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Redakteur
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In den Sozialwissenschaften gilt Dänemark unter diversen Aspekten als Vorbild. Ob das auch beim Thema Lautsprecher der Fall ist, wissen wir nicht. Es wäre jedoch nicht verwunderlich, wie das Surround-Set „S 626“ von Jamo zeigt.

Unser Testmuster ist in weiße Esche gekleidet, alternativ stehen auch die dunkleren Finishes schwarze Esche und „Dark Apple“ zur Wahl.

Unser Testmuster ist in weiße Esche gekleidet, alternativ stehen auch die dunkleren Finishes schwarze Esche und „Dark Apple“ zur Wahl.

 

 

Eine kleine Warnung gleich vorweg: Das komplette Set wird in einem einzigen Karton geliefert und der bringt gut und gerne 60 Kilogramm auf die Waage. Wer also nicht gerade im regelmäßigen Training steht, sollte vielleicht einen Helfer organisieren, um nicht schon vor dem Auspacken den ersten Schaden beklagen zu müssen. Und das bezieht sich in erster Linie auf den eigenen Körper, denn die Lautsprecher sind in ihrem Karton dank passender Styropor-Elemente sehr gut vor Transportschäden geschützt.
Ausgepackt sorgen die fünf Mitglieder des Sets dann sofort für Begeisterung. Dafür müssen wir sie noch nicht einmal verkabeln, alleine der Anblick genügt. Unser Testexemplar ist in der Ausführung „White Ash“ gehalten und das kann sich absolut sehen lassen. Besonders schön ist die noch dezent sichtbare Maserung der Esche, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel auch mal deutlicher hervortritt. Das sieht dermaßen gut aus, dass man wahrscheinlich gar keine Finish-Alternativen haben möchte. Aber offensichtlich geht man in Dänemark gerne mal auf Nummer Sicher und Jamo bietet sie trotzdem an. Neben weißer gibt es auch schwarze Esche und mit dem sehr eleganten „Dark Apple“ eine dank dominanter Maserung sehr deutlich als solche erkennbare Holzoptik.

Die noch dezent sichtbare Maserung der Esche tritt je nach Lichteinfall und Blickwinkel auch mal deutlicher hervor.

Die noch dezent sichtbare Maserung der Esche tritt je nach Lichteinfall und Blickwinkel auch mal deutlicher hervor.

 

 

Unauffällige Befestigung vorne wie hinten
Die Front- und Rückseiten der Boxen sind unabhängig von der Ausführung schwarz gehalten. An der Front gibt es Stecklöcher für die optionale schwarze Abdeckung. Generell gefällt uns hier zwar immer eine magnetische Lösung besser, da dann keine Löcher oder Pins zu sehen sind. Doch Jamo hat das Problem an dieser Stelle ausgesprochen gut gelöst, indem die Halterungen in der mattschwarzen Front kaum auffallen. Apropos Halterung: Sowohl die Rearspeaker als auch der Center verfügen über eine Befestigungsmöglichkeit zur Wandmontage, so dass sie aus dem Karton heraus für ziemlich alle Räume gewappnet sein dürften.
In den beiden 108 Zentimeter hohen Standboxen befindet sich ein Dreiwege-System mit seitlich abstrahlendem Tieftöner, was für optimale Anpassung an unterschiedliche Raumakustik sorgt. Optional kann das Set auch noch mit dem Sub 260 kombiniert werden, ohne sorgt es allerdings auch schon für ordentlich Druck im Tieftonbereich. Dafür sorgt das Bassreflex-Design, das auch in den mit Zweiwege-System ausgestatteten Surround-Speakern und dem Center zum Einsatz kommt.
Für die Standlautsprecher sind außerdem Spikes mitgeliefert, die mit Stegen an der Bodenplatte befestigt werden. Sie finden, das sei schon ein bisschen viel Schrauberei? Gut, dann notieren wir das mal großzügig als Minuspunkt – mehr kommen nämlich nicht mehr. Denn kaum stehen die Boxen an Ort und Stelle, ist der Anschluss über Schraubklemmen in Windeseile erledigt und das Set startklar.

Als Anschluss stehen Schraubklemmen zur Verfügung, bei den Frontlautsprechern ist auch Bi-Amping möglich.

Als Anschluss stehen Schraubklemmen zur Verfügung, bei den Frontlautsprechern ist auch Bi-Amping möglich.

