von

Redakteur

Der große Flachbildfernseher hängt schon an der Wand, Blu-ray-Player und Surround-Set fehlen aber noch für einen gemütlichen Filmabend? Kein Problem, schließlich gibt es für solche Fälle ja perfekt aufeinander abgestimmte Komplettanlagen, die im Prinzip nur noch angeschlossen werden müssen und damit im Handumdrehen spielfertig sind und ein hervorragendes Heimkino-Erlebnis ermöglichen. Wie zum Beispiel das brandneue Cubycon Impaq von Teufel – wir hatten es schon im Test!

Auch wenn viel drinsteckt: Der Blu-ray-Receiver IP 8000 BR lässt sich platzsparend unterbringen.

Auch wenn viel drinsteckt: Der Blu-ray-Receiver IP 8000 BR lässt sich platzsparend unterbringen.

Pünktlich zum Verkaufsstart haben wir die 5.1-Blu-ray-Komplettanlage erhalten und damit direkt einen passenden Rahmen für das DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München – gutes Timing also. Bevor wir uns allerdings dem Fußball widmen, kümmern wir uns zunächst um unseren Testkandidaten. Vier Pakete gilt es dafür zu öffnen, im größten steckt der zum Set gehörende Flach-Subwoofer T 4000. Die fünf Lautsprecher des Sets sind allesamt in einem weiteren Karton verstaut, schließlich handelt es sich hier um die kompakten und baugleichen Satelliten-Lautsprecher CUB 2 FCR. Ein weiteres Paket beherbergt das Zubehör (Lautsprecherkabel, HDMI-Kabel und Wireless-Modul für den Subwoofer), im letzten schließlich steckt des Herzstück der Blu-ray-Anlage: Der Blu-ray-Receiver Impaq 8000 BR.

Blu-ray-Receiver mit großzügiger Ausstattung

Der Impaq 8000 ist ein recht schlicht gehaltener Blu-ray-Receiver, der in einem schwarzen Gehäuse mit geradlinigem Design steckt. Vorn sorgen abgerundete Kanten für eine frische Optik, die zusätzlich von den nach unten und innen abfallenden Flachen des Gehäusebodens betont wird. Unten rechts ist ein kleiner „Vorbau“ zu sehen, in dem sich der Kopfhöreranschluss und ein USB-Port befinden. Darüber sitzt der kreisrunde Drehregler, mit dem sich Lautstärke und Quelle einstellen beziehungsweise auswählen lassen. Nach links gehend folgen das sehr gut lesbare Display, zwei Soft Keys zum Auswerfen von Blu-rays und zur Aktivierung der Quellenwahl, der Disc-Slot sowie der Standby-Knopf und darunter das Herstellerlogo in silber-metallic. Selbiges ist auch noch einmal als schlichte Prägung in der Oberseite des Impaq 8000 zu sehen, allein deshalb lohnt sich auch schon die Aufstellung auf einem Lowboard und nicht versteckt in einem Rack. Zumal man dann besser an die Anschlüsse auf der Rückseite herankommt…

Abgerundete Kanten, schräge Flache, schlichtes Äußeres: Der Impaq 8000 macht einen stilsicheren und modernen Eindruck.

Genug Anschlüsse, aber ohne zu übertreiben

Oftmals sind AV-Receiver ja mit allerlei Eingängen ausgestattet, die in der Regel über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen. Beim Impaq 8000 ist das anders, hier wurde recht gut kalkuliert, was der durchschnittliche Heimkinofreund mit Interesse an einer Komplettanlage so benötigt. Es gibt drei HDMI-Eingänge sowie einen HDMI-Ausgang, der ARC-fähig ist und damit dem Anschluss an den Fernseher dient. Denn das ermöglicht sowohl die Übertragung des Blu-ray-Bilds zum TV-Gerät als auch umgekehrt die Einspeisung des Fernsehtons, sofern dieser über einen integrierten Tuner empfangen wird. Wird noch ein Sat- oder Kabelreceiver genutzt, lassen sich diese natürlich über einen der drei „HDMI-In“-Slots anschließen. Neben dem HDMI-Ausgang zum TV ist ein USB-Slot platziert, einen zweiten gibt es auch noch in der Front neben dem 3,5-mm-Kopfhörerausgang. Weitere Eingänge gibt es wieder auf der Rückseite, hier sind Slots für jeweils ein Koaxial- und ein optisches Digitalkabel vorhanden sowie auf analogem Wege für ein Cinch-Kabel (Aux-In).

