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Redakteur
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Zu den häufigen Fragen beim Kauf von CD-Player und Verstärker, gehört die nach dem Grund für zwei getrennte Geräte. Ganz einfach: es steigert die audiophile Qualität der Komponenten. Denn bei mehreren Geräten sind die Hersteller nicht so stark an klangliche Kompromisse zugunsten der Abmessungen gebunden.

Die Gehäuse der 1000er-Kombi aus massivem Aluminium sehen nicht nur klasse aus, sie stecken auch voll hochwertigem High-End-Potenzial.

Die Gehäuse der 1000er-Kombi aus massivem Aluminium sehen nicht nur klasse aus, sie stecken auch voll hochwertigem High-End-Potenzial.

 

 

Auch im Fall seiner 1000er-Reihe setzt Magnat auf getrennte Komponenten, nämlich den Vollverstärker MA 1000 und den CD-Player MCD 1050. Beiden sieht man sofort an, dass Magnat auf hochwertiges Material und makellose Verarbeitung Wert legt. Allein im Verstärker steckt allerdings schon eine Menge mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Zunächst einmal fällt das extrem massive Vollmetallgehäuse auf. Stabil wäre hier noch untertrieben, so robust und dennoch elegant wirkt der Aluminiumkörper des MA 1000. Sehr schön ist der Kontrast zwischen schnörkelloser, rechteckiger Konstruktion und der runden Regler, Sichtfenster und des Displays, gelungen. Bei letzterem handelt es sich um ein Organic-LED-Display, das mit hoher Auflösung und kräftigem Kontrast nicht nur extrem edel und modern daherkommt, sondern mit hervorragender Ablesbarkeit seinen praktischen Charakter unter Beweis stellt.

Beim Organic-LED-Display handelt es sich um ein besonders feines Exemplar seiner Gattung. Die hohe Auflösung garantiert hervorragende Ablesbarkeit.

Beim Organic-LED-Display handelt es sich um ein besonders feines Exemplar seiner Gattung. Die hohe Auflösung garantiert hervorragende Ablesbarkeit.

 

 

Röhren im Herzen
Das Display sitzt fest zentral in der Frontplatte aus gebürstetem Aluminium. Die Bedienelemente sind ebenfalls aus massivem Aluminium gearbeitet. Neben dem An/Aus-Knopf ist ein Button für die Quellenwahl sowie Drehregler für die Balance und Lautstärke vorhanden. Allesamt werden sie durch einen schmalen silberfarbenen Rahmen von der Frontplatte abgehoben und effektvoll in Szene gesetzt. Einen solchen Rahmen besitzen auch die Sichtfenster im linken Teil der Frontplatte. Allerdings steckt der wahre Hingucker hinter den Scheiben: Durch die Sichtfenster fällt der Blick auf zwei Röhren, die Magnat selbst als Herzstück seines Verstärkers bezeichnet. Entsprechend viel Sorgfalt steckt in den 60 Stunden eingebrannten ECC-82-Röhren, die extremes audiophiles Potenzial besitzen und sich durch enorme Rauscharmut auszeichnen. Die vorselektierten, guten Stücke stammen aus russischer Produktion und auch wenn sich die Osteuropäer in Sachen Olympiavorbereitung so einiges an Kritik anhören mussten – in Sachen Röhren sind sie wahre Könner.

Die beiden Sichtfenster im linken Teil der Frontplatte geben den Blick auf die hübschen Röhren frei.

Die beiden Sichtfenster im linken Teil der Frontplatte geben den Blick auf die hübschen Röhren frei.

 

 

