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Redakteur
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Am 29. November feiert Sonys Playstation 4 ihren ersten Geburtstag. Ein Ereignis, das für mich den Ausschlag gab, sich einmal umzuschauen wie sich der Zubehörmarkt inzwischen entwickelt hat. Gab es mangels Kompatibilität anfänglich beispielsweise noch Schwierigkeiten ein vernünftiges Headset zu finden, haben viele Hersteller diese Lücke inzwischen geschlossen und bieten ein breites Portfolio an Kopfhörern, die mit der PS4 zusammen arbeiten. Eines dieser Klangproduzenten ist das Oberklasse-Model Ear Force PX4 von Turtle Beach, das ich mir einmal genauer angesehen habe.

Das Turtle Beach PX4 zeigt sich bereits auf den ersten Blick als hervorragend und robust verarbeitet und überdurchschnittlich ausgestattet.

Das Turtle Beach PX4 zeigt sich bereits auf den ersten Blick als hervorragend und robust verarbeitet und überdurchschnittlich ausgestattet.

 

 

Turtle Beach

Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Valhalla, New York, gehört seit Jahren zu den absoluten Spitzenreitern der Branche. Die Gaming-Spezialisten sind seit über 30 Jahren in der Musik- und Audiotechnik unterwegs und gelten aufgrund ihres enormen Knowhows zurecht als Pioniere der PC-Audiotechnik. Mit dem Modell Ear Force XP 400 konnte man beispielsweise den CES 2012 Award für die „Best Gaming Hardware“ gewinnen. Nur eine der vielen Auszeichnungen, die Turtle Beach für sein umfangreiches Produktsortiment einheimsen konnte. Dieses besteht heute aus unzähligen Zubehörmodellen für den Spielemarkt wie z.B. für die PS3, PS4, Xbox, Nintendo- und auch für den PC. Ein Sortiment, das schon auf den ersten Blick erahnen lässt, welche Erfahrung und hervorragende Technik sich in Produkten von Turtle Beach vereint.

Auch als reiner Kopfhörer macht das Ear Force PX4 eine sehr gute Figur. Die Verbindung zur Musikquelle lässt sich via Bluetooth oder per Kabel vornehmen. Der integrierte Akku verspricht 15 Stunden ununterbrochenen Musikgenuss.

Schick, praktisch, klangstark: Auch als reiner Kopfhörer macht das Ear Force PX4 eine sehr gute Figur. Die Verbindung zur Musikquelle lässt sich via Bluetooth oder per Kabel vornehmen. Der integrierte Akku verspricht 15 Stunden ununterbrochenen Musikgenuss.

 

 

Kopfhörer und Gaming Headset zu gleich

Das Ear Force PX4 wird als Gaming Headset der Oberklasse angeboten. Und so präsentiert es sich auch. Hervorragend verarbeitet und robust gefertigt, vermittelt es sofort den von Turtle-Beach-Produkten gewohnt wertigen Eindruck und unterstreicht, warum sich die Marke seit langer Zeit so erfolgreich auf dem Markt behauptet. Der Kopfhörerbügel ist stabil und flexibel zugleich und besitzt eine weiche, ausreichend ausgelegte Polsterung. Für Gamer eines der Hauptargumente, denn schliesslich darf es am Kopf auch an längeren Zocker-Abenden weder drücken noch kneifen. Die 50 Millimeter großen Lautsprecherchassis sind in akustisch abgestimmten Ohrmuscheln untergebracht und werden durch leistungsstarke Neodymium-Magneten angetrieben. Um das Ohr vor störenden Aussengeräuschen abzuschirmen, sind die Kopfhörermuscheln von einem weichen Stoffpolster überzogen und bieten so einen angenehmen Sitz auf dem mit Kopf. Das Mikrofon ist an der rechten Ohrmuschel befestigt, lässt sich aber schnell und einfach ein- und ausstecken, falls es gerade nicht benötigt wird. Dank seines vollständig flexiblen Mikrofonhalses kann es dabei ohne Weiteres in jede gewünschte Position gebracht werden. Im Kopfhörer integriert, befindet sich das wiederaufladbare Lithium-Polymer-Akku-Pack. Dieses ist erstaunlich leicht und bietet laut Hersteller bis zu 15 Stunden ununterbrochenen Spielspaß – ohne dabei zwischenzeitlich auch nur einmal geladen werden zu müssen. Sollte die Gaming-Session aber doch einmal länger dauern oder es wurde einfach vergessen den Ear Force ans Ladegerät zu hängen, lässt sich der PX4 auch via Kabel betreiben, während der Akku in dieser Zeit automatisch geladen wird. Das kabellose Headset kommuniziert übrigens über ein digitales Dualband-HF (Funksignal) mit dem Transmitter, der einen Spielsound in CD-Qualität bieten soll. Zur Übertragung nutzt das PX4 Funkfrequenzen im Bereich vom 5 bzw. 2,4 Gigahertz. Um eine jederzeit stabile und störungsfreie Verbindung zu gewährleisten, sucht der Sender dazu ständig und vollautomatisch nach dem gerade besten Kanal. Des Weiteren ist es möglich auch andere Geräte wie das eigene Smartphone via Bluetooth mit dem Turtle Beach zu verbinden. Das macht Sinn, um auch während des Spiels Telefonate entgegen nehmen zu können. Ein weiteres Highlight dieses Produktes ist der ebenfalls an Bord befindliche Surround-Simulator. Ein Feature, das es dem Kopfhörer erlaubt ein virtuelles 5.1-Setup zu simulieren, um so noch ein Stückchen tiefer in die Spielewelt einzutauchen. Neben dem Einsatz an einer Spielkonsole bietet das PX4 somit eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten und lässt sich z.B. auch als Musik- oder TV- Kopfhörer verwenden. Wer eine PS3 und eine PS4 besitzt, benötigt übrigens kein zweites Headset, denn das Ear Force PX4 lässt sich über beide Konsolen betreiben!