Anschlüsse sind beim Impaq 8000 mehr als ausreichend, aber trotzdem nicht in übertriebenem Maß vorhanden.

Anschlüsse sind beim Impaq 8000 mehr als ausreichend, aber trotzdem nicht in übertriebenem Maß vorhanden.

Auch ein Lüfter findet hier den Weg ins Freie, womit wir einen vorsichtigen Kritikpunkt äußern müssen – denn die Geräusche des Lüfters waren mitunter relativ laut. Möglicherweise ist das auch nur ein Produktfehler unseres Testobjekts, allerdings wollen wir das trotzdem nicht unerwähnt lassen – gleichzeitig weisen wir aber hier auch auf den sehr kulanten Service von Teufel hin, der neben einer achtwöchigen Testphase auch eine langfristige Garantie auf seine Produkte gibt. Und um der Frage vorzubeugen: Bei der Filmwiedergabe fallen die Lüftergeräusche nur in sehr ruhigen Szenen auf und stehen natürlich in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Blu-ray-Receiver und Hörplatz.

Das Display des Impaq 8000 ist stets gut ablesbar und konzentriert sich auf die wesentlichen Informationen.

Das Display des Impaq 8000 ist stets gut ablesbar und konzentriert sich auf die wesentlichen Informationen.

Zurück zu den Anschlüssen, weiter geht es in der unteren Reihe mit einem Subwoofer-Ausgang, falls man sich gegen die kabellose Funklösung entscheidet, und ganz links mit einen Aux-Ausgang, über den auch ein zusätzlicher externer Verstärker angeschlossen werden kann, um darüber die Rear-Kanäle eines 7.1-Systems zu bestücken – dafür ist dann zunächst eine entsprechende Einstellung im Bildschirm-Menü des Impaq 8000 zu wählen (siehe unten). Die Anleitung gibt da gut verständliche Hilfestellung. Weitere Anschlüsse für ein FM-Antennenkabel und ein LAN-Kabel sind ebenfalls an Bord.

Die Schraubklemmen sitzen zwar relativ dicht beeinander, lassen sich aber trotzdem recht gut auf- und zuschrauben.

Die Schraubklemmen sitzen zwar relativ dicht beeinander, lassen sich aber trotzdem recht gut auf- und zuschrauben.

Internetfähig mit Einschränkungen

Letzteres ist standardmäßig die einzige Option, den Impaq 8000 ins Internet zu bringen – alternativ lässt sich auch ein WLAN-USB-Stick anschließen, der gehört aber weder zum Lieferumfang noch zu unserem Test-Setup. Beim Einsatz im Wohnraum dürfte der Router aber auch in erreichbarer Nähe sein und der Impaq 8000 per LAN-Kabel verbunden werden können. Damit hat man dann auch gleich die Möglichkeit, von Medienservern zu streamen oder die Funktionalität „BD Live“ zu nutzen. Darüber lassen sich bei vielen Blu-rays zusätzliche Inhalte herunterladen. Dann muss allerdings auch ein USB-Stick mit einem Gigabyte freiem Speicher angeschlossen sein. Eine weitere drahtlose Option ist die Verbindung via Bluetooth, falls man Musik zum Beispiel vom Smartphone streamen möchte.

Auch die Details wie der sanft beleuchtete Standby-Knopf und das Herstellerlogo sind stimmig und hochwertig ins Gesamtdesign integriert.

Auch die Details wie der sanft beleuchtete Standby-Knopf und das Herstellerlogo sind stimmig und hochwertig ins Gesamtdesign integriert.