Der MA 1000 ist ein Hybrid-Vollverstärker mit Vor- und Endstufe. Schließlich ist durch die getrennten Komponenten ja nun Platz genug für ein reichhaltiges Innenleben. Die Endstufe besitzt hochwertige Leistungstransistoren von Toshiba, die dem High-End-Anspruch absolut gerecht werden. Den Hybrid-Charakter verraten auch die Anschlüsse auf der Rückseite. Ganz links sitzen zwei getrennte Eingänge für eine Phonovorstufe. Diese sind ausgelegt für Moving-Magnet-Tonabnehmer (kurz MM), beziehungsweise Moving-Coil-Tonabnehmer (MC). Sehr schön ist die Möglichkeit, beide Tonabnehmer anzuschließen und dann ganz bequem über die Fernbedienung auszuwählen, welcher aktiv eingesetzt wird.
Darüber hinaus sind Eingänge für einen CD-Player und Tuner vorhanden. Ein Aux-Eingang erweitert die Optionen ebenso wie ein Tape-Ein- und -Ausgang. Weiterhin ist ein Pre-Out-Anschluss Teil der breiten Palette. Daneben ist das Bi-Wiring-Ausgangsterminal platziert. Mit großen, isolierten Lautsprecheranschlussklemmen ist der MA 1000 für so ziemlich alles gerüstet, was in Sachen Kabel eingesetzt werden kann.
Apropos Kabel: Auf der Front steht für die Kabel von Kopfhörern eine 6,3-mm-Klinkenbuchse zur Verfügung, direkt daneben wartet eine Line-in-Buchse für 3,5-mm-Klinkenkabel auf Zuspieler.

Auf der Rückseite bieten sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für diverse Zuspieler. Die großzügig dimensionierten Lautsprecherklemmen am Verstärker sind für Bi-Wiring geeignet.

Auf der Rückseite bieten sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für diverse Zuspieler. Die großzügig dimensionierten Lautsprecherklemmen am Verstärker sind für Bi-Wiring geeignet.

 

 

Eine klare Linie
Den Anschluss für einen CD-Player nutzen wir direkt für den passenden MCD 1050. Als Teil derselben Serie steht er dem Verstärker in Sachen Verarbeitung und Design in nichts nach. Auch er verfügt über zwei Röhren und das Organic-LED-Display. Rechts oben befindet sich das hochwertige „Pure-CD“-Laufwerk mit Sanyo-Laser-Einheit, das auf Knopfdruck sanft und stabil herausfährt – übrigens so leise, dass man angenehm überrascht ist und im Betrieb keinerlei störende Nebengeräusche vernimmt. Unter der CD-Lade befinden sich die üblichen Bedienknöpfe und ein 6,3-mm-Klinkenausgang für Kopfhörer. Auf der Rückseite des Players sitzen analoge und digitale Ausgänge (optisch und koaxial), die von einem exzellenten Burr-Brown-Digital/Analog-Wandler versorgt werden und Abtastraten bis 192 kHz/24 Bit unterstützen. Das gilt auch für den USB-2.0-Eingang und die zuschaltbare Up-Sampling-Funktion.
Sämtliche Funktionen sind übrigens auch bequem über die Fernbedienung steuerbar, die mitsamt Batterien sowohl mit dem CD-Player als auch mit dem Verstärker geliefert wird. Ebenfalls in gebürsteter Aluminium-Optik gehalten, überzeugt der Signalgeber mit den sehr deutlich beschrifteten und griffigen Knöpfen. Diese verfügen über einen klaren Druckpunkt (wie auch die Bedienelemente an den Geräten selbst) und liegen wunderbar angenehm in der Hand.

Ebenfalls aus massivem Aluminium gefertigt sind die Bedienelemente. Ein schmaler silberfarbener Ring sorgt für einen effektvollen Kontrast zur Frontplatte.

Ebenfalls aus massivem Aluminium gefertigt sind die Bedienelemente. Ein schmaler silberfarbener Ring sorgt für einen effektvollen Kontrast zur Frontplatte.

 

 

