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Redakteur
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Frisch, offen, glasklar – mit ihrem famosen Klang faszinieren Flächen-Lautsprecher seit Generationen audiophile Musikhörer. Die aktuelle Generation genießt sogar Fascination to go: Die Miniaturisierung der Technik macht Magnetostaten mittlerweile als highendige Kopfhörer möglich. Audeze gehört bei diesen portablen Wunder-Wandlern zur Avantgarde – und unterstreicht das mit dem geschlossenen, straßentauglichen LCD-XC. C steht dabei für „closed“, doch was verbirgt sich hinter dem X?

Der Audeze LCD-XC ist mit seinen Echtholz-Earcups auch optisch ein Hochgenuss.

Eine feine Folie und viel Fantasie – das war vor rund einer Dekade der Start von Audeze. Sankar Thiagasamudram und Alexander Rosson hatten einen strapazierfähigen Spezial-Kunststoff für die NASA entwickelt und kamen auf die Idee, ihn als Membran-Material für Magnetotstat-Kopfhörer einzusetzen. Mit dem Know-How des Flächenstrahler-Fachmanns Dragoslav Colich wurde daraus der „Audeze LCD-1“ – und seit dieser Premiere haben sich die Kalifornier einen Ruf als Kopfhörerspezialist im High End-Segment aufgebaut. Audeze setzt dabei durchweg auf die fabelhafte Folie als Schallwandler und arbeitet an der Optimierung. Damit sind wir eigentlich schon bei dem ominösen „X“ von der Modellbezeichnung des aktuellen Audeze LCD-XC. Doch um zu verstehen, was dieses „X“ bewirkt, müssen wir erst mal wissen, wie ein Magnetostat-Kopfhörer funktioniert.

Als geschlossener Kopfhörer eignet sich der Audeze LCD-XC sowohl für den heimischen Einsatz als auch für unterwegs.

Famose NASA-Folie

Im Zentrum des Ganzen steht eine Kunststoff-Folie: Sie ist die schwingende Membran. Damit sie in Bewegung kommen kann, muss sie erst einmal präpariert werden. Über ihre Oberfläche ziehen sich feinste Leiterbahnen, durch sie fließt elektrischer Strom – das Musiksignal. Vor und hinter der Folie befinden sich Magneten, sie umgeben die Membran beidseitig mit einem Magnetfeld. Der fließende Strom bewirkt nun einen elektromagnetischen Effekt: Die Membran wird angezogen und abgestoßen und bewegt dadurch die Luft. Der Musiksignal-Strom wird so in hörbaren Schall umgewandelt. Das geschieht extrem exakt, weil die Folie flott ist: Sie ist ultradünn und federleicht, wegen der geringen Masseträgheit kann sie selbst schnellsten Signalveränderungen direkt umsetzen. Dazu wird die Membranfläche gleichmäßig bewegt, deshalb sind Verzerrungen bei dieser Schallwandlung sehr gering. Die Folge: Der Klang, den solche Flächenstrahler liefern, ist offen, klar und natürlich. Jetzt das Aber: Weil die Folie so hauchzart ist, erweist sich die Membran mechanisch nur als bedingt belastbar. Zudem hat die Folie prinzipbedingt eine begrenzte Auslenkung. Beides führt dazu, dass Flächenstrahler weder höchste Pegel noch fetteste Bässe liefern. Deshalb kommen sie bei Boxen auch fast ausschließlich im Hochton zum Einsatz, als Vollbereichslautsprecher sind sie hingegen eine Seltenheit. Auch für den Kopfhörer-Einsatz war das Magnetostat-Prinzip lange Zeit schlicht unpraktikabel. Durch die Materialforschung hat sich da einiges gebessert: Es gibt mittlerweile weitaus kräftigere Magneten, und im Fall von Audeze sorgt der NASA-Kunststoff dafür, dass die Folie trotz ihrer Zartheit ziemlich robust ist.

Die Magnetostat-Technik mit den Stabmagneten und der Fazor-Technologie ist durch die Textilabdeckung hindurch zu erahnen.

