu-ray-Receiver zum Einsatz, den wir auch schon in Kombination mit dem Cubycon-Ensemble und dem Flachsubwoofer T 4000 getestet haben. Äußerlich ist der Impaq 8000 eher schlicht designt, lediglich ein paar schräge Flächen und abgerundete Kanten lockern das Erscheinungsbild auf. Ein großzügig dimensionierter Drehregler zur Quellen- und Lautstärkewahl bestimmt die rechte Seite der Front, darunter finden sich zwei gut zugängliche Anschlüsse für einen Kopfhörer und USB-Speichermedien. In der Mitte der Front sind Disc-Schacht, Display und zwei Soft Keys für das Auswerfen von Blu-rays und das Aktivieren der Quellenwahl untergebracht, ganz links finden sich der Standby-Knopf und das Herstellerlogo.

Der schlicht-elegante Blu-ray-Receiver Impaq 8000 lässt sich bei Bedarf auch im Lowboard verstecken.

Der schlicht-elegante Blu-ray-Receiver Impaq 8000 lässt sich bei Bedarf auch im Lowboard verstecken.

Die Rückseite des Impaq 8000 ist den Anschlüssen vorbehalten, hier hat Teufel den durchschnittlichen Bedarf ziemlich gut getroffen. Drei HDMI-Eingänge sind vorhanden, ebenso ein ARC-fähiger HDMI-Ausgang, der zum Anschluss ans TV-Gerät gedacht ist. So kann sowohl das Bild-Signal der Blu-rays zum Fernseher als auch dessen per integriertem Tuner empfangener Ton zum Blu-ray-Receiver übertragen werden. Auch auf der Rückseite des Impaq 8000 ist ein USB-Slot platziert, dazu kommen Eingänge für jeweils ein Koaxial- und ein optisches Digitalkabel sowie auf analogem Wege für ein Cinch-Kabel (Aux-In).

Praktisch am Blu-ray-Receiver sind die Frontanschlüsse für Kopfhörer und USB-Speichermedien unter dem großzügigen Drehregler.

Praktisch am Blu-ray-Receiver sind die Frontanschlüsse für Kopfhörer und USB-Speichermedien unter dem großzügigen Drehregler.

Wer lieber ein 7.1-Set einsetzen möchte, kann den Aux-Ausgang zum Anschluss eines externen Verstärkers nutzen, mit dem dann die Rear-Kanäle versorgt werden. Auch ein Subwoofer lässt sich natürlich anschließen, alternativ kann dieser aber auch kabellos über den im Set enthaltenen SubConnect an den Blu-ray-Receiver gekoppelt werden. Um den Impaq 8000 ins Internet zu bringen, wird entweder ein WLAN-Stick oder das LAN-Kabel benötigt und zu guter Letzt ist ein Anschluss für ein FM-Antennenkabel an Bord.

Anschlussseitig bietet der Impaq 8000 ein gesundes Maß fürs Wohnraumkino

Anschlussseitig bietet der Impaq 8000 ein gesundes Maß fürs Wohnraumkino.

Raumfeld Connector: Multiroom ist immer gut

Im Lieferumfang des Varion Impaq Streaming-Pakets befindet sich auch der Raumfeld Connector (auch im „Varion Complete Streaming 5.1“ enthalten), ein WLAN-Netzwerkplayer der Spitzenklasse. Damit zeigt Teufel, dass das Thema Multiroom, also ein über mehrere Räume verteiltes und per WLAN verbundenes (und damit zentral steuerbares) Musiksystem, eine immer ernstzunehmendere Zukunftsperspektive besitzt und über kurz oder lang wohl kein Weg mehr daran vorbei führen wird.
Das flache Kästchen im reduzierten und edlen Design wird ganz einfach über ein Stereo-Cinch-Kabel (im Lieferumfang enthalten) oder ein optisches Digitalkabel an den Impaq 8000 angeschlossen. So wird es möglich per Gratis-App auf Musik aus dem Internet und die eigenen Musiksammlung, zum Beispiel auf einem NAS-Laufwerk oder Smartphone, zuzugreifen und via Heimnetzwerk an die Varion-Anlage zu senden und abzuspielen. Damit das so klingt wie man es von Teufel erwartet, beherbergt der Raumfeld Connector einen D/A-Wandler von Cirrus Logic, der Musikdateien mit einer Auflösung von 24 Bit bei einer Abtastrate von 192 kHz unterstützt.

Unscheinbar, aber extrem wirkungsvoll: Der Raumfeld Connector macht das Varion-Ensemble zur Multiroom-Komponente.