Signalgeber mit Schwerpunktzonen

Die Fernbedienung des Impaq 8000 ist – angesichts der vielen Funktionen nachvollziehbar – mit reichlich Tasten ausgestattet. Eine genaue Übersicht über deren Funktionalitäten liefert die Bedienungsanleitung mit einer beschrifteten Skizze auf Seite 10. Wichtig sind vor allem die Steuerungstasten der Blu-ray-Wiedergabe (die hellgrauen Tasten direkt über den bunten Buttons) sowie der darüber liegende Lautstärkeregler und die Stummschaltung. In der oberen Hälfte der Fernbedienung befindet sich ein kreisrundes Steuerelement mit Pfeiltasten, mit dem sich durch Menüs (sowohl das Menü des Impaq 8000 selbst als auch die der eingelegten Blu-rays) navigieren lässt. In der Mitte des Kreises sitzt ein „OK“-Button zur Bestätigung einer getroffenen Auswahl. Oben links lassen sich die Menüs der Blu-rays aufrufen (links das Hauptmenü, rechts das während der Wiedergabe zu öffnende „Pop Up Menü“, mit sich zum Beispiel die Tonspur umschalten lässt), unten sind eine „Zurück“-Taste sowie der „Home-Button“ (mit einem Haus-Symbol), mit dem man zum Hauptmenü des Impaq 8000 zurückkehrt.

Eine Direktauswahl aller verschiedenen Quellen fehlt allerdings, hier kommt vor allem das Äquivalent zur Lautstärkewippe zum Einsatz, mit dem sich die Quellen der Reihe nach durchklicken lassen. Die Direktwahl ist nur für den ARC-Anschluss sowie Radio und Bluetooth vorhanden. Positiv fallen die darunter liegenden Tasten für „Level“ und „Tone“ auf, hier können nämlich während der Wiedergabe die Pegel der einzelnen Lautsprecher angepasst und der Klang hinsichtlich Höhen und Tiefen geregelt werden, so dass man auch während der laufenden Wiedergabe kurz und effektiv Anpassungen am Klangbild vornehmen kann – dazu später mehr, erst einmal schauen wir uns die davon betroffenen Lautsprecher an.

Viele Tasten, aber trotzdem noch recht übersichtlich. Wichtig ist vor allem das kreisrunde Element in der Mitte zur Navigation.

Viele Tasten, aber trotzdem noch recht übersichtlich. Wichtig ist vor allem das kreisrunde Element in der Mitte zur Navigation.

Kompakte Lautsprecher mit knackigem Punch

Im Komplettset wird der Impaq 8000 in Kombination mit einem Surround-Set aus fünf Cubycon-Lautsprechern und dem Flach-Subwoofer T 4000 ausgeliefert. Bei den Satelliten handelt es sich um komplett baugleiche Lautsprecher mit einem Vollaluminium-Gehäuse mit anodisierter Oberfläche. Die ist nicht nur sehr hochwertig, sondern sieht auch genau so aus. Ein hübsches Detail sind die leicht nach außen gewölbten Frontgitter in Gehäusefarbe, die so ganz nebenbei auch noch für eine sehr gute Klangdurchlässigkeit bei ziemlich perfektem Schutz für die Treiber sorgen. Obwohl die Cubycons gerade einmal 18,8 Zentimeter in der Höhe bei einer Grundfläche von 9,5×9,7 Zentimeter messen, verfügen sie über einen hohen Wirkungsgrad, der sie auch problemlos für den Einsatz in größeren Räumen qualifiziert.

Die kompakten Cubycon-Satelliten machen immer eine gute Figur.

Die kompakten Cubycon-Satelliten machen immer eine gute Figur.

Als Treiber kommen hier einerseits ein 80-mm-Mitteltöner aus beschichteter Zellulose mit vorgesetztem 20-mm-Seidenhochtöner sowie andererseits ein 80-mm-Tiefmitteltöner zum Einsatz. Die ultraleichten Membranen sind dank präziser Frequenzweiche auf ihre optimalen „Arbeitsbereiche“ eingestellt und dank eines aufwändig konstruierten Wave-Guides erreichen sie eine breite Schallabstrahlung mit sehr guter Sprachverständlichkeit und hoher Präzision. Dank der Baugleichheit können die Cubycons zudem völlig flexibel eingesetzt werden und jeder von ihnen kann sowohl als Front-, Center- oder Surround-Speaker platziert werden.

Die baugleichen Cubycons lassen sich sehr flexibel einsetzen und sowohl stellen als auch an Wand oder Ständer montieren.

Die baugleichen Cubycons lassen sich sehr flexibel einsetzen und sowohl stellen als auch an Wand oder Ständer montieren.