Das ominöse X

Anziehungsstarke Magneten, strapazierfähiges Mebranmaterial – das war im Verbund mit technischem Know-How die Voraussetzung für die Miniaturisierung des Magnetostat-Prinzips und die Geburtsstunde von Audeze als Kopfhörerhersteller. Die Kalifornier haben seither natürlich an der Weiterentwicklung ihrer portablen Schallwandler gearbeitet. Die frischeste Entwicklung: Die Geometrie der Magnetstäbe, die quasi wie Querbalken vor und hinter der Membran positioniert sind, ist optimiert worden. Die Stäbe sind nun mit einen sich verjüngenden Aufsatz versehen, der als Schallführung funktioniert: Wenn die knapp 40 Quadratzentimeter messenden Membranfläche schwingt, wird die Luft durch die Freiräume zwischen den Magneten hindurch Richtung Ohr bewegt. Bis dato trafen diese Einzel-Luftströme hinter den eckig endenden Magneten abrupt aufeinander und verwirbelten. Dies wird nun durch die gerundeten Schallführungen vermieden, sie sorgen für ein sanftes zusammenfließen der Luftzüge. Dadurch haben sich laut Audeze die akustischen Eigenschaften von der Verzerrungsarmut über die Transparenz bis hin zur Impulstreue so deutlich verbessert, dass diese sogenannte „Fazor-Technologie“ nun in allen Kopfhörern der LCD-Serie ihre segensreiche Wirkung entfaltet. Erkennbar ist diese Nobilitierung an dem geheimnisvollen „X“-Zusatz in der Modellbezeichnung. Beim offenen Kopfhörer Audeze LCD-X haben wir diese Klangveredlung schon erleben können, nun begrüßen wir mit dem Audeze LCD-XC seinen geschlossene Bruder in unsere Redaktion: Er ist der bislang einzige Closed-Kopfhörer der gesamten LCD-Reihe.

Ohrschmeichler: Das Polster schmiegt sich mit seinem wunderbar weichen Alcantara-Bezug perfekt an den Kopf an.

Geschlossene Gesellschaft

Audeze verspricht mit dem XC den gleichen klanglichen Nervenkitzel, mit dem schon die anderen Modelle der LCD-Serie für Furore sorgen – nur halt akustisch abgekapselt von der Umwelt. Das ist ja das große Plus von geschlossenen Kopfhörern: Die Abdeckungen der Ohrmuscheln lassen die Umgebungsgeräusche außen vor und bescheren dadurch einen ungestörteren Musikgenuss. Er ist bei niedrigerer Lautstärke möglich, was nicht nur die Ohren schont, sondern gegebenenfalls auch den Akku eines portablen Zuspielers, also eines Smartphones oder eines mobilen HiRes-Players. Deshalb ist dieser Kopfhörertyp perfekt für unterwegs. Hier entfalten nun ohrumschließende Modelle, die die Ohrmuschel komplett einfassen, die beste Wirkung. Das ist Musikgenuss in quasi geschlossener Gesellschaft. Zudem bieten sie den vielleicht größten Tragekomfort: Während bei On-Ear-Modellen das Muschelpolster auf dem Ohr aufliegt, umgibt bei Over-Ears die Polsterung das Hörorgan. Dies empfinden viele als angenehmer, weil dadurch kein Material auf die empfindliche Gehörphysiognomie drückt. Andererseits kann längeres Tragen wegen der fehlenden Luftzirkulation zu einer höheren Stauwärme führen. Die geschlossen Bauart hat aber auch akustisch relevante Folgen. Sämtliche Luft, die durch die Membran bewegt wird, bleibt in der Muschel, die Membran arbeitet also gegen ein Luftpolster. Zudem tragen Schallanteile, die bei offenen Modellen nach außen abgegeben werden, nun zum Klang bei. Das alles führt zu einem anderen Sound: Geschlossene Kopfhörer sind insgesamt kompakter im Klangbild, druckvoller im Bass, manchmal kann es zu einer Betonung einiger Frequenzbereiche kommen. Das hängt aber auch von der konstruktiven Machart des Kopfhörers ab – mal sehen, wie das beim Audeze LCD-XC gelöst worden ist.

Die Verbindung zwischen der Muschel-Aufhängung und dem Bügel ist mit einem Metallstift realisiert. Durch seine Kerbungen rastet er in der Aufnahme in acht verschiedenen Stellungen – so wird der Audeze LCD-XC an die Größe des Kopfs angepasst.

Exzellente Optik

Audeze preist den LCD-XC als Allrounder: Er sei speziell für die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Signalquellen entwickelt worden sein, die Anwendungsbreite reiche vom Studio bis zum Straßenbetrieb mit einem mobilen Player. Der aktuelle Boom hat ja längst auch große Modelle gesellschaftsfähig gemacht, der Kopfhörer ist zum Statussymbol geworden – und hier erweist sich der Audeze LCD-XC als äußerst präsentabel: Mit seinen Earcups aus hochglanzlackiertem Echtholz verströmt der Kopfhörer eine ungemeine Hochwertigkeit. Unser Modell ist in herrlich gemasertem Bubinga gehalten, als Alternative zu diesem Edelholz bietet Audeze Walnuss, Purpur oder Iroko an. Allein schon diese Ohrmuschelabdeckung erhebt den LCD-XC zu einem Kleinod, das man mit gebotenem Respekt in die Hände nimmt – automatisch in beide, weil dieser Kopfhörer neben seiner Noblesse auch eine gewisse Gewichtigkeit verströmt. In der Tat bringt dieser Kopfhörer knapp 700 Gramm auf die Waage, die materielle Höchstqualität setzt sich jenseits der Earcups fort. Ihre Einfassung wie auch die Aufhängung besteht aus eloxiertem Aluminium, für Gewicht sorgen zudem die opulenten Ohrpolster bei. Sie bestehen aus angenehm-anschmiegsamen Schaumstoff, der immer wieder zu seiner Ursprungsform zurückfindet. Neben dem Tragekomfort sorgt dieser Schaumstoff auch für das akustische Gleichgewicht des Audeze LCD-XC. Die Memory Foam-Polster sind wahlweise in schwarzes Lammleder oder gleichfarbiges Alcantara eingehüllt. Unser Testmodell kommt mit dem Mikrofaser-Bezug, er fühlt sich ein wenig etwas flauschiger und wärmer als Leder an und besitzt zudem materialtechnische Vorzüge: Alcantara gilt als atmungsaktiver, rutschhemmend und weitgehend pflegefrei. Von diesem Plus profitiert natürlich auch der Bügel des Kopfhörers, seine metallene Feder ist ebenfalls mit dem Textil überzogen.

Hochwertigste Materialien: Die Muscheln bestehen aus poliertem eloxiertes Aluminium, die Polsterbezüge aus Alcantara oder Echtleder, die Earcups aus Naturholz.

Erstklassige Anbindung

Kritischer Punkt jedes Kopfhörers ist der Übergang zum Kabel. Hier bietet der Audeze LCD-XC eine megastabile Mini-XLR-Lösung, die abnehmbaren Stecker sitzen stramm und ohne Spiel in den fest eingelassenen Buchsen. Die sind nach vorne gerichtet, dadurch wird das Kabel vom Körper weggeführt. Dadurch werden Störgeräusche minimiert, die durch den Kontakt mit dem Signalleiter erzeugt werden können. Die Stecker des Kabels rasten in den Buchsen des Kopfhörers ein, wer die Strippe abnehmen möchte, muss den Entriegelungsknopf an den Steckerköpfen drücken. Die Perfektion setzt sich nun bei der Signalleitung fort: Das Kabel gibt es nicht nur in der unsymmetrischen Version, die am anderen Ende der Leitung mit einem großen Klinkenstecker abschließt, sondern auch in der symmetrischen Version, die mit einem großen XLR-Stecker ausgestattet ist. In diesem Fall wird die Musik durch die symmetrische Signalführung störungsfrei übertragen. Das bedingt natürlich eine entsprechende XLR-Buchse am Kopfhörer-Eingang, dies kommt mitunter im Studiobereich vor – oder im Heimbereich bei höchstwertigen externen Headphone-Amps.

Die Mini-XLR-Steckverbindung sorgt für festen Halt und besten Kontakt.

Tragekomfort und Alltagstauglichkeit

Der Audeze LCD-XC kommt bestens behütet in unserer Redaktion an: Er wird in einem megastabilen Kunststoff-Travelcase geliefert, das übersteht fraglos Wüstenwanderungen und Gletschereinsätze. Uns interessiert allerdings die hiesige Alltagstauglichkeit des Kopfhörers, darum: Raus aus dem Case, rauf auf den Kopf. Für sein beträchtliches Gewicht ruht der Audeze LCD-XC überraschend komfortabel auf dem Caput, auch wenn die Polsterung des Bügels etwas opulenter hätte ausfallen dürfen. Dieser erste Eindruck vergeht aber nach wenigen Momenten, dann vergisst man fast, dass man einen Beschaller auf dem Haupt hat. Dafür sorgt die perfekte Kombination aus Anpressdruck und Polsterung der Muscheln: Der Memory Foam schmiegt sich unaufdringlich an die Kopfform an, der Kunstleder-Überzug erweist sich geradezu als Hautschmeichler. Die Einstellung des Kopfhörers auf die richtige Größe geht mit der genau richtigen Geschmeidigkeit, dafür sorgt die gut definierte Rastung der Aufhängung. Der Audeze LCD-XC sitzt nun wie angegossen, selbst schnellere Kopfdrehungen bringen ihn nicht aus der Position. Das angenehme Gefühl bleibt auch nach längerer Tragezeit erhalten, selbst als Brillenträger, und auch das Mikroklima unter den Muscheln stimmt Stunden später immer noch. Im Trockendurchgang, also ohne Musik, lässt sich nun gut die Sensibilität des Kabels in Bezug auf Reibung und Stoß prüfen. Hier glänzt das Kabel durch große Unempfindlichkeit, es gibt so gut wie keine mechanisch hervorgerufenen Nebengeräusche. Sehr gut! Dem Musikgenuss steht nun also nichts mehr im Wege.

Bestens beschützt: Der Auzeze LCD-XC wird in einer Transportbox aus hochrobustem Kunststoff geliefert, der nach US-Militärnormen wasserdicht, staubdicht und stoßresistent ist.

Weltklasse-Klang

Da der Audeze LCD-XC trotz seiner Größe und seines Gewichts als geschlossener Kopfhörer straßentauglich ist, haben wir ihn zuerst unterwegs getestet. Die Abkapselung ist moderat bis gut, im „Trockenzustand“, also ohne Musik, sind Gespräche in der direkten Umgebung sind schon noch vernehmbar. Das wird alle freuen, die eine totale akustische Isolation als beklemmend empfinden. Sobald die Musik läuft, sind die Außengeräusche aber kein Thema mehr – und dafür müssen wir wirklich nicht allzu sehr am Volumenrad unseres Zuspielers drehen, der Audeze LCD-XC liefert wirklich einen sehr ordentlichen Output. Wir sind mit dem Pioneer XDP-300R unterwegs, auf dem portablen HiRes-Player haben wir ein paar Delikatessen gespeichert, etwa „Guitar Town“ des US-amerikanischen Country-Sängers und Songwriters Steve Earle. Dieses Debüt von 1986 führt das Musikmagazin Rolling Stone in seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten, es ist eines der ersten digital aufgenommenen, abgemischten und gemasterten Country-Alben. Mittlerweile ist die tolle Produktion auch als Remaster in der HiRes-Qualität 192 Kilohertz/24 Bit zu haben – und so genießen wir das Album nun mit dem Audeze LCD-XC. Gleich der Titeltrack ist ein tolles Erlebnis: Steve Earle startet mit seiner Akustikgitarre, sie klingt ungemein silbrig, wir hören aber auch, mit welchem Schmackes Earle die Saiten anschlägt. Das ist frisch und herrlich perkussiv, schon wippt der Kopf mit!


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https://www.youtube.com/watch?v=JuMCKc9K3m8

Dann setzt das Schlagzeug ein, nur mit dem Splashbecken und der Bassdrum – aber das tritt so richtig in den Allerwertesten: Die voluminöse Bassdrum stampft in fetten Vierteln, bis mit dem Einsatz der gesamten Band das komplette Drumset in voller Pracht erscheint, ab nun ist es die gnadenlos krispe Snare, die den Song nach vorne treibt. Toll! Der Audeze LCD-XC setzt die Dynamik des Schlagzeugs exzellent in Szene, er bewahrt dabei aber die Balance in Bezug auf das restliche musikalische Geschehen. Der Bass, in countrytypischen halben Noten gespielt, besitzt eine schöne Fülle und Kraft. Wer der Meinung ist, dass Flächenstrahler im Tiefton begrenzt sind, wird hier vom Gegenteil überzeugt. Auch die anderen Instrumente sind Dank der überragenden Transparenz bestens zu hören und zu orten: die zweite Westerngitarre vorne links, die ungemein drahtige Sologitarre mit Tremolo-Effekt gleich rechts daneben, gefolgt von der Orgel, und vor allem steht Steve Earle am Mikrofon. Der Audeze LCD-XC beweist auch hier seine Abbildungskraft und liefert eine großartige plastische Darstellung. Und auch hier begeistert er mit einer Offenheit, die wir von einem geschlossenen Kopfhörer nie und nimmer erwartet hätten. Damit poliert er den Ruf einer ganzen Kopfhörergattung.

High End for the road: mit dem HiRes-Player Pioneer XDP-300R sorgt der Audeze LCD-XC auch unterwegs für highendigen Musikgenuss.

Nach unserem Oudoor-Trip geht es inhäusig weiter. In unserem Hörraum schließen wir den Audeze LCD-XC an einen würdigen Spielpartner an, den B.M.C. Audio UltraDAC. Der highendige kombinierte DAC/Kopfhörer- und Vorverstärker bietet uns einen symmetrischen Kopfhörereingang, so können wir auch mal diese hochwertige Signalübertragungsweise ausprobieren – und was ist das für ein grandioser Genuss! Wir hören als erstes den Fackeltanz op. 51 von Moritz Moszkowski. Der deutsche Spätromantiker galt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als einer der großen Komponisten, heute ist er weitgehend vergessen, aber Martin West und das San Francisco Ballet Orchestra starten die Rehabilitation des Romantikers mit einer erstklassig produzierten Einspielung. Moszkowskis funkensprühender Feuertanz ist mit dem Gespann Audeze LCD-XC/B.M.C. UltraDAC schlicht ein sinfonisches Fest. Das Orchester hat eine atemberaubende Dreidimensionalität! Die verschiedenen Instrumentengruppen sind herrlich definiert, bis hinten zu den Pauken ist dieser Klangkörper klar und jedes Instrument geradezu greifbar, da gibt es keine Unschärfen, und da gibt es auch keine Einengungen. Die Darstellung wirkt luftig, ohne Limitierungen, ohne Kompressionseffekte, selbst dem zarten Ausklingen der Triangel in den Tuttipassagen des Orchesters können wir mühelos nachspüren – alles klingt wie selbstverständlich, einfach natürlich. Die dynamische Differenzierung ist auch bei knackig-rasanten Steigerungen immens: Dank der grandiosen schnellen Ansprache der Membran fahren uns die perkussiven Pauken- und Beckenschläge gehörig in die Glieder. Der voluminös-definierte Bass liefert dabei zum Punch das nötige Tiefton-Pfund. Wow! Dieses offensichtliche Bassvermögendes Kopfhörers macht uns neugierig. Wir können es uns zum Abschluss nicht verkneifen, Donald Fagens „Morph The Cat“aufzulegen, eine Nummer, die für ihren abgrundtiefen E-Bass berühmt ist. Der Audeze LCD-XC zaubert uns auch hier ein Lächeln ins Gesicht: Unglaublich, was für einen kraftvollen und kontrollierten Tiefton dieser Lautsprecher liefert! Dass Magnetotstaten bis in stratosphärische Höhen wandeln können, ist keine Ausnahme; dass ein Flächenstrahler aber derart in den Frequenzkeller spielen kann, ist klang gewordenes High Tech. Audeze attestiert phänomenale 5 Hertz (!) als unterste Grenze, soweit dürfte kaum einer von uns hören – aber was wir hier an Bass erleben, ist schlicht grandios. Am Abend, am Ende der Hörsession, ist bei uns eine schöne Gewissheit gereift: Der Audeze LCD-XC ist der beste geschlossene Kopfhörer, den wir je gehört haben.

Perfekt: Mit einem passenden Partner wie dem kombinierten Kopfhörer- und Vorverstärker B.M.C. UltraDAC kann der Auzeze LCD-XC seine herausragende Klangqualitäten umso eindrucksvoller demonstrieren.

Fazit

Audeze ist ein grandioses Kunststück gelungen: Die kalifornischen Kopfhörerspezialisten haben mit dem LCD-XC einen geschlossenen Kopfhörer kreiert, der seinen offenen Kollegen hinsichtlich der Offenheit, der Luftigkeit und der Natürlichkeit kaum nachsteht und in punkto Punch und Bassvermögen sogar leicht überlegen ist. Für die klanglichen Meriten sorgt das magnetostatische Wandler-Prinzip, das Audeze miniaturisieret und mit der Fazor-Technologie perfektioniert hat. Wir müssen es hier wiederholen: Dies ist der beste geschlossene Kopfhörer, den wir je gehört haben. Wer die Vorzüge dieses Kopfhörers ausreizen möchte, sollte ihn mit würdigen Spielpartnern betreiben. Dann klappt es mit dem vollendeten Musikgenuss – zuhause und unterwegs.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: angemessen

97 %

85 %

93 %

180418.Audeze-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Audeze
LCD-XC
Produktkategorie:Kopfhörer
Preis:- Bubinga, schwarzes Kunstleder: 2.199,00 Euro
- Bubinga, schwarzes Echtleder: 2.149,00 Euro
Garantie:- 2 Jahre
- nach Registrierung: 3 Jahre
Ausführungen:- Ohrmuscheln: schwarzes poliertes eloxiertes Aluminium
- Polster-/Bügelbezug: schwarzes Alcantara oder Echtleder
- Earcups: Walnuss, Bubinga, Purpur oder Iroko (Echtholz)
Vertrieb:audioNEXT, Essen
Tel.: 0201 / 507 3950
www.audionext.de
Gewicht:668 g (ohne Kabel)
761 g (mit Stereo-Kabel)
Prinzip:- Magnetotstat
- geschlossene Bauweise
- ohrumschließend
Treiber:106 mm (Magnetostat), aktive Membranfläche: 39,8 qcm
Impedanz:20 Ohm
Wirkungsgrad:100 dB / 1mW
Frequenzbereich5 Hz - 20 kHz, nutzbare Schallpegelanteile bis 50 kHz (Herstellerangabe)
Anschluss:Kabel (beidseitig geführt, abnehmbar)
Lieferumfang:- Audeze LCD-XC
- Stereo-Kabel Mini-XLR / 6,35 mm-Klinkenstecker (2,20 m)
- Adapter 6,35 mm-Klinkenbuchse / 3,5 mm Klinkenstecker
- Transportbox
- Bedienungsanleitung
- Garantieerklärung (englisch)
- Echtheitszertifikat / Inspektionsbescheinigung
Optionales Zubehör:Stereo-Kabel Mini-XLR / XLR-Stecker für symmetrische Kopfhörer-Eingänge
Besonderes:- Magnetostat als Schallwandler
- exzellenter räumlicher Klang
- ausgezeichnete Verarbeitung
- robuste Mini-XLR-Steckverbindung
- hohes Gewicht
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1,2
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungangemessen

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