Der technische Fortschritt ist allgegenwärtig. Ohne fortschrittlichste Computerchips wäre unser Leben heute lahmgelegt. Durch immer weiter ansteigende Rechenleistungen, bei gleichzeitig sinkendem Energieverbrauch, können moderne Chips inzwischen überall eingesetzt werden. Angefangen von Toastern über Smartphones bis hin zum Rennwagen oder Windkraftwerk – die Technik wird immer fortschrittlicher und hat für enorme Sprünge in der Entwicklung geführt.

Auch die Rennstrecke lässt sich im kleinsten Detail am Computer simulieren.

In Bezug auf die Formel 1 ist der technische Fortschritt von außen nur indirekt erkennbar und doch ist er für Fahrer und Teams gleichermaßen nützlich. Innovationen und Weiterentwicklungen der Informationstechnik haben dafür gesorgt, dass Computer heute enorme Rechenleistungen haben. Dabei entstehen am Computer ganze Welten, in denen jedes kleine Detail simuliert werden kann. Diese Errungenschaft wird bevorzugt auch in der Entwicklung von Fahrzeugen genutzt. Beispielsweise kann die Luftführung am Auto bereits, noch bevor sie in den Windsimulatoren an Prototypen getestet wird, mit aufwendigen Computersimulationen optimiert werden. Das Ergebnis dieser vielen Tests während der Entwicklung, ist beispielsweise an den vielen kleinen Flügeln und anderen Detail vom Formel 1-Fahrzeugen zu sehen.

Dank dieser fortgeschrittenen Technik haben die jeweiligen Teams heute fast schon unendliche Möglichkeiten, in das Rennen einzugreifen. Mit Hilfe von Sensoren am Auto und an den Kommandoständen haben sie jederzeit den vollen Überblick und die volle Kontrolle über das Auto. Die ausgewerteten Informationen über den Zustand des Autos werden dem Fahrer während des Rennens per Funk weitergeben. Überdies erfassen Sensoren sämtliche Bewegungen der Autos auf der Strecke. Alle Informationen zu Grunde liegend, können sich die Teams eine Strategie zurechtlegen und beispielsweise den optimalen Zeitpunkt für Boxenstopps einplanen.
Neben den technischen Hilfsmitteln, die den Motor und das Fahrverhalten des Autos steuern, profitieren die Piloten moderner Formel 1-Boliden im Besonderen durch die Vorbereitung auf das Rennen. Durch virtuelle Realitäten und Simulationstechnik ist es dem Rennfahrer heute möglich, sich in detailgetreuen Simulatoren perfekt auf das Rennen vorzubereiten. Die genutzte Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass jegliche Art von Wetterbedingung und sämtliche Streckenverhältnisse simuliert werden können. Sogar Schäden am Auto oder abgefahrene Reifen lassen sich simulieren und fließen in die Berechnung ein.

Es ist zu vermuten, dass sich die Topteams bereits heute mit ausführlichen Computersimulationen am und ums Auto auf die nächste Saison vorbereiten. Die aktuelle Saison ist zwar noch in vollem Gange, eine Wette auf Sebastian Vettel würden wohl nur noch die wenigsten abschließen. Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist so gut wie entschieden. Sebastian Vettel bräuchte schon ein mittelgroßes Wunder, um Lewis Hamilton den Titel noch streitig zu machen. Inwieweit die Technik Hamilton geholfen hat, einen so großen Vorsprung in der Gesamtwertung herauszufahren, lässt sich nur vermuten. Eindeutig dürfte allerdings sein, dass die Ingenieure seines Teams vor und während der Saison tage- und wochenlang an verschiedenen Simulationen gearbeitet haben, um die Leistung ihrer Autos in jedem Detail zu optimieren.
Nimmt man die rasante Entwicklung der letzten Jahre als Maßstab, ist es durchaus denkbar, dass die Fahrer in Zukunft nicht mehr in ihren Autos sitzen. Stattdessen könnte das Auto mithilfe von Simulator und virtueller Realität aus der Entfernung gesteuert werden. Inwieweit eine solche Entwicklung für die Formel 1 infrage kommt, ist eine andere Frage. Zu vermuten ist allerdings, dass dadurch der Reiz des Rennsports verloren gehen würde.

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