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Redakteur
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Musik in der ganzen Wohnung oder gar dem ganzen Haus ist eine wunderbare Sache. Man kann von Raum zu Raum wandern, ohne dabei auf die Begleitung seiner Lieblingsmusik verzichten zu müssen. Und wie genial wäre es, wenn man das völlig ohne störende Lautsprecherkabel hinbekäme? Kein Problem – mit dem Heos 3 von Denon!

Die Heos 3 von Denon sehen nicht nur super aus, sie eröffnen mit minimalem Aufwand ungeahnte Möglichkeiten in Sachen Multiroom-Streaming.

Die Heos 3 von Denon sehen nicht nur super aus, sie eröffnen dazu mit minimalem Aufwand ungeahnte Möglichkeiten in Sachen Multiroom-Streaming.

 

 

Mit dem kabellosen Soundsystem HEOS by Denon kann man ein auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes Multiroom-System über das heimische WLAN aufbauen. Bis zu 32 Lautsprecher können ins Drahtlos-Netzwerk integriert und im gesamten Haus verteilt werden. Störende Kabel gehören damit der Vergangenheit an, einzig das Stromkabel der eingesetzten Heos-Komponenten ist noch notwendig. Abgesehen davon hat das Nutzen des WLANs noch weitere große Vorteile: Im Gegensatz zum bei physischen Hindernissen wackeligen Bluetooth ist diese Verbindung wesentlich stabiler und ermöglicht eine wesentlich größere Reichweite.

 

Damit das in möglichst allen Haushalten gelingt, umfasst die Heos-Serie neben drei verschiedenen Lautsprechern auch einen WLAN-Repeater, einen Verstärker und einen Vorverstärker. Die Lautsprecher hören auf die Namen Heos 3, Heos 5 und Heos 7. Sie unterscheiden sich vor allem in Hinblick auf ihren Einsatzbereich. Der Heos 3 besitzt zwei Treiber und zwei Verstärkerkanäle und eignet sich daher vor allem für kleine oder mittelgroße Räume. Im Heos 5 sind bereits vier aktive Treiber – nämlich je zwei Mittel- und Hochtöner – sowie ein Passivradiator enthalten, was ihn für den Einsatz in großen Räumen prädestiniert. Wer in einem Loft oder einer Wohnung mit offenen Räumen wohnt oder im Sommer auch auf der Terrasse Musik genießen möchte, greift einfach auf den Heos 7 zurück. Der größte der drei Heos-Lautsprecher fährt mit sieben Treibern inklusive Aktiv-Subwoofer richtige dicke Geschütze auf und verfügt darüber hinaus als Einziger auch noch über einen Kopfhörerausgang. USB-Anschluss und Aux-Eingang sind natürlich bei allen drei Mitgliedern der Lautsprecher-Palette vorhanden.
Die zusätzliche Komponenten der Heos-Serie spielen in diesem Test zwar keine Rolle, dennoch wollen wir die potenziellen Spielpartner unserer Testkandidaten Heos 3 wenigstens kurz vorstellen: Da wäre zunächst der Heos Extend zu nennen. Er sorgt dafür, dass das WLAN auch tatsächlich alle Heos-Lautsprecher im Haushalt erreicht, indem es dessen Reichweite und Signalstärke erweitert. Das gilt dann praktischerweise auch für alle anderen Geräte, die das WLAN nutzen. Der Vorverstärker Heos Link rüstet jedes bestehende Audiosystem auf und verleiht ihm die Multiroom-Funktion. Mit dem Verstärker namens Heos Amp lassen sich schließlich einfach liebgewonnene Passivlautsprecher in das Heos-Netzwerk integrieren und werden Teil der persönlichen Multiroom-Installation.

 

 

 

Individualität ohne Ende

Der Grad der Personalisierung des Heos-Systems ist übrigens sehr hoch. Die Komponenten lassen sich beliebig miteinander kombinieren und wer über mehrere Lautsprecher verfügt, kann diese bei Bedarf in Gruppen miteinander verknüpfen (zum Beispiel zwei Heos 3 als Stereopärchen) oder sogar einzeln ansteuern. So kann bei einer Party der Heos 3 in der Küche mit Rockmusik beliefert werden, während der Heos 5 im Wohnzimmer mit Elektro-Pop zum Tanzen einlädt. Die Steuerung der einzelnen Lautsprecher ist sogar mit mehreren Geräten möglich, sofern diese im Netzwerk registriert sind und die kostenlose Heos-App installiert haben.