Gefühl und Dynamik
Soviel also zum theoretischen Teil. Nun geht es endlich daran, die beiden guten Stücke einem Praxistest zu unterziehen. Schließlich wollen wir ja sehen (und vor allem hören), wie nahe sich Planung und Realität tatsächlich kommen. Um das festzustellen, muss sich die Magnat-Kombi einerseits in gefühlvoller und andererseits in dynamischer Musikwiedergabe beweisen. Für das Gefühl ist Singer-Songwriter Erik Penny zuständig. Der in Berlin lebende US-Amerikaner hat im letzten Jahr durch eine sogenannte „Pledge-Campaign“ sein neuestes Werk „Heart Bleed Out“ realisiert und seinen Kampagnen-Teilnehmern vor Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Die sehr persönliche Platte im Americana-Stil steckt voller Emotionen und die werden von Magnats Duo unglaublich einfühlsam an den Hörer getragen. Die exakte Betonung und eindringliche Wiedergabe der Melodie zieht das Publikum sofort in den Bann des Albums und man bemerkt kaum, wie die Zeit vergeht. Erst das automatische, sanfte Stoppen nach dem letzten Lied „Feel Love“ befördert uns zurück in die Realität. Sieht man einmal von den unvergleichlichen Live-Konzerten Pennys ab, könnte es wohl kaum eine würdigere Wiedergabemöglichkeit seiner Musik geben.
Und auch wenn wir bereits jetzt von den Fähigkeiten der Magnat-Kombi restlos überzeugt sind, legen wir noch eine Testrunde nach. Schließlich war auch Bruce Springsteen im letzten Jahr nicht untätig und hat mit „High Hopes“ kürzlich ebenfalls ein neues Album veröffentlicht. Nun sind die darauf enthaltenen Titel zumindest Springsteens Fans durchaus schon bekannt, allerdings nicht unbedingt in dieser Form. Mit der E-Street-Band im Rücken, zeigt „The Boss“ ganz eindeutig, wer der Chef im Ring ist. Dass er mit „High Hopes“ auch negative Kritik erntete, führen wir einfach mal auf die Vermutung zurück, dass die Rezensenten das Album eben nicht über Magnats Komponenten gehört haben. Das soll nicht heißen, dass die Platte nicht gut wäre – ganz im Gegenteil. Aber was die 1000er-Kombi aus dem ohnehin guten Material herausholt, macht so unglaublich viel Spaß, dass man sich förmlich weigert, die Wiedergabe selbst zu beenden. Schon der Opener und Titeltrack zeigt deutlich, was den Hörer erwartet. Detailliert aufgelöst bietet sich eine breite und dicht besetzte Bühne, auf der jeder einzelne Musiker ganz eindeutig zuzuordnen ist. Selbst die effektgeladenen Versionen von „American Skin (41 Shots)“ und „Down In The Hole“ machen da keine Ausnahme. Besonders mitreißend ist das bekannte „The Ghost of Tom Joad“, das zunächst recht entspannt und reduziert beginnt, dann aber abrupt mehrere Gänge hochschaltet und den Klassiker enorm druckvoll neu intepretiert. Sollten Sie als die Möglichkeit haben, die beiden Magnat-Komponenten mitsamt den oben genannten Alben auszuprobieren, sagen Sie nach dem Spontankauf nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt…

Die CD-Lade fährt sanft und stabil aus der Front aus gebürstetem Aluminium.

Die CD-Lade fährt sanft und stabil aus der Front aus gebürstetem Aluminium.

 

 

Fazit
Hervorragende Verarbeitung, enorme Sorgfalt in Fertigung und Wahl der Einzelteile sowie grandioses audiophiles Potenzial zeichnen die Magnat-Kombination, bestehend aus dem Verstärker MA 1000 und dem CD-Player MCD 1050 aus. Der Verzicht auf einen Kompromiss zwischen Abmessungen und akustischen Aspekten zahlt sich absolut aus. Zwar kostet das Ganze ein paar Euro mehr als andere Komponenten, ein solch enorm gutes Preis-Leistungs-Verhältnis werden Sie aber mit Sicherheit lange und vergeblich suchen.

 

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

 

 

 

ModellMagnat
MA 1000/MCD 1050
Preis:- Verstärker: 1.700 € (UVP)
- CD-Player: 1.700 € (UVP)
Ausführung:Schwarz, Frontplatte aus gebürstetem Aluminium
Vertrieb:Audiovox, Pulheim
Tel: 02234/8070
www.magnat.de
Abmessungen (HBT):- Verstärker: 125 x 430 x 380 mm
- CD-Player: 90 x 434 x 345 mm
- Fernbedienung: 198 x 47 x 23 mm
Gewicht:- Verstärker: 11,0 kg
- CD-Player: 7,5 kg
Frequenzgang:- CD/Tuner/Aux/Line/Tape: 5 Hz – 110 kHz (-3.0 dB), 20 Hz – 20 kHz (+/-0.1 dB)
- Phono: 20 Hz – 20 kHz (+/-0.3 dB)
- Subsonic Filter: 16Hz, 18dB/Oct.
Lieferumfang:- Fernbedienung
- Batterien
- Netzkabel
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunghervorragend

 

 

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