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Redakteur
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BenQ ersetzt seinen bewährten W1300 durch den W1350, der jetzt noch leistungsstärker sein soll. Zusätzlich werden moderne Datenübertragungstechnologien wie Wireless-Full-HD und MHL unterstützt. Das Multitalent W1350 ist ab sofort für 1.249,00 Euro (uvP) zu haben. In unserem Test prüfen wir, welche vielfältigen Möglichkeiten sich auftun, wenn die Features dieses neuen Projektormodells vollumfänglich genutzt werden.

Der BenQ W1350 sieht seinem Vorgängermodell zum verwechseln ähnlich. Unter dem formschönen Gehäuse schlummert ein wahres Multitalent. Foto: Michael B. Rehders

Der BenQ W1350 sieht seinem Vorgängermodell zum verwechseln ähnlich. Unter dem formschönen Gehäuse schlummert ein wahres Multitalent.
Foto: Michael B. Rehders

Kabelloses Kino

Der BenQ W1350 ist ein DLP-Projektor mit Full-HD-Auflösung. Sein erstaunlich großer Zoomfaktor macht ihn flexibel in der Aufstellung. Um ein zwei Meter breites Bild zu projizieren, benötigt der BenQ einen Abstand von 2,80 – 4,20 Meter. Dank Lens-Shift lässt sich das Bild dann auch in der Höhe anpassen, was ihn vielseitig in Sachen Installation macht. Sämtliche Anschlüsse für Zuspieler befinden sich auf der Rückseite. Darunter zwei HDMI-Eingänge, von denen einer MHL-fähig ist. Somit können Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets, die MHL unterstützen, direkt und ohne Umwege mit dem Projektor verbunden werden. Nutzen Sie dieses Feature, sind Sie von nun an imstande, Ihre selbstgedrehten, auf dem Handy befindlichen Videoclips, Fotos und Videostreams (z.B. Youtube etc.) unkompliziert auf die Leinwand zu projizieren. Mittels optional erhältlichem „Wireless Full HD“-Kit (WFHD) ist sogar die kabellose Signalzuspielung möglich. Investiert man zusätzliche 349,00 Euro, gehören Platzierungs-Probleme dann vollends der Vergangenheit an – eine sehr gute Investition. Das WFHD-Kit besteht aus je einem Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Der Sender wird an den HDMI-Ausgang des AV-Receivers angeschlossen. Der Empfänger wird via USB mit dem Projektor verbunden. Ein Stromanschluss für den Empfänger ist nicht nötig, da die Stromversorgung über den USB-Port des BenQ W1350 erfolgt. Entschliesst man sich für den Zukauf dieses optional erhältlichen Sets müssen ab sofort keine unschönen HDMI- und Stromkabel zum Beamer verlegt werden und das lästige Strippenwirrwarr hat ein Ende. Der Hersteller gibt hier übrigens eine störungsfreie Signalübertragung bis zu einer Entfernung von 20 Metern zur Quelle an. In unserem Testbetrieb war es sogar möglich, Bildsignale stabil und unterbrechungsfrei durch zwei Räume und zwei Wände hindurch zu übertragen. Damit lässt sich der W1350 nahezu in jeder Umgebung flexibel einsetzen. Egal, ob der Projektor an der Zimmerdecke fest installiert ist, gelegentlich auf dem Couchtisch vor dem Sofa steht oder für das „Public Viewing“ im Garten genutzt wird, Kabelprobleme gehören mit dem W1350 inkl. optionalem WFHD-Kit nun endgültig der Vergangenheit an.

Sämtliche Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Zwei HDMI-Eingänge gehören beim BenQ zum Standard, wobei der HDMI-2-Eingang sogar MHL-fähige Zuspieler unterstützt. Über den USB-Port wird das optional erhältliche „Wireless Full HD“-Kit mit Strom versorgt. Ein weiterer Stromanschluss ist nicht nötig. Über Component und Video lassen sich auch ältere DVD/-Videorecorder anschließen. Foto: Michael B. Rehders

