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Die Manger p2 hatten wir bereits ausführlich im Test – und selten hat uns ein Lautsprecher über einen so langen Zeitraum so viel Freude bereitet. Dieses außergewöhnliche Modell verbindet faszinierende Technik, exzellente Verarbeitung, starke Alltagstauglichkeit und einen wunderbar natürlichen Klang. Genau deshalb möchten wir die Highlights noch einmal kompakt vorstellen. Wer Design, Innovation und echte Musikalität schätzt, sollte unbedingt weiterlesen, denn die p2 ist alles andere als ein gewöhnliches HiFi-Produkt.

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Einen Lautsprecher von Manger erkennt man auf den ersten Blick am unverwechselbaren Manger-Stern. Einem exklusiven Merkmal, das in der HiFi-Welt bis heute einzigartig ist und auf das wir gleich noch näher zu sprechen kommen. Entwickelt wurde dieses markante Erkennungszeichen von Josef W. Manger, einem visionären Tüftler und Klangforscher, der die erstre Version seines Biegewellenwandlern W02 bereits zu Beginn der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts vorstellte. Dieses in jeder Hinsicht staunenswerte Chassis wurde schnell zum technischen Markenzeichen von Manger Audio und bildet seit Jahrzehnten die Grundlage für das exzellente Renommee der fränkischen Manufaktur. Sowohl im professionellen Studio-Bereich als auch bei anspruchsvollen HiFi-Liebhabern genießt die Marke einen hervorragenden Ruf. Kein Wunder, denn der Manger-Wandler verbindet Innovation, Präzision und klangliche Natürlichkeit auf faszinierende Weise. So tragen alle Modelle – unter anderem auch die p1, w1 und c1, die wir auch bereits im Test hatten – diese besondere DNA in sich. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie konsequent Manger seine Philosophie über das gesamte Portfolio hinweg umsetzt.

Die p2 ist das Flaggschiff aus dem passiven Schallwandler-Portfolio von Manger – und löst diesen Anspruch mit einer vorder- und rückseitigen Woofer-Trias für einen voluminösen Bass ein.

Die p2 ist das Flaggschiff aus dem passiven Schallwandler-Portfolio von Manger – und löst diesen Anspruch mit einer vorder- und rückseitigen Woofer-Trias für einen voluminösen Bass ein.

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Schon optisch setzt die Manger p2 ein starkes Statement. Der elegante Standlautsprecher wirkt hochwertig, modern und zugleich angenehm zeitlos. Damit lässt sich unser Testgast sehr gut in stilvoll eingerichtete Wohnräume integrieren, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Besonders gelungen sind die ausgewogenen Proportionen: schlank genug für ein wohnliches Ambiente, zugleich präsent genug für echten High-End-Anspruch. Die p2 tritt im Hörraum im edlen Santos-Palisander-Hartholz-Kleid auf – eine Ausführung, die Wärme, Klasse und Exklusivität ausstrahlt. Dazu kommt eine Verarbeitung auf höchstem Niveau. Spaltmaße, Materialanmutung und die tadellose Lackqualität zeigen sofort, dass hier mit höchster Sorgfalt gearbeitet wird. Die vollständige Entwicklung und auch die Montage erfolgen in Deutschland, genauer gesagt im fränkischen Mellrichstadt. Ebenso erfreulich: Die Manger stellt keine überzogenen Ansprüche an die Aufstellung. Dank ihrer speziellen Konstruktion funktioniert sie auch relativ wandnah sehr überzeugend und passt damit hervorragend in reale Wohnsituationen.