Mit eben dieser App nehmen wir auch die Einrichtung des Systems vor. Dazu laden wir sie zunächst im entsprechenden App-Store herunter. Apple-Geräte müssen dafür mindestens iOS 5 aufweisen, Android-Geräte benötigen mindestens Android 2.3, was aber bei einigermaßen modernen Geräten kein Problem darstellt. Beim HTC One V kann es aktuell noch zu Verbindungsfehlern kommen, falls die Mikrofonrückmeldungsfunktion gestört ist. Im Dezember wird es jedoch ein entsprechendes Update seitens Denon geben.

Kabel braucht man nur zur Installation: Das mitgelieferte Audiokabel verbindet den Aux-Eingang des Lautsprechers und den Kopfhörer-Ausgang des Smartphones oder Tablets miteinander.

Kabel braucht man nur zur Installation: Das mitgelieferte Audiokabel verbindet den Aux-Eingang des Lautsprechers und den Kopfhörer-Ausgang des Smartphones oder Tablets miteinander.

 

 

Kabel braucht man nur zum Start

Ist die App installiert, schließen wir den ersten Heos-Lautsprecher ans Stromnetz an und verbinden das mitgelieferte Audiokabel mit dem Aux-Eingang des Lautsprechers und dem Kopfhörer-Ausgang des Smartphones oder Tablets. Starten wir nun die App, können wir gleich oben rechts auf „Jetzt konfigurieren“ tippen und ein Gerät hinzufügen. Die Verbindung zwischen Gerät und Lautsprecher ist bereits via Audiokabel in der Kopfhörerbuchse beziehungsweise Aux-Eingang erfolgt, also folgen wir den Anweisungen der App und drücken auf den Connect-Knopf rechts unten auf der Rückseite des Lautsprechers. Blinkt die LED grün, tippen wir auf „Weiter“, falls die App nicht bereits selbständig zum nächsten Schritt springt. Bei einem gesicherten WLAN wird nun das Passwort abgefragt. Falls es hier zu einem Verbindungsfehler kommt, liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass der Kopfhörerausgang von einer anderen App „belegt“ ist oder dass ein Dauer-Equalizer aktiv ist. Letzterer lässt sich unter Einstellungen > Sound > Lautsprecher > Equalizer ausschalten.
Kaum haben wir bei der Inbetriebnahme das Passwort eingegeben, ist der Lautsprecher auch schon im Netzwerk registriert. Nun darf noch festgelegt werden, ob der Heos 3 hochkant oder liegend eingesetzt wird (das kann natürlich auch nachträglich geändert werden) und unter welcher Bezeichnung er in der Geräteliste auftauchen soll. Neben der großen Auswahl an voreingestellten Namen lassen sich auch eigene Bezeichnungen vergeben. Damit ist die Integration auch schon erledigt. Wer seine Heos-Lautsprecher übrigens in ein anderes Netzwerk integrieren möchte, kann sie auch über die Reset-Taste links unten auf der Rückseite zurücksetzen und die Netzwerkinformationen damit löschen.

 

 

Quellenwahl deluxe

Aus dem Startbildschirm der App heraus kann man nun weitere Einstellungen wie die Regelung der Intensität von Bass oder Höhen vornehmen oder Updates herunterladen (über das Zahnrad oben links) und – besonders wichtig – die Quelle der Musik auswählen. Neben Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer, die eine gesonderte Anmeldung erfordern, lassen sich auch ganz einfach Dateien vom Smartphone oder Tablet selbst wiedergeben. Zudem können auch andere im Netzwerk registrierte Geräte als Quelle dienen. Das gilt für NAS-Festplatten ebenso wie für Laptops oder PCs, die in unserem Test von selbst in der Liste auftauchten. Wer mag, darf auch gerne den USB-Anschluss auf der Rückseite der Heos 3 nutzen und zum Beispiel Musik direkt vom USB-Stick oder einer externen Festplatte wiedergeben. Die Steuerung läuft dabei wie die Integration der Lautsprecher über die Heos-App und den Menüpunkt „Lokale Musik“. Hier lässt sich nun zunächst der einzelne Lautsprecher oder eine ganze Gruppe auswählen, die mit den gewünschten Songs oder einer bestimmten Playlist versorgt werden sollen. Neben der Direktauswahl der Musik lässt sich auch ein ganzes Album am Stück abspielen oder die Wiedergabereihenfolge der Songs individuell „programmieren“. Wer also nur kurz beim Geschirrspülen fünf bestimmte Songs hören möchte, schickt diese einfach in der gewünschten Reihenfolge schnell an den Heos-Lautsprecher in der Küche, bevor er die Hände ins Wasser taucht.

