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Schlagwörter wie „Web 3.0“ oder „Metaverse“ tauchen in letzter Zeit immer häufiger auf. Für besonderes Aufsehen hat vor einigen Wochen diesbezüglich eine Ankündigung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg gesorgt. Sie besagt, dass der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Co. jetzt Meta heißt. An der Struktur des Konzerns ändert sich dadurch zwar nichts, der neue Name zeigt aber den Fokus auf die „nächste Generation des Internets“, wie Zuckerberg es selbst beschrieb.

Aber was genau ist eigentlich das Metaverse? Worauf dürfen Internetnutzer sich schon heute freuen, worauf muss man eher noch einige Zeit warten? Und welche Rolle werden Smartphones dabei in den kommenden Jahren spielen? Auf diese und einige weitere Fragen werfen wir hier einen umfangreichen Blick.

Die Gaming-Branche gilt zwar als Vorreiter bei der Technik, große Konzerne wie Microsoft arbeiten jedoch schon lange an Konzepten, um die virtuelle Realität auch in das Arbeitsleben zu bringen (Foto: pixabay.com/julientromeur).

Was steckt hinter dem Konzept?

Der Name „Metaverse“ geht auf das Buch „Snow Crash“ von Neal Stephenson zurück, das bereits im Jahre 1992 veröffentlicht wurde. Darin geht es um die Vision von lebensechten Avataren, die sich in realistischen 3D-Gebäuden und anderen virtuellen Umgebungen begegnen. Seitdem hat die Technik enorme Fortschritte gemacht; hochwertige VR-Brillen gibt es zum Beispiel bereits seit einigen Jahren zu relativ günstigen Preisen. Schon heute ist absehbar, dass zumindest einige Teile der Vision schon bald Wirklichkeit werden könnten. Das Metaverse wäre dann so etwas wie eine alternative Realität. Allerdings lässt sich diese alternative Realität nicht vom echten Leben trennen. Schließlich haben Internetnutzer dort zumindest ähnliche Wünsche und Anforderungen wie bisher. Sowohl in der Arbeitswelt als auch in anderen Bereichen. Angefangen bei Computerspielen über die Unterhaltungsbranche bis hin zum Einzelhandel gibt es jedoch viele mögliche Anwendungen.

Spielen auf dem Smartphone

Schon heute zeigen sich in der Gaming-Branche einige spannende Trends. Bereits jetzt sorgt das Spielangebot für Tablets und Smartphones weltweit für mehr als die Hälfte aller Umsätze mit Computerspielen. Dabei spielen Glücksspiele oder die sogenannten Hyper Casual Games eine sehr wichtige Rolle. Für die erste Variante gibt es eine große Vielzahl an Casinos mit ganz verschiedenen Schwerpunkten – von klassischen Tischspielen bis hin zu virtuellen Spielautomaten. Die zweite Alternative steht für zwanglose Unterhaltung, bei der man ohne besondere Fähigkeiten fast endlos spielen kann. Zudem gibt es für kleine Beträge ein werbefreies Spiel oder ganz besondere Level. Kurz gesagt: Wer sich für Blackjack interessiert, online Roulette spielen oder kostenlose Apps mit In-Game-Käufen aufwerten will, hat die Qual der Wahl. Darüber hinaus dürfte es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich viele Smartphone-Spiele auch mit VR-Headsets verbinden lassen. Dank der schnellen Übertragungsraten in mobilen Netzwerken ist es technisch schon heute möglich, auf diese Weise auch unterwegs in einer virtuellen Realität zu interagieren.

Neue Möglichkeiten in der Arbeitswelt

Die Gaming-Branche gilt zwar als Vorreiter bei der Technik, große Konzerne wie Microsoft arbeiten jedoch schon lange an Konzepten, um die virtuelle Realität auch in das Arbeitsleben zu bringen. So dürfte es schon in wenigen Jahren ganz normal sein, dass sich Kollegen von verschiedenen Standorten in einem virtuellen Konferenzraum treffen. Oder sich zu kleineren Besprechungen in speziell gestalteten Räumen verabreden. Natürlich lassen sich dort auch Meetings mit Kunden oder größere Konferenzen planen. Neben klassischen Büro-Arbeitsplätzen gibt es aber noch viele weitere Branchen, die schon heute für die Zukunft planen sollte. Warum sollten Kunden schließlich in einem klassischen Onlineshop kaufen, wenn sie ein Geschäft auch virtuell besuchen können? Viele große Einzelhandelsketten denken bereits über entsprechende Konzepte nach. Auch hier ist die Verbindung mit dem Smartphone entscheidend – schließlich wollen die meisten Nutzer nicht an den eigenen Schreibtisch gebunden sein, um mit ihrer VR-Brille ein Geschäft zu besuchen.

Unterhaltung und Zahlungen

Abgesehen von Spielen gibt es in der Unterhaltungsbranche natürlich noch viele weitere Möglichkeiten für das Web 3.0. So lassen sich zum Beispiel Konzerte nicht nur virtuell veranstalten, sondern auch mit ganz neuen Alternativen kombinieren. Besucher benötigen zum Beispiel kein klassisches Ticket mehr, stattdessen kaufen sie einen sogenannten non-fungible token (NFT), der nach dem Konzert mit exklusiven Audio- oder Videoaufnahmen verbunden wird. Rund um NFTs hat es in den vergangenen Monaten bereits einen enormen Hype gegeben. Kurz gesagt, handelt es sich dabei um digitale Sammelobjekte, die nur in einer begrenzten Auflage verfügbar sind. Dadurch erhalten sie einen Wert und lassen sich auf speziellen Plattformen handeln. Was genau in NFTs steckt, ist fast nicht begrenzt. Digitale Kunst, Musikstücke, Sammelbilder von Sportlern oder, wenn die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurd

Blockchains helfen

Damit eindeutig feststeht, wem ein NFT tatsächlich gehört, werden die entsprechenden Daten in einer Blockchain gespeichert. Diese Technik ist vor allem in Verbindung mit der Kryptowährung Bitcoin bekannt geworden. Während es bei Bitcoin jedoch in erster Linie um Zahlungen geht, bieten andere Blockchains noch viel mehr technische Möglichkeiten. So lassen sich zum Beispiel bei Ethereum oder Solana NFTs erstellen und handeln, bezahlt wird dann mit den jeweiligen Kryptowährungen für diese Blockchains. Warum die Technik so wichtig ist, wird an einem Beispiel deutlich: Konzerne wie Facebook oder Microsoft wollen ihre Macht in das Metaverse verlegen und dort eigene Bereiche schaffen. Dort soll dann so etwas wie ein Freizeitpark entstehen, in dem es Geschäfte, Unterhaltung und sogar Büros gibt. Die sind jedoch allesamt ein Teil des kompletten Systems, für das die Konzerne im Hintergrund stehen.

Zukunftsmusik

Wenn kreative Köpfe jedoch die technischen Möglichkeiten von Metaverse und Blockchain frei kombinieren, kann daraus eine echte Stadt werden. Dort gibt es beliebte und weniger beliebte Stadtteile, an manchen Orten gibt es vor allem Büros, anderswo eher große Geschäfte oder kleine Einzelhändler. Aus der Sicht der Nutzer ist solch ein komplexes und dezentrales System nicht ganz so leicht überschaubar, auf jeden Fall aber deutlich attraktiver. Aktuell ist all das aber noch Zukunftsmusik.

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