 

 

Erschreckend realistischer Sound
Wir beginnen gleich mit der Hauptbeschäftigung und testen die guten Stücke auf ihre Heimkino-Tauglichkeit. Dafür haben wir uns die Action-Dystopie „Dredd“ ausgesucht. Gleich nach der charmanten Eröffnungsrede von Karl Urban alias Dredd schwingt sich der Protagonist auf sein Motorrad und trifft auf die ersten Bösewichter in einem Kleinbus. Eine Verfolgungsjagd ist hier natürlich unausweichlich und das Jamo-Set bekommt gleich ordentlich zu tun. Denn während Dredd noch trotz überdurchschnittlichen Verkehrslärms ein wenig mit seiner Leitstelle plaudert, widmen sich die Ganoven mit Maschinenpistolen ihrem Verfolger. Für die Jamos kein Problem – der Sound wird perfekt im Surroundfeld verteilt und alle Funksprüche kommen auch beim Zuschauer hervorragend deutlich an – das muss auch so sein, denn Dredd redet nun mal nicht so viel und würde hier auch nur ein Wort untergehen, wäre das gerne mal sein kompletter Anteil an einem Dialog.
Wenig später erreichen wir dann den zentralen Schauplatz der Handlung, einen der riesigen Wohnblocks in Megacity One. Es dauert nicht lange, bis Stahlwände unvermittelt krachend herunterfahren und den Turm abriegeln. Sofort ändert sich die Umgebung und das Jamo-Set darf im Rest des Films sein enormes Tieftonpotenzial – übrigens ohne Subwoofer – präsentieren, was ihm beeindruckend gelingt. Denn schon kurz nach der erwähnten Abriegelung folgt die nächste Auseinandersetzung. Zunächst freut man sich noch über die exakte Platzierung der Schüsse, doch in den Gefechten in engen, geschlossenen Räumen kommen die Treffer plötzlich extrem erschreckend, weil sehr realistisch rüber. Keine Sorge, das ist durchaus als Kompliment an die Fähigkeiten der Jamos gemeint, diese Szenen erklären allerdings auch, warum der Film nur für Zuschauer ab 18 Jahren empfohlen wird.
Glücklicherweise sind es aber nicht nur Szenen mit hoher Gewaltanwendung, mit denen der Film die Zuschauer in seinen Bann zieht. Auch die ruhigen Zeitlupen-Sequenzen, in denen man die Welt aus Sicht der Konsumenten der Droge „Slo-Mo“ sieht, gewinnen durch die glasklare Wiedergabe der psychedelischen Musik an Intensität. Das bringt uns auch gleich auf die Idee, ein ähnliches Szenario im Gaming-Bereich auszuprobieren.

Die Basslautsprecher in den Frontspeakern strahlen seitlich ab und sind für unterschiedliche Raumakustik bestens geeignet.

Die Basslautsprecher in den Frontspeakern strahlen seitlich ab und sind für unterschiedliche Raumakustik bestens geeignet.

 

 

Virtuelle Gefechte in Dubai
Und so finden wir uns wenig später in Person von Captain Martin Walker in „Black Ops: The Line“ wieder. Während wir uns durch das vermeintlich verlassene Dubai bewegen, geraten wir regelmäßig in Gefechte, Dispute, Sandstürme – und manchmal alles gleichzeitig. Dennoch behalten die 626-Speaker stets den Überblick und präsentieren alle Soundeffekte klar und deutlich. Das Getöse der Stürme schließt den Spieler komplett ein, während die Kommunikation mit den Teamkollegen über den Center sehr gut verständlich ist. Gleichzeitig lassen sich die Positionen der Gegner erstaunlich zuverlässig über die Richtung, aus der ihre Schüsse kommen, zuordnen. Und trotzdem bleibt immer noch Potenzial, um mit der rockigen Hintergrundmusik im Stile von „Apocalypse Now“ die Kriegs-Szenerie noch äußerst energisch zu untermalen.

Zum Fünferpaket gehören zwei Frontlautsprecher sowie Center und zwei Rear-Speaker. In Kombination mit dem Bassreflexsystem ist damit für ausreichend Tiefton gesorgt, dennoch ist der Jamo SUB 260 als Ergänzung möglich.

Zum Fünferpaket gehören zwei Frontlautsprecher sowie Center und zwei Rear-Speaker. In Kombination mit dem Bassreflexsystem ist damit für ausreichend Tiefton gesorgt, dennoch ist der Jamo SUB 260 als Ergänzung möglich.