Neben den kabellosen Quellen über das WLAN lassen sich per USB und Miniklinke Speichermedien oder Mobilgeräte direkt an den Heos 3 koppeln.

Neben den kabellosen Quellen über das WLAN lassen sich per USB und Miniklinke Speichermedien oder Mobilgeräte direkt an den Heos 3 koppeln.

 

 

Modernes Design

In unserem Test verzichten wir jedoch auf derartige Ablenkung und sehen uns lieber unsere beiden Testgeräte des Models Heos 3 noch einmal genauer an. Wir haben jeweils einen in schwarz und weiß erhalten und in genau diesen beiden Farben ist der kleinste der drei Heos-Lautsprecher derzeit erhältlich. Wie alle Heos-Geräte sind die Gehäuse mit interessanten Schrägen, Rundungen und Kanten versehen, die den Boxen einen futuristischen Touch verpassen. Das weiß zu gefallen und macht sich nicht nur in modernen Einrichtungsstilen gut. Die Front ist mit einem feinen Netzstoff in Gehäusefarbe bespannt. Drei silberfarbene Tasten auf der Oberseite des Heos 3 sorgen für die schnelle Lautstärkeregelung oder Stummschaltung. Das Design ist bis ins Detail geplant und sogar der Bassreflexport auf der Rückseite des Heos 3 ist optisch ansprechend integriert.
Für den „spacigen“ Touch sorgt der LED-Ring am Fuß der Lautsprecher, der über den aktuellen Status Aufschluss gibt – meist leuchtet er also dauerhaft in Blau. Stellt man den Heos 3 vertikal auf, erinnert die LED leicht an die Unterbodenbeleuchtung wie man sie zum Beispiel von den Sportwagen aus Filmen wie „Fast and Furious“ kennt – ein gelungener und dennoch dezenter Hingucker!
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Lautsprecher selbst eine Zubehörschachtel mit einem Netzteil und wechselbarem Adapter sowie ein LAN-Kabel und ein Miniklinke-Audiokabel. Mit letzterem lassen sich über den Aux-Eingang Zuspielgeräte anschließen und eben die oben beschriebene Integration des Lautsprechers ins Netzwerk vornehmen. Sollte das nicht auf Anhieb funktionieren, schafft das LAN-Kabel Abhilfe. Damit kann man den Heos 3 direkt an den Router anbinden und so für die Einbindung ins heimische WLAN sorgen.

Wie alle Heos-Geräte sind die Gehäuse des Heos 3 mit interessanten Schrägen, Rundungen und Kanten versehen, die den Boxen einen futuristischen Touch verpassen.

Wie alle Heos-Geräte sind die Gehäuse des Heos 3 mit interessanten Schrägen, Rundungen und Kanten versehen, die den Boxen einen futuristischen Touch verpassen.

 

 

Fürs Warmmachen bleibt keine Zeit

Wie bereits erwähnt sind die Heos-Lautsprecher in drei Größen zu haben. Der Heos 3 ist die kleinste Box und für eher kleinere Räume geeignet. Wir halten uns daran und probieren ihn als Einzelbox auf ungefähr 18 Quadratmetern aus. Nachdem der Anschluss schnell erledigt ist, entscheiden wir uns zunächst für das Abspielen der Musik vom Smartphone selbst. Sofort nach dem Druck auf den Play-Button legt der Heos 3 los, mit ordentlich Druck und äußerst viel Dynamik. Mit „Killing in the Name of“ von Rage Against the Machine haben wir den drahtlosen Lautsprecher gleich zu Beginn zwar vor eine recht herausfordernde Aufgabe gestellt, die er jedoch ohne Probleme bewältigt. Die beiden Treiber in seinem Inneren schaffen es mühelos, den ganzen Raum sauber zu beschallen und behalten das hohe Qualitätslevel auch bei aufgedrehter Lautstärke locker bei. Der Bassreflexkanal auf der Rückseite pumpt ordentlich Tiefton ins Zimmer – wenn man die Hand davor hält, ist die Power der kleinen Box deutlich zu spüren. Ein kleiner Tipp zur Aufstellung: Idealerweise vermeidet man die Platzierung des Heos 3 auf geschlossenen Hohlräumen wie einem Lowboard mit leerem Schubkasten. Dadurch hallt es nämlich stärker als bei der Aufstellung auf dem Boden, im Regal oder auf der Fensterbank, die entsprechend vorzuziehen sind. Da der Heos als einziger der drei Heos-Lautsprecher auch über eine Gewindebohrung auf der Rückseite verfügt, lässt er sich sogar an die Wand hängen oder auf einem Lautsprecherständer platzieren. Möglichkeiten ohne Ende!