Der Kopfbügel des PX4 ist flexibel und gepolstert. Die nächste Zockernacht kann also kommen.

Der Kopfbügel des PX4 ist flexibel und gepolstert. Die nächste Zockernacht kann also kommen.

 

 

Anschluss und Bedienung

Die Einbindung des Turtle Beach-Headsets geht einfach, schnell und absolut problemlos von der Hand. Alles was ich dazu benötige, befindet sich im Lieferumfang des PX4. Im ersten Schritt geht es an die Verkabelung des Drahtlossenders (Transmitter). Dazu benötige ich lediglich ein optisches Digitalkabel (Toslink), welches in die entsprechende Buchse der PS4 gesteckt wird. Anschliessend versorge ich den Sender via USB-Kabel noch mit Strom, was bedeutet, dass die Einheit schon jetzt Sendebereitschaft hergestellt hat. Im Einstellungsmenü der Playstation muss nun noch der optische Ausgang als primärer Ausgabeport für Audiosignale gelegt werden. Ist dies geschehen, empfängt das Headset die benötigten Signale kabellos über die Sendeeinheit. Um auch die Chatfunktion über den Kopfhörer abzuwickeln, wird selbiger über das ebenfalls zum Lieferumfang gehörige Klinkenkabel (3,5mm) mit dem PS4-Controller gekoppelt. Sie sehen, die Einbindung ist innerhalb einer Minute erledigt und schon ist das Headset startklar für die nächste intensive XXL-Zockernacht.
Noch ein ein Tipp: Die Veränderung der Lautstärke des Mikrofons lässt sich einfach und komfortabel über die Einstellungen der Konsole vornehmen.

Ist der Transmittier via optischem Digitalkabel mit der PS4 verbunden, muss im Menü der Konsole nur noch der optische Ausgang als primärer Ausgabeport gewählt werden.

Ist der Transmittier via optischem Digitalkabel mit der PS4 verbunden, muss im Menü der Konsole nur noch der optische Ausgang als primärer Ausgabeport gewählt werden.

 

Praktisch: Der Lautstärkepegel lässt sich über das Menü der Playstation 4 schnell und individuell anpassen.

Praktisch: Der Lautstärkepegel lässt sich über das Menü der Playstation 4 schnell und individuell anpassen.

 

 