Der Manger-Wandler

Die Faszination des Manger-Wandlers ist leicht nachvollziehbar. Beim sogenannten Biegewellenwandler ist nämlich fast alles anders als bei klassischen Lautsprechern. Herkömmliche Konus-Chassis bewegen eine steife Membran kolbenartig vor und zurück. Das funktioniert, bringt oft aber auch Trägheit, Resonanzen und kleine Fehler mit sich. Genau daraus entstehen Schwächen beim Einschwingverhalten, in der Feindynamik und in der räumlichen Darstellung. Der Manger-Wandler folgt einen anderen Ansatz: Er orientiert sich am menschlichen Hörorgan, genauer an der Basilarmembran. Diese hilft uns, feinste Geräusche wahrzunehmen, ihre Herkunft zu orten und unsere Umgebung akustisch zu erfassen. Dieses Prinzip hat Manger auf den Lautsprecherbau übertragen. Statt einer starren Membran arbeitet hier eine biegeweiche Kunststofffläche, die gezielt in Schwingung versetzt wird. Die entstehenden Biegewellen laufen vom Zentrum zu den Rändern – vergleichbar mit Wellen auf einer Wasseroberfläche nach einem Steinwurf. Das Ergebnis ist ein besonders natürliches und schnelles Arbeitsverhalten.

Der Biegewellenwandler ist das Herzstück jedes Manger-Schallwandlers und ziert natürlich auch die p2. Er ist optisch und akustisch der Star: im Design aufgrund seiner stellaren Anmutung, klanglich wegen seiner besonderen Funktionsweise, die ihm eine schnelle und breitbandige Schallwandlung von 340 Hertz bis 40 Kiloherz ermöglicht und zu einer natürlich-homogenen Wiedergabe führt.

Der Biegewellenwandler ist das Herzstück jedes Manger-Schallwandlers und ziert natürlich auch die p2. Er ist optisch und akustisch der Star: im Design aufgrund seiner stellaren Anmutung, klanglich wegen seiner besonderen Funktionsweise, die ihm eine schnelle und breitbandige Schallwandlung von 340 Hertz bis 40 Kiloherz ermöglicht und zu einer natürlich-homogenen Wiedergabe führt.

Neunzack für Klarheit

Wie bei der Basilarmembran schwingt auch beim Manger-Schallwandler nicht immer die gesamte Fläche. Tiefe Frequenzen regen größere Bereiche an, hohe Töne dagegen nur kleine Zonen. Genau deshalb reagiert die Membran extrem schnell auf kleinste Impulse. Um diese komplexen Bewegungen präzise zu kontrollieren, besitzt die schwarze Oberfläche unterschiedliche Strukturen. Diese Prägungen verändern lokal die Steifigkeit und damit das Schwingverhalten einzelner Bereiche. Kleine Wellen laufen nur kurz, große Wellen wandern weiter bis an den Rand. Dort käme es zu unerwünschten Rückläufen – würde nicht der berühmte neunzackige Stern eingreifen. Er dient als gezielter Dämpfer und entzieht den tieffrequenten Wellen Energie. Vier fein verdrillte Fäden führen als Anschlussdrähte zur Doppel-Schwingspule, einer weiteren Spezialität. Dieses nur rund 0,4 Gramm leichte Bauteil bremst die Membran kaum. Für die nötige Kraft sorgen 15 massive Neodym-Magnete. Das Ergebnis: enorme Impulstreue, hohe Agilität und ein beeindruckend breiter Arbeitsbereich von 40.000 bis 80 Hertz.

Unangestrengt präzise

Im Hörtest zeigt die Manger p2 sofort, warum sie in einer eigenen Liga spielt. Schon die ersten Minuten begeisterten mit einer frappierenden Selbstverständlichkeit. Stimmen stehen plastisch im Raum, Instrumente wirken körperhaft und hervorragend voneinander getrennt. Besonders beeindruckt aber die Schnelligkeit in der Wiedergabe. Ein Punkt, der uns sschon in früheren Manger-Tests begeisterte. Anschläge eines Klaviers, feine Beckenarbeit oder gezupfte Saiten erscheinen spontan, präzise und völlig unangestrengt. Dabei klingt die p2 nie analytisch kühl, sondern immer musikalisch und einladend. Genau diese Mischung macht langes Hören so angenehm. Auch bei komplexen Arrangements bleibt das Klangbild geordnet und transparent. Nichts verklebt, nichts erscheint hektisch. Stattdessen vermittelt die p2 ein souveränes Gefühl von Kontrolle. Wer Wert auf Natürlichkeit legt, findet hier einen Lautsprecher, der Musik nicht künstlich aufbläst, sondern mit großer Ehrlichkeit und Finesse präsentiert. Das macht jede Session spannend – egal ob Jazz, Klassik oder moderne Produktionen.

Die Manger p2 im Hörraum: Dank des gelungenen Designs passt sich der Standlautsprecher geschmeidig als audiophiles Möbel in das Ambiente ein.

Die Manger p2 im Hörraum: Dank des gelungenen Designs passt sich der Standlautsprecher geschmeidig als audiophiles Möbel in das Ambiente ein.

Intensive Nähe

Im Basskeller überzeugt die p2 ganz nebenbei mit Klasse statt mit bloßer Kraftmeierei. Tiefe Frequenzen kommen sauber, konturiert und rhythmisch präzise. Statt undefiniertem Wummern herrschen hier Struktur, Tempo und Substanz. Gerade akustische Bassläufe oder elektronische Beats profitieren davon enorm. Ebenso gelungen ist die räumliche Abbildung. In unserem Hörraum spannt sich die Bühne breit und tief auf. Einzelne Instrumente lassen sich so mühelos bestimmen und orten. Dabei bleibt die Darstellung stabil, selbst wenn es musikalisch dichter wird. Sehr stark gefällt uns außerdem die Feindynamik. Kleine Lautstärkesprünge, Atemgeräusche oder das Nachschwingen eines Saiteninstruments werden fein herausgearbeitet. Dadurch entsteht eine intensive Nähe zur Aufnahme. Gleichzeitig besitzt die p2 genügend Reserven für große Dynamiksprünge und souveräne Pegel. Sie kann also sowohl intim als auch imposant auftreten. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einem Lautsprecher, der beeindruckt, im Alltag dauerhaft begeistert und einen immer wieder neue Details entdecken lässt.

Im Dienst der Musik

Ein weiterer Pluspunkt ist die enorme Langzeittauglichkeit unseres Testgastes. Viele hochauflösende Lautsprecher beeindrucken schnell, wirken auf Dauer aber anstrengend. Die Manger p2 geht einen erfreulich anderen Weg. Sie liefert reichlich Information, bleibt dabei jedoch entspannt und kultiviert. Selbst längere Hörabende vergehen ohne Ermüdung. Ein klares Zeichen für die Ausgewogenheit des Gesamtkonzepts und ein Indikator für jahrelangen Hörspaß. Hinzu kommt die unkomplizierte Integration in den Wohnraum. Auch ohne stundenlange Experimente mit Zentimetern und Winkeln spielt die p2 überzeugend auf. Die relativ wandnahe Aufstellung gelang im Test erfreulich problemlos. Das ist in der High-End-Liga alles andere als selbstverständlich. Unterm Strich vermittelt die p2 ein seltenes Gefühl: Hier arbeitet außergewöhnliche Technik nicht zum Selbstzweck, sondern vollständig im Dienst der Musik. Genau deshalb hatten wir mit diesem Lautsprecher so viel Spaß – und genau deshalb bleibt er nachhaltig im Gedächtnis. Ein echtes Charakterstück mit großer Klasse.

Für den Anschluss an den Verstärker ist die p2 mit erstklassigen nextgen-Klemmen des Spezialisten WBT ausgestattet. Standardmäßig wird der Lautsprecher mit vier getrennten Klemmen für Mittelhochton und Bass geliefert. Das ermöglicht Bi-Wirning und Bi-Amping. Hier ist das Terminal mit weiteren Klemmen für den alternativen aktiven Betrieb inclusive Sound-Processing ausgestattet.

Für den Anschluss an den Verstärker ist die p2 mit erstklassigen nextgen-Klemmen des Spezialisten WBT ausgestattet. Standardmäßig wird der Lautsprecher mit vier getrennten Klemmen für Mittelhochton und Bass geliefert. Das ermöglicht Bi-Wirning und Bi-Amping. Hier ist das Terminal mit weiteren Klemmen für den alternativen aktiven Betrieb inklusive Sound-Processing ausgestattet.

Fazit

Die Manger p2 ist ein herausragender Standlautsprecher mit starker Persönlichkeit. Sie kombiniert edles Design, erstklassige Verarbeitung, wohnraumfreundliche Aufstellmöglichkeiten und einen faszinierend natürlichen Klang. Herzstück bleibt der einzigartige Biegewellenwandler, der Schnelligkeit, Präzision und Räumlichkeit auf höchstem Niveau liefert. Hier wird schnell klar, wie viel Hirnschmalz, Erfahrung und Zeit in jedem Detail steckt. Besonders sympathisch: Dieses Produkt wird in Deutschland, genauer gesagt im fränkischen Mellrichstadt, entwickelt und produziert.

Text & Video: Roman Maier
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

98 of 100

99 of 100

99 of 100

260501.Manger-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Manger
p2
Produktkategorie:Standlautsprecher, Passivlautsprecher
Preis:ab 15.600,00 € / Paar
Garantie:3 Jahre
Ausführungen:Gehäuse:
- Lackierung in RAL- oder NCS-Farben (matt, seidenmatt oder hochglänzend)
- Echtholzfurnier (seidenmatt)

Ring und Sockel:
- Eloxierung in Schwarz, Rot, Silber oder Gold

individuelle Gestaltung auf Anfrage
Vertrieb:Manger Audio, Mellrichstadt
Tel.: +49 9776 9816
www.mangeraudio.com
Abmessungen (HBT):1139 x 270 x 214 mm
Gewicht:33 kg / Stück
Prinzip:2 Wege, passiv, geschlossenes Gehäuse
Hochmitteltöner:1 x 200 mm (Manger, Biegewellenwandler)
Mitteltieftöner:1 x 200 mm (Konus-Membran, Sandwich aus karbonfaserverstärkter Zellulose und Spezialschaum)
Passiv-Radiatoren:2 x 200 mm (Konus-Membran, Papier/Kohlefaser-Verbund)
Frequenzbereich:30 Hz - 40 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:340 Hertz (Herstellerangabe)
SPL (max.):112 dB Peak (Herstellerangabe)
Empfindlichkeit:89 dB 1 W/1 m (Herstellerangabe)
Impedanz:8 Ω
Empfohlene Verstärkerleistung:50 - 200 W
Lieferumfang:- Manger p2
- 2 Kabelbrücken (pro Lautsprecher)
- 4 einschraubbare Kegelfüße oder Spikes (pro Lautsprecher)
- Libelle (Wasserwaage)
- Handschuhe
- Reinigungstuch
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ herausragende Stimmigkeit, Homogenität und Natürlichkeit
+ Phänomenale Präsenz und Plastizität von Stimmen und Instrumenten
+ beeindruckende, immersive Räumlichkeit
+ exzellente Breiten- und Tiefenstaffelung
+ hochgradige Transparenz und Klarheit
+ herrliche Offenheit und Luftigkeit der Wiedergabe
+ superbe Auflösung mit großem Detailreichtum
+ exzellente Impulstreue
+ fulminante, anspringende Dynamik mit sattem Druck
+ voluminöser, kraftvoll-konturierter Bass
+ aufgeräumter, akkurater Tiefton dank Passiv-Radiatoren
+ weite Hörzone
+ wandnahe Aufstellung möglich
+ suberbe Materialqualität und Verarbeitung
+ zehntägiges Testhören unter heimischen Bedingungen möglich (gegen eine Kostenpauschale, die bei Kauf angerechnet wird)
Benotung:
Klang (60%):98/100
Praxis (20%):99/100
Ausstattung (20%):99/100
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Referenzklasse
Preis/Leistung:sehr gut
Getestet mit:- Streaming-Vorstufe: Lumin P1 mini
- Vollverstärker: Hegel H360
- Signalkabel: Audioquest Black Beauty XLR
- Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88, WSS Platin Line LS4
- Netzkabel: Audioquest Monsoon
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