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Auf unseren Smartphones liegen tausende Fotos. Selbstgemacht, verschickt, empfangen … meist aber leider nicht sortiert. Zwar unterstützt uns die moderne Technik dabei, möglichst viele Bilder mit Schlagworten zu versehen oder Gesichter zu erkennen, ein Durcheinander herrscht aber meistens trotzdem. Das gilt für das Smartphone wie auch für die Cloud. Aber schafft man in der Flut von Bildern eine ordentliche Organisation? Wir erklären es!

Heute werden viel mehr Fotos gemacht, als früher. Sei es mit der Digitalkamera oder mit dem Handy. Das Fotografieren wird also einfacher, die Organisation der Bilder zugleich aber schwieriger.

Das A und O ist die Cloud

Zuerst sollten Sie sicherstellen, dass sich alle Fotos, die Sie besitzen, an einem Ort befinden. Das lässt sich idealerweise per Cloud realisieren. Wer beispielsweise ein iPhone besitzt, speichert die Bilder automatisch in der Apple-Cloud und kann sie am Mac bearbeiten. Auch Microsoft, Google, Amazon und Co. bieten Cloud-Speicher an, in die die Bilder aus den unterschiedlichsten Quellen geladen werden.
Bereits diese Tools haben die Möglichkeit, durch Algorithmen eine gewisse Ordnung zu erstellen. Die Aufnahmen werden beispielsweise nach

– Orten
– Daten
– Objekten
– Personen

sortiert und können (zumindest in der Desktop-Version) per Suchfunktion aufgerufen werden. Diese Sortierung mittels künstlicher Intelligenz vereinfacht die Handhabung schon enorm. An der Menge ändert das aber nichts, es bleibt weiterhin ein großer Haufen Bilder.

Unser Tipp
Es ist sinnvoll, auf professionelle Bildverwaltungs-Tools zurückzugreifen. Wer beispielsweise mit Lightroom oder Photoshop arbeiten möchte, kann die Bilder kinderleicht von Kamera und Co. in das Tool einfügen. Vorher sollte Sie aber sicherstellen, dass alle Bilder bereits aus ihren Quellen vorhanden sind. Facebook bietet beispielsweise mit „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“ eine Funktion, um sämtliche Fotos zu sichern. Auch verschiedene Cloud-Dienste haben Hilfsprogramme für die Nutzer, um Fotos aus unterschiedlichen Quellen zu migrieren.

Fotos sichten und unnötige Bilder löschen

Ehe Sie überlegen, welche Fotos in welche Ordner gehören, sollten Sie generell einmal ordentlich ausmisten. Nicht jedes einzelne Foto ist es wert wirklich behalten zu werden. Viele Bilder sind unscharf, verwackelt, überbelichtet oder durch Objekte verdeckt. Generell tendieren wir Menschen dazu, lieber mehr als nötig aufzuheben – das gilt auch für digitale Fotos. Im besten Fall prüfen Sie direkt mit der Aufnahme oder beim Import der Bilder, welche gelöscht werden können. Sofern das schon zu spät ist, sichten Sie erst einmal alle Fotos in einem Durchlauf. Jedes offensichtlich nicht gute Foto kann gelöscht werden. Der zweite Durchlauf ist dafür da, um zu prüfen, welche Fotos Sie überhaupt wirklich brauchen und welche Bilder sich eventuell viel zu ähnlich sind.
Wichtig: Machen Sie vor dem Löschen der Bilder lieber ein Backup, falls doch einmal aus Versehen das falsche Foto gelöscht wird.

Sinnvolle Ordnerstruktur anlegen

Sind alle Bilder in der Cloud gespeichert, geht es nun an das Sortieren. Die Ordnerstruktur ist wichtig, um bestimmte Fotos später (auch ohne Suchfunktion) wiederzufinden. Hier bieten sich folgende Tipps an.
– Legen Sie Ordner in chronologischer Reihenfolge an, um einen groben Eindruck davon zu haben, von wann die enthaltenen Fotos stammen.
– Versehen Sie den Ordnernamen zusätzlich auch mit aussagekräftigen Begriffen. Hierfür eignen sich beispielsweise Ortsnamen für eine Urlaubsreise oder Namen für bestimmte Familienfeste.

Zusatzfunktionen nutzen und Tags einsetzen

Wenn Sie es geschafft haben, alle Bilder in Ordner zu sortieren, sind Sie schon ein gutes Stück weiter. Noch besser ist es allerdings, die einzelnen Bilder auch mit Tags zu versehen. Hierbei handelt es sich um Schlagworte, die jeweils zu den Bildern eingetragen werden.
Durch diese Zusatzinformation ist es später ein Leichtes, bestimmte Motive, Personen, Objekte, Situationen, Gefühle und mehr ausfindig zu machen. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass sich dadurch Bilder ordnerübergreifend suchen lassen. Geben Sie beispielsweise „Luftaufnahme“ als Schlagwort zu allen Bildern aus der Luft ein, können Sie diesen Tag später über die Suche aufrufen. Heraus kommen alle Bilder, die mit dem Schlagwort versehen wurden. Eine große Sammlung Ihrer Bilder, die aus der Luft aufgenommen wurden. Dabei ist es übrigens völlig egal, wann das Bild aufgenommen wurde. Bei dieser Suche ist die chronologische Sortierung außer Kraft gesetzt.