Eintauchen und Gegner orten

Ist der PX4 installiert und vollständig geladen, geht es endlich in den Praxistest: Diesen starte ich zunächst als Singleplayer in „Killzone Shadow Fall“. Das hat seinen Grund, denn zu Beginn will ich wissen wie gut der Surroundmodus arbeitet. Was dabei sofort auffällt, sind die sehr gute und zugleich dynamische Raumdarstellung, mit der die beiden „Lautsprecher“ das Geschehen akustisch reproduzieren und die Tiefe, mit der die wiedergegebenen Signale verarbeitet werden. So erlebe ich meinen Streifzug durch die virtuelle Spielewelt plastisch und mit einer gehörigen Portion Druck. Dabei drängt sich mir fast das Gefühl auf, ich wäre in einen Interaktiven Spielfilm, als ein Game zu spielen. Der simulierte Surroundsound funktioniert tatsächlich durchweg hervorragend, stellt das gesamte Geschehen um mich herum perfekt dar und hilft mir meine Gegner besser zu orten. Um diesen Eindruck zu individualisieren, können die Surroundpositionen der virtuellen Front- und Surroundboxen übrigens verändert werden. Durch das „Verschieben“ der virtuellen Lautsprecher lassen sich die Kopfhörer somit ganz an meinen Geschmack anpassen. Als für mich perfekt, stellte sich die Voreinstellung Nummer drei heraus. In diesem Preset werden die Lautsprecher um 90 Grad zueinander versetzt positioniert, was mir eine homogene, „lochfreie“ Rundum-Kulisse bot, die mich tief ins Geschehen versetzte.
Zur nächsten Bewährungsprobe musste sich das PX4 dann im Multiplayermodus in „Battlefield 4“ stellen. Im Vergleich zur Einzelspielervariante von „Killzone“ ist es hier nochmals wichtiger, Stimmen, Schritte oder Schüsse möglichst frühzeitig zu erkennen, um gegnerische Mitspieler zu orten bevor es zu spät ist. Ich beginne in der gleichen Voreinstellung wie zuvor und bin erneut innerhalb weniger Augenblicke von der druckvollen Wiedergabe und dem packenden Spielerlebnis fasziniert, welche mir hier kredenzt werden. Doch trotz aller Freude stellt sich diese Voreinstellung für dieses Spiel als weniger perfekt heraus, denn durch die unglaublich dynamische Wiedergabe der Explosionen und Schüsse, werden die kleinen und feineren Details, die nicht minder wichtig sind, akustisch in den Hintergrund gedrängt. Das soll aber auch kein Problem sein, denn auch hierfür bietet der PX4 Lösungen in Form diverser Einstellmöglichkeiten, die direkt am Kopfhörer vorgenommen werden können.
Um die für mich passende Wiedergabe zu erreichen, stelle ich den Blast-Limiter zunächst auf Maximum. Das beschert mir zwar eine relativ drucklose Tonwiedergabe, dafür werden Details aber nicht mehr überlagert. Anschliessend wähle Preset Nummer drei im integrierten Equalizer, was eine Anhebung der Hochtonanteile zur Folge hat. Dabei wird mir jede Änderung der Einstellung über akustische Signale bestätigt. Die von mir gewünschte Wahl des Presets 3 hat somit einen dreimaligen Piepton zur Folge. Diese Einstellung erweist sich für mein jetziges Spiel dann auch als perfekt. Schritte der Gegner werden sauber und deutlich dargestellt ohne von „grösseren“ Audioanteilen wie Explosionen und Schüssen verschluckt zu werden. So wird mir auch hier eine sehr gute Rundum-Klangkulisse geboten, in der Mitspieler und Gegner einfacher zu orten sind, was mir einen gewissen Vorteil auf dem virtuellen Kampffeld verschafft.

Die Aussenseite der rechten Ohrmuschel beherbergt zwei Taster für die Justage der Lautstärke (1), sowie einen Knopf, über den  sich der PX4 via Bluetooth mit einer entsprechenden Quelle (z.B. Smartphone) paaren lädt.

Die Aussenseite der rechten Ohrmuschel beherbergt zwei Taster für die Justage der Lautstärke (1), sowie einen Knopf, über den sich der PX4 via Bluetooth mit einer entsprechenden Quelle (z.B. Smartphone) paaren lädt.

 

 

Fazit

Die sehr gute Surroundreproduktion sowie die vielen Klangpresets beweisen wie hilfreich und sinnvoll ein gutes Headset beim Zocken sein kann. Das Turtle Beach PX4 ist ein solches und besticht durch eine hervorragende Verarbeitung, hohen Komfort und erstaunliche Klangwiedergabe. Wer gerade über den Kauf eines entsprechenden Gaming-Headsets nachdenkt, sollte sich das PX4 unbedingt einmal näher ansehen. Aus meiner Sicht ist es jedenfalls eine echte Empfehlung für Gamer, die mehrere Stunden pro Woche vor ihrer Konsole verbringen.

Test & Text: Bernd Heuer

Fotos: www.lite-magazin.de

 

Modell:Turtle Beach Ear Force PX4
Produktkategorie:Gaming Headset
Preis:129,00 Euro
Garantie:1 Jahr
Treiber:50 mm
Kopfhörer-Verstärker: Stereo 27 mW (integriert)
Spielton-Frequenzbereich: - 20 Hz - 20 kHz
Frequenzbereich Kondensatormikrofon: 50 Hz - 15 kHz
Anschluss:- Wireless (WLAN)
- Analogkabel (3,5mm)
Akku:- Wiederaufladbarer Li-Po-Akku (1000 mAh)
Akkulaufzeit:- 15 Stunden (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- PX4 Headset
- PX4 Drahtlossender
- abnehmbares Bügelmikrofon
- optisches Digitalkabel
- 2,5 - 3,5-mm-Kabel für Mobilgeräte
- Headset-Ladekabel
- Xbox 360 Talkback-Kabel
Unterstütze Konsolen:- Sony Playstation 4
- Sony Playstation 3
- Xbox 360
Besonderes:- Dolby® Surround Sound
- Spielton Dualband WLAN Digital 2,4-2,495 GHz/5,0-5,8 GHz HF drahtloser Empfang
- Bluetooth®-Funkübertragung mit Dual-Pairing-Modus
- Automatische Abschaltung nach ca. 5 Minuten unterbrochener Verbindung oder Stille zur Schonung des Akkus
- Blast-Limiter-Voreinstellungen
- Equalizer (EQ)-Voreinstellungen
Benotung:
Klang (40%):1,1
Praxis (40%):1,1
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

 

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