Als nächstes testen wir das Abspielen der Musik von anderen Geräten. So stöpseln wir einen USB-Stick mit dem Album „Opposites“ von Biffy Clyro in den entsprechenden Eingang auf der Rückseite des Heos 3 ein. Da wir nur wenig Musik auf dem Stick gespeichert haben und die Datenmenge schnell erfasst ist, taucht der Stick schon nach wenigen Sekunden in der Geräteliste der App auf. Eine NAS-Festplatte mit mehreren Gigabyte braucht womöglich ein wenig länger und setzt etwas Geduld beim Anwender voraus. Also bitte nicht verzweifeln, wenn die Heos 3 nicht sofort fröhlich losstreamt.
Aus der Liste möglicher Lieder wählen wir den Song „Biblical“ aus. Der beginnt zunächst ziemlich ruhig, bevor es dann mit E-Gitarre und Synthies rockiger wird. Das ist aber auch kein Problem für den Heos 3, der die ruhigeren Passagen für noch mehr Detailtiefe nutzt. Selbst die kleinsten Feinheiten hört man heraus, obwohl wir wie gesagt nur eine einzige Box im Einsatz haben.
Das ändern wir aber gleich und bauen uns mit einem zweiten Heos 3 ein Stereo-Pärchen zusammen. Die beiden Lautsprecher erschaffen zusammen eine hervorragende Stereobühne und beweisen damit, dass sie neben ihrer Partytauglichkeit auch für anspruchsvolle HiFi-Fans geeignet sind. Die Lautstärke der einzelnen Boxen lässt sich übrigens auch bei der Gruppierung mehrerer Lautsprecher noch für jeden einzelnen separat regeln. Das ermöglicht auch dann eine perfekte Anpassung auf den Hörplatz, selbst wenn man nicht in exakt demselben Abstand zu den beiden Lautsprechern sitzt. So hat man wirklich alle Möglichkeiten, den Klang perfekt an den Einsatzort der Heos 3 anzupassen, ohne auch nur den geringsten Kompromiss eingehen zu müssen.

Die Steuerung des Heos 3 erfolgt fast komplett über die kostenlose App. Die drei Tasten auf der Oberseite des Lautsprechers dienen ausschließlich der Lautstärkeregelung beziehungsweise Stummschaltung.

Die Steuerung des Heos 3 erfolgt fast komplett über die kostenlose App. Die drei Tasten auf der Oberseite des Lautsprechers dienen ausschließlich der Lautstärkeregelung beziehungsweise Stummschaltung.

 

 

Fazit

Die Heos 3 von Denon sehen nicht nur super aus, sie eröffnen mit minimalem Aufwand ungeahnte Möglichkeiten. Als wäre der voluminöse und detaillierte Klang alleine nicht genug, heben die fast grenzenlos flexiblen Installationsvarianten das Thema Multiroom auf ein neues Level. Die Steuerung per App macht das Streaming von so ziemlich jeder vorstellbaren Quelle zum komfortablen Kinderspiel und die Verbindung über das heimische WLAN sorgt für stabile Musikwiedergabe im ganzen Haus.

 

 

Test und Text: Martin Sowa

Fotos: Martin Sowa, Herstellerbilder

 

 

Modell:Denon
Heos 3
Produktkategorie:Aktivlautsprecher
Preis:299 Euro / Stück (UVP)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:D&M Germany GmbH, Nettetal
Tel.: 02157 / 12080
www.heosbydenon.com
Abmessungen (HBT):128 x 275 x 156 mm (horizontal)
272 x 130 x 165 mm (vertikal)
Gewicht:1,9 kg
Treiber:2 Vollbereichs-Treiber
Endstufe:4 Class-D-Verstärker
Unterstützte Formate:MP3, WMA, AAC, FLAC, WAV (unkomprimiert)
Quellen:- NAS (Network Attached Storage)-Geräte mit DLNA-Musikserver
- USB-Massenspeicher
- Streamingdienste
- Smartphones/Tablets
Anschlüsse:- Ethernet
- USB
- 3,5 mm-Klinken-Eingang
- WLAN
Besonderes:- Streaming über WLAN
- Gewindebohrung für Wandmontage/Lautsprecherständer
- Bassreflexrohr
- kostenlose App zur Steuerung
Lieferumfang:Netzteil, 3,5mm Klinken-Audio-/Installations-Kabel, Ethernet-Kabel, Schnellstart-Anleitung
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend
141107.Heos3_TESTsiegel

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