Sämtliche Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Zwei HDMI-Eingänge gehören beim BenQ zum Standard, wobei der HDMI-2-Eingang sogar MHL-fähige Zuspieler unterstützt. Über den USB-Port wird das optional erhältliche „Wireless Full HD“-Kit mit Strom versorgt. Ein weiterer Stromanschluss ist nicht nötig. Über Component und Video lassen sich auch ältere DVD/-Videorecorder anschließen.
Foto: Michael B. Rehders

Die Regler für Zoom, Fokus und Lens-Shift sind leicht vertieft in das Gehäuse eingelassen, damit sie nicht versehentlich verstellt werden. Die Regler sind gut zu erreichen und leicht bedienbar.  Foto: Michael B. Rehders

Die Regler für Zoom, Fokus und Lens-Shift sind leicht vertieft in das Gehäuse eingelassen, damit sie nicht versehentlich verstellt werden. Die Regler sind gut zu erreichen und leicht bedienbar.
Foto: Michael B. Rehders

In der Praxis

Mit wenigen Handgriffen ist der BenQ angeschlossen. Dank Offset kann der W1350 theoretisch sogar an der Leinwandunterkante aufgestellt werden. Die Deckeninstallation ist ebenfalls problemlos möglich. Dazu muss der Projektor über Kopf an die Zimmerdecke montiert werden. Die frei zugänglichen Regler für Zoom und Lens-Shift erleichtern die Aufstellung erheblich. Wer das optional erhältliche WFHD-Kit nutzt, kann zudem auf eine teure HDMI-Kabelverbindung verzichten. Den Härtetest bestand das WFHD-Kit mit Bravour. Für den Test wurde der Sender in einem Nebenraum platziert. Das Bildsignal musste durch einen kleinen Flur, zwei gemauerte Wände und zwei geschlossene Türen hindurch – und tat dies ohne jegliche Einbußen in der Bildqualität. Wer beabsichtigt, den W1350 mobil zu nutzen oder keine unschönen Kabel an der Zimmerdecke verlegen will, dem können wir das WFHD-Kit von BenQ uneingeschränkt empfehlen. Die Zuspielung über MHL per Smartphone funktioniert ebenfalls störungsfrei. Fotoaufnahmen und Handyfilmchen erstrahlen prachtvoll auf der Großbildwand – natürlich immer vorausgesetzt, sie werden auch in besserer Qualität aufgenommen. Wie von BenQ bereits seit längerer Zeit gewohnt, liefert auch der W1350 in der Werkseinstellung bereits eine vorzügliche Farbdarstellung. Im Grunde muss da gar nicht mehr viel eingestellt werden. Technikeinsteiger werden sich darüber besonders freuen, denn hier heißt es tatsächlich: Projektor aus dem Karton nehmen, einschalten, HDMI-Verbindung herstellen und Wunschfilm starten. Mehr ist für eine ausgezeichnete Bildperformance tatsächlich nicht notwendig.
Darüber bietet sich engagierten Filmfans natürlich auch die Möglichkeit, die bereits vorzüglichen Werkseinstellungen weiter zu optimieren. Das dafür notwendige Farbmanagement ist über die Menüstruktur schnell gefunden. Mit wenigen Handgriffen gelang es uns hier, fast alle Primär- und Sekundärfarben auf den Punkt einzustellen. Allenfalls Grün war leicht in Richtung Gelb verschoben, was sich auf die Darstellung auf der Leinwand aber nicht negativ auswirkte. Da das Bildmenü zentriert in der Bildmitte erschien, gestaltete sich die Kalibrierung dagegen etwas umständlich. Leider war es uns nicht möglich, die Position des Menükästchens nach links oder rechts zu verschieben. Im Vergleich mit anderen Ein-Chip-Projektoren fällt der „Regenbogen“-Effekt (RBE) gering aus, so dass sich nur noch empfindlichste Gemüter daran stören werden. Das Gamma hingegen war ab Werk schlichtweg perfekt justiert. Die voreingestellte Farbtemperatur kam ihren Sollwerten ebenfalls lobenswert nahe.

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Die Ausschnittsvergrößerung des Hamburg-Panoramas zeigt deutlich auf, dass der BenQ W1350 eine gute Pixelauflösung besitzt. Vollkommen verfärbungsfrei erscheinen die graue Straße, die orangefarbenen Türen der U-Bahn und der rote Doppeldecker. Originalaufnahme/Foto: Michael B. Rehders

Die Ausschnittsvergrößerung des Hamburg-Panoramas zeigt deutlich auf, dass der BenQ W1350 eine gute Pixelauflösung besitzt. Vollkommen verfärbungsfrei erscheinen die graue Straße, die orangefarbenen Türen der U-Bahn und der rote Doppeldecker.
Originalaufnahme/Foto: Michael B. Rehders

Helligkeit, Kontrast und Bildeindrücke

Die Maximalhelligkeit beträgt im Bildmodus „User 1“ satte 1720 Lumen (D65). Das reicht aus, um Bildbreiten bis zu 4,50 Meter strahlend hell auszuleuchten. Für kleinere Leinwände sind somit genügend „Reserven“ vorhanden, um auch bei leichtem Restlicht ein großartiges Filmerlebnis zu schaffen. Der W1350 ist kalibriert zwar nicht heller als sein Vorgänger, dafür wurde der Kontrastumfang von 1640:1 auf 1930:1 gesteigert, was sich durch ein Plus an Plastizität im Bild positiv bemerkbar macht. Unseren erweiterten Praxistest starten wir wieder einmal mit der Blu-ray „Casino Royale“. Der Beginn in Schwarz/Weiß wird vollkommen verfärbungsfrei dargestellt. James Bond sitzt mit hochgeschlagenem Kragen im Sessel. Jeder Knopf seines Mantels zeichnet sich sauber ab. Da säuft nichts im Schwarz ab. Die Palmen auf den Bahamas haben satte grüne Blätter. Das Meer erscheint in einem leuchtenden Türkis, als die Maschine, in der der Agent anreist, zur Landung ansetzt. Sein sonnengebräuntes Gesicht erscheint natürlich. So natürlich, dass feine Farbabstufungen gut erkennbar sind. Auch wenn keine Frame-Interpolation vorhanden ist, bleiben dem W1350 unangenehme Bildruckler hier vollkommen fremd, die über eine normale 24-Hz-Darstellung hinausgehen.
3D-Wiedergabe: Als nächstes landet „Guardians Of The Galaxy“ im Player. Als der Film startet, bietet sich uns eine umwerfende Bildtiefe. Die eingeblendeten Titel stehen dabei unterschiedlich tief im Raum. Mal nur wenige Zentimeter hinter der Leinwand, ein anderes Mal sind sie scheinbar mehrere Meter weit weg platziert. Geisterbilder (Crosstalk-Effekte) sind zu keiner Zeit erkennbar, und der Rotblitz wird wirkungsvoll von der hier eingesetzten 3D-Brille unterdrückt. Helle Filminhalte erscheinen dank „Triple Flash“-Technologie (144 Hz) durchweg flimmerfrei. Als Peter Quinn mit seinem Raumschiff nach Xandar fliegt, passiert er die beiden gleißend hellen Sonnen. Die Sterne besitzen einen tollen runden „Körper“ und lassen ihre Flammen förmlich aus der Leinwand heraus schlagen. Gleich dahinter erstreckt sich die Unendlichkeit des Weltraums. Während des gesamten Films sitzt die 3D-Brille übrigens sehr bequem. Die Synchronität bleibt dabei auch dann noch erhalten, wenn der Blick kurzzeitig von der Leinwand abgewendet wird, um beispielsweise nach dem Popcorn bzw. einem kühlen Getränk zu greifen. So macht 3D Spaß!

Unser Testbild offenbart eindrucksvoll, dass kleinste Details in Pixelgröße fehlerfrei dargestellt werden.

Unser Testbild offenbart eindrucksvoll, dass kleinste Details in Pixelgröße fehlerfrei dargestellt werden.

Expertentipp: Mehr Bildschärfe mit dem BenQ W1350

Wer die Bildschärfe des W1350 vollständig ausschöpfen möchte, sollte im Bildmenü „Erweitert“ auf „Geräuschreduktion“ gehen. Hier handelt es sich um einen Rauschfilter und Weichzeichner, der die Kantenschärfe in feinen Details sichtbar verringert. Ab Werk ist dieser Regler auf 7 eingestellt. Dieser sollte unbedingt auf 0 gesetzt werden. Auf diese Weise wird die Detailschärfe sichtbar gesteigert.

Die 3D-Brille gehört zum Lieferumfang des Projektors. Sie wiegt nur 32 Gramm und unterdrückt den Rotblitz wirkungsvoll. Die Akkulaufzeit gibt BenQ mit 30 Stunden an. Foto: Michael B. Rehders

Die 3D-Brille gehört zum Lieferumfang des Projektors. Sie wiegt nur 32 Gramm und unterdrückt den Rotblitz wirkungsvoll. Die Akkulaufzeit gibt BenQ mit 30 Stunden an.
Foto: Michael B. Rehders

Was ist ein Rotblitz?

Der W1350 besitzt ein Farbrad mit sechs Segmenten. Diese Segmente haben die Farben Rot, Grün, Blau, Rot, Grün, Blau (RGBRGB). Aus diesen Farben werden sämtliche Mischfarben erzeugt, während die roten Segmente zusätzlich für die 3D-Wiedergabe eingesetzt werden. Um den Projektor mit der Shutterbrille zu synchronisieren, wird ein so genannter Rotblitz erzeugt. Vereinfacht erklärt sorgt dieser dafür, dass der Betrachter durch die Shutterbrille immer das „korrekte“ 3D-Bild sieht. Einer der Nachteile des Rotblitzes ist aber leider, dass dunkle Bildinhalte aus technischen Gründen immer leicht rötlich verfärbt werden. Bessere 3D-Brillen „blocken“ den Rotblitz, so dass dunkle Bildinhalte durch die 3D-Brille betrachtet nicht verfärbt erscheinen.

Die Letterboxbalken des 3D-Filmes erscheinen Rot verfärbt. Schuld daran ist der so genannte Rotblitz, der Projektor und Shutterbrille synchronisiert.

Die Letterboxbalken des 3D-Filmes erscheinen Rot verfärbt. Schuld daran ist der so genannte Rotblitz, der Projektor und Shutterbrille synchronisiert.

Durch die 3D-Brille des BenQ W1350 ist diese Verfärbung nicht zu sehen, da diese den Rotblitz wirkungsvoll blockiert. Somit erscheinen sämtliche Farben des Films natürlich.

Durch die 3D-Brille des BenQ W1350 ist diese Verfärbung nicht zu sehen, da diese den Rotblitz wirkungsvoll blockiert. Somit erscheinen sämtliche Farben des Films natürlich.

Fazit

Der BenQ W1350 ist ein wahres Heimkino-Multitalent. Die kabellose Signalübertragung, dank optional erhältlichem „Wireless Full HD“-Kit, der relativ große Zoombereich und sein Lens-Shift bieten flexible Einsatzmöglichkeiten. Unschöne und störanfällige, lange HDMI-Kabelverbindungen gehören nun endlich der Vergangenheit an. Somit lässt sich der kompakte und formschöne Projektor bequem ins stylisch eingerichtete Wohnzimmer integrieren oder zu Freunden mitnehmen, um an lauen Sommerabenden einen Film im Garten anzusehen. Unterstützt wird die gebotene Flexibilität durch die vorzügliche Bildperformance in der Werkseinstellung. BenQ vereint mit dem W1350 modernste kabellose Signalübertragungstechnologien mit brillanten Bildern – und das zu einem äußerst attraktiven Preis.

Test & Text: Michael B. Rehders
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:BenQ
W1350
Produktkategorie:DLP-Projektor
Preis:1.249,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Weiß/Silber
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Abmessungen (HBT):330 x 120 x 247 mm
Gewicht:3,7 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:2500 Lumen (1720 nach Kalibrierung)
Kontrast (On/Off):1930:1
Schwarzwert:0,89 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel
Lens-Shift:ja (ca. 30 %)
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitterim Lieferumfang enthalten
3D-Brille:im Lieferumfang enthalten
Eingänge2 x HDMI (davon 1 MHL-fähig)
1 x Componente
1 x Composite-Video
1 x USB
1 x PC
1 x RS-232
1 x Audio R/L (RCA)
Besonderes:- enorme Lichtpower
- einfache Bedienung
- realitätsgetreue 3D-Darstellung
- optional kabellose Signalzuspielung
Benotung:
Bildqualität (50%):1,1
Praxis (25%):1,1
Ausstattung (25%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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