Unscheinbar, aber extrem wirkungsvoll: Der Raumfeld Connector macht das Varion-Ensemble zur Multiroom-Komponente.

Als Quelle stehen, wie erwähnt, unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Besonders interessant ist dabei natürlich für Musikfreunde die kabellose Zugriffsmöglichkeit auf die lokal gespeicherte Sammlung. Das schließt Netzwerklaufwerke ebenso ein wie DLNA/UPnP-Medienspeicher und natürlich die Dateien auf dem Smartphone oder Tablet. Darüber hinaus hat der Raumfeld Connector aber auch ein Herz für nicht netzwerkfähige Speichermedien, die sich via USB-Anschluss ankoppeln lassen (zum Beispiel ganz normale externe Festplatten oder USB-Sticks). Falls die eigene Sammlung aber entweder überschaubar oder zu eintönig geworden ist, bietet die Raumfeld-App auch Zugriff auf diverse Internet-Streaming-Dienste, die künftig weiter ausgebaut werden sollen.

Besonders spannend wird das Ganze, sobald man Besitzer gleich mehrerer Raumfeld-Komponenten ist und so in verschiedenen Räumen dieselbe Musik zeitgleich abspielen und zentral vom Smartphone aus steuern kann. Sogar die Musik vom Plattenspieler kann mit einem Raumfeld Connector in andere Räume gestreamt werden. In diesem Fall wird das entsprechende Gerät an die Line-In-Buchsen des Connectors angeschlossen. Und trotz dieser vielfältigen Möglichkeiten ist die Steuerung via App denkbar einfach und intuitiv. Die Auswahl und das Abspielen der Musik versteht man auch ohne Anleitung schnell und zur Einrichtung einzelner Raumfeld-Lautsprecher oder ganzer Gruppen innerhalb des Multiroom-Setups leistet der Einrichtungsassistent gut verständliche Hilfe. Die „Raumfeld Controller App“ ist natürlich für iOS- und Android-Geräte erhältlich und steht kostenlos im jeweiligen AppStore zur Verfügung.

Verfügbaren Platz effizient genutzt: Der kleine Connector bietet Eingänge für Cinch-Kabel und USB-Medien.

Verfügbaren Platz effizient genutzt: Der kleine Connector bietet Eingänge für Cinch-Kabel und USB-Medien.

Wohldosierte Kraft statt purer Power

Bei kleinen und kompakten Lautsprechern lässt die Frage „Können die auch laut?“ nie lange auf sich warten. Spätestens seit unseres Test der optisch etwas fülliger wirkenden Cubycons von Teufel wissen wir: Oh ja! Laut, sehr laut sogar! Und dabei sind sie sogar noch erstaunlich präzise und detailliert. So ist es fast schon logisch, dass die Varion-Satelliten diese Erfahrung bestätigen, obwohl sie in Abmessung und Ausstattung etwas anders konstruiert sind. Wie erwähnt, handelt es sich um ein Zwei-Wege-System, was per se vorteilhaft für moderate Pegel ist und ab einem gewissen Niveau grundsätzlich eine sehr gute räumliche Abbildung vorweisen kann. Genau das Richtige also fürs Wohnraumkino, was ja allein aus Platzgründen normalerweise kompaktere Lautsprecher wie die Varion-Satelliten verlangt und in klassischen Wohnungsituationen vor allem deshalb den Vorzug gegenüber voluminöserer Lautsprecher bekommt. Das macht aber absolut nichts, denn die Varion-Satelliten besitzen ein Zwei-Wege-System das gleich gleich sechs Mitteltöner zu Verfügung stellt – an der nötigen Power mangelt es also nicht. Nun aber genug der Theorie, uns geht es um die Praxis!

Die Standfüße der Varion-Satelliten verfügen über massive Schraubklemmen, die das vom Receiver kommende Kabel aufnehmen.

Die Standfüße der Varion-Satelliten verfügen über massive Schraubklemmen, die das vom Receiver kommende Kabel aufnehmen.