Selbst das Herstellerlogo und die selbstklebenden Dämpfungsmatten sind nicht „vormontiert“, so dass man hier keinerlei Vorgaben einhalten muss. Wer Wert auf das magnetisch haftende Herstellerlogo legt und dieses auf jeden Fall präsentieren möchte, sollte dies allerdings zuerst auf die Front der Cubycons setzen, denn nicht in jeder Ecke bleibt es auch hängen – insbesondere beim als Center deklarierten Speaker könnte das dann einen optischen Makel geben. Anschließend lassen sich die Dämpfungsmatten vom Trägerpapier abziehen und am Boden der Cubycon-Gehäuse andrücken. Beim Center, der in der Regel in horizontaler Position platziert wird, kommen zwei der Quadrate zum Einsatz, die übrigen Satelliten kommen mit einem aus.

Zur Entkopplung rutschfestem Stand lassen sich Dämpfungsmatten unter die Cubycons kleben.

Zur Entkopplung rutschfestem Stand lassen sich Dämpfungsmatten unter die Cubycons kleben.

Verzichten kann man auf die zusätzliche Standfestigkeit bietenden Matten, sofern man sich für die Wand- oder Ständermontage entscheidet. Dafür sind die Cubycons auf der Rückseite mit gleich zwei Aufhängevorrichtungen (oben und unten) ausgestattet und ein Gewinde erlaubt die Befestigung am Lautsprecherständer. Die Schraubklemmen sitzen mit Rücksicht auf die Wandmontage in einer Vertiefung, bieten aber genug Spielraum, um sie problemlos auf- und zudrehen zu können. Seitlich versetzt sitzen zwischen den beiden Schraubklemmen zwei kleine Bassreflexports, die die kompakten Cubycons im Tieftonbereich unterstützen.

Selbst die Logos sind bei den Cubycons nicht vormontiert, sondern lassen sich magnetisch anheften.

Selbst die Logos sind bei den Cubycons nicht vormontiert, sondern lassen sich magnetisch anheften.

Flacher Subwoofer für ein dickes Fundament

Das tut in unserem Set allerdings vor allem der T 4000, der sich als Flach-Subwoofer auch ganz hervorragend unters Sofa schieben oder hängend an der Wand montieren lässt. Für letztere Option gibt es an den beiden Seitenteilen jeweils zwei Schlüssellochaufhängungen, bei Aufstellung auf dem Boden können zwei zusätzliche Standfüße im Gehäuseboden zwischen den Tieftönern platziert werden, um mehr Stabilität zu erreichen. Das Gehäuse besteht übrigens aus massiver MDF-Platte und ist mit mattem Schleiflack veredelt. Die Seitenteile sind weiß, der Rest in Schwarz gehalten. Drei Tieftöner mit jeweils 130 Millimetern Durchmesser aus beschichteter Zellulose sind im Gehäuseboden verbaut, zusätzlich gibt es zwei Bassreflexports, die jeweils außen in der Rückwand sitzen.

Der flache Subwoofer T 4000 lässt sich sogar unter das Sofa schieben.

Der flache Subwoofer T 4000 lässt sich sogar unter das Sofa schieben.

Die Rückseite beherbergt außerdem rechts den Anschluss für das Stromkabel sowie einen Kippschalter zum Ein- bzw. Ausschalten. Ganz links befindet sich ein Slot für das Wireless-Modul, mit dem sich der T 4000 auch kabellos mit dem Impaq 8000 verbinden lässt – sehr praktisch, wenn er unter einem Sofa platziert wird, das nicht direkt an einer Wand steht und das Verlegen von Kabeln dementsprechend problematisch wäre. Direkt neben dem Wireless-Modul lässt sich der aktuelle Wireless-Status anhand einer kleinen LED ablesen, darunter ist zudem ein Pairing-Button platziert, der zur erstmaligen Kopplung zwischen Blu-ray-Receiver und Subwoofer benötigt wird – anschließend nehmen beide Komponenten automatisch Kontakt zueinander auf. Falls doch lieber die „klassische“ Verbindung via Kabel bevorzugt wird, ist auch dafür ein entsprechender Anschluss vorhanden. Weiter rechts lassen sich dann das automatische An- und Abschalten sowie die Anschlussart („Wireless“ oder „Sub In“) und die Phase auswählen. Darüber sind zwei Drehregler zu finden, mit denen Lautstärke des Subwoofers und High-Pass-Filter festgelegt werden. Einstellungen, die auch in Abstimmung mit dem Impaq 8000 vorgenommen werden sollten.