Hat man keine Ordnung, kann die Bildbearbeitung schnell mal anstrengend und unübersichtlich werden.

Die besten Programme für die Bildverwaltung

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Programme vor, die komplett gratis sind und sich für Mac oder Windows eignen. Auch darüber kann die Menge der vorhandenen Bilder koordiniert sortiert werden.

Standardprogramme: Auf nahezu jedem System sind bereits Standardprogramme vorinstalliert, mit denen Sie die Fotoverwaltung übernehmen können. Beim Mac ist es „Fotos“, bei Windows „Google Fotos“.
– Kostenlose Programme: Eine recht einfache Fotoverwaltung (Open Source) ist JPhotoTagger, die sich auf mehreren Betriebssystemen nutzen lässt. Alternativ dazu können Sie zur Verwaltung, aber auch zur Bearbeitung, Ashampoo Photo Commander nutzen. Wer Geotagging und Stapelverarbeitung nutzen möchte, ist hier ebenso gut aufgehoben.
Kostenpflichtige Programme: Eines der bekanntesten Programme, um Bilder professionell zu verwalten und zu sortieren, ist Lightroom. Auch Photoshop Elements und Bridge werden hierfür eingesetzt. Alternativen dazu sind ACDSee Photo Studio oder auch Photo Director. Als kostenlos Lightroom-Alternative hat sich übrigens darktable etabliert, welches jedoch nur in englischer Sprache verfügbar ist.

Übrigens: Die Stichwörter werden in den meisten Programmen im IPTC-Standard gespeichert. Wechseln Sie die Bilddatenbank, können Sie diese gesetzten Stichworte weiter nutzen. Gleichzeitig werden die Stichworte auch als Tags für soziale Netzwerke verwendet und dort automatisch eingefügt.

Bildverwaltung in Lightroom und Photoshop Elements

Nachfolgend geben wir Ihnen einige Tipps mit auf den Weg, die sich speziell auf die Programme Lightroom und Photoshop Elements beziehen.
Hierarchische Stichwörter: Es empfiehlt sich, sogenannte „hierarchische Stichwörter“ zu verwenden. In diesem Fall geben Sie beispielsweise bei einem Bild mit Sonnenblumen den Tag „Sonnenblume“ ein, dem Bild werden aber auch gleichzeitig die übergeordneten Tags „Blume“ und „Pflanze“ hinzugefügt.
Zusätzliche Tags: Viele Programme sind außerdem in der Lage, zu den bereits gesetzten Schlagworten noch weitere Ausdrücke vorzuschlagen.
Stichwortsätze: Zur Verfügung stehen Ihnen zudem Stichwortsätze, wenn Sie bestimmte Tags immer wieder in Kombination verwenden.
Interne Datenbank: Die Stichwörter werden erst einmal in der Programm-internen Datenbank gespeichert, nicht aber im Bild. Das ist schwierig, wenn Sie Fotos inklusive der Stichworte versenden oder den Rechner wechseln wollen. Sie können allerdings die bereits bearbeiteten Fotos auswählen und eine bestimmte Tastenkombination nutzen. Auf diese Weise werden direkt in der Datei unsichtbar Stichwörter eingefügt. Für Lightroom ist es [Strg]+[S] und für Photoshop Elements [Strg]+[W] – für Mac-Geräte gilt [Strg] = [Command].
Automatische Stichwörter: Je nachdem, welches Programm Sie verwenden, werden Stichwörter auch automatisch vergeben. Dies funktioniert allerdings nur bei sehr einfachen Begriffen, wie beispielsweise Auto, Flugzeug, Sonne, Schnee und mehr. Leider werden beispielsweise die automatisch gefundenen Begriffe bei Photoshop Elements nur intern genutzt und werden nicht als IPTC gespeichert.
Ähnliche Bilder: Bei Photoshop Elements können Sie im Menü Suchen -> Visuelle Ähnlichkeit Bilder aufspüren, die dem Programm zufolge identisch oder sehr ähnlich sind. So sortieren Sie doppelte Bilder kinderleicht aus.

Wichtig: Da bei der Verwaltung von Fotos vieles über Tags bzw. Stichworte läuft, müssen Sie sich von Anfang an bewusst sein, dass diese Wörter wichtig sind. Entscheiden Sie sich daher frühzeitig, ob Sie Stichwörter in der Einzahl oder in der Mehrzahl nutzen wollen, sonst wird es schnell unübersichtlich (oder zu voll) in Ihrer Stichwortliste.

Fazit zur digitalen Ordnung von Fotos

In welcher Art Bilder sortiert werden, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Durch die künstliche Intelligenz vieler Cloud-Anbieter ist die Suchfunktion bereits gut ausgereift und nutzbar. Wer darüber hinaus Ordnung schaffen möchte, sollte sich ein Bildverwaltungs-Tool zulegen. Hier ist es möglich, die tausenden Fotos chronologisch oder thematisch zu sortieren. Noch besser ist eine chronologische Sortierung und durch Schlagworte gleichzeitig eine thematische Ordnung. Achten Sie außerdem darauf, einen zentralen Speicherort zu besitzen, damit die Fotos auch bei kaputten Rechnern und über mehrere Geräte hinaus geschützt sind.

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