 

 

Volle Deckung!
Auch beim aktuellen „Call Of Duty: Ghosts“ wird mit dem Jamo-Set aus Spielspaß schnell Ernst. Gleich zu Beginn des Kampagnenmodus sind wir auf der Flucht vor Raketenbeschuss aus dem All, der San Diego verwüstet. Auch hier sind trotz des Chaos um den Spieler herum sämtliche Ansagen der anderen Charaktere sehr gut zu verstehen, so dass wir uns schnell zurechtfinden und in Sicherheit bringen können. Doch wenig später geht es am Strand von Los Angeles richtig rund. Der Spieler wird gleich mitten im Gefecht abgesetzt und sieht sich dem Maschinengewehr eines Helikopters gegenüber. Selbst bei normaler Zimmerlautstärke stellt das Jamo-Set die Einschläge der großkalibrigen Projektile so kraftvoll in den Raum, dass man kurz davor steht, sich mit einem beherzten Sprung hinters Sofa in Deckung zu bringen. Doch auch in den Gefechtspausen schafft das Quintett, die Zwischensequenzen äußerst packend wiederzugeben, indem es die spannungsgeladene Hintergrundmusik auf einem Level präsentiert, der für viele andere Systeme völlig utopisch erscheint.

Die aluminiumbeschichteten Treiber bieten eine bessere Steifigkeit und eine zusätzliche Kühlung.

Die aluminiumbeschichteten Treiber bieten eine bessere Steifigkeit und eine zusätzliche Kühlung.

 

 

Vorsicht bei wichtigen Terminen!
Musikalisch trauen wir den Standboxen allerdings auch noch weit mehr zu und daher testen wir abschließend, was die beiden im Stereo-Betrieb leisten. Wir machen es uns bequem und legen das Album „Lateralus“ von Tool ein. Eine gute Wahl, wie sich zeigt, denn ganz offensichtlich hat man auch in Dänemark so Einiges für Progressive Metal übrig. Wie sonst ist zu erklären, dass diese Platte so dermaßen gut klingt? Dem anspruchsvollen Songwriting werden Jamos 626 ohne Zweifel gerecht und präsentieren dem Hörer die komplexen musikalischen Strukturen allesamt bis ins kleinste Detail. Die Darstellung der virtuellen Bühne sorgt bei mir für so große Begeisterung, dass ich erst nach dem letzten Track des Albums merke, dass bereits fast weitere 80 Minuten vergangen sind…

Optional lassen sich die beiden Standboxen auf massive Spikes stellen.

Optional lassen sich die beiden Standboxen auf massive Spikes stellen.

 

 

Fazit
In allen Einsatzbereichen weiß Jamos 626-Set unter allen Gesichtspunkten zu überzeugen. Ob nun beim passiven Filmerlebnis oder dem aktiven Gaming, die fantastischen Fünf heben das eine wie das andere auf ein ganz neues Level. Gleichzeitig eignen sich die Standlautsprecher ganz hervorragend für brillanten Musikgenuss. Kurzum, wer im Wohnzimmer eine Allround-Anlage für hohe Ansprüche installieren möchte, sollte sich dieses Prachtexemplar nicht entgehen lassen. Denn Ausreden gibt es auch in Sachen Design oder Preis nicht. Wie gesagt: Vorbildlich!

 

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

 

 

 

ModellJamo S 626 HCS
Produktkategorie:Heimkino-Lautsprecher
Preis:850,00 Euro (UVP)
Ausführungen:- Esche weiß
- Esche schwarz
- Dark Apple
Vertrieb:Osiris Audio AG, Wiesbaden
Tel.: 06122 / 727 600
www. osirisaudio.de
Abmessungen (HBT):Front: 108 x 19 x 34,5 cm
Center: 13,3 x 40 x 21 cm
Rear: 24 x 13,3 x 21 cm
Gewicht:Front: 23,3 kg
Center: 4,9 kg
Rear: 3,4 kg
Hochtöner:Front: 1x 25 mm Soft Dome Tweeter
Center: 1x 25 mm Soft Dome Tweeter
Rear: 1x 25 mm Soft Dome Tweeter
Mittelöner:Front: 2x 127 mm Midrange Drivers (aluminiumbeschichtet)
Tieftöner:Front: 1 x 203 mm Sidefire-Woofer
Center: 2 x 102 mm Woofer (aluminiumbeschichtet)
Rear: 1 x 102 mm Woofer (aluminiumbeschichtet)
Frequenzbereich:Front: 20 Hz - 20.000 Hz
Center: 75 Hz - 20.000 Hz
Rear: 80 Hz - 20.000 Hz (jeweils Herstellerangaben)
Lieferumfang:2 x S 626 Standlautsprecher (inkl. Spikes), 1 x S 62 Center-Lautsprecher, 2 x S 622 Regallautsprecher
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

 

 

 

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