Auf der Rückseite des Subwoofers lässt sich ein Wireless-Modul einstecken.

Auf der Rückseite des Subwoofers lässt sich ein Wireless-Modul einstecken.

Viele Einstellungsmöglichkeiten – ohne zu überfordern

Denn der Blu-ray-Receiver bietet in seinem Hauptmenü neben den Bereichen „Meine Medien“ (hier können zum Beispiel Medienserver verbunden werden) und „Quellenwahl“ zwei Punkte, mit denen sowohl die Video- als auch die Klangeinstellungen detailliert angepasst werden können. Das liegt unter anderem auch daran, dass hier eine Menge Dinge wie zum Beispiel die 4K-Unterstützung an Bord sind. Die Auflösung der an das TV-Gerät gesendeten Bildsignale wird vom Impaq 8000 zunächst automatisch in Abhängigkeit vom angeschlossenen Fernseher bestimmt. Manuell kann man aber auch eingreifen und zwischen vier verschiedenen Optionen wählen. Verwendet man ein Nicht-HD-Gerät, ist die Option „480p/576p“ geeignet, wobei wir ehrlich gesagt bezweifeln, dass jemand eine Blu-ray-Anlage daran koppeln wird. Bleiben also die HD-Ready-Variante („720p“) sowie die Full-HD-Option („1080p“) und natürlich das 4K-Upscaling. Letzteres sollte nur bei UHD-TVs ausgewählt werden und ist auch nur nötig, wenn die automatische Auswahl kein stabiles Bild zustande bringt. Wird mit dieser Einstellung eine „normale“ Blu-ray oder DVD abgespielt, skaliert der Impaq 8000 die Video-Auflösung auf 4K hoch. Das Bild der Blu-rays wirkt dadurch noch einmal deutlich klarer und rückt auch noch so kleine Details in den Fokus.

Die Navigation im Menü des Impaq 8000 erfolgt ebenfalls per Fernbedienung.

Auch klanglich gibt es verschiedene Optionen, mit denen die Cubycons und der T 4000 perfekt auf die räumlichen Gegebenheiten abgestimmt werden können. So lassen sich beispielsweise die einzelnen Lautsprecher in Abstand zum Hörplatz und Lautstärke individuell einstellen. Dies kann per Testton im Hauptmenü geschehen oder im Falle der Lautstärke alternativ während der Filmwiedergabe, indem man dann die „Level“-Taste drückt und sich mit den Pfeiltasten durch das kleine, eingeblendete Menü navigiert. Das haben wir übrigens auch getan und dem Subwoofer ein paar Dezibel mehr gestattet. Eine Sache von Sekunden und schon fühlt man sich wesentlich wohler. Denn obwohl die Werkseinstellung des Impaq 8000 schon verdammt gut ist, gibt es nun auch mal unvorhersehbare räumliche Begebenheiten, die eine partielle Feinjustierung erfordern.

Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Audioverzögerung mit der Funktion „Lip Sync“ zu justieren, falls bei der Film-Wiedergabe Bild und Ton nicht synchron wiedergegeben werden. Im Test hatten wir da zwar keinen Bedarf, allerdings kennen wir das Phänomen aus der Vergangenheit und da das wirklich nervig ist, sind wir über eine Anpassungsmöglichkeit immer froh.
Erwähnenswert ist auch die Option, den Impaq 8000 für ein 7.1-System zu nutzen. In dem Fall muss im Untermenü „Lautsprechereinstellungen“ die Lautsprecherkonfiguration von 5.1 auf 7.1 umgestellt werden. Dann lässt sich über den „Aux Out“-Ausgang ein externer Verstärker anschließen, der dann die Signale für die Rear-Kanäle empfängt und an die angeschlossenen Lautsprecher weiterreicht. Auch hier hilft die Bedienungsanleitung mit anschaulichen Skizzen weiter.

Die Discs werden zum Einlegen ganz einfach sanft in den Slot gedrückt.

Die Discs werden zum Einlegen ganz einfach sanft in den Slot gedrückt.

Klanggewitter mit Sinn für Details

Wir bleiben aber natürlich beim 5.1-Setup und legen die Blu-ray des zuletzt häufig bewährten Action-Films „John Wick“ ein. Der gleichnamige Protagonist darf sich im Nachtclub mal wieder so richtig austoben und Jagd auf seinen Widersacher machen. Da geht es schon richtig rund und das Cubycon-Ensemble reißt ordentlich die Wände ab. Der Subwoofer leistet dabei wertvolle Unterstützung und pumpt die Bässe von der Tanzfläche mit ordentlichem Nachdruck in den Hörraum. Knackig, dynamisch, aggressiv und vor allem punktgenau gehen die Lautsprecher hier zu Werke, so dass die temporeiche und hektische Auseinandersetzung mit genau der richtigen Wirkung rüberkommt. Erstaunlich ist dabei vor allem der Pegel, den der Blu-ray-Receiver IP 8000 BR schon bei gerade einmal einem Drittel seines Potenzials produziert. Da liegen wir in unserem rund 25 Quadratmeter großen Hörraum schon recht deutlich über der Zimmerlautstärke – viel fehlt nicht und es wäre bei den besonders fokussiert in Szene gesetzten Schüssen sogar schon etwas zu laut. Das nur als Hinweis für diejenigen, die angesichts der kompakten Ausmaße der Cubycons denken, dass das Set nichts für größere Räume sei.

Falls der Subwoofer nicht unters Sofa passt: Kein Problem, auch die Wandmontage ist möglich.

Falls der Subwoofer nicht unters Sofa passt: Kein Problem, auch die Wandmontage ist möglich.

In Anbetracht dieser erstaunlichen Leistung springen wir direkt nochmal ein paar Kapitel weiter und begleiten Wick auch noch zur nächsten Schießerei. Auch hier stellt das Cubycon-Impaq-Set seine hohe Präzision unter Beweis, indem es selbst bei Dauerfeuer jeden einzelnen Schuss detailliert abbildet und gleichzeitig die Treffer in Wicks Gegnern nicht „vergisst“. Bei der großkalibrigen Waffe, die Wick später in die Hände fällt, mischt sich dann auch der Subwoofer wieder kräftig ein und sorgt beim ersten Schuss für ein unwillkürliches Zusammenzucken im Publikum. Begeistert springen wir dann direkt weiter zum finalen Showdown, in dem Wick erst mal mit seinem Dodge Charger aufräumt. Der kraftvolle Motor und die quietschenden Reifen bringen direkt mal eine anständige Atmosphäre ins Zimmer und die Kollisionen der Fahrzeuge werden vom Subwoofer dank der enormen Hubfähigkeit so intensiv dargestellt, dass man sich sofort auf den Beifahrersitz neben Wick versetzt fühlt. Zum Glück ist das nicht der Fall, ansonsten hätte man angesichts des Dauerfeuers von dessen Gegnern wahrscheinlich ziemlich schnell eine Kugel im Kopf. So aber erwischt es natürlich die bösen Jungs, die wie wir erstaunt feststellen, auf wie viele Arten man ein Auto als Waffe einsetzen kann. Auch eine Form der Kreativität, wenn auch eher eine destruktive. Aber wir wollen gar nicht lange über die inszenierte Zerstörungswut philosophieren, denn nun setzt ein wahrer Wolkenbruch ein und ein schwerer Platzregen prasselt auf die Protagonisten ein. Und der wird vom Cubycon Impaq so dermaßen realistisch dargestellt, dass wir kurzzeitig in Panik verfallen, weil am Auto draußen noch das Verdeck auf ist. Aber diese Sorge weicht sofort der blanken Begeisterung über diese unglaublich starke Performance, die aus dem Filmgenuss weit mehr als bloß ein passives Erlebnis macht.

Die drei Tieftöner des Subwoofers sind enorm hubfähig und sorgen für jede Menge Action.

Die drei Tieftöner des Subwoofers sind enorm hubfähig und sorgen für jede Menge Action.

Ähnlich lebensecht erweist sich die Darstellung der aktuellen Heimkino-Veröffentlichung mit Tom Hardy, „Legend“. Hier bieten die Szenen im Casino/Nachtclub eine gute Option, die Räumlichkeit des „Cubycon Impaq“-Sets zu testen. Was bei John Wick mit dem Regenschauer schon hervorragend begann, setzt sich im Inneren des gut besuchten Saals fort, allerdings mit noch mehr Details, die herauszuhören sind. Die Musik im Hintergrund, die glasklaren Dialoge zwischen Reggie und Frances, leise klirrende Gläser links und rechts – schon wähnt man sich als stiller Beobachter am Nebentisch des jungen Paares, während die beiden darüber sprechen, ob Reggie nun ein Gangster ist oder nicht.