Und da zeigen die Varion-Lautsprecher direkt mal, wo “der Hammer hängt”. Da wir mit dem Blu-ray-Receiver Impaq 8000 schon unsere (positiven) Erfahrungen machen durften, als wir besagtes Cubycon-Ensemble getestet haben, schnappen wir uns wie damals die Blu-ray des Actionfilms „John Wick“ und lassen Keanu Reeves ordentlich auf die Pauke (und die Nasen der Gangster) hauen. In der obligatorischen und Profikiller-gerecht choreographierten Nachtclub-Szene stellen wir dann beim Experimentieren mit der Volume-Taste fest, dass die schlanken Varion-Satelliten ab Pegel oberhalb der Zimmerlautstärke dann doch leicht hinter den Cubycons zurückstecken müssen, was sich allerdings sowieso erst in Sphären jenseits der Zimmerlautstärke und somit auch jenseits einer angenehmen Kulisse bemerkbar macht. Dementsprechend halten wir uns gar nicht lange im obersten Pegelbereich auf, denn auch in gemäßigteren Lautstärkegefilden donnern insbesondere die kräftigen Bässe unverändert heftig auf die Ohren. Der Unterschied zum unterm Sofa platzierten Flach-Subwoofer T 4000 aus dem Cubycon-Set ist lediglich der spürbare (Körper-)Bass, der hier mit dem US 2106/1 ebenfalls etwas etwas moderater zum Tragen kommt. Das ist aber keineswegs tragisch, denn beim Filmton sollte es ja ohnehin nicht darum gehen, ausschließlich Krach zu machen, sondern um das Aufziehen einer realistischen Klangkulisse.

Die kraftvolle Seite zeigt das Varion-Ensemble dann auf der pulsierenden Tanzfläche des Clubs und natürlich während der rasanten Autofahrt, mit der Wick seinen Einfallsreichtum im Zweckentfremden von Alltagsgegenständen als tödliche Waffe zur Schau stellt. Der oft strapazierte Begriff der Spielfreude ist hier gar kein Ausdruck für die agile und passionierte Herangehensweise der Varion-Satelliten. Überall um uns herum scheinen die Reifen zu quietschen, Lack zu zerkratzen und Schüsse zu pfeifen. Dumpfer Aufprall wechselt sich mit knirschenden Kollisionen ab, immer wunderbar präzise ins voluminöse Gesamtbild eingebettet. Spätestens mit dem einsetzenden Regen beim Showdown ist dann klar, dass die schlanken Varion-Lautsprecher problemlos ein Gewitter simulieren können und lediglich die Sprinkleranlage fehlt noch zur völligen Illusion. Aber darauf können wir auch gut verzichten, sonst wird nachher noch das Popcorn matschig.

Der kleine SubConnect hat große Wirkung: Er erspart das Verlegen von Subwooferkabeln quer durchs Zimmer.

Der kleine SubConnect hat große Wirkung: Er erspart das Verlegen von Subwooferkabeln quer durchs Zimmer.

Lautsprecher auf Ohrhöhe

Apropos Illusion: Die erfahren wir mit dem Varion-Ensemble ohne Frage, denn während Wick sich den Weg durch den Nachtclub bahnt und sich dabei mit Waffengewalt und bloßer Faust seiner Widersacher entledigt, macht sich die angesprochene Räumlichkeit spektakulär bemerkbar. Die knappen Dialoge sind glasklar zu verstehen und die einzelnen klanglichen Details wirken noch genauer platziert, als zum Beispiel die im noch etwas ruhigeren Setting aus der Hand geschlagene Pistole, die akustisch exakt dort aufschlägt, wo man es anhand der Flugkurve erwartet. Sehr präzise Arbeit, sowohl vom Auftragskiller auf der Leinwand als auch vom Entwicklerteam von Teufel! Hier spielt es natürlich auch eine Rolle, dass die Frontlautsprecher durch die Tischstandfüße ziemlich genau auf Ohrhöhe des Publikums platziert sind, was die Anschaffung dieser Zubehörprodukte nicht nur aus optischen Aspekten nochmal empfehlenswert macht. Die kleinen Details können nun mal den Unterschied ausmachen und wer schon fast 1.750 Euro investiert, sollte ruhig nochmal neun bis zehn Prozent davon in sich auszahlende Ergänzungen stecken – überzogen teure Kinotickets werden danach sowieso erst mal für lange Zeit uninteressant sein.

Stattdessen sorgt der SubConnect für eine drahtlose Übertragung des Subwoofersignals.

Stattdessen sorgt der SubConnect für eine drahtlose Übertragung des Subwoofersignals.

Durchdachte Konstruktion: Die Verbindungsstange des Standfußes fungiert zugleich als Kabelführung.

Durchdachte Konstruktion: Die Verbindungsstange des Standfußes fungiert zugleich als Kabelführung.

Musikalische Qualitäten

Musikalisch zeigt sich das Varion-Set natürlich auch, hier wird dann allerdings vom 5.1-Betrieb auf Stereo oder 2.1 umgestellt. Selbstverständlich binden wir nun auch den Raumfeld Connector ein, um das erst kürzlich erschienene Album „The Getaway“ von den Red Hot Chili Peppers ans Varion zu streamen. Speziell die räumliche Darstellung fällt sofort auf, trotz relativ naher Aufstellung zueinander, eröffnen die Frontlautsprecher umgehend eine breite Bühne und geben den auf dem realen Gegenstück immer sehr agilen Musikern jede Menge Freiraum. Den nutzen die kalifornischen Funk-Rocker natürlich gerne aus, insbesondere der Titeltrack und die nicht weniger dynamische Single „Dark Necessities“ fordern eine Menge Präzision, die das Varion-Ensemble problemlos aufbietet. So kommen melodiöse Gitarren und der Slap-Bass sogar im Kontext des unter Josh Klinghoffer nochmals angestiegenen Multiinstrumentalismus schön zur Geltung und zeigen, dass auch die mittlerweile älter gewordenen Peppers noch immer verdammt gute Musik abliefern.

Auch die Rückseite der Halterung selbst verfügt über eine Kabelführung.

Auch die Rückseite der Halterung selbst verfügt über eine Kabelführung.

Fazit

Vielseitig einsetzbar, gutaussehend und talentiert: Träten die Varion-Sets in einer Casting-Show an, würden sie die Konkurrenz vermutlich innerhalb weniger Sekunden pulverisieren. Ein sehr hohes Niveau, das Teufel mit den diversen Varion-Kombinationen hier ansetzt und damit schonungslos Druck auf die Mitbewerber ausübt. Das Flaggschiff Varion Impaq Streaming setzt neben reinem Heimkinobetrieb auch noch auf das Thema Multiroom-Streaming und Wireless HiFi, wodurch das Ensemble neben hohem Komfort auch noch ganz nebenbei eine zukunftssichere Variante darstellt.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1+
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

100 %

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160626.Teufel-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Teufel Varion Impaq Streaming
Produktkategorie:5.1-Blu-ray-Komplettanlage
Preis:1.749,99 Euro
Garantie:bis zu 12 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 300 9 300
www.teufel.de
Hochtöner (FCR):19 mm
Mitteltöner (FCR):6x 55-mm
Tieftöner (Subwoofer):1x 160 mm (Zellulose, beschichtet)
Abmessungen:Satelliten: 50 x 7 x 6,7 cm
Subwoofer: 38,5 x 28 x 28,5 cm
Impaq 8000: 8 x 40 x 36 cm
Raumfeld Connector: 2,8 x 17,2 x 12,7 cm
Gewicht:Satelliten: 1,2 kg/Stück
Subwoofer: 7,9 kg
Impaq 8000: 4,8 kg
Raumfeld Connector: 0,29 kg
Prinzip:Zwei-Wege-System
Anschlüsse:Impaq 8000
1x koaxial
1x optisch
1x Cinch-Eingang
1x Cinch-Ausgang
1x 3,5-mm-Kopfhörerausgang
1x Subwoofer-Ausgang
1x HDMI-Ausgang
3x HDMI-Eingänge
2x USB 2.0
1x LAN-Anschluss
1x FM-Antennenanschluss
Buetooth

Raumfeld Connector
1x optischer Digital-AusgangDigital-Ausgänge optisch
1x Cinch-Eingang Stereo
1x Cinch-Ausgang Stereo
1x USB 2.0
1x LAN
Unterstützte Formate
(Raumfeld Connector):
- MP3
- WMA
- WAV
- AAC
- FLAC
- OGG
- Apple Lossless
- Samplingraten bis 192 kHz
- Gapless playback
Lieferumfang:5x Varion-Satellit
1x Center-Schale
1x Subwoofer US 2106/1
1x Blu-ray-Receiver Impaq 8000 inkl. Fernbedienung
1 Paar Tischstandfüße
1x Wireless Subwoofer-Modul
1x Raumfeld Connector inkl. Cinch-Kabel
1x Kabelset mit Lautsprecherkabel (30 m) und HDMI-Kabel (1,5 m)
Besonderes:- 4K-UHD-Support
- integrierter Slim-Line-Blu-ray-AV-Receiver
- HD-Audio
- 3D
- Multiroom-Streaming über WLAN
- kabellose Subwoofer-Verbindung
- sofort spielfertig
- MKV- und DivX-HD-Support
- FM-Radio mit RDS
- 7.1-Option
- Slot-in-Laufwerk
- NFC
- aptX
- LAN
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1+
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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