Aber nicht nur diese sanften Feinheiten beherrscht das vom Impaq 8000 angetriebene Setup, auch die brutalen Klangnuancen beherrscht die Anlage. Das wird deutlich, wenn sich Reggie und Ron in einem Pub mit Schlagringen und Hämmern gegen einen zahlenmäßig überlegenen Mob zur Wehr setzen. Die Treffer des Metalls auf Knochen machen mit schmerzhaftem Knirschen klar, dass der Hinweis auf die Boxer-Karrieren der beiden Kray-Brüder nicht umsonst fallen gelassen wird – vor allem der psychisch labile Ron tut sich hier mit wilden Schlägen hervor und auch wenn die Kamera nur kleine Ausschnitte des brutalen Treibens zeigt, wird die hier schonungslos detaillierte klangliche Darstellung umso deutlicher. Das soll übrigens keineswegs die dargestellte Gewalt loben, sondern vielmehr aufzeigen, wie sehr ein präziser Sound das Gesamterlebnis Film beeinflussen kann – zumindest wenn man ein hervorragend abgestimmtes Setup wie das Cubyon Impaq einsetzt.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten: die benötigten Lautsprecherkabel mit insgesamt 30 Metern Länge zum individuellen Kürzen.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten: die benötigten Lautsprecherkabel mit insgesamt 30 Metern Länge zum individuellen Kürzen.

Fazit

Kompakt, aber kraftvoll. Umfangreich, aber sofort spielbereit. Schick, aber schlicht. All das trifft auf die Blu-ray-Anlage Cubycon Impaq zu, die noch dazu mit rund 1.800 Euro Komplettpreis ein herausragend gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Wer also ohne großen Aufwand umso größeren Heimkino-Spaß erleben möchte, darf hier bedenkenlos zugreifen. Zumal die Cubycons und der Flach-Subwoofer enorm leistungsstark und dabei sehr flexibel auftreten, so dass auch größere Räume problemlos beschallt werden können.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1+
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

100 %

100 %

98 %

160522.Teufel-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Teufel Cubycon Impaq 8000
Produktkategorie:5.1-Blu-ray-Komplettanlage
Preis:1.799,99 Euro
Garantie:bis zu 12 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Silber
Vertrieb:Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 300 9 300
www.teufel.de
Abmessungen (HBT):IP 8000 BR: 80 x 400 x 360 mm
FCR-Lautsprecher: 188 x 95 x 97 mm
Subwoofer: 125 x 955 x 300 mm
Gewicht:IP 8000 BR: 4,8 kg
FCR-Lautsprecher: 1,4 kg/Stück
Subwoofer: 13,2 kg
Hochtöner (FCR):20 mm (Seide)
Mitteltöner (FCR):2 x 80 mm (Zellulose, beschichtet)
Tieftöner (Subwoofer):3 x 130 mm (Zellulose, beschichtet)
Prinzip:Zwei-Wege-System, Bassreflex
Anschlüsse:1x koaxial
1x optisch
1x Cinch-Eingang
1x Cinch-Ausgang
1x 3,5-mm-Kopfhörerausgang
1x Subwoofer-Ausgang
1x HDMI-Ausgang
3x HDMI-Eingänge
2x USB 2.0
1x LAN-Anschluss
1x FM-Antennenanschluss
Buetooth
Lieferumfang:5 x Satelliten-Lautsprecher CUB 2 FCR (Stk)
1 x Blu-ray Receiver IP 8000 BR
1 x Stromkabel
1 x Flach-Subwoofer T 4000
1 x Stromkabel
1 x 1,5 m HDMI-Kabel 1.4 C1515V
1 x 30 m Lautsprecherkabel C1030S
1 x Subwoofer Wireless Modul
Besonderes:- 4K-UHD-Support
- integrierter Slim-Line-Blu-ray-AV-Receiver
- HD-Audio
- 3D
- Streaming über Bluetooth und DLNA
- sofort spielfertig
- MKV- und DivX-HD-Support
- FM-Radio mit RDS
- 7.1-Option
- Slot-in-Laufwerk
- NFC
- aptX
- LAN